Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 54 (8.7.1921)
- Date
- 1921-07-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 388 ,JUSP1SCHS RUNDSCHAU Nr. 54 I i t | i ¥ I 1 ׳!j . I Visa nach Palästina Der Vertreter des Einwanderongsdeparlemenis der palästinensischen Regierung, Herr Morris, befindet sich gegenwärtig in Wien, um die Frage der Immigration nach Palästina zu regeln. Das Wiener Palästinaamt ersucht uns telegraphisch, mitzuteilen, daß alle vor dem 20. Mal erteilten englischen Visa zur Einreise nach Palästtna ohne Vermerk des Herrn Morris als 11 ngültig zu betrachten sind. Morris kommt in kurzer Zeit von Wien nach Berlin, um die Frage der Palästinafahrer aus Deutschland hier zu regeln. Bis dahin darf kein Patiistinafalircr die Reise antreten. Insbesondere wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Reise nach Wien oder Triest völlig zwecklos ist Auszug aus dem Wahlreglement für die Wahlen zum XII, Zionistenkoagrcß Innerhalb der Zionistischen Vereinigung für Deutschland § 1. Jedes Mitglied der Zionistischen Weltorganisation (Schckclzahier) erlangt mit erreichtem 18. Lebensjahr das aktive und mit erreichtem 24. Lebensjahr das passive Wahlrecht zum Kongreß. § 4. Die Wahlen finden in der Zeit vom 31. Juli bis 7. August 1021 statt. (Wahizcit.) 5 5. Die Wahlvorschläge sind bis spätestens zum 19. Juli 1021 einschl. bei der Hauplwahlkommisston cinzurcichcii. § ö. Der Wahlvorschlag mull von mindestens hundert Wählern unterzeichnet sein, von denen einer als für weitere Verhandlungen bevollmächtigter Vertreter m bezeichnen ist. Kein Wähler darf mehr als einen Wahl- Vorschlag untcr/ciclmcn. Hat er mehrere unterschrieben, so ist seine Unterschrift auf allen Vorschlägen zu. streichen. ■ד § Für jeden Bewerber ist ein Ersatzbewerber zu benennen. Ein Bewerber kann auf derselben Liste auch als Ersatzbewerber benannt werden. Kein Bewerber darf auf mehr als einem Wahlvorschlag an erster Stelle stehen. Die Bewerber sind mit Ruf- und Familiennamen und in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen. 8 8. Mehrere Wahtvorschlägo können in der Weise miteinander verbunden werden, daß sie anderen Vorschlügen gegenüber als ein einheitlicher Wahlvorschlag zu behandeln sind. Die Verbindung muß von den Vertretern der betreffenden Wahlvorschläge spätestens bis zum 24. Juli 1921 bei der Hauptwahlkommisston übereinstimmend schriftlich erklärt werden. Mitteilung des Büros des Zionistenkongresses Der XII. Zionistenkongreß beginnt in Karlsbad am I. September (28. Ab). Tribünenkarten: Mit Rücksicht auf die Verhältnismäßig geringe Zahl der für Gäste verfügbaren Plätze werden, uni möglichst vielen Zionisten die Teilnahme am Kongreß zu ermöglichen, neben Dauerkarten für den ganzen Kongreß, auch Karten für die einzelnen Verhandlungstage ausgegeben. Vorläufig rechnen wir mit einer Mkdestdaucr des Kongresses von zehn Verhandlungstagen. Eine Verteilung der Tribünenkarten durch das Kongreßbüro könnte nur nach zufälligen Gesichtspunkten