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Jüdische Rundschau · 1920-12-14 · Heft 89 (14.12.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 89 (14.12.1920)
Date
1920-12-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JÖEDlGCnS EUHDSCHÄU. Seite 060 L' u, 4:H■ f tu! ui? t Si:/,», it 1,1 it >ri\.[V 111 ngs* f not• (1 den .11:׳ ,1 hi 111115 ilti.aui | 511511• P- F-5 piawf fcclie« kMiutl, sch« * 1 daß ו *k Nicht Jgcn- ' ־ cüi : der 4 ן[ c 5 Hlem (kann u .h 1 V־ tn «11: it '1 4 ״. r, Ni::• »re», l da hin n g־ Ulen- |P1V>• 1 :־ur »aller htmb ,111 •0־1* ״ i I d;(־ rki"• ״ '11* renn tun ־°| )ler. j.Bcltvon um als Co- Uten I in |id1-!,;irr fcj'e 1 |ll| beiliiie 1:1 1» t in b!ןzu- Iller» (Si'tl jcin R1C11 f l1.׳ Vuff0*.n |c* |ו• e t סא V' rb*». fen f"' |on jjits ptn (W1 fc«■ r »«■ »11c -II. :in- (let sic gi«• res?1ist für Nf. 80 unser Werk unerläßlich notwendigen nationalen Gelder winl keineswegs erleichtert durch Artikel, die unsere grundsätzlich nationale Arbeit in Zweifel ziehen 51ml durch den Hinweis aut das Privatkapital es beinahe als falsch mul aussichtslos liinstellcii, Gelder für natioiiak Kolonisation zu gebe». Natürlich ist es rnjtwoadig, Wirtsehattsgesrhicluci /״ studieren, wie Kaphin-Kogan (ordert, besonders wie w 1 r hiu/.ut'üj׳en inöchtcn die Geschichte der Kolonisation der europäischen Völker und vor allein palästinensische Wirtschaftsgeschichte, die sehr lehrreich ist. Aber zuerst midi inan sich über die .׳ r un d sä t z I idle Einstellung einigen, muß wissen, welches Ziel man anstreht. Diese Frage liegt vor der wissenschaftlichen Untcrsiicinmg, liegt auf dem wcliiet unserer nationalen Problematik, innerhalb deren die Entscheidung nicht ״ach wirtschaftlichen Momenten erfolgt. Diese Entscheidung durch die überlegene Geste des ״Wissenschaftlers1‘ zurück/.uschicbeu,!st ein M i 11 b r a u c 11 der Wissenschaft, gegen der! Verwahrung eingelegt werden mjtli. Keine ״Wirtschaftsgeschichte“ kann beweisen, daß der Wille eines Volkes, frei zu sein, richtig oder falsch ist. Dies ist ein Wille, der sich seinen Weg sucht; eine lebendige Kraft, der mit historischer Wissenschaft nicht heizukommen ist. Deutschland Zur Frage der Gcsamtorganisation Aus der Berliner Jüdischen Gemeinde (Sitzung der Repriisentantcn-Vcrsaiiiinhmg vom '21. Nov.) Die Schaffung einer Gcsumtorgauisatkm der deut- -.eben Juden bildet seit längerer Zeit ein Problem, das in den verschiedensten Kreise« der deutschen Judenheit aufs lebhafteste erörtert wird. Welche Bedeutung einer solchen <iesn11!torganisation vom allgemeinindischen mul speziell auch vom zionistischen Standpiuikt aus zukänic, ist in diesen Blattern schon wiederholt erörtert ,worden. Im Augenblick steht das Problem tutmittelbar vor seiner endgültigen Entscheidung. Bekanntlieh spielt dabei die Hivalitat /.wischen dem Deutsch- Israelitischen!