Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 84 (26.11.1920)
- Date
- 1920-11-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Nr. 84 J U E DI Z C11 E RUNDSCHAU Seite 631 1. 1 i<r Aus der Berliner Sitzung 1101׳ Rcpniscnianteu-Versaminlim״ vom St. Oktober EDO. Vor einigen Monaten halte Professor Dr. Lacwe 1101;׳ Antra),׳ auf Wiedereinführung des Kol nidtv-t iebetes ui den drei konservutivai Synagogen, in welchen es bisbei •ibgc sch afft war, beantragt. Die liberale Mehrheit der Ropi'nsciiiantcii-Versammhmg konnte sich hier«! nicht , ■״(schließen, obwohl sie sieh hei dem seinerzeit abgeschlosse nett Watdkomp1K>uüß verpflichtet batte, den Wun* ,eben der Konservativen in jeder Hinsicht entgegenzukommen. Durch eine von der Rcpiäsentanten-Versamiii- <1111(. beschlossene Hefraguug der Synagogvnbesneher -.1״Ite die Einführung des Kol nitlre-Cjcbetes für dieses (.ihr verhindert werden. Der tienieiinlevorstaml, welcher du• Diii(■«• etwas weniger durch die Parteibrille sah, : ,eldnll sieb dem Votum der Rcpriiseiitanten-Versaranihiiig; mellt an und bell den Synng'ogenvmvaltiingcn freie Hand, i atsiii-hlieli wunle das Kol nklrc am diesjährigen Jom Kippur in allen konservativen Synagogen seit Dezennien «!"!ס gesagt Dieses fürchterliche Verbrechen lienul/lvn die I ilvcralen zu einer buchst ungeschickten InteijR'llalion: ob dein üemeiiidcvorstaml bekannt sei, ■daß gegen den Beschluß in der angedeuteten Weise xerstolU'n worden sei. Der Vertreter des Misraclii in der Fraktion der Jüdischen Volkspartei, Herr Dr, Lob, und auch Herr Dr. Klee wiesen aut den Mangel an lö'eraiiz, der in diesem Vorgehen der Liberalen liege, hm um) zeigten, daß allen Schwierigkeiten in Fragen der religiösen Ueberz.eugung nur dann abgehoben werden׳ konnte, wenn endlich die seit langem geforderte Auto- .immie der religiösen Richtungen fnuerhaib der Gemeinde, wie sie die Volksgcincinde Vorsicht, dürehgeftihrt werden; wurde I ierr Dr, I. ö b wies im übrigen den Gemeindei ibbinern Dr. Kcllermann mul Dr, Galliner grobe Un- 1,1 hligkeiten in den van ihnen erstatteten Gutachten na eil 1 Wie in unserem letzten Bericht angedeutet, waren von der Jüdischen Volkspartei zwei Interpellationen für •diese Sitzung angeküiuligt worden: Erstens über die •Notlage der jüdischen Studentenschaft, sodann über die Stellung zu den Verhandlungen der Preußischen Landesv! rsamiiiliing über das Austrittsgesetz. Auf die Darstellung des Herrn; Professor Dr. L ■0 e w e über die Not der jüdischen Studentenschaft erwiderte der Kommissar des Gemcindevorst,indes, daß der Vor- •'•tatul sehr gern bereit sei, mit den Repräsentanten und: den Vertretern der Studcnten-Organisationen zu iirüten, welche Maßnahmen zair Linderung dieser Notlage bei-1 u tuen könnten. Es wurde zu diesem Zwecke eine K1 Immission eingesetzt, welcher von dem liberalen Rei'iaseniaiiten Caspary mit Recht der Wunsch auf den Weg gegeben wurde, daß sie nicht das Schicksal vieler :״derer Gemeinde-Kommissionen teilen mochte. Die ':!frage über die Stellungnahme des ,Vorstandes