Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 42 (27.5.1921)
- Date
- 1921-05-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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J UED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 42 Seite?04 Die Führertagung des Jugendverbandes Zu 11er Führertagung des Verbandes der jaüi^eiien Juge.ndvereine Deutschlands, die am 15, ,.md 16. Mai 1621 in der Stadthalk' zu Cassel abgchalten wurde, waren etwa 200 von den einzelnen Landesverbünden entsandte Führer erschienen. An beiden Taeeu wurue nur in den Aiorj'ciisttnuleii von 8 bis 1 Uhr gearbeitet; der Rest des Tages vurde_ zu gemeiiisdtaltlicheii zwanglosen Spaziergänge» auf der in herrlichster Bliiieitpracht prangenden Wilho'.mshöhe benutzt, wo die empfangenen Eindrücke lebhaft weiter verarbeitet wurden. Alitglieder der evangelischen Jit- }׳eiübftmic, die gleichzeitig i:t Cassel tagten, wohnten de!1 Verhandlungen mit besonderer Aufmerksamkeit bei. Der erste Tag, dessen Thema lautete: ״Der jung- •üuisihe Führer, sein Weg tutd Ziel״, wurde durch l)r. Gustav Löffler eingeleitet: Wie ist der jüngeren jüdischen Generation ein׳' innerer Malt zu geben? .Menschliches Denken auch i!1 seinen stärksten A1ts-_ Wirkungen ist nicht ausreichend, 11m den Jugendlichen in heiliger Not Itilireidt zu sein. Halt gibt es nur in der bewtiliten Hingabe an die geoffeiiiuile jüdische Religio)!, die als die bedeutendste Kraftquelle für den jungjiidisdten Menschen in Frage kommt. Kurt Neu schlug eine sclnrf iMiliviihialistisdie Note au, wandte sich gegen jede Sch.ihlo.iisieriing in vier Jugendhewegimg und verlangte Förderung des den Führern anvertratueu Meitschenmatcriah entsprechend den jewenigen kiimanlagen des Einzelnen. Ihm cMgcgnetC Rabbiner Pr. Emil Co h n - hon״: Das krisenhaiie der heutige:! zeit sei als ein Erbteil des rationalistischen Fi. Jahrhunderts zu betrachten, das zus.unmengestiirzt ist, wie überhaupt i!1 gewissem Sinne d a s Judent um die Krise in Pc r m 1 r 111 7 s 0 i, da die Juden eigentlich stets im Zustand seelischer Spannung und der Kits.-1 geveaen seien. Die heutige Krise sei eine religiöse, ihn wnhi'h.iitiges j 11:1 ׳״jüdisches Lrzieiimig's- Programm lasse sich aut natmnaljiidischer üru idlage allem nielit authaucn, ״Zurück zur Religio,־.!" das sei die einzig rettende Losung. Nach mehreren Rednern 1.1d einem Sei!!ußw.״!rt Löttlers wurde die Erörterung: geschlossen, die u. a. das interessante Ergebnis zeitigte, dali seihst die orthodoxen Mitglieder der Versammlung׳ einem Vtirsch'ag der Verbamlsleitung zusiimmtc.i, dal! eine Konteren/, zwischen einigen Rabbinern und jugendliehen Führern einhenit'e.» werde, die den Versuch machen solle, i>1 kleinen viemeiuschafim einen Gottesdienst dem Empfinden der Jagend entsprechend zu gestalt״!. Die geliobmte Stimmung des erste 1 Inges wirkte offensichtlich am zweiten Tage nach, v>b schon, man sich hier mit den Problemen des Tages beschäftigte. Die Stellungnahme des Verbandes zur Palästinanage wurde nach Reden von R o sc u 111 a 1 - Hörde, Alfred Apfel, Karl Lö w e1.