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Jüdische Rundschau · 1920-09-03 · Heft 61 (3.9.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 61 (3.9.1920)
Date
1920-09-03
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 47S JUEDiSCliil RUNDSCHAU Nr. Ct Politische Nachrichten Polen Judenverfolgungen Die Meldungen einer Woche seien ohne'Kommenl;1r zus.iimnengestcllt: Alleuslein, 25. August. (Wolf{.) Such Mcldimdüngen des ״Allciistcincr Volksblntt" ist in Chor- /eile., das von den Polen besetzt worden ist, der }»rollte Teil der hauptsächlich aus Juden bestellenden Bevölkerung von den Perlen 11 i e d e r g e 111 a c h t worden. Für heute ist eine Reihe von I liurichtnngcu der zurückgebliebenen Bewohner der Stadt ungeordnet. Warschau, 23. August. (Jewisli Gurr. Bur.) Die Staatspolizei hat in den Lokalitäten der jüdischen Literatenvereiuigung eine Hausdurchsuchung vorgoftoiiiinen, wobei mehrere dort anwesende Besucher verhaftet wurden. Puter gleichen Uiiisläiiden sind die jtidisehen Arbeiterführer Dr. Kruk, W. Schulmann, N. KaM!l,u1s|v1 verhaltet vvixdrti, Lodz, 23. August. (Jewisli Corr. Bur.) Die Regierung 11 nt das Vermögen der jüdischen (icm e i 11 d e h e s c h I a g 11 a 11 m t und den Tag der öffent-‘ liehen Li/iintiou ausgeschrieben, um in solcher Weise den Betrag um einer Million Mark als Pflege- und Meiliingskosicn' für die in städtischen Krankenhäusern iintergebr.'uhteu mittellosen jüdischen Patienten ciiizutreiben. Die l.od/er jüdische Cicmeinde hat gegen dieses Verfahren wiederholt schärfsten Einspruch er• hoben, da es nicht augclit, ein veraltetes Zarengesetz, wonach die jüdische (iemcinde ihre mittellosen Kranken nicht auf städtische, sondern auf eigene Kosten zu unter- 11.dien 11.1t, gerade auf die Juden der |K1h1isehen Republik auzuwciideii. K o 1v 11 o, '22. August. (Jewisli Gorr. Bur.) Das Ministerin 11 für jüdische Angelegenheiten teilte dem Komitee der jüdischen Delegationen in Paris telcgra• nhisch mit: Die Polen haben auf ihrem Rückzuge aus Wilna die jüdische B e v ö I k e r u n g sclio- ח u!1 g .das a u s g e p I ü 11 d c r t. In ü rod 11 o wurden überdies entsetzliche J 11 <1 c 11 e x z e s s e verübt. Wilna wird gegenwärtig von den Bolschewisten geräumt, um es den Litauern zu tihergeben. Einer R e u t e r - M e I d u 11 g zufolge hat ein polnisehes Flugzeug am IS. d, M, eine Bombe auf die 111 d 1 s e I» e S v 11 a g 1!י'e •1 Sold au abgeworfen. Am midisten l äge wurden eben falls drei Bomben abge- Worten, die jedoch in der Nähe der Synagoge explodiert sind 0 Eine Konferenz der Nationalräte der neuen Staaten. Wie der Herausgeber der ״Jüdischen Preßzentrale Zürich" berichtet, fand ׳anläßlich der jüdischen Wcitiiiifskonfercuz in Karlsbad auf Einladung des litauisehen Ministers für jüdische Angelegenheiten, Dr. Soloweitscliik, eine Aussprache statt unter den Vertreten! der jüdischen Nati inalräte und Repräsentanten aus den ncugcbildctcn Staaten Osteuropas, an weicher außer Teilnehmern aus Oesterreich, (iroß-Rumiüiien, Rußland 'und Polen, auch solche ans Litauen, der Tschccho- Slowakei, Ukraine, Lettland usw. teihiahneu. Sie bewirkte, (laß die einzelne» Vertreter allgemein dem Wunsche nach einem weiteren Kontakt der jüdischen Repräsentanten Ausdruck gaben, ♦ Im ״Manchester Ouardiui" vom U>. August gißt l.ucian