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Jüdische Rundschau · 1920-10-15 · Heft 72 (15.10.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 72 (15.10.1920)
Date
1920-10-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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R U א DSC H A U Seite 551 Nr. 72 J U 1; f> 1 S C! i 1:1 Auch in Wolhynien tobt Petljura ן IX• r ״Wiener Morgen-Zeitung“ wird ans Lv1״bcr}.;' ן iHTiehtet: I Die Vamlalcngmic! der Pellj11ra-Ko--akc11 sind nicht! bloß in Ostgalizien vorgekommen, sondern aiicly im! w u 111 y 11 i s e 11 c 11 Gebiet. bin Gew;iiiisin.inn eis ״Tagblait“, weleher aus U r u b i e s 1o w ״ach Lcinbei,.: kam,’ berichtet über }grauenhafte Geschehnisse, weuhe sieh in den kleinen jüdischen <* e 111 ''1 “ ‘ dies e r G e g e n d abgespielt haben: ln dem etwa 33 Seelen zählenden Städtchen l.ns/.czow (Kreis I Irnlues/ow) het-mmen am I. und 2. September die Ilel-lentaten 11 r!,«־:Ijura-l eute gegen die wehr'ose jatlisciic Bivolheruug. Au, imeli mihekannten Gründen liaben die Banditen am I ivitai: und Sonnabend ihre Tätigkeit eingestellt. Dafür 11,linnen die Ausschreitungen am Sonntag, den 5. Sepuni 11er die l'eirni eines regelrechten Po״ r<> m s au. n, IWent der jüdischen .Bevölkerung wurden ausgcplundert, einige Hauser wurden in Brami gesteckt, (urise, Weiher und Kinder wurden niörderiseli geprügelt, 0, gal) mehr als 5« Schwerverwmv.lete, darunter solche mit abgehackten Händen. Si> l’romn aller' Mädchen viuv 13 Jahren aufwärts wurden gesdiiindet. Die 10111־■ leides Baders, welche in die Gewalt der Kosaken fiel und ihnen Widerstand leistete, wurde vor die Wahl gestellt, g e s e 11 ä 11 d e t o d er erschoss c 11 zu werden. Sie wählte das letztere und fand den Tod durch risehielhiiH:. Am folgenden r'u'itan kamen 1* c 11 j tt r ה - O f I i - /!er e in das Städtchen mul v c r 1 n n g t e ״ v o ״ der < * e ui e i 11 d e ein e Best ä t i g u ״ g , d a ß d 1 e B <11 - s e 11 0 w i s t e n 11 nd ui c 111 di e U k 1׳ a; n e r d e n! 1' ng ro in veranstalte! hätten. Auch in der J Umgebung von l.aszc/ow, unter anderem in lilinow, gec 11 allen imxhtharc (ireueltateii, So nahmen Kosaken einer Jiidenfran ihr Kind weg und schleuderten cs so 1:1 »ge zu Boden, bis es vor den Augen der Mutter tot liegen blieb. Die Mutter wurde so lauge!:,1prügelt, bis sic bewußtlos Zusammenbruch. Dann erst entfernten sieli die Mörder, da sie meinten, die Drau sn tot. In Uhnmv faml mail nicht weit von der Stadt du׳ I eiche des I lillel Fischer, der buchstäblich in Stücke;:e.rlinittcn war. Die Polen in Wilna Ko w 11 ,0״. Oktober. (W. T. B.) Die Litauische i el.-Agentur teilt mit: Als polnische Truppen, von ihrer 1!1 •!Mosen Knmpigicr getrieben, in die litauische Hauptsi.idt eiitdrangeii, bemaditigU• sielt 1!ichl nur der Litauer, ',,indem mich der dort weilenden Ausländer eine Limpürmiß über solches Nichtoi 1111 alten des I riedensvertrage*. Die iliiteutevertreter haben der sogenannten /׳.enir,,Heilung Litauens sdiriftlieh ihren schnristen Protest misgedrüekt und ausdrücklich erklärt, daß die Entente- Vertretungen in Litauen k'eine andere Regierung aiicr* kennen würden, als die in Kowno weilende verfassungsmit lüge litauische Regierung. Heute ist ein Extrazug nach Wilna abgesandt worden, um die in Wilna zurückgebliebenen