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Jüdische Rundschau · 1921-07-12 · Heft 55 (12.7.1921) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 55 (12.7.1921)
Date
1921-07-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seile 394 Nr. 55 Die Aussichten der Bauindustrie In Palästina In ״HaoLini“ gibt Dir. Sagarodsky folgenden« Bericht über die Bauarbeiten in Palästina: ״ln meinem ersten Artikel sprach ich über das Bauwesen im Lande. In Jaffa bereichert diese Industrie die IJiiteriielimcr tuvtl keiner zweifelt mehr an ihrem Gewinn. Fälle von Häusern, die noch ohne Fenster vermietet irml besagen werden, geschehen jeden Tag. Es ist nur ■natürlich, daß das Bauwesen eine unerschöpfliche Quelle in dieser Hafenstadt für alle, die sich mit ihm beschäftigen., ist. Audi in Haifa ist man zu der Uebeizeugung gekommen, daß das Bauwesen die beste Kapitalanlage für alle diejenigen ist, die imstande sind, mit eigenem Gekle ein Haus mit mehreren Wohnungen zu bauen. Auch dort zahlt man für eine mittlere Wohnung 300 £ jährlich, wobei die Jahresmiete für ' ein. ganzes Jahr vorausbezahlt wird. Wie Tcl-Awiw bei Jaffa, so die deutsche Kolonie in Jaffa, Die deutschen Hausbesitzer bereichern sich auf Kosten der Juden, die alle in diese Kolonie strömen. Dagegen beziehen die Engländer den Karmelbcrg, wo in der nächsten Zukunft eine neue Stadt entstehen wird. Die Regierung hat allen Beamten Bauterrains zu je £ 100 gegeben, wo sic jetzt ihre Häuser aufbauen. Auf dom Karmelberg sind noch Hunderte von Parzellen zu haben. Aber bis jetzt hat sich noch niemand gefunden, der genug Unternehmungsgeist besitzt, um hier eine neue jüdische Stadt entstehen zu lassen. Der Karmel zeichnet sich mit seiner schönen und gesunden Lage in ganz Palästina aus. Es war zwar davon die Rede, daß ״Haboncli“ einige Häuser auf dem Karmel bauen wird, bis jetzt ist das aber noch nicht geschehen. Inzwischen nimmt die Wohnungsnot wahnsinnige Formen an, da mit jeder Woche mehrere Familien nach Haifa kommen, die sich dort niedcrlassen wollen. Noch schlimmer ist es in Jerusalem. Aus vorschicdenen Gründen wollte man nach dem Kriege im Stadtgebiet nicht bauen lassen. Es hieß, man wolle zuerst einen neuen Stadtplan ausarbeiten, und erst mach diesem Plan solle man das Bauen erlauben. ■Den ersten Plan hat ein ägyptischer Architekt ausgearbeitet, den man aber nach einem Jahre verworfen hat. Den /.weiten Plan machte ein berühmter Gelchrtcr, den auch die Juden begeistert aufnalmien. Wie verlautet, soll aber auch dieser Plan mehr theoretischen als praktischen Charakters sein. Inzwischen baut nieinand, und die alten Häuser sind vollgcpropft. Die Wohnungsnot ist auch in den entlegensten Winkeln fühlbar. Die Regierung in Beer sc ha hat öffentlich mitgctcilt, daß sic bereit ist, große VergünsUgunget» demjenigen zuteil werden zu lassen, der in der Stadt ein Hotel bauen wird; Baumaterial, billige Arbeiter und Mieter wollte die Regierung Sickerstellen. Kurzum, das Bauen ist in ganz Palästina das beste, rentabelste Unternehmen. Selbstverständlich sind auch die mit dem Baufach verwandten Industrien sehr gewLnmbringcnd. Palästina ist ein gebirgiges Land und hat keinen Mla.ngel an Steinen, in Jaffa, Jerusalem und Haifa gibt cs genug Bausteine, aber die Steinbrüche sind zurzeit in de» Händen von Nichtjuden; auch