Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 51 (28.6.1921)
- Date
- 1921-06-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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T 41 Seite 368 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 51 [gS- Zcntratbfiro für jüdische Auswanderun angclegenheiten Die Zahl der Emigranten, die sidi ״ach Mexiko begehen wollen ist in der letzten Zeit sehr •׳ewa. k en. Sic steht in keinem Verhältnis zu der Aufnahmefähigkdt Naclirfchtנוס*,* die über Mexiko verließen, lauten daliin dal! es ein band der Tagelöhner, der Arbeite! ist 40 Prozent der Bevölkerung lebt von Lohne, s> daß es etwa 14 Millionen Proletarier gibt. Daher bedeutet es dasselbe: nach Mexiko Arbeiter und nach Brasilien Kaffee oder nach Chile Saleptcr bringen. Die Einwanderung, die Mexiko braudit, ist!lieht die der Arbeiter — wenigstens so lange, bis sich seine wirtschaftliche, industrielle usw. Tätigkeit vervicitaltigt hat — sondern die Einwanderung von Leuten, die Laim erwerben und es mit Maschinen bearbeiten oder auch von Leuten, die mit ihren! Kapital neue Industrien 8™״Mittellose Arbeiter können deshalb für absehbare Zeit nicht dringend genug davor gewarnt werden, nach Mexiko atiszuwamlern _____ Kulturdezernat der B. Z. V. Die Hebräische Lesehalle ist ab 1. Juli während der Sommermonate Montag, Mittwoch und Donnerstag von 5 bis 10 Uhr geöffnet, Der H cbräischc Kindergarten west und der Spielnachmittag Nordwest werden der Sommerferien wegen am 30. Juni geschlossen. Näheres über die Wiedereröffnung wird zur Zeit in der ״Jüdisehen Rundschau“ bekannt gemacht werden. Alle Anfragen in dieser Angelegenheit sind an das Kultmdczernat der B. Z.V., Berlin C 19, Scydelstr. 3, zu richten. Bund jüdischer Akademiker. In Erkenntnis der unsäglichen Not unserer Brüder in der Ukraine und der alles überragenden Wichtigkeit des für sie unternommenen llilfswerkcs hat der ״Bund jüdidischcr Akademiker“ (B. J. A.) beschlossen, sich in den Dienst der heiligen Sache zu stellen. Zur Vermeidung von Kräftezersplitterung hat der B. J. A. dem K r i egs vv a i se 11 fon d s der Agudas Jisroel, der das Hilfswerk in die Hand genommen hat, mitgctcilt, daß sowohl seine Organisation, wie auch die Zeit umd Kraft seiner einzelnen Mitglieder nach Möglichkeit zur Verfügung des Kriegswaisenfonds für die U k r a i n e- 11 i 1 i e stehen. Ausweis der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (Ausweis Nr. 6.) Schekel 1920/21: Bauchem 30.-, Bayreuth 80.-, Berlin 210,—, Berliner Zionistische Vereinigung 1600.—, Bochum S50,—, Brandenburg 100,—, Breslau 900.—, Cassel 800.—, Chemnitz 1350,—, Göthen 10,—, Crailsheim 100.— , Düsseldorf 1715.—, Eisenach 20.—, Elbing 00-, Erfurt 330-, Frankfurt a. M. HO-, Oelsenkirchcn 110.—, Giclicn 200.—, Gollnow 20.—, Gotha 00, Guben 20.—, Gumbinnen 70.—, Hagen 10. Halbe 80.