Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1921-07-29 · Heft 60 (29.7.1921) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)

OCR text

41 entity mentions

Nr. 60 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 433 Die Schekelsatamlting wird fortgesetzt Bisher sind 15 000 Schekel beim Büro der Z. V. f, D. angegangen (abgesehen v׳on 3700 Misrachischckcln uiui dar Schekeln aus Oberschlesicn). Die Aktion für die jQdisctae Arbeiterbank in Deutschland Der deutsche Landesverband H a poe 1• H a 7. a 1 r teilt mit: Nachdem durch die palästinensische Regie! 1mg das Statut der jüdischen Arbeiterbank bestätigt werden ist, müssen im Verlauf der ersten drei Monate mindestens 1000 Aktien gezeichnet und hiervon 20 I ״«ent cingezahlt sein. Der Preis für eine Aktie betragt 1 ä c v p t. P f 11 n d zuzüglich 1 sh. Spcscafonds, Die Aktion für die Arbeiterbank hat in Deutschland bereits eingesetzt und verspricht guten Erfolg. Alle Anfragen und Korrespondenzen in Angelegenheit der Arbeiterbank sind zu richten an: Georg Landauer, Köln, Aachener Str. 421. Das Zentralbüro für jüdische Aus- Wanderungsangelegenheiten (Hilfsverein der Deutschen Juden) bittet uns um die Veröffentlichung folgender Zeilen: Eine der wichtigsten Aufgaben des Hilfsvcrcms in der nächsten Zeit ist es, den Ostjuden, die sich nach Deutschland geflüchtet haben, zu ermöglichen, mit ihren Verwandten in den überseeischen Lindern in Vcrbindüng zu treten und die Verwandten, sobald sie aufgefunden sind, zu bewegen, den in Deutschland sich befindenden Flüchtlingen zu Hilfe zu kommen. Die amerikanischen Organisationen, das Joint Distributbn Committee und die Hias, haben sich zur Mitarbeit bereit erklärt. Sollten die Flüchtlinge, nachdem sie von ihren Verwandten in den überseeischen Ländern die nötige Unterstützung erhalten haben, Deutschland verlassen wollen, so wird ihnen der Hilfsvercio behilflich sein, die zur Ausreise nötigen Papiere zu erhalten. Zur Durchführung einer umfassenden systematischen Aktion hat der Hilfsvcrcin der Deutschen Juden die Mithilfe von Vertrauensmännern und Komitees im Reich gewonnen. 111 Anbetracht der großen Wichtigkeit der von uns geplanten Aktion, die sowohl iin Interesse unserer Glaubensgeivossen aus dem Osten wie auch itn Interesse der deutschen Juden liegt, veröffentlichen wir nachstehend die erste Liste der Vermittlungsstellen, an die sich ostjüdisdie Glaubensgenossen behufs Erkumiigangen über Verwandte, mit denen sie die Verbindung verloren haben, wenden können. Weitere Listen werden folgen. * Statistik der Zionistensteaer - Eingün^e vom 1• •Januar bis L Jali 1031, Aachen 1 Eisenach Jessnitz 200.— Peiskretscham Abterode 30.— Elberfeld 8350.— Jever — Pencua 30.- Ahrweiler _ Elbing 15.- Insterburg 52.50 Pfarrkirchen 100.— Allenstein 500.- Emden 120- Jülich 120.- Pforzheim — Alsfeld 45.— Erfurt 885.- Kaiserslautern 50.- Plauen 60.— AschafTcnburg 600.— Erlangen — Karlsruhe 765.— Querfurt 90 — Aschersleben 180.— Eschweiler — Kattowitz 30.- Ratibor 560.- Autenhausen 15.- Essen 450.— Kiel — Rees — Bamberg 80.— Eydtkuhnen 640.- Kolberg — Regensburg 120.— Bayreuth —- Floss — Kissingen 80.- Remscheid 20.— Bedburg 15.