Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 43 (31.5.1921)
- Date
- 1921-05-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 311 43 mik“ 1'IU‘IJ >o 1. und lcpu- )licil, rillig aus osoii der vorbloß dien koneben (lan Abcten amit das ierte .‘11 cli lang ling Regenbat leite den. tster schet er Ben, üdi- ר des f steil: äneein •lin), ^bg. cho- 1 er, k in Kinage. am <on» der tarnt ung iistiin er xe- Dr. ntes der »pen tatites der iah* das hui- «he die «he!ule 300 I |ü - die der ten »1- «ä* latt das Ult, un* ent gas t Nr. 43 Bäderpropaganda Von Dr. Georg Wöllstein. Die gegenwärtige zionistische Situation verlangt von ״ns, dali wir unsere Ideen in weiteste Kreise tragen. Schon beginnt sieh in der nichuionistischen deutschen Judeiihcit der Gedanke des Kercu Hajessod durchzu- ,etzeit, und man versteht, daß man sieh dein grandiosen Werk des Aufbaus Palästinas nicht entziehen kann. Eine in den letzten Jahren wiederholt versuchte 1 ielegcnheit, bei Nichtzionisten tätiges Interesse für den Aufbau Palästinas zu erwecken, ist die Bäder- Propaganda. Die Bäderpropaganda kann lucht für den Keren Hajessod durchgeführt werden; denn der Keren Hajessod ist keine Angelegenheit, die inan mit Menschen auf der Strandpromenade oder im Kurhaus- -aal eines Badeortes besprechen kann, da er eine gewattige Abgabe vom Vermögen und Einkommen ver- Jangt. Wohl aber ist es möglich und im Interesse des Keren Hajessod sogar erwünscht, in diesem Jahre eine Bäderpropaganda grollen Stils zugunsten des Nationalfonds durehzufülnen. Im Badeort sind die Juden nicht so abhängig von den Einflüssen der gewohnten Umgebung, sie sind frei von gesellschaft- Hchen und geschäftlichen Verpflichtungen, und manch einer, der sich in seinem Wohnort niemals die Zeit nehmen würde, zu einer Versammlung zu gehen, wird im Badeort zu uns kommen und dort erstmalig Genaueres über den Aufbau Palästinas erfahren. Die Spemle, die er unter dem Eindruck der Versammlung für den Nationalfonds geben wird, wird keine Beeinträchtigung der später, im Herbst oder W inter, an ihn herantretenden Keren Hajessod-Aktioii sein, sondern wird sie im Gegenteil vorbereiten. Es ist eine alte zionistische Erfahrtmg, daß man die Menschen an den Stil, in dem sie Geld geben müssen, 1angsam gewöhnen muH. Derjenige Niclitzionist, der m Badeort von den! Aufbau erfahren und für den Berliner Kalender Bftroi BatUnat Ztonlatlaoko Yoralnltcun*, Berlin 0 18, Sardatairala 0 Talaphun! ZoatramBtlH/15 . PoiUohAokkoato No. 19008 B«rHa NVV1, KaatanTorwaltaac der B. Z.V. BahrMatha UNkiltl 4*1 Eaiitardaaaraat* 4•* B. Z, V. Dnfour 2a (Hof). — OtOftnot t&glloh von 4-10 Uhr. — Falt «11• faabrMaohon Z»ltan«»n a«d Moaatahaft» derWaH Uo(«n •0• — Aaakuialtaaloü* für hobr&Uab• Angolosouh«U«a. — HaBrSiaoh* LchrorvormUtlang. - Traffjmukt ail׳r Froand« 4«r habrslaohaa _ Spraoh». Eintritt i r * L ddreuea - Variadtraafail All* Mltgllodor dar B. Z, Y, watdeo g«b«ton, von j*d*r VarSndaruag Inror Adrenao dom Uiiro •ofort Uittolloo* *a maobaa. b0D0iniäg7 dou'ärifin( abosda 8 Uhr Orappa Kord, ln dar Konditor•! Wobor, Hoaonatr. 18 Vortra* von Herrn Hago Wolf •rmann: _»Uaricht über Jan Dalr *larlait«*.