Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 44 (3.6.1921)
- Date
- 1921-06-03
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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1,1 IUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 31S Nr. 44 Ein Musterland des Zionismus Die zionistische Arbeit Bulgariens Von Alexander G o 1 d s t c i n. Das kleine b 11 i g arische Jml.cntum, das nur SO(iO Familien ״״peiähr •DIKIO Seelen zahlt ״ml nusscliheb■ lieh ans Sephardim bestellt, stellt vom zwnisti• sehen Standpunkt aus ein Unikum vor. Die über• wiegende Mehrheit der Bevölkern״!.! zahl! eleu S c It c k e 1, Anli-Ziouismus im europäischen Sinne eles Worte* existiert überhaupt nicht. Us gibt mir iiiditzionistisehe Gruppen, die sieh in den Logen der B'ne Brith kou• zentrieren und zu denen die reicheren Elemente ge■ lutren. Musterhalt ist die Disziplin mul die stra1111n|e Organisation des Zentralkomitees 11ml der Orlsgiuppcn. liine starke Jugendbewegung, die ihr eigenes Organ ,,I I a i w r i II ti z. a i r besitzt, ist besonders in der II e b r a i s i e r u n g der Jugend sehr tati'׳. ,Die Arbeit des Zentralkomitees ist so ein• :״)׳.teilt, (lall alle laiiien.len (iesehäfte durch das Büro des Zentralkomitees in Sofia erledigt werden, alle Finaiizaiißelcßcnheiten im Fiuan/kommissariat in I» h i 1 i p p o p e 1 konzentriert sind, wahrend sidi das Palästina-Komitee in kustschuk mit den die Pa■!äsiinahmuigration berührenden Fragen beschäftigt. Charakteristisch für den die Arbeit beseelenden Geist ist die Tatsache, dali das Budget dieses Paläsiinabmlgcts durch die Bewilligung• von ■1 1׳ rozent des Unde t s a 11 e r j ii d i s c 1»e u G emei ud e tt gedeckt wird. Die 1 lauptursaclie der Stärke der zionistischen Org.iuisntion Bulgariens erklärt sich aus dem groben und iuttgjälirigeu Kaitipf, den die Zionisten mit der Alliance Israelite mul Rabbiner Ehrenpreis ge• iiihrt liahiMi. Es gelang den Zionisten, vor acht Jahren die Alliance Israelite aus dem Linde zu verjagen und sämtliche Schulen der Gemeinde zu übergehen. Die jüdischen Gemeinden, die rechtliche Anerkennung ge* nicflen, sowie auch das zentrale Gcmeiiulikmisisioiiimi, befinden sich jetzt überall in den Händen der Zionisten, Dies brachte selbstverständlich Reibungen zwischen den reicheren jüdischen Elementen und den Zionisten iiervor, da die erstereu verdrängt wurden. Das Beilentendstc, auf das das bulgarische Judentum hinzuweiscri hat, ist das Schulnetz, von dem Bulgarien durchzogen ist und für dessen AiuTcclitcrhaltung die grollten materiellen Opler gebracht werden. Im Anschluß hieran ist bezeichnend, dail ich überall, gleich nach meiner Ankunft*), schon auf dem Bahnhof aufgefordert wurde, als erstes die Schulen zu besuchen. Der hebräische Kindergarten und die Schule sind ein Gegenstand des Stolzes und der Liebe der ganzen lkvölkerung. Dem hebräischen Sprachunterricht und der jüdischen Geschichte wird in den Schulen sehr viel Zeit gewidmet. Der Kindergarten wird a u s s c 111 i e IS - lieh hebräisch geführt, so dal) die ganze jüngere Generation Bulgariens hebräisch vollständig beherrschen wird. Dieses Schuhvcrk ist um so schwieriger