׳ s t c i u - Aachen, David Krombach, Hclntidt Rindskopf, Tseherniki- Main/, Dr. Emil Cohn-Homi, in der von der ״Jüd. Rurdschau" bereits veröffentlichten Einschließung iiiedergeleg'i. Die Eiitsd'.iieliung wurde einstimmig ftitgenommcn, was ungeheuren Jubel hervorrief, und die Dr. Apfel, auf dessen tmermiullichc Bemühung».־!! diese Stellungnahme in hervorragendem Malle zurückzufüliren ist, zahlreiche Glückwünsche ein trug. in der nachfolgenden Ostjudcn •Debatte erging die einstimmige Aufforderung an die Leitung, alle Vcrbntuisvcreine aiit'/ulöriierii, ihre Satzungen so ein/iirichtcu, dal! Ustjuden in die Vereine cintreton können. Es wurde ausdrücklich und übereinstimmend betont, tlaii der Verband eine durchaus warmherzige Einstellung auf den ostjüdischen Menschen, der als Bruder zu betrachten sei, verlange. Von verschiedenen jugendlichen Vertretern wurden interessante Einzellieiteit über praktische Versuche gemeinsamer Arbeit mit jungen Ostjudcn initgcteilt. Heber die bekannten Beschlüsse des Central- Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens referierte Dr. Cora Berliner, die bedauerte, dali mau in diesem Fall von seiten des Centralvereins ganz unnötig die Kluft zwischen den Generationen erweitert habe. Sie machte dem Cemralvereins-Vorstand Vorschlimmster Sorte" getrieben Italic, indem er die . fülle, die man dem Ceniialvereiii als Abwehrorgan gern gegeben habe, millbrauchr habe zur ge Vergewaltigung der ernst mit den Problemen kämp lugend. Jetzt, wo es gelte, die Reihen zu sch wo sich Ungezählte zu brüderlicher Zttsammci ziisainmenstliüellen wollten, reihe dieser Bc künstlich wieder A b g r ü J1 d c a u f, vv; bedauerlich sei. Unter stürmischer Zustimmtin Versammlung erklärte Rednerin cs als {»nicht de bandes, solche Dinge in der 0 e f f e 1t 11 i c 1 aufzudecken, um ihre Wiederholung zu vern ine vrvvv.net mit Bestimmtheit, daß die so dr notwendige Abwehrarbcit auch von der Jugend kaimt mul uioerstütz.t werde. Hoffentlich gelin dut Gentraherein von seinen Beschlüssen abzub die weit J1 Vc.״!'?faW <01gelld4i Htehf'.lnie die weitere Entwicklung: iw Co.-itr-iW*•.,;.׳ ״v einer baldigen Hauptversammlung sd»t sdüussc auf, sämtliche Vorstandsmitglieder untc s*3־ *w• *Ää־ c1.uu1 sei gewiß jeder gern bereit de״ r״!»״ ״* , Ul?*cr1’tüt“־n• öl« organisatorisch« Font! * ■diejenigen Juden, die des Parteiluder« 1att «ek auswirket, könnten, werde ilchcrlidi bald t we״f«, und ,war möglichem*«*f £S?m g Dtro, Borlluor Zlo«t»ti»chu Vocoinlgani[, DorUn ü 1», 80ytal*tT»»o k Tutophtm: Zuntrum!:1<H/l5 י P״.it<oU«.1kUonto Na. l'iOOB H״rUu ,VWJ, K»««»nvorw»ltun1• <lor II. Z. V. itclirlUeti« l.e*0!1»lt« «»• Kaltor11״i״r««t§ a*1 a. Z. V. üranoaot' «träte 22 (HoO. — Unftrtnot tnxlicb ״un 4—10 Ubr. — KmI all« t1»brat»ub1*n Zottunfjoa umt Vtoa««b׳>(U> dar Weit Ue|»n *a* — Au«huntl«*Ullo ttlr h»hr1lt«ob» A1K״lo/t״ob״lt#Q — itnbrälloh« Lahrerrermllltuii«. — Tr«rt|>u11kt, al)»r Kr,*and• dar '!■r h״. tiln tritt frei. Adresiea tf»1»01lerung«*! Al!