Wolf die < ieschiclite des unter dem Namen ״Die Geheimnisse der Weisen von Zion“ bekannten Dokumentes und teilt mit, (lall an gewisse jüdische Delegationen in Paris lieraugetreten worden ist mit der Andeutung, daß diese wertvollen Dokumente veroffentlielit werden sollen und dem wohlmeinenden Auerbieten, tlall diese peinliche Enthüllung dem jüdischen Volk erspart werden könne gegen eine Entrichtung der geringen Summe von 10ODO Pfund, Führer der Zionistischen Or- I)r, Wladimir S i c h r i n von den Bolschewisten erschossen. ln I lome! wurden die ganisation, C 11 i t i 11 und Die chinesischen Juden und Palästina. Bekanntiieh shul in! letzten Jahrhundert in China Juden entdeckt worden, die sich weder in ihrer Kleidung, noch in ihrem Aussehen, noch in ihrer Sprache von den I nige',1(iri'iii’U unU'isciu'Ulen, Auch der chinesische Zopf fehlt nicht, und nur in ihren (iebeten und in ihren■ religiösen Gebräuche״ unterscheiden sie sieh von iiireu chinesischen Landsleuten. Sie haben Synagogen, aus deren Alter man ersieht, daß s'e schon seit Cietierationcn im Laude wohnen. Jetzt berichten die Zeitungen, daß auch diese Juden erwacht sind, als zu ihnen die Nachrieht von de,׳ Errichtung der jüdischen Heimstätte in Palästina gelangte, und sie schicken (jesandte in die großen Städte, um mit ihren Brüdern in Verbindung zu treten und sie wissen zu lassen, daß sie bereit «ind, nach Palästina zu ziehen. \ Soziales Wüchnerinnen-Hilfe. 111 den elf Monaten der Tätig• keit des ״Vereins für Wöclmerinnen-Hilfc in Jerusalem" wurden 20 544 Piaster c.,»genommen und 10 063 Piaster verausgabt. Die gesamten Einnahmen stammen aus Gaben von Jerusalemer Frauen, der Verein erhält keine, Untersliitzuiig aus de nt Auslande. Im ganzen wurden 254 Frauen unterstützt. Außer der Gelduiiterslützung wurde auch ärztliche Hilfe gewährt und Kleidungsstücke für die Kinder. Die gesamte Administration wird von jerusalcmcr Fjauen ohne Bezahlung besorgt. / Das Gewerbeförderungsamt des Jüdischen Nationalratcs in Wien veranstaltet in der kommenden Saison folgende Lchrkurse: Ucbcr Experimentalphysik und ExlierimentalChemie, Kurs für englische Sprache, Kurs für• Ornamentik und Technologie des Kunstgewerbes, Kurs für mechanische Technologie und Maschinenbau, Architektur- und üaupolierkurs, elektrotechnischer Kurs, Motoren-, Automobil- und Cthauffeurkurs. Zionismus und persönliche' Freiheit Zu dem Artikel des Herrn Dr. Kronstein erhalten wir noch folgende |>crsö11lichc Bemerkung unseres geschätzten M. B, - Mitarbeiters; damit müssen wir jedoch die Diskussion schließen. l>. Red. In meinem in Nr. 53 der ״Jüdischen Rumlsetiau“ erschienenen Aufsatz über ״D;e kommunistischen Zeitungen und die Juden in Rußland" hat Herr Dr. Kronstein ״Feindschaft gegen die persönliche Freiheit“ (״lüdisehc Rundschau“ Nr. 55) erblickt. Diese Feindseiiaft sieht er in dem Vorwurf, den ich den russischen Zionisten gemacht habe, die Zionistische Organisation zur Verteidigung der jüdischen Bourgeoisie ausgenützl zu haben, während seiner Meinung nach der Kampf gegen itvn Biilsehewismu», als Kampf für die Freiheit, ganz berechtig( sei. Hierüber möchte ich kurz lolgemh•» bemerken: , feit bin mir ganz bewußt, daß der Bolschewismus eine freilieitsfeindliche Bewegung ist; als solche wäre er meines Erachtens, wenigstens rein theoretisch, zu bekämpfen und nicht nur der Grundsätze wegen, sonde!1׳ vor allem, weil ich die gewaltsame Einführung des Kollektivismus als dem Zwecke nicht entsprechend betrachte; das sozialistische Regime ist vor allein die Frage des sozialistischen Menschen, der den Sozialist!