Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVI (1921)
- Issue
- Heft 1-2 (5.1.1921)
- Date
- 1921-01-05
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1/2 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 9 Ische [gibt ptcn fiter- |iter- [Ar- 8!er- ( ( , tc.iie eher Yen/. fche«;liier pnd- 1ver-! ist. Ilten jicht r zu?«ge lag. heu Heu 1mg ן ilir {ich ■ 'er \net I. ert >ie sie :en iio- Ich fcih. den K־r Jahr das' >. s. vor int- :die 11 יו? f'S tue et» kel t/t. Sen feilue Irfud :er-!ul vt\ e n \u. )ie /• :r־ din der P'!־ der i*rc 1 6. Ink־r, its- B»g In» Ben *1»- Die m!» ien- ®irs I s- Im) Ire lieh le 1c hn iauf |ter oyfen als tei ■kt als i.k j . 1 I ג. •■1 1 ■i i Lage tagte Verver- Partei anerkannt zu werden. Daher hatte 11er Perniaiien/aiissehull nur die aus sechs Mitgliedern hestehende Fraktion, nicht aller die Partei anzuerkennea Ls folgt eine zweistündige erregte Debatte, in deren Verlauf die M. P. S. erklären, dall sie die AnscluiUliginigen Meversohns und die von ihm m Wien und Moskau vorgehraehten Ansichten nicht teilen und sie bekämpfen mul Meyersohn abberufeu haben. Dennoch verwirft die Versammlung den Antrag,^ die Partei anzuerkeimen, mul es wird ein Antrag Schweiger angenomnien, welcher besagt, dall die* Parte! der Arbeitericliaft Palästinas noch nicht genügend bekannt ist uiid daher zunächst nicht anerkannt werden kann. Dies fuhrt am nächsten Tag zu sehr heftigen I rötesten der M. P.S. und zu erregten Debatten zwischen M. P. S. und Aehduth Haawodah, so dall beinahe d;e Versammluag gesprengt worden wäre. Atn Montagabend mul Dienstag wurde die der Arbeit in Palästina besprochen. Unterdessen das Permaiicnzkomitcc, um die drei folgenden faesungsanträge zu beraten und womöglich zu einiget». (M. P.S. hatte keinen Antrag vorgehracht und kam erst in die Sitzung mit einem Entwurf.) Obwohl der Permancn/aiisschiill die ganze Nacht hindurch arbeitete, gelang es ihm nicht, die drei ()nippen (Hapoel-Mu/air, Achdiuh Haawodah und Chaltiz) zu vereinige!». Vielmehr schlossen sieh die beiden letzteren Parteien gegen I lapoel-1 la/a'ir zusammen. Den Haupt• pimkt des Streites bildete die Frage, ob die neu zu schaffende Organisation ״parteilos“ sein und ob dies in das Statut aufgenoinmcn werden solle oder nicht. Adulutli Haawodah stellte sich dagegen, weil die Aufnahme des Wortes ״parteilos“ involviert, dall es atiiicrhalb der zu schaffenden Organisation Parteien geben soll. Aehdiith Haawodah will dies nur als Faktum, als notwendiges Uebel /!!lassen, aber nicht durch Aufnahme der Formel ״unparteiisch‘• in das Statut der neuen Organisation gewissermaßen sanktionieren, dall es daneben Parieiei» gibt. Die Formel des I lapoel-Hazair wurde mit •10 zu 31 Stimmen abgelehnt. Nach Annahme des grundlegenden Paragraplien über die Gründung der ״Allgemeinen Organisation der Arbeiter Palästinas“ verkündete der Vorsitzende unter stürmischem Beifall der Versammlung, dall die Organisation aller Arbeiter Palästinas eine Tatsaclie ist. Hierauf ging die Versammlung in die Ab- Stimmung über die Details ein. Interessant ist, daß ein von" den M. P. S. eingebrachter Antrag, daß die neue Organisation auf dem Standpunkt des Klassenkainpfcs stehe, mit ziemlich großer Majorität abgelehnt wurde. Gegen den Klassenstandpunkt stimmte der Hapoel-Hazair, ferner ein großer