Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 66 (19.8.1921)
- Date
- 1921-08-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 60 r JU EDI SC HE RUNDSCHAU Seite 475 ret 8 •ei מג «t ui 1r- Uie rr cu ie le er K iß k-;s sft In 1■ s• tt it « t 1 ג i 1 t f 1 s it Ki m ner 31 ir riS d- 1t- . es זג uf id VS ett- ת¬ (־ n i- ». 1- :r rh h d :r e tn e;r it h », n 1t n •e r- I. e s Das Memorandum der amerikanischen Minorität Das Memorandum ist ein außerordentlich umfangreiches Dokument, dessen Gedankengang wir nur in;.rollen Zügen wiedergeben können, ln der Vor* bemerk 1111g heißt es: . , ... ״Falsche Gerüchte und parteiische Berichte sind über die Gründe unseres Verhaltens ausgestrent worden, ts ist aber notwendig, daß die Zionisten der ganzen weit die Wahrheit eiiahren. Daß durch unsere Darstellung manche getroffen werden, die in der Vergangenheit lur die zionistische Sache gearbeitet haben, bedauern wir. Aber die Rücksicht auf die Vergangenheit kann uns nicht von der Verpflichtung befreien, auch heute aut die Erhaltung des für die Erreichung unseres Zieles unerläßlichen strengen Maßstabes zu bestellen. Vielleicht war es ein Fehler, das Tatsachenmaterial יץי״‘ früher der zionistischen Welt ׳zu unterbreiten.. Wir haben die Veröffentlichung unterlassen, trotzdem die lntregitat der amerikanischen Organisation gefährdet war, weil wu hofften, daß wir die europäischen Führer veranlassen werden, ihre falschen Grundsätze aufzugehen und cm Zusammenarbeiten möglich zu machen. Aber Weizmann und seine Genossen wollten nickt den Frieden.“ Das Atemoraiidmn geht aus von der Jahresk o n f e r e!1 z 1V2D und dem sogenannten Brandeis-Plan. In der Ratlosigkeit der Jahreskonferenz hat sich ein Komitee, he stehend aus Weizniann, Sokolow, Naiditsch und Simon an Brandeis gewendet und ihn um seinen Rat ersucht. Brandeis setzte seine Anschauung auseinander und legte die Richtlinien eines Planes vor, vier folgende zentrale Ideen enthielt: 1. A 11 f e 11 e r!111 g des Hinterlandes durch intensive Arbeit in den Föderationen (Landesverbänden). 2. Konzentration der Kräfte der Weltr g a!1 i s a t i o 11 auf den Aufbau Palästinas. X 1: ine kleine E x e k u t i v e für Paliistinanrbeit, \,1׳-lche nach den Gesichtspunkten ihrer Sachkenntnis und ,;;•י YVniaiicus der ganzen Judenheit gewählt werden soll. ״Der Plan bedeutete keineswegs eine Gering- Schätzung der Vorkämpfer unseres Gedankens, die in der Vergangenheit Großes geleistet haben. Er stellte m!.׳ lest, daß einige von den Führern, die früher in h־u Zentralinstitutionen arbeiteten, unter den heutigen Verhältnissen viel wirksamer in dem großen jüdischen Hinterland arbeiten können als in London oder Jeru- .;!lern. Die Männer, die so erfolgreich das nationale Bewußtsein unseres Volkes erweckt haben, als dies die Hauptaufgabe der Exekutive war, könnten jetzt die ■•:ölitcn Dienste leisten durch Bestärkung des Denkens ur.d Fuhlens der jüdischen Massen in der Richtung aut Paläs'ina. Das intensive Interesse an Palästina in der Diaspora zu wecken, wird nicht für weniger wichtig geliai'.en als die Arbeit in Palästina. Im Gegenteil, es wird 1'iir absolut wesentlich angesehen. Aber der Eitolg unserer!Sache erfordert, daß das schwierige Werk des Aufbaus nur den hierfür geeignetsten Händen ■anvertraut wird. Brandeis sagte, wir dürfen niemandem •ein Amt aus einem anderen Grunde übertragen, als darum, weil er der Geeignetste zu seiner Ausübung