Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 7 (25.1.1921)
- Date
- 1921-01-25
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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I der neu hiimikoininenden Büdhsen in diesem Jahre dreimal geleert werden, so würde sieh daraus eine weitere Einnahme von noch einmal 3ÜÜ000 M. ergeben. Bei vorsichtigster Rechnung ergibt sich also, daß allein die Büchsen bei entsprechendem Ausbau schon in diesem fahre U/s Millionen Mark s i c h e r e E i u n a h m e n gewährleisten. Ein ebenso wichtiger Zweig unserer Arbeit besteht in der intensiven Ausnutzung des Spenden־ hu ch es. Leider haben immer noch nicht sehr viele Ortsgruppen von diesem Sanimelmittel Gebrauch ge- ׳nacht, mit dessen Hilfe ohne große Mühe erhebliche Beträge für den Nationalfonds zu erzielen sind. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf große Städte wie Hamburg und Berlin, deren Einnahmen durch die planmäßige Verwendung des Spendenbuch cs recht anwlmlich vermehrt wurden. Noch besser eigiwt sich dieses sunmelmittel für kleinere mul mittlere Städte, in denen mau ja viel bessere persönliche Bezieluiiigeit für die Vorlegung des Spendenbuches besitzt. Genaue Instruk• rumeii über seine Verwendung sind bei der Zentrale uurütig, mul wir bitten alle Vertrauensleute, die davon bi-her noch keinen Gebrauch gemacht haben( dringend, dies umgehend nachztilioien. Es lassen sich mit diesem Sammelmitte! Licht auch größere Summen, z. B. ganze Eintragungen ins Goldene Buch oder für Gärten er• «eien, und es kann keineswegs als genügend angesehen werden, wenn z. B. im verflossenen Jahre für das uoldene Buch im ganzen nur 114 000 M. cingegaugcn -:;ul. Diese Summe ist zweifellos gerade durch inten- -ive Verwendung des Spettdcnhuches um ein Vielfaches /u vermehren. Sehr erfolgversprechend ist ferner die Veranstaltung besonderer Akt! o n e n, die leider im vorigen Jahre aus den erwähnten Gründen nicht in dem geplanten Maßstab durchgeführt weiden konnten. Bür dieses Jahr bestehen derartige Schwierigkeiten nicht, insbesondere sind die Unternehmungen des Nationalfonds ganz uaabhängig von der Arbeit für den Keren hajessnd. Es ist bereits mehrfach von uns betont worden, und eine in Berlin anläßlich der Zentralkomitee-Sitzung ahgehaltcne Konferenz der ßezirkssekretärc, der auch ein Mitglied der Keren hajessod-Lcitung für Mitteleuropa beiwohnte, hat cs ausdrücklich bestätigt: Dur Nationalfonds verrichtet lediglich auf stcuerartigc Sammclzwcigc wie den Landfomls, behält aber in seiner gesamten sonstigen Arbeit, mag sie sielt auf Büchscn-Aufstellungen oder auf die Veranstaltung von Palästiuiawoclien u. ii. beziehen, völlig freie Hand. Der Keren hajessod beruht auf einmaligen großen prozentualen Abgaben vom Vermögen und Einkommen, kurz auf einer einschneidenden Be- Steuerung, er hat nichts zu tun mit dem Gebiet der Natioualfondspropaganda, ׳nämlich den Gelegenh ei t s sa 111111111 n g e n. Dieser Unterschied kann nicht oft genug unterstrichen werden, und es ist Pflicht unserer Vertrauensleute, ihn auch den Spendern gegenüber immer wieder bervorzuheben. Beide Ponds sind gleich wichtig und gleich berechtigt, jeder hat seine bestimmten Aufgaben zu erfülle». Insbesondere darf die Propaganda des Nationalfonds, die eben auf ganz anderem Gebiete liegt, niemals über der Arbeit für den Keren hajessod irgendwie vernachlässigt werden; cs sind zwei Kreise, die