Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 17 (1.3.1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU iS», i ׳' Well-Turntag I>ie gesamte Korresixmdenz mit den einzelnen Kreisen der jüdischen Turnersduft in Sachen des diesjährigen Welttumlagcs in Brünn hat der erste Vorsitzende des Deutschen Kreisen <ler Jüdischen 1 urncrschaft» Keuau- 1etir C. Z. Klötzel, Leipzig, Keiistr. •1, übernommen. Die Tuntersdiaft bittet alle den Weltturulag bet reffende Korrespondenz ausschließlich an Herrn Klötzel zu neu ten. IMe nationaljüdischen Blätter aller Länder werden um Nachdruck dieser Notiz gebe,e». Aus der neutralen Jugendbewegung Am Sonn lag, den 2t). Februar ds. Js hielten die neutralen jüdischen Jugcndvor eine Ober tessens einen Bezirkstag ab. Lmgelcilet wurde du 1. - gung durch einen Vortrag des Herrn axrkatitor Null- Imum-Wicsbaden über ״Das jüdische Volkslied . Ikr Redner gab zunächst einen Ueherbhck über das jmii .citc Volkslied und Iru^ dann eine tfiölteiv Anzahl Jargonlicdcr vor. Diener Vortrag schuf unter den Ai1we>c1Hlcn, besonders jugendlichen, eine wunderbare Stimmung, die den ganzen Tag beeinflußte. Der Nachmittag war ernsterer Arbcitgewid.net. Zunächst sprach Harry Voremberg über ״Die jüdische Jugend- und Wandcrbewegung‘'. Das folgende Referat AL'dmheimer^ lochst bes.'.uftig'.e sidv mit den jüdischen Parteien und Organisationen Deutschlands, Den Höhepunkt der ganzen Tagung bildete das Rcleral des Leltrers Bad e riteldenbergen über das llicma ״Die Beteiligung der jüdischen Jugendvereine an der PaIä sti n aa rbe i t“. Der Redner erwähnte zunächst die Bedeutung der üesamtarganisation der Deutschen Juden und gab dann die Reuen Dr. Apfels in Berlin und Frankfurt a. M. wieder. Er führte unter anderem aus: Daf’> die Palästinaarbeit nicht nur Sache der Zionisten, sondern der gesamten Judenheit sei, besonders die der Jugend, t.r als Zionist begrübe es besonders fmuüg, dali der Verband der neutralen jüclisehen Jugeudvercüie als erste mclUziomstische Vereintgung den Zionisten die Hand zum g « m eins a m e u Aut bau Palästinas gereiclu habe. Der Referent schloß mit dem eindringlichen Appell au alle Jiigcntlvcreinler, »ich an der Keren 11 a je s s od - Ak t i o n zu be- 1 eiligen. An dieses mit aulierordentlicliem Beifall aulgenommenen Referat schloll sich eine kurze Aussprache an, in der Zionisten und Nichtzioiusteu ,sprachen.׳ Alle aber waren sich letzten Endes einig über die grolle Aufgäbe, die die deutsche Judenheit zu lösen habe. Ganz besonders eindrucksvoll war die iti diesem Sinne gehalten«■ Rede des Präsidenten der Hamburger B'ne-Brith- Loge. Der Vorsitzende, Dr. Oppenheimer-Friedberg, schloß die Tagung mit dem Appell, bald zur Tut zu schreiten. Jüdische Wirtschaftserziehun^ Wie uns mitgeteilt wird, geilt das von Dr. Siegfried 11 ernfcid begründete jüdische Institut (ür Jugendforschung unter anderen! daran, eine Abteilung für Wi i rt sch a 11 s e r z i c hu 11 g zu errichten, deren Zweck und Inhalt ein Prospekt allgibt. Zu ihrer Verwirk- Heilung scheint cs vor allem nötig, einen Kreis von Bachleu:en und von fachlich interessierten Studierenden