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Jüdische Rundschau · 1920-11-05 · Heft 78 (5.11.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 78 (5.11.1920)
Date
1920-11-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 592 JUED1SCHB RUNDSCHAU Nr. 78 Amerika Id Amerika werden letztens erneut Anstrengungen unternommen, um doeli die amerikanische Regierung zu bewegen, Maßregeln gegen die unerliörten Drangsalieningen der Juden in Osteuropa zu ergreifen. Grolle DcmoiistrutionsvcrsnmmluMf'cn in New׳ York werden geplant. l>r. 15 i citl er, Präsident des Verbandes der ungarischen Juden, verweist in einer öffentlichen Erklärung darauf, dal! seihst die größten Protcstversammlungen wirkungslos geblieben sind, weshalb er vorselilägt, «laß eine IH'legation von 50000 Juden in s I 11 in - n» e in Vorbeimärsche v o r dem Weißen Hause in Washington demonstrieren soll, Schon »ler allgemeinen menschlichen Zivilisation wegen müßte sieh die amerikanische Regierung der Sache anuehmen, Bieltlcr verlangt die Organisierung aller Landsmann•‘ schalten unler der Aegide des jüdischen Kongresses. Audi der ,,I,ere/“-Sdiriftstdlervercin liat eine Konferenz in dieser Angelegenheit ciiibcrufen, die von mehr ajs 300 Delegierten verschiedener Körperschaften bcschickt war. Sie beschloß vor allem, mehr Aufmerksamkeit der nichtjüdischen Presse Amerikas zu schenken. I>ie jüdischen Journalisten müßten diese gcnaucsteiis über die eutset/liclw.• Lage der Juden informieren und erwirken, daß sie der christlichen Bevölkerung in hiiufi■ gen Artikeln darüber Aufklärung gebe. Mau solle auch mit allen großen Arbeiterorganisationen in Verbindung treten, damit diese gegen die Judenmetzeleien Stellung nehmen. Außerdem sollen kleinere Straßciuunzüge veranstaltet werden, bei denen große Plakate mit den taglieh entlaufenden Berichten über Judenmetzeleicn, unter Angabe der Quelle und der Namen, herumgetragen werden. Völkerbund Die Stellung der Mandatsmüchte im Völkerbundrat. Die besondere Steilung der Mandatsmäcltte im Vörkcrlumdrat bildet mich immer den Gegenstand diplomatisdier Pourparlers zwischen den einzelnen Entente-!nächten. Seihst bezüglich der Verteilung der Mandate tür die unter Mandatsschutz zu stellenden Gebiete herrscht noch lange kein völliges Einvernehmen, Die französische Regierung verständigte den Völkerbund rat, daß sie hinsichtlich der Mandate der Klasse A welche für Mesopotamien und Palästina, Qroü- Britannien und für Syrien und den Libanon Frankreich mit dem Mandat betraut, mit den übrigen alliierten Mächten übercinstimiae. Bezüglich der permanenten Mandatskommission wur* den die folgenden Punkte zur Diskussion gestellt: 1. Jede Mandatsmacht entsendet einen Vertreter in die Kosiiniission. Die Majorität der Kommissions• Miitgliedcr muß aus Vertretern von Mächten bestehen, die kein Mandat ausüben. Vertreter einer Mandatsmacht dürfen sich an der Abstimmung über fragen, welche sich auf das Mandat ihrer Macht beziehen, ■icht 'beteiligen. 