ausländischen Missionen nach Kowno ahzultoleii, Der Jüdische National rat hat einen Aulrul an die jüdische Bevölkerung Litauens erlassen, in dem er sämtliche Juden auffordert, Litauen in dem Kampf gegen Polen beiziistcheu und die Truppen der Regierung zu unterstütze». Die jüdische Jugend soll gleichfalls mit den anderen Bürgern in die Reihen der Freiwilligen treten und kein Jude soll in diesem schweren Augenblick abseits stehen. Palästina Der ״Advisory Council“ Wie wir dem ״Jewish Clironicle“ entnehmen, erhielt das zionistische Zentralbüro in London aus Jerusalem die telegraphische Nachricht, daß Herbert Samuel die erste Sitzung des Advisorv Council Dir den (). Oktober einberufen hat. Cliaiuzini-Kontereiu. Die nul dem Kanne! ahge- 1'.diene Konferenz der Chnhuiiii, in der 51 IX'legicrtc zirka 1000 Cliuiuziin vertraten, dauerte 2ß״. Tage. Die S.tzungeit waren sehr interessant und /eiehneieii sich durch ihre Sachlichkeit aus. Gegen das Parteiwesen n 1::cl1te sich eine gewisse Abneigung geltend. Ls wurden Referate gehalten über Organisierung der Wänderung, Arbeitsbeschaffung, Arbeiterlagc und Lage der Clialuzim. Die Konteren/ hat verschiedene Resolutümen .׳•!!genommen mul beschlossen, eine Organisation aller Aibeiler Palästinas unter Ausschluß der Parteien zu g rinnlen. Vor der Assetät-Haniwcharim. Am 11. Tischri wurde das Komitee zur Vorbereitung der Assci'ai-Iianiweliarim vom Higl1-Cun11nissiom׳r II. Samuel empfolgen. Samuel las aufmerksam die ihm überreichte 1 tenksdirift über Geschichte, Zusammensetzung, Auf-!:abe Geschäfts- und Tagesordnung der Assefat-Haniweliarim miß wünschte der Abordnung vollen Erfolg in ihrer Arbeit. Juristische Gesellschaft. In Jerusalem wurde eine Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung des alten jüdischen Rechtes gegründet. Namhafte Rabbiner und modern geschulte Juristen haben sich der Gesellschaft ctu£c schlosst'II. Bialik führt nach PalÜstfna. Wie ״Hiftorcn“ meldet, hat der hebräische IXchter Ch. N. Bialik von der Sowjet-Regierung die Erlaubnis erhalten, Odessa m verlassen. Auch die rumänische Regierung hat Bialik die Durclircise nach . Konstantinopel gestattet. Bialik soll in der letzten Zeit in Odessa stark gelitten haben. Emi'-rdicn mul Wiederaufbau Wiener Brief Beratungen des Joint Distribution Committee. Wie der ״Jüdischen Preß/entrale Zürich“ aus Paris berichtet wird, famlcii iu den letzten Tagen unter Vorsitz des Generaldirektors für Europa, Dr. Julius Goldmau, und iu /Anwesenheit des Präsidenten E'elix M. Warburg und der Direktoren Boris D. Bogen (Polen), 1־rank F. R o s e 11 h I a 11 (Rußland). Leon Wechsler ('l'sclieclioslowakei und l)esierreich) sowie ,les Fräuleins lletty Goldman und des Herrn James Becker, welch ersten• über Rumänien, letztere über Rumänien,' Litauen um! Lettland Aufklärung gaben, in Paris Beratungen des Joint Distribution Goiimiittee statt. 111 den ersten Tagen wurden die allen I.aiüern gemein• sameii, allgemeinen Prägen, 11. a. die erneut aiifgetanehte riiielitl. iigslragc, 'einer eingehenden Besprechung unterzagen. Da die Anicrikareiscnden ihren Weg über Prag nahmen, wo die ״I lins“ kein Büro hat, lüullte das Jo.nt in Prag Tausenden die Paßvisa besorgen, Unterkunft, Vorpflegur.g, oft auch Geldausliilfo gewähren. Es ist klar, dal! 