— Frankentbal — Königsberg/Pr. 17 062.50 Rostock — Berlin 66 512.60 Frankfurt a. M. 6 000.- Königshütte — Rybnik 420.— Bernburg — Frankfurt a. O. 30.— Konstanz — Saalfeld 45.— Beuthen 740.- Fraustadt 60.- Kronach 250.— Saarbrücken u, U. — Bielefeld 10.— Freiburg — Kudowa 30.— Sagan 16.— Bleieherode 60,- Friedberg — Landsbers 30.— Schivelbein 100.- Bochum 1120.— Fulda 30.- Lauenförde 60.— Schlawa —־ Boizenburg 40.— Fürsten walde 25.- Leipzig — Schloppe 50.— Bonn 2 550.- Gailingen 30.- Liegnitz 635.— Schneidemühl 250.— Brandenburg — Gelsenkirchen 300.- Limburg 16.- Schönlanke — Braunschweig- Gera 60.— Lörrach 120.— Schwedt a. O. 100.— Wollenbüttel 30.- Giessen — Lübeck 967.— Schweinfurf — Bremen — Gl atz 200.- Lüneburg 100.- Sensburg — Bremerhaven• Gleiwitz 1 060.— Lyck — Siegburg Geestemünde 250.- Glogau 200.— Mainz — Sobernheim — Breslau 6 658.50 Göppingen 120.- Magdeburg — Soest — Brieg — Görlitz 680.— Mannheim 370.- Solingen 60.— Bruchsal 170.— Gotha — Marburg 720.- Spandau — Buchau 16.- Göttingen 15.— Meiningen 92.50 Sterbfritz — Bunzlau — Greifenberg 15.— Memel 100.— Stettin 1102.50 Buer/Westf. 60.— Greiz — Menden 60.— Stolp 200.— Butzbach — Gr. Strehlitz ־— Messingwerk 194.- Stuttgart 465.— Cassel 325.— Guben — Mokrau 15.- Tarnowitz Chemnitz 4 507.60 Gumbinnen — München 6950.- Thale Celle 15.- Gun zenhausen — M.-Gladbach Tiefenort 20.— Cottbus — Guttstadt 30.— Münster _ Tilsit Cochem — , Hagen 230.— Myslowitz _ Treysa r Cöln 4 646.— Halberstadt 6 000.— Nauheim 300.— Trier 370.— Corbach 150 — Halle 1 625.— Neustadt 16.- Ulm 30.— Cötlien 180.— Hamborn — Neuwied Unsieben 50.— Crailsheim 30.— Hamburg 15 793.— Nicolai 30.- Varel Crefeld — Hameln — Nordhausen 500.— Vilbel 60.— Cuxhaven 187.60 Hamm — Nürnberg 5592.50 Wanne (s, Gelsen- Danzig 3 420.- Hanau — Ober-Ingelheim 60.— Weimar [kirchen) Darmstadt — Hannover 2 862.60 Obernigk 90.— Weissenfels 30.— Dessau — Harburg — Ober-Schreiberhau 126.— Wesel 30.— Dtsch.-Eylau — Heidelberg 410.— Offenbach — Westerwald-Sieg Dorndorf 35.— Heppenheim 230.— Offenburg ._ Wetzlar 1 000.- Dortmund-Hörde 180.— Hersfeld 150.- Oldenburg — Wiesbaden 1000.- Dresden 3 200.- Hildesheim 15.— Oppeln Worms Duisburg 1100.- Hindenburg 60.- Ortelsbure 100.- Würzburg Dürkheim — Hohenlimburg — Osnabrück 776.- Zoppot Düsseldorf 6 420.- Homberg 1 60.- Paderborn 1 120.- Zwickau 585.- GeNBmteinganc 31k. 1M685. 1. Liste von Vertrauensleuten und Verm i 111 u n g s s t c 11 e n. Br au n s ch w c i g: Landesrabbiner Dr. Rieger, St ei 11 Straße; Bremen: Rabbiner Dr. Rosenak, Parkallee 15/17; Breslau: Ernst Muhr, Kömerstr. 10; Cassel: Landesrabhiner Dr. Walter; Darm- Stadt: Theodor Meyer, Bleichstr. 2(1; Düren: Alexander Bend ix; Düsseldorf: Rabbiner Dr. Esc 11 el ba che r, Kasernenstr. 67; Emden: Jakob H. von der Waide; Erfurt: Rabbiner Dr. Salzbergcr; Fürth: David Lehmann i. Fa. Lehmann tk Co., ßahnhofstr. 1; Frankfurt a. O.: Max Struck, Sclimalzstr. 3; Frankfurt a. M.: Israelitischer Hilfsvercin, Langestr. 30; Glogau: Max Moses; Göppingen: Rabbiner Dr. Tä nze r; Göttingen: Rabbiner Dr. Behrens, Bunsenstr. 16; Hagen: D. Strauß, i. Fa. Kaufmann ü Strauß, Sprcchstunden 12—12',״; H a m bu r g; Hilfsverein der Deutschen Juden, Fcrdinandstr. 