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Jüdische Rundschau · 1921-06-17 · Heft 48 (17.6.1921) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVI (1921)
Issue
Heft 48 (17.6.1921)
Date
1921-06-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 345 ודי״ fr. 48 *01'3 uml <lar und rs orte״- is nicht besieht, SUf sic!!!c״, u:1fl Moment ,öu /bfahre in Zuckun- »11 muß *ringen, die im j machtlande!״,!bische״ ״• Aus- ■ ie veriati Sie!! legen > Scharfe itschaft ׳ en erunisten nperiar eiae 5 Kon- 1 Umositive tionale!»glich- ,erden, g und (״ver- ' Ddploen zu selbst (schon endigantT laltlos Rea- ׳g zu i des (eben, : und satzes old - ' die ן lei ch- Aus- :ans < Zio-;chtet den!set/t : fort te 11 dern ' Er wird offen eftes de“, der Die mal- 1 n a rau aller Qlleaie nerdes ung nen :her Kc* ule, exe int, en iti• ׳ird ert n• ich ten 6ntot M, er, f׳ im en!er he ad en »e 1tel Nr. 48 Programm und nicht durch ein Minimalprogramm, wie manche jüngere Strömungen versuchen. Der Zionismus! ,ז ein Versuch der Regenerierung; des jüdischen Volkes. Lir ist daher eine (}esamtaufgabe, die sich nicht auf Teilprobleme, wie Kolonisation Palästinas, bcschrängen kann. Die Aufgabe umfaßt alle Fragen einerseits des wirtschaftlichen und berufliche», andererseits des kulturellen Lebens. Kolm verweist auf die Gefahr, daß die assimilatorische Großhourgoisie, die eine Zeitlaug von der Bildfläche verschwunden war, wieder auf den Plan tritt und bereit ist, einen verwässerten I alüstinismus in ihr Programm aufzimehmeu, um dunen diese Konzession um so ungestörter die Leitung des wirklichen Lebens der jüdischen Massen m ihren Harnle״ behalten zu können. Sehr scharf tritt Kolm gegen den Plan einer jüdischen Legion auf und \erweist auf die vollkommene Vcrfchlthcit der bisherige» A r ab er politik, die immer noch mit dem Gedanken einer Herrschaft über die Araber spielt. ״Wir sehen darin praktische Gefahren, die unser ganzes Aufbauwerk bedrohen, denn dieses ist faktisch von 11er Nichtt'eindselial't der Araber abhängig“. Dieser Aufsatz ist erschienen wenige Tage vor dem 1. Mai 1021, der die Richtigkeit dieses Gedankens, welcher von einer kleinen (iruppe, leider unbeachtet und gering geschätzt, Seit Jahren vertreten wird, beweist. Hans Kohn betont, daß die Krise eine übernationale ist und mir durch die vereinigten Anstrengungen aller Völker Europas und Viens gelöst werden kann. In diesem Zusammenhang wird ein wunderbares Wort von Moses Heß zitiert: ״Das Judentum ist vor allen Dingen eine Nationalität, deren Geschichte, Jahrtausende überdauernd, mit jener der Menschheit Hand in Hand geht, eine Nation, die schon einmal das geistige Regenerationsorgan der sozialen Welt war und welche heute, nachdem der Wrjiingimgsprozeß der weltgeschichtlichen Kulturvölker seiner Vollendung entgegenreift, mit der Wiedergeburt derselben ihre eigene Auferstehung feiert.“ Von den anderen Aufsätzen, die in den beiden Heiten enthalten sind, seien nur die kräftigen Protestrufe von Arnold Zweig erwähnt, welcher heftige Anklagen schleudert gegen eine Kulturwelt, die an Erscheimmgen wie die Pogrome, achtlos vorübergeht. In einem anderen Aufsatz wendet er sieh gegen die deutsehen Intellektuellen, die kein Wort gegen die Reaktion und den schmutzigen Antisemitismus in Deutschland finden. Außer •den Aufsätzen enthält jedes Heft noch eine ganze Anzahl kurzer Glossen, die manches Treffende zur Kritik des jüdischer» Lehens beitragen. * Bedeutet die voi besprochene Zeit schritt