- scheu Betrieb schafft, mul nicht umgekehrt, Wäre die Snw jetregici uug in Rullland sn/iaksliscll, so hatte ich persönlich mich ohne weiteres für ihre maximale Unter- Stützung seitens des jüdischen Volkes und folglich seitens der Zionistischen Organisation ausgesprochen. Da sie aber eben bolschewistisch ist, so habe ich in demselben Aufsatze ganz deutlich geschrieben: ״Wenn man die Orientierung des Zeiitralausschusses dem kocimtmistischon coup d’Etat gegenüber wohl begreifen kann, wenn man die konsequente und entschiedene Opposition dem kommumstisehen Regime gegenüber auch später wiederum diskutieren und vielleicht begreifen kjimite UKW.“ Wenn ich mich hier etwas vorsichtig ausgedrückt habe, so geschah es, weit der politische Kampf nie absolut sein darf, d. 11. man muß nicht mir den Feind bekämpfen, sondern auch die gesellschaftlichen Kräfte in Betracht ziehen, mit welchen man damit unvermeidlich in ein Bündnis tritt, sowie auch den eventu eilen Maelituaehfolger. Ich wollte aber in meinem Aufsatze gar nicht über die (>1 ieiitieriing der Zionistischen Organisation dem Bolschewismus gegenüber sprechen, sondern nur übe r d e 11 S e 11111 z d e r j ii U i s e 11 e 11 B o u r g e o i s i e, den einige Mitglieder des Zeiitralausschusses des russischeu Zionismus sich zur Aufgabe stellen wollten. I> i e s e F 1 a g e 11 a t mit d e r B e k ä m p f u 11 g des Ji o I s e 11 e w i s m u s als ein e r f r e i 11 e i t s f e i 11 d ־ lieh e n B e w e g 1111 g nichts g e iti ein, 1111 d i c 11 kann nicht v e 1׳ s t e 11 e 11, weshalb Herr D r. Kraiisteiii die Kl ,1׳ s s e 11 i 111 e 1׳ c s s e 11 d e s B ü r g e 1 t u 111 s mit persönlicher Freiheit i d e 111 i s c h 11 a b e n \v i 11. Den Kampf gegen den Bolschewismus im Namen der. Interessen der jüdischen Bourgeoisie zu führen, hätte bedeutet, dem ganzen Charakter der zionistischen Massenbewegung entgegenzuhandeln, diejenigen Volksgruppen, auf welchen die ganze Kraft der Bewegung basiert, zu entfremden, sich von den russischen gesellschaftlichen Kräften, die den Kampf gegen den Bolschewismus unter wirklichem Freiiieitshanncr führen, loszureilkm, mit einem Worte: dem Zionismus in Rußland die schwersten Schläge zu versetzen. Der Zionismus ist, wie H. Kronstein selbst es formuliert, eine ״Freiheitsbewegung", die die natio- 11,׳den Interessen des ganzen Volkes schützt irod fördert, und kein Schutzengel des Privateigentums. Mein Vor wurf ging also nicht gegen den Kampf gegen den Bolschewismus, sondern gegen die Losungsworte dieses Kampfes, durch welche der Charakter des Befreimigskampfcs vollständig verlustig gegangen wäre. . Ich kann mich auch nicht damit einverstanden erklären, wenn Herr Dr. Kronstein sagt: ״Dali diejenigen, die mit Unterdrückung der persönlichen Freiheit nicht einverstanden sind, einen Kampf gegen den Kommuuisums führen und dazu ihre Organisation benutzen, ist durchaus begreiflich mul kann niemandem /tun Vorwurf gereiche״.