zu :1! :ו Verhandlungen der Preußischen LaiulcsversaminUmg < her das Austrittsgesetz zeigte, daß bisher völlig vorabvumit worden war, dieser für die Existenz der Gemeinde überaus brennenden trage irgendwie lüherzutreteii. Das׳ ist nicht allein auf Indolenz zurückzuführen, sondern auf eine ganz merkwürdige Konipeten/.verteilung, die bislang im deutschen Judentum eingeführt war. Es war niimheb Brauch, daß die Gemeinden in politischen Fragen vollkommene Enthaltsamkeit übten und ihre Vertretung dem ״Verband der deutschen Juden", einer ■ wie bek.rmt absolut umlcmokratisclieii und für das deutsche Judentum nicht immer ersprießlich wirkenden Instanz, ithcrlielk'ii. Im vorliegenden Falle hatte der Verband1 der deutschen Juden zwar die Frage geprüft, aber tat- ־• ichticU nichts getan, um die .Interessen der Juden 1;׳ wahren. Von seiten des Gerncindevorstaiidi•« war m den Verband der deutschen Juden keine Aufforderung׳: gerichtet worden, sich der Austrittsfrage ־aiizuiiehmeiii Mail hatte sieh auf den ehemaligen Syndikus <1 er Gemeiude verlassen, der --;ds Sachverständiger beim kuhusmmistenum in seinem Gutachten ,jeden jii- ‘1 ׳sehen Standpunkt ־vermissen ließ und sich lediglich: •t!d die Erörterung einiger Formalieii beschränkte. So L'iiimt es, daß heute die jüdische Gemeinschaft in D1׳»lscl1land vor eine vollendete Tatsache gestellt ist, ,:!י! nur dann noch Hoffnung bestellt, die Nachteile, , '•'vielte das Gesetz, für die ־Juden enthalt, auszuglriehen, 11 cs nicht mehr in der laufenden Session dpr;lesversamnihmg zu einer endgültigen Abstimmung 1 •mini. Die Mahnung für die Zukunft, welche Dr. Klee ׳■׳gesiebt‘, dieses Verhaltens der Gemeinde au die Ver- ,*•!er des Vorstandes richtete, scheint immerhin einen;ewissen Eindruck gemacht zu haben, und■ man dart innchinen, daß derartige Fragen nicht mehr als außerl׳a'b des Kompctcnzkreises der Gemeinde liegend ange •oben werden. Die Vertreter der Jüdischen Volkspartei haben, wie lies ja aus ihrer ganzen Stellungnahme eigentlich selbst-! ׳ erständlicli ist, in der Rep1׳;iscntaufe!1-Ve1׳sa!nmlm1g •men Kampf nach zwei Richtungen zu führen: gegen he Liberalen, aber auch häufig gegen die Konservativen, Wie übel es um die Vertretung der Konservativen in h׳r Gemeinde bestellt ist, zeigte sich bei der Beratung! :es von der Knsc1m1t11-KommissR>u, also einer doch •׳ eifellos konservativen Körperschaft, ausgehenden Annges über die Erhebung einer Schächtabgabe vom '■1eiscli* und Gefliigelkoiisum. Da es ganz ausgeschlossen! daß die Händler die von ihnen zu entrichtende Steuer a׳ bst bezahlen werden, sondern eine Abwälzung auf ',וי׳■• Publikum stattfinden wird, so wird die Folge dieser 1"direkten Steuer eine unter den heutigen Verhältnissen 1'u den kleinen und mittleren Mann ins Gewicht fallende v״rt0iu־rung des Verbrauches sein, Der Kampf nach beiden Richtungen,, den dir Ver- :frier der Jüdischen Volkspartei führen, wird selbst- '• Mündlich als peinliche Störung der harmonischen. 