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Jüdische Rundschau · 1920-11-23 · Heft 83 (23.11.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 83 (23.11.1920)
Date
1920-11-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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JU ED ISCHE RUNDSCHAU Nr. 83 Seite 624 Unweit *.Sirr Kolonie tändelt wir zwei mit Gewehren uiul I laiKtgiiinateii bewaffnete Araber. Wir befahlen ihnen stillzusU'hcn, die Gewehre nicht von «Jeu Schullern zu neluuea und die Handgranaten nicht anzufassen. Die Araber bekamen «rolle Angst, da sie ans nach unseren Kleidern für Engländer hielten. Wir fragten sie, was sie hier zu suchen hatten, worauf sie uns antwoi־• toten, dail sie die Uurrahfcldor, die die Araber auf jüdischem Boden gesät haben, hüten. Sie erzählten uns, «lall die Christen sieh jetzt an ihnen rachen, und daß ,1!k׳s tho nml du־ Juden erwartet. Ueberau hat mau uns dank unserer Ausrüstung und ^englischen Uniform mit grollen! Pomp empfanden. Alle fragen uns, wie die Gren/.frngo entschieden werden würde, Die Kinder laufen dienstbeflissen hinterher und stammeln schon einige französische Worte. Die ganze (legend ist «nt bebaut, aller alle Dörfer sind während des Kampfes vernichtet worden; besonders stark haben die christliche» Dörfer «elitteii. 111 Metula ist jetzt alles vollständig ruhig. Die- Araber haben sofort gemerkt, dali die Kolonie jetzt nicht mehr herrenlos ist. Wir hesuchten unterwegs manche bekannten Scheichs, die uns sehr gut empfinge». Der Gouverneur in Dsehededa empfing uns sehr liebenswürdig und versprach, alles zu tim, was zu unserem Seluit/e notig sein wird. Die Franzosen sind dort ziemlich stark, sie haben die Gegend vollständig unterworfen. Sie verlangen von den Einwohuern ungeheure Strafen, Die Cluileebene allein inuli!0 000 Pf;l. aiifbringeii, .Steuern erhebet» sie nur von «len Muselmanen, nicht aller von den Christen. Die Ruhe ist soweit wieder liergestellt dali der Gouverneur mit vier Reitern herummst, um <lie auferlegten Gelder ein/utreiben. Die Araber haben große Angst vor den Franzosen, Die IV/iehnugen zwischen den Christen und Muselmanen sind sehr sclileelit; dagegen sind die Be- Ziehungen der Regierung zu den Juden sehr gut. Die Franzosen iinichten sehr gern, daß die Juden nach Nordgaliliia zurückkehren. Ikr Gouverneur in Dsehededa fragte uns, warum wir unter englische Herrschaft zu kommen wünschen, es würde uns bei «len l־'ra11zosen ebenso gilt gehen. Aber auch die Beziehungen der Muselmanen zu den Juden sind nun sehr gute geworden. Sie sehen ihre Fehler ein und sehnen den Tag herbei, wo die Engländer und die Juden in das Land kommen weiden. Dagegen denken sie, daß, so lauge die Franzosen dort herrschen werden, es zwischen »hnen und den Christen nie I rieden gehen würde/' Eine gemeinsame Liste der Arbeiterparteien. Für den .Stadtrat der Juden Jaffas, dessen Zusammensetzung den heutigen Verhältnissen im Jischuw nicht mehr ent* sprach, sind neue Wahlen ausgeschrieben worden. Es ist bemerkenswert, dalt die Arbeiterpartei«« Wapoel- Hazair und Achdulh lluuwodalt gemeinsam mit den Organisationen der scphaniisclien und der ycmenitischen Arbeiter eine gemeinsame Liste aufgestellt haben, die mit dem Namen Efraim Bhiinenfcld (Achdiith Haawodnb) und Nacluin» Tverski (Hapoel-I laza'ir) beginnt. Diese Liste erhielt I I Mandate Polen Dr. Nossig