Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 9 (1.2.1921)
- Date
- 1921-02-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2652316-2652324--13746-2671500- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 9 JUEDISGHE RUNDSCHAU Seile 59 davon entfernt, die!Bedürfnisse nach einer großen wissen- Jvaftliclien Bibliothek befriedigen zu können. Von diesem Gedanken ■ausgehend, hat sich in London nicht bloß ein eigenes Departement für die Univ e r s i t ä t im Keren h a j e s s o d gebildet, sondern es wird dort init Hochdruck daran gearbeitet, daß auch j die Bibliothek und diese zu allererst aus-! reichend zustande kommt. Dazu gehören freilich a ti Ilerordentlich große Mitten Aber sic müssen beschafft werden. Unabhängig von dieser Wertschätzung der Bibliothcksnrbeit im Hauptbüro des Keren hnjessou!1! London, aber ganz konform mit ihr hat der in ßerlin versammelt gewesene Lamlesvorstaiul der dcutsehen Zionisten die einstimmige Resolution gefaßt, daß a nicht hlof) die Schaffung der Universitäts-Bibliothek ׳« Jerusalem wann begrüßt, sondern — und das ist sehr wichtig — allen deutschen Zionisten nahe gelegt wird, diese Arbeit ideell und materiell mit allen M! .1 f 1 e n zu unterstütze ti. Auch in Deutschland sind cs nic>t bloß die Zionisten, welche für diese Arbeit Verständnis haben. ln allen greisen enipfindet man, daß die Schaffung dieser IUbliodvek mein bloß eine zionistische Sache sein dart, daß vielmehr das ganze Judentum daran beteiligt sein ■miß. Als die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentum« kürzlich ihre Generalversammlung abbiclt, wies der Vorsitzende Herr Prof. IV. Sobernhciin in wannherzigen Worten i darauf hin, daß gegenüber all dem grauenvollen Leid, j das das Jmlcnvolk in heutiger Zeit betroffen, es nur einen 1 einzigen Lichtblick gäbe, freilich, einen ganz besonders j hellen, und das sei die Entstehung eines neuen jüdischen j ״’alästina. Die ״Gesellschaft zur Förderung der Wissen- I schaft des ludtntutr.s“ könne ihrer Bestimmung nach mit wenig an dieser großen Tat tcilnehmen. Aber was sie vermöchte, das würde sie auch tun Sic halte sich und I alle ihre Freunde für verpflichtet, an der Schaffung der Universitäts-Bibliothek Jerusalem mitzuwirken. Aus der Milte der Versammlung werde nachher von Prof. Loewe ein Antrag gestellt werden, an der Bibliothcksgviindmi״ iriit/uwirkc». Dieser Antrag werde willkommen sein. Aber jedenfalls lege die Gesellschaft 'wert darauf, alle von ihr heransgegebenen und mit ihrer t i.tcrdützung gedruckten Werke der Bibliothek zu dedizieren. Diese Kundgebung ist von hohem moralischen Werte für die gedeihliche Fortführung der Bibliothcks- Propaganda. Herr Rech!«anwa!t und Notar Wistinctzki in Atlenstcin hat zusammen mit seinen Geschwistern uns einen Betrag von 13 000 Mark übersandt, als ersten Beitrag zu einer Stiftung innerhalb der Univcrsitäts- Bibliothek Jerusalem auf den Namen seiner Filtern Josef und Rahcl Wistinctzki in Allenstein. Sie behalten sich vor, diese Stiftung zur!:brung ihrer Eltern zu erhöhen. Zugleich bestimmt Rechtsanwalt Wistinctzki, daß seine jüdische Bibliothek unter gewissen Voraussetzungen nach seinem Ableben ebenfalls der Jerusalem-Bibliothek zufallen soll, Durch Dr. Aaron Embcr, Professor der Aegypto• logie an der John Hopkins-Universität in Baltimore, habeit wir ein Geschenk amerikanischer Zionisten im Betrage von 25 000 Mark für den Erwerb hauptsächlich medizinischer Werke erhalten. Weitere Spenden stellt uns Prof. Ember in Aussicht Wir quittieren hiermit über folgende Spenden für die Bibliothek: Rechtsanwalt Dr. Ludwig Freundlieh 200.