Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 28 (8.4.1921)
- Date
- 1921-04-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1ץ״י^/י־־יי^־ךמ י־ ■« \J 1Uy' fi«d*ktlo• •°d VerUf V 1s. SidbüUdh• Strtfie ft, Erxchtiat jaden ... und Freit•?. BcxugspreU bei der Expedition und den pLtiaitcrB vierteljibrlieb iS.— M. in Deutschland. AuiUndeebooBtwerden In der Wahrung der oinieineo Linder berechnet. Nummer 28 Berlin, 8. IV. 1921 Anzclgcn-Vcrwnltungi Verlag Alwin Loeweothal, Berlin NW 7, Dorotheen.tr. 35 Telephon; Amt Zentrum 4814 und 4815. ABttigenproie für die •1t9»eb£v«M*.teuc iNonpnreÜlnsell• 2,50ML« femilienenxeigca 4 M. pro Zeile Aneelffnnechlu ü» DttmUg und FreiUg oedtmUleg 4 Übt. »:•. ,-rr ״. —■ ..״׳ ׳׳ .•י— ׳״■■-י י-■ TMephcnv Uhietid 645 u.846. Poetecheckkontoi Berlin Nr. 17322, £^fSiP*Ji*erre,ck' Poitepark•neenemt Wien, Konto Nr. 156 030. Für Techechoilowekel J PeeUperkeeeenemt Pref, Konto Nr. 156030. — Redektion«ichlu8 Sonntag und Mittwoch oachmitief. — ♦ארר ס תרס״א ,äälxxv». Jahrg. atr Zlon*»mu» erstrebt IQr das |Qdlsche Volk die Schäftung einer Öffentlich •rechtlich gesicherten Heimstätte ln Palästina. ״Baseler Programm." XVII. Delegiertentag | 40Zionistischen Vereinigant! für Deutschland am 13., 15., 16. Mal in Hannover. im Volksheim, Nicolaistr. 10. J Tagesordnung des Delcgiertentages. Freitag, den 13. Mai 1921, Vonnittagssitzung 10 Uhr. 1. Eröümingsanspradte. 2. Walii des Büros. 3. Referat: Die allgemeine Lage der zionistischen Bewegung; Referent: Richard Licht he im, London, Mitglied der Exekutive. Nach mit tags Sitzung 31/2 Uhr. 4. Debatte über das Referat zu 3. 5. Referat: Zionistische Arbeit in Deutschland; Referent: R.-A. Felix Roscnblüth. Sonntag, den 15. Mai 1921, Vonnittagssitzung 10 Uhr. 0, Debatte über das Referat zu 5. Nach mit tags Sitzung 3y״ Uhr. 7. Fonsetzung der Debatte. Montag, den 16. Mai 1921, Vonnittagssitzung 10 Uhr. 8. Referat: Praktische Paliistinaaufgabe» für Juden in Deutschland; Referent: wird noch bekanntgegeben. «. Debatte. א ach mittags Sitzung 3yÄ Uhr: i(i. ürganisationsstatut; Ref.: Dr. Sally Hirsch. 11. Debatte. 12. Ded!arge. 13. Wahlen: a) Gescluirtsführcnder Ausschuß; b) Zentralkomitee; c) Finanzausschuß: d) Revisionskommission; e) Ehrengericht; f) Vertretungskörperschaften der .Weit-Organisation. Der O e s c h ä f t s f ü h r c n d c Ausschuß erläßt folgende Wahl Vorschriften: 1. Sämtliche wahlberechtigte Gruppen müssen ihre Mitgliederlisten schleunigst einschicken, da diese Listen dem Wahlprüfungsausschuß vorgelegt werden müssen. 2. Die Gültigkeit der Wahlen hängt davon ab, daß die Gruppen sowohl die Landesbeiträge für das Jahr 1920 wie zum mindesten die erste Hälfte der Landesbeiträge für 1921 vor Vornahme der Wahlen an das Büro abgeführt haben. Der Landesbeitrag beträgt für Ortsgruppenmitglieder pro Jahr 5.— M., für Misrachi- und Hapoel-Hazai'r-Mitglieder 3.- M., für Mitglieder von Jugendgruppen 2.