4. Jedes Kommissionsmitglicd bat das Recht, zwei technische Beiräte mitzubringen. Der Bundesrat richtete an die Alliierten die Frage, ob sie ihre Zustimmung dazu geben, daß das Mandat über Armenien in der Vollversammlung in Beratung gezogen werde. Diese Frage ist dadurch dringlich, aber auch kompliziert geworden, daß Armenien um die Aufnähme in den Völkerbund angesucht hat. Sollte sich irgendeine kleinere Macht bereit erklären, das Mandat über Armenien zu übernehmen, so schlägt der Bundesrat vor, daß zur Finanzierung dieses Unternehmens ein vom Völkerbund garantierter internationaler Kredit gewähr- י leistet werde. CCfiu RcrJfacf ConUiUdbt Vertinfgunfc Berlin C. 19, SerydcUtf. i Tekfoai Zentrum 3614/15. * Po»Uch«tkkon1© Ho. 12&04, Btfifai KW. 1• Kamc» «rrwftUunfl der B Z V Senntag, den 1. November ■ •Amlll•»• S Uhf Zlonlilliiiicr Jw^endvrreln Serlla, Helllfiegel.l.lr. M TeeabendL Mlllwo<h, den Id. November abend• Uhr Gruppe O.t, Unloni-SSIc, Grrlf.wsld״ Sir. m!XL5 (Stl«u«gH*»l ,1) H11«oWol(rrm»nn1 ״Der Zlsatimui uni »eine Au(,#ben I» Deul.al.aa' Dcmncrsl״|j. den II. Novrmbcr •bend« Uhr Gruppe Süd, Au!• ioFilcdrlciVWIlhelm-GyiniioEuini, Karb.lr. II GSile.bcd. Heinrich Mergulleu ״Die well(>all|l«(l.e Holle de. JQdiidwB Volke.,“ Donner»!.,, den 11. November obend» I Uhr Gruppe Sftdwcililclie Vororte, Im Retlaur.nl Hohentollcrn, Piledrnnu, Hondjeryilr. 6« (on d•r Kl'di.tr, K.liereldieJ S.n.-Rnl l)r. later.trl n׳ C«e1chleh»1rrf»r*l. Dr. Lrwln neyrr Der Keren hofcMod• AtudtlleSe.d Aui.pr.thc. Gruppe Nord, Konditorei Weber, Rosenitr. 11 Denildr-hrbrltidier Dlikuulont.Heod •II ao.dhtle^ODdoai htbrilidirn Sprodikuriui lür A1li1>t<r. H.poil-H.l.Ir, Gnrmonmtr יג (Ajudnltl Adilm) Tecttbead. Dr. Albert 5 »er: Geno11»nu±of!.we»eo. Gruppe N.rdvreit, TUrp.rlenhol \t)ht. Tlerjorlenl, abend. *V4 Uhr VorK.s von Herrn Dr. Arnold Barth! Sonnabend, den 15. November obend» Uhr HappCSI-HaiaIr, Cormano.lr. ג, (»gudolh Adilm) Rudolf Samuel! Der Parteitag der Poole-Zla■. ויו Mo: 0־״ n!«fl, den15 ־. November obend» » Uhr K.poZI-llazaTr, Aul« der PfllcHlorlbltdungi.ciiule, Georgen.tr. Dr. brmleld! ״SoxUII.ll.ch• Erziehung". Dlemt.g, drn 16. Novrmber Gruppe Chorlollenb.ug. Im IU1Ino-Re.taur.nl, Vrllmer.doiler Sir. 106 (Ecke Nlebuhnlr.be) Dr, Georg Woll.leln: ״Keren hajei.od“. ^{1!m11111111!m!1m11111muu!11m111!M1111m111m1uu11m111uum1nu111un111!!1111111u1un1111uuu1ua11111|(ut | Oeff entlieheVersammlung | | Freie zionistische Gruppe | § Dienstag, doa 9, November 1920, abenda 8'/ג Uhr | | in» Zahnäritchans, Biilow&traQe 103/104 (GuUmanniaal) | 1 ״Der Sieg unserer Gedanken auf | | der Jahreskonferenz in London“ g | Referenten: R.-A. Dr. Eduard Leszynski und I | Diroktor K a r e » k i | I Diikuision. Cästa willkommen, g £ 3 ^uynwimmufluiunnuuuiUiiafflimimnimiiututmjmuimiiaiiiintitttitiHimiBiimmmutii^ Keren hajessod Persönliche Mitarbeit Emigrantenelend Triest, 20 Okt. (Telegramm.) Auf Aufforderung der Konferenz der italienischen Zionisten, die entrüstet ״ml übcrdic Lcide11dcrChaluz.ini, welche bei dein jetzigen kalten Wetter ohne Obdach und entsprechende Küche in Triest sich stauen, iraf Generalsekretär Landinan am 25. Oktober in Triest ein und intervenierte bei der Direktion des Lloyd. Der ziir Inspektion lierbcigerulcjic Kommissär versprach vorläufige Besserungen, sowohl was Olxlacb und Speiseversorgung betrifft. Permanente Besserung ist jedoch ohne gesichertes Budget für die Emigration