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Jüdische Rundschau · 1920-08-17 · Heft 56 (17.8.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 56 (17.8.1920)
Date
1920-08-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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ml d:e!״innen rksam• (>nm5׳i t tu!!•:',, :11 CHSnachm Juden! es in Ue'wr iSM'll licht! j o 111־ Lnbcn, Ü ßv,>t. ", 11 m 1. 1׳i'k u m 11־: J1T > 11,,; 1,11־ } •jn■ den j Vit! ui I gemlm j .Vor- 1 ■'rikam: , ,? UM'• :!re, d 0; tui 1׳m; nicitis 1 : t kann : LiUere! Urner- WlvStf׳ j tiie Mf; tvrksa» j •tw.is i״ :;,M! I n u 11 h; titiau ', VVll.’ilf• I״־ג;) ״ der 11» »n er« •f־1־,׳;pp <•'־ t Mr.nn• de, ' i)f־ Ser -i«■'• inkl.i.a» (!inen rhhrcP, Nr. 5ü JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 445 11 a sie aber wohlhabend waren, gingen sie zu einem nichtjüdischcn Advokaten, der gleichzeitig Abgeordneter ist, und stellten ihm eine gröbere Summe zur Verfügung; um die drei Offiziere ausfindig zu machen. Der Mann ging tatsächlich zu Hortliy, die drei Offiziere wurden ausfindig gemacht 11 11 זו geladen. Sie gaben zu, daß sie den Mann verhaftet haben, weil eine anonyme Anzeige gekommen sei, daß er Bomben im Hause habe, laue Hausdurchsuchung war nicht gemacht worden. Von, dem Manne seihst erzählten sie, daß er ihnen auf dem Wege zur Polizei tlavougelaufen sei. Nach u11gcte.it /dm Tagen hat man seine I.eiche gefunden. Ls gibt hunderte solcher 1*tilie, ich habe eine Liste von 7 0 0 verschollenen Juden. Viele von ihnen leben vielleicht noch unter Martern m den Kasernen. Ich habe in San Remo mit einem englischen Vertreter gesprochen. Gluubcn Sie» meinte er, dnii Hurthy von all dem weiß? Ich sagte ihm, steilen Sie sich vor, ein englischer Minister werde in der Kammer murrj,ediert, dali die kiiiiigdiche Garde rauhe und morde. Glaube(! Sie, dali der englische Minister nicht die Verantwortung übernehmen wird? Auch Sie tragen hier die Verantwortung, weil Sie die Regierung von llonhy stützen! Kurz nach meiner Rückkehr aus San Remo kam eine Deputation der englischen Arbeiterpartei unter Führung des ganz ausgezeichneten Wcdgewood. i:r hatte eine lange Unterredung mit mir, und als ich ihm die Fälle mitteilte, sagte er: ״Ich kenne die lhtda|KStcr Juden und weiß, wie feige sie sind.־ Ich war zur Zeit des roten Terrors in Budapest, ich habe ׳gesehen, wie sie sich unter Kltun benommen haben. Ich kann mir denken, wie sie sich jetzt benehmen werden. Fs wird keiner die ׳Wahrheit sagen. Vielleicht können Sie mir Menschen •nennen, die dies tun werden.“ Ich habe ihm Männer genannt. Seinem Bericht ist cs z u z u s e 11 r c ib e n , daß d e r sozialistische Teil der ö f f c n 111 c h c n- Meinung g e gen U n - g a r n mobilisiert worden ist. Niehl nur die ungarischen Juden, auch die Juden der anderen Länder haben ׳ihre!,flicht nicht erfüllt, aber sie können es heute noch tun, wenn sie die öffentliche Meinung in allen ■Ländern über diese unglaublichen Zustände aufklaren. ' (Fortsetzung folgt.) L,cn״!:se?!..riczae? BCroi Dtrltaef ZlonWUthe VereSnUufirt, Dcrtlo C. Ifl, ScydrtjJr. 