“ Soonaband, 4, •Tnnt abanda 8 Uhr HapoBl Haaafr (Ajfailath-Aohim), Oormannatr, 29 MltglteilarranaamliiB(. Allgemein« Auaapraoha (tbar dir Arbeit. ־ Eintritt nur für Chnworim. Honntaz, den 5. .luni 3H Uhr nachmittag■ Ürupp« Charlottanbarg (lomainaamor Aaaflug, Troitpuokt Bahnhot Oharlottonkarg (Balmatelg) mit Billot 8. Klaaae nach Qranawald. Abordotaon mitbriogon. Miltvrooh, don 8. .tnnl abanda 8 Uhr QrappaOatitndanUnion-Htllas, OraitawaldarStr.mtältanngaiimmar) Uafollaehaftaabtad (ito’/.italion «nd jüdiaolio I.iodor). __l’ilntritt Mk. 9.—, KalturJoiernat dar B. Z. T. Babrllsehet Klndorgart«* Want, (m Orthopitdtaohos Tnrnbutitnt FrL Zempolbnrg, Eiaonaoher Btr, 2 (nah* Kleiatatr■). Yon Uon. tag bi» Froitag 10—1 Uh*. Babrdiichar Klndcraplelnacbialttag Itordwaat bat Fraa FriadlSndar, Holatoinor UforSl. Jeden Dienstag o.Sonnaband von )4׳*—SUbr. lebrälacher HptalnaebmltUg Kord, Dionatag nnd Froitag von 4—8 Uhr ln dar Wohnung von Fr»n Ortlnbaum. Invalidonatr. lt'A An a&mtliohon KindorgUrtcn und äplalnachmittagon kOnnan *ioh noch Kindor botoiligon. reifs in tler nächsten Zeit an die jüdische Oeffcntlichkcit herantreten mit der Bille, ihm die Weiterführung der Arbeit durch schleunige Finanzierung zu ermöglichen. Es steht außer altem Zweifel, daß dann auch aus Amerika weitere Mittel fließen werden. Nach der Stellungnahme aller Verbände steht schon jetzt fest, daß das deutsche Judentum weiterhin mit aller Kraft daran arbeiten wird, die ■Arbeit des Arbeiterfiirsorgeamtes zu ermöglichen. Schekelakiion An die Ortsgruppen und Vertrauensleute ergeht erneut die dringende Mahnung, die Schekelsammlung unter Anspannung aller Energien fortzuführen. Die Schekeleingänge können nur dann als befriedigend bezeichnet werden, wenn jede Ortsgruppe durchschnittlidi das Dreifache ihrer Mitgliederzahl an Schckaliin aufbringt Die Frist zur Ablieferung der Sehekelc i n g ä n g e wird hierdurch bis zum 10. Juni' verlängert. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Sächsische Str, S. Bankkonto: Nationalbank für Deutschland, Depositenkasse, Berlin W 15, Kurfürstendamin 211. Postscheckkonto: Berlin Nr. 8(WI. Berichtigung: 1. ln dem Bericht über den Delegiertentag fehlt in der Liste der Zentralkomiteemitglieder der Name von Dr. F. L e s s e r, Mannheim. 2. ln der Präsenzliste fehlen die Namen von Dr. Victor, Wandsbek und Dr. S, Schwarzschild, Frankfurt a. M. Nationalfonds 500 M, oder 1000 M. gespendet hat, wird für den 'Maasser viel leichter zu gewinnen sein, als der, der noch nie daran gewöhnt wurde, irgendwelche erheblichen Summen zu geben. Es erscheint darum als .eine wichtige zionistische ׳ ü genwarlsatifgabe, die Sommermonate zu intensivster Bäderpropaganda auszunutzen. Jeder Zionist sollte umgehend der Notionalfonds-Zentrale für Deutschland, Berlin W15, Sächsische Str. S, mitteilen, in welchen Badeort er geht und wo er wohnen wird. De Aktion in den Badeorten kann nur gelingen, wenn .ich an jedem Orte drei bis fünf Gesinnungsgenossen um die Vorbereitungen kümmern. Sie müssen für •den Saal (am besten den Speisesaal eines koscheren Restaurants) und die Propaganda zum Besuch des Vortrags sorgen. Die beste Propaganda ist die Einkiditng von Manu zu Mann. Daneben werden Plakate m dem oder den jüdischen Restaurants, eventuell auch Annoncen m der Kurzatmig und Plakate an den Anschiagsiiulen in Frage kommen. Wo dies nicht angängig ist, wird man zu brieflichen Einladungen an diejenigen Juden, deren Namen man aus der Kurlistc feststcllcn kann, greifen