Teil der Chaluzini und die Aehduth Haawodah. Die Abstimimingcn gingen in größter Freundschaft vor sich, die Parteien verzichteten oft vor der Abstimmung auf ihre Plattform und dies entfesselte jedesmal einen Beifallssturm. Nach den schweren Auseinandersetzungen der vorhergehenden Tage hatten die Delegierten das Gefühl, von einen! schweren Baun befreit zu sein. Um 1 j'i Uhr nachts wurden unter stürmischem Beifall — besonders von seiten der Aehduth Haawodah — die Begrüliimgslelegramme vorgelesen, welche von seiten des 11 a p o e 1 -!1 a z a i r iu Berlin, Wien und Warschau eiugelaufeii waren und die Notwendigkeit der Einigung betonten. Am letzten Sitzungstage erregte zunächst die Diskussion über die Frage einer gemeinsamen Zeitung eine heftige Debatte. Auch diese Frage wurde einverständlich gelöst. Ls wurde beschlossen, daß die Organisation das Beeilt habe, Bulletins und Arbeitsliteratur heraus/ugebeu, jedoch die Frage der Zeitung wurde der nächsten Weidali übergeben. Eine große Diskussion erregte ein von Aehduth Haawodah ein• gebrachter Antrag, daß die neue Organisation auch das Verhältnis zu den Arabern zu regeln hat. Es wurde ein einverständlicher Antrag von Aehduth Haawodah, Hapoei-Ha/air und Clialuz angenommen, diesen Antrag der Leitung zu übergeben. Die Chaussccbnuten. Fs werden jetzt Vorherei■ tungen getroffen lür die Arbeiten an der neuen Chaussee Tiberias—Tabclia, die die Regierung der Aehduth Haa■ wodah übergeben hat. Die Vorbereitungen sind bald zu Ende; es werden jetzt die Zelte aufgeschlagen, die von der Regierung bereitgestellt wurden. Auch Lebens• mittel und genügende Bekleidung werden vorbereitet Die Bedingungen, unter denen die Chaluzim diese Chaussee bauen werden, sind zufriedenstellend mit viel besser als an den anderen Chausseen. Diese Ar׳ bertergruppe besteht aus zirka 300 Chaluzim. — Eine Gruppe von Chaluzim ist mit der Ausbesserung dei Chaussee Adtuleli—Nazareth beschäftigt. Die Gruppt ist vom Hapoel-Hazair organisiert. Unter den Arbeiter! dieser Gruppe betinden sich viele, die die Arbeiter gruppe des Misrachi bei Rosch Pinna verlassen haben . Sch. Ben-Zion. In Jaffa wurde das fünfzigjährig! Jubiläum des hcbiaisclieii Schriftstellers Sch. B c n Zion (S. CI1. Gutmann) festlich begangen. An den Bankett, das im Hause des Jubilars in Tel-Awiw abge halten wurde, beteiligten sieh der greise Seliriftstclle A. S. Rabinovvitsdi, außerdem der hebräische Dichte Fi.'hnian und die Schriftsteller Dr. Zifroni, Dr. Glücksohn Ba״rasch u. a. Wucherbekämpfung. Eine Verordnung der palästj ncrisischen Regierung verfügt, daß alle Lebensmittel hamllcr die Preise folgender Lebensmittel auf Preis titeln in ihren Verkaufsständen zu vermerken haben Naphtha, Seife, Kohle, Alkohol, Mehl, Brot, Milch Käse Heringe, Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln, Olivenöl, Mohn ol, Zucker, Reis, Fleisch, Butter, Eier, Oliven. Fü diese Waren wurden ferner Richtpreise festgesetzt. Arbeitsgeräte für die Kwuzoth. Die ״Pro Ps icscll! lästina-Gesellscliaft'‘ in Alexandrien überwies,” wie u ״Jüdische Preßzentrale“ mitteilt, der Zionistischen Ko! mission 3000 ägvpt. .