5. :c'.ionio No, lXM, Berlin KW. 7, der &. Z, V. Tck.'oo l Zentrum 5M4/I5. * fest K®s»en»ersfa\!u IlcbrZtache Lesehalle de* Kuliurdcrtrnati der B. Z. V. Drojoncrstr. גב (Hot). Gcft&ict!fahttli von 10—1 und rem 4—10 Ukr. Foii eile tiehrZlidien Zeilimgen und MonoOhefle der Well liegen au». — AusLurülsslclie (Or hebräische AngdfRer.heltrn. — KebrZItdie UhrervermlllluriH. — Treffpunkt alter Freunde der htbr&lsthtn Jpradie. — Verbilligter hebrZtrdier ßßrherverkaut — Bin (rill Iret. AchtunH! Achtung 1 Die bcllräge rur tl. Z. V. (Gr da• 5. Quartal •Ind («111*. Jede» Mitglied erhall eine Z*hlunf!mulforderung. Wir blllen die Mitglieder, nach Erhalt dieser Aufforderung sofort Ihren;«tilgen Beitrag «u iahten. Lassen Sie sich nicht erst mahnen. Jede Mahnung kostet unnötig Zell und Geld. Donnerslog, den 19. August abends Uhr HapoZI-HazaTr, Gormannslr. 9ב (Agudas- Achim): Unsere Stellung auf der Johreskonterens. Referenten•. Arlosoro«, Chawer |a((e aus PotSsIlne u. «, Adressen-VerSnderungent Alte MllgUeder der B. Z. V. werden gebelen. von Jeder Vet&nderung Ihrer Adresse dem Bflro •olorl Mllicllung >u machen, Donnerstag, den 19. August abend» Uhr Gruppe »Ost” Zwangloses Beisammensein In der Brauerei Meffcrberg, Schönhauser Allee 179. Sonntag, den 27. August! TUEN- und SPORT.FEST veranstalte! vom Indischen Turnverein Bar Kocht» e. V. Vormittags a1 ■j Uhr ln der Turnhalle Sybtlslr. 2—4: Turnerische Wettkampfe. Nachmittags 4 Uhr (Vorkampfe 5 Uhr) auf dem Sportplafs Teulonla- | 71;»., Lehrter Strohe, Eingang Seydlllisirahe (NShe Lehrter Stadfbahnho()'׳! Lefchtathieftsshe WctlkSmpf«, Mitglieder der B Z. V.t Zahl! sofort Euren Schekel IQr die Jahre 5679 und 5660 *- M. auf das I'uiluhrfltkunlui hns.ruvriwfllliinu der B Z V. Nr, Jit)06 rin, Qutllung erhall Jeder rugesandl. Jeder Zlonlsl Isl verpflichtet, den Sdiekel iu be* tahlen Er Ist Im Hüglledsbellrag nicht enthalten. Ersparen Sie uns IUInhtlge Mahnungen. p- ־- '־ ״"׳..—....״י—,»«*™.,»»•...m.■«•»«■»«וו.״ U|M|| Zionistische Bewegung b. z. K. Anfall)' dieses Monats fand . in Berlin der erste Bundestag s!e,s Bundes Zionistischer Korporationen (B. Z. K.) statt. Es waren etwa 80 Vertreter und Augehörige sler im Bund vereinigten zionistischen .8111• dentcnvcrbimluiigen versammelt. Die Toppirnj'־ schuf dem neuen Kartell seine ()rgauisationsfonn um! setzte nach eingehender /Aussprache die Grundzüge für che jüdische Erziehung seiner Mitglieder und für die jüdische Arbeit seiner Alten Herren fest. Die /ionis'isclte Tendenz de« Bunde•» ist iu folgenden Prograinmp.iragr.iplicii 11 :odcrgclegt: ״l. Dei B. Z.K. will seine Mitglieder im Sinne der nationalen l'fliehten erziehen, die die F.n1c,n׳rung des jüdischen Volkes, der Wiederaufbau von Fite/.- Israel!!ml die A'erhreitnug der zionistischen Idee erfordern. II. Der iS.X.K. will dieses Ziel im Rahmen strati dss/i|>h11:em!r studentischer Korporationen auf dem Boden engster BuiulesbriiderHclikeit erreichen.•‘ Dem I!. Z, K. gehören an: Der Verein Jüd. Studenten Cadimah an der Universit.it Berlin, die Akadem. Zionist. Verbindung Hasmoii.iea in Frankfurt a. M., die Akadem. Zionist. Verlnmhiiu; Zephirall in Breslau, die Akadem. Zionist. Verb.mliüi״ Ivria in Würzburg, die Akadem. Zionist. Verbindung Betharia in München, außealem eine Anzahl zu Stammtischen vereinigter Bbr. Bbr. in Heidelberg und Hamburg; und Althcrren-Verbände. Der F'rfolji der Keilarbeit iu den sechs Monaten des Bestehens des Hundes war recht erfreulich. Die Altlierrenscli.ift überwies dem Präsidium einen I onds für Prop.'1j,!.1־ndazwerkc und U11terstiit/unj4 der Verbind linken. Die I ei;.,, o des Blindes, die bislter unter dem Vorst:/ von |)r, Walter S t e i n i t z in Breslau ihren Sitz haut•, wurde nach Berlin verlebt. Zum Präsidenten wurde |>r. Isaak Zwirn (Berlin, Potsdamer Str. öl) rc wühlt Mcmtog, den 23. Augu»! obend» 6 Uhr Logenhau», Joochlrn!