eine Kritik der zionistischen IV.itik gewissermaßen von links . wenn auch nicht iin parteimäßigen Sinne des Wortes ■•־■ so erschien fast gleichzeitig eine zionistische Zeitschrift, die nicht weniger schart gegen die heutige Zionistische Organisation von der anderen Seite zu Felde zieht. Es ist die ״Tribüne“, welche bereits im Jahre 1910 von Jabotin sky in Kopenhagen herausgegeben wurde, der damals darin für die Idee kämpfte, daß die zionistische Leitung sich völlig auf die Seite der Entente stellen und eine Legion innerhalb der englischen Armee organisieren soll. Die Zeitschrift, die mehrere Jahre nicht erschienen ist, begann Ende Februar in London wieder zu erscheinen, herausgegeben von Meyer Groß mann (in jiddischer Sprache). Das erste Heft wurde cingeleitct mit einem Artiket von Wladimir Jabotinsky ״Opposition“. Der Artikel findet seine Ergänzung in einem Artikel von Meyer Großmann, der in den folgenden Heften der ״Tribüne“ (bisher sind drei erschienen), fortgesetzt wird. Die Zeitschrift ist als eia Kampforgan der schildert. Das Kapitel ״Judenpogrome“ enthält den Briet eines Kischenewcr Adelsmarschalls, der als gewiß unveidäehfiger Zeuge von der» Greueln berichtet. Das Buch ist geeignet, in das Wesen der russischen Seele und des russischen Kampfes einzuführen, das für Europa und das Judentum so große Bedeutung hat. Franz Werfel, Spiegcfmensch. Magische Trilogie. München 1920, Kurt Wolff-Verlag, 21 M. Ir» diesem Drama wird das Doppelgäiigermotiv mit dem Eriösungsmotiv kombiniert: die Zweiheit von Mensch und SpiegcLmeuseh treibt in gegenseitigem Riugen durch die phantastischen Sphären des Traumreiches, das Triebe und dämonische Urkräfte der McnscheusecLe, Beziehungen des Menschenlebens, in sinnlicher Verkörperung wirkend zeigt. Der Held Thamal durchmillt alle Stadien der Läuterung, besiegt den Smegclmcnschcn und wird erlöst, erhöht und geweiht zum höheren Leben. — Die Dichtung, deren Verwandtschaft in Anlage und Grundgedanken mit Faust und Peer Gynt offenkundig ist, ist doch ein echter Werfel; sie spinnt in der wunder• bar musikalischen Vcrssprachc Werfels, oft auch zu scharfer Satire ausholcrtd, religiöse Grundgedanken fort, die bereits in früheren Gedichten und Schritten auftauchten. Darum wird sie über das Aesthctische hinaus einen Platz in der Geistesgeschichte der Zeit behalten. Der Fall Potiphar. Von Manuel Schnitzer. — Joseph. Goethes erste große Jugenddichtung wieder •tufgefunden und herausgegeben von Prof. Dr. Paul Piper. — Der neuentdeckte ״Joseph“ als Knabendlchtunfl Goethes. Von Dr. W a 11h c r A. Uere ndsohn. — Sämtlich bei W. Qento, WisseiuchaftUdter Verlag Hamburg, Schnitzer verfolgt die bekannte Püthhar-Enlsodcs durch die Literaturen aller Zeiten und Volker, bis zur ״Josephslegcndc“ von Hofmannsthal (Strauß). Auch Goethes Jugendgedicht ״Joseph“, das erst vor kurzem aufgefunden und von Prof. Piper herausgegeben worden ist, wurde noch berücksichtigt Dieses Werk ist übrigens umstritten. Die von Piper behauptete Autorschaft Goethes wurde in Abrede gestellt Berendsohn tritt auf Orund stilistischer Untersuchungen auf Pipers Seite. Jabotmsky-Gruppe, der ״Aktivisten“, gegen die Leitung entstanden und hatte das Mißgeschick, daß kurz nach Erscheinen des ersten Heftes Jabotinsky selbst in die Exekutive eingetreten ist. Daher Ist die politische Stellung des Blattes etwas zweideutig geworden: einerseits bekämpft sie niit großer Schärfe die heutige Exekutive, andererseits ist sie das Organ einer