erfolgen und würde daher zu Unzuträglidikciten Aulaß geben. Demgemäß wird das Kongrcßbüro Tribünenkarten überhaupt nicht an einzelne Personen, sondern nur an die Zentralen der Landesverbände und die Landesbüros der Sondervcrbünde ausgeben. Die Verteilung der Karten auf die einzelnen Besteller wird also nur von diesen Büros erfolgen. Bestellungen auf Tribüncn-(Gast)-Kartcn für den Zionistenkongreß sind dalter nicht an das Kongreßbüro, sondern ausschließlkh an die Zentralen der Landesverbände und die Landesbüros der Sonderverbände zu richten. Eine Bestellung an das Kongreßbüro verursacht unnütze Ver- Zögerungen und kann evtl, die Ntehtbcrücksichtiguiig! der Bestellung verursachen. Nur da, wo keine Möglichkeit besteht, sich an das Büro eines Landes- oder Sonderverbandes m wenden, haben Bestellungen direkt an das Kongrcßbüro Zweck. In Deutschland wohnhafte Personen haben ihre Bestellungen zu rrchtenandie Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Sächsische Str. 8, Bestellungen auf Tribünenkarten müssen bis spätestens zum 15. Juli eingelaufen sein. Befliß er flötende? Büro! Borlinor Zimilatlnclio Vornlslgunj:, Berlin 019, FnydnMraSo 8 ToUphu»! Kmitrara fMIU/15 PiutnoheolLkont» No. 12008 Berlin NW 7, KaHionvftnraltunj: der B, Z. V. ns » - 1 ו11יך ■■«■׳׳•/?׳•*■ץ■» «—*■׳» יי”'»׳*'•■•' •־ ״■ ״ llelirSlocli« 111«ו!״»יו• de• *aUurdazarnati der B, Z. V. Bracooor- Sü-.L’O 52 (Hof). — OeSltoet Mont»(?, Mluwoob und Donnoretaf? von 5—10 Ulir. — Fa»t alla hrbraWoUm ZoltnnRon und Monatubofto der Walt ll«Ksm *מ*• — Auekunttmtolle fttr hobranrh» itnj-elosonhoitea. — MobriÜiwbo Lehrorvarmittlans?. — Tr»2pcnkt aller Pranmt« dor kebriUM'Uon BprafH*, Eintritt f r « l. Bonnsbend, den 0. .Tüll aben*!« 8 Ohr Uapoel lUzn'ir, ln den ttlUiraou dor A|fudntb-Aohim, Gorroanuutr. '99 Vortr«(? von Gerhard Fuohm H80rt*lhtl«eh• Br>teh«ag*w r', : . . 1> ׳ ״!Eintritt für Nlohtohawatim 1 Mb, Sonnt»(;, den 10. •'oli , , _ zioniatleobor JowndT«r«ln B«rlln r, .4 ■׳,׳;öalshru. Troffpanfct •IS Uhr Bahnhof Thielplata. Uiuwool!, don 15. Jutl »band« 8 Uhr Gropp• Olt Zwanglose» Beieorm-nmieoln im Hohweitr.«r(?*rUn. »u Frindriobuhaitt £0. ZlonUMaclior Jusandrorrln llerlln. lleillgegoietur. C2, abend« 8 Uhr Kur. tt»tlo״»al1end In Ilelm. Gruppe N0rdw»»t, Stammt loch im Cbnriottenhof, abonda 6 Uhr Knliurderernat dor B. Z. V. II011r״t«eh״r lilnderrATten der Gruppe Ost, .tnblonsliiatr. 25. Kröltnnrg A11I'1״h! An־!)״'■• •Gi-Imni* mid Anmeldongpn bei JXurru WoUormitnu, Belioobuiisor Alire 18/, Tel. Norden 9170. liarse de» Verband!•• der Ontjnilei!: Für ErvrftohHOn• beiderlei (tonchleehts im Köaliratidtiachen Gyniaaal■■!, Berlin NO, Kllaabetliatr, 57-48, 1 Troppo, Zimmor 19 (nahe I'un.'ugo Aicxanderplatsa) Montag und MSttwovU! Anf'iint;or 7—814 Uhr abßnd« Hebräisch Kort0״H0Ur. 814—lü - » Jlontag und Mittwoch! Antuai-ar 84410־ , , Kn|llaoh ForlReuohr. 