schon wieder in Warschau Warschau, 10. November. (Polti. Telegraphenageiitur.) Dr, Alfred N ossig ist hier cingetroffen. Mau erwartet die Wiederaufnahme der bereits früher begonnenen Verhandlungen bezüglich vier Beziehungen( zwischen Polen und Juden. Dr. Nossig hatte jüngst Besprechungen mit dem stellvertretende!! Ministcrpräsidenten Daszinski, dem Kultusminister Rataj, und dem Unterstaatssekretär Dr. Wroblewski. (Dr, Nossig scheint also wieder das Bedürfnis zu haben, den politischen Juden seinen unerwünschte» Beistand zu gewähren. Es ist jedenfalls sehr verdächtig, mit welcher Bereitwilligkeit die ״Pat“ die Nachrichten über die polnisch-jüdischen Verhandlungen in die Welt lanciert. Demgegenüber mul) mit aller Entschiedenheit ausgesprochen werden, daß diese Verhandlungen .auf eine ganz andere Basis gestellt werden müßten, wenn sie einen mehr als publizistisch-verdtinkelnden Wert haben sollen. Red, d. ״Jüd. Rundschau“.) Der Fall Schipper. Das Zentralkomitee der ״Poalc• Zion" in Warschau berichtet, daß ’der jüdische Ahgeordriete iut Sejm, Dr. Ignatz Schipper, laut Beschluß der '2. Landeskonferenz, von seinem Posten als Vertreter der ״Poale-Zion“ abberufen wurde, weil er den Grund- Sätzen der Partei nicht zu entsprechen vermag. Dr. Schipper weigert sich aber, seine Stelle aufzugeben und verlangt die Einberufung einer Parteikonferenz, der allein das Recht ztistehe, in seinem Falle zu entscheiden.. (Dr. SchipjKT wild zum Vorwurf gemacht, daß er gegen den Willen ’der Partei an der jtolnisch-jüdischeii Verstäudigungsnktion teilgenommen hat.) Polens Gebietszuwachs. Auf Grund des Präliminarfriedensvertrages mit Sowjetrußland erhält Polen ein Gebiet, das mehr als die Hälfte so groll ist. wie sein bisheriger in den Grenzen der sogenannten CurzonUnic enthaltener Besitz, Seine Bevölkerung zählt über 4000000 Köpfe, die sich in konfessioneller bzw. nationaler Beziehung folgendcrinafleii verteilen: Römisch-Katholiken 35,2 °/0, Griechisch-Orthodoxe 51,2 0,״, Juden 11,8 %, andere 1.8 ״״. Insgesamt wird ntni die polnische Republik nach den Versailler und Rigaer Verträgen einen Raum von 386 619 Quadratkilometern und eine Bevölkerung von 27 903 (MX) Seelen aufzuweisen haben, wobei letztere sich nach folgenden Konfessionen und Nationalitäten gliedern werden (in den Klammern ist der entsprechende Prozentsatz der .Bevölkerung in den bisherigen Grenzen 'Polens angegeben): Konfession: Römisch-Katholisch 62,2 (66,8) %; linierte 12.1 ,(14,1) °/0; Griechisch-Orthodoxe 9,3 (2,2) 0/#; Juden 11,6 (11,5) ״/«; Evangelisdtc 4,7 (5,1) Nationalität: Polen 65,3 (70,8) °/0; Ukrainer 10,7 (15,8) 0/0; Weißrussen 3.1 0/0;!Russen 0,5 °/0; Litauer 0,4 ס/״; Einheimische 0,6 ״/o; Deutsche 5,2 (6,0) °/0; Juden 7,4 (6,8) «;0; andere 0,80,3) ־) tyo. (Polnische Correspondenz.) ff*. י.״ •״!״<■׳;■• to-ai DorUnet ContiHKU« V«r«tf1lanai. öorltn C.M! Jeyd«l«Ä. t Ttleluni Zentrum 5614/15, * FoätchecVkonlo No, 12006, Bcftla NW t Koncns-erwolliina der 5. Z. V. HebrSEidae!.eieliaUo de» ttulturdiieiraiü 4ee D. X. V, Orefonertlr. 2ג (Hof)• OeOtfnel ISglldi von 10—I und »0■ 4—tO Ukr, F«»l »Ile hebf*114»en Zeitungen und Monotihell« der Well liefen eut. -- Au»le»nfl»*leil» für lebrBlidi« Angele jenhelten. —■ HebrSlidi« Lehrer• vermllllung. — Tftdpunkl «Iler Freunde der hebrtlidwi Jpred»•. Eintritt frei. Hlflwod«, den 24, November •be nd» 8 Uhr Gruppe Oit Union» •Slle, Crelfiwalder Sir. 2*1/323 (SII1una»Mel P*H). Werner FreutlSdteri ״JOdhdbc Au»w»ndcrunj." Qonn<r»t»(|, den 25. November •bend* * Uhr Gruppe Nerdwe»! Tnrg»rtenh«t (Bahnhof Tlerg»rfen|. Feul P. II n d« n bergt AuibeumZijUchkdlcu de« Verkehr» Id PaUllia«. Gruppe Nord Konditorei Weber, Rotem». 