Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 77 (2.11.1920)
- Date
- 1920-11-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 77 J u 1: i) 1 SCH r: R U א D SCH A u Seite 587 Die beiden christlichen Referenten des Abends »(eilten fest, daß weder vom protestantischen noch vom katholischen Standpunkt aus Christentum und Anti* seuiitismus niiteiiiauder vereinbar seien. — Es ist zu hülfen, daß die christliche• Geistlichkeit diese Grundsülze recht oft und recht nachhaltig gerade jene;! aristokratisehen Kreisen predigt, deren angeblich besonders stark betonte Frömmigkeit Lüge gestraft wird duren ihre bei jeder Gelegenheit betätigte antisemitische Gesinmtng. Die letzte Tagung der dcutsdiiutU-omdeii Partei seiden im wesentlichen den Zweck zu haben, eine procs »zierende l Vmoustration für Reaktion umi AntisemiiiMiros zu bieten. Trotzdem es an den üblen atitijiidisehen Phrasen wahrlich nicht mangelte, äußerte das Publikum in wiedeilioitcn stürmischen Zwischenrufen seine Meinung dahin, daß es •einen noch stärkeren Kniefehlzug gegen ״All-Juda“ erwarte! hatte. Ein einziger Redner, l>r. Ritt 11 er, machte den Versuch, ein positives Kulturprogramm der Dcutschnationnlen aufzustellen und vertrat den vernünftigen Gedanken, daß das .inlisemitisdie Gebrüll nichts weiter verrate, als die innere Schwäche der eigenen Partei.• Leider passierte diesem weißen Rahen nachher das Unglück, daß Herr W11 Ile, der Chefredakteur der ״Deutschen Zeitung“, steh mit seinem Programm vollkommen idenliiizierte, was nur so zu erklären ist, daß Herr Wulie die Ausführimgen seines Vorredners entweder nicht verstanden hat (nler sie schleunigst zu diskreditieren wünschte.. Immerhin ist auf diesem Parteitag cm sehr gu.er Witz gemacht worden, indem einer der Hauptredner die IX'iitschnatioiialcu als ״die Partei mit dem durchgeistigt- »teil Programm“ he/eichliefe. Besondere Anstrengung wird seitens der Antiscimtcn gemacht, um ihre Lehren auch in der Arbeiterschaft zu verbreiten. Dem wirkt in erfreulicher Weise eine kleine Broschüre entgegen, die das Mitglied der PieitlSiselicn Lnndesversnminlung, Franz Klupseh, im Verlag der deutschen wirtsehaitspolitiselicn Gesellschaft (Berlin W, 35) erscheinen läßt, Klupseh ist ein hekannte» Mitglied der. S, IM)., aus dem Arheiterstaiid ticrvorgogaiigcn, und es dürfte seihst Herrn 1' ritsch schwer falleil, ihm verwandtschaftliche Beziehungen zum Judentum nachzuwcisen. Es ist selbstverständlich, daß diese Broschüre vom sozialdemokratischen Standpunkte aus geschlichen ist. Obwohl wir uns nicht mit allen Hin/eiheilen dieser Schritt einverstanden erklären könen, verkennen wir nicht, daß in ihr ein vorzügliches KampfmUtct gegen den Antisemitismus geschaffen worden ist umi wünschen iitr in der Arbeiterschaft, insbesondere in der Bayerns, weiteste Verbreitung, # Graf Emst Re v e 11 tlow ist vor einiger Zeit sangmul klanglos aus der Redaktion der ״Deutschen Tages- Zeitung‘‘ ausgeschieden. Er gibt seither unter dem Eitel ״Der Rcichswart“ eine eigene Wochenschrift heraus, die den Eindruck macht, als bestehe sie ausseidk'ßlich aus den sieben Leitartikeln, die Reventlow