müssen. Die Nationalfonds־ Zentrale für Deutschland ist bereit, Redner, Lichtbildervorträge und anderes zur Verfügung zu stellen und jede irgendwie gewünschte Unter- Stützung zu erteilen. Die Arbeit kann sidi aber unter den heutigen schwierigen Bedingungen nur lohnen, wenn möglichst viele Zionisten, mindestens alle, die ein Bad aufsuchen, sich in den Dienst dieser Sache stellen, Die Bäder- Propaganda ist nicht nur dazu bestimmt, dem Nationalfonds größere Mittel zu beschaffen, sie ist wie oben betont, auch eine Möglichkeit der Vorbereitung unserer Winterarbeit, Der Gedanke der Dienstpflicht hat sich in Deutschland noch immer nicht in dem nötigen Maße durchgcsetzt. Zionistische Dienstpflicht heißt, daß man •den Maasser an Zeit dem jüdischen Volke zur Verfügung stellt. Einen Teil dieses Zeitmaassers während der Sommerfenen abzutragen, dazu hat jeder Zionist Gelegenheit, und da für den Badcaufcnthalt etwas anderes nicht in Frage kommt, so gehört dieser Teil der Bäderpropaganda des Nationalfonds. Wir erwarten daß jeder Zionist sein Möglichstes tut, um die Nationalfonds-Zentrale für Deutschland bei der Durchführung der Aktion zu unterstützen. Teilt sofort eure Bäderadressen mit! Kümmert euch um1 die Vorbereitung der Versammlungen! Hellt zum Gelingen des Werkes! An jüdische Juristen! Die jüdischen Juristen, besonders aber die Red»! Wissenschaftler innerhalb der zionistischen Bewegung äoimün sich ein großes Verdienst um die Kulturarbe und den geistigen Aufbau Palästinas erwerben, wen ‘•IV ihrcsteil9 für die Jerusalem-Bibliothek täti waren, ln Jerusalem macht sich et ״tsotulcrcs Bedürfnis nach juristische Büchern geltend. Auch nach solchen i deutscher Sprache. ... *n jedem Rechtsainvaltsbüro gibt cs juristiscl »uclier, die dort nicht unbedingt gebraucht werde m jedem solchen Büro werden juristische Zeitschrift( -ehaiten, auf deren Sammlung die Inhaber keinen We!!?w11' e Zeitschriften und Werke sollten : ״ ntöglieh der Hauptsammdstelje der Jer .etlem-Bibhothek, Prof. Dr. Heinrich Locwe i *c.r ‘n Ny 52 Flemingstr. 12, zur Verfügu! gestellt werden. Besonders ist an Gcsc tzessamn futigen, an Sammlungen von Entscheidu gen und an jit rl«tischen Zeitschriften a legen. Aber auch gute Lehrbücher und Wissenschaft»(: Abhandlungen sind dringend erwünscht. In Jerusalem gibt es eine juristische Schule (Boamtcnscbulc), die der Unterstützung durch Gewährung von Büchern hedarf. Außerdem wird eine juristische Bibliothek durch die Schaffung des höchsten jüdischen Gerichtshofes (Beth- Din-Eljon) notwendig. Beide Institute müssen mit der modernen juristischen Literatur und Wissenschaft danerndc Verbindung haben. Es ist eine Ehrenpflicht, gerade der unter uns so zahlreichen Juristen, nicr helfend einzuspringen und für die Schaffung und den Ausbau einer juristischen Abteilung der National- und Universitäts-Bibliothek zu Jerusalem Sorge zu tragen. Wir hoffen, daß dieser Appell an die jüdischen Juristen nicht ungehört verhallen wird. Vom Arbeiterfürsorgeamt Am 27. April tagte in Berlin die Vertreterversammhing des Arbeiter,iürsorgeamtes der Jüdischen Organi- Stationen Deutschlands. Zu Beginn der Tagung gedachte der Vorsitzende, Flerr Dr. Siegfried Moses, Mitglied des Präsidiums des AFA., noch einmal in warmen Worten des inzwischen verstorbenen Generalsekretärs Fritz Mordochai