7 - 844 » . . Dlonalnir von 7-• BUhr und Donnerat»* von 7—9 Uhrabanda Denlaeh UlonataK von 8-M Uhr und Ooanorstag von 0—10 Uhr , Berlin«!! Ulenotat? von S—10 Uhr abend« .illdiscba Geacblcbte mit Geographie PAlüatin«»* Anmeldung״!! i.flymnar,lura nn den Untorricht»t«.!;en 11117Uhr abonda Fornor! Joden ftnbbat: 11—5 Uhr nachm. Talinnd (unentgeltlich im Hause der Talmud Thora, Linier.irr. 19. Angesichts der enorm gesteigerten Unkosten dieses Kongresses mußten die Preise für Tribünenkarten wesentlieh höher angesetzt werden als früher. Für Deutschland betragen die Preise für Tribünenkarten: Dauerkarte 500 tschechische Kronen, Einzelkarten für jeden Tag 50 Kronen, für den ersten Tag 75 Kronen. Mitteilung über die Zuteilung von Tribünenkarteil erfolgt durch die Büros der zuständigen Landes- und Sonderverbändc. Stehplätze: Das Kongrcßbüro wird für die Einrichtung einer größeren Anzahl von billigen Stehplatzen Sorge tragen. Mitteilung hierüber kann erst später erfolgen. Logis: Voranmeldungen für Logis sind an das Kongreß büro zu richten. Hierbei ist folgendes Schema zu benutzen: Herr . mit Frau/Tocliter/Sohn aus. Straße Nr.beabsiditigt ztnn XIL Zionisten- Kongreß nach Karlsbad zu kommen und benötigt für die Zeit vom ... bis.... 1921 .... Zimmer mit je.... Betten. bis zum Preise von 10 tschech. Kronen pro Bett I» M II II l| י• I* •I .10 »» w n »> יי י< •* «י ׳־יי im Preise von über 40 ״ ״ ״ ״ (Das Gewünschte zu unterstreichen.) Gruppen von Personen, die den Kongreß zu besuchen beabsichtigen und gemeinsames billiges Quartier wünsehen, werden um entsprechende Mitteilung ersucht Ordner: Da für Ordner selten jetzt hinreichend gesorgt ist, kann auf Einlaß durch Beteiligung am Ordnerdienst nicht gerechnet werden. Presse: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß auch die Ausgabe von Pressekarten nur in beschränkter Zahl erfolgen kann und ebenfalls ausschließheb im Einvernehmen mit den Landesorganisattonen und Sonderverbänden geschieht. Das Büro des XII. Zionistenkongresses Karlsbad (Schützenhaus). Telegr.-Adr.: Congrczion, Karlsbad. z>a.r *NorcLrcQ -Paraü icr ז«!1ח nr»ut«n*nr«nn*»li*vfn r u HaltjoUml und Uamplvrvsrolndtirnj N'nddtlch -־ N0tG*rft«y mm l)L«ltl« i»tlnt«iliu^*• und Dampf«irv«f0ln<it1r>C N'nddtlch - Nori«ff*y A««k1*oftuaJ F&br«r Uurcb dia Dada-V«« ^•Uuaf An die Palästinafahrer Alle Palästinafahrer, die das englische Visum vor dem 20. Mai erhalten haben, werden nochmals gebeten, soweit sie dies nicht schon getan haben, sich beim Palästlaaamte za melden. Außerdem hat jeder zwei Paßbilder einzusenden. « Der PaLäsritvu'ahrer Efraim Misrok wird gebeten, umgehend seine Adresse in seinem eigenen Interesse' den! Paria sii na a m te mitzutcilen. Jüdisches Arbeitsamt De juristische Sprechstunde tat Jüdischen Arbeit*• amt findet jeden Montag ur.d Donnerstag von 3—1 Uhr statt Erledigt werden alle Fragen der Arbeitseasteihingen, Demobilmachungsschwierigkeiten usw. *Der Betrieb der Nähstube des Arbeitcrfürsorge. amts, Auguststr. 17, der am 15. 12. 