zu bilden, die das überaus umfangreiche Gebiet der Wirtschaftserziehung in gemeinsame Bearbeitung nehmen wollen. Es ist der Wunsch des Institutes, dall allenthalben in den jüdischen Zentren ״Ar b c i t s gemein schäften für wissenschaftliche■ W i r t - Schaftserziehung“ begründet werden, die vier Hauptaufgaben zu übernehmen haben: 1. Die Organisation der theoretischen Bearbeitung aller Zweige der Wirtschaftserziehung mit Rücksicht aut die besonderen Zwecke des Judentums in Erez- Israel und in der Galulh. 2. Die seminaristische Vereinigung aller Jugendliehen, deren Beruf in den Rahmen der Wirtsciuftserziehung fällt, also von Instruktoren, Fach Schullehrern usw. zur vertieften Fortbildung und zur Herausarbeitung eines gemeinsamen Bikluiigszielcs und einer gemeinsamen Art zu erziehen. 3. Die Diskussion und die Agitation von konkreten Plänen zur Wirtschaftser/.iehung, die da und dort gemacht werden und damit die allgemeine Zentralisierung des geistigen Anteiles an diesen Plänen;ui einer berufenen Stelle. 4. Die Organisation der bibliographischen und archivarischen Arbeit auf dem Gebiete der Wirtscliaftserziehung, deren Exekutive die Sammler des jüdischen Instimtes sind, um erstens den Fachmann oder Referenten Literatur und I>okuntente für Monographien zur Verfügung stellen zu körnten und zweitens, um bei einer eventuellen Uebersiedlung des Institutes nach Erez- Israel eine wissenschaftliche Unterlage für die im Lande zu leistende Arbeit zu schaffen. Das Institut bittet alle Interessierten, an die uuleu stehende Adresse bekannt zu geben: o) ob sie wissenschaftlich arbeitendes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft werden ■wollen, d. h. ein bestimmten Teilgebiet im Einvernehmen mit ihr bearbeiten; h) ob sie au einem Seminar für Wirtschaftserziehuttg tcilzunehmen beabsichtigen, das allgemeine Fragen der Praxis der Wirtschaftserzichung behandeln soll; c) ob sie dokumentarisches Material auf diesem Gebiete besitzen, das sie dem Institut Ltn Original oder in Abschrift zur Verfügung stellen können, oder ob sie solches Material in Zukunft sammeln wollen. Zuschriften sind zu richten an Erwin Kohn, Chariottcnburg, Witzlcbenstr. 4. Berliner Kalender Karat Berliner ZlonlrilKhf VertlnXung, Berlin C I», Seydeitir. 5. Telefon: Zentrum 5614/15 P01l*<heckt19nl» No. 12304, Derim NW 7 Ka1»envorwftllung der Fi. Z V, Hrbr&lwhe LeicUatla de« Kulltirdfljwraata der B. Z. V. Dragoner•». 12 (Hol). — Oci.ffntl täglich 10—4 מסי Uhr. — Fakt alle hcbrllKhen Zeitungen und Monatihelle der Well liegen aut. — XuiLunflttlelli (Ot hebrSlicha Angelegenheiten. — Hebrdlieha Lehrer- •ermilUung. — Treffpunkt aller Freunde der hebrSItchen Sprache. Eintritt frei. Oonaertlag, den 5. Hirt abendt 8 Uhr Gruppe Charlatlrnburit, Im Schlllertaat, am Knie, Bitmardolr. 11.. Mutlkallich - tllcrariicher Abend tu Uun»lcn der )adluhen Nallonalfonda. Mltwtrkenda: Ludwig Harluu. Kerllailon; Prof. Helnrldi Loewe. Lldilbldervoifrag ,Pal.oitna'; Frl. EllyKuri, Getane: am Flflgel: Alfred T okay er. Karten tu 5, 10 und 15 Haik tlnd erhältlich bei: )ad. Nattonalfondi, Selrelailal (Br GraL-Deriln, Seydeitir, Sill, Zenlrom 5614)15; |U4. Nallonallondk, Saditlidte Mr. t: Dr. ftab, UregenMr »Ir. J: Buch• handlung .Ewer*. Kneiebetkklrahe 54/S51 Dudihandtung ■■]alkul . Kanitir. 