sicli nirgends schneiden. Der Nationalfonds hat gerade im gegenwärtigen Moment die größte Aussicht, in Palästina die jetzt freigegebenen, gaiz bedeutenden Bodcnkomplcxe zu erwerben um. damit die Gesamtkolonisation auf breitester Basis zu stärken. Zur Lösung dieser Aufgaben genügen die ihm vom Keren hajessod bewilligten 20 n,0׳ auch nicht entfernt, sondern dazu ist erforderlich, daß in diesem Jahre ganz erheblieh viel mehr als im vorigen Jahre aufgebracht wird Es ist daher nicht nur in der Nationalfondskonimisston für Deutschland, sondern auch in der erwähnten Sitzung im E i 11 v e r s t ii 11 <1 n i s ni i t d e r Keren hajessod- Leit 1111 g für Deutschland und Mitteleuropa beschlossen worden, eine große Purim aktion für den Nationalfonds in allen deutschen Städten durchzuführen. Nähere Ausführungen über diese Aktion werden den Vertrauens* leuten in dm nächsten Tagen zügelten; liier sei nur aßgemein bemerkt, daß die Aktion sich nicht auf de« Tag des Puriiufcstes selbst beschränken soll, sondern etwa im Stile der vor zwei Jahren unternommenen außerordentlich erfolgreichen Paliistinawodie gedacht ist. Das Gelingen lincr solchen Aktion hängt einzig von dem guten Willen unserer Vertrauensleute äh. Wenn jeder Einzelne sich mit allen Mitteln für die PurimvcranstaT tung cinseizt, dann ist an dem Erfolg überhaupt nicht zu zweifeln. Wieviel durch solche einmaligen Aktionen, trotzdem sie sich doch im ganzen über höchstens acht Tage erstrecken, zu erreichen ist, dafür einige Beispiele: Die Palästinawoche des Jahres 1910 erbrachte ein Gesamtergebnis von 220 000 M., zu einer Zeit, als die deutsche Valuta etwa viermal so hoch wie jetzt stand; die Rosch-Haschanah-Aktiou des vor;- gen Jahres ergab 125 000 M., und sogar die letzte Chanukali-Aktion, an der sich überhaupt nur sehr wenige Orte beteiligten, hatte den für die geringe Anzahl immerhin bemerkenswerten Erfolg von 55 000 M. Diese wenigen Zahlen beweisen schon, welchen Wert derartige Einzelaktionen haben, vorausgesetzt, daß sie entsprechend vorbereitet werden und daß wirklich alle Vertrauensleute ihre ganze Kraft dafür einsetzen. Die Purimaktion wird der Prüfstein dafür sein, ob wirklich jeder unserer Vertrauensleute die Größe der Aufgaben des Nationalfonds im gegenwärtigen Augenblick erkannt hat, ob ihm bewußt ist, daß jetzt alles darauf arJiommt, in kürzester Zeit die unbedingt notwendige Mindestsumme für den Bodenervverb in Palästina zu erreichen. Weil diese Notwendigkeit jetzt mehr als je besteht, so besteht insbesondere auch für Deutschland die Pflicht, unsern Volksschatz ganz anders als im Vorjahr zu fördern, Das Ziel des Jahres 1021 muß dasselbe sein wie 1020, die einzelnen Kontirgentsziffem für 1921 sind daher im allgemeinen denen gleich, die wir iin Vorjahre aufstellten. Jeder wird verstehen, daß wir alles daran setzen müssen, diesmal den Mißerfolg der vergangenen zwölf Monate wettzumachen. Eine erste und entscheidende Gelegenheit hierzu bietet die ,Pu ri mak t io n. Sic kann ebenso wie seinerzeit die Palästinawochc einen materiellen nicht weniger als ideellen Erfolg auch in weiten nichtzionistischvn Kreisen haben, wenn in jedem unserer Mitarbeiter ihre Bedeutung für den Aufbau Paliistinas lebendig ist. Denn unsere Erfolge hängen einzig von der Arbeit ab, die wir selbst dafür aufwcndcu, und von dem Vertrauen, mit dem wir an die Arbeit gehen. Nur dann, dann aber gewiß wird das Resultat