*ihälcr»Jr. 13 Allgemeine Mitgliederversammlung der &.Z.V. Derlchte der Delegieren der Z. V, f. D. Ober dk Jahreikon* fetent in London und die WeUhilitkonierenc in K6rl»bod. Kefereniei*: K.*A. Dr. Alfred Klee, R.־A. Kosenbläth. Julius öerger. Kurl biumenfeid. Ja, wer anders: als das jüdische Volk. Ich habe dies .schon bei Lebzeiten Birnbaums ayfieregt, und Herr I)r. Ahron Fliashcry; hatte sich bereits mit Birnbaum Verbiiulunjf j;ese!zt. Ich weiß in diesem Au^en blick liicht, was aus den Verhandlungen geworden ist. Seine Seit,ätze, seine Bearheiutn.uen, seine Koni Positionen sind unverlierbare Werte. Wie diese Schätze zur F.hre des Judentums-und der Kunst ausifcschöpft werden sollen und werden, wird die Zeit lehren. Die Sdi.ir/e sind, wie ich immer wieder betonen möchte, iiamcii’.iidi. was die ■Musik-I landschriftcn betrifft, aller- ,ersten Randes und schlechthin eiii/ijpirti^. Jedes Volk 'würde es sich zur höchsten F.hre anrichncii, über solche k’cichtümer verfügen zu dürfen, um sie der Welt zu zeipen und ihr zur Nut/.nicßiuijf zu bieten. Birnbaum ist am 12. März 18רכ in Krakau geboren. Vater: (»elehrter, namentlich Masoret, Die Mutier haue eine Schenke. Sie wurde ״Malke, die Schcnkcrin“ Kctiaiwit. Birnbaum das zweite Kind unter elf (iesehwisiern. ISöü kommt er nacii Breslau. Privatunterricht bet Karl Busse und H, Bertliold. Birnbaum war niemals Schüler von Deutsch, wie irrtümlich beliauptet uorden ist. Vielmehr saiiir er in der Singakadcime mit Deutsch, Deutsch als Tenor, Birnbaum als Bassist. Mil lb Jahren fungiert er im Rabbinersemniar zu Breslau als Kantor. Hin Jahr darauf (1872; erhält er die zweite Kantor- und Lehrerstelle iu Maj׳de■ hurt;. 1874 die erste Kantorstelle in Beiithen. 187'J erhalt er die erste Kantorstelle in Köni!{sberjj als Nach* folf'er von Weiutraitb, der noch lebte. Ein Jahr war die Stelle vakant. In dieser Zeit fimnierti* der Lehrer und (.hord:1i);e11t II. Cohn. Im vorigen Jahre feierte B'.nihanm unter zahlreichen lokalen Flirunj'en sein vter/äj/jährines AmtsjubiLium. Am u Nadel. Marlioff in München Deutschland Eduard Birnbaum ז״ל 1״ m lurs: in Israel'• ist f'estorben. Hin Fürst der Wissenschaft uns 1 der Kunst: der bedeutendste Cck‘!1r;<׳ und .Sammler auf dem (k'biete der svn1).;<>- Kalen I.Mu1־j;ik: - Eduard Birnbaum, Ifauptkantoi in Köni^sberj; in Preußen. Hirnhaut!! war ein edler, herrlicher Mensch. Fr tw vielen strebenden, jungen Leuten mit Pa! und ן•'»'• geholfen. Viele können und werden viel von im״ er/.ihleu, ich selltcr, der ich mich als sein Schüler darf, unter diesen, die ihn niemals vergessen «׳erden, und die seines Namens und seines Antlitzes in sieter Trauer mul lihrerhictung gedenken «׳erden. . *tvt ״ba״m L'elei'det hat, - was er gewußt, was er Neues erforscht, was er geordnet, was er gesammelt hat, das wird ein kommender Forscher, ein eigener Btrnbamn-Forschcr, der diesem gesegneten 1n eu1cr neuen großen Monographie ii» all seiner ywifaiugcu Arbeit Schritt auf Schritt nachgehen wird, rcstiegen. Wer sucht, wer bezahlt diesen Mann, der tur Ute jüdische allerschönste Kunst, ja im Grunde für die einzige jüdische bisherige Kunst, nämlich für die jüdische Musik (— denn eine solche, ganz wunderbare ״״d^gckanttte, gibt es!) so nötig ist, wk Brot des Und vor allem: wer kauft die wohlgeordnete, einztgarttge Sammlung? fest statt Die turnerischen Wettkämpfe werden in der Sybclstr. 