unmöglich. ״ Triest, 24. Okt. (S.) Vom 23-.19״. Oktober haben sich in Triest 820 Personen nach Palästina eingeschifft. Fast alle Auswanderer klagen über Art und Weise, wie die Emigration von den verschiedenen Steilen organisiert ist, vor allem über den unfreiwilligen mehrwöchigen Aufenthalt in Wien. Auch bei der Beschaffung der notwendigen Valuta erleiden die Flüchtlinge bei ihrem Aufenthalt in Wien großen Schaden. Das Wiener Paiästinaaint sollte auch die Beschaffung der fremden Zahlungsmittel in seine Hand nehmen. All diese Uebc!׳- stände würden vermieden, wenn die Paliistinafalirer ihre Pässe, Vis;< ■׳und dergleichen nicht in Wien, sondern in Warschau, Prag usw.• besorgen würden. Auch bei der vom!7,-19. Oktober in Triest abgehaltencu Konferenz der Zionisten Italiens, nahmen die Beratungen über die Palästiitaeimvamlerung breiten Raum ein. Ueber das Auswandcnmgsclcnd in Genua berichtet der L.-Kwrrespomieut der ״J. P. Z“: Genua war in den letzten vier Monaten von jüdischen Auswanderern, namentlich aus Ungarn, zahlreich besuch!. Maa konnte liäufig Familien von 5—10 Personen umhc reichen sehen, die größtenteils aus gutem Hause und gut gekleidet, doch gänzlich unbemittelt waren. Sie mußten, oft, mit ihren kleinen Kindern am Arme, sich am Abend unter freiem Himmel «inen harten Stein als ßcttlager suchen. Leider empfanden nur wenige Personen der mehr als 3000 Seelen zählenden jüdischen Gemeinde Genuas ehrliebe Sdiam über das Elend ihrer armen Brüder aus dem Osten, wahrend sie selbst in ihrem Reichtum prassen. Namentlich Gav. Tobi» Pavia nahm, «ich der Flucht- *wge besonder» an. Büroleitung, zwischen Gruppenleiter und S!>cndengeber usw.; eine Arbeit, die sich besonders für Damen und jüngere Gesinnungsgenossen eignen dürfte. Alle diese rite. Alle Arbeiten können in vielen Ortsgruppen mit Erfolg ge. leistet werden. Ganz besondere Bedeutung aber haben sic in Berlin. Das Berliner llczirkssckretariat bittet alle Gesinnungsgenossen dringend, sich in der bezciclmelcn Art oder in anderer Weise persönlich an der Keren hajcssod-Arbeit zu beteiligen. Der Bezirkssekretär Dr. Georg Wöllstein ist täglich von V;־3׳ -,/VI Uhr »י״ Büro, SevdeKtr. 3 (Zentrum 3014/15), zu sprechen, stellt alter nach vorheriger Anmeldung auch zu jeder anderen Zeit zur Verfügung. Der Aufruf ergeht an alle Zionisten. Niemand darf sich ausschlielkn, jeder ist verpflichtet, auch persönlich an dem Erfolg der Keren lujcssod-Arbeit müzuwirken. Es wird häufig die Meinung ausgcsproclien, daß die Steuerpflicht zugunsten des Keren hajessod nur die zchnprozentig-c Abgabe vom Vermögen betrage, Demgegenüber sei darauf hingewiesen, daß außerdem die zehnpro/entige Abgabe vom l£ i n k o in in e n zu en!■ richten ist. Die Aufbringung der für den Keren hajessod erforder• liclien Summen wird nur dann möglich sein, wenn jeder Zionist für einen gewissen Zeitraum seine persönliche Arbeitskraft in den Dienst der Werbeaktion stellt, Namentlich in Berlin wird persönliche Mitarbeit in größtem Umfange nicht entbehrt werden können. Der Möglichkeiten für Zionisten, persönlich mitzuwirken, gibt cs außerordentlich viele. Schon die Zurvcrfügping• Stellung einer Wohnung lür Besprechung kleinerer Gruppen ist