unseren Erwartungen entsprechen. Rundschau Nr. 7 Berlin, den 25. Januar 1921 Ausweis Nr. 4 InuaTf romfßlt Geldbeträge sind einzuzablent für Deutschland: auf das Postscheckkonto Jüdischer Nationalfonds E.V. * Berlin 28 247 für Groß-Berlin: auf das Postscheckkonto Jüdischer Nationalfonds E.V. Sekretariat für Groß-Berlin 65 152 Telephon der Zentrale t UhUnd 1534 Telephon de• Sudtbflro•! Zentrum 3614, 3615. Der Jüdische Nationalfonds bezweckt den Erwerb von Grund und Boden in Palästina als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes! Zur Beachtung! Wir machen darauf aufmerksam, daß nach einem Beschluß der Nationalfondskommission für Deutschland Spenden Unter 5 Mark acht mehr mit Text oder Hamen ausgewiesen werden. Der Preis für ein N. F.-Telegramm beträgt vom 1. Januar 1921 ab 2 Mark, der Preis für einen Baum 25 Mark, eine Eintragung ins Goldene Buch 1000 Mark. Preiserhöhung einzelner Spendenzweige Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß vom ),Januar 1921 ab die Eintragung Ins Goldene Buch auf 1000 Mark erhöht wird. Der einzelne Baum kostet von diesem Zeitpunkt ab 25 Mark — nicht, wie Irrtümlich angegeben, 20 Mark —, eine Summe, die Im Verhältnis zu den gesteigerten Unkosten und Löhnen In Palästina recht gering bemessen ist. Ausweis der bis zum 20. Januar eingegangetwm Spenden; Aus den Spendenbüchern De für Goldenes Buch und Herzl-Wald erfolgten Eintr.igungen ins Spendenbuch siehe unter den entsprechenden Rubriken. ßcrlin: Louis Rinkcl . . ..!00,-- Cöln: Lt. Ausweis r. d. Jüd. Woche.50,— Hamburg: Ges. b. d. Vcrlobungsgcs. Edda Joel- Hermann Wolf 760.—, Emil Lyon u. Frau 20,—, Mendel 40.—, Alexander Joel u. Frau a«J. d, Verlob. 1 Tochter Edda m. Hermann Wolff 100.-, Julius Zadik-Guatcmala z. ZL Hamburg, an!, s. Verlobung kiO.—, Josef Loebcnstein 20,—, Manfred Bauer anl. s Vermählung 20,—, Siegfried Lcvy 100.— . . 1260.— Ma n nh e i m: N. N. anl s. Verlob. 30—, J. Gräber anl d. Verlob, s, Tochter 25.—, J. Fröhlich u. Fr. anl d, Geb. i. Stammhalters 25.—, Oskar Lichmann anl s. Verlob. 50—.. 130.- M.-Gladbach: Ges. dch. Dr. Fröhlich dnl d. Hoch«. Stichel-Fröhlich.. 800.— Zusammen 2340.— Allgemeine Spenden Adelebsen: Santmlg. dch, Hugo Bach, Gut Arne- '1*b b. Boden fehle: L. Stehbetg 50.—, Hörster 30,—\ *cgfried Eichenberg, Sa'Ji Dannenberg je 50—, C. *Mruienbcrg 25.—, A. RothsdNW 10 — .... 215.— A s c 11 e r s 1 c b e 11: A. d. Ertrag e. Vcrstcig. z. Silvester b. (Irolui.55, Berlin: Erwin Becker 20.—, N. N. 00. , Aron Segall kond. I)r. W. Schön 5.־ , Pinkowitz. 0.50, ln ge!personal d. Fa. C.. Knoiler!0,—, V. J. St. Makknbaca 20. , Clara Knopf 5.50, Norbert Herzog 5.~ , ges. a. d. Barmizwah v. Herbert Kozuninski dch, Leo Jacohovi z 50—, Liese! Opplcr 8.—, Nichtberger 10.--, N. N. 50. , O. Viktor 10. , Frau Mittwoch 20.- , I). H. Bauet 11: Besuch b. s. Bruder Dr. B. Bauet!!, Hamburg, 50.—, H. Avrani 20. , M, Kupferberg, Thoraspeude 3. - , ges. b. d. Vertraueiismäiincr-Sitz.iiiig 6.05, Roscnstein Ö Oppler 100.—, anl. d, Vortrages v. Prof. Dr. Lewin i. d. Ortsgr. Charliottcnburg 55.—, ges. b. Georg Klewan.sky 100.- , R,־A, Dr. Georg Sandler 11. Fr. grau Wollcnbergs 11. Silbersteins Hochzt. 30. -, Gruppe Chaxlottcnburg 7.95, N. N. 20.—, Hugo Wolfcrmann 20,—, Epstein 20.--, H. Brünner, Skatgewinn 157.- , Scheiflan, Skatgewinn 90.—, N. N. 5.- , .1111. e. Keren hajessod-Sitzmvg d. Gruppe Ost a. Dank n.!־am. Eisucr 63.