sonst zwischen Sonntag und Sonnabend für die ״Deutsche Tageszeitung“ zu schreiben pflegte. In Haltung und Charakter der ״Deutschen Tageszeitung“ hat sich durch das Ausscheiden Rcvcnthnvs bis jetzt nichts geändert. Propaganda für den Lehrberuf tu den Kreisen der zionistischen Jugend, rnsbesondere in den akademischen Vereinen uni im Blau-Weiß, wird seit einiger Zeit eine' ,sehr lebhafte Propaganda für den Lehrberuf betrieben. Man argumentiert hierbei ähnlich, wie bei der Berufsumschichtun■״ zugunsten der Landwirtschaft. Erez-Israel Braucht.׳ Lehrer und man müsse, unter Verzicht auf einen sonst vielleicht gewählten linderen Beruf, sieb dem pädagogischen Studium widmen. Der Erfolg hiervon ist, daß eine Anzahl junger I eute, die bereits ein* anderes Studium ergriffen hatten, plötzlich nmsattelten und andere sieh der Pädagogik ׳,!gewandt haben. Zum erheblichen Ted sind es junge Menschen, die sieh in keiner Weise für den Lehrberuf eignen. Von dieser Propaganda kann soweit! iin Interesse der Bewegung wie des einzelnen nicht itaehdrücklieh genug gewarnt w e r d e n. Es ist geradezu unverantwortlich, zur Ergreifung des Lehrbcriites unter Hinweis auf die Notwendigkeiten Erez- Israels aufzufordern. Der Beruf des Lehrers sollte unter .dien" Umständen eine wirkliche ״Berufung“ bleibet». Wirklicher Pädagoge wird stets nur der sein., der unter Uten Umstanden — auch in Deutschland — Lehrer «erden würde. Landmatm und Ingenieur• kann!nnn viel- Licht irgendwelchen ״Notwendigkeiten“ zuliebe werden, zmn Lehrer muß mau bestimmt sein, um cs werden zu können. Man erweist Ercz-Isracl wahrlich keinen Dienst damit, daß mau unter mehr oder minder starkem inorahselKin Zwang unsere jungen Leute verleitet, sich einem >׳< rufe zu widmen, dein sie nicht gewachsen sind. * Im Sinuc dieser Ausführungen bittet Gg. stud. Kurt Wittkowski, Berlin W. 50, Tauen-tzicustralie 8, alle diee iligen, welch« sich im Hinblick auf Palästina dem Lehrberuf widmen wollen, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Es wird beabsichtigt, eine Organisation der ziunistisehen Lehrer und Lehramtskandidaten in Deutschlaud zu errichten, die zunächst einen Informationsdienst eiiizurichtcn gedenkt. Es liegt also im eigenen Interesse aller Beteiligten, sich zu melden. UOtei D.״.rU:!c* rie-v.'I,(11 ,< ,״,dn!*lr, J. Tölefon t Zentrum »15׳»<״. « t0־i1tcl1־.tl־n,,n1a Nö. tsaoi, Octiln NX 7, lt«1lfnrrrr/r!!u;',;i Cer t\, ״״ V. KcbrlUi&e {.«ichnti« «cs I£«ti»rdcacma|j der fi. i. V. Dragonmtr. 33 iHol). Geöllnct «!,:ich!10-1 ״־»׳ und »o« 4-10 Uhr. Lut alle heb.-Alidien Zrllungm und Monalsheitt der Welf Uc<jrn eui. — AudtunUiMelle ift! hebröt,U!e ,•'.ngdescrilicUm. - Hebiöndrc UhtcrveiniUilung. - Ticilptmkl «!1er iieuuCe dir hebr«l»c‘1cu Sprad», Eintritt 1 r c I. AUvc •1c o-V er tnderuojtci» I Alle Mlialleder der ii. 1■ V. »erden gebeten, von leder Veränderung liiro Adresse dem Büro «״fori Mitteilung tu modien. Donnerstag, den 4, November «bends 8 Uhr Gruppe Süd, tm Helm, PrlnreB»lr. 4X Paul P. Llndenherg: »Das Verkehrswesen la PaUjlIna*. Hsppll'HsssIr, Coimsnnsir. ZV, (Agvdath Achtm) Teeaisend• Gruppe Charioitoiibur;!, Im Koslno-Kestauiant. Wlimersdorfer Str. 10« (Ed!e N eouhrilr.). Alfred Marcu«: »Die OjiJmlenlrage la Deutschland". Gruppe Norilwell, Im Tler,arlenhut itilif. Tlergadm), abends H® Uhr Herr Cli. Zwl Kl Oise 11 »!