'J.vlle, die ehemals über den Verhandlungen der Re- Dsentaiitcii-Versansmhuiß schwebte, sowohl von Libcf:jh11׳, als auch von Konservativen, empfunden, und so '״׳ die Debatten eine längere Ausdehnung nehmen, wird :'us der Versammlung die Forderung auf Vertagung der '1׳rsammliing erhoben. Dieses in einer anderen parlamen- ,irischen Körperschaft undenkbare •Verhalten ihrer Mitglicdcr wurde v11״ Herrn Dr. Klee aufs schärfste gegvilVlt, der den Herren zu verstehen gali, daß sie ihre Pflichten gegenüber der Jüdischen Öffentlichkeit endlich richtig einzuscb.'ilzen lernen müssen. Für die nächste, am 21, November stattiindcitiK•■ Sit/mig hat die ״ji'ulisdie Volkspartei•• folgenden Antrag eilige).raeilt: ״Mit Rücksicht auf die allseits anvrkaimte Not- Wendigkeit, sobald als nur irgend möglich eine Gesamt- Organisation der deutschen Juden zu schaffen, fragen wir den Vorstand der Gemeinde an, wieweit die Arbeiten der zu diesem Zweck eingesetzten gemischten Deputut'!«» gediehen sind, insbesondere welche Stellung die gemischte Deputation zur Frage des Verhältniswahlrechts, des Ansliimierwahlreelits und Schutzes der Minoritäten nimmt.'־ .Gegen die ״Ostjudengefahr'' werden jetzt auch in der Provinz die a Ilde titschen Kreise mobil gemacht. in Elberfeld hat vier Stadtverordnete: W i v ge r s I! a 11 s an den Oberbürgermeister eine Anfrage gerichtet, in der es 11. a. heißt: ״Die Wohnungsnot wird immer drückender. Die Lebensmittelversorgung ist für weite Kreise der Bevölkernng völli g unzureichend. I rotzdem strömen iinilier neue IiemiMiimiuige Elrincntr über die (.)stgrenzt*. Ls sind die Ostjuden, die die einheimische Bevölkerung mit bolschewistischen Ideen durehtrünken, tlas heißt reif machen wollen für den Tag, an welchem der Stern Judas mich über Deutschland erstrahlen soll. Auch hier in LIlK'ifeld tauchen diese geheimnisvollen, dämonischen Gestalten recht zahlreich auf. Nach Aussage deutscher Tischgäste ist in den letzten Monaten allein in der Mittclstaudskiichc in der Luisenstraße, die tägliche Zahl der ostjüdisehen Tischgäste von zwei auf rund zwanzig gestiegen. Dabei sollen diese Elemente sieb zum Teil so frech aufführen, daß die», deutschen Tischgäste förmlich verdrängt werden.“ Man denke: 20 ostjüdische Tischgäste zählt allein eine Elberfelder Mittelstandskiiche, und diese .,verdrängen förmlich die deutschen Tischgäste!“ Mehr weiß Herr Wieget־ sh aus zum Beweis der ,״Ostjudenget'ahr“ in Elberfeld nicht zu sagen. - Der Überbürgermeisler hat folgende Antwort erteilt: ״Seit November 101S bis jetzt sind hier insgesamt 595 üstjudcu neu zugezogen, davon 251 im letzten Vierteljahr. Unter Berücksichtigung des teilweisen Wieder:ibznges sind zurzeit 7UU Ostjuden in Elberfeld wohnhait. Bei einem Teil der neuzugezogenen Personen kommt das Ausweisungsverfahren auf Grund der bestehenden gesetzlichen Be- Stimmungen in )'rage. Es ist weiter festgcstdlt, daß die Zugezogenen nur in seltenen Fällen freie Woiimmgen in Anspruch nehmen, da sie in der Regel hei hekannten und befreundeten Familien Unterkunft finden. Die zuge/ogeneu Ostjuden liegen zumeist dem Handel oder anderen kaufmännischen Berufen ob.