2/4 von 8—11 Uhr vormittags, die sportlichen auf dem Sportplatz Teutonia i. B. von (Vorkämpfe von 2 -4 Uhr) ausgetragen. 4 Uhr ab Der jüdische Turnttmi Sportverein Wiesbaden veranstaltet am '2(>. September, vormittags 1/»10 Uhr, au! dem Sportplatz, des Wiesbadener Sportvereins (Frankfurtcr Str.) ein jüdisches Sportfest, zu dem alle Verein« der Jüdischen Turnerschaf't, sowie die anderen Jugendvereine in der Nähe Wiesbadens eiiigelaik-n sind. Die Wettkämpfe ■finden bei jeder Witterung statt; für die Zuschauer stehen genügend gedeckte Hallen zur Verfügimg. Dieses Sportfest soll der jüdischen Jugend Wiesbadens, sowie deren Angehörigen Gelegenheit geben, den Wert sportlicher Erziehung kennen zu lernen. Bei der zu erwartenden starken Beteiligung der Turnvereine der näheren Umgebung Wiesbadens kann mit interessanten und spannenden Kämpfen gerechnet werden. Erfolge bei der akademischen 0'ymjfia Finde Juli fanden in Hannover die akadem is c 1\ e n Hoc 11 Schulmeisterschaften für samtliehe Universitäten Deutschlands statt. Der. $port־V. j. St. llasiuoit aca Breslau beteiligte sich erst• malig mit der Mannschaft Friedländer, Brock, Kuhn, Juliusburger an diesen Meisterschaften, und es gelang ihm, die 4>;HH)-1n־Vereütsstatfel in der guten Zeit von ■17,2 Sek. überlegen zu gewinnen. Der Verein erhielt einen kostbaren Ehrenpreis. /Außerdem liefen Brock und Fried- Lander noch für die Universität Breslau in der 4X10ü-m- Hochschulstaffel, in der sie den dritten Platz belegten. Abendkurse für Osfjuden Der Verband der Ostjudcn, Ortsgruppe Berlin, hat am d. August 1020 seine Fortbildungskurse für Flucht• finge um! Ansässige eröffnet. Der Unterricht erstreckt sich auf Hebräisch, Deutsch, Englisch und Rechnen, und findet von Montag bis Donnerstag täglich von 7-10 Uhr abends im Königstädt. Gymnasium, Elisabetltsrr. 57/58 statt. Für Anfänger werden Vorkurse abgeha’tcn. Das Schulgeld beträgt 10 M. monatlich. Für Unbemittelte ist der Unterricht freu Verband der Ostjudcn in Deutschland Ortsgruppe Berlin. London. (J.C, B.) Der berüchtigte russische Pogrom ist und Führer der Schwarzen Hundert, Mark o f! , hat sich dauernd in München niedergelassen. Jüdische Turnerschaft im 111 -Vlont.1־ den 23. .August, findet vormittags Hl Uhr titi Meistersaal, Köthoner Str. :38, der VIII. Turntag des Deutschen Kreises der jüdischen Turnerschati statt. Dieser Turiitag ist der erste nach dem Kriege. Per VII, 1 um ,:ij; tagte in Berlin im Oktober 1‘JIS m,;ch w.ilnend des Krieges. Ist der Zwischenzeit wurde leüigheh eme Konferenz von Vertretern aller dem Deutsehen Ktcise der Jüdischen Turnersehaft angescltlosseiten Vereine in München abgehalreti. Auf dem Turiitag wird der Kreisvorstami einen Bericht über die seit 1918 geleistete Arbeit erstatten Der Turn tag wird die Aufgabe haben, die Richtlinien für die künftige Arbeit, insbesondere unter Berücksichtigung der durch die Beschlüsse von San Remo erhöhten Anforderungen und der Umgestaltung der Jugendarbeit, tesfzulegen. Der Deutsch« Kreis'der jüdisdten Turnerschaft ,umfaß! zurzeit Vereine iu folgendcn Städten: Berlin, Breslau, Cassel, Chemnitz, Cöln a. Rh., Danzig, Dortmund, Düsseldorf, Elberfeld, Frankfinl a. M״ Halberstadt, Halle, Hamburg, Hannover. Kattowitz, Königsberg, Leipzig. Mannheim, Marburg, München, Nürnberg. Stettin, Wiesbaden, Würzburg. Anläßlich