Kaufmann, Dr .Moses widmete dem bisherigen 1. Vorsitzenden des AFA״ Dr. Bernhard Kahn, der für die Zeit seiner Tätigkeit als europäischer Direktor des Joint Distribution Committee aus dem Präsidinun des AFA. ausscheidct, warme Worte des Dankes. Er begrüßt die Erklärung des Herrn Dr. Kahn, daß derselbe auch weiterhin seine Kräfte dem gemeinsamen Werk zur Verfügung stellen wird. Nach Erledigung der Formalien erstatteten dann die beiden Sekretäre des AFA., Herr Dr, Werner Senator und Herr Alfred Berger den Bericht über die Tätigkeit des AFA. Durch die neuartigen Methoden des AFA., durch die energisch und mit Erfolg versucht winde, die soziale Fürsorge produktiv zu gestalten, ist außerordentlich viel erreicht worden. Das AFA. stellt für die oft von ihren Heimatstaaten nicht vertretenen, oft auch staatenlosen ostjüdischen Flüchtlinge eine gewissertnaßen ״konsularische" Hilfe dar. Im Einvcrnehmen mit den Behörden wurde vom AFA, die Legitiniiernng der Flüchtlinge durchgeführt. Erst jetzt war cs möglich, ihnen Ausrcisemöglkhkeitcn zu verschaffen, sie in Arbeit zu bringen usw. Hierbei muß erwähnt werden, daß ein außerordentlich großer Teil der ostjüdischen Einwanderer in Deutschland während des Krieges zwangsweise auf Befehl der Obersten Heeresleitung nach Deutschland gebracht worden ist. Diese Menschen konnten nicht zurückkchrcn, die Heimat war und ist ihnen verschlossen. Es war notwendig, sie während ihres Aufenthalts in Deutschland produktiven Berufen zuzuführen, fn Gemeinschaft mit dem Jüdischen Arbeitsamt ist dein AFA. die Lösung dieser Aufgaben über Erwarten geglückt. Wir haben heute in Deutschland Tausende und Abertausende wirklich produktiv schaffender ostjüdischer Arbeiter. Im rheinisch-westfülischcn Industncbezirk sind zirka 12 000 bis 15 000 ostjüdische Arbeiter beschäftigt, davon zirka 3000 unter Tag in den Kohlenbergwerken, ebensoviel im Berg- und Hüttenbau, der Rest als Ffandwerker in den verschiedensten Groß- und Kleinbetrieben, Es ist dem AFA. ferner gelungen, die Errichtung von Konzentrationslagcrn für Arbeiter bisher zu unterbinden; anstatt in Konzentrationslagern langsam körperlich und moralisch zu verkommen, arbeiten heute die Flüchtlinge und ernähren sich ehrlich von ihrer Hände Werk, v Die Vertreterversammlüng sprach der Tätigkeit des AFA. ihre vollste Zustimmung ans und war sich darüber einig, daß nunmehr, da die reichen, amerikanischen Gelder nicht mehr fließen, in Deutschland selbst genügend Beträge aufgebracht werden müssen, um das werk mit aller Kraft weiterzuführen. Es ist zu hoffen, daß dieser Entschluß wirklich in die Tat umgesetzt wird. Das hier begonnene große Werk, an dem alle deutsch-jüdischen Verbände im engen Verein mit den ostjüdischen Organisationen gearbeitet naben und arbeiten, darf nicht zerfallen, sondern muß weiter««- führt werden, Das Arbeiterfürsorgeamt wird daher be* Vertreteiversammlung der Berliner Zionlstischea Vereinigung ln der Vertreterversammlüng vom 3. Mai wurden die vom Vorstand getroffenen Wahlvorbereitungen ge nettmigt. Ein Antrag von Herrn Norden, lautend: ״Die Vertreterversammlüng der B. Z. V. beantragt, der Dclegiertentag wolle sich auf den Boden der Hamburger Resolution stellen“, wurde nach längerer Debatte in folgendem Wortlaut angenommen: ״Der IXdegicrtenta״ wolle gemäß der Tendenz der Hamburger Resolution