—, Halberstadt ISO. Hameln 20.—, Hannover 1360.- 1 Icilhroiui 190.1 ,־־ lildeshcim 80. •110.—, Kol borg 10.—, Köln 2180. Magdeburg 1150.—, Mainz 630.—, Marburg 30.—, Marggrabowa 500.—, München '20.—, Niesky 30.—, Nordhausen 300.—, Niimbtfrg 2000.—, Obernigk 20.—, Oppeln 170—, Pforzheim 470.—, Rees 12().—, Schncidemühl 10,—, Solingen 40.-, Tilsit 40-, Wanne 20-, Weimar 30■ , Wiesbaden 1000.—, Zwickau 600.—. Landesbeiträge 1921s Görlitz 210,—, Heidelberg 20.—, Konstanz 124.—, Marggrabowa 32.—, Nordhausen 100.--. Eingang vom 1. bis 22. Juni: Schekel 1920/21: 21 850.—; L a 11 d e sbe i t rä ge 1921: 516.—. Gesnintdugang: Schekel 1920/211 71910,50; Landesbeiträge 1921: 33555,25. Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Sächsisch«■ Straß« ß. Postscheckkonto: Berlin 8091. Hamborn 45. Heidelberg 200.- Jever 100.—, Kie —, Lörrach 10.— Mannheim 610.— Merzhausen 20.— Nordhausen 300. Oppeln 170- Hebräische Sprachschule In Berlin. Diejenigen, welche aus unserer Bibliothek Bücher entliehen haben, werden dringend gebeten, sie schnellstens dem Bibliothekswart Herrn stuil. phil. Cu r t Cohn abzulieiern. Bibliothckszcit: Donnerstag 3 bis 4 Uhr im Zionistischen Zentraibüro, Sächsische Str. 8 l Treppe, Schreibraum. N. Berggrün. ’ Zeitschriftenschau Soeben ist die dritte Nummer der ״Jüdischen J u g end b I ä 11 c r“ (Prag 1, Dlouha. 22) erschienen. Inhalt: 1. Georg Kolm; Rückblick. 2. Egon Drucker: Noch einmal ״auf eine Grabrede“. 3. J. Ecker: Lin Brief aus dem Jaffaer Arbeitsamt. 4. MarceU Wagner: Berufsberatung und Arbeitsvermittlung. 5. E. Vogel: Verband der jüdischen Jugend. 6. Abraham Qriinberg: Theater und Bibel. 7. Dr. Teller: Beiläufiges über Individualität, Freundschaft und Liehe. jüdisches Arbeitsamt Als Leiter für die mechanischer» Abteilungen iler Lehrwerkstätten des ״Ort“ werden zwei gelernte Schlosser mit theoretischen Kenntnissen gesucht, sowie ein Schäftemacher und Tischler für die entsprechenden Abteilungen. Die juristische Sprechstunde im Jüdischen Arbeiteamt findet jeden Montag und Donnerstag von 3—4 Uhr statt Erledigt werden alle Fragen der Arbeitseinsteihingen, Dcmobümachungsschwiengkeitcn usw. Wir bitten zu beachten, daß das Jüdische Arbeit«- amt ach jetzt Auguststraße 17 befindet. Wochcnkalcndcr. Sonnabend, 2. Juli, 26. Ssiwan, 5681, Sch’lach l’cha, Neumondverkiimligung, Nacht 9,33; Mittwoch, 6. Juli, 30. Ssiwnn, 1. Tag R״«eh cIkkIcscIi; Donnerstag, 7. Juli, 1. Thammus, 2. Tag Rösch dtodcseh, Neumond tag. Schluß des redaktionellen Teils. f Di« glüoldleho Outmrt ihrer Toohtor,Th«m«r H01(0׳n on Motel Lcwinitein u Frau Rachel, geh. Grllnfeld, v. Königsberg, Neue Damrog• 21 א׳ של, שביעות חרמ״א dv j r Dio Goburt oiiios Sohno* zoipon an IRechliAnwall Dr, Fritz Glaier " I und Frau Elte, gob. Hohiivl'or. ‘ I y^Berlin W B0, Hoilbronnor Str. 7. 