ist. Genau so wie es unsinnig wäre, in Kricgszcitcn einen Mann zum General zu ernennen, weil er populär oder weil er arm ist oder weil wir ihn lieb haben. Die Exekutive sollte also aus einer kleinen Körperscliaft bestehen, welcher W c i z m a n n und S o k o 1 o w augehören sollten, ferner einige vornehme englische J iidcii, die bis dahin noch nicht zionistisch tätig gewesen sind und ein amerikanischer Zionist mit praktischer Erfahrung. Man dachte an Alfred Mond und James de Rothschild. Brandeis selbst, welcher von allen Seiten aufgefordert wurde, eine verantwortliche Stellung in der Weltorganisation .zu übernehmen, war bereit, mit Rat und Tat der Exekutive beizustehen und im Falle von Memuugsvcrschiedenheiten über Fragen von grundsätzlicher Bedc-utung die Entscheidung zu treffen. Nun kam es, daß Lord Reading aus eigenem Antrieb sich an Brandeis wandte und mit ihm über die Verantwortlichkeit für das Gelingen der jüdischen Heimstätte in Palästina sprach, die jetzt auf allen Juden ohne Unterschied der Anschauungen und ungeachtet ihrer Vergangenheit liege. Lord Reading konnte wegen seines Richteramtes sich nicht selbst zur Verfügung stellen, aber er wollte die Mitarbeit von Alfred Mond, mit dem er gesprochen hatte, von Rothschild und vielleicht Robert XValev Cohen zu sichern versuchen. Seihstverständlich konnten solche Persönlichkeiten ein Amt nicht ohne genaue Kenntnis des ganzen Materials übertu Innen. Da jedoch diese Einführung in der kurzen Zeit nicht möglich war, sollte die Konferenz Weizmann, Sokolow und Brandeis wählen und sie mit der ן Kooptation der Exekutive betrauen. Mit Rücksicht auf j die neuen Aufgaben müßte man einer solchen Exej k üive weitgehende Vollmachten geben und eine Zeit i von drei Jahren, damit sic eine richtige Arbeitsmöglich- 1 kut hat. Aber die Exekutive war ein Instrument der ן Organisation, welcher sie nach Ablauf der Zeit alle j Vollmachten ziirückcrslnttcn muß. In solchen Fragen, j wo mich nur das kleinste nationale Bedenken besteht, i z. B. bezüglich der Erziehung, sollten die Vollmachten - entsprechend eingeschränkt sein. Die Entwicklung der Bewegung im Hinterland, welche viel intensiver als Bisher betrieben werden muß, soll den Landesverbänden, dem Actions-Comite und dem Kongreß überlassen bleiben. Der Gedanke des Braudeis-Pianes war es, den Idcalis- ״״«und die Schwungkraft einer Massenbewegung mit tr,ahrung auf finanziellem Gebiet zu vereinigen. Er war kein Versuch, den demokratischen Charakter der Organisation zu zerstören, sondern der Versuch, die Macht und das Ansehen der Zionistischen Organisation zu steigern, ihr die moralische und materielle Hilfe aller Juden zu bringen, und eine Propagandabewegung in ein wirkungsvolles Instrument für den Aufbau Palästinas umzuwandelii. Der Brandeis-Plan steht in striktem Gegensatz mit dem Ucbereinkommcn, welches Weizmann uuu seine Genossen vom Keren Hajessod mit dem Econonuc Council geschlossen haben, wodurch sic diesem die Herrschaft über die Gelder für die wirtschaftlichen Unternehmungen auslieferten. Der BramJeis-Plau wurde von Weizmann zu F all g e b r a cht, noch bevor er der Konferenz vorgelegt worden war. Nachdem er zuvor sich selbst als <W 0/0 einverstanden erklärt hatte, hat er sich in der Kommission dagegen ausgesprochen. Ohne Brandeis zu verständigen, ging er zu Alfred Mond und brachte die Erklärung mit, daß dieser nicht gewillt sei, bei dein Braudeis-Plmi initzuwirken. Er