״ Mltaliodar dor B. Z. V. wortlon (tobotou, von jodor Vorltnderang ihror Adrowo dom Büro •olurt ilittoilang «11 moohon. Sonnnbond, SO. Mat »b»nd. 8J4 Uhr llapoSl. IU»fr (Agilität!! -Acbiio), Gormanostr. 29 t. TrauorMor ftir den tn Jaffa (tefallenen Chawer Zwl (!11*1*. C. Ilrrlrlil über den Ueleglcrtentaff. Hof. Cbawor Wolteob. Mittwooli, den 1. ,Innt nbond« 8 Uhr GruppeOat, in den Onloo-Sat*n,Greifawalderötr.8'23(SiUunga*i1njnnr) Vortra* von Uorra RagioruuKarat Goa tat. ״Krneuorauf de* Zlonlaniu».“ Gruppe Xonlwrsl, StaoiuitUuh iiu Chartottonhof, abend» 0 Ubt. Dä&narttug, *ton 2. Juni abend» 8 Uhr Gruppe Noid, in der Konditorei Wobor, Ko»on»tr. 18 Vortr**!! von llorrn Hugo Wulformunn! ״Uorlobt über den H0U׳giert«ut»g.“ Ein! ritt für Jflohtohaworim Mlc. 1.—. K1ltardo«er»t der B. Z. V. tlebräUelier Ktndors»rton We»t, im Ortbopä11I»ohon Tnrninstilat E’rl. ZompoHiurs,!{*•imaohor btr. 2 (»niiu K10iet.tr.), Von Uuntau bis Eroikai: 10 1 Uhr. UßbraKcber KleürniplelnacItniUtAf ,1fardweef hei Fr»n Friodlaodrr, Uolatoiuor U/or'Jl. Jod«» lliouuta;: u. Somiahond von g, 1 -7; Ult». Uobraiachor Spl«ln»cbu1iH»g Aord, Fiointag und Froitag von *—ol'iir in dor Wohnung Von Krau Urünbauai, InvaliUouetr. HZ. An »ftnuli.-lion Kindor^ürten und Spiulnaobniittagon kdnnen •icl, noch Kinder botoihgon. iiiiiiiffiiliiiiiipiiiiiiiiiiiiiiiilliiiiiiiiiiiii KüsCaS2ä©nls2Q11״ erhiilton auf Wunsch der Ortsgruppen unentgeltlich die Monatsschrift ״Daa Neue Palästina“. Es wird dringend aagsi Hranabg rjGltcrer Ed ressen gebeten. Die horeit» bei früherer (ielegcuhoit eingesaudteD Adressen müssen noch wesentlich vermehrt werden. Versendung erfolgt ausschließlich durch unser Büro KEREN HAJESSOD Zentralo für Deutschland Berlin W 15, ShchsiBcho Krralio 8. imili! der d e u t s c 11 e n Jude n“, zu dessen Gründung von zahlreichen Glaubensgenossen aus allen Lagern aufgciordert weide. Der Kampf gegen die Mehrheit«־ beselilüsse des tüentriiivereins werde lediglich von! Gesichtspunkte der Einl1eitsfro.1t der Juden geführt, in dem gleichen Augenblick, wo der Centralverein sich auf sein ureigenstes Aufgabengebiet beschränke um! die unnötige Briiskicrung zahlreicher Glaubensgenossen zurückuelime, werde er der erste seht, der sich wieder freudig an die Seite des Centralvereins stellt. Sollte aber der Centraivcreiu seine auf überw undener Ideologie aufgebaute Kampisiellung weiter einnehmen, werde er ebenso schonungslos in der OetfcnUichkeit die Dinge beim rechten Namen nennen wie bisher, wobei er die Gewißheit habe, daß der Jugendverbaud hinter ihm siehe, da er sein hohes Ideal der Herstellung seiner Einheitsfront nicht sabotieren lassen könne. — Als einziger restloser Verteidiger des Centralvereins stand Roscnthal-Hördc auf. Von einer Entschließung in dieser Frage wurde atii Wunsch der Verbaiulslcitung abgesehen. Die Nicderlegtnig der Vorstandsmandate im Centralverein durch Dr. Apfel und Cora Berliner wurde einstimmig gebilligt. Der Rest der Tagung brachte eine, auch vom jxidagogiselion Standpunkt aus, hodtiuieressante Erörterung über praktische Jugendarbeit, an der sich LisbesonJerc