die Arbeiter sind nichtjüdisch. Die Besitzer der Steinbrüchc haben den Preis der Steine gesteigert, weil sie wußten, daß wir vollständig auf sie angewiesen sind. Dasselbe ist auch vorn Kalk zu sagen. Im Lauda sind sehr viele Kalkbrennereien, deren Besitzer Nicht- Juden sind, die die Lage ausnut/en wollten und wahnsinnige Preise verlangten. Eine Zcitlang haben sie das Kalkbrennen überhaupt eingestellt, weil1 sic bei dem 'Bau von Regierungswegen lohnendere Beschäftigung fanden. Das ganze jüdische Bauwesen müßte dann eingestellt werden. Dachziegel z. B. führte man bis jetzt aus Frankreich ein. Nun hat aber Frankreich die Ausfuhr von Dachziegeln, die für den Wiederaufbnu. der zerstörten Gebiete notwendig sind, verboten. Vielfach ging man an die Errichtung von Zementfabrikc.il. Der Zement ist noch teuer, trotzdem arbeiten die 1־uhriken sehr gut. Viele Häuser sind aus Zementsteinen urnl Hohlziegeln bereits erbaut worden. So ist tnau auf einmal die arabischen Stcinbrüelie mit ihren Arbeitern, Kamelen und Eseln Josgcworden. Alle Zementfabriken verdienen sehr gut, beschäftigen viele Chain- /im und sind mit Aufträgen überhäuft. Die Nachfrage nach Zementstciiircn ist sehr groß, infolge der großen Vorzüge, die Zement vor den Steinen hat. Eine ziemlich kapitalkräftige Gesellschaft baut jetz in Jaffa eine große Fabrik für Sandzicgd und Zemeiv Diese Fabrik schreitet rüstig vorwärts und beschäl tigt sehr viele Cltaluzim. Die Arbeit ist von den A! bc’itern selbst in eigene Regie übernommen; der Gc wirav, den die Unternehmer sonst einstecken, fließt jetv den Arbeitern zu, die daher gewissenhafter und billige arbeiten. Die Kalksandsteine absorbieren ■weniger Feucl tigkeit als die Zemcntsteine, sind viel billiger un haben daher hei dev »leigende» Bautätigkeit int Land sehr gute Aussichten. Alle Bamuitcrochiner warten tn Ungeduld, daß die Fabrik möglichst schnell ihren B! trieb autnimmt. Die arabischen Steinbruchbesitzer habt ihren Fehler ein gesehen und setzten die Weise fi ihre Steine rapide herunter, aber nachdem die jiid schien Bauherren ohne den arabischen Lärm, Strc und Schirmt/, zu bauen anfingen, will keiner mehr in den, Arabern und mit ihren Steinen zu tun haben. Andere wollten eine Fabrik für Dachziegel baue Es lut sich aber bis jetzt kein passender Unte nclvmcr gefunden. Wenn jemand von außerhalb komm! und mit Fadtlcuten eine wiche Fabrik errichten wtlri würde er glänzende Geschäfte madhen, da nicht n JUEDISCHE RUNDSCHAU die Juden, sondern auch die Araber von flachen zu schiefen Dächer« übergegangen sind, die das Haus vor Regen und vor Hitze besser schützen Auch die lange Jahre im Lande lebenden Ingenieure sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß das schiefe Dach für Pa- Sästi’na geeigneter ist, als das flache. An vielen Stellen hat .man versucht, Steinplatten oder Asbestplatten zu verwenden; diese sind aber viel teurer als Dachziegel Außerdem muß mau unter die Asbestplatten Holztafcln legen, was den Bau noch mehr verteuert. Eine F a brj k für Dachziegel, von Fachleuten geleitet, hat in Palästina eine glänzende Zukunft. Gute Geschäfte machen jetzt und werden in der Zukunft •noch mehr Fabriken für Holzbearbei* tung (Fenster, Türen, Tore tisw.) machen. Diese Fabriken sind jetzt voll beschäftigt und werden es sein, so lange das Häuserbatieu nicht aufhören wird. Einige Fabriken bauen sogar nicht nur Baracken für Soldateii, Chaluzim und Wcgcarbcitcr, sondern auch zu Wohnzwecken in den Städten. Eingeführte Holzhäuser bewähren sich nicht gut, wenn sie nicht den Verhültaiissen Palästinas entsprechen. Hingegen finden in Palästina von Fachleuten gebaute Holzhäuser reißenden Absatz.