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Jüdische Rundschau · 1921-07-26 · Heft 59 (26.7.1921) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 59 (26.7.1921)
Date
1921-07-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Für TadhtchotluWakeiJ PoaUparkaaaenamt Prag, IC«0to Nr. 156030. *־• RffilklionMchluS Sonntag und Mittwodb «adimittrg. -*• ~^תמו־ז»־תרס*א o"""". f xxv! jahrgT Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaltung einer Dffentllch-rechtllch gesicherten Heimstitte In Palästina. ״Baseler Programm/* Zum XII. Zionistenkongreß Bekanntmachung über die Wahlen innerhalb der Z. V. f. D. 1 Bei der Hauptwahlkonimission sind nachj stehende Wahlvorschläge ordnungsgemäß einj gereicht worden: j Liste Nr. 1. Binjan Haarez. Be we rber: J. Dr. Max Kollenscher, Rechtsanwalt, Berlin. 2. Dr. Alfred Klee, Rechtsanwalt, Berlin. 3. Dr. Walter Steinitz, Arzt, Breslau. 4. Hans Block, Rechtsanwalt, Hannover. 5. Dr. Emil Cohn, Rabbiner, Bonn a. Rh. 6. Dr. O all and, Rechtsanwalt, Breslau. 7. Prof. Carl Lewin, Arzt, Berlin. 8. Frau Hedwig Maycr-Lübke, Bertin. 9. Prof. Gotthold Weil, Dozent, Berlin. 10. Dr. Wunderlich, Rechtsanwalt, Oppeln. Ersatzbewerber: Ersatzbewerber für Nr. 1: Dr. A. Klee, Berlin, 2 ״ ,, ״: Dr. W. S t c i n i t z, Breslau. 3 ״ ״ ״: R.-A. H. Block, Hannover. 4 ״ ״ ״: Rabb. E. Cohn, Bonn. 5 ״ ״ ״: Dr, Galland, Brcslait. 6 ״ ״ ״: Prof. C. Le win, Berlin. 7 ״ ״ ״: Frau Mayer-Lübke, Berlin. 8 ״ ״ ״: Prof. G. Weil, Berlin. 9 ■ ״ ״ ״: R.-A. Wunderlich, Oppeln. 10 ״ ., ״: Dr. GusSav Witkowsky, Berlin, Westfälische Str.35. Liste Nr. 2. Vereinigte Zionistische Gruppen. Bewerber: 1. Dr. Arthur Hantke, Berlin. 2. Felix R o s c n b 1 ü ז h , Benin. 3. Martin Bub er, Heppenheim. 1, Prof. Heinrich Löwe, Berlin. 5. Kurt Blumcnfcld, Berlin. 0. S. Schocken jr., Zwickau. 7. Hugo Schachtel, Breslau. 8. Dr. Ernst Kalmus, Hamburg. 9. Siegfried Moses, Berlin. 10. Walter Moses, Berlin. 11. Elias Straus, München. 12. Julius Rosenfeld, Karlsruhe. 13. Harry Epstein, Duisburg, 14. Isaac Landau, Danzig. 15. Moses Smoira, Gießen, 16. Julius Moses, Mannheim. 17. Josef Blumberg, Berlin. Ersatzbew. ft »I >» »» U ft ff ft ff tf ff ft Ersatzbewerber•. für ft ft tf ff ft tf ♦י tf »* »> ft ft tf ft ft ft Nr. 1: Egon Rosenberg, Berlin. 2 ״: Julius Berger, Berlin. 3 ״: Max Strauß, Berlin. 4 ״. Sammy Grone mann, Berlin. 5 ״: Georg Landauer, Cöln. 6 ״: SaW Hirsch, Halbcrstadt. 7 ״: Julius Moses, Mannheim. 8 ״: Walter Weigert, Hamburg, 9 ״: Moses Smoira, Gielien. 10 ״: Meinhokl Nußbaum, Nürnbg. 11 ״: Max Gold re ich, Beuel bei Bonn. 12 ״: Dr. Alfred Landsberg, Wiesbaden. 13 ״: Siegmar Ginsburg, Königsbg. 14 ״: Gertrud Dresel, Stettin. 15 ״: Julius Moses, Mannheim, 16 ״: Josef Bl um b erg, Berlin. 17 ״: Hermann Stahl, Tarnowitz- Berlin. Die Wahlen finden in der Zeit vom 31. Juli bis 7. August 1921 statt. (Wahlzeit,) Die Ortsgruppenvorstände werden, aufgefordert, soweit es noch nicht geschehen ist, sch unv.rzügiicl: als Wahlausschüsse zu konstituieren u.v־i zur Durchführung der Wahlhandlung (Entgegennähme der Stimmzettel usw.) einen Wahlvorstand einzusetzen. Die Wahlausschüsse werden aufgefordert, innerhalb der Wahlzeit nach Möglichkeit mehrere Wahltage festzusetzen, um den Wählern die Aus- Übung des Stimmrechtes ln weitgehendster Weise zu erleichtern, Die Wahl ist geheim. Jeder Wähler muß persönlich im Wahllokal erscheinen und den Stimmzettel persönlich in die Wahlurne legen. Die Ausübung der Wahl durch briefliche Einsendung des Stimmzettels ist nur den Wählern gestattet, die in der Wahlzeit von ihrem Wohnort abwesend sind, oder deren Wohnort nicht im Bezirk einer Ortsgruppe liegt. Wähler י dieser Art legen den Stimmzettel