“ Da Elberfeld eine Stadt von über 170 000 Einwohnern ist, s» gibt es dort noch nicht einmal 0,5 <vu Ostjuden, Die Entrüstung über die ״Gefährdung der Ernährung“ mul den ״Woluumpsmangel“ entspringt also weit mehr dem agitatorischen Bedürfnis des Herrn Stadtverordneten als den tatsächlichen Verhältnissen Zur Charakteristik eines Renegaten bringt die ״I rankt. Xtg.“ einen interessanten Beitrag in der Schilden:ng des Herrn Lincoln T re bi t sch, der seit den Kapp-Tagen auch in Deutschland in unangenehmster Erinnerung steht und jetzt der innnziclle Mittelsmann der ״Organisation Kanzler“ (Ork.1) sein soll die reaktion.irc Faden von Bayern tiaclt Oesterreich hinüberspinnt. Der Lebensgang dieses internationalen politischen Geschäftsmannes ist allein schon geeignet, jede Sache verdächtig zu machen, der er seine Hilfe leiht. Er bat es \er.staiiden, als ungarischer Jude sich bei den Quäkern in England so geschickt anziihicdern, daß er vor 15 Jahren sogar einen Sitz im englischen Unterhaus ernaschte; allerdings wurde er nie wiedergewählt, und er .vertauschte darauf den Beruf eines evangelischen• Geistlichen mit dein eines Pctrolcumjobhcrs in der City, Während des Krieges trat er als englischer Untertan mit irgendwelchen deutschen militärischen Stellen in Beziehungen. Er tauchte dann im März d. J. als Impresario beim Kapp-Putsch wieder auf, flüchtete mit den anderen Kappisten und setzte sein Handwerk mm irgendwo im Verborgenen fort. Seine Verbindungen gehen nach der einen Seite zu der Organisation Kanzler, nach der andern zu dem Obersten Bauer, gleichfalls einem Heroen der Kapp-Tage, der, wenn wir recht unterrichtet sind, jetzt v.m Prag aus seine im März mißglückten Pläne weiterspinnt, un.J die Mittel zur Förderung aller dieser unterirdischen Machenschaften gelten durch die Hände des Trehitsch Die ZciUralwohlfabrtsstelie der deutschen Juden veranstaltet am Montag, den 24. und Dienstag, den 25. Januar H>2!? im Anschluß an den Gemeindetag des I )eutsch-lsraelitisehcn Genteimlebundes in Berlin ihre Wohlfalirtstngiing, auf der eine Reihe für die Ausgcstaltuiig der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland׳ überaus wichtiger Fragen zur Besprechung gelangen werden. Nähere Mitteilungen über (lie Referenten und die Tagesordnung ,werden demnächst bekanntgegehen. Fortbildungskurse für Ostjuden Wie in der ״J. R.“ bereits hervorgehoben wurde,!st vom Verband der Ostjuden in Deutschland ein dritter Fortbildungskurses für Ostjuden ins Leben gerufen wor- •den. Die anderen beiden Lchrkursc in Weißensei• und in der Elisahethstraße erfreuen sich regen Besuches, Uni, auch jugendlichen Ostjuden beiderlei Geschlechts, welche im Westen, in Cliarlotienburg oder in Vororten wohnen, Gelegenheit z!tr Erlernung der englischen und hebräischen Sprache zu geilen, ist für den dritten Kursus die Menzelrcalschule, Schleswig(׳!