-- Al״ E. Kraus 150,--. M. Gabriel Safarana!sämtlich in Berlin) 200.—; j. Rarcinschcck r.0.—, N. Britzmann 500.—, J. Gelehrter 100.—, Langer A Co. 200.—, Teppichhaus Lewin 100.—, A. Lutzky 500-, Frau O. Pollack 100.-, D. Präger KM).—, Tiirk 300,— Mark, sämtliche Spender in Plauen i. V.; Dr. Kurt Joachim Grau in Neukolln 25.— M. Außerdem sind uns bereits von einer Reihe von Freunden größere Jahresbeiträge zugesagt, die wir zum Teil in den nächsten Mitteilungen der Bibliothek aufweisen werden. Auch die Sammlung von Büchern, die uns direkt übersandt werden, schreitet vorwärts. Wir sind dabei, 105 Kisten mit Büchern im Gesamtgewichte von rund 10 000 kg jetzt nach Jerusalem abzusenden. Inzwischen!her füllen sich die Sammelräume, die dadurch geleert wurden, bereits wieder. Wir erhielten n, a. in den letzten Wochen Bücherspenden von Geh. Baurat Emil Fracnkel, Chnrlottcnburg, Emst Sun. Kieinbardt;QucIIcnvcrlag), München, Apotheker Isidor Mamlock, Architekt IV. Fritz Schlesinger, Frau Dr. Esther Amoira, sämtlich in Berlin. Der um die Akademie der Wissenschaften des Judentums so verdiente Sanitätsrat Dr. Bradt wendet auch unserer Bibliothek sein lebhafte« Interesse zu. Er sammelt seit längerer Zeit h!r uns eine Spezial-Bibliothek über die Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten. . Leider hat die Bibliothek auch einen schweren Vcr-!ist zu beklagen. Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Leopold I and au, der jüngst gestorben ist, gehörte nicht bloß 1 nserm Hochsclml-Ausschuß als stellvertretender Vorwzender und eifriger Förderer an, sondern er hatte auch rin ganz besonderes Interesse für den Fortgang der Arbeiten an unserer Bibliothek, der er seine reichen Sammlungen an Büchern und kostbaren Präparate«, zu- ־.:«lacht hatte. Wir werden stets <!js Andenken des ' ,!:reu Mannes ehren. Jetzt, wo die Arbeit für die Bibliothek ganz, be- ■',׳mfers wichtig wird, ist cs die Pflicht der Akadc- 1niker, besonders der studierenden Jugend, sich in den I 'ienst der Bibliotheksgründung zu stellen. Wir erwarten, daß namentlich recht viele Studenten sich zu einem akademischen Bunde der Freunde der Jerusalem •Bibliothek vereinigen, um vor allem! auch die Sammelarbcif zu organisieren. Jeder, der dazu bereit ist, wird gebeten, sich schriftlich bei unserem Vertrauensmann, Prof. Di־. Heinrich Loewe, zu melden. Auch für bibliographische Vorarbeiten werden freiwillige Hilfskräfte gern angenommen. Um Zahlungsmöglichkcit zu erleichtern, ist ein Po s tscheckkonto eingerichtet Man kann Einzahlungen für die Bibliothek machen an das Postscheckkonto Prof. Dr. Heinrich Loewe, Jerusalem-Bibliothck, Berlin NW 7, Nr. 35002. Alle Mitteilungen und Anfragen sind zu richten an den Leiter der Hauptsamm eis teile Herrn Prof. Dr. Heinrich Loewe, Berlin NW 52, Flemmingslraße 12. Berliner Kalender Düroi Berliner Zlonltlliche Verclntsunij, Berlin C 1», S«jrdel>lr. 3. Telefon 1 Zenlrum 3414/lS » PoeUdiedüionto No, iXOi. BtrUa NW 7 Keiicnverwattuiig der B. t. V. Hcbrllache LnehaUe de■ KuUurdeaaniati der B. Z. V. Dragonerttr. 13 (Hol). ~ Geöffnet!«glich ron 4—10 Uhr. — Fall alle hebrilichen Zelluagen und Monaliheflt der Well liegen aut. — Auiltunflitttlle lür hebrSNche Angelegenheiten. — Hebriliehe Lehrerrermlillung. — Treffpunkt aller Freunde der heUaiiehen Sprach«. _ Eintritt fr«I. Donnertlag, den S. Februar abend! Uhr Gruppe Nordweii Im Tlergartenhof Vortrag »on Herrn Hugo Wolfttnim »Die gebtlgeo Probleme de» äoluilebea." Gruppe We»t, tm Zahnlritehau• (Gullmanntaal), Bfllowttr. 