14; Hannover: Rabbiner Dr. Freund.Stiftstr.il; Hildeshcim: Landesrabhiner Dr. A, L e w i n s k y; Konstanz; Siegmund Schwarz, Döbclcstr, 16, werktags von 1 bis 2; Lübeck: Martin Mansbach er, Antonistr. 2, 7 bis 0 nachmittags; Magdeburg: Leonhard Sperling, Kaiserstr. 16; München: Verband der Israelitischen Woliltätigkcitsvereine, Herzog Maxstr. 5, Sprechstunden lü bis 12; Rostock: Arnold Bernhard, Schnickmannstr. 9, werktigl. 10 bis 12; Saarbrücken: Gilbert Wo r in s, Kaiserstr. 22; Ulm a. O.: Rabbiner Dr, Straßburger; Zwickau i. Sa,: Wilhelm Grünberg, Isr. Gemeindeamt, Mittelst!11 4 .׳. Literarische Mitteilungen Noch vor dem Zionistenkongrett erscheint ein Buch von Dr. Fritz Sternberg unter dem Titel ״Die Juden als Träger einer neuen Wirtschaft in Palästina“ mit folgendem Inhalt: Natürliche und rechtliche Verhältnisse in Palästina, — Wirtschaftlicher Stand der arabischen Bevölkerung. — Wirtschaftlicher Stand der jüdischen Bevölkerung. — Die jüdische Ein- Wanderung vor und nach dem Kriege. — Die Beziehungen zwischen Juden und Arabern. — Die Einwirkung der Jude-11 auf die Araber. — Gedanken zum sozialen Aufbau. — Die Nationalisierung des Bodens, darin Erbpacht und Erbbaurecht. — Vergesellschaftung der Produktionsmittel und gemischt - wirtschaftliche Betriebstefo rnien. -- Konsumgenossenschaftswesen. — Iudustrielle Arbcitcrproduktivgenossenschaften. — Arbeiterfragen. — Der Subskriptionspreis des Buches beträgt 50 M. für das gebundene Exemplar. Vorausbestcllungen zu diesem Preis können durch die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ vermittelt werden. Sch. Corelik. Jüdische Köpfe. 132 Seiten, Große Seelen. 160 Seiten. Verlag Wostok. Dresden 1921. Gorelik kt dem deutschrjüdischcn Lesepublikum nicht fremd. Wer seine ״Golus, Zion und Romantik“ und ״Fünf Jahre im Lande Neutralien“ gelesen hat, wird gelernt haben, ihn zu schätzen. Gorelfk ist der beste jüdische Essayist. Er hat viel von Harden (״Köpfe“!) und von Brandes, sowie auch bei den Nicht-Juden Tain und Me-ulenburg gelernt. Sein Vorstehende Statistik redet eine deutliche Sprache. 30 zionistische Ortsgruppen haben der Zionistischen Vereinigung für Deutschland im ersten Halbjahr überhaupt keine Zionistensteuer zur Verfiigung gestellt; 10 weitere Gruppen nur geringe Beträge. Daß durch den schleppenden und u!1regelmäßigen Eingang der notwendigen Geldmittel die Arbeit der Leitung wesentlich behindert wird, dürfte ohne weiteres cinleuchten. Wir richten an alle Ortsgruppen und an jeden Gesinnungsgenossen die dringende Bitte, die Abführung der gezeichneten Zionistensteuerbeträge schleunigst in die Wege zu leiten und werbend für die Zeichnung der Steuer tätig zu sein. Liegen doch aus einer großen Anzahl Stil ist jedoch feinfühlender, zarter, intimer. Man gewinnt viel von der reichen Belesenheit, die in jedem Satz unverkennbar ist. Er ist fast der einzige, der bei uns von der Außenwelt spricht, uns über sie unterrichtet, und auch wenn er von unseren Köpfen spricht, interessiert ihn nur der Mensch, der Künstler, der Poliliker, nicht aber der Jude, Und doch ist Gorelik so jüdisch . , . Das erste Bändchen enthält 13 Essays, und zwar über G r ä t z, D’l s ra e 1 i - B•« a co ns f ic 1 d, Ephraim Michaeli, Spinoza, Brandes, den