veranstaltete am Abend die Zusammenkunft mit Mond und Rothschild. Dort gab Weizmam! eine Darstellung der Lage und Alfred Mond und Rothschild erklärten, daß sie angesichts der Sachlage nicht bereit seien, die Verantwortung zu übernehmen. Sie wußten allerdings nicht, daß sie nur dazu benützt wurden, um den Urandeis-Plan zu vereiteln. Diese Begebenheiten sind bis jetzt von den amerikanischen Führer» verschwiegen worden, um Weizmann nicht zu diskreditieren. Doch Weizmann und andere europäische Führer haben dieses Schweigen ausgenützt und die Tatsuchen entstellt. Daher halten wir es für unsere Pflicht, die Dinge zti enthüllen. Nach der Erledigung des Brandeis-Plans stieß jeder Versuch, eine starke Exekutive zu bilden, auf politische Opposition Der Aufbau der jüdischen Heimstätte wurde politischen Interessen untergeordnet. Um diesem oder jenem Führer eine Stelle zu verschaffen, wurde jeder Versuch der Schaffung einer arbeitsfähigen Exekutive vereitelt. Zum Beispiel wurde U s s i s c h - Eins Unfähigkeit für praktische Arbeit zugegeben, aber Palästina wurde der Politik geopfert. Die attierikaiüsehen Führer leimten es ah, sich in diese politischen Machinationen vin/tnniseheu. Nachdem sein Plan gefallen war, war Brandeis vorsichtig genug, in jeder Sitzung zu betonen, daß die amerikanische Delegation nur Ratschläge zu geben, aber keine Bedingungen zu stellen hat, daß die Verantwortung bei der Konferenz und nicht bei den Amerikanern liegt. Aber Weizmann und Sokolow betonten die unbedingte Notwendigkeit praktischer Fälligkeit in der Exekutive und drängten Simon und de Li eine zur Teilnahme. Dia Amerikancr stützten diesen Plan, aber sie haben ihre Ernenntmg keineswegs erzwungen. Simon und de Lieme wurden nicht als Vertrauensleute der Amerikaner, sonderu als Vertrauensleute aller Zionisten ernannt. Nach der jahreskonferenz kehrte die amerikanische Delegation zurück mit dem Gefühl ihrer Niederlage, ln Europa aber wurde der Ausgang dargestellt als der Triumph der amerikanischen Macht über den europäischen Idealismus. Dennoch waren die Amerikaner entschlossen, mit der Weltorganisation /usanimeiwuarbeiten. Brandeis entwarf auf der Heimreise ein ausführliches Memorundum über die Palästinaarbeit, welches auf der Zusammenarbeit mit der Weltorganisation fußte. Dieses sogenannte ״S c c 1 a n d - M e m o r a 11 d u in“ blieb jedoch erfolglos, weil die Bemühungen der Amerikaner durch eine Kraft vereitelt wurden, welche sich unter dem Namen Keren Hajessod verbarg. Der zweite Abschnitt des Memorandums handelt vom Keren Hajessod. Er bezeichnet den Keren Hajessod als das Sturm- Zentrum des politischen Intrigenspiels der ehemaligen Funktionäre der Weltorganisation. Wieder wird die Entstehungsgeschichte des Keren Hajessod dargelegt, die Entwicklung der alten Streitfragen. Es wird behauptet, daß die Londoner Konferenz den Keren Hajessod angenommen hat nur als Idee, nicht als praktische finanzielle Maßnahme. Die Amerikaner haben zwar nicht dagegen gestimmt, haben aber die Resolution mir als eine Art Appell an die Judenheit, zum Aufbau Palästinas beizutragen, aufgefaßt. Die Formulierung und Organisierung des Keren Hajessod sollte erst von der Exekutive im Einvernehmen mit den Landesorganisationen und Föderationen und mit dem Nationalfonds erfolgen. Die Amerikaner seien dagegen gewesen, daß Spenden und Investitionen in einem Fonds vereinigt werden. So entschied auch die Convention