Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 49 (23.7.1920)
- Date
- 1920-07-23
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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>׳'V_J V Seite 394 JUB3IK0HB KUNOBCBSU Nr 4Q iiimI individuell sein sollen, soll in ihnen das Streben nach einem wahren und reinen• Menschentum erwecken um! sie da/u befähigen, ihr läßliches liaiuleln mit ihrer ideellen Lcbonsaiisclimiiiug in Einklang /u iiringen. Unter Voraussetzung einer solchen Lr- Ziehung soll diese Jugend eine Ausbildung erfahren, die sie midi praktisch befähigt, ihre Arbeit und ihren Beruf <1111 Sinne der Temlcnzresolution) in den Dienst des jüdischen Volkes zu stellen,‘' Berner wurden eint; Anzahl Arbeitsresolutionen hesprachen und beschlossen, welche bereits (las neue Präsidium zur unmittelbaren l!1,1׳nj»rilfnah!ne seiner neuen Aufgabe mit auf den Weg nahm. Die weiteren Beraiutigeiv gruppierten sich um ein Erziehungsreferat von Max Sternberg und das Palästinareferat von Brich R o t h - Kopenhagen. Letzteres vor allem erörterte die Möglichkeit('iv der wirtschaftlichen Berufsbetiitigiing in Palästina und enthielt eine Fülle wertvollen Materials. Die Neuwahlen für das Präsidium ergaben einmütig folgendes Ergebnis: Heinrich Margulies als Vorsitzender, Max Sternberg, Walter Samuel, Alfred Marens und Walter (1 o I d s c h in i d t tlclcader Düroi Dcrilner Sonl»tl*Ae Vereinigung, Berit» C. I®, Seydebfr. י• Telefon i Zentrum 3(1(45. » roilichecikonto No, 13006, Berttn NW, T, Kerrenrerweliung 4er 5. Z. V. Hebrdliche Leirhalte 4e1 Kulturdeicnial• der B. Z, V. 1 Drnganenlr. M (HoO- GcMnel IKsll.h von 30-1 und von 4-10 Uhr, Feil •llr hehrimdien Zrllungen uml Monalidiefle der Wall liegen oua. Autkanllitldlc fllr lirbrÄMchc Angelegenhellen. — HebrÄlidie Lehrcrvermllllung, — Trefi'punkl oller Freunde der hebrÄUdien Sprache. — Verbilligter hebraiidier Bacherverkauf. — El n Irl 11 frei. Donnertteg, den 29. lull Abend» Uhr Gruppe .011־, Im Helm, Llppehner Sir. ». Waller Samuel: «Beruf und Zlonlimu•־. Gruppe ״Süd״. Abend» B Uhr Zwanglotc« Zuiommemeln Im Reilauranl Viktoria-Tcrreiicn, (Kreurberg-Vlklorlaparlc). Sonnabend, den Sl. (ult \ Abend» t Uhr «HapoEl-HansTr**, Im lokal der .Agudalh Adilm*. Gormannah•• 2*1. Max Streut«: «JQdlidie Eml||r»ll0B1fr»1lea‘. Gruppe .Nordweit“. Jeden Donnentag ab *J•״ Zwanifloiei Zuiammemeln ln CharJollenhof. Deutschland Zur Gesamtorganisation der deutschen Juden B.itve Hamburger Entschließung. Das Rcpräscntantcnkollcgiiim der Deutsch-Isi'aclitiselten (icmcinde in Hamburg beschäftigte sich in seinen Sitzungen am 5. und 15. Juli mit dem von der Kon■ f e reu/ g e in'e i 11 s c 11 a f t der O 10־ II g e m e i n d e 11 v o r g e I e g t e n B u t \v u 1־ f eines Reichsverhaiules ji'ulischer Gemeinden Deutschlands. Nachdem schon vorher eine von Vertretern der orthodoxen, liberalen und nationaljiidischen Repräsentanten zUsammcnRcsetzte Konimission zusammen mit dem Vorstand der Picmcimle den Entwurf beraten und Ab.indcningsvorsehläRc gemacht hatte, wurde in der Sitzung am 5. 7. eine erweiterte Kommission auf Wunsch der orthodoxen Vertreter zu dem Zwecke gewählt, um Kautelen zu schaffen für den Schutz der Reset/estreuen Minderheit der deutschen Juden, die nicht genügend gegen etwaiRe Ue-bergriffe der Liberalen geschützt seien, Die nach Ansicht der nationalen Richtung notwendigen Verfassungsänderungen! waren schon von der ersten Kommission ausgearbeitet worden. 