Gruppe, der ein prominentes Mitglied der Exekutive angehört. Diese Doppelstcllung hat bereits eigentümliche Konsequenzen gehabt. It» einer großen öffentlichen Versammlung, die kürzlich von der ״Tribüne“ in London veranstaltet war, und in welcher Jabotinsky den Vorsitz führte, hat der Hauptredner Meyer Großmann die Leitung so scharf angegriffen und den Rücktritt Wcizmanns gefordert, daß Jabotinsky sidt veranlaßt sah, gegen den Redner Stellung zu nehmen und Wcizmanu in einem Telegramm sein Bedauern über den Vorfall auszusprechen. Ueber diese Sache haben die Londoner jiidisdien Zeitungen spaltenlauge Berichte gebracht. Was die ״Tribüne“ der Leitung zum Vorwurf macht, ist vor allein Mangel an Entschlossenheit, an nationalem Draufgängertum. Großmann hat schon auf der Jahreskoiiferenz namens der ״Aktivisten“ eine scharfe Rede gehalten, in welcher er die Prinzipien vertrat, die jetzt in der ״Tribüne“ entwickelt werden. Der Leitung wird vorgeworfe», daß sie gegen England eine viel zu schwache Politik gemacht hat, daß sie in der Legionenfrage versagt hat, daß sie autokratiseh vorgeht und den Willen der Massen ignoriert. Im letzten Artikel vergleicht GroUmann den heutigen Zustand »in Zionismus mit dem Rußlands zur Zeit Kcrcnskis. Hier wie dort gibt es Demonstrationen, hochtönende Worte, aber zum Bauen ist man unfähig. Der Präsident ist eine exaltierte Natur, der effektvoll zu reden verstellt, aber die Existenz der Organisation ist nicht fühlbar trotz allen künstlichen Belebungsversuchen. Auch der Kongreß wird uns nicht zu helfen vermögen, solange nicht eine starke Gruppe geschaffen ist, die entschlossen ist, unbarmherzig mit der jetzigen ״Exzcllenzenwirtschaft“ aufzuräumen und ei!»e Koalition von frischen Kräften zu schaffen. Man müsse endlich einmal der Legende ein Ende machen, daß gewisse Führer unentbehrlich sind, und auch der anderen Legende, daß wir keine Menschen haben. Es gibt genügend junge Kräfte, unter den Zeirc-Zion, unter Studenten, Orthodoxen und Geschüftslcute'11, in Deutschland, in Rußland und überall. Man hat aber niemals verstanden, diese Menschen heranzu/.ichen. Wem» wir heute sieben Vorsitzende von Studentenvercinen nehmen, dann werden sie die Sache auch zumindest nicht schlechter machen können als die gegenwärtige Exekutive. Wir leiden heute nicht darunter, daß wir zu viele oppositionelle Gruppen haben, sondern darunter, dal» unserer Opposition der Wille zur Macht fehlt. Keine Gruppe bat genügend Zutrauen zu sich selbst, um wirklich die Leitung an sich reißen zu wollen. üroßntann empfiehlt die Organisierung all derer, die sich den bestehenden Fraktionen nicht eingliedern können, weil sie nichts anderes wollen als intensivere Arbeit. Diese Gruppe muß als ״Liga aktiver Zionisten“ auf den Plan treten und offen atissprcchen, daß sie die Leitung der Bewegung übernehmen will mit folgendem Programm: ״Freie Masseuciirwanderung in Ercz-Israel, jüdische Legion, allweltliclier Kongreß, Arbeitsarmee, starke zionistische Partei, selbständige Verwaltung für Palästina, besseres Mandat, Maasscr, Vertretung im Völkerbunde, Waad Haarazotli, national-personelle Autonomie für die Araber und für uns.