in Buffalo. Damals wurde von London kein Einspruch erhoben. Weizmann selbst hat am 5. November au Muck geschrieben, daß die konkreten Pläne für die Organisierung des Keren Hajessod in Amerika von den Amerikanern ausgearbeitet werden müssen, die die dortigen Bedingungen kennen. Und sogar die Convention in Clcveland, welche unter dein Einfluß der europäischem! Führer stand, beschloß, die Aktion in Amerika a u f Spenden zu beschränken. Die wahre Schwierigkeit war also nicht die Frage der Zusammenlegung von Spenden und Anlagen, sondern sie lag in dein politischen Streben nach Macht über die Organisation und ihre Gelder seitens einer Gruppe von Männern, die die Konferenz mit Recht oder Unrecht - - nicht für geeignet hielt, Machtpositionen zu bekleiden. Die Verantwortung für den Keren Hajessod lag nach den Beschlüssen der Londoner Konferenz bei der Exekutive, Aber die erwähnte Gruppe tat, als ob sie eine darüber hinausgehende Macht hätte. Unwillig über die Tatsache, daß Simon und de Lieme statt ihrer in die legale Leitung gekommen waren, wollten sic diese beiden ihrem Willen unterwerfen und stellten iliueti Ultimatc, in denen sie mit einer Revolution der europäischen Zionisten drollten. Diese Männer, Feiwel, Lewin, J abotinsky, Slatopolsky, Boris Goldberg 1 und andere haben zwar lange der Bewegung gedient, aber! in den letzten Jahren lebten sie fern von der jüdischen Gasse, Als Urheber des Gedankens des Keren Hajessod beanspruchten sie auch, der Keren 1 lajessod zu sein. Sie verlangten Vertretung des Keren Hajessod in der Exekutive. Sie suchten gewissermaßen die Exekutive zu einer Nebenstelle des Keren Hajessod zu machen, statt umgekehrt Weizmann und Sokolow sahen in diesem Vorgehen nichts Falsches und machten Simon und de Lieme wegen ihres Widerstandes Vorwürfe. Sie veranlaßtcn sie, auf einen Vertrag elnzugchen, der eine offizielle Anerkennung der Keren Hajessod-Gruppe bedeutete ujid dieser wichtige Teile der Kompetenz, der Exekutive übertrug. Richtig ist, daß hierauf die Gruppe ihre Zustimmung gab zur Ernennung eines Governors der Exekutive mit Majoritätsstimmrecht. Aber auch dessen Kontrolle wurde mißachtet, Mitglieder der Gruppe wurden zu Direktoren des Keren Flajessod bis zum Kongrell ernannt, ohne daß die Exekutive das Recht ihrer Abberufung gehabt hätte. Als Simon aus Palästina zurückkam, habe er vergeblich die Einberufung einer Sitzung verlangt. Als sie dann endlich am 3t. Januar zustande kam, erklärte zunächst Herr Jabotinsky, daß er bis Direktorium nur unter der Bedingung eingetreten sei, daß das Majoriäätsvotum des Governors abgeschafft wird, und daß das Direktorium zugestimmt habe. Hierauf wurde beantragt, Josef Co wen zum Direktor zu ernennen. Da Simon Einspruch erhob und ein Bestätigungsrecht der Exekutive verlangte, wurde beschlossen, vor der Rückkehr Weizmanns aus Palästina keine w eiteren Sitzungen abzuhaltcn, und trotz des Widerspruchs Simons die Sitzung aufgehoben. Simon und de Lieme haben daraufhin beschlossen, keinen weiteren Anteil an den Arbeiten des Direktoriums zu nehmen und dieses Verhältnis zum Keren Hajessod bildet eine« der Gründe ihrer Demission. Die Usurpation seitens dieser Gruppe wäre nicht gelungen, ohne den Beistand von Weizmann und Sokolow, welche sie zti ihrer Handlungsweise ermutigten und dazu beitrugen, die Autorität ihrer Köllegen in der Exekutive zu untergraben. Da diese Gruppe sich jedoch dann amnaßte, auch die