üemciiulc-Btuul und dem Verband der deutschen Juden, die beide sich das Recht vimlizicren, als CiesaiiUvertretuiig der deutschen Judeuboit schon jetzt zu gelten, eine Rolle, Für den Verband der (kutschen luden trifft dies in keiner Weise zu. Aber auch der D, 1.0. B. kann es in seiner heutigen Verfassmig nur in sehr bedingtem Malle in Anspruch ne.11111e.11. Wenn die Oesamtorganisatkui .11. den bestehejitlen 1). 1.(1. fl. in irgendeiner Weise aiigekrviiptt 'wrden sollte, dann muH eine Umwandlung des 1>. 1.(1. li. uif absolut demokratischer Weise in der von den Vertfrteru der Zionisten geforderten Richtung erfolgen. Die t rage einer derartigen Umwandlung hat Widerspruch naineuthch auf seilen der Großgemeiiule» hervorgerufen, sk• wollen teils aus finanziellen Gründen, well sie die I luiiptträgcr der Lasten der OesnmtorganisaI:nn sein werden, teils — und vielleicht sogar in erster Reihe um ihren Machtstaivdpunkt nach jeder Richtung hin zu!Klumpten, das lieft nicht aus den Händen gehen und durch ihren Zusauiineiischlub die Gcsamtorganisntioi» begründen. ,Die Gefahre», welche für eine wirklich volkstümliche Entwicklung der Organisation entstehen mühten, wen!» die Großgemeitiden die Führung übernehmen, liegen klar zutage. Der auf der sogenannten Konfcrenzgemcmsehaft der Großgetneindc» ansgearbeitete Vcrfassnngscntwnrf für die Ciesamtorganisat'ioi* ist durch itm.1 durch reaktionär. Weder ist in'ihm da.s Verluihuiswahlrcclit statuiert, noch irgendwelcher Schutz der Minoritäten garantiert; auch für das Wahlrecht der Ausländer sind sehr erschwerende Bestimmungen vorgcschlageii worden. Es war daher selbstverständlich, «fall die Zionisten und auch die Vertreter der Jüdischen V( »Iksparlei im Vorstand mul in der Repräsentanz, sich m erster Reihe mit dem weit demokratischeren Entwurf des 1). I.<i. B. zu befreunden suchten, natürlich unter der Voraussetzung, daß gewisse Forderungen erfüllt werden. Wie bekannt, ist über diese Fragen eine Verständigung zwischen dem I). I, G. B. und den Zionisten herlirigcl’iihrt worden. In der für die Vorberatung «ler Gcsamtorganisation eingesetzten gemischten Kommission, bestellend aus Vord״udsmitgliedem und Repräsentanten, ist der Entwurf des I). l.ü. U. mit wesentlichen, von den Zionisten ge-!orderten. lAluiukrimge» einhellig init Ausnahme der .stimme eines liheraleu Vorstandsmitgliedes gebi'Jigt worden. Die. aiifgciiixniiiciic» Forderungen der Zionisten bestehen in einer Festlegung der Zweckbestimmung der Gesaintorgan 1 sat .Vji5, die die unbeschränkte Möglichkeit der Liiibc/xliimg sämtlicher jüdischer Interessen sichert, m der ausdrücklichen Anordnung des Prvoporiionalwahlredit•;, sowohl f 11 r die Legislative, als ־mich für die I xekutive der (iesamtorganisatian, in der Sichen::׳ ,׳ des Walilreehts der Ausländer und in der Festlegung des Schlitzes der Minoritäten. Eine Differenz besteht noch hinsichtlich der sögenainiien Autonomie der E'nzelgeineindcvi. Die Zionisten verlangen ihre I$c\ei!ig1mg in Angelegenheiten der Organisation tli-r Gemeinde». Es muli verhindert werden, dafi die Verfassung der einzelnen Gemeinden mit dem demokratischen Geist der Ocsaintorg.misalbu um. Widerspruch siebt. Die Ciesani!Organisation muh ahvo prtnzipiell, d. 11. soweit Lnndcsgesct/e nicht ian Wege 'teilen, b/w sobald sie aufgehoben sind, befugt sein,!ur den demokratischen Aufbau audi der Einzelgemeimien Normen bindend fcstzusetzen. Der D. 1. G. B war auch mit diesem Vorschlag einverstanden. 