12■ Jan! 19-1• J rliio Goburt Ihror Toobtor Judith Martha!solgon an \ Dr. JuUut Lcvlmoha und Frau Mirjam gab. Solkow. | Zurzoit Motnel. _J V. Dr Frilr Slrnufe Dora SirauO, gob. WoiKors Vor mttklte. Borlin-VVilmemtorf. Juni 19Z1. n I r Dio Goburt ihrer Tochter Rulh zoi^un hocherfreut RechtianwaÜ Dr. Herrmann Leiewer und Frau Barlln, lloilbronnar H»r. 1U. Grc,e' «ob Jl״:ul,uwiU• “J ץ7 Dio Goburt Ibro« Hohn oh Hose« Chalm Daniel I /oigen an I I Dr. Ahron EUaibrrg und Frau Dora, gab. Woiöhrom. I Borlia, Brandonburglaoho Str. 18■ '2A, Juni 1921. j Jüdisches Landheim Wolfratshausan Claartal) 1 Stande Bahnfahrt von München (laartnl) Idyllischer KrholungHAufonthalt f. Kinder In schulpflichtigem Altor. Harrt., geachütxte Lago im bayr. Alpenvorland. Prachtvoltor Park. Badogtdogonhoit. Streut? rituelle, gute n. roichl. Vorpflog. Luft. Zimmer. Piidngog. Leitung. Uoberwaolmwr do« Haima durch Kindorspazialarat. I)»s gan/.o Jalir gcüll’uct. Prospekte und Amnublnformularo duroh dio Vontandtdiafl, München, Richard •Wagnor Strasso 16. Wir auohon per l. 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Adolf SchrcibcrsSchulternwaren der Last seinerBegabunjj nicht gewachsen, ln unheilvollerWcchselwirkung vergifteten einander sein Charakter und sein Talent. Er war besessen von dem Drang, seine Schöpfungen herabzusetzen, und jede Hemmung seiner Eingebungen steigerte das Mißtrauen in sich selbst. In Einsamkeit verschlossen, flog seine Sehnsucht bcglückender Gemeinschaft zu und scheute doch zurück, wenn sie ihm angeboten wurde. Ein Stummer des Himmels, ein reiner Tor, Es hätte einer starken Hand bedurft, ihn dem Schicksal seines Wesens zu entreißen, zum Glauben an den eigenen Reichtum zu bekehren. Max Brod, der unermüdliche Verkünder des Gemeindelosen, erhob vergeblich seine Stimme. Erst als der heisere Klang des Todes sie verstärkte, gelang es ihr, das Gehör Maßgebender zu gewinnen, Für zehn der schönsten Schrcibdr-Lieder fand sich ein Verleger. Der Freund schrieb scincTotenklage, erschütterndes Lebensdokument zugleich, in seiner Wirklichkeit packender als phantastische Erfindung. In ihm erhebt sich Prag, das aufgewühlte, in dessen Schwermut dichtcrisdie Ernten reifen, der Pulsschlag einer Männcrtreuc schlägt darin, wie sic so redlidi auf dem Ehrgeiz- Jahrmarkt einer Großstadt nicht gedeiht, es ist beflügelt von der Musikalität Max Brods.für denTon undRhy thmus Menschen- Seelen haben. ״Zu spät“ trägt cs als wehmutige Inschrift. Zu spät für Adolf Schreibers körperliches Dasein. Seiner Fortdauer in Goethes stolzem Sinne bahnt es den Weg zur Unvergeßlichkeit. Berliner Tageblatt. Max Brod: Adolf Schreiber. Geh.JL10- Geb. M. 14.- Adolf Schreiber: ZebnLieder. 51.25.- WELT-VERLAß HEREIN B.rlin W. 15. Verantwortlich für üsn ln.srat.nt.ilt Kudolf Cohn, von Stagfrlad Sokoiom, BerUn-äcttäasbarg. Verlag Alwin Go.w.nthal, Derüs MW, 7, Dorothe.oiU. iV.