104, abendt »•/,Uhr Vortrag von Herrn Jullu■ Bergen »Oie Krl<l< In der «ionlilbdben Organlitlle«*. Adretten •Verbtderugin I Alle Mitglieder der B. Z. V. werden gebeten, ven Jeder Veränderung Huer Adrette dem Bare »ofort Mitteilung tu machen. HapoEI - Hazair, In den Riumen der Agudalh Achim, Gormanntlr. 24 Vortragirdhe: M Zlonltlliche Foliiik,- 1. Abend: Sonnabend, den 5. Februar •bendt * Uhr Chawer Wcltich: »Vor der A. C.-Sitzung." X Abend: Sonnabend, den t2. Februar »bend» 8 Uhr Chawer Daer und Landauer: »ZlonliHiche Politik In Deultchland.* Eintritt (0r Nlditchawerlm M. X—. Manie«, den 7. Februar •bendt 4 Uhr Hapogl - llazalr, Im Meliteneel, KOIhener Sir. SS (Grüner Saal) Allgemeine Auttprache der zloolilltchen Jugend Berlin«, aber •tat Tnema: »Die Einigung der peUtllncniiichen Arbeiter• icbaft.* Referate: Ur. Max Straub, Or. Kobalt Wclltch, Georg Landauer. — Eintritt M X—. Dleiutag, dtn 8. Februar abend• 7 Uhr Zlonitllicher /ugendveiefn, Berlin, Helllgegeliltlr. SX Außerordentliche Generatvenemmlnng Tagetordnung: 1, SlatulenJnderung. X Bericht det ßa:01. 3. Decharge. 4. Wahl eine• neuen Vortlandct. S. Wahl der Kattenrevlioren. 4, Vertchledenet. Mittwoch, den 9, Februar abendt t Uhr Gruppa Ott, In den Union •Sälen, Grelftwaldar Str. 2XL Vorlrag von Harm Or. Jungmann: »Elnfahrung ln dat Problem der Jttditchen Ratte,- Grupp« Charloftenburg, Im Katino - Retlauranl, Wllmertdorfer Sir. 106, (Ecke Nlehuhrtlr.) Vortrag von Herrn Heinrich Kuhn: »Bibel trota Babel.* (Betrarhtungen «ur Slletlen jadltchen GeichlchteJ, Kulturdezcrnat der B. Z. V. KcbrUltchev Kindergarten Charlolitnburg, Im Retlauranl Berliner | Kindl, KOilrlner Sir. 6. Von Montag b’t Freliag 10-1 Uhr. | Hebrf.licher Klndergnrten Weil, Eltenachar Str, 2 (nahe Kictilitr.) beirrt. Zatnpalburg. Von Montag blt Freitag 10—1 Uhr. Hebritiuher Klndertplelnacbmlllag Cha-Iotlenburg, Im Retlauranl Berliner Kindl, Katirlner Sir. 6. Jeden Mlltwo* von iH-Mt Uhr. Hcbrültchcr Klndertplelnachmltlbg tUdwetlllche Vororte, bei Frau Sdiolem. Friedenau, Wlelandttiabe 4 Jaden Montag und Oonneralag von Mi-Ml Uhr. Hebr&Uchcr Klnderipletnacbmlllag Otl, bei Herrn Sm'.l, Eimarthitr.27. Jeden Montag und Mlllwoch von Uhr. Hebrllteher Klndenpielnadtmiilag Nordweit bat Frau Friedender, Holtlelner Ulcr 2t. Jeden Dlmtlag und Sonnabend von X*—J Uhr. Aus der Berliner jüdischen Gemeinde Die letzten Sitzungen der Repräsentanten* Versammlung I In den beiden letzten Sitzungen der Repräsentanten- | Versammlung kamen auch u. a. einige grundsätzliche I Fragen zur Erörterung. Gelegentlich eines Antrages der konservativen Fraktion auf Einführung eines emheitliehen Ritus für die Synagogen olme Orgel (bisher besteht in Berlin fast für jede Synagoge ein besonderer Ritus) wurde im Prinzip beschlossen, die Gründung zweier Kultus-Kommissionen: eine für die Liberalen und eine für die Konservativen, in Aussicht zu nehmen. Es steht noch nicht fest, wie diese Kultus-Kommissionen, gestaltet werden sollen, aber soviel läßt sich schon heute sagen, daß sic weit entfern•{ sind von den Kultus- Verbänden, welche seitens der Volkspartei als Voraus- Setzung für die Errichtung der Volksgemeinde anwstrebt werden. Immerhin werden die Forderungen der Volkspartei an diese Kultus-Kommissionen, fal's sie ins Leben treten, anzuknünfen haben, damit sie allmählich zu den Kultus-Verbünden ausgestaltet werden. Bei Beratung des Rechnungsabschlusses des Kran-! kenhauses wurde das sehr heikle Thema der Aufj nähme von nicht jüdischen Patienten angeschnitten. Dies I war