1». DeuUeh-HebrSItchcr DUkuitlomabend mit »nicMIc&eml«■ hebrtt liehen Spr»chk«r»u»!ür Attlejer, Sonnebend, der» 3r, November ,ebend» Uhr Net tonal * Jüdlidier . Jugend * Abend Aule Sophien Gymn»»l«1m, Welnmel»ter»lr. 15. Dr. Hermenn Leiewer! ״W»t erwartet da» Jüdluhe Volk von »einer lugend?״ Hapotl-Uuratr, Cormennitr. 29 (Agudalh Achim) Dr. Ceorg WolUtel«! Keren )»•Jcuod. Jüdlidier Jugendbund Ibrlah ' Reileurent GrOnbeum, Oranienburger Str. 26, Paul P. Lindenberg: ״Da» Verkehr»we»en In PaUtllna.*' Sonntag, den 2*. November naehmllleg» 5 Uhr jQdlichcr Frauenbund för Turnen und Sport im Brader Vcrcln*bau», Kurlür»len»lrafee 215/116. Zehnjährige» Stiftung»(«!. Zur Auffbhrung gelangt: ״Slimon und Delila*' (grobe» Auttltllun!»- iiads In 5 •Bilder«). Karlen bat Irina Hlnrelmann, Siegln »er Strobe 44, Telephon: Lflliow 6675. Adreuen-VerSnderungcnl Alle Mitglieder der B. Z. V. werden gebeten, von Jeder Veränderung Ihre! Adrette dem Doro »oforl Mtllellung iu machen Mltlwod», den 1• Deiember abend» ( Uhr Gruppe Oit Union»-Sale, Crelfiwalder Sir.221/225 (Slt1ung»»aal pari.), Information»- und Fragcabend. SQdwetiliche Vororte Im Koheniollern, Friedeneu, Hand)ery»lr. 6«. Bericht und Auupracbe. Donneritag, der» 2. Dc»ember •bend» 6 Uhr Sophien - Stle, Sophlenilr. (Hatkeicher Markt, Bahnhof Börte), Grnfic Jtkdliche Volktvertammlung. (NSbeie» wird n«th bekannlgegeben). ■ * HebrSlicfaar Chor der B. Z. V. Reilawanl Grflnbtum, Berlin N. Oranienburger Str. 26. Jeden Montag und Mlllwoch abend» ft Uhr: Vorproben. Anmeldungen an den Uebungiabendcn bei dem Dirigenten. Herrn Kopf, oder tm Büro der B. Z• V. Gruppe Chtrlottcnburg Die Mitglieder der Gruppe!reffen »Ich Jeden Montag •bend In* Wieland - Cafe, Momrnieni», Ecke Wieland»»•, Jüd. Turnverein Bar Kocfaba E. V. BOro HelUgeget•»». 52 Zentrum 1610 1. HSnnerabl e Dung: Donner»tag, II—10 Uhr, KelbeUtr.52 2■ MSnnerabt eltung: Donnenlag. 8—10 Uhr. Sybalitr. 2—4. 5. MSnnerabt eltung: Monleg, 6-10Uhr. Kclbeltf. 5». 1. Frauenabt et lung: Donneritag, 8—10 Uhr, Auguititrabe 67 — 66. 2. Frauenablcllung: Monlmj, S-tO Uhr, SybeUtr. 2—4. 5. Frauenahtellung: Mlllwoch,8-10Uhr,Ufland»». 10. 1. jugendablellung: Monlag und Donnertlag. 8—10 Uhr, Wrlbenburecr Str. 4a. ... t. Sehalerabletlung׳ Donneritag, 6—0 Uhr welbenhurger Str. 4 a. Schülerablell ung Charlottenburg: Donnentag, 6—6 Uhr. SybeUtr. 2—4, t. M8d che nabte 1 lung: Donneritag. 6-8 Uhr, Augu»t»tr. 67—68. 2. M 6 d e h e na bl e 11 un g r MttHvorh, K6—V(* Uhr, IfflanditreSe 10. Fechterabteilung: Montag. 6—10 Uhr. Auguitilr. 67-6*. Alter - HrrTCnbund: Adre»»e Helltgegel»t»lr. 52. Sportabteltung» Adrette Han» Koffler, Paultbarner Str. 67. Hcbrlfjcher Kindergarten Ckartotfenburg, KOitrlner Str. 7, Im Reitaurant Berliner Kindl. FOnfmal wödientlld» von!0—1 Uhr vormlltog». HcbräUAcr Spletnncbmlltail Charloltenburrt 1, Kflitrtner Str. 7, tm Reitaurant Berliner Kindl. Mittwoch» von ytK-y>t> Uhr. HebrZlidier Splelnachmlttart Charloltenburg 1, Carmeritr. 1 bei Prof. Weyl, bflUwoch von )14—(6)׳ Uhr. HebrSlicher Ktndergarten Weit, MOndvener SlraSe 57. (Wochen• tag» - Synagoge), FOnfmal wßdienttlch von!0—l Uhr. HebrSitcher Splelnaehmtttag S&d, Printen»». 