in vielen Fällen außerordentlich wertvoll. Kanu der Einladende selbst den einleitenden Vortrag über Bedeutung und Notwendigkeit des Keren 'hajessod halten, Material würde ihm reichlich zugrhen — so wäre dies eine weitere Hilfe, Ucberhaupt sollte jeder Gesinnungsgenosse, der über einen Kreis zionistischcr oder sonst gut jüdisch fühlender Bekannten verfügt, Wert darauf legen, in Verbindung und nach Rücksprache mit dem lkriiner Bezirkssekretariat (Adresse $. unten) in seiner Wohnung Besprechungen im Interesse der Keren hajessod-Aktion .zu veranstalte». Will er selbst die Leitung der Besprechung nicht übernehmen, so wird er zweckmäßigerweise angeben, welclvcr Ucdnertyp für den Kreis der Eingeladenen geeignet ist. Fühlt er sich in der Lage, die Nichtersdiicnencn zu bearbeiten, so werden ihm alle denkbaren technischen Erleichterungen gewährt. Jeder Gesinnungsgenosse ferner, der irgendwie in der Lage ist, rednerisch oder journalistisch für den Keren hajessod ein/.utreten, möge sich schnellstens zur Verfügung stellen. Hat er Be- Ziehungen zu Nicht/ioiüsten, die bereit wären, Mittelpunkt von Kreisen der Keren hejassod-Arbeit zu werden, so möge er sie benennen; er möge ihre Stellung zu allgemeinen und jüdischen Fragen, ihre Möglichkeit und ihren Willen, mitzuwirken, augebm. Wertvoll ist auch die Angabe von Beziehungen zu jüdischen Vereinen und Kreisen, zur allgemeinen und zur jüdischen Presse, industriellen oder kaufmännischen Verbänden. Wichtig ist ferner die Uehernahme der Sammlung von historischen und statistischen Materialien lür geeignete Artikel, so über Kolonisationskosten anderer Völker usw. In Be- Fracht kommt endlich die Bereitschaft zu technischen Hilfeleistungen, so die Uebernahme von Stenogramm- und Schrcibmäschinenarbeit für einige Stunden wödientlieh bei einem Gruppenleiter, Herstellung und Expedition von Briefen, Verbindung zwischen Gruppenleitung und Deutschland ~ Presse-Rundschau Die ״W111 w i r t s c ha f t s-Ze i tu ס das ofnziclle Organ des Verbandes deutsch-ausländischer Wirtschaftsverein«, bringt in Nr. 41 einen Aufsatz ״Im erlösten Syrien•', dem wir folgende Ausführungen über Palästina entnehmen: ״Die Pläne für die Entwicklung von Haifa und Jaffa, die jetzt bekannt werden, sind grandios. Soel>en ist der Hafenbau von Jaffa einer holländischen Gesellschaft i1lx׳rtragvn worden, die ihn in drei Jahren durchfuhren wird. Mit einem Federstrich ist die Konzession zu diesem Hafenbau erteilt worden, um die während der'Türkenherrschaft ungezählte Faktoren sich ungezählte Jahre bemühten. Daß die Herrschaft der unaussprechlichen Türken zu Ende ist, stört liier nicmanden mehr. Ls fragt sich nur, wie werden ihre Nachfolger regieren? Man darf, wenn alles friedlich bleibt, annehmen, daß die Franzosen ihr Gebiet Langsam, die Engländer dagegen ihren kleinen Zipfel sehr schnell entwickeln werden. . . .“ Der Verfasser bespricht sodann die Schwierigkeiten der Grenzstreitigkeiten mit Frankreich und fahr! dann fort: ״immerhin lassen sich die Verhältnisse in diesem Südzipfel Syriens nicht schlecht an, und zwar im wesentliehen dank der Persönlichkeit des Oberkommissars Sir Herbert Samuel, der eine Zierde der liberalen engfischen Politik dnrstcllt. Aus dem schwerreichen ILium• Montaguc stammend, eine bedeutende Rolle in der l.