Politik der Exekutive zu bestimmen, sahen sich Simon und de Lieme zur Demission genötigt, worauf die Keren Hajessod-Gruppe die provisorische Exekutive mit ihren eigenen Leuten besetzte. Nach diesem Staatsstreich wurde die Keren Hajessod-Gruppe plötzlich Meister der Dsziplin. Sie forderte Gehorsam für ihre eigene Herrschaft, sie scheute sich nicht, an die Loyalität gegenüber der Organisation zu appellieren und diejenigen als unloyal zu brandmarken, welche ihrer Usurpation sich 'nicht fügten. Nunmehr, nachdem sie ihr Ziel erreicht hatte, war sic allerdings bereit, auch Aenderungc» in dem Statuteneutwurf des Keren Hajessod vorzunchmen. Nunmehr wollten sie auch der Exekutive eine größere Macht über Ernennung und Abberufung des Direktoriums einräumen. Sie sind zweifellos auch zu weiteren Konzessionen bereit, wenn ihre Herrschaft anerkannt wird. Es ist interessant, fest/ustcilen, daß trotzdem die Statuten noch vorsehen, daß Kandidaten für die Mitgliedschaft nur durch das Direktorium vorgeschlagen werden können.!>ie Statuten enthalten auch noch andere Bestimmungen, die Lin Widerspruch mit dem Geist des Londoner Beschlusses stehen. Simon, der der Repräsentant der Weltorganisation im Keren Hajessod war, erfuhr niemals etwas über die geplanten Statuten und mußte seine Anschauung in einem Brief zum Ausdruck bringen, der alter unbeachtet blieb. Der wahre Grund der Krise im Zionismus in Europa und Amerika legt also in dem Streben einer kleinen Gruppe ehrgeiziger Männer, die gesamte Herrschaft über die Bewegung mit allen Mitteln zu gewinnen und zu be - halten, ln ihrem Fanatismus mißachten sic alle demokratischcn Methoden und halten sich für die gottgewollten Führer des jüdischen Volkes. Keine internationale Autorität kamt als über ihnen stehend anerkannt werden, wenn sie nicht ihre Meinungen und Ansichten widerspiegelt, Keine Föderation hat einen Anspruch auf Autonomie; kein Individuum hat das Recht zu selbständigem Denken, Einer solchen Macht, Willkürlieh erworben und autokratisch ausgeübt, können gewissenhafte und charaktervolle Männer niemals steh fügen; gegen eine so erworbene und so ausgeüihtc Macht befiehlt unsere zionistische Pflicht Widerstand. Das dritte Kapitel der Denkschrift behandelt die Geschichte der Rcorganisationskommission, das vierte Kapitel die Verhandlungen der Führer der Weltorganisation in Amerika. Den Schluß bildet dann eine programmatische Zus a m m e ת s t c 111111 g der nach der Meinung der amerikanischen Minorität ״wahren Funktionen der Zionistischcn Weltorganisation‘'. Wir werden diese Teile noch in der nächsten Nummer auszugsweise wiedergeben und werden dann zu dem ganzen Schriftstück und dem durch das Memorandum repräsentierten politischen Schritt aber auch zu der Methode dieses Angriffs Stellung nehmen. Inzwischen bringen wir heule an anderer Stelle nur eine Londoner Presscstimmc, die die Ungeheuerlichkeit der ganzen Veröffentlichung, ohne auf Einzelheiten einzugehen, 15 grelles Licht zu rücken geeignet ist. Amerikanische Zionisten bei Northcliffe. Wie aus New York gemeldet wird, empfing Lord Northcliffe emee aus den Herren Louis Lipsld, Richter Rosenblatt, Morris Rothenberg, Bemard Richards und G. Richards zusammengesetzte Abordnung der amerikanischen Zionisten, diec ihm den Dank der Zionistischen Organisatmn m Amerika für die in seinen Blättern, namentlich *** Zionismus gegenüber eingenommene wohlwollende Haltung ausgedrückt haben.