20 begonnen ha׳: und jetzt bereits 26 arbeitslos gewesene Frauen be. schäfiigt, kann nur aufrecht erhalten werden bei der Mithilfe aller jüdischen Kreise durch Erteilung von Aufträgen. Flick- und Stopfarbeit aller Art, sowie auch Neuamertigungen werden bestens und billigst ausge. führt. Das jüdische Arbeitsamt, Berlin, Auguststr, 17, vermittelt Teppichklopfer und häusliche Hilfsarbeiter und übernimmt Arbeiten für Adressenschreiber. Wir bitten zu beachten, daß das Jüdische Arbeit»- amt sich jetzt Augus tstraßc 17 befindet Wir bitten um Mitteilung, ob Vorarbeiter für Steinbrucharbiiten, Gleisanlagen, Maurer- und Betonarbeiten evtl, bereit wären, mit einer Gruppe von ungelernten C haiuz im zusammen derartige Arbeiten zu übernehmen, da für gut cingearbeitete Gruppen in Palästina günstige Aussichten vorhanden sind. Meldungen an den Zionistischen Arbeiter- und Handwerkerbund, Auguststr. 17. Die Ortsgruppen Hagen (Westfalen). Hier wurde am 1. Juni nach einem Referat von Herrn Dr. Sack heim eine zionistische Ortsgruppe gegründet, der sich vorerst 30 Mitgiieder angesclilosscn haben. Stettin. Am Donnerstag, den 30. Juni, sprach Frau Gertrud Dresel über die letzte Zentralkomitccsitzung und über die beiden großen Volksvcr- Sammlungen in Berlin. Die Orisgnippenmitgliedcr waren zahlreich erschienen, und es schloß sielt an die Ausfühnmgen der Referentin eine lebhafte Diskussion an über die Fragen, die auch die Zenfralkomitcemitglicder bewegt hatten. Ausweis der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (Ausweis Nr. 7.) Schekel 1919 20: Heilbronn 51.—. Schekel 1920/21: Bamberg 80.—, Berlin 320.--, Berl. Zion. Vereinigung 1100.—, Bielefeld 370.--, Breslau 360.—, Brüssow 30.—, Darmstadt 440.--, Dessau 550.—, Dortmund 230.—, iiuisburg MO.—, Dürkheim 30.—, Düsseldorf 790-, Elberfeld 1830.-, Freiburg 3S5.-, Görlitz 130.—, Hamm 170.—, Heidelberg 300.—, Hersfcld 10.—, Hohenlimburg 10.—, Insterburg 480.—, Köln 60.—, Leipzig 876!). -, Möckmühl 20.—, München 5310.—, Namsl.au 100.—, Neuenahr 20.—, Nürnberg 1500.--, (,lauen •100.—, Schlawa 20.—, Stolp 100.—, Tilsit 80.—, Trachenbcrg 10—, Treysa 30.—, Weißenfels 50.—, Zoppot 370.—. Eingang vom 23. bis 30. Juni 1921: Schekel 1920/21: 24 585.— Gesamteingang: Schekel 1920/21: 99 085.50. Berichtigungen: 1. Aus Nr. 6: Der Schekelemgang aus M a rggr a bo w a betrug nicht 500—, sondern nur 140.—, Der aus Brandenburg ausgewiesene Betrag von 100— war nicht für Schekel bestimmt. Die Addition des vorliegenden Ausweises ist entsprechend geändert. — 2. Aus Nr. 3: Die unter Mannheim ausgewiesenen Schekel und Landesbeiträge — je 10.— M. — sind aus Neckarau eingegangen. Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto: Berlin 8091. Bankkonto: Nationalbank für Deutschland, Depositenkasse: Berlin, Kurfürstendamm. Schluß des redaktionellen Teils. Statt Karten Sara Miriam MIHakowelry Med.'Frakllkaat David Anudorf Verlobt© ו Rom Frank llliuln« I. W. RedifianwaU Dr. Max Freundlich V.rlobto Juli lüjl/öulwau 1ml llorliu. ר ו¬ ו• i I 0m H fttr 1011 ja —־V \' bei I fielt Tal 80) Ba I I ו 3061111 ttüteni h '•W14L I