<•״ doncr Politik spielend, gewesener Staatssekretär des Innern und Posttninister, hat er sich nicht verdrießen lassen, den *war recht interessanten, aber für einen Londoncr Politiker doch nicht allzu bedeutenden Posten des Oberkommissars für Palästina anzunehmen. Set״ erstes Ziel war, zwischen der verhetzten Bevölkerung des Landes R״uhc und Versöhnung herzustellen. Man muß sagen, daß ihm das ausgezeichnet gelungen ist Er hat es fertig gebracht, recht bald zwischen den eingesessenen Arabern und den neu das Land besiedelnden Juden, denen cs vom Völkerbund als ״nationale Heimstätte“ zugesprochen worden ist, eine Atmosphäre der Beruhigung zu schaffen. Zugleich geht er daran, das Land wirtschaftlich von den Rückständen der alten türkischen Mißwirtschaft zu befreien und statt dessen die rechtliclicn Grundlagen für einen wirtschaftlichen Aufschwung Itcrzustellen. Er schritt sofort an die Her- Stellung eines Katasters, zugleich wurde der wahrend des Krieges unterbundene Bodenverkauf freigegeben, jedoch unter unerhört starken Einschränkungen, die verhindern sollen,!laß irgendwelche Latifundienbildun״ entsteht. Das bestehende Kieinsiedlertum soll erhalten bleiben und die neuen Ansiedler sollen wiederum nur Klcinbesitz bilden können. Jede übermäßige Preissteigerung wird im Keime unmöglich gemacht. Andererseits kann nunmehr auch eine juristische Person Boden erwerben, was nach türkisdiein Recht unmöglich war; jedoch nur unter Kaufelen, die wiederum das Neuemstehen ungesunder Verhältnisse unmöglich machen. Zugleich werden die Grundlagen für einen gesunden Ausbau *ler Städte, angesichts der zu erwartenden großen baulichen Tätigkeit, gelegt Ausgezeichnete neue Stadt- Baupläne sind für die wichtigsten Städte herausgegeben Städtebaunus Stellungen und Mädtevcrschöncnmgsvcreinc sollen darüber hinaus sorgen, daß die palästinensischen Städte nicht die übien Vorbilder anderwärts nathabmen Viel bemerkt wurde auch, daß Sir Herb e r t Samuel alsbald den vertriebenen Deutschen das Recht der Rückkehr gab. So konnten die während des Krieges in Aegypten intcr• nierten P.ilästinaileufsdicn wieder in ihre Kolonien zuriickkeltrcn, ebenso ist die Rückkehr der deutschen Benediktiner nach Jerusalem gestattet worden, und überdies hat die deutsche Lcvantciinie das Recht erhalten, die p a 1 ä s t i 11 e 11 s 1 sehen Häfen wieder an zu legen. Die allgemeine Versöhnung erfährt dadurch eine weitere Ver- Stärkung, daß Samuel sie!» mit dem römisch-katholisch״•־ Patriarchen von Jerusalem über die Rechte der kathoii• sehen Kirche geeinigt und dieser in einem Hirtenbnei die mchtjüdisclie Bevölkerung Palästinas über die Pläne Sir Herbert Samuels beruhigt hat. Alles in allem steckt in der englischen Politik in Palästina •viel Vernunft Es bleibt abzuwarten, ob Frankreich einen ebensolchen Gc:st in dem syrischen Hauptstück an den Tag legen wird. Das ״Berliner Tageblatt“ veröffentlichte m der Morgenausgabe vom 2. November einen ausführliche« Bericht über die Lage in Palästina und die Mission Herbert Samuel». f . _ Hoi ■w jMelr •ד*“־ " ן!■—■*-«—fc

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