durch- Zufuhren, als das bulgarische Judentum weiter Lehrersemiitar, noch Lehrbücher besitzt. Deshalb wurde im vorigen Jahr in P11 i I i p p o p c 1 ein Lehrerseminar gegründet. Dieses Seminar nimmt Leute auf, die schon das Gymnasium absolviert haben, um sich nun ausschließlich der hebräischen Sprache und der hebräischen Geschichte zu widmen. Der Leiter ist eüi Palästinenser, Herr Gold mann, der wirklieh ein sehr großes Werk tut. Die ersten 25 Lehrer und Lehrerinnen, die dieses Jahr ihre Studien beendigen, sind schon für die Schulen und Kindergärten Bulgariens angestellt, weil der Mangel an hebräischen Lehrkräften ein sehr großer ist. Es wäre von größter Wichtigkeit, wenn in Jerusalem, Warschau oder Wien ein Zentralbüro bestände, welches Auskunft über Lehr• biieher, Lehrprogramme usw. für das hebräische Schuhvcrk geben könnte. Dies käme einem lebhaft ausgedrückten Wunsch Bulgariens entgegen. Was die Zionistische Organisation anbetrifft, so gibt cs in jeder Stadt zionistische F 1׳ a u e n v e r b ii!1 d e, Organisationen der studierenden zionistischen Jugend und musterhafte Organisationen des Maceabi. Der Maecabi, der im ganzen Lande verbreitet ist, hat ein Zentralkomitee in Ru st sch u k, wo auch sein Organ veröffentlicht wird. Als Mitglieder der Z10nistischen Organisation werden nur jene Schekelzahler anerkannt, die außerdem einen Beitrag an die Landes- Organisation zahlen, Um den Geist und die Disziplin der Zionistischen Organisation Bulgariens zu kennzeichnen, ist die sogenannte Dr. Ca leb-Affäre von Interesse, Dr. Caleb, das langjährige Haupt der bulgarischen Zionisten, Präsident des Gemeimlckonsistoriums und Mitglieil des Actions-Comit4s, mußte jetzt demissionieren und ist dadurch faktisch aus dem zionistischen Leben misgesduiitet worden, und zwar, weil er glaubte, daß der Moment gekommen wäre, den 11 i eh t z io n i s t i - sehen Nutatuln und reicheren Elementen Ko 11z es• sionen zu machen, um sie, durch ein Kompromiß auf dem Gebiete der G c m c i 11 d e a r b e i t, für 1varSd?״Zentralkomitee war dagegen, und Dr. Caleb ,nullte resignieren, Die Zionisten machten keinerlei Konzessionen Btto! Hi-rttn« Zt«»!"tlioho ■V״r*inlxtunf, Borlln 0 1«, )?,,ln!,:•׳״״«;:!,<״,ml ,111/11״•. l׳o»t״׳h״ak!״״־*o No.IIßOtl SW:, K111«1uvorw»ltunr( dar 8, Z, V. ‘«■.iässmb! ren. 5. «״•־ ll״!,r«l«l.a [.<•״'•1> »11«<!״ )Ult«•!®״ ■«*״»־• *•»• .träte VU (Hoi). - «00m״>t trist loh von 4-10 ülir. - Fast »110 i,.WrU11״«n Za!«־•“< »»»־״‘ M0«Uh«ft4 ״« W»tt Uo*״n ״!• - A1״k״״(l»«tollo ftlf holKilixolm A״f:0l0R»nheU.n - H״hr״»,״L« Uhror.ormUUu׳ - .*״rwffj.unU »U.r Fr1״u״t. <t« hol>ri״«eW S,.rnoho. Eintritt froi.__ SonnalimiATlöTrrmiTll. Jiml *״ •י׳״״יי Vhr ll»pofl-lla»«[r (AKinlntli-Aoliim), Gorrimnnntr. V9 llUKlli'111'm'iiiiimiilunK. Allgemein« Au»»j>raebo übor di» Arbeit. Klntrltl mir für (!hiiwerim. S01mtT«,'U0n 50.1111 »ü Ubr noc!<10lt»«K» Orappe CharloUanbur* Qomninpimior Aunflnff. Troflnunkt lUhnhof Charlotten• buvi? (iMtD*toi>4) mit Dillpt U. KIh'kh naob Ofau®*aW. AbODdoMou initliringon. ZI0«1!nll**<1t10r JuK0mtvrr«ln Itarll* WaistloranK «ach Ktmuaaberir — Tlefriue*. Troflpnnkt Alexau<l*r• platz. Iifthnhf*Xt*uhr,!.ttiiktl. 