• Ufer H, gewählt worden. Die Anstalt liegt zirka vier Minuten sowohl vom Stadtbahnhof Tiergarten als auch vom Bahnhof Bellevue entfernt. Für diese Unternehmung liegen noch wenig Anmeldüngen vor. Es liegt jedoch im Interesse aller jungen Leute, die nach Erez-'israel, Amerika oder England; wollen, sidr möglichst bald cinschrcihen zu lassen. Jeden Dienstag und Donnerstag, abends von 7 Uhr an, werden Einschreibungen in der Schule vorgenommen. Das Schul• gcld beträgt 15 M. monatlich. Berliner Gruppe des Verbandes I der Ostjuden in Deutschland. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Die Gesellschaft zur ForJerung der_ Wisset!- schuft des Judentums hält am. 28. Dezember eine Gen e r a I v e r s a m m 111 n g ab. Auf ‘!er Tagesordnung steht neben einem wissenschaftlichen Vortrag von Herrn Rabbiner Professur Dr. Bloch, sowie den üblichen geseli.öftlicben Berichten ein Antrag־ auf Eintragung der Gesellschaft ins Vereinsregister und ein Antrag auf Erhöhtmg der Mitglicdsbeiträgc. Den Mitgliedern geht eine besondere Einladung zu, die dem soeben versandten Heft 7 0 der Monatsschrift be «liegt. Berliner Zionistische Vereinigung Berlin. Der Zionistische Jugend verein Berlin veranstaltet;un Montag, den <>. IX'zcmbcr, abends 0 Uhr, in Neumanns lestsalen, Rasenthaler Str. 10 11, eine Clutiukahfeier. Aus dem reichhaltigen Programm wird erwähnt: Liclitanzündeu, ernste und heitere Vorträge, Tanz, Festspiel, Reise nach Palästina, Snalnost. Karten ä M. 3,(10 plus 00 Pfg. Steuer sind zu Italien im B. Z, V.-Uiiro, Seydelstr. 3, Z. J. V.-Büro, Heiligegeiststr. 52 und an der Abendkasse. Die Gruppe Ost der B. Z, V. veranstaltet am D.ensta;;, den 7. Dezember, nachmittags 1׳..I Uhr, in den Unions-Sälen, Greifswalder Str. 222, eine Kindercliaimkahfeicr. Vorträge, Theaterstück, Polonaise, Verlosuiig. Karten M. 1, - nur au der Kasse. Am ■Mittwoch, den $. Dezember veranstaltet die Gruppe Ost der B. X. V. in denselben Raumen, abends ';4 Uhr, eine• Chat.ukahfeicr. Musikalische und deklamatorische Vorträge, Kaffeetafel, Hobelbank, Tombola. Karten M. 3, bei Münz, Greifswalder Str. 201 und Dr. Steinert, Neue Königstr. 03. Die Gruppe Süd yler B. Z. V. bat am 7. Dezember, abends 7 Uhr, in den Gesamtriitimen der Gesellschaft der Freunde, Potsdamer Str. Q, cmh־ Cha- י nnkabfeier, in der Gesang, Rezitationen, Musik, Taut/., Tombola und sonstige Ueberrasclumgcn geboten werde«. Karten M. S, , plus M. 3,-■ Steuer bis 5. Ikzembcr im Heim, Prinzensfr. •12, Buchhandlung ״Ewer“, Knesebeekstr. 51 und Fiim, Tempelhof, Kaiserkorso 67, Der Hebräische Volkskindergarten des Frauenvereins Rahel veranstaltet am Donnerstag, den «>, Dezember, nachmittags 1 Uhr, in den Räumen des Kindergartens der Talmud-Thorah, Linienstr. 16, eine Kmdcrchanukaht'eicr. Kindergeschenke, Tombola. Hebräische: Sprachschule in Berlin 1. ln den Anfängerklassen können Neuaufnahmen nicht mehr stattfinden. Wegen der Aufnahme in höhere Klassen ist der Unterzeichnete am Dienstag Nachmittag um 7 Uhr in der Darmstädter Str. 1 im Lokal von Köbn und am Mittwoch Nachmittag uni 65,1 Uhr im Ikr/l-Club, Grolle Prüsidcntcnstr. 2 zu sprechen. 