42, Montag und Dannerttag von Uhr. HebrSlicher SrfelnachmttfSri »Odweitttcbe Vororte, bei Frau Scholem, Friedenau, Wlclanditr. 4. Montag und Donneritag nachmittag von Hi-W Ukr. Hebrlllifher Splelnachmltlad Nord, bei Frau Granbaum, Invaliden• »trabe 142. Dtemta« und Donneritag vo* ^«—1*6 Uhr. HebrSlicher SpIclnachmUiat! Ott, Rykeitrabe 55 (Rel!gton»1chu!e, Zimmer 5). Montag und Mlllwoch von Uhr. Antizionismus London, 3. Nov. (J.C. B.) Die sattsam bekannte antisemitische ״Mornin« Post“ begann eine neue Ar* tikelseric ihres speziellen Korrespondenten in Palästina gegen die Zionisten zu veröffentlichen. Der Korresponden! bestreitet zwar nicht die Gerechtigkeit und Weis* beit der gegenwärtigen Verwaltung Palästinas, glaubt aber nicht, daß es ihr ,gelingen werde, die Araber zu beruhigen, Die letzteren seien — nach der Meinung des Morningpost-Korrcspondenten. — bereit, mit den alten Juden zusammen zuarbeiten, widersetzen sich aber den zionistischen Bestrebungen und verlangen die Ein- Stellung der jüdischen Einwanderung für fünf Jahre, - \ Die Krise der Poale-Zion Aufgeben des Namens gefordert. Der WLfnaer ״Tog" meldet: Am 21. September fand in Moskau eine Sitzung «!«Exekutive der Dritten Internationale statt, bei welcher die Frage des Eintrittes der Poale-Zion in die Dritte Internationale verhandelt wurde. Das Referat .hatte ein Vertreter der Poale-Zion, welcher erklärte, die poale-zitmistisdte Partei sei eigentlich eine kommunistische Partei von Palästina und Aegypten, und 1mr aus taktischen Gründen habe sie den alten Namen b c i b e 11 a 11 e 11. Dagegen hübe sie ans dem i'arteinamen das Wort ^,jüdisch“ ge. strichen und habe gar keine Beziehung zu den nationalistischen Poale-Zion, Sie arbeite nicht nur linier den Juden, solidem auch unter dm arabischen Arbeitern. In der Debatte wurde, wie aus dem Bericht der ״Prawda“ hervorgeht, feslgestell?, daß die Poale-Zion die bürgeiiidi-nntJüiiaieit Anschauungen noch nicht völlig abgelegt haben, weshalb das Komitee der Dritten Internationale beschloß, den Beginn der rev״• iutioitüren Bewegung in Palästina zu begrüßen, den Poale-Zion jedoch auzuraten, daß sic ihren Partei• 11a men auf ge ben und m ihrem!*arte!leben die Beschlüsse des zweiten Kongresses der Dritten luternationale durchführen. Erst dann werde die Frage wegen des Anschlusses der Ponle-Zian au die Dritte Internationale entschieden werden können. Berliner Zionistische Vereinigung Hapoei-Hazair. Die dramatische Kwuzali de» li.1|ud-i m/üir, dk die Aultuhrang eines hebräisch«! Stückes vorbereitet, such! noch einige Damen und Herren. Hebräische Kenntnisse erwünscht, aber nicht bedingt, Zuschriften sind zu lichten an: M. Rosehatiskt I rauseckystr. 71, beä Jander für D. K. Die Gruppe Nord der B. Z. V. hat für die Tätigkeit dieses Winters folgerndes Programm vorgesehen: Einmal in jedem Monat wird ein üästeabend stattfinden, einmal ein geselliger Abend. Sodann wird beabsichtigt, am zweiten und vierten Donnerstag eines jeden Monat» einen deutsch-hebräischen Diskussionsabcnd mit anschließendem hebräischen Sprachkurs für Anfänger tm• zurichten. Es haben sieh bereits 25 Teilnehmer hier/.« I’vaiudet. Wir bitten alle Mitglieder der Gruppe Nord, dk liiertür Interesse haben, sich bei Herrn L)r, Max Rosenberg, Alcxanderstr. 