13«: Oudihandtung ״Kedem". Ualilmanntlr. S und an der Abendkatte. Gruppe Süd, Garlcntaa! der Neuen Philharmonie, KOpenlcker Sir. «6-97, abend• •Uhr Giiteabcnd. Vortrag von Herrn Dr. Georg Wöllstein: ״Der )Qdtiche National• londl ln •einer Bedeutung für den Auloau 1'aHtliua*.“ Blnlrlll tut Deckung der Unkotlen Hk. 1.—. ' Gruppe Nord, In der Konditor«! Weber, Rotenilrake 18, abendt * Uhr Vortrag voa Hern! Ur. Alfred Schwäre: ״Die LcUlungcn und Ziele de• JQdtichcn NallonalTondr." AdixMen-VeriadMwncien i Alte Mitglieder der 0. Z. V. werden gebeten. von Jeder VerSndarung Ihrer Urtreiic dem türo »olor! ft.tieiUi•• 1 tu uwnen. Sonnabend, den 97Mfir• abend« 8 Uhr HapaSl HaiaTr, In den Kiumcn der Agudalh Adilm, Gormanmtr. 29■ Vortiag *on Chawer Abg. Dr. HeIIman n, Riga: ״ücgenw&rtlga Lage Im Zionltmu«." hlnlrlft tdr Mchtchawenm Ml:. I—, Mittwoch, den 9. M8׳« abend» I Uhr Gruppe Olt, in den Union S8len (Wclbir Saal). Cretfiwolder Str. XU. GUtleabcnd. Vortrag von Herrn Dr. Albert Baer: ״Dia Grundlagen de• PaUtllna Aufbauwerke*." Elnlrll! >ur Dedtung der Unkoiten Mb. 1.—. Donnerstag, den 10. Mir« abendt I) Uhl Gruppe Weil, Im Zahnlrtlehau« (Gullmanntaal), BOtawilrabe 194 Vortrag von Herrn Dr. Brich Marx: ״Der jüdische National• fondi 01• Trlger der Bodenpoillik in Peltsilaa," Gruppe •adwctllicbe Vororte, Im Retlauranl Hohemollera, Filcdenau, Handjtryslr. 64, aberdt 8 Uhr Vorlrag dr* Herrn Georg Byk: ״Der JQdliche National- Foods und •eine bevorttehenden Aufgaben.*' Gruppe NorUw.-it, Im Ticrgailenhoi, abend• 8 Uhr Vorlrag von Herrn Wtllimana: ״Der JAdUche Natlonatfondi, •eine Prinzipien and Aufgaben.” Sonntag, den IS. MJr« nachmittag• 1^6 Uhr Ztontctenball der B. Z. V. ln den Getemlrgumtn de• I11(!dr1v«relnthaute>, KurfOritemtr. 115 ElnMIUkatlea •um Prelle von Mk 50.-- inkl Steuer Im Vorverkauf erbaulich bei: IS. Z V.. Seydeitir. 3 Zer.lium 3SI4/15) / Zion. Vereinigung iOr Dcmtchland, Sicht täte SlraSe 8 / Buchhandlung ״Ewer”, Knetebcck- •Irafce 54 - 55, Buchhandlung ״Otlcrlag", Aegtburgcr Sir. 25 / tSuchhaad• lung ״Kcdcm", Dahimanntlrabe 8 / budihandlung Lgult Lamm, Neue Frledrlditlrabe 6t—65. Voranaelge Dienstag, den 33. M8!« Purlrabatl der Gruppe Ott der B. Z. V. ln den Gciamli 8umen der Ressource, Oranienburger Sir. Ein Teil des Reingewinn« fll׳ il dem )Odltchen Nallon«lfond» »u. Die Purim Weche de• JOsllscheu NallonaUood• Sonntag, den 30. Mirt vorm, tt V, Uhr Eröffnung dar Purim-Woche Matinee im Deutschen Theater. Arnold Zweig, Ansprache / Erntl Deutsch. Retllallon. Kai ten von 5 bis 55 Mk. Inkl. Steuer. Mittwoch, den 33. Mir• abendt 8 Uhr Grobes Purlmkonzerf Im Saal der Hochschule lär Musik, Fesenensir. t. Alfred Wlllanber«, Quart,I ✓ Felix R. Mendeliohn / Max Modern z Alfred latcrtleln z Grate Sldckgold (von der Manchener Slaalsoper) z Kotei Frankl, Klavier. Karlen von 6 bl• 30 Mk. Inkl Sleuer. Donnerstag, den 34. Mgr» abendt 6 Uhr Bail de• Zionistischen Jagcndverelni, •u Guntlen de• Jadlschen