L. Wolf-Trier, Kurt Z a c 11 a r i a s- Bremen, Sainmy Rosenberg - Lehr beteiligte«. Die Neuwahl der Verbandsvotsteher brachte ein« erhebliche Verjüngung des Vorstandes. - b. Zentralkomitee der Z. V. f. D. ln der Liste der Zeutralkomiteemitglicder, die in Nr, 36/40 der ״Jüd, RunJsch." veröffentlicht wurde, fehlt der Name von Herrn Fritz. Sondhcimcr- Frankfurt a. M, Keren Hajcssod in Gibraltar. Nach einer Mitteilung der ״Gazette of Gibraltar" hielt Dr. Benzion, der Delegierte des Kerciv Hajessod, 'in der hebräischen bciuik voti Gibraltar einen Vortrag, Rabbiner Dr, Elamih sagte alle nur erdenkliche Unterstützung zut Den Vorsitz führte der Präsident der jüdischen Ge־ incmdc Gibraltars, Herr I. L. Levy, weicher die Bilduiu; eines allgemeinen Lokal Komitees vorschlug. Die Adresse des neu konstituierten Z i 0 tt i s t i sehen Zentralkomitee# für die tichechoslowakische Republik lautet: MIhr.-Oitrau, Lukasgasie 6. Telcgrammadres«!: Zionibüro Mähr.-Ortrau, Eine Chaluz-Schlosserei Der Verband jüdischer Ingenieure teilt uns mit. daß zusammen mit dem Zionistischen Arbeiteru!td Handwerkerblind eine Chaluz-Schlosserei unter ,:cr Leitung des seit 25 Jahren in Berit» ansässigen /l0. uistiseiien Schlosscrmeisters Braun eröffnet worden ist Die Schlosserei wird unter Aufsicht von IRit.i Dipl-Ing Haller arbeiten. Es weiden in ihr a::c A (beiten der Bau- und Kunstschlosser ei ausgeführt. , . Die Schlosserei ist seit langem gut emgemhr!. so daß eine prompte und gute Arbeit garantiert ist. Es werden in der Schlosserei ständig, als Gcsd'ca und Lehrlinge, eine Reihe von Chalu/im ausgcbil׳.;«: w'crdcn. Die Schlosserei ist besonders_ zu dem Zweck ״cdacht, älteren Chaluzini, die keine genügende Vor- Bildung haben, eine solche zu geben. Ein Teil Gewinnes wird für den Lebensunterhalt der Chahu;m verwandt. Wir fordern daher alle Juden und Zionisten auf, die Schlosserei bei Erteilung von Aufträgen zu untc־- stützen. Os handelt sielt!,:eilt um eine Raclunaiiuii:- Angelegenheit, sondern um Abführung von Gegenstanden der Schlosserei in der üblichen prompten und guten Weise. Probestücke werden selbstverständlich geliefert. Der Name des Schlossermeistcrs und die Mitarbett von Mitgliedern des Verbandes jüdischer Ingenicure garantieren für die Güte der Arbeit und für den jüdischen Zweck ries Unternehmens. Zentralbüro für jüdische Auswanderung־ angelegenheitea (Hilfsverein der Deutschen Juden) Das Zentralbüro für jüdische Aiiswanderuiigs.in.,1 - kgenheiten hat nvlt dem Wiederaufbau acnes ganzen Emigrations-vApparates begonnen. Die Schutzkomitees an den Grenzen werden von ihm neu eingesetzt. Sa ist in den letzten Tagen an der Westgrenze in Bentheim ein Schut/komitee des llilisvereins der Deutschen Juden gebildet worden, dem die Herren Ivan und Egon Neter vorstehen werden. Das Schut/.komitce wird von den ürenzhehörden wie von dem Landrat in Bentheim dahin unterstützt, daß die jüdisclie» Emigranten vor Ausbeutung und Beuachteihgu.; . geschützt werden können. Der Hilfsverein der Deutschen Juden beabsichtigt auch, alle bisher