13, zu melden. Hebräischer Spielnachmittag. Das Kuhimkzernat der B. Z. V. eröffnet in der Gruppe Ost einen neuen hebräischen Spidnachmittag in der Religionssdtule Ryke- Straße 53f an welchem Kinder bis zu 12 Jahren 7iu- oder zweimal wöchentlich zwei Stunden unter Leitung einer hebräischen Kindergärtnerin hebräisch spielen und singen sollen. Wir bitten alle Eltern, denen an einer jüdischen Erziehung ihrer Kinder gelegen ist, sich an Herrn Dr. Paul Michaelis, Raabestr. '17, oder an das K'ultnrdezernat der B. Z. V., Sevdelstr. 3, zu wenden. Zionistisch-sozialistische Studcntengruppc. An der Berliner Universität wird in der nächsten Zeit eine ״zionistisch-sozialistische Studentengruppe“ eröffnet, die die Aufgabe hat, den zionistischen! Gedanken in die jüdisch-sozialistische Studentenschaft zu tragen. Gesinnungsgenossen, die sidt für die neue Gruppe intercssieren und eventuell mitarbeiten wollen, werden gebeten, sich durch Vermittlung des Sekretariats des Hapoei-Hazair (Berlin W 30, Schwäbischeste 19 Td. N'ollend. 431) mit Herrn Rudolf Samuel in Verbindung zu setzen.! Berichtigung, Der Emissionsbetrag der Pa- Läslina-Anleihe beträgt 10 Millionen Dollar, nicht, wie es infolge Druckfehlers auf Seite 603 hieß, 10 Millionen Pfund. Warnung Es ist in den letzten Monaten mehrere Male vorgekommen, daß der Blau-Weiß zu betrügen-chen Zwecken mißbraucht wurde. Junge Menschen, die irgend eine fingierte Ausweiskarte vorzeigten und sich meid für ostjüdische Flüchtlinge ausgaben, erbaten sidi ß mehreren Städten bei Blau-Weißen oder Zionisten Reise gcld usw. Einige Male wurden bei solcher Gelegenheit sogar schwere Diebstähle begangen. Am 7. Oktober d. J. wurde wieder ein Gesinnungsgenosse in Würzburg auf diese Weise durch einen angeblichen Blau-Weißen namens Alter Soyka aus Teschen, geb. 1903, geschädigt. Derselbe hat in noch mehreren anderen rheinischen und süddeutschen Städten sein Unwesen getrieben, und sich große Beträge zu verschaffen gewußt Wir warnen die zionistische Oeffentlichkcit vor diesem und ähnlichen Schwindlern. Wir bitten, in ähnlichen Fällen durch telegraphische Anfrage bei dem betreffenden Wanflerlumd festzustellen, ob der Bittsteller tatsächlich dem Bund angehört. Um ähnliche Betrügereien in Zukunft unmöglich zu machen, werden wir umgehend gedruckte Verzeichnisse der deutschen Btau-Weiß-Bünde an sämtliche zionistisch«! Ortsgruppen versenden. Außerdem werden wir dem oster• reichischen und tschechoslowakischen Blau-Weiß nahelegen, das gleiche zu veranlassen. Die Bundesleitung des Blau-Weiß. Verband bayerischer isr. Rcligionsgcmcinden Die Wahlen zur Tagung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden stehen bevor, ihr Ausgang wird yon besonderer Wichtigkeit für die fernere Gestaltung des jüdischen Lebens in Bayern und insbesondere für die Erhaltung der kleinen Gemeinden sein. Auch die Zionisten werden sich an den Wahlen beteiligen, insbesondere als sie nicht geringe Aussichten haben, einige »Mandate zu erringen. Es findet daher am Sonntag, den 28. November in Regensburg, vormittags 1/*10 Uhr im Restaurant Katz Fröhliche Kirchenstr. 1L eine Besprechung der Vcr* tretcr der zionistischen Ortsgruppe und Vertrauensleute statt, die sich vor allem mit den Wahlen beschäftigt^ soll und zu «kr die zionistischen Ortsgruppen dringen») eingeladen werden.!

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