“ Spre&saal (Ohne Verantwortung der Redaktion.) Herr LudwlgTockus, Hamburg,schreibt uns: Wenn man die Finanzicrungstätigkeit unserer jüdisch-nationalen Bewegung betrachtet, so kann man nicht umhin, in fast jeder Art der geläufigen Aufbringung der Mittel, die rein altruistischen Ursprungsmotive der Bewegung an gezogen und demgemäße Methoden äugewandt zu sehen. Mit der Aemlerung der Grundtendenz und dem Aufstieg der Bewegung zur Weltorganisation, die dem jungen Juden die Liebe zur Nation, zum Stamm, zur Rasse und Religion wiederbringt und ihm Ehre und Freiheit im eigenen Lande verheißt, muß sich auch endlich die Einkommensart unserer Organisation erwcilern. Ich hoffe, die Spenden werden anlialten, sie sind an opferfreudige Propaganda und an die Begehrterungsfähigkeit weiter Kreise gebunden, aber das Ziel jedes Menschen ist sich selbst zu erhalten, warum nicht auch das Ziel dieser Volksbewegung. Mit der Zehnten- Steuer zum Keren Hajessod haben wir begonnen eine Steuer von dem ״hierzu willigen“ Juden zu erheben, dies ist schon ein Weg, die Spende zu ergänzen durch eine pitichtmäßige Abgabe von Vermögen und Einkommen. Ich möchte mm im folgenden einige Anregungen geben, wie wir schmerzloser größere, vor allem teils regelmäßige Einkünfte uns sichern können, ja müssen. Noch bis vor weniger Zeit, ebenso vor, wie und seit dem Zionismus, hieß es von der Diaspora Gelder spenden und sammeln, um den Jischuvv zu unterstützen; erst nur Einzelpersonen, die man damit zum Teil verdarb, dann Kolonien, die mau schließlich sich selbst erhalten lehrte. Jetzt will man in Palästina neben Kultur- und Nationnlfomlsaufgabcn rentable Betriebe fördern, deren Ertrag neben Selbstcrhaltung dieser notwendigen Elektrizität*•, Eisenbahn- und Fabrikanlagen in regelmäßig wiederkehrender Dividendengestalt dem Aufbau des Landes und dessen Unterhalt dient. Hoffen wir auf Wcizmauns Sieg in Amerika, daß dieser Gedanke zur Tat wird. Somit sehen wir in der Diaspora einerseits allein die Spende und in Palästina neben der Spende als Faktor die Paüistinaanwenduug in Kultur- und Rentabilitiiis,׳inlagen; es fehlt uns also die ״Diaspora-RentubiUtiitsanlage“. Diese soll uns Werte schaffen, die den Spenden mindestens ebenbürtig sind. Eine kleine Forderung möchte ich hier einüeehtcn: mehr Kauf teilte in die Leitung. Der Akademiker schenkt uns Zeit und Rednergabe und seine helle Begeisterung, der jüdische Kaufmann und Industrielle schenke uns viel der merkautilistischcu Instinkte unserer Rasse, natiirlieh im besten Sinne, und einen Teil seiner produktiven Mittel Warum bringt der Jewisli Colonial Trust keine große Dividende? Wenn es gute Gründe gibt, ״die Judcnbauk“ auf gewisse Aufgaben z.u beschranken, sc schlage ich vor, mehr oder minder in Zusammenhang mit «ein J. C. T. in Hamburg, Berlin, London, New York, Amsterdam, Rotterdam und anderen Hafenpliitzcn, sowie jüdischen Diasporazentren, zunächst kleine Bank• kimtore zu gründen, die fällige Angestellte zu