£ zur Anschaffung von Arbeii geraten für die Chaluzim der KwuzotJ». Bedingung i nfiL 1 V)clt[r dle Ga־ätc nur gegen ein kleines, v< ftrem Lohne abzuziehendcs Entgelt erhalten sollen. A den zuruckfließcnden Geldern sollen fortdauernd Ne anschaffungen von Geräten vorgenommen weiden. Deutschland Leopold Landau Einer ging von uns, wie Ihrer nicht viele sind m Israel zu unserer Zeit. Kraftvoll ging Leopold Landau durch ein reich gesegnetes Leben voller Arbeit. Der Aufbau war sein Element, ln seinem ärztlichen Berufe, den er mit größter Hingabe ein halbes Jahrhundert liindurch erfüllte, zeichnete er sich durch Mensche.nliebe, wissenschaftliche und praktische Erfolge aus. Die Lehrtuitl Arbeitsstätte, weldte ihm der Staut nicht gab, schuf er sich selbst — ein souveräner Mann. Zahlreiche Patienten und Schüler grüßen von Nah und Fern trauernd und dankend sein Grab. Die Einzelheiten seiner wissenschaftlichen und praktisdien Berufsarbeit darzustclleii, ist liier nicht die Stelle. Hier sei es gestattet, den Manu zu schildern, wie er im judentume stand. Er stammte aus Warschau, seine erste Erziehung war nicht jüdisch orientiert. Ein großes jüdisches Erbgut aber lag in seiner Wiege - stammte doch auch Ezechiel Landau aus seiner Familie, im Leben erst regte sich dieses Erbgut, mehrte sich und wuchs, bis es im Alter den ganzen Mann erfüllte und ihm der Stempel seiner Persönlichkeit wurde — einer jüdischen Persönlichkeit —, einer Individualität, die sich zusammensetzte aus Charaktereigenschaften größter Gegensätzlich- keit. Ein ungewöluilich starker Wille aber vermochte die Gegensätze zu meistern und gcmeüisam cinzuspannen iu die jüdische Arbeit seiner Zeit. Gütig konnte Leopold Landau sein bis zur Sentimentalität, wenn er ein elendes Ostjudenkind sah, gütig und hilfsbereit, wenn aufstrebende, junge Juden seine Hilfe heischten für ihr Fortkommen. Kraftvoll trat er in der Öffentlichkeit auf, wenn es galt, die Tausende und Tausende unserer wandernden Brüder in ihrer Not und ihrem Elend zu stützen — und kräftig trat er ein für die Schaffung j von jüdischen Erzielumgsstättca für die Kinder dieser j Ahasvere. Hart war er, wenn es galt, für einen gcfaßten Entschluß zu kämpfen, besonders hart, wenn er gegen Judengegner anging oder gegen Juden, die nach seiner Ansicht eine falsche Vorstellung vom Judentum hatten. Wie er die wirklichen oder vermeintlichen Fehler seiner Gegner unnachsichtig beurteilte und verurteilte, so war er bereit, sich eines Besseren belehren zu lassen und seine eigenen Fehler cin/.ugostchcn, wenn man sie ihm freimütig ins Gesicht sagte. Rührend war die Szene, als er auf Veranlassung des Schreibers dieser Zeilen seinen alten Streit begrub, den er mit Hermann Cohen wegen ihrer verschiedenartigen Stellung zur Alliance Israelite hatte. Wie zwei Patriarchen traten die beiden Feuerköpfe einander entgegen und reichten einander die I Luid, um gemeinsam zu beraten über die Gründung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Landau erkannte, daß Wissen die hauptsächlichste Macht der Juden ist. Wie er mithalf, daß man die Knaben lehrte, so wollte er freudig!nithelfen an Hermann Cohens Idee, ein neues Zentrum für jüdische Gelehrsamkeit zu schaffen. Das Samenkorn, welches der jüdische PI1ilos0|»h unserer Zeit in seine Senile pflanzte, fand dort einen adäquaten Boden und schoß kräftig iu die Halme. Unbeirrt durch abfällige Kritik half er mit, den Bau aufzuführen, setzte sich ein nach echt jüdischer Art mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Vermögen für eine echt jüdische Idee. Wir, die wir Schulter an Schulter kämpften mit ihm in diesen letzten Jahren, haben alle Schwierigkeiten und Härten seiner Wesensart kennen gelernt, manchmal tief bitter empfunden — aber im Schmerz und in der Freude der gemeinsamen Arbeit formte sich glanzvoll die große jüdische Persönlichkeit dieses Mannes — der ein Jude sein wollte und war. Er konnte die Einzelheiten nicht immer selbst beurteilen, darum förderte er alles Jüdiselie, besonders, wenn nationale und bewährte konservative Tendenzen überwogen. Ein Jude war er — aufgebaut auf der breiten Basis einer tiefen Liebe zu seinem geltetzten Volke —, kein Jitdu einer Richtung —, kein eingeschriebener Zionist, und doch, stets den Blick gen Osten gerichtet, ein treuer S0I111 der alten Heimat seines Stammes, wo nach seinem Willen ein Teil seines Lebenswerkes Zeugnis ablegen soll von seinem Können und seiner Liebe, Kein Orthodoxer nach Lebensform und lieber• Zeugung und doch gefühlsmäßig ein Freund der Orthodoxie, weil er in ihr die großen zentripetalen geistigen Tendenzen sali, die bisher die Hauptstütze des Judentums waren — ein kritischer Freund freilich, der es offen verurteilte, wenn die jüdische Orthodoxie, wie er sich ausdrückte, ״katholische Form“ an nahm. Ein Gegner des Liberalismus im Partcileben, sprach er in der Orgelsynagoge am Freitagabend seiner heimgegangenen Mutter den Kaddisch in deutscher Sprache mit derselben Kawono nach, wie wir anderen ihm den unsrigen nachsagen in der Spraclic der Väter. Ein Jude war er -*- nichts Jüdisches war ihm fremd. Einer ging von uns, wie ihrer nicht viele sind in Israel zu unserer Zeit. Gustav Bradt. Vorlesung Uber Relativitätstheorie. Dr. Orom. mer wird eine gemeinverständliche Vorlesung über Relativitätstheorie während zweier Monate halten. Zwei Doppelstunden wöchentlich. Beginn; Dienstag, den 11. Januar 1921, 3 Uhr, Philippstr. 21. Karten zu 25 M. monatlich beim Portier. Deutsch-Israelitischer Gemcindeband Der XV. ordentliche Gemeindetag findet am 23. Jan. 1921, vormittags 9 Uhr, und cvcntL Montag, den 24. Jan. 1921, in Berlin, Kleistvtr. 10, im Logenliaus, 1 Tr״ statt. Die Tagesordnung enthält u. a. den Antrag auf Abänderung der Satzungen entsprechend dein Verfassungsentwurf für eine ücsam(Organisation des deutsehen |udentuxns (Ref.: Herr Dr. J. Freund). Beschlösse des jödischen Lehrerverbandes I. Zur Frage der Gesamtorganisation; Der Gescliäftsführende Ausschuß des Verbandes der jüdisehen Lehrervereine im Deutschen Reiche beschloß in seiner Sitzung in Cassel am 27. Dezember 1920, die Mitwirkung der jüdischen Lehrerschaft an der vom D. |. G. B. geplanten Gesamtorganisation der deutschen Juden von folgenden Bedingungen abhängig zu machen: 1. Bewilligung einer Vertretung der jüdischen Lehrerschalt im großen Rat des neuen üeineindebundes; 2. Regelung der Anstellung, Besoldung und Versorgung der jüdischen Gemeindclchrcr und Kultusbeamten durch die Bundesverfassung. Der Geschäftsführende Ausschuß des Lehrerverbandes hält ferner zu einer einigermaßen ausreichenden Unterstützung der leistungsschwachen Gemeinden eine Bundessteuer von mindestens 5 "0 der Gcmcindccin• nahmen für erforderlich. II. Zur Besoldungsfrage: Der Geschäftsführende Ausschuß des Lehrerverbandes hat mit größtem Bedauern