Natlonalfoads, Im DrOderverclnihaut, KurfOrslrnslrakc 115. Sonnabend, den 36. MJr« , abendt 7 Uhr Purlmbal!, •u Gunsten det )adlschen Ndlonatfonds, Im groben Saal de• Lehrervarelmhautti, Alexenderplalt. Leo Gollamln, Gelang, Jadlsche• Theater, Kabarett. Karlen «u 11,50 Mk., Rangloge 17,50 Mk, Saalloge 33,- Mk. Inkl. Sleuer. Karlen •ind Im Voi »arkauf erhzllllch beim Jüdltchen NaHonalfond», Sekre• lartal lür GroS Berlln, Ssydelilr. J, Zentrum 5614 15. Potltehedckonlo 65153 tfu lurdexeruat der B.Z.V. HcbrZItcher Kludertlnrten Chcrlotlenbarg, Im Retlauranl Berliner Kindl, KOtlrlner Sir 6. Von Montag bl• Freitag 10-1 Uhr. HcbrUtcher Klndezgarien Wett, Im OrthopidUditn Tumlntlllul Frl. Zempelburg, Eisenacher Sir. 3 (nahe Klaltlslr.), Von Maaiag bis Freitag 16—1 Uhr. Hebrllider Klndcrtpielieaduattlad Charlotteabarp, Im Retlauranl Berliner KtndL KOstrlnar Str. 6. Jaden Mittwoch von Mf4—H6 Uhr. HcbrlUcber hludersplclnachmlttkg •Qdweitltch• Vororte, bei Frau Sdiolem, Friedenau, Wklandtlraba A )•de» Montag und Donnerstag von Üf U7 Uhr. Uebrilicher Klndenplelnachmlttad Ott, bet Herrn SmlL Etmarchtlr. 37. laden Montag und Mittwoch von H4—y(t Uhr, Hebrtltcher Kinderiplelnacbmlllag Nofdwett bet Fra■ FriedUnder. Halsleln« Ufer 31. Jeden Dienstag und Sannäbaad von H*~* Ubr, Seite 119 Vortragszyklus Siegfried Bcrnfeld Dt. Siegiried Bcrnfeld, der Ixkanute Jugvndführer und Forscher, dessen Anwendung neuer Erzielumgslehreu und jugendkundliclicr Forschtingscrgihnisse aut dem Gebiete der jüdischen Erziehung der weiteren Oeffeiitlichkcit aus seinem soeben in zweiter Auflage bei R. Löwit, Wien, erschienenen Buch ״Das jüdische Volk und seine Jugend“, sowie aus der kürzhell im jüdischen Verlag erschienenen Schrift ״Kinderheim Baumgarteil“ bekannt ist, wird Anfangs April in Berlin einen etwa sechs- bis achtstündigen Vorlesungszyklus ״Einführung in die Pädagogik und Jugundkunde“ halten. Die Vorträge sollen zwischen 1. imd 12. April stattfinden, das Kurshonorar beträgt 40 M. pro Teilnehmer. Da der Kurs nur im Falle der Anmeldung einer genügenden Teilnehmcrzahl nbgehalten werden kann, sind Voranmeldungen bis 10. März an das Sekretariat des Hapocl-Haza'ir, Berlin W 30, Schwäbische Str. 10, zu riclttim.' Einzel• heilen werden noch bekanntgegeben. Jüdisches Arbeitsamt Der Betrieb der Nähstube des Arbeiterfürsorgeamts, Auguststr. 17, der am 15. 12. 20 begonnen liat und jetzt bereits 26 arbeitslos gewesene Frauen beschäftigt, kann nur aufrecht erhalten werden bei der Mithilfe aller jüdischen Kreise durch Erteilung von Aufträgen, Flick- und Stopfarbeit aller Art, sowie auch Neuanfertigungen werden bestens und billigst ausgeführt. Das Jüdische Arbeitsamt, Berlin, Auguststr. 17, vermittelt Teppichklopfer und häusliche Hilfsarbeiter und übernimmt Arbeiten für Adressenschreiber. Wir bitten zu beachten, daß das Jüdische Arbeit»• amt sich jetzt Auguststraße 17 befindet Misrachi-Abend. Am Mittwoch, den 2. März findet mn 1-8 Uhr abends unser erster gemüt* lieh er Heimabend im Jugendheim, Dragonerstralic 22, statt. Erich Schragenheim wird aus modernen jüdischen Dichtern vorlesen. Außerdem ist ein musikalischer Teil vorgesehen. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. Gäste herzlich willkommen. M i s r a c h i - Jugcndgcir.einsc'haft. Die Ortsgruppen Leipzig. Die hiesige Ortsgruppe wird während der diesjährigen Frühjahrsmesse die Räume ihres Sekrelariats den hier weilenden Gesinnungsgenossen den ganzen Tag über zur Verfügung halten. An den Abenden wird dort die Möglichkeit eines gemütlichen Zusammenseins gegeben sein. Wir bitten alle Gesinnungsgenossen, welche zur Messe nach Leipzig kommen, uns rechtzeitig ihre Ankunft und ihre Leipziger Adressen initzuteilen, damit wir die Möglichkeit haben, uns ,ihnen mit Rat tmd Tat zur Verfügung zu stellen. Ein zweiter Treffpuukt für Zionisten befindet sich während der Messe im Restaurant ״Ruhiand“, Richard- Wagner- Ecke Hallesche Straße, wo wir für jeden Abend unter allen Umständen eine Anzahl von Mätzen reserviert haben. Ratibor. Am 22. Februar fand liier ein öffentlicher Vortrag von Herrn Prof. Dr. Heinrich Loewe (Berlin) über die ״Einheitsfront des deutschen Judentums“ statt. Fast die ganze Gemeinde war versammelt; der Vorstand, die Loge und der Zentralverein waren offiziell vertreten. Sie alle lauschten mit großem Interesse und Begeisterung den zündenden Worten des Vortragenden. Prof. Dr. Loewe sprach von der geschlossenen internationalen Front des Antisemitismus und ging dann dazu über, das Jttdcnelend des Mittelalters und das noch viel schlimmere der Gegenwart zu schildern. Das eia- /ige Heilmittel ist heute bei der beschränkten Ein- Wanderung nach Amerika, Kanada mul England nur «ier Aufbau Palästinas, der uns nun durch das Londoner Manifest gegeben wurde. Loewe spricht dann atrsfuhrlieh über die Bedeutung des Keren I iajessod als Eüügimgs- und Eiidieitsmittel des gesamten Judentums. ן ln der Diskussion sprach der Vorsitzende des hiesigen I Z v n t r a 1 v e r e i 11 s, Herr Rechtsanwalt Rechnitz, und erklärte sich mit den Ausführungen des Referatten vollkommen einverstanden. Er druckt seine Freude darüber aus, daß wir endlich ebte Plattform gefunden luben, aut der die schärfsten Gegner nicht nur mitarbeiten können, sondern mitarbeiten müssen, wenn auch bei diesen als auch bei jenen die Motive andere sind. Als zweiter Redner sprach Gemeinderabbiner Dr. Krengcl. Er sagte, daß der Maasser noch zu wenig sei, sondern alles, was wir uns abspare» können, müssen wir Uingcben, um wieder eine echte jüdische Kultur zu schaffen. In jedem Juden, so riet Dr. Krengel den begeisterten Zuhörern zu, steckt ein Stück Zion, und mag man verschieden empfinden, mitarbeitten muß man, vun es wieder aufziuichten. Lcxwc antwortete im Schlußwort auf einige Fragen und schloß mit den freudigen Worten, daß Ratibor sozusagen persönlich am Aufbau Palästinas mitarbeitet, da vorige Woche bereits der erste Chaluz aus Ratibor lierübergegangen ist. Der Vortrag war der größte politische Erfolg, den wir Je hatten und wir hoffen, daß unser Keren Hajcssod den Erfolg haben wird, den er verdient j, [> Schluß de» redaktionellen Teils. Je erfolgreicher die I?®11ri 11ש■ Ali41© 1a, desto größer der ILsamdllbesfita des jüdischen Volkes!