111 der 'gemischten Kommission hat man sieh ablehnend verhalten und auf die entgegen^teilenden Gesct/csbcstimmiungcn verwiesen. Es ist aber zu hoffen, dali auch dieser Wider- "tarn! beseitigt wird. ״Soweit dJe Lnmlesgcsetzc nichts anderes bestimmen“, — die Einfügung einer solchen Klausel müßte auch den Gegnern genügen. Der in der '■icsamtorganisation vereinigte Wille des gesamten deut- -clicn Judentums wäre stark genug, um eine Aufhebung rיי *־ m r*/'4 f! *» ,^r־. l ז <־״׳ EiJal 9 ¥«;:.י;-■:.׳; •.׳, Dct'Za C.19» S«*4at»l>• V r«n.'oa1 icnireia iiit/ti. » Pc<!»-!.:.U:or.lo No. J»i4, Darlia HW. J. IE011£B«r».״:«r3־ Urr ö. Z. V, KcirSisÄo Ectcball« <ts* K0JIur«!e*8r11»t* der B. X• V. Dräjsncr»lr. 2a (Hol), Geöftnel UsllcJ» von 10—t und *10—4 ■ס Uhr. t'ttal •Ile htbrflirtjen Zeitungen und Monatthefle der Well liegen «u*. — AuuunQiileUc tat hcb15h&a Angeleßtnhelltn. — HelrMiche Lehrer* *ermlttlung. — tietfeusü etter Freunde der bebet!*;hen Spreda. Elnlrlll frei DonntrtKU. den )6. Dcremtwr «bend* *K Uhr Gruppe Nordwul, Tlergaitenhof, K1»p*loclnlr. I <*m Bhf. Ticrgetlen). K.-A. Er.ul Plnner! N»flon«le Auionomie. Verbend der 0»tjudea ln den Hu»IS1er»5ten. Kober -Wilhelm - Slieke 5t. •bend» ■ Uhr. R.-K Dr. A|fred Klee; ״Die Loge der OUJuden ln DeulKhUnd.” Zur Detkung der Urkaiten wird ein Llntrlltigcld »on Hk. 1.— erhoben ttcl>r&l»<h«r Chor der D. Z. V. RcUaurenl ilrflnheuin, Berlin N. Otenlenbunier Sir. 26 Jeden Monteg und Mlllwoch ebtrtd* 8 Uhr: Vorproben. Anmeldungen en den Ucbungiebenden bei dem Dltlgenirn. Herrn Kopl oder Im üßro der ö. Z. V. Sonnebend, den 18. Uerembcr ebe.nd« S Uhr jfapod iliidr, Gonnennalrebe 29 (Agudath •Achim). Chawer Me« Slraub; Kominuulilliche Siedlungen. Dlentlag, den 21. Deiembcr ' •bend» S Uhr ZfomUUichc* )ugendvereln Berlin. HelllgegeUhtrabe S2. Felix Ziege; Die Aufgaben de» Jüdiichen *theaferi, Mllterodi. den 22. Deierober Gruppe 0*1, ln den Union!-51 len. GreKiwalder Sir. 222. Diihuulon»• und Frageabend. Adrcxen •Vertnderangen I Alls Mtlglleder der B. t~ V. werden gebtfen, »on Jeder Vertnderung Ihrer Adrette dem Büro »otorl Mitteilung tu medien. Kutlurdezernat der B. Z. V. HcbrSlJCher Klndergnrien Charlollenbbrg. Im Reileuranl Berliner Kindl, Kßtlrlncr Sir, 6. Von Monleg b « Fiellag 10—I Uhr. HebrSUcher Kindergarten Weit, Wotbenlogi - Synagoge, MOnchener Slrnbe 57. Vur» Munlng bl» Freitag 50—1 Uhr. Hcbrülicher KlnderipleliiachmUlag Charlollenborg, Im Reileuranl Berliner Kindl, KUUrlrer Sir. 6. jeden Mltlwod! »an %4—1^6 Uhr. Kcbrgiichcr hlnderipielnacbmlltag ittdweilllthe Vororte, bei Frau Sdiolem, Frtedennu. Wleiandiliabe 4. jeden Montag und Donneritag