notwendig, weil die Zahl der nichtjüdrsclien ■Patienten j auf einzelnen Stationen zeitweise die der jüdischen weit | überstiegen hat. Ein bestimmter Beschluß konnte darüber rächt gefaßt werden. Man will versuchen, soweit dies j überhaupt durchführbar ist, die Zahl der nichtjüdischen ן Patienten auf ein angemessenes Maß zu reduzieren, — Gelegentlich einer Aussprache über verschiedene Friedhofssachen wurde von Volk spaneil ich er Seite die unberechtigte Zurücksetzung jüdischer Lieferanten bei ' Bestellungen mit Recht gerügt. Es wurde Abhilfe vcrsprechen, aber man wird abwarten müssen, wie weit dies tatsächlich der Fall sein wird. — Während der schein, als ob die Liberalen zwar dieses Prinzip a»- erkennen wollen, aber sich vorläufig unter dem Vorwand, daß man das Kollegium nicht auf Kosten der Arbeit»• fähigkett vermehren dürfte, gegen die Neuwahl stemmen wollten. Von "konservativer Seite wurde wohl auf der Zuwahl beharrt, aber ohne auch nur mit einem Wort zu erwähnen, daß die Schulverhältnissc der Gemeinde von einem ganz anderen Geiste als bisher erfüllt werden müßtea Von seiten der Mitglieder der Jüdischen Volkspartei (cs sprachen Dr. Klee, Professor Dr. Loewe und Dr. Lob) wurde dcsltalb mit voller Deutlichkeit erklärt, daß in dieser Frage nicht getan werden dürfe, als ob alles in schönster Ordnung wäre, sondern daß bis tief in liberale Kreise hinein eine Unzufriedenheit mit der Schulverwaltung herrsche. Beispielsweise wurde die Forderung der jüdischen Schule gestreift, auf die vöUig ungenügende Ausbildung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen hingewiesen und die Parteilichkeit, mit welcher der Schulvorstand bei der Vergebung von Lehrcrstcllcn vorgellt. Der frühere Vorsitzende des Schub Vorstandes hatte, wie bekannt, eine Proskriptions-Liste der konservativen und zionistischen Lehrer ganz nach Willkür »!!!gestellt, und kein auf dieser Liste bclind'idier Lehrer durlte eine Zcitlang im Genieindeclicuste beschäftigt werden. Darin hat sich aUcrdings manches geändert, aber im großen und ganzen arbeitet die Schulverwaltung rein bürokratisch und oline jede Berührung mit einen! neuen Geiste. Der Vorsitzende des Schulvorstandes suchte auf jede Weise die Zuwaiil zu verhindern, aber gegen die überzeugenden Argumente der Mitglieder der Volkspartci konnte er doch nichts ausrichten. Schließlieh wurde die Vermehrung des Kollegiums beschlossen. Neugewählt in den Schulvorstand sind zunächst die Herren Dr. Klee, James Goldschmidt, Oberlehrer Bl ach, Dr. Lieb er mann, M. A. Loeb, Dr. Löb. In der Sitzung vom 19. Dezember wurden die Herren Dir. K a r e s k i als ordentliches Mitglied des Gemeinde• Vorstandes und Dr. Sandler als Stellvertreter, deren Amtsdauer am 31. Dezember endet, auf sechs Jahre wiedergewäldt. Zionistische Jugendversammlung. Am Montag, den 7. Februar, 8 Uhr abends, findet im Meistersaal (Grüner Saal), Köthener Str., eine Aussprache der nationaljüdischen Jugend über das Thema ״Die Einigung»• Konferenz der jüdischen Arbeiter in Palästina“ statt Die Versammlung wird von der Berliner Ortsgruppe de« Hapoel-Hazair cinberufcn, und die Einberufer legen de» größten Wert darauf, daß bei dieser Gelegenheit eine Aussprache aller Kreise der jüdischen Jugendbewegung ohne Unterschied der Partei über diese wichtigen Vorgange des palästinensischen Lebens stattfindet. Einleitend werden die Chawerim M. Strauß, Welt sch und Landauer sprechen. Eintritt 2 M. (Die Notiz in der vorigen Nummer der ,,Jüdischen Rundschau“ ist also dahin berichtigt, daß die Versammlung an! Montag, den 7. Februar, stattfindet.) Abendkurse für hebräische Sprache und Literatur werden durch den Misrachi und Zeire Hammisraclu eiltgerichtet. Ein Abendkurs für fortgeschrittene Erwachsene ist schon in vollem Gange. Die Kurse stellen unter der Leitung des Herrn S. H. AschenmühL Anmeldungen werden im Misrachihesm, Grenadierstr. 