•rrssc-Rundsthau". Gruppe Nord. GUiteabend. Sonnabend, den 6 November abends Uhr HchrAhdie Lesehalle, Helllgegdslslr 51. Hebrdlscher Vaiitng von Herrn Aharon Sr*«r Weintrau bi »Zur (seidiluite des Chassidismus’. Diskussion. __ Gärte willkommen. Hapocl liazaTr, Gormannilr. 39 (Agudalh Adilm). Dr. I. Groinmer: »Ucber Etnsicliuche Rclattvlheorie", Sonntag, drn J. November nadimillags 5 Uhr Ztonlitlsdicr Jugcmlvrrcln Herlln, Helllgegelslslr. 53 Tccabend. Dienstag, den 9. November abends »,/i Ubr Freie Zionistische Gruppe. Zahnärtlehaui, Daiowstr. 103/104 (Uollmannsaal). K.-A. Dr. Eduard LcscilnsUt und Direktor Kareskl: »Der Sieg unserer Gedanken auf der Jahreshonfcrcnx in London". . Auisprodie. Hebräischer Kludcrg.vrien Weit. Chnrloltentiurg, KOtlrlner Str. 7, Im KesUurnnl Oenliser Kindl. Fanltnal vOdieiXUdi von tO —t Uhr vormlilags. Hcbrälrüict• Sptclnatismlltefl West, Cbarlolfenhurii, KOitrlner Str,7, Im Kest&U'ani Kerttner Ktndl. Mittwoch van '/t\ '/ti Uhr. Hebräischer Spätnachmittag Sad, Montan und Donnerstag von bis J,j6 Uhr Im Helm der Gruppe Süd. i'ilnrrnstr. 43. HebrSDcher Splelnachmlit j״ sOdwestllche Varorte, bei Frau Srholem, Friedenau, Wieie idslr. 4. Montag u. Donnerstag nsdun, von Ht״H7 *Ihr. Hebräischer Splclnachmlitag Nord, bei Frais CrOnbaum, Invaliden- »linke 143. Vur.öollg Montag und Donnerstag von;•««-*,,4 Uhr. Keren hajessod Die Keren hajes-renl-Lcitung für De u t s eil 1 a 11 ct wurde in «ler Sitzung des GeschüftsführeiRlen Ausschusses der Zionistischen Vereinigung für Deutschland »'0m 17. Oktober ergänzt üurch die Zuwahl mehrerer Herren, so daß die Leitung nunmehr besteht aus den Herren: Rose!1 b I ii 111 (als Vorsitzenden), K I e e, B 111111 e 11 ־ fei41, Berger, Boschwitz, Trietsch (zurzeit Palästina), P i n n e r, Kober, Goslar und Sch \v a r z. In derselben Sitzung wurde eine Revisionsk o m m i s s 1 o n eingesetzt, welche die Wirtschaft*!iihrnng und ordnungsgemäße Verwaltung; der Berliner Büros der Z. V. f. D. einschließlich des Bür 1s des Keren hajessod in regelmäßigen Abständen revidiert und «lern Gcschäftsfülircndcn Ausschuß Bericht erstatten soll, und zwar erstmalig innerhalb sechs Woehen, Insbesondere soll die Iuuchaltung des Etats und die Verwendung der cinlattfenden Gelder geprüft werden, ln diese Konimission wurden gewählt: Dr. Victor Jacobson, Dircktor Kareskt.j Rechtsanwalt K«11« n sc 11 er, Dr. Siegfried Moses. Gelegentlich der kürzlichcn Tagung des Zionistischeu (iruppenverb,׳indes in den besetzten Gebieten Deutschlands wurden [olgende Entschließungen heziiglich der Arbeit für den Keren hajessod gefaßt: ״Der Zionistische Gruppen verband für die besetzten Gebiete Deutschlands erklärt siel! bereit, alle Kräfte einznset/en, mit die Tätigkeit für die Sammlung von Zeichnungen für den Keren hajesscid in größtem' Umfange durdiziüitlircn. Der Gruppenvcrbancl spricht den Wunsch aus, «laß die Leitung baldmöglichst