sterbenden Heine, Mendcle, S c 11. alo m - A 1 e ch em , Pcr e z., D i n e s o h n , Sch. Asch, A. Weiter und dem Maler L e vv i t a n. Die ״()roßen Seelen“ Michel- Angclo, Paskal, Carlyle, Ruskin, Walt Wliitman, Tolstoi, Ta göre, die das Edelste im Menschen zu wecken bemüht waren, sind im zweiten Bändchen sehr geistreich, liebe voll und zum erstenmal in jiddischer Sprache geschildert. Die beigefügten Bilder tragen zur schönen Ausstattung der Werke bei. K. Jüdisches Arbeitsamt Die weibliche Abteilung des Jüdischen Arbeitsamtes, Berlin N 24, Auguststr. 17, Tel. Norder» 2133, 4137, sucht häusliche und handwerkliche Lehrstellen für junge Mädchen, möglichst in orthodoxen Häusern. Sie macht ferner darauf aufmerksam, daß sie in steigendem Maße in der Lage ist, jüdische Kindergärtnerinnen, Stützen, Dienstmädchen, Köchinnen, Schneiderinnen, Näherinnen, Ausbesserinnen, Arbeiterinnen und kaufmännische Angestellte zu vermitteln. Die juristische Sprechstunde im jüdischen Arbeit»- amt findet jeden Montag und Donnerstag von 3—4 Uhr statt Erledigt werden alle Fragen der Aibeitsdnstet hingen, Demobümachungsschwtengkeiten usw. Am Dienstag, den 2. August, abends 8*/a Uhr, findet eine Wahlversammlung des Misrachi im Zentralbüro des Misrachi, Monbijouplatz 1, statt Schluß des redaktionellen Teils. von Ortsgruppen für das laufende Jahr überhaupt noch keine Zeichnungen vor! Alle Ueberweisungen für Zionistensteuer sind entweder auf das Bankkonto der Z. V. f. D., National bank für Deutschland, Depos iten kasse Ku r f ü r s te n da m m 211, oder auf das Postscheckkonto der Z.V.f.D., Berlin Nr. 8091 zu leisten. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Berliner Kalender BOro! Berliner Zloniatiaeha VeraUlgnnjf, Berlin 0 I», Bsydslstrai« | Telephon! Zentrum 8814/16 Po.to.baokkost■» No. 1H008 Berlin NW 7, K»««en»<!rweltane der B. Z. V. Hebritaeka heaekalla de• KaUardezaraat• der B. Z. V. Dragon•*- atraSe SS (Hof). — Oetffnat Montag, Mittwoab und Do□• neratag von &—10 Uhr. - Fast all• hobr&UehoB Zeitungen und Monatihoft* der Wall liegon aaa. — AuakunfteataUa fdr hebrUaaha Angelegenheiten. — Hebrftiaobe Lehrervennitüung. — Treffpunkt aller Freund• der bebr&laohen Sprache. Kiatritt f r L Sonnabend, den 80. Juli •benda 8 Uhr BtpoM-lIasalr (Agndad Achim, Qormeamtr. 2») 1. Horrl-Oedenkreda, (Chawer Lowifc). 2. KongraDfregen. I.Abend. (Chawer Welteeh). Bio flitiung de• Aktionskomitee■ und dar Hongreea. Qäete willkommen! Eintritt L— M Bonntag, dan HL Juli Grappa Sordweet Auaflus nach Strausberg Abfahrt 1,57 Uhr. Fernbahnateig Zoo, Montag, dan 1. August abanda 8 Uhr Haaptraraammlaag dar B, Z. V, im Tiargartenhof (Stadtbabnhof Tiergarten). ״Her Karlebader Koagreta.“ Bodner: Herr Dr, Gustav Wittkoweky und Herr Dr. Egon Eoeenbarg. Anachlie&ead Diakueeion.' Nach SchluB Abgabe d«r Stimmiattal MiUwooK Jon 8. August »bauda 8 Uhr waaealaaiaa Xltgltaderroraammlang dar Grnppoa Gat and Bord i» don ünione-FeataMon, Oroifrwaldet St*. 2׳Ä ״Dar Karlsbader Koagraas.“ Badners Hon R.-A. EoaanbUth and Htrr Dr, Koll«xvach«r. AnaehlleSond Diskussion. Nach Schlug Abgabe dar SttmmaattaL BaaOglioh Wahltotmlna •!ehe besonder• Bakanntmaohang.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.