'die'״Hins“, deren legitime Aufgabe dies ist, (fiesen Umständen wird Rechnung tragen müssen. 'Bezüglich der Pa 1 ä s f i 11 a e m i g r a 11 t c 11 sah sich das J. 1>. G. veranlaßt, Landarbeitern, wie auch sonstigen qtial.fi/ierteil' Aibcilern, bis zu einem Drittel der Reisespesen hcizusteiiCHi. Diese Emigranten müssen auch iu den Durchwand« ruugsstationen einige Wochen ausgehalten werden. Ls ist Sorge des Joint, nicht eine unerw ii 115s c 111 c I m 111 i g r a t i <> 11 nach P .11 ä s t i n a zu unterstützen und nicht Leute ins Land zu bringen, welche trotz ihrer Qualifikationen keine Beschäftigung finden können. Ls könnte dadurch ein neues Unterstüt/uiigs/.entrum geschaffen bzw. ein altes vermehrt werden, welche Befürchtungen sieh mehr als berechtigt erweisen. Dieser Umstand soll künftighin in Betracht gezogen werden. Bezüglich der neuen Flüchtlinge wird vor allem vermieden werden müssen, daß sie ziellos von Ort zu Ort wandern und überall die Büros des J. 1). C. in Anspruch nehmen. Im y.u.-.aiiiimuliuiige mit diesen wichtigsten Lrscheimmgen der neuen Eliiditlingsfrage wurde das ganze!!udilliiigspioblem erörtert und die Grundsätze für die Hilfe,, vor allem aber für die I leimbeförderung im geeigneten Momente und die Zuführung zu einer' Erwerbst.ätigkeit festgelegt. Seit jeher war cs der Wunsch des J. D.C., die I lilfstätigkeit nur im notwendigen Ausmalle und nur solange als unumgänglich fortzusetzen. Ls wurden daher auch diesmal die Möglichkeiten einer Beendigung, eines Abbaues im Zusammenhänge mit dem Beginn und der weiteren D.irehftilirmig der auf- 1, ,1׳ u'e 11 d c 11 Tätigkeit erwogen. Betreffs dieser A 11 f b a 111 ä t i g k e i t kommen liebst der Zuführung der Menschen zu ihrem friilieren Berufe, der Hcrufsumschic 1• tuug und der Berufsselui'.uug der Berufslosen, in erster Reihe die hygienische Hilfe mul die Hilfe für de Waisenkinder iu Betracht. l:s wird Aufgabe der Direktoren für die medizinische Tätigkeit und für die Walsenkimlcrfragc• sein, diese Arbeiten im Rahmen der in diesen Besprechungen fcstgelegtcn Grundsätze durchzuführen. I'.s muß an den Grundlinien, die im Laufe der sechsjährigen praktischen Tätigkeit des J.IXC. sich gebildet haben, testgehnltcn werden, allerdings unter An- Passung der Tätigkeit in jedem Lande an die Verhältnisse lies iu Befracht kouirnenden Gebietes. Des ferneren wurden Maßnahmen erörtert, die geeignet sind, d'.c in allen .Weltteilen und in allen Ländern, wo Juden zufolge des Krieges Not leiden, ausgebaute Organisationen des J. 1), C. zu vervollkommnen. 111 den Beratungen der weiteren Tage wurden auf Grund der vorliegenden Berichte aus der allerletzten Zeit die Fragen der einzelnen Länder heliamlelt. Eine neue Expedition des ״Joint“. New York, (>. Oktober. (Jewisli Corr. Bur.) Das American Joint Distribution Gmnnittcc hat beschlossen, eine neue Körperschaft nach Europa zu entsenden, die die Hilfe für die jüdischen Kriegs- und Pogromlcideiiden organisieren soll. Diese Körpersrhaft wird aus 21» Mitgliedern unter Vorsitz Oaptain W 11 a s i 11 g e r s bestellen mul am 0. Oktober New York verlassen. Der Antisemitismus i>1 Frankreich. 