Leitern erhalten und sieh nur mit den gefahrlosesten Bank• dingen _ als Makler für Devisen und Fonds betätigen Zionistische Dinge haben diese Herren, die mrr eine; Uüroangestclltcn zunächst bedürfen, nicht zu behandeln sondern nur treu und brav neben ihren Gehältern unc Tantiemen, nebst Steuern und Abgaben, der Bewegung oder dem Nationalfonds die ״Ucbersdiüssc“ abzuführen Diese ganz neutralen Bankkonlorc mögen unter Pa• troiianz größerer Importeure und Geschäftsleute, sovvii eines zionistischen Anwaltes, die sämtlich iin Ehrcnam fungierend, in der Hauptsache ihre Devisen und Fonds geschähe da besorgen lassen können, stehen. Der An giiedcruug einer Vet'sidierungsmaklerabh'ihmg su-h nicht» im Wege. So werden wir Kaufieute tributär ohne etwas zu verschenken, was wir in geschäftliche! Idingen ja nicht dürfen. Aus solchen Anfängen kamt sich im Hinblick au den Bankzvvcig in der Beschaffung und Verwalt׳[!״ von Hypotheken usw. noch sehr viel weiteres ergeben im Versicherungszweig ergibt sich da und dort vieileich die Gründung einer neuen Gesellschaft, welche bei 'de Gründung Gratisaktien dem jüdischen Nationalfonds ab zugeben hat. Mit dieser letzten Bestimmung leite ic! meinen Hauptschlag ein. Laßt uns nidif nur Ertrag ansse unserer Arbeit spenden, sondern Gesellschafts anteilc-, Aktien usw., also Teile unserer Produktion« quellen spenden oder vererben. Diese letzteren, mil verwaltet von Delegierten des Natkmaltonds (evtl, obig Bank kontere oder einzelne deren Patronanz), werde* z. B, Witwen die weitere Nutznießung aus dein GeschSffstmteniehmen des verstorbenen Gatten oft ermöglichen, evtl, eine Weitcriührimg bis der Sohn hera!!wächst. Hierbei kann cs sieh nun um hypothekarischen Grundbesitz, Fabrikctablissements, Bergwerke, Transporbmtemclnnen und ähnliches handeln, und ich kenne bereits einen Zionisten, der seinen Anteil in der ״Maawk rhu“ mul einen Teil seines Aktienbesitzes an einer Oclfabrik spenden würde. Welche großen Perspektiven eröffnen sich auf diese Weise? Die Hinterlegung und Verwaltung solcher Werte würden es den Bankkontoren erst ermöglichen, selbst Girogescliäfte ohne irgendwelche Kreditnahme zu machen. Ich bitte die Organisation um weitere Vorschläge auf diesem Wege, die sich vielleicht mit dem jüngst gelescnen Vorschläge der Gründung von ״holding Companies“ verquicken ließen. Gute Juden werden auch auf folgende gewinnversprechende Weise veranlaßt, Beteiligung«!, abgaben vom Nutzen ihres evtl, mir kleinen Geschäfts dem Nationalfonds kontraktlich zu gewähren. Wie die Bcamtencinkaufsvcreinc Rabalte für ihre Mitglieder bei einzelnen Ladengeschäften kontrahieren, werden Verlagsinstitute hebräischer Lehrbücher und Gebetbücher, jüdisch-nationaler Lektüre, Druckereien von Geschäfts! drucksachen, Warenhäuser, Maschinenfabriken, ja selbst einzelne Handwerker die zionistische Bevorzugung bei jeder Order sich erkaufen mit dieser Einrichtung, l(j könnte mir denken, daß in fast rein jüdischen Siedlungen des Ostens auch nichtzionistische Geschäftsleute sich diesen Vorteil erkaufen, der sie berechtigt, am Schau• fernster ein dies andeutendes Abzeichen anzubringen. Die Kontrolle ist unschwer zu arrangieren, jeder Käufer erhält den Nationalfonds-Rabattschein, den er in seine Nationalfondsbüchse ״zut Verrechnung“ ablührt. Die angeschlossenen Firmen