zersplitterte« Kräfte, die sich der jüdischen Emigranteitiürsorge in Deutschland annehmen, zu vereinigen uni so die jüdische Eniigrantenfüisorge in Deutschland einheitlich zu regeln. Das Reichsw'anderungsamt bringt den Bestrebungen des Hilfsvereins volles Verständnis entgegen. Es hat das ״Zentralbüro für jüdische Aus van der u n g sa ng e Ic ge nh ei t e!1 (Hilfs verein der Deutschen Jude n“) bevolhn icht gt, seinem Namen den Zusatz, luazuzufüge«: ״Vorn Reichswandenmgs-;mit anerkannte, gemeinnützige Auskuuftsstcllc für!udische Durchwanderung und Auswanderung“. Als eine solche amtlicii anerkannte gemeinnützige Organisation wird cs dem Hilfsverein möglich sein, seine Arbeit in enger Fühlung mit dein deutschen Re;chsw־andcnmgsamt durchzuführen. * Wir machen die über Deutschland nach den übersceischc« Ländern gehenden jüdischen Auswanderer auf folgendes aufmerksam: Viele Emigranten, die beim Antritt ihrer Reise ihr Gepäck bloß bis zur deutschen Grenze aufgegeben haben, versäumen es, das Gepäck an der iiiditdeutscheu wie auch an der deutschen Grenze persönlich revidieren zu lassen. Des weiteren versäumen sie dann, das Gepäck der Eisenbaltn zur Weiterbeförderung zu übergeben. Es kommt daher sehr oft vor, daß die Emigranten erst in Berlin merken, daß infolge des von ihnen begangenen Versehens das Gepäck an der niclitdcutsclicn oder an der deutschen Grenze liegen geblieben ist. Sie sind dann gezwungen, zur Grenze zuiück/ukehrcn, was mit vielen Spesen und großem Zeitverlust verbunden ist. Manche Reise wird hierdurch gefährdet. Daher beachte jeder Emigrant, der über Deutschland nach den überseeischen Ländern fährt, folgende Vcrhaltungsmaßregeln: 1. Der Emigrant muß sein Gepäck sowohl an der nichtdeutschen wie an der deutschen Grenze zoliamtlich revidieren lassen. 2. Der Emigrant muß sein Gepäck zur Wciterbeforderur.g übergeben. 3. Hat der Emigrant das Gepäck dann wieder nur bis_ zur Grenzstation auf deutschem Boden zur Beförderung aufgegeben, dann muß er, dort angekommen, das Gepäck nach erfolgter Zollrevision wieder der Eisenbahn zur Weiterbeförderung übergeben. I>ic oben erwähnten Fehler werden meist von Emigranten begangen, die, obwohl sie keinem Emigrautentransport irgendeiner Schiffalirtsiinic angeboren, sich doch während der Reise einem solchen anscltlicßeu. Diese Emigranten befinden sich dann in der imümliehen Annahme, daß der den Transport begleitende Agent der Schiffsgcsellschaft sich auch ihres Gepäcks annimmt. Es muß daher betont werde!«, daß die Agenten der Schiffahrtslinien sich nur um das Gepäck derjenigen Emigranten kümmern, die Fahrkarten der vom Agenten vertretenen Linie besitzen, die auch ausdrücklich von der Schiffahrtsgesellschaft der Obhut des Agenten anvertraut worden sind. Am Sonnabend, den 28. Mai, veranstaltet die Kultu kommission des Vereins ״Bund“ einen Perez 1 מ David Einhorn, Frau Atomit ur andere Mitglieder der Wilna er Truppe mitwirken werde Zur Aufführung gelangen der ״Mcschuggene Battlen g־*? Kette“ u. a, Karten sind bei Bote ׳ Hock, wertlicim und an der Abendkasse zu habe 999411