von k^5־kJ7 Uhr. RcbrSlicher Splctnachmlttag $0d. Im Helm, Primentlrabe 42. Jeden Montag und Donneritag von Uhr. Charlollcnburger Zlonitfcn!reifen »Ich Jeden Mentig elend Im Wielend* Cafd. Mommicniirabe Ecke Wlclandilrebe (Gemfilllchr» ft«l»ammen»eln). dieser GcsetzesbestiinnumRca so selmelt herbvizuführen, daß die einschränkende Klausel ihre Ikdcirtunj׳ sehr bald ein״ebiilit habeu wird. Aber das Rrinzip sollte von vornherein statuiert werden. Dieser abs:c:i!u!erte Entwurf des!>. I.G. H. stellt die lirt'üUuii): des Mimlestinalies der national-jüdischen Fürd. r:!:;.:en dar. jede weitere Abweichung in einem reaktionären Sinne würde die VerstiinJijjunjjs'kisk Iiinfiillijj niaelitn und damit den Ausgangspunkt neuer Kämpfe bilden. Fatsiiciilicli sind nun wiederum )?eheinie Kräfte an» Werk, welche diese Arbeit hinfäilijc machen wollen. Kürzlidi (and im Hanse der Frau Einije Masse eine• Konferenz statt, zu der einige ausersehene Vorsteher und Repräsentanten eingekulen waren, 11>1d bei der die Herren vom Verband der deutschen Juden, insbesondere der clietnaligc Berliner Gemeinde-Syndikus, mit alten Mitteln die Anwesenden zu bearbeiten suchten, um gegen den D. I.G. B. und für die Cliquen-PoU'jk der Vorsteher einiger Großjvcuieinden Siiiunninjc zu machen. Für den 28. November war eine inzwischen verschobene Ksnv fereuz der Groiigenieiiiden mit dem 1). I.G. B. einberufen worden, um auch liier eine Verstäiidiguiig im Sinne der GroHgenieimlcn Jicrhcizufiihrcn. Es sollte der Versuch unteriKinnnc» werden, auch hier die dciuokratiselten Ten- (lenzen des IXI. G. B.-Entwurfcs zu durchkreuzen. Angesichts dieser Vorgänge und angesichts der oben erwähnten, bereits vorliegenden Vorschläge der ge- ן iniselitei! ■Kommission haben die Vertreter der Volks!5artef in der Repr.iseiiUinten-Versainmhmg es für dringend notwendig erachtet, eine einmütige Kundgebung der Versammlung im Sinne der Besch,üsse der gemischte» Kommission herbeizuführen. Zu diesem Zwecke hatte Herr Dr. Klee für die Fraktion der Jüdischen Volkspartei eine entsprechende Interpellation ei «]gebracht. Der Ge 111 einde-Vorstand verschanzte sich hinter. allen mögliehen formak:« Vorwänden, um das, wenn auch nicht ganz offizielle, aber doch den! größten Teil der Mitglieder bekannte Ergebnis der Beratungen der gemischten Koniinissioii der Rtpräsentantenversammlung vorzuenthalien, mul es bestand auf seiten der liberale»' I ferre» zunächst grolle Neigung׳, den Interpellanten da.s Wort überhaupt .־ib/.üschneutcn. Schließlich mußte» sie aber schon mit Rücksicht auf die in dieser Frage außerordentlich interessierte Oct'feiitiichkeit von, diesem Vorhaben abstehen, lind Herr I)r, Klee konnte im Sinne der obigen Ausfiilii iingcn <lie Interpellation Begründen. IX» sich auch die alliieren Fraktionen auf dcis Boden des D. I.G. B.