— Mark. Jugend- und Sondergruppen, die eigene Delegierte aufstcllen, dürfen in diesem Falle in der allgemeinen Ortsgruppe nidht mit wählen. Wir verweisen ferner auf folgende Bestiminungen: 1. Jede Ortsgruppe wählt einen!Delegierten, Ortsgruppen von mehr als 50 Mitgliedern wählen zwei Delegierte, Ortsgruppen von mehr als 100 Mitgliedern '«hkn für jedes angefangene Hundert einen weiteren 1*legierten. (Statut § 9.) I Das Wahlrecht zum Delegicrlentag steht nur den Ortsgruppen zu, die mindestens drei Monate vor Ein- *,1׳rufmig des Delcgiertentages bestanden haben, (Be- Schluß des XVI. Delcgiertentages.) 3. Die Beiträge zur Zionistischen Vereinigung für ‘ ,futschland (Zionisteustcuer) werden von jedem Mit- ^hed nach Einkommen und Vermögen auf Grund freieiliger Einschätzung gczalüt, jedoch wird ein Mindestbeitrag (Landes bei trag) jeweils vom Delegierte»■ ,*1R festgesetzt. Das Wall 1 recht der Orts- '•'<ru,יpen zum Dclegiertcntag ist von der ׳ Abführung dieser Mindestbeiträge (Landesbeitrag) abtmngig. (Beschluß des XVI. Delcgiertentages.) 4■ jedes Mitglied der Z. V. f. D. hat mit Vollendung 18 **״. Lebensjahres das aktive, mit Vollendung de« Lebensjahres das passive Wahlrecht zum Dele• Ricrtentag, (Beschluß des XVI. Delcgiertentages.) 5. Die Vorsitzenden der Z. V. f. D. haben auf dem *belegicitcntag Sitz und Stimme. Die übrigen Mitglieder Die Unruhen in Haifa Auf unsere telegraphische Anfrage erhalten wir seitens des Zionistischen Zcntralbüros in London die! von Jabotinsky Unterzeichnete telegraphische Mitteilung, daß aus Jerusalem keine Nach riehten über die Vorgänge in Haifa eingetroffen sind. Es handle sich offenbar um Vorgänge von untergeordneter Bedeutung. Die Ankunft der zionistischen Delegation in Amerika Große Ovationen New York, den 3. April. (Tel. d. ״J. R.“.) Die gesamte New Yorker Presse widmete der Ankunft der zionistischen Delegation spaltenlangc Artikel. Sie beschreibt den Empfang der Delcgation durch viele Tausende von Juden als die gewaltigstc Demonstration und einen geradezu triumphalen Einzug, wie er seit der Rückkehr Rooscvelts aus Uganda in New York nicht dagewesen ist. Spezielle Artikel werden der Persönlichkeit Albert Einsteins gewidmet. Der Bürgermeister ließ die Delegation in seinem Boot ans Land bringen. New York, 3. April. Professor Einstein ist in New York eingetroffen. Am 10. April findet eine große Empfangsfeier in der Metropolitan-Oper statt. Vertreter der Ica im Economic Council London, den 3. März. (J.C. B.) Dr. Wciz• mann erklärte einem Vertreter des J.C.B., daß die I c a beschlossen hat, in das unter dem Vorsitz des englischen Ministers Sir Alfred Mond zu bildende Economic Council zwei Vertreter zu entsenden. j ’, \,!!j1 CanaBMBUaMaMMHMaMMNMWamiMBMNBMBaaHMBMM■■■■■■■■■■■■■■ des Landcsvorstandes (üeschäftsführender Ausschuß und Zentral-Komitce) haben Sitz, Summe jedoch nur, insoweit sic gleichzeitig Delegierte sind. (Beschluß des XVI, Delcgiertentages.) 6. Jeder Delegierte verfügt auf dem Delegiertentag nur über eine Stimme. Die Delegiertemnandatc sind nicht übertragbar. Die Uebernahme des Mandates durch einen Ersatzdclegicrtcn muß vor Beginn des Delcgiertentages erfolgen. (Statut § 11.) 7. Die Delegierten sind an Aufträge und Instruktionen nicht gebunden. (Statut § 11.) 