des Turntages findet am Sonnabend ein Bcgrüßungsabeud tn den Räumen des K.J. V., Kur• fürstenstralfe 15Ü, am Sonntag ein Turn- und Sport* Jüdisches Arbeitsamt Das Jüdische Arbeitsamt ist im Begriff, einen Bahnhofsdienst zu errichten. Die /Aufgabe des Bahnhofsdienstes ist es, den täglich »n großer Zahl durchreisenden und aukommenden Ostjuden mit erstem Rat und erster Hilfe zur Seite zu stehen. Diejenigen, die Interesse für diese Einrichtung haben, werden gebeten, ihre Adressen im Jüdischen Arbeitsamt, Berlin, Monbijouplatz 1, anzugeben, Zionistische Familien, welche bereit wären, ein junges Mädchen zur Ausbildung und Hilfe im Haushalt bei sich aufzuiiehnren, werden gebeten, sich au das Jüdische Arbeitsamt, Monbijonplatz 1, z:1 wenden. Die Ortsgruppen Berlin. Der Vorstand des ״Jüdischen Studenten- Vereines" in Berlin macht bekannt, dali die in den oben genannten Räumen täglich zwischen 10—1 Uhr statthahende Rcgistration aller jüdischen Studenten, bis zum 21. ds. Mts. verlängert wird. Erfurt. Anläßlich seiner Rückkehr nach Rumänien hielt auf Aufforderung der hiesigen, zionistischen Ortsgruppe, das frühere Mitglied des Großen Actiona-Comites und Führer der rumänischen Zionisten, M. Heinrich Schein, einen Vortrag über die Londoner Konferenz. D:e Ausführungen fanden starken Beifall, und wurden auch bet dieser Gelegenheit annähernd 050 M. für den N.-F. gesammelt. Lauenburg i. P. Liner unserer (lesiruiutigsgenosscn, der als Vertreter .der litauischen Landsmannschaft an teilgenomnien hatte. der j:\hresk1miercnz tn London wurde heim Uebersdircitcli der drenze seitens der deutschen Behörden tn Hatt guiommen, da augehlieh seilt Paß :1c.1t in Ordnung war, und ins Gerichtsgefängms von Lauettburg eilige!.etett. Die wenigen jüdischen I.־uni.et! Lattetthurgs nahmen sich seiner sofort in nachdrücklichster Weise an. Nicht nur, daß tur se.ne Verpflegung gesargt wurde, bt.ielite auch Herr llerntian» Baum persönlich die KatKionssrnime von lOQ'.H) M. aut, obwohl ihm unser (iesinti atigsgenösse voll kommen unbekannt war. Wir sprechen den Beteiligten hiermit unseren herzlichsten Dmk aus. Norderney. Opernsänger Walter AVoog vom Krefehler Stadttheater gibt am l\»m1crs:ag, ,|Ch IQ, August I02;> in Hoftmanns Hotel Falk einen Abend: ״Jüdische Kunst in Wort und Lied". Airs dem reichhaltigen Programm seien besonders erwähnt: Arie de, Elias von MemieLsohn, Lieder von Großmann, Ritbinstetn, Warschawski. Im deklamatorischen Teil komme» Beer- Hoffmann, Reisen, Morrie.s RosenkLl und Stefan Zweig zu Wort. Dem Vortragenden geht ein vorzüglicher Ruf als Sauger und Rezitator voraus. I r erzielte bereits grolle Erfolge bei seinen Tourneen in größeren Städten I )eiitschlands. Ratihor. IAc Zionistische Ortsgruppe veranstaltete anläßlich des Besuches ihres Begründers Di: Fritz K.\> sei- Wittenau einen FamiUenabetul mit reger Diskussion. Bad Tä.'z. Am 20. Jul: fand im ParkhoteJ Bad Tölz eme jüdische Versammlung statt, in der Gg. Dr. Georg Wöllstein (Berlm) über ״Das jüdische Palästiim“ refcriertc. _ Die klaren, mit außerordentlicher Sachlichkeit und Gründlichkeit vorgetragenen Ansf:ih1*a11gen e.nieten sehr starken Beifall. Eine Sammlur.g für den National- RhkIh durch Herrn Wolffjr. (Scrnheim) ergab über 4000 M. Den Vorsitz führte Gg. Dir. Salo Translateur aus Berlin. ן• u Schluß de* redaktionellen Teil».

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