einen Plan für die Aufbauarbeiten in Palästina vorlegt, für welche die Mittel des Keren hajessmi Verwendung finden. . Der GruppenvcrhaiKl׳ richtet an die Leiht״״ das Ersuchen, im Sinne der Londoner Beschlüsse baklmügliehst die juristische Form fcstziliegen, in der der Keren ltajessod begründet werden soll, sowie die Rechte zu bestimmen, welche auf Grund der Zerfifikatc mit der Zeichnung verbunden sein «dien. Die Werbearbeit für den Keren Hajessod soll sich zunächst mir auf (k'sinmingsgctK'.sren erstrecken; der (iruppettverband erwartet, daß die definitiven Ergvbnisse dieser Zeichmmgen spätestens am 15.. Noveniber vorliegen. Die organisatorische Arbeit obliegt einem am Sitze des ürtippenverbandes zu bildeitdcit, aus drei Personen bestellenden Ausschuß mit .Kooptationsrecht, der sich insbesondere der ״Jiidisehen Woche“ zu Werbezwecken bedienen wird,“ Die Reise Kurt B ln m e n f e 1 d s im Zusammenhang mit dem Gruppenv erbandstag in E 1 b « r f c I d berührt totgende Städte: Duisburg (28. und 29. Oktober), Elberfehl (am 1. November öffentliche Versamnfluttg), Düs seictorf (2. und 3. November), Essen (4. und 5. November), Dortmund (6, November, öffentliche Versammlung), Münster (7. November) und Unna (8, und 9. November). Literarische Mitteilung lin Ok lob erbe ft der ״Neuen Rundschau“ (Verlag S. l-jtchcr, Berlin) schreibt Max B1 ■> d. eine- Au merkiiug tiber den jüdischen Künstler. Er l»e• kämpft die Anschauung, daß infolge uer b.li.rrsc'tcndeii Rolle der R,1:k) im ik:\v11Bisci11 des jiului jt.discln׳ Kunst überhaupt nicht oder nur' als ein Lh.uiomcn der Bcwußliieit möglich sei. 'Im jüdischen Kunstwerk vereinigen sich wie in aller Kunst Bewußtlieit und U11bewußtheit, durch das außerordentliche Ereignis, das Wunder, die Gnade. Die in der niederen Ebene gegensät/iichen Vcrhumllungsweison werden auf der Spitze mensc'ilidicn Daseins zu einem Gebilde h >lterer Großenortlnung uiügescumolzeii. Der Unterschied jüdischer umi niclitjüuiscbcr Knust scheint quantitativ zu «rein: Beim Nichtjii'Jei» überragt oft der Queilstrom des IhibcwuBtcu, Instinktluiftea. — In demselben Heit stellt eine seltsam mystische Erzählung aus dem Leben der O.stjuden, ״Er ist da“, von Arthur Holi t scher. Das Kind einer jüdischen Dirne wird als ״Mess.ar.“ gelxrren, voübritigt Wunder, spricht das Wort ״lierescliit“ und — zerfließt dann im Arm des Rabbi in nichts. Mcyünkscher Spuk. ־— Auch andere Beiträge'des Heftes sind sehr interessant, Z. B. Alfred Bäuntlcr, Metaphysik und Geschichte; Leop v. Wiese, Sa/iologie der Leid in; Karl Abraham, Psycho• analysc als Iirke11utnis1|uelk* für die Geistesvvisscnscliaft, u. a. m., durchwegs auf der Höhe des Niveaus dieser Zeitschrift Versammlung der Poscner Auf den vor einiger Zeit in der ״Jüdischen Rundschau“ erschienenen Aufriii hin fanden sich am Montag, den II. Oktober, im Restaurant Aschinger, Frietlrieii- Straße, etwa 80 Gesinnungsgenossen, die aus der Provinz Posen und Vv’estpreiUren itacli Benin ver/ogat sind, ein, Nach einer Begrüßung seitens des Vorstandes der Berliner Zioiiistiscnen Wrein igung sjiradie•! nainuis der Poscner Zionisten Direktor