111 der Pariser Abendzeitung ״Le Pnptilaire“ vom 9. Oktober veröflenilicht der bekannte französische Sozialist Jean Lo 11־ guet eine!! Leitartikel inner dem Titel: ״Das Wiedererwachen des Antisemitismus“. Er wendet sich heftig gegen den reaktionären Kurs, der sich auch im Antisemitismus alliiert, weil vielt׳ Juden, treu dem großen Ideal der Gerechtigkeit ihrer alten Propheten, Träger der Revolutu 1 sind, Louguet greift die tran/ösjsclien Staatsmänner an, weil sie die Pogromregierimg Horthys unterstützen. Aber auch in Frankreich unternimmt es die ,,Acti:>11 F rancaise“ eine ungeheure antisemitische Prellhetze zu entfalten, ähnlich der der Londoner ״Morning!,ost“, Diese, Propaganda hat auch schon ihre Früchte getragen, um! zwar vorige Woche in Tunis, wo trunkene Soldaten mehrere Juden überfallen und getötet liaben und jüdische junge., Mädchen entkleideten und mit der Ki:!peitsche prügelten. ״Dafür - schreibt Louguet daß er als verantwortliche Urheber dieser Schandtaten die Ohim-re dieser Soldaten, die fleißige Leser royalistischei• Zeitungen sind, augezejgt hat, wird unser Genosse Robert L n u z a 11 111 einigen Wochen wegen ״Beleidigung der ,Armee“ vor dem Kriegsgericht in Tunis erscheinen müssen. Das erinnert uns an die fernere Zeiten der Affäre Dreyfus.“ , , Der ״Tog“ verboten. Der in Warschau erscheinende zionistische ״Tog“ ist von der polnischen Regierung bis auf weiteres verboten worden. An dessen Stelle erscheint jetzt der ״Hajnt“. ' , .* Ausweisungen. — Jüdisches S c h u 1 w c r k. A l i j a h. J.P. Z. Wien, 10. Oktober. Die ausschließlich gegen jüdische l'luclitlmge aus Galizien geübte A u s w e i s 11 n g s p r a x i s der Behörden nimmt schärfere Formen an. Die Polizei gellt fast ausschließlich gegen erwerbstätige und mittello-e Personen vor, deren Rekurse gegen die Ausw ,:isuugsve! fügung ausiiatiii’slos abgeleluit und deren Wohnungen vom Mietamt ani'vfordert werden, ln den Verfügungen beißt es regelmäßig, daß weitere Rekurse un/ul״«sig sind. Die ganze Maßregel ist ungesct/.lidi und wird unter Berufuiig auf eine willkiirlühe Auslegung des Friedens- Vertrages geübt. Die I lauptrolle hei diesen odiosen Praktiken spielt Laiidesljaupinnnu Se-er, der aus 'seinem Antisemitismus keinen Hehl macht. Es ereignen sieh Fälle, v.o Flüchtlinge unter dem Vorwände, daß ihre Aiifenthaltshewi.ligimg verlüugort werden soll, zum Amte gelockt ui'rdcn, w•;» ihre sofortige Ausweisung ausgesprochen wird. Auch Delogierungen sind bereits vorgekommen und es droht noch ärger zu kommen. Alle* diese Maßregeln k.uuinvn in einem Zeitpunkte, wo den ihnen IK’troffeueii, welche bereits seit Jahren in Wien leben, wohin sie bei Kricgshegüm von den oster- (viehischen Behörden mit Gewalt verschleppt worden sind, die Rückkehr in ihre zerstörte Heimat gänzlich unmöglich ist.. Wählend im jetzigen Wahlkampf die Antisemiten ihre sozialdemokratischen Gegner als Judensiliutzfruppc hiusteiieii, findet die Judeiisclmft bei diesen nicht den geringsten Schutz. Es erweist sieli wieder deutlich, wie notwendig eine jüdische Vertretung i m Paria in c ״ t ist. Dm ahtielende Rektor der Wiener Universität, Prof. Schwind, hat eine Verordnung erlassen, laut welcher Ausländer nur bis höchstens 10 Prozent der Studentenschalt zur Inskription zugelasscn werden, sofern die Raunivcrhälinissc es zulassen. Das Unterrichtsamt hat diese deutlich gegen die ausländischen Juden gerichtete Verfüg 1111 g si stiert und in einer offiziösen Verlautbarung darauf liingewie’seii, daß solche allgemeine