8. Anträge für den Delegiertentag bedürfen der Unlctsdirift von mindestens 15 Delegierten. Alle Anträge sind einer, aus der Mitte der Delegierten zu wählenden Resolutions-Kommission zur Vorbereitung und Rückgabe an den Dclegiertcntag ckizureichcn. Es darf über keinen Antrag abgestimmt werden, der nicht der Resolutions-Kommission Vorgelegen hat. (Beschluß des XVI. Dclegiertentagcs.) Das Sekretariat der Zionistischen Ortsgruppe Hannover befindet sich in Hannover, Herschelstraße 35 (Fernsprecher Süd 5084). Um allen Wünschen zwecks Unterbringung der Delegierten und Gäste gerecht werden zu können, bitten wir Delegierte und Gäste, dem Sekretariat bis spätestens den 25. April mitzutcilen, ob Hotelzimmer gewünscht werden. Nach Ablauf dieses Termins kann eine Gewähr für Unterbringung nicht mehr übernommen werden. Die Delegierten und Gäste werden gebeten, bis zum obigen Tennin anzugeben, ob sie auf kosdtcres Essen reflektieren. Es können voraussichtlich 40 Frei-Quartierc für Jugendliche beschafft werden. Anmeldungen hierfür sind ebenfalls bis zum 25. April an das 2110nistisdic Sekretariat in Hannover zu richten. Es werden eine beschränkte Anzahl von Gastkarten zum Preise von 15.— M. für Erwachsene und 5.— M. für Jugendliche bis zu 18 Jahren ausgegeben. Bestellungen sind rechtzeitig entweder an die Zionistische Vereinigung fßr Deutschland, Berlin W, 15, SächsischeStr.8, oder an das Zionistische Sekretariat in Hannover, Hersdiclstr. 35, zu richten. Zionistische Vereinigung für Deutsch• land Der Geschäftsführende Ausschuß I. A.: Rosenblüth. Churchills Reden W׳r geben nachsteheml auf Grund des!Wichte» im ״Daily Telegraph“ (Reuter) einen Auszug aus dem wörtlichen Text der Reden, die Churdiii! in Jerusalem in Beantwortung der Ansprachen der jüdischen und axabischen Delegation gehalten hat. Churchill sagte: ״Ich bin überzeugt, daß die zionistische Bewegung der ganzen Welt Gutes und den Arabern dieses Landes Heil und Fortschritt bringen wird. Ich werde mein Möglichstes tun, um meinem Freund Sir Herbert Samuel bei der Durchführung der von der britischen Regierung vorgezeichneten Politik behilflich zu sein. ICn darf Ihnen nicht verhehlen, daß bei den Moslems eine große Furcht besteht, daß sie ihrer Länder beraubt und durch die gegenwärtige Minorität verdrängt werden. Der Zioaismus selbst wird in dem Maße gedeihen, als er sich dem ganzen Lande nützlich erweist. Die Araber haben ihre Bestürzung über den bolschewistischen Qiaraktcr mancher der jüdischen Immigranten ausgedrückt. Was wir auch hiervon halten mögen, ist es Ihre Pflicht, diese Befürchtungen durch ein kluges und freundliches Verhalten zu widerlegen und Frieden zwischen allen Teilen der Bevölkerung anzustrebeu. Ich iürchte, daß meine der muselmännischen Delegation abgegebene Erklärung diese nicht befriedigt hat. Sie glauben nun, daß ich Ihnen eine befriedigende Erklärung geben werde; meine Pflicht aber ist es, beide Gruppen zu beruhigen und zu ermutigen. Sic müssen ihr Möglichstes tun, der zionistischen Bewegung eine gute Bewährungs-Gelegenheit zu geben. Wir' bedürfen Ihrer Unterstützung, und zwar