2. Alle Zuschriften, die Kassennngelcgenheiten betreffen, sind an Fräulein Grete Bloch, Bejlin W 5(\ Eislebener Str. S zu richten. 3. Es ist eine ausschließlich für die Lehrer und Schüler der Sprachschule bestimmte Schulbibliothvk eingerichtet worden Bibliothekswnrt ist stud. phil. Marcel Lew, Xantcner Str. 16 (Uhl. 5711). Bibliotheksstumle' im Zionistischen Zcntralbüro, 1 Treppe, jeden Donnerstag von 3 4>i Uhr. Alle diejenigen, die im Besitze von Büchern der Sduilbibliothck sind, werden aufgefondert, sie zunächst abzuliefern. Dr. Smoira, Berlin W15, Wiirttcmbcrgisebc Str. 25 26. Jüdische Segler u. Motorbootfahrer Groß-Berlins, welche Interesse für die Gründung eines jüdischen Segel- und Motorhootkhibs haben, auch solche, die zurzeit nicht im Besitze eigener Fahrzeuge sind, wollen sich wenden an Dr. Egmont Woititz, W. 50, Gaisbergstr. 21. Aus der jüdischen Turnbewegung. IX־r J. T. V Bar Kochha, Berlin, hat in seiner Generalversammlung vom 17. Oktober eine wesentliche Umstellung schier Organisation auf die neue, durch den Turntcg beschlösse!«: Erziehungsarbeit vorgcnoinmen. Als besonders erfreulich ist die Einrechnung einer Abgabe an den Chaluzfonds in lieni monatlichen Beitrag der Mitglieder zu betrachten. Ihn für die neue Arbeit eine genügende Anzahl von Lührcni und Jiigemlerz.iehern zu gewinnen, wurde die Führerschaft eng zusaninicngefaßi, um eine geregelte Ausbildung zu erfahren. Hierbei waren die nationalen Gesichtspunkte und die Gegenwartsptlichten der Jugend maßgebend. Dies kam üi der Diskussion auch stark zum Ausdruck. 111 den Vorstand wurden gewählt: Vorsitzender und lirziehungsrcssort: H. Kuhn. Schriftwart: H. Nathan. Kasse: U. Jacobsohn. Turnen: L. Wolfermann. Spurt: L. Kamiuski. Die Fiihrerschaftsausbiklung geht unter der Leitung eines Lehrkörpers, dem die Turnbriidcr Woltermann, Hirsch, Kmniuski, Kuhn, Zitrin und Löwenstein augehöre״ An jedem Dienstag findet in der Zeit von 7 10 Uhr in der Auguststr. 67/0$ praktische und' theoretische Ausbildung statt, sowie Unterweisungen in der praktischen Erziehuiigslclirc und itklisdun Geschichte. Der Kursus wird von etwa 3t) Turnsdmestem und Turubrmlcrn besucht. ־— Am Mittwoch, den 15. Dezember, abends <>rs Uhr, findet in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee, das 20. Stiftungsfest der ersten Jiigendabteilimg des J. T. V. Bar Kochha, Berlin, statt. Ausbildungskurs für hebr. Kindergärtnerinnen. Vom Kulturdc/criuit der Berliner Zionistischen. Vereintgnng wird beabsichtigt, bei genügender Beteiligung einen Kursus emzunchten, tun Damen, die das Hebräisch.• vollkommen beherrsdien, zu hebräischen Kindergärtnennnen ausznbildeii. Nach Absolvierung des Ktirsns besteht für die Damen die Aussicht, beruflich mit der Leitung von hebräischen Kindergärten und Kinderspielnaclmiittagen tn Berlin oder in der Provinz betraut zu werden. Damen, die an einem solchen Kursus teilnehmen würden, werden gebeten sich sofort persönlich oder schriftlich zu melden beim Kulhmlez.cruat der Ber-!״״ Zionistischen Vereinigung (Tel.: Zentrum 3614). Berhn C 2, beydelstr. 3. Bürostunden von )2,6-4 Uhr.