8 Uhr. Führorln: Alice K a p n. idrcMca - VctÜaderaagcttl A310 dorD. Z.V. worden von j*ci«r V«t ttuderuuK ihror AUroHfit) dam Büro •oiort Mitfoilunif tu mfediru. llontftir, 6 .Juni »Will» 8Uhr lllnjaii I11arr>*t in den HplohnrnalUon, Hplehoroatr. U ״Bor Auftitu Faliiatliiia, da• Werk der *«olutea JadenheU.M JM« Hodnor w״rdon tui don Afmeldngadnlan noch bekannt «(•«uban. ilittwooh. U011 H. Juni abend« 8 Ubr drappoOat,ind€ntTnion‘HaUn,Ur«i{»watdftrStr.222־{SitÄun^a2immor) (״Ohellscliaftaabind (lloaitation und jÜdiHclio Lieder). Eintritt Mk, 2. -#?.tobtatifteher Jug-endvorrlii Berlin, ]IeUb:ej0׳UtÄtr. abonda 8 Vhr Ua/IUtlonaaüe&d im Helm. ־Donmnwtfti*, don 0. .luni «bemia 8 Uhr tlruppo MidwcaUieh« Vororte, in der Wobuanq von ]lerrti Dr. Meyer, KtojjliU, 8ebd11«borK«r Sir. Id. iiMkuAHi0H1.11.0ud; ״Narb dem ItaltgUfUataK•** J)omj®1׳eJaK, d״n!8. ,Juni abonda 8 Ubr Üruiipe (!hartoitenburir. im Kasino*Koatournnt, VVibnoridorfur 8tr. 10 i Vortrag von n>*rrn Dr, pbil. E u!׳ o n Ttlublor: ״i-xB and Kritauratioo.** Turntafel des JQdUehao Tororerelna ßar Koehba, Berlin t. Mitniiorübtollunfl׳: Donnoratag 8-10 Uhr, Or- Hambarcer Str. 27 2. 8-10 ' ״ ״ 3. ״ Montag 8-10 1. FrAuounhtoilung: Duniioratag M־־i0 i3. ״ Montag 8—10 U. Mittwoch 8—10 1. Ju^endabtennnR: Mont, 11.Don. 8 —10 1• Scbülerabteil^.t Doußer»*Ug 0-8 SchtHorahtlg.Ohlbg.: « 6—8 1. Ü&dcbonabtoiltf.} 8—6 ״ Ü. ״ Mittwoch ^ad-־*Mj8 Miidehonidit.Cldbg.: Man 1 aj? FoobtorMolUkft: DIonnt-uK Charlb>f., 8ybel«tr. 2-i AnKaitatr. ♦17—(H, Aiiguntstr 67—<K Charlbg, Sybolatr. 2-4. Ittlandütr. 10. WolOonburKor Btr. 4a. Woiß׳mbur^or Btr. 4 a. Ohartb«., Hybcleir. 2 4. A n {tu * t b tr. 07—GH. ItrJandstr. 10. Oharlbj?., Sybolitr. 2-4. AujcOatiitr. 67—08. b 1 ־־U BportabtoUwnKt B«brUtfabrerudrttaHe, ft »n• Koftlar, Wilmoradarf, l'unlKbornar Str. 67. Alter*Horrv>n• Buu.Ij Schriftdül»renulre«aet Julia• Levy, Tilo- Wardonborg •StraJiu 12. KaiturdoKeraat dar B. V. ÖabriUanber Ktmlerfcmrtea Waafc, Im OrthopMiaohan Tarulnstitat FrLZompolburp». Kiwonaohor Btr. 2 (uaho Kieiauu.). Von Uon* to{? bi« Froit.a10 זין—I Uha. flobriiUcber EhidcrKploInachmUta^ Kord «reif b*i Frau Friodl&ndfir, HoUtolnorUfor2l, Jeden Diouatajr n. Hoanobond von V^4—6 Uhr, An ailmtlinhen Küutor(rilrton und äpiolnaohmittagon köimon •ich nooh Kinder botoüiKoa. 6111 orhaltun auf Wunsch!Irr Ortsgiuppim unentgeltlich die MirnfttsscUrift ״Das Neue Pßlilstln«C‘. Es wird dringend gebeten. Die bereits bei früherer Gelegenheit eingesandten Adressen müssen noch wesentlich vermehrt werden Versendung erfolgt ausschließlich durch unser Büro KEREN HAJESSOD Zentrale für Deutschland Berlin W 15, SllehsiwihcSlraße 8' Sprecbsaal (Ohne Verantwortung der Redaktion.) Auch ein Diskussionston Die verhängnisvolle Planwirtschaft, Herr Umk.lt' Saiuuvl ixt Sozialist unklarer Konti!!• und Planwirtschai'iliT. Jedoch seihst die Tatsache, daß die klein׳,• Sekte der Pkmwirtschaftler bekanntermaßen mit außerordentlichem Fanatismus an ihrer Idee hängt berechtigt ihn nicht dazu, in der ״Jüdischen Rundschau" einen Diskusshmsion anzuschlagen, wie mau ihn glücklicherwcise bisher in dieser Zeitung nicht gewohnt war Herr Samuel findet meine Be-,p1ed!1m;•׳ der Schrift des Herrn ״C nrlWil 11 e 1!