“ Die Zionistische .Organisation ist, wenn nicht tatsächlich, so doch ideell, die Vertreterin und das" Sjiradiorgan des Judentums, und die Männer, die au ihier Spitze h1c|ii׳ii, verlieren deshalb das Recht, ihie Tätigkeit nach rein persönlichen Ansichten zu richten, sondern sind verpflichtet, die Interessen des jüdischen Volkes als ausschließlichen Wegweiser ihrer Politik zu benutzen. Fs kommt nicht darauf an, ob dem X, oder Y. die bolschewistischen Methoden zuwider sind, sondern nur darauf, oh der Bolschewismus ein Feind des jüdischen Volkes ist oder nicht. Diese letzte Frage wollte ich, wie oben gesagt, gar nicht stellen, sondern nur auf die falsche Fragestellung seitens einiger russischer Zionisten (und auch Herr Dr. Kronsteins) hinweisen. Moses Beil in so 11. Zur Frage der Valuten-Regelung Ls ist ein Irrtum, wie das übrigens Dr. P i 1111 e r richtig festgestellt 11:1t, aiizunehmen, daß Aktien, wenn sie nur auf l’firnd Sterling lauten, einen größeren Wert haben werden, als wenn sie auf Summen in muleidcnder Valuta ausgestellt wurden, gerade so wie ieder Schein, der als Banknote ansgegehe« wird, einen Wert haben muß. Es wiederholt sich liier dieselbe Geschichte, wie mit den Valuten in letzter Zeit. Niemand fragt darnach, wie hoch die Summe ist, auf welche das Wed-־ papier ausgestellt ist, solidem was dahinter steckt. Sogar in England selbst gibt es Aktien und Wertpapiere, die, obwohl sie auf 1, 10 oder 100 U lauten, keinen oder sehr geringen Wert haben, weil sie ganz einfach Aktien einer bankerotten oder einer kranken Gesellschaft sind. E s ko 111 111 t 1 in m e r dar a 11 f au, w a s das Werl p a p i e r repräsentiert! Em Pfundshare des jewisli Colonial Trust, der für nur 10 deutsche Mark statt 160 ausgegeben ist, wird sicher im Kurse nur 5 d. wert sein, statt '20 d. Das ist der Fall, wem! die Jewisli Colonial Trust-Shares Kcktap.1p.cn• sein werden, und sollen sie liihilni ויי״|ו1<ן e sein, . s 1 weiden sie vielleicht mehr als 5 11. wert sein, aber das auf Kosten der voll cingezuhlteu Shares, und sie werden alle übrigen Shares entwerten. Wirtschaftliche Gesetze können nicht ‘umgangen werden, ohne daß sie sich an dem Hintergeller oder Selbsttäuschcr räiliea. Herr Dr. Pmner will, um die valutaseliwaehcn ju• discheti Unternehmer zu unterstützen, den Speiidenfonds zu Hilfe ziehe». Meiner Ansicht nach soll der Spendenfonds, der das Eigentum des ganzen Volkes ist, ״!so ries Unpersönlichen, des Nichtprivatvii im Volke, nicht dem privaten Eigentümer, sondern höchstens dem privaten Pächter zugute kommen. Wirklich, der S p e 11 d e 11 f <> 11 d s . ist ui c h t das richtig e 1• i 11 a 11 z i e r 1111 g s i 11 s t! t u t für nicht absolut sich e r e p r i v a t e 11111 e r n e h in e n! Andere Institute müssen zu unserem Zwecke herangezogen werden. Etwa: Eine Hypothekenbank und die Kreditbank, oder eine Bank für Handels- und Gewerbe- Unternehmungen, die beide der Angln Palestiua (30. untergeordnet sein mögen. Von der Hypothekenbank hat J. Simon bereits ■ gesprochen. ,Sie wird also die Grund- und Bodenkaufe für Bauzwecke unterstützen. Das Risiko wird dabei fast Null sein, da «er B.nlen und das Gebäude hum >bil für die Schuld haften weiden. Nun aber die Kreditbank, oder die Bank für Handel und Gewerbe, oder wie sie sonst heißen mag. Hier, wird es sieb sehr surk um den Pcrsounlkrcdit haudein, also uni das am meisten Riskante. Unternehmungen Werden