nicht nur ihres Enthusiasmus, sondern auch Ihrer Zurückhaltung. Die Pioniere Ihrer Arbeit müssen auserwählte, der Aufgabe würdige Männer sein. Sie müssen Geduld und Vorsicht walten lassen und alle Befürchtungen beschwichtigen. Id» hoffe zuversichtlich, daß Ihre Sache gelingen wird. Sie haben meine wärmsten Sympathien. Die beste Chance für das Gelingen Ihrer Sache ist die Ernennung Sir Herbert Samuels zum Oberkommissar. Er ist durchdrungen von den starken Prinzipien einer liberalen und unparteiischer. Gerechtigkeit und Liebe zu dem Volke, welches er regiert, und niemand kann ihm den Vorwurf machen, daß er dem Zionismus gewogen sei. Ich hoffe, daß binnen einiger Jahre sich das Gefühl des gegenseifigen Wohlwollens und der Einigkeit unter den Paiästinensern verstärkt, und daß sich die Beunruhigung der Araber als grundlos erweisen wird. Ich habe Ihre Darlegung mit Interesse gelesen und werde sie dem britischen Kabinett verlegen, dem somit die Sache eindringlichst von beiden Seiten unterbreitet wird. Ich werde mein Möglichstes tun, Sir Herbert Samuel in der ihm von der britischen Regierung zuerteiiten Aufgabe zu unterstützen. Die Rede an die Araber In seiner Erwiderung an eine muselmännische Delegation sagte Churchill: ״Lassen Sie es mich Ihnen klar machen, weshalb ich Sie empfange. Ich kam nach Cairo, um die mesopotamische Frage zu untersuchen. Sir Herbert Samuel lud mich nach Palästina ein. Er ist der verantwortliche Vertreter der Krone. Ich nehme nicht seine Stelle ein. Offizielle Weisungen kommen immer durch das Kabinett. Sie baten mich, Sie zu empfangen, und auf Ersuchen Sir Herbert Samuels sagte ich aus Gefälligkeit zu. Dies ist keine formelle Unterredung. Ich glaube, cs ist am besten, offen zu sein, um Mißverständnissen vorzubeugen. Ich empfinde Ihre Eingabe zum Teil als voreingenommen und unrichtig. Sie wünschen, daß ich die Ba 1 f o u r-Dck la ra t ion verwerfe und die Immigration zum Stillstand bringe. Dies ist nicht in meiner Gewalt und auch nicht mein Wunsch. Die britisdie Regierung hat durch Herrn Balfour ihr Wort gegeben, daß sie der Schaffung eines nationalen Heims wohlwollend gegenüberstehe. Dies umschließt auch die Immigration, und die alliierten Mächte, die aus dem Kriege siegreich hervorgegangen sind, haben diese gutgeheißen. Die Deklaration wurde noch während des Krieges mid als noch der Sieg oder die Niederlage in der Schwebe waren, gemacht. Sie muß also als durch den Sieg als endgültig feststehend betrachtet werden. Id» zweifle nicht, daß diese Ansicht vom Völkerbund akzeptiert werden wird. Uebcrdics ist cs nur recht und billig, daß die zeretrcuten Juden ein nationale* Heim besitzen sollen, wo sie sich wieder vereinen können. U ndwo ander« könnte dies.ein, als in Pilästina, mit welchem die Juden seit 3001) Jahren eng und innig verknüpft sind? Nach unserer Ansicht dient dies zum Wöhle der Weit, zum Wohle der Juden und zum Wöhle des britischen Reichs, und cs ist auch zum Wohle der Araber, die in Palästina ansässig sind, und dies liegt in unseren Intentionen. Sie sollen nicht verdrängt werden, noch sollen sie leiden,