״•< (alias Oito Neurath) über die Planwirtschaft in Palästina niclit sachlich genug. Er verwechselt offenbar die ״Jüdische Rundschau" 11 nt der hoffentlich künftig einmal bestehenden £.cvtscnriu lur pnhistiiicnsisclic Volksvvirtsch»1ft Es braucht kaum erwähnt zu werden, daß Herr Saume! sich Mi״ I1,״ tfc,ci?״nctcr Stdle >״ zahllosen Auf• s.itzen das Problem der Planwirtschaft behandelt, jedoch wie gesagt, an geeigneter Stelle. In der ״jüdischen Rundschau‘ kann cs sich nur darum handeln^ die Quintessenz solcher Fachbehandlungen zu verwenden Cf* Wo Herr Samuel findet cs seltsam, daß ich gnmdlegcaT ökoivomisch-psvcho'.ogisthe Erkenntnisse verwemle, SFn e.an/cs Denken, wie überiiaupt seine Neigung zur |״1׳n. niriscliaft, entspricht vö'.'ig der impsyciio'.o^isihin I;j_ pcnicuratmosph.iie des neuen Deutschland, d:e, a.u d<a״ »reiißischciv Miütnrisnuis erwachsen, ungern pwd!<׳. logische Momente in Reelmun;; zieht. Dcmioch ist r,c. in,als ein sch.irferer Angriff gegen d:e Zwan:!s;ev,c;!;v verbände im Sti'.e Rallienau-Mölleiulorfs, die ״Gari Vv’i:. heim“ nach I*al;istina übertragen will, gemacht wor,le:t1 als ■euer von mir gestreifte, aus den Schriften von lg Tiburtius stammende Nachweis, daß die Zwaugsgc ,׳,«;> verbände automatisch jede Entwicklung hemmen iuism», daß in ihnen der Einfluß, der Egoismus und der!;■> harrungswiüe der einmal bestehenden stärksten /a. gehörigen Potenzen sich gegen die wirtsdiaftlieiic l'uliunft und Entwicklung durchsetzen wird. Schon ün Geschichte des Zunftwesens bietet da Lehrreiches geua;, l'cbrigens war auch der Merkantilem״*, Herr S.uiia," dnreiiaus eine Pku1wi!־tscha:'t, zum mindesten eine Stufe, und seine Erfahrungen können uns sei!.״ Lehren geben. Was Samm-t noch positiv für eine pal G;i״,usische Planwirtschaft anlührt, ist so schwach, dal) ל:;|; eine Widerlegung kaum vcrlohiit. Was soil man (|; sagen, wenn Samuel dadurch die Möglichkeit einer PI;׳:;■ Wirtschaft inmitten einer kapitalistischen We'iv,irU1b.1t: beweisen will, dali er auf da* Zusammcnaibeiten der btimiencn Wirtschaft Deutschlands im um! uiiinittcB.jr nach dem Kriege oder gar der gcbutulencu riusiwlg׳!! Sowjet-Wirtschaft mit der freien Kapibilwirlsehait <!n AuslaiKtes hinweist? Herr Samuel scheint an/.miihmrn. dal) Deulsdilantl oder Rußland durch diesen Z;1st;>:;:| gewonnen hätten! Natürlich wird eine gebundene Wir,- schaft irgendwie mit der übrigen Welt in Verkc.'i;• iretcu; was jedoch dabei herauskommt, hat jeJer Hmger DcutscItlanJs oder gar Rußlands am eigenen Fe: :1■ deutlich genug verspürt. Herr Samuel beweist <'s Gegenteil von dein, was er hewei-ea will. A!'0 I,;. wegs vernünftigen Theoretiker, sowo!,! So/ialisten \,ic Bürgerliche, sind sich darüber klar, daß ein ein/e'ms Land nicht zu sozialistischen oder halb:,ozialUi,sehen Wirtschaftsmethoden übergehen kann, dal! diese im he-un TUT• mir möglich sind in der ״einheitlichen, tö Frahvcii sozialistischen Weltrepublik“, d. h. in einer ciniicTUvh dirigierten Weltwirtschaft. (Herr Simue! nehme iiher sozial'stisclu• Grundfragen eine Lektion in Kautskys neuer Schrift über ״Georgien“.) Herr Samuel hat geglaubt, iigenlwie für vermeimliehe, in sich aber bis heute noch nicht geklärte Ideale des Hapoel-Hazair cintrvten zu müssen. Es war an 'lon wie im Inhalt ein Versuch mit uniaiiglichen Mitte!