—, Walter Erhard dankt Käthe HirschfeUl f. Abendbrot 5.—, Uebcrschuss aus Batimsammlungcn f. d. Jabotinsky-Hain 23.63, Hans Salinger 150.— .. ... . 1217.63 Beutlicn: Hugo Lesser, Siegfried Lcsser, Thoraspenden je 20,— . 40,— Bl ei ehe rode: Dch. Erna Cohn: Anl. e. Familienfestes .30.— 1: V.J. St. Kadimah kond. Bbr. J. Goldenberg le s. Bruders.10.- B onn: z. Tode ßrauuscli w e i g: Rosenmeyer 15.—־, Büchsen- Sammlung b, Versammlungen 35.05, ges. b. d. Hochzt Kawkicwiitz u. Laster 122.— . 172.05 Cöln: Lt. Ausweis i. Nr. 15 d. Jüd. Woche . 71.— Dortmund: Kronenberg dankt Rose Eichengrün f. Marken.10.— Erfurt: Die Ii. Gruppe d. Erfurter Jüd, Jugend- Gemeinschaft nachtr, z, Guttmaims Abschied . . 10.— Güstrow: Dell, Hermann Fisdiel: Ges. b. d. Verlob, v. Fräulein Lustig u. Herrn Liwschvc 27.— Halbe r stad t: A. Spicknann, nachtr. Neujahrsablösungcii .... 3•־“ Halle (Saal e): Bernhaixi Tanncnbattm u. Ludw. Lcvy dank. i. ib. Freunden Paul u. Artur Burak f. erwies, Gastfrdsch.. ■ 20.— Hamburg: Hdnri-di Mayer gcw. Wette r. Fräulein Slobodsky 100.-, ddi. R.-A. Max Levy a. Sühne i. einer Bdcidigungssachc 150.— . . . .. 250.— Kolbe rg: Rud. Papilsky, Ncder. 5.— Königsberg 1. Pr.: Martha Bukofzer u. Meta GeiscnSerg dank. Fritz Lewinsohn f. d, Predigten 5, , Fan!. Laks grat. Beka Brande z. Verlob. 20, , Dav. Schlossberg dankt Dr. John Lcvy u. Fr. f, frei!. Aufn. 20.-־, Alfred Abramsohn dankt Farn. Schönfeld, Berlin, 11. Bhr. Bbr. Ratzkowskv 11. Becker f. frdl. Aufn. 15.—.".60 — Mannheim: N. N. anl d. Verlob, s. Tochter 100.—, Thoraspendett: 1. ״Ahavvas SchoLunn״: J. Feklergrüit, Sam. Lustmann je 5. , Morgenstern jr. 3.—, i. ״Ahawas Zion“: Sam. Brym, G. Wachtel, Serebriany-Nürnberg je 5. —, G. Kolm 10.—, div. 2.— HO — München: Jacob u. Hugo Frankel grat. Dr. Schüler 11. Fr. herzl, z. Geb. d. Tochter 5.—, Frauziska Loewy geb. Koch anl d. Jahrzt. i. sei. Mutter 10.—.15.— Nidda: Theodor Lcvi 50.—, Brithmila-Sammlg. i. H. Fritz Geiss 50.—.100.— O b e r h a u s e n: Hans Frohnhausen dankt s. lb. Goldsteins f. d. gemütl. Abend 3.—, Hilde Bein, Mcchlowitz, Rest v. Zcitungsabonnement 10,- 13.— Sulingen: Hedwig Falk u. Kurt Horwitz anl. 1. Verlobung 300.-, Rudolf Falk 50.-. 350 - Stuttgart: E. Berger anl. d. Barmizwah s. Sohnes 10.—, S. Friedrich u. Fr. grat. z. Verlob. Fr! Goldstein u. Marschalik, z. Verm. Botie-Pariser 10—, Oskar Pariser u. Fr. grat z. Brithmilah 1s. Scheinemann, München, z. Verlob. Goldstein-Marsdialik 10.—, M. Pariser u. Fr. a. gl. Anl. 10.—, Thoraspenden: Fuchs 20—, Br. Helfer 15. . J. Katz, L. Rubcnfeld, B. Kaiser, N. Kcllermann je 10,—, O. Haspel Schreiber je 5.—, Unterschuss d. Baumsantmlg. a. d. Verlob. Schloss-Barkowsky 10.- . 135. - David u. Fanny Wol f so h n S t i f t u n g: Lt. Ausw. I d. Jüd. Woche.]00 _ Zusammen 3078J68 Goldenes Buch Ha nnahDebor ah Feuer, München: Jacob Teitei u. Fr., München, grat. Adele Hohenberger herzl z. Verlob. Michel Mahler-Dora Fleischer', Mün- '?י.' Mahler, München, grat. Amtsrichter Dr. Schaler u. Fr. herzl. z. Geb. d. Tochter . .5 — Jüdisches Lehrgut Markenhof: Vom Markenhof: dch. Meta Jahr 5.—, v. d. Eleven ges 15.-, Max Steinberg dankt Dr. Kahn. Mannheim, u. Farn. Gunzburgcr, Freiburg, f. Gastfrdsch. 10.—, 30. - Daniel Treu, Essen: Max Treu, Essen, grusst Erwin u. Fini Landauer, Chemnitz, Ing. Popper u. Fr., Hannover, Liese Windmüller u. Ruth Klee 40.— Zion. Stammtisch, Bonn: Stanun tischeinnahmen . 7״ 1 | j i