Ausnahmebestimmungen unzulässig sind mul Einschränkungen bei der Inskription nur in Fällen, wo es sich um Arbeitsplätze handelt, statthaft seien. IV’r Unter!idit-atisschuß des Jüdischen Nationalrates geht daran, das begonnene jüdische Schulwerk weder aiiszubaiicn. Dem bestehenden jüdischeu Realgymnasium, das jetzt seine zweite Klasse eröffnet hat und starken Besuch aufweist, wurde eine jüdische Volksschule angegliedert, in welcher neben allgemeinen Gegenständen, für einen ausgiebige!» jüdischen Unterricht gesorgt werden soll. Außerdem eröffnet das Untcrriehtsamt eine ganze Reihe von gege werblichen Kursen, die /um Teil der Vor- Bereitung für Palästina dienen sollen. Ein Kuratorium, an dessen Spitze. Obcrrahbinrr Dr. Chajes steht, eröffnet am 10. Oktober die erste Klasse eines jüdischen Re 1 i g ion s 1 eh r e rse m i 11 a r s, für welches bereits zirka 20 Schüler und Schülerinnen angcmcklct sind. Gleichzeitig wird ein einjähriger Kurs für Mittelschulabsoiventen eröffnet. Audi das Studium der hebräischen Spiache findet iu Wien immer größere Ausbildung. Der hebräische Lchrcrvcrbanü geht daran, neue 11 cbräischc Schulen zu eröffnen. Außerdem finden in zahlreichen Studenten- und Jugend-Vereinen liebräischc Kurse statt. Die Frage der Ch a 111 z i m bereitet Jen in Betracht kommenden Faktortyi nicht geringe Sorge. Der Strom der Wien •passierenden Pal.istinafahrer zeigt vorläufig keine Tendenz zur Abnahme. Die Weisung der zi7nisfisehen Zentrale, die Auswanderung zu stoppen findet hier vielfachen Widerspruch und hat sich die Notwendigkeit ergehen, den vielfach ohne alle Mittel hier ankommenden Chahizim, die in vielen Fällen ihrer Stiefheimat nur unter großen Mühen und Gefahren zu entturnen vermochten, mit erster Hilfe .111 die Hand zu gellen und für Obdach und die ersten Bedürfnisse Sorge zu tragen. Das Hilfskomitee, welches 11. a. vom [oint tatkräftig untersitiit/i wird, is bemüht, alles in seinen Kräften Stehende zu tun. Eine vom hiesigen ״Hapoelllu/air“ einberufeiK׳ Versammlung hat gegen die L011doncr Zentrale ein Protest!!!•schlossen und die weitere Förderung der Palästina-Auswanderung gefordert. Wie der ״J.P. Z.“ aus W'ien telegraphiert wird, intervenierte auf Empfehlung der britischen Gesandtschaft der Sekretär der Zionistischen Organisation, Lau dt* 111 a n n, beim Ministerin m d e s A!• 11 ß e r e 11 wegen Errichtung e i 11 e s L a g e r s f ü r ein C 11 a 1 u z i m - heim. Das Resultat der lnierveutüm dürfte ein giin» stiges sein. ... y, .- -.. in nuiuaiii( Du• Konteren/ i.er put sehen 1 eiirervcreine in kimuu: hat ihre Beratungen abgeschlossen, etwa 30 IVIcrie des jud,sclum Schulwesens in Rumänien haben au 1 Konferenz teilgeimmmc», die Inder anderem folgende I schlösse und Resolutionen gefaßt fiat: 1. Die V hcssening der moralischen und materiellen Lage 1 jüdisch( 11 Lehrer kam! nur dureli das Uuicrrichtsi mstcrimu erfolgen, dein Kategorien des Unterricl unterstehen. 2. Eine Abordnung zmfi Unterrichtsmiiiis zu entsenden, die ihm die Wünsche der jüdischen Lehr schalt unterbreiten soll. 3. Einen Aufruf an sämtfii Schulkomitecs zu richten, in welchem um deren Unt Stützung angcsucht werden soll. Für den von 1 Konferenz geschaffenen Lehrerfonds wurden sofort ein Tausend Lei gesammelt.

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