111 beiden Sitzungen wurde von allen Rednern zum Ausdruck Rcbracht, (lall der Entwurf, in der Lorm, wie er von der K o n f e r e n zg e 111 e i n - schuft 11 111 e r F it 11 r 11 11 g des Berliner Gem oindcvnrsta n d e s vorgelegt ist, in keiner Weise den demokratisch e n u n d na t i o n alen Bor d e r 1111 g e n der Zionist e n 1111 d d e u religiösen Forderungen der Orthodox e n e n t s p r e e h e und u n a n 11 e 11 in b a r sei, wenn er nicht in gniiulleRemler Weise einer Aeiuleriin״ unterzogen winde. Die von der Kommission für erforderlich gehallenen Siclierungsvorschlägc wurden von dem Vorsitzenden des Ausschusses Llr. Kalmus vertreten. In der Abstimmung wurde unter Zustimmung der Konimissarc des (iciiiciitdevorst,׳indes mit Dreiviertctmajorit.it der anwesenden Repräsentanten eine Resolution mit folgendem Inhalt beschlossen: ״Das Repräsentantenkdllegium hält die Schaffung einer Gesamtorganisation deutschen Judentums für dringern! erforderlich, erklärt sich mit der Vertretung der Gemeinde durch Mitglieder des Vorstandes 11 ml des Repräsentantenkollegiums bei den Beratungen der Gemeinden einverstanden und stimmt in der Er wart 11 n g , d a ii z u d c n B c r a t u n g e n die g r <> II e n Organisationen, die a in 2Ü. Februar 1920 i n Berlin an der ersten g r o II e n Besprechung über die Organisationsfrage beteiligt w arcti, w i e d er h i n 7 11 g e t o g e n w e 1 d e 11, dem v (1 r g e 1 e g t e 11 Entwürfe mit folgend e!. Aendcrungen zu: 1. Schutz der Orthodoxie durch die A u f 11 a 11 in e einer Best! m m u n g i ״ die Vcrf a s s u n g , d a li der Verband nichts unternimmt, was eine religiöse Ki clitting i m Judentum zu verletze n g e eignet ist, ferner, daß die von de m Verb a 11 d e e i n z u - richtenden oder zu unterstützenden Ans t a 11 e n im Sinne des Rcligionsgesetzes z u f ü h r e n sind, s o w i e u'n d z. w a r als 11 a u p t p u nkt, d!» ß a u f d e n U e i c 11 s v e r b a n d s - tagen in religiösen und S c h 111 f r a g e n n 11 r die Vertreter der betreffe 11 d e il r e i i g i - Ösen Richtung in i t s t i 111 m e n d ü r f e n. 2. Schutz des demokratischen Fr in- / i p s durch L i 11 f ü h r u n g d e s L i nka m m e r - syst e ms, restlos e D u r c h f ü h r u n g d e s P'roportioiialwahlrechts, Einführung j einer B e s t i in 11111 tv g , daß der Verband auf j S e 11 a f f 11 n g einer d e m o k r a t i s c 11 e 11 (i e - m e i 1! d e v e r f a s s 1111 g i 11 d e u dem V e r h a 11 d e a n g 0 s c h 1 o s s e n e n G c m e i n d e n hin/ u wirk e n habe. 1 Schutz des nationalen Prinzips II 11 r v 11 S t r e i c 11 11!1 g d e r Aus 11.111 m e b e s t i in - III 1111 g e n f ii r ui c h t r e i e 11 sang e h ö r i g e J u d e n.“ Ls liegt nun bei den Gioßgemcmdeit und den großen Verbänden, vor allein an dem Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie dem Deutsch-Israelitischen Oemeindebuiid mul dem Verband der deutschen Juden, zu diesen Vorschlägen Stellung zu nehmen und Farbe zu bekennen. Der orthodoxe Halberstädter Bund, in welchem sich eine Reihe von orthodoxen Gemeinden mal Vereinen /iisauunengeschlossen haben, und die Zionistische Vereinigung für Duutschlaiid, welche, wie bekannt, einen besonderen Entwurf ausgearheitet und Geldbeträge für den i n d euuuzal lalfonds en: für Deutschland auf das Postscheckkonto Jüdischer Nationalfonds E. V. Berlin 28247 für Groß - Berlin auf das Postscheckkonto Jüdischer Nationalfonds E. V. Sekretariat für Groß - Berlin 65152, Telephon der Zentrale: Uhluitd 1534. Telephon des Stadtbüros: Zentrum 3614, 3615. vorgelegt hat, dürfen zufrieden sein, wenn ein Reichs, verband auf Grundlage der Hamburger Vorschläge zustände kommt, da sowohl die nationalen und dcinokr.nisehen, als auch die Interessen der traditünicll-gcsct/e.,. treuen Richtung genügend geschlitzt sind. Wahrend üj,. Vorschläge der bisherigen Notabelnwirtsehaft ein Lm|(. bereiten. '!־ i Mt«« . Il«ü ן -;;!dirti , ״fdirütf. t - Der Vorstand de•- I )eiitseli-lsraclilisehen < icinenul!