ein geschäftsführendes Direktorium aui möglichst breiter Grundlage wählen, das sich auf ein festumrissenes Koaiitionsprogramin stützt“. Ein Antrag von Dr. Ernst Wöllstein, lautend: ״Vom 1. Juli 1921 ab ist kein Zionist mehr zur Bekleidung eines zionistischen Ehrenamtes zuzulasscn, der sich geweigert hat, seine Pfüchten gegenüber dem Keren Hajessod zu erfüllen“, wurde mit 8 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Gegen den Antrag wurden sowohl prinzipielle als auch taktische Einwände erhoben, vor allem, daß es momentan nicht angebracht sei, einen Bcschhiß zu fassen, bevor die Keren Hajessod-Frage nicht endgültig vom Kongreß gercgelt sei. Auf Grund dieses Abstimmungsergebnisses legte Herr Dr. Egon Rosenberg sein Amt als erster Vorsitzender der B, Z. V. nieder. Er könne nicht an der Spitze einer zionistischen Organisation stehen, die es anlehne, von den Zionisten die Erfüllung ihrer selbstverständlichen zionistischen Pflicht zu verlangen und die es dttkle, daß Leute an verantwortungsvoller Steile stehen, die .die Maasser-Zeichtvung verweigern. Die gleiche Erklärung gab Herr Dr. Georg W o 11 s t e i n ab. Da er ausdrücklich in den Vorstand gewählt worden sei, um die Keren Hajessod-Arbcit in der B. Z. V. durchzuführen, so sei ihm durch die Ablehnung dieses Anträges die Möglichkeit genommen, die Maasser-Forderung wirksam zu vertreten. Flerr Frank gab namens des Vorstandes einen Ueberblick über die augenblickliche finanzielle Lage. Es habe sich im wesentlichen, nichts verändert. Die Einnahmen haben sich im Rahmen des im Januar genehmigten Etats gehalten, die Ausgaben sind uni 9000 M, geringer gewesen, die Schuldenlast ist nach wie vor die alte. Die Extrabeiträge, die das Dcfezit decken sollten, sind nur in geringem Maße cingcgangcn. Der Etat wurde daraufhin auf ein weiteres Vierteljalir bewilligt. Vertreterversammlüng vom 10, Mai, Zinn IHinkt Neuwahl des Vorstandes wurde vorgeschlagen, daß die noch verbleibenden Vorstandsmitglieder die Geschäfte bis zum Zusammentritt der neu zu wählenden Vertreterversammlüng weiterführen sollten und Herr Df. Herlitz bis dahin das Amt des ersten Vorsitzenden übernimmt. De Vertreterversammlüng beschloß demgemäß. Folgende von Herrn Garbatzki eingebrachte Resolution an den Delegiertentag der Z. V. f. L>. wurde angenommen: ״De Vertreterversammlüng der B. Z. V. gibt ihrer Ueherzeugung Ausdruck, daß im Augenblick die bisher vernachlässigte wirtschaftliche Betätigung für und in Palästina die größte Wichtigkeit erlangt hat. Sie ,bittet daher die Mitglieder aller Parteien, auf dem Delcgiertentag diese uawirtschaftlichcn Aufbaufragen Palästinas •in den Vordergrund seiner Beratungen zu stellen.“ Vom Vorstand wurde beantragt, die Statuten der B. Z. V. zu ändern. De Vertreterversammlüng soll nicht wie bisher nach fraktionellen Gesichtspunkten zusammengesetzt sein; infolgedessen sollen die allgemeinen Wahlen abgeschafft und die Vertreter nunmehr von den Bezirks- Periode der Vertreterversammlüng erwiesen habe, daß man nicht reif für das parlamentarische System sei. Die Vertretervcrsammulng habe zum größten Teil Dskusstonen über politische Streitfragen geführt, es sei jedoch nicht möglich gewesen, praktische Arbeit zu leisten, Kommissionen zu besetzen oder sie arbeitsfähig zu machen. inWgtde»*«?* mikse die V«rtreterv׳er«mmlung