“ Leider ist das politische und taktische Maximal- Programm dieser Gruppe sehr stark auf Masscnwirkungen eingestellt. Während Klatzkius Zeitschrift ein Schalem Alejchcm, Menache m Mendel. Aus dem Jüdischen übertragen von Siegfried Schmitz. R. Löwit Verlag, Wien. 18 M. Der Briefwechsel zwischen Mcuachem Mendel, der auf Reisen sein Glück versucht, und seiner in Kassriliwke gebliebenen Gattin Scheine Sdieindel gehört zu den köstlichsten Stücken von Scholem Alcjehems Humor. Die Schicksale dieses jüdischen Schildbürgers, der als ״Spekulant“, Makler, Schadchen, Agent immer wieder die großartigsten Luftschlösser baut und sic mit Ergebenheit und neuem Optimismus einstürzen sieht, sowie die scheltenden gutmütigen Briefe seiner Frau zeigen so recht die Tragik des jüdischen Luftmenschen• tums, die aus den Tiefen von Scholem Alcjchcms Humor sich unmittelbar offenbart. Dieses Buch wird viel gelesen werden, und viele Menschen werden es lieben. Es dem deutschen Publikum zugänglich gemacht zu haben, ist ein dankenswertes Verdienst des Uebersctzers, der das schwierige Problem, den Anforderungen der deutschen Sprache gerecht zu werden, ohne Ton und Kolorit des Originals preiszugeben, mit viel Glück gelöst hat. —o— Dr. Rudolf Steiner. Wie erlangt man Erkennt• ftisse der höheren Welten? Philosophisch- Anthroposophischer Verlag, Berlin W, Motzstr. 17. Preis 18 M. — Von Seelen rätseln (Anthro• po'ogie und Anthroposophie: Max Dcs9ci über An hroposophie; Franz Brentano). Berlin 1921, ebenda. Preis 20 M. — Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkt der Gentes wissen• schalt, Berlin 1921, ebenda. Diese Werke des bekannten Thoosojüten, der in letzter Zeit uttdt in den politische» Streit nereiitgcaogen wurde, sind soeben in neuer Auflage erschienen. Unterirdische Literatur im revolutionären Deutschland während des Krieges. Von Ernst Drahn und Susanne Leonhard. Verlag Gesellschaft und Erziehung Berlin-Fichtenau, 1921. — Sammlung von Flugblättern, Artikeln, Beschlüssen; sehr toter• essantes Material zur Geschichte der deutschen Re• volution. Abrücken von den Methoden europäischer Politik fordort, will die Aktivistengruppe sich ganz und gar diesen Methoden verschreiben. Der Tor» ihrer Propaganda erinnert oft an die durch den Krieg in Schwung gekommciie Geste des politischen Abenteurertums, deren Beispiele etwa d’Annunzio, Zcügowski oder Korfauty geboten haben. Wir glauben nicht, daß diese Methoden uns zum Ziel führen werden. Aber es ist zweifellos sehr viel Richtiges in der Kritik der ״Tribüne“, und diese Kritik würde vielleicht noch mehr Zustimmung finden, wenn sie in weniger demagogischer Form vorgebracht würde. Insbesondere ist es richtig, daß das Hauptproblem unserer zukünftigen Arbeit die Heran- Ziehung von frischen Kräften ist, die sicherlich — darin stimmen wir mit Großmann überein — vorhanden gewesen wären, wenn man sie ernsthaft gesucht hätte. Der Zionismus leidet an Ueberaltenrng, und die Müdigkeit des heutigen Kurses, das schleppende Tempo, sind zweifellos auf den Mangel an jungen Kräften zurückzuführen. Allerdings glauben wir, daß gerade Großmanns Hauptforderung durch den Eintritt Jabotinskys in die Leitung eigentlich befriedigt ist, und daß Jabotinsky sowie die anderen, ihm scheinbar völlig gleichgesinnten Mitglieder der Exekutive bereits einen Teil des Großmannschcn Programms repräsentieren. Zu den Einzelfragen wird der Kongreß Stellung nehmen müssen. Der Zeitschrift ״Die Tribüne“ ist es bisher allerdings nicht gelungen, in nennenswertem Maße neue Kräfte heranzuzichen. Sie enthält neben den programmatischen Aufsätzen von Jabotinsky und Großmann wenig Bemerkenswertes. Zu ihren Mitarbeitern zählen M. Pas tan, Hillel Zlatopolski, M. Hin des u. a. Es ist zu erwarten, daß die Diskussion vor dem Kongreß noch heftigere Formen