-Ent- Wurfes stellen, kann es keinem Zweifel unterliegen^ dnü die R c p r ii s c n t a n t ciG V e r s a m 1151 u n g ni e - in als a u f d c in von der g e m i s c 111 e!1 Korn - in i s s io 11 v« r ge s e h la ge n e 15 Wege der zust a nd e ko mm e nd c n Verfass״ n jg der Ges :1 in tor g a n i sa t i o 15_ ihre Zustimmimg geben wird. Ls ist sicher, daß die liepräsentantenversammhing, seihst wenn der Gemeinde-Vorstand anders entscheide» sollte, auf diesem Standpunkt verharre« wird. Die Volkspartei kniiu diese einmütige Festlegung als einen höchst erfreu liehen Erfolg für sieh buchen. In der formelle» üeschäfNordnungsdehatte, die sich an die Frage der Gesamtarganisatian knüpfte, und bei der Erörterung anderer Vorlagen zc'gtc sich ganz deutlieh, daß das parlamentarische Leben in die Repräsenlantcn-Versnmnilmig noch rv’elit recht Eingang gefmulen hat Weder die Liberalen noch die Konservativen bilden für sich tatsächlich geschlossene Fraktionen. Es gibt fast keine Beratung oder Abstimmung, in welcher’ »cht Liberale gegen Liberale und Konserva ive gegen Kon;crvnlive auftreten, obwohl a.n:.fcb!id1 bei den Liberalen Fraktionszwan.״ herrsche» soll. Die liberale Fraktion steht möglicherweise vor ihrem Zerfall. Es gibt Vertreter der ganz altem ganz scharf liberalen Richtung, '''1'141,י■ keine Konzessionen an den 15k «leriKii Geist tuaclieu wollen, und wenn nicht alles trugt, werden diese deinnächst ans der Fraktion .'u5s.scJ1ei1ie11. Die Nuancen zwischen de« Konservativen sind sehr zahlreich: nur, eu* Vertreter geliert der streng orthodoxen Rielitung nn, die anderen sind entweder tatsächlich g׳׳r nicht konservativ oder ni indeslens inkonseeiiient. Herr Dr. Klee sah sieh . namens der Volkxpaatei in dieser Sit/ung genötigt, eine neue Interpellation über den Fortgang dei BeaiiiteiÜKsoliUmg eiiviibringe». Die schleppende Erledigung, die die Angelegenheit durch den Vorstand gegenüber dem feststi'hemten Besehlussc de'i Repwseivtanten-Versammlung, die MagMrats-HesoUluti;^.• Ordnung Iwi der (iemeiitde ein/uiühren, iimlet, hat die Beamten verstäiidlicJivrvvcise aufs neue verärgert. Die Gemeinde kommt bisher mit all ihre» llesuUltingsGrd-, nungen immer so spät, daß die Heamlcn langst iu Not• läge sind, ehe ihnen die neuen Bezüge zuteil werden. Daher ׳kommt es, dali kaum, daß eine i!esoldungsordiuu%; beschlossen, schon neue Forderungen •ingen.eklet werden müssen. No konnten weder die Gcmciiulcbcliürdcn, nocli die Beamten in dieser Sache zur Ruhe kommen. .Professor Loewe wie's in drastischen Worten auf da». Unsinnige dieses Vorgehens hin. Die Repräsentaivteo- Vcrsaminhuig beschloß, den Vorstand dringend zu er• suchen, die Besoldungsordming endlich zu verabschieden und den Ikamtc» die ihnen zustdie'inlen Diffentiz- Zahlungen rase bestens zu bewilligen. Die Volkspartei hat sich durch dieses Vorgehen den Dank der Beamtenschalt crworlien. A111 Schlüsse (kr Versammlung gab es noch einen kleinen Eklat, der von der prinzipiellen Seite redit charakteristisch ist. Bei der Frage der Wiedereinfüh rtmg des lil-mole-radiainiin-Gehetes war von liberaler Seite beantragt worden, eine Texbi ikderiuig im refor nicriseheii Siiua־ für sämtliche Synagogen vor/unehmen. Das Ahstimmnngsergebnis war: neun Stimmen für und neun Stimmen gegen die Avivierung. Der Vorsitzende der Repräscntanten-Versamnilung, der bekanntlich zu gleicher Zeit Vorsitzender der Reformge m ei nde äst, gab ntui den Ausschlag zugunsten des Liberalen Antrages. - Von Dr. l.