nur dann finanziert werden dürfen, wenn die persönlichen Eigenschaften des Unternehmers genügende Garantie für die Prosperität der Unternehmung und damit also auch für die Bankinvestition leisten. Dabei wird diese Bank als Pfänder Devisen und Valuten zur Hinterlegung \\>n der finanzierten Unternehmung verlangen. Auf diesem Wege wird der Wunsch des Herrn Liehtwitz erfüllt werten können. und überdies zweckmäßiger, als er selbst gedacht hat, denn durch dies■-• Arl der Unter- Stützung *wird der Stand der Jewisli Colunial Trust-Aktien viel weniger gefährdet werden, als im vorher gcseiuldorten Falle. Hier wird der Privatmann auf Grand seiner Eigenschaften, wie Faehkemitnisse, Zmerläs-igkeit und Fähigkeit, unterstützt, •Juri aber wird jeder, der nur minderwertiges Geld hat, auf Kosten der Allgemeiiihcit bereichert. Durch diesen Pcrsuiialkredit wird besonders in den jüdischen kaufmännischen Schichten eine Auslese stattfinden, und nur befähigten Fachmännern wird es aut Kosten der Gesamtheit aber auch /um Wahle der gesamten Kokmisati m erleichtert, Wurzel zu fassen. Josef S/apiro, Mannheim. Literarische Mitteilung Neukonstituierung der ״Mekizei Nirdanum״ Der int Jahre 1S(>4 Von dem bekannten jüdischen Forscher L. u z z a 11 o und einigen seiner Zeitgen i-sen gegründete wissenschaftliche Verein ״Mekizet Nirdumim“, der sich die Aufgabe gestellt hat, werte!Ile h e b r ä i s e 11 e M a 1111 s k r i p t e zu veröffentlichen, hat nun, nach mehrmaliger unfreiwilliger Unterbrochuug seiner Tätigkeit, die wissenschaftliche Arbeit wie.h•! uufgenommeii. Am 1. August 1020 traten folgende V' '! standsmitglieder zu einer Sitzung 111 K i s s i 11 g e 11 /usummen: Der Präsident Professor S i 111 o 11 s c 11 (Ko■ penhagen), Vizepräsident Professor Frei 111 a 1111 (Fn.ik furt), der Schriftführer Dr. Po zu a n sk y (War>clu 0 und das nenkoopiiertc V irstaiidsmitglied Oberrabbim'i Dr. Chajes (Wien). Unter anderem wurde beschlossen, schon im Arbeitsjahr 1920/21 an die 1 >rt- Setzung der bereits begonnene» Publikationen trotz der außerordentlich drückenden finanziellen Lage des Veieines hermi/utreten sowie den Druck neuer Arbeiien vor/tibereiteii. Es dürften schon in diesem Jahre folgt mit* Werke erscheinen: Die Fortsetzung des ,,Mi.l1.1M■!> bugad.d", I ortset/ung des ״Ralija”, die Autubiogi.n1'»1' A/ulais ״iMaagol Tor“ und der Kommentar zu ־1.110״ roth". Außer dem anstelle des verstorbenen Gelehrten Abraham Epstein als Vertreter Oesterreichs kooptierten Oberrabbiner Dr. Chajes wurden noch folgen de Herren in den Ausschuß gewählt: Dr. Cvrus Adler als Nachfolger des verstorbenen Professor Sdieeliter (New York), daun Professor Ellbogen (Berlin) und S. S e e 11 ״ m a 1111 (Amsterdam). Freunde der jüdischen Wissenschaft können ihren Beitritt, der sie zum koste.!- losen Bezug der Publikationen der Anstalt bered!׳,״!, aivmelden. Paris. (J.C.B.) Das in Paris •gegründete Komitee für das jüdische Nationalmuscum in Jerusalem entwickelt in den letzten Tagen eine rege Tätigkeit, weite Kreise der französischen Judenschaft wurden für diese Idee gewonnen. Auch viele nicht-jüdische Personlichkeitcn unter den französischen Kiijstlcrii und Mäccnet» haben ihre Unterstützung für die Schaffung eines Kunsthortes in Jerusalem versprochen. ä

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