״. Erich Marx. Zionistischer Arbeiternnd Handwerker-Bund Der Zionistische Arbeiter- und Ifaiuiwerkerhiiiid, der seit einem Vierteljahr bestellt und mit dem Verband jüdischer Ingenieure zusammen arbeitet, wäre in der Lage, verschiedene Aiisbildungsmöglichkciten mit Hilfe deutscher interessierter Kreise zu linden. Diese Kreise haben ein Interesse daran, zionistischen jungen Leuten io Deutschland eine Ausbildung z!t gewänren, die sic in Palästina verwenden können, und' zwar kämen auch Ostjuden dafür in Betracht. Von Wichtigkeit ist dabei, daß der Lebensunterhalt der Lehrlinge während der Ausbildungszcit von ilrncii selbst bestritten werden muß. ln erster Reihe kommt die Ausbildung im Bau fache in Betracht. Es bestände die Möglichkeit, von staatlicher Seite aus einen besonderen Kursus einzurichten, der eine Gelegenheit bieten würde, sich als Bauarbeiter für Palästina vorzubildcn. Ich glaube, d : die Ausbildung im Bauhanckverk neben der lamlwirtscliaftlichcn Ausbildung die wichtigste Fachausbildung die für Palästina in Betracht kommt. Der Kursus würde evtl, in einer mittleren Stadt in der Provinz Ponunem. stattfinden, vorausgesetzt, daß eine genügende Zahl von Leuten, etwa zwanzig, teilnehmen würden. Weiterhin_l:cf$en_sich Aiisbildungsmöglichkciten amh für andere Facher finden, sc. z. B. als Betouiercr. Leitier wird es nicht möglich sein, ganz, unbemittelte Leute in derartigen Kursen zu verwenden, da diese mein öffentlichen Einrichtungen natürlich nicht den Lebensunterhalt der Teilnehmer tragen können. Wir bitten zunächst um •Meldung Einzelner an den zionistischen Arbeiter- und Ilandwerkerbund, August- Straße 17,!1 Trp״ auch mit Angabe der Gegend, in der sich der Teilnehmer befindet, und wir werden dam! auch tür Einzelne Schritte unternehmen, um ihnen ei.ie Aufnahme in derartigen Aushiklungsstätteu zu ermugheilen. Nähere Mitteilungen können erst gemacht werden, nachdem cs sich übersehen läßt, ob derartige Kurse genügende Beteiligung finden würden. Wir buten 11111 baldige Meldungen. Zionistischer Arbeiter- 1uul Mandwcrkoibund. gez.: Dr. Walter Breul). Hebräische Sprachschule In Berlin. uvii ^/c u, nי11,1:* ״ ^a n ‘ 11 r d a s So!11 m erst m oster 1 ן (behullokale: Ilochschule tür die Wissenschaft de* Judentums, Artilleriestr. M; kauiiii iiiniscln־ Schule, Stattff«״ Jüdische <ietneiude, Ofanienhufger Straße 2־); Misrachibüro, Monbi.ouplatz 1; Synagage. gei“stCr1S5217y~8°; Ziortistischcr Jugendvcrcin^ HcDge- A. Klassen mit 5—6 Wochcnstundcn für Er wach sc ne: E Stufe (1. Semester): Montag bis Freitag 7■ hu «1/s Uhr morgens, Hochschule. 3' f.1׳' n! i’cn1cster): Montag bis Freitag 7! , hi- , jj- Uhr moi-gens, Fasanensynagoge. 4. Stufe (4 Semester): Montag) Dienstag und 5 Uhr abcnds. Jüd. Gemeinde. fw,.r0 ״ C7U'Mot‘t:,K. Mittwoch und Sduile ß 7 ) Ulr ־',bcm!-s• Kaufmännische B' ltC2cn)1:aSSC'* (dreimal wöchentlich zu cinciuhaT 11 SÄcil4,?:S?r).:,u M.ontaff• Mittwoch und ag 6 7!/2 Uhr abends, Misrachibüro, Bn* an• Oc «».» wr Bi de He ha de;1! r