inserieren geschlossen in der ״Rundschau“. Nun zwei weitere kleinere Vorschläge, Geld zu machen ohne Spenden zu heischen. Der Natiouaifonds muß versuchen, die Erlaubnis der palästinensischen Landesregierung zu erhalten, eine Serie Festbriefmarken Iierauszugeben, und zwar mir an einem Tage und eine kleine Menge, von der nur ganz wenige am Schalter verkäuflich sind, der Rest aber zunächst nur vom Nationalfonds erworben wird und nur durch beauftragte Bricfmarkenhändler mit hohem Sammlerwert in der Welt abgesetzt wird. Ein gewiegter Fachmann wird die richtigen Wege leicht weisen. Die Markcnbildcr selbst können schönsten werbenden Zwecken dienen, evtl, der Versöhnung der Araber mit dem Judenstaat und müsse* wirklich Kunstwerke sein. In gleicher Weise muß auf Veranlassung der Nationalfondskommission palastinen- 1 siscli-staatiiclics oder jüdisch-kommunales oder kolonistisches Notgeld ausgegeben werden; Inhalt sowohl künstferisch, ästhetisch wie dezent werbend ist Voraus- Setzung. Diese Scheine werden massenhaft in Deutsch- Und und meines Wissens in der ganzen Welt gesammelt und nie eingewechselt, werden zudem häufig weit überzahlt, womit sich der Händler bezahlt machen könnte. Hier ist ein Weg, nicht nur Juden aller Länder, sondern sogar alle anderen Konfessionen, selbst glühende Antvsemiten, zu besteuern. Das Meißener Porzellannotgchl ist auf viele Jahres- Produktionen vorbcstcllt zu abnormen Preisen, der Kirnstwert der gebrannten Tonstücke ist nicht einmal hoch, Tonstücke mit etwas Goldrand bezeichnen sich als 10 und 20 M. Werte. Es müssen auch für uns nicht nur Papierscheine sein, hier kann man die originalsten Wege gehen. Deutschland Eine Hilfsaktion der deutschen Juden für die Ukraine Wie aus einer Anzeige in der letzten Nummer der ״Jüdischere Rundschau“ zu ersehen ist, liaben sich der Ifilfsvcrcin der deutschen Juden, die Groß löge für Deutschland, das Hilfskomitee für die notleidenden osteuropäischen Juden, der Verband der russischen Juden Deutschlands, der Zentralrat der jüdischen Wclthilfsorganisation zu einer Hilfsaktion für die ukrainischen Opfer vereinigt. Es wird beabsichtigt, demnächst eine Expedition nach Polen und nach der Ukraine zur Untersudning der Lage zu senden. Außerdem schweben Verhandlimgen mit der So w j e t r e g i c ru n £ wegen der Einreisebewilligung für eine Expedition nach Sowjet- Ukraine. Eine große Waisenaktion wird geplant. Es ist Pflicht aller deutschen Juden, diesem Hilfswerk möglichst weitgehende Unterstützung zu gcwahrere Spenden werden mit der Bezeichnung ״Für den Ukrainefonds“ von der Commerz- und Privatbank, Depositenkasse C, Berlin, Charlottenstr. 47, und auf das Postscheckkonto Berlin 1303 erbeten. Polnische Pässe Wie uns das Polnische Konsulat mitgctcilt hat, können alle polnischen Staatsangehörigen jüdischer Nationalität (.auch die im militärpflichtigen Alter stellen), die vor dem 28. S. _2Ö aus ihrer Heimat ausgewandert sind, ohne Schwierigkeiten Pässe zur Ausreise nach Amerika oder Palästina bekommen, wenn sie sich verpflichten, nie mehr nach Polen zurückzukehren. Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands. _ wvavif 1a1|9 11ifH.il I bekannt sind, wo nicht in der obenbezeichne tcri W! vorgegangen wurde, diese Fälle uns zur Kenntnis bringen.

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