in einen verschlossenen Umschlag und senden diesen Umschlag in einem Brief (in einem zweiten, äußeren Umschlag) an das Büro der Zionistischen VcrcinU gung für Deutschland, Berlin W 15, Sächsische Str. 8, ein. Im äußeren Briefumschlag ist beizufügen: 1. ein Begleitbrief, in dem mitzuteilcn ist, daß der verschlossene Umschlag den Stimmzettel iür den 12. Zionistenkongreß enthält; 2. die Schekelquittung oder Mitgliedskarte. Die briefliche Wahl ist ungültig, wenn der Brief an die Zionistische Vereinigung vordem 31. Juli oder nach dem 7. August 1921 zur Post aufgegeben ist. Auf dem Stimmzettel muß der Wähler die Ordnungsnummer und mindestens den Namen des an erster Stelle stehenden Bewerbers eines Wahl- Vorschlages vermerken. Die Veränderung einer Liste ist unzulässig. Stimmzettel, die dieser Be- Stimmung nicht entsprechen, sind ungültig. Wahlberechtigt ist jedes Mitglied der Zionistischen Weltorganisation, das das 18. Lebensjahr vollendet hat. Angehörige!des Sonderverbandes Misrachi haben innerhalb der Z. V. f.D. kein Stimmrecht. Die Hauptwahlkommission der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Die Sitzung des Actions-Comites Bemerkung der Redaktion: Auf verschicdene Anfragen wegen der mangelhaften Berichterstattung über die Sitzung des A.-C. in Prag teilen wir folgendes mit: Die Sitzungen des A.-C. sind ihrer ganzen Natur nach nicht öffentlich. Die Frage der Publizität wurde auch bei dieser Sitzung erörtert und ausdrücklich bcschlossen, (lall Berichte über die Verhandlungen vom Priiskiitim genehmigt sein müssen und daß im a!lgemeinen die Zeitungen auf die offiziellen Gommuniques verwiesen werden. Bezüglich der gefaßten Beschlüsse wurde der Exekutive die Veröffentlichung Vorbehalten. Wir haben 1ms aus zionistischer Disziplin an diese Bestimmung gehalten, müssen jedoch jetzt zu unserem Bedauern feststellei», daß nicht nur die Beschlüsse in vielen anderen Zeitungen wörtlich veröffentlicht sind, sondern auch Einzelheiten aus den Verhandlungen der geschlossenen Sitzung. Wir sehen uns daher veranlaßt, gleichfalls zunächst die gefaßten Beschlüsse im Wortlaut zu veröffentlichen. Wir glaubten in diesem Fall den journalistischen Ehrgeiz der zionistischen Disziplin hintansetzen zu müssen. Es ist allerdings bedauerlich, daß gerade die disziplinierten Blätter auf diese Weise ins Hintertreffen geraten. Die Beschlüsse. Palästinabudget. ln Anbetracht der Dringlichkeit beschließt das A.-C. folgende Stimmen des Budgets schon jetzt zu bewilligen: 1. 10000Ü £ für eine Hypothekenbank. 2. Die für die laufenden Ausgaben bcnötigten Summen. 3. Für Vorbereitungsarbeiten zur Kolonisation des Emek Jesreel für die Zeit bis Ende Septeniber bis zu 20000 £, die nötigenfalls aus dem Anteil des N. -F. dem K.H. zu entnehmen sind. 4. Die für die Erwerbung der Audja-Konzession bis Ende September benötigten Summen. 5. Das Schulbudget bis zur Höhe von 100 000 £. 6. Das Budget der Versuchsstation in der Höhe von 10 000 C. Resolutionen bezüglich der Exekutive. Das A.-C. nimmt die Mitteilung vom Rücktritt der Herren De Lieme und Simon zur Kenntnis. Das A.-C. bestätigt die Berufung der Herren Cowcn, Eder, Jabotinsky, Lichtheim und Ruppin in die Exekutive. Das A.-C. spricht der ganzen Exekutive sein Vertrauen aus. Das A.-C, macht darauf aufmerksam, daß nach den Beschlüssen der Londoner Jahreskonferenz jede Aendcrung der Exekutive dem A.-C. zur Kenntnis und Bestätigung mitgeteilt werden muß. Politi sehe Resolution Das A.-C. fordert: 1. Strenge und gerechte Bestrafung aller jan den Mordtaten und Plünderungen Schuldigen ohne Rücksicht auf ihre soziale Stellung im Lande, sowie den vollen Ersatz des Schadens. 