Kureski und Rechtsanwalt Dr. Köllens eher der B, Z. V. den Dank dafür aus, daß sie es unternommen habe, die Poscner I reitude ziisammcnziirufcn. Sic betonten, daß es unbedingt erforderlich sei, einen engeren Zureunmcnsdihiß der Poscner Zionisten herbeizm'ülircn, um aut diese Weise zu ermöglichen, daß die ferner Lfiiizuzieiieiideu wieder in Kounex_ mit der Zionislisehen Organisation gelangen, und die Kräfte aller Zionisten der Bewegung nutzbar gemacht werden. Von Herrn Samuel wurde dann e:n Ueberbiick über die lktätigungsgcbiete innerhalb der Berliner Zionistischen Vereinigung gegeben, sowie auf die Not- Wendigkeit des Anschlusses jedes einzelne 11 an diese , Organisation hinge wiesen. Nach einer tangeren Aussprache über die Form, in der sich der Zusammenschluß vollziehen soT, wurde eine Kommission von acht Damen und Herren gewählt, die die erforderlichen Vorarbeiten zu leisten hat. Zum Obmann dieser Kommission wurde Herr Rechtsanwalt Dr KoUenscher gewählt Der Verband der Ostjndcn, Ortsgruppe Berlin, hält •uii Mittwoch, den 3. November, eine Mitgiiederver- Sammlung ab, an der unbedingt sämtliche Mitglieder tcdncluncn müssen. Mitgliedskarten hzw. Einladung■»- karten sind mitzubriugen Verband der Bialystoker, Berlin. Uris wird geschrieben: Die große Not, in welcher viele unserer Bialystoker in IXutschland, hauptsächlich in Berin, sich befinden, hat die■ Giüudung des Verbandes der Bialy stoker hervor״! rufen, dessen Aufgabe es ist, unseren in Not geratenen Brüdern zu Hilfe /״ kommen. Nicht nur aber durch einmalige oder dauernde Geldunter- Stützungen, sondern auch auf radikalerer mul zugleich angenehmerer Weise trachtet der Verband die Not de. Uriglücklichen zu lindern, nämlich: durch Arlieitsvermittlung, Auskunft- und Ratetteilungen in Emigrationsfrageu ttsw. Bei Durchführung der obigen Aufgaben hofft der Verhnnu vom Bialystoker Hilfskomitee' in New York talkräitig unterstützt zu werden. Unsere moralische Pflicht ist aber, auch unsererseits dem Hilferuf lureere. unglücklichen Brüder mit aller Kraft und SdmcUDkcii entgcgvnzueilen. Durch die letzten Vorfälle befindet' sich Bialystok in einer schauderltaften Lage. Der teiegrapinselte Bericht uher den dortigen Zustand, welchen der Verband aus Warschau atn 1*1. September erhalten hat, lautet wie folgt: ״In Bialystok Hunger, Epidemien, viele v)pfc r, Tote, Verwundete, ins Gefängnis gesperrte, schrecklich gedrückte Stimmung, Arbeitslosigkeit, Armut, größere Hilfe sofort nötig.“ Mit Spenden und ■ Beitrittserklärungen wende man ״ ,. ail, •h'rr״ Ingenieur D. K-lc m e nti itowskv. Berl 1n-Schöneherg, Kaiscr-W'iihelmp'atz •1. Jüdischer Arbeitsmarkt. Unter diesem Namen er scheint litte Monatsschüft zur Förderung der Bodcnkulttu und Handwerke unter den Juden, heran ׳״egehen von der Geschäftsstelle1 des Daniel-Bundes (Gesellschaft fü! ethische Erneuerung des Judentums E. V.), München, Bergmaitnüraße 7/1). Freds halbjährlich t> Mark. DU׳ f fl 41 *•*'*״׳ י-י־■",•■׳*'""'•‘■׳N, f. Offeriert gingen in der teizien Woche auf eine Chiffreanzeige itt der!!Jüdischen RundschoiM" ein. 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