15, täglich von 4—6 Uhr entgegengenommen. Jüdischer Schulverein Berlin. Wir beabsichtige», im April 1921 die unterste Klasse einer jüdischen Grundschule im Westen und Zentrum Berlins zu eröffnen und bitten alle Eltern, die ihre Kinder dort einschulen wollen, sich an uns zu wenden (Berlin N 19, Scydelstr. 3). Fräulein Oberlehrerin Landau, die Leiterin der Schule, steht zur persönlichen Rücksprache nach vorheriger telephonischer Anmeldung zur Veriügung. Da die Eröffnung der Klassen davon abkängt, daß sich genügend Teilnehmer finden, bitten wir alle hieran Interessierten, sich umgehend bei uns zu melden. ״Jung-Juda“. Auf dem Gästeabend der nationaljüdischen Schülergruppe ״lung-Juda“ las Herr Fritz 1 Gerloff Stefan Zweigs ״Jeremias“. Sein modulationsj fähiges Organ, das bei den dramatischen Szenen die j höchste Ausdnicksfähigkeit zeigte, erweckt für seine < Zukunft die besten Hoflmtngen; es zeigte sich eine ' kraftvolle Begabung. — Die ״Jung-juda“ wird im Laufe des Quartals noch mehrere derartige Gästeabende veran-; staiten, denen ein stärkerer Besuch aus jüdischen Schüleri kreisen zu wünschen ist i Berliner Misrachi. Am Dienstag, den 23. Februar, I hält im Misrachiheim, Grenadierstr. 15, unser Gesinnung»- I genösse Herr A. Kraus einen Vortrag in hebräischer! Sprache. Thema: ״Zionismus und Judentum“. An- 1 schließend Diskussioa Chawerim und Gäste werden! eingeladen. Jüdtachss Arbeitsamt Lehrstellen mit koscherer Verpflegung und Sabbatruhe für Landwirte und Gärtner, auch tür solche, die bereits ein Jahr oder länger gearbeitet haben, für sofort dringend gesucht Ehe jüdische Gemeinde Hamburg sucht einen leitenden Gärtner, der mit sämtlichen Arbeiten vertraut ist Anfragen an das Jüdische Arbeitsamt, Auguststr. 17 Wir bitten zu beachten, daß das Jüdische Arbeite amt sich jetzt Auguststraße 17 befindet. Beratung des Rechnungsabschlusses der Armen-Verw.iltung wurde u. a. aucli von Dr. Klee die Anregung gegeben, daß in Rücksicht auf die heutigen Verhältnisse seitens der Klcklerkammer der jüdischen Gemeinde auch den Beamten und Angestellten zu erschwinglichen Preisen Kleidung zur Verfügung gestellt wird. j Eine größere prinzipielle Auseinandersetzung fand i aus Anlaß der Beratungen über die Zuwahl von Mit-, gliedern in den Schul- und Talmud-Thora-Vorstand statt j Bei der gegenwärtigen Zusammensetzung der Repräsentanten-Vcrsainmlung ist es selbstverständlich, daß die durch die Neuwahl hinzugekommenen Parteien in der wichtigsten Fachkommission der Gemeinde, nämlich im Schul- und Talmud-Thora-Vorstand, entsprechend vertreten sein müßten, und zwar nicht nur durch, die Entscntlung von Repräsentanten, sondern auch durch eine Anzahl von Gcmeindemitgüedern. Es hatte; den An- Die Ortsgruppen ״ ,^i?u,cn J• y* J? Generalversammlung vom 20.:,1,-21 dcr mcsiffcn Ortsgruppe sind in den Vorstand gewählt worden die Herren Rechtsanwalt Löffler als Vorsitzender (Wiederwahl), Dr. Pick stellvertretender Vorsitzender (Wiederwahl), S. Schwimmer als Schriftführer, Jacob Srebrntckals Kassierer (Wiederwähl), Rovinsky für KultureEes und Dir. Bleiweiß als NationaIfondskommissar. Unsere Ortsgruppe hat sich in letzter Zeit vergrößert, und zwar au? zirka 100 Mitglieder. Schluß de» redaktloaeften Teiliu