2. Uebertragung derjenigen zivilen oder militärischcn Stellungen, welche zu politischen Verfügungen oder zum Waffentragen berechtigen, nur an solche Personen, deren Loyalität gegenüber der Balfour-Deklaration und der auf ihr beruhenden Politik außer Zweifel steht. 3. Abschaffung aller Beschränkungen der jüdischen Einwanderung. Die Regelung der Aus- Wanderung wird im Einvernehmen mit der Zionistischen Organisation durchgeführt. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, da die Ereignisse in Jaffa und in den Kolonien gezeigt haben, daß die Landespolizei nicht geeignet ist, den Schutz der jüdischen Bevölkerung genug zu garantieren, bei der Regierung eine gründliche Reform der Polizei zu erwirken. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, darauf hinzuwirken, daß die Vorschriften des Mandats unerschütterliche Garantien für die Verwirklichung des jüdischen nationalen Heims in Palästina enthalten sollen, daß das Mandat sobald als möglich die endgültige Bestätigung des Völkerbundes erhalte und daß es die international anerkannte einzige Grundlage der rechtlichen Ordnung und der jm Lande zu schaffenden gesetzgeberischen Institutionen bildet, Bis dahin mögen keinerlei Maßnahmen getroffen werden, welche geeignet sind, einen der Balfour-Deklaration zuwiderlaufenden Zustand zu schaffen. Das A.-C. beschließt, die Zionist Commission zu ersuchen, bei der palästinensischen Regierung darauf zu dringen, daß entsprechend der offiziellen Zusage alle Personen jetzt die Einreiseerlaubnis erhalten, die vor der zeitweiligen Sperre im Besitz des englischen Visums waren. Das A.-C. unterstützt die Forderung des Waad Leumi, darauf hinzuwirken, daß die jüdischen Gemeinden Palästinas als öffentlich-rechtliche Personen anerkannt und ihnen das Steucrrccht verliehen werde. Amerika. Das A.-C. begrüßt den Beginn einer energischen Arbeit zugunsten des Keren Hajessod in Amerika und die darauf bezüglichen Resolutionen der Zionistischen Convention von Clevcland. Wiederherste Ilungdcr jüdischen Legion. Das A.-C. fordert die Exekutive auf, die Bemühungen um Wiederherstellung der jüdischen Legion im Rahmen der britischen Armee fortzusetzen. Resolution bezüglich der Ein- Wanderung. Das A.-C. beschließt, daß die Exekutive Im Einklänge mit den Beschlüssen der Londoner Konferenz an unbemittelte Palästinafahrer, die dem Lande unentbehrlich sind, Darlehen zu gewähren hat Die Palästinaäinter müssen sich auf Grund der Beschlüsse der Londoner Konferenz und gemäß der Resolution der Konferenz in Miihr.-Ostrau auf föderativer Grundlage organisieren. Bei den Palästinaämtern müssen Arbeiterabteilungen funktionieren, die von den Vertretern der Arbeitergruppen geleitet werden. Die Palästinaämter, die in! Laufe von vier Wochen gemäß dieser Resolution nicht reorganisiert werden, haben kein Recht, Ansprüche auf Subventionen seitens der Leitung zu verlangen. Das A.-C. empfiehlt der Exekutive, einmalig 1000 £ zwecks Weiterbeförderung der zurückgchaltenen Palästinawanderer zur Verfügung zu stellen. Das A.-C. empfiehlt dem Kongreß, zu bcschheßen, die Alijah (Einwanderung von Chaluzim) aus Mitteln des K. H. zu bestreiten. Eine Delegation der Aguda im Coloniai-Oifice Eine Delegation der Agudas Jisroel, bestehend aus Oberrabbiner Koloman Weber (Slowakei) Dr Pinchas Kohn (Wien), Rabbi Dr. Leo Jung (Cleve! land), Rechtsanwalt Dr. Isak Breuer (Frankfurt a M) W. Schiff (London), Rechtsanwalt J. Landau, PräsL dent des Zcntralbüros der Aguda in London, besuchte auf eine Einladung hin das Colonial Office in London, dem es die Wünsche der Aguda, hauptsächlich in bezug auf die Aufhebung der Ein Wanderung sbeschränkung nach' Palästina übermittelte. (j. p. z.)

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