ö’b wurde im Namen der Volkspartei diese taktisch höchst törichte Entsdie*• düng des Vorsitzenden mit Rücksicht auf seine Stellung in der Reformgemcinde ais unzulässiger Eingriff in die religiöse Autonomie erklärt und schärfster Protest erhoben. Polen Polnisch-jüdische Verhandlungen Warschau, 10. Dezember, (Poln. Tcl.-Ag.) lui MiiiisterraNpräsidiuin fand gestern unter den! Voisitze des Vi/eministerpiäsidenten D a s z y n s k i eine polnisch-jüdische Konferenz statt, zu der jüdische Abgeordnete und Politiker geladen *waren. Die Konferenz wird fortgesetzt. Diskussionsabende zur Judenfrage. (A. W.) Die im Mai ds. Js. auf Initiative der Professoren der Universität Krakau sowie vo!1 Vertreten» der zionistisehen Partei angeregten gemeinsamen Diskusskmsabendc, der judciifrage gewidmet, werde» nunmehr wieder fortgesetzt werden. Am 2b. November fand der erste dieser Abende statt, an dem neben zionistiseken Vertretern, namhafte Persönlichkeiten wie Dr St Kutzeba, Bujwid, Humonecks, Nietsch und Sienkowski tcilgenomnun Baben. Amerika Protest der amerikanischen jadenheit gegen die antisemitische Propaganda New׳ York, 5. Dezember. (Jiid. Korr.-Bur.j Sämtliche jüdischen Organisationen Amerikas veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung gegen die berüchtigte״ ״Protokolle der Acltesten von Zion“ und gegen die vom Autofabrikanten Ford systematisch geführte antisemitische Hetze. Die gesamte Presse schenkte dieser Erklärung große Aufmerksamkeit und die führenden Tageblätter befürworten sie ־iu eingehenden Leitartikeln. Die jüdischen Frauen Amerikas für die jüdischen Einwanderer. IXts Nationalkomitee der jüdischen Frauen beschäftigte sich in seiner jetzt tagende!» neunten Konvention 4nit der Frage der Errichtung von modern ausgestatteten .Farmen für die neu-einwanJemdbn jüdisehen Emigranten, deren Zahl im nächsten Jahr auf rund eine Mißion gescliätzt wird. Kleine Nachrichten - — •■iüv.u.ij. ui! ocniiisiraciusaize nrcti Pnia stma. Seit dem 30. November tn-tragen die Schiüä trachtsatze 5011 England nach Palästina 135 Sclullü! per Tonne gegen IVO Sclulling vor dem 30. Novembel man reennet mit einer noch weiteren Verrinnerun• für das nächste Jahr. , 1 Jubilauinskbnfercnz der ״Poale-Zion“ in Englanf Am 25. Dezember beginnt in Mandiester die 15. Jahre׳ wemferenz der jüdischen Arbeiterpartei ״Ponle-Zioii“ i Englaml. Es werden viele und mannigfaltige Vorbere timgcii getroften, um die Kontercnz zu einem würdige staltc!!*1״ dCf fu״fa־>J״,W,,n’8en Parteitätigkeit zu g, Persien. Der aus Ha madan hajessod. Waad Hazirim in Jerusalem' (Persien) 500 £ für den erhielt Keren

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