fcstgestcilt, daß eine große Anzahl jüdischer Gemeinden der bedrängten wirtschaftlichen Lage ihrer Lehrer und Kultusbeamten nicht die nötige Beachtung geschenkt und eine Besserung der Beamtenverhältnisse noch nicht herbeigeführt hat. Der Geschäftsführende Ausschuß appelliert nochmals dringend an die rückständigen Gemeinden, daß sic schon im Interesse des Ansehens des Judentumes dessen Trägern und Vertretern, den jüdischen Lehrern, eine würdige Stellung mit zeitgemäßer, auskömmlicher Besoldung gewähren. Die Chaluzbewegung in Deutschland Aus dem Bericht des Waad Alijah für Deutschland über die Tätigkeit vom 1. September bis 15. November 1920: Während der Berichtszeit wurden durch den Waad Alijah nach Palästina überführt: 1. Aus Deutschland ..34 2. Aus d. bcnachb. Ausland (Litauen, Lettland) 170 Demnach beläuft sich die Gesamtzahl der durch den Waad Alijah seit seinem Bestehen beförderten Chaluzim auf: 1. Aus Deutschland laut 1. Tätigkeitsbericht . . 79 2. Aus Deutschland laut 2. Tätigkeitsbericht . .34 113 Aus d. benaclib. Ausland,‘laut 1. Tätigkeitsbericht 125 Aus d. benaclib. Ausland, laut 2. Tätigkeitsbericht 170 295 Im ganzen also 403 Aus dem Bericht des Chaluzressorts des deutschen ״Hapoel-Hazair“: Chaluzim des Hapoel-Hazair in d, Landwirtschaft 87 Im Handwerk.55 ln Bergbau und Großindustrie ........ (»3 Zusammen 205 Außerdem wurden 03 in Handwerk »md Landwirtscliaft ausgcbildete Chaluzim bereits nach Palästina überführt. Namensänderungen. Die preußische Regierung hat der Landesversammlung den Entwurf einer Novelle zum Stempclstcuergesetz vorgelcgt. Danach soll einer in der ״Jüd. Rundschau“ 1920, S. 93, gegebenen Anregung gemäß für Namensänderungen ein hoher Stempel erhoben werden, und zwar nach dem Einkommen abgestuft von 1000 M. (bei Einkommen bis 10 000 M.), bis 20 000 M. (bei Einkommen über 100 000 M,). Zu bemangeln ist hierbei, daß bei Einkommen über 100 000 Mark der Stcmpelsatz gleich bleibt, während die Interessenter» für Namensänderungen vielfach in den Steuerstufen über 100 000 M. rangieren. Sie werden sich nicht lumpen lassen. Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums veranstaltet im Jahre 1921 folgende Montags-Vorlesungen zum Besten ihres Stipendienfonds: 17. Jan.: Prof. Dr. Willy Sta cr k, Jena: Das religiöse Problem des Judentums. 14. Febr.: Prof. Dr. J. Outtmann: Spinozas Verhaltnis zum Judentum. 21. Febr.: Dr. Eugen Tä übler: Die Anfänge des Volkes Israel. 7. März: Ministerialrat Dr. Otto Jöhlinger: Bismarks Stellung zur Judenfrage (nach unveröffentlichten Quellen). 21. März: Julius Bab: Das Shylock-Problem. Die Vorlesungen finden jeweils abends 8 Uhr in der Aula der Hochschule, Artilleriestr. 14, statt. Eintrittskarten zu 8 M. für den ganzen Zyklus, zu 2 M. für je eine Vorlesung sind zu haben bei ׳Hern» Juwelier Eugen Marcus, Unter den Linden 13, im Sekretariate der Hochschule und am Saaleingang. Berichtigung In den in Nr. 93/94 wiedergegebenen Ausführungen des Herrn Lebowitsch hat sich ein Irrtum eingeschlichen. Die aus dem Rechtsbüro ausgeschiedenen Advokaten sind aus persönlichen Gründen freiwillig dort fortgegangen. Ke Drohungen und Erpressung*versuche gingen nicht von ihnen aus, 90nderu von Advokaten außerhalb des Büros, die sich durch dessen ünentgeglichen Rechtsschutz kt ihren Einnahmen geschmälert sahen.