annehmen wird. Wir würden cs begrüßen, wenn dadurch in den Zionismus politische Leidenschaft und Bewegung gebracht wird, die wertvolle Kräfte auslöst und zu einer neuen großen Aktivität führt. W. Die Brüsseler Emigrations-Konferenz In Anbetracht der großen Bedeutung, die in letzter Zeit die jüdische Emigrationsbewegung aus Osteuropa erlangt hat, sowie in Rücksicht auf die in Polen, Rumünien und den bedeutendsten kontinentalen Häfen zu erwartenden Auswanderermassen hat die Jewish Colonization Association (lea) eine Konferenz der hauptsächlichsten jüdischen Aus- und Durchwände rer-Kam»- tecs in Europa cinberofcn, um das Auswandererproblem einer Prüfung zu unterziehen und Mittel ausfindig zu machen, um das Auswamlerungswesen zu regulieren und zu kontrollieren. Die Konferenz hat, laut Mitteilung des Hilfsvcreins der Deutschen Juden, in Brüssel am 7. und 8. Juni stattgefunden. Es kam zu einem interessanten Austausch der Meinungen und Erfahrungen der Delegierten, und es ist beschlossen worden, unter der Aegide der Ica die Tätigkeit der verschiedenen Kontitees und Organisationen zu gemeinsamer Arbeit aufzurufcii. Unter ande rem wurde die Notwendigkeit anerkannt, eine durchgreifende Beaufsichtigung aller Emigranten in sanitärer Beziehung, sowohl bei der Abreise, Einschiffung, atn Bestimmungsort wie an bestimmten Durchgangsstationen vorzunehmen. "Uebereinstimmend wurde anerkannt, daß die hauptsächlichste Aufgabe der Komitees darin bestehen soll, sielt nur mit dringenden Fällen zu beschuftigen, und daß keinerlei Maßnahme getroffen werden darf, die geeignet wäre, zu unnötiger Auswanderung anzureizen. Ellen Key, Rahel Vamhagen. 3. Aufl. Verlag Edgar Thantm, Halle 1921. Geb. 20 M. Dieses Buch gibt nicht nur ein Bild von Leben und Denken dieser merkwürdigsten, geistig und seelisch hervorragenden jüdischen Frau, sondern die Verfasserin zergliedert mit feinem Verständnis das jüdische Wesen, die Gaben des Blutes und der uralten geistigen Tradition, die sie zu ihrer Kulturmission befähigtere Ellen Key verehrt in Rahel auch die Vorkämpferin für das Recht der Frau auf Vollmenschentum. Gustav Kafka, Sokrates, Platon und der sokr a tische Kreis. (Geschichte d. Philos. in 1Einzeldarstellungen, Abt. 11, 7. Bd.) Verlag Ernst Reinhardt in München, 1921. 15 M. Das Buch versteht vortrefflich und fesselnd die Gedankenwelt des größten griechischen Philosophen und die Gcistcsgeschichte seiner Zeit dem modernen Leser lebendig zu machen. Siegfried Jacobsohn, Das Jahrder Bühne. 9. Bil. 1919/20), Verlag der Weltbühne, Charlottenburg 1920. Wie jedes der berühmten Jahrbücher, in denen sich die kulturfördernde Kraft jüdischer kritischer Begabung manifestiert, wird auch diesc9 von allen Freunden der ״Weltbühnc“ lebhaft begrüßt werden. Le wln sohn, Vorsitzender des Soldatenrates det IV. Armee. Mundus-Vcxlagsanstalt, Chartottenburg. Schildert die Auflösung der deutschen Armee uite die Funktion der Soldatenräte, denen in schwerster Lage die Erhaltung der Ordnung gelang. Heinrich Strübel, Die de.utsche Revolution lj>r,Unglück und ihre Rettung. ״Der. Firn“, Verlag Berlin W 57. Preis 10.50 M״ “ n Ofwliidvte der deutschem Revolution von ihr«» Ursache» In der Krfeppolitik bis zu ihrem Scheiter! an der Inneren Zerrissenheit der Arbeiterschaft D n F£ tl 9ie*®• . Psychotechnik und Taytorsystem. Dl |UCA,lteS 5$ t "י“'״ .«“» ־ Oute Einführung in die Problematik von Betrieb» technik und Berufspsychologie.

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