■. Bundes zu Berlin hat an den Vorstand der Jüdischen Gemeinde ein :schreiben gerichtet, indem er ausführt dal) er zur Bildung der Oesamtorgaiiisatioii legitim״.rJ sei, und daß die vom Verband der deutschen Ju,!,.,, in dieser Beziehung erhobenen Einwendungen gegen, standslos seien. Der D. I. G. B. fährt sodann lrilt Bezug auf den von der Konferenz-Gemeinschaft dl7 Großgemeinden ausgearbeiteten Entwurf fort: übrigen glaubt auch wohl der Vorstand selbst ernsthaft, daß es heute noch möglich wäre, tjm. Gesamtorganisation des deutschen Judentums m (1n Weise zitstatvdezubriiigen, daß die <i r o II g c m e! n . de 11 ii 11 e r d a s Schicksal des d c u t s c h e u I u 11 e 11! u 111 s entscheiden und diesem eine Verfassung a 11 f o k t ro y i e re n. Line Organisation, die auf solcher Grundlage ruhte und nicht von der Mitarbeit der Gesamtheit getragen und ge stützt würde, würde in dem Zeitalter des demokratischen Denkens der 11• 11 e! 1,1 n liehen A u t o r i t ii t entbehre n 1111 d d , Keim des Unterganges von v o r 11 h r m in sich trage n.“ Wir können uns in dieser Beziehung 4,! Auffassung des D. I. G. B. durchaus anschließen. Nach einer Mitteilung des 1). 1. G. B. sind u •< größere Anzahl von grundsätzlichen Zustimmung•, crkl.irtmgen zu dem Veitassmigsentwurf des D. I. G. H eingegangen. Der Ausschuß des D. I. G. li. hat im den 17. oder IS. November den Gemeindctag einberufen. Der 1). I.G. B. beabsichtigt, entsprechend dem ■mf der letzten Konferenz mit den jüdischen Organisationen am 12. 'April gefaßten Beschluß, INdaktionskoinmissionen zusmnmenzuberufen, die sich au- Vertretern der Gemeinden und der großen Organisatkmen zii-ammensct/en sollen. Die Kommission wird unter Berücksichtigung der Verschiedenen Abiiinlerungs- Vorschläge die endgültige Fassung des Entwurfes fcststellen, der dem < iemeindetag vorgelegt werden soll ' IV ' IV für o cif'1W Id1'״• M&'>'; v,»«nc Ha< H»'*b J. |- •in T«p Aufgaben und Organisation des Sanitätsdienstes in Palästina 1111 Anschluß an unsere Notiz in Nr. 48 der ״J. R,“ teilt der Jüdische Verlag uns mit, daß vielfachen Wünschen aus dein Publikum entsprechend, der Preis für die gewöhnliche Ausgabe von 24 M. auf 20 .M. herabgesetzt worden ist. Wer mit den Verhältnissen des Büchermarktes vertraut ist, weiß, daß dieser Preis für das 17 Bogen starke Buch ein mäßiger zu nennen ist. VVochenkalender. Sonnabend, 24. Juli, <1. A\v 5(180, D’barim, Sabbath Cltasotv, Nacht 9,0; *Sonntag, 25. Juli, tO. Aw, Fasttag, Thischa b’aw (nidcha), Zerstörung des Tempels, Nacht Q,5; Freitag, '10. Juli, 15. Aw, Chamischah assar. Schluß des redaktionellen Teils. Das allgemeine jüdische Krankenhaus ״Schäme- Zedek“ in Jerusalem, welches in der heutigen Ausgabe ■nseres Blattes sich an seine Freunde wendet, hat smbeirrt und unbehindert durch die weehselvollen Ereignisse des Krieges seine segensreiche Wirksamkeit fortgesetzt. Durch die stete Inanspruchnahme und Teuerung hatte die Verwaltung große finanzielle Opfer zu bringen; es sei deshalb das ״Schaarc-Zedek“-Hospital dem Wohlwollen unserer Leser besonders empfohlen. /-\ Diu glückliche Geburt eines prächtigen Knaben zeigen hocherfreut an Halbes Spiegel und Frau Charlotte, geb. Birnbaum. Bielefeld, den 18. Juli 1920. tiBDRonhago1׳ & Pie (Jalinrt ihrer Tochter Miriam beehren •ich an*uv«tiR1'n Dr. Eduard Knoff Dr. Jenny Knoff, geh. Feilmtnn. llerlio, 19 Juli 20, Damigar Str. hl. FrlU Freund u. Frau Flora, nob. S• m uoI *eisen die glUokiiohi• ()»hart •in•» goiamten JuiiROn iu dankbarer Freude an. au, d. U Juli 1920■ Dio ^ücklich« Goburt^^ oinop MitdoiB ח־»»ו'י-׳ו b(H*horfr<H1t tu! Sicgaiund S«m\1cl und Fr«u Hcdcl, gvb. Cohn. Ch*rlotU׳nb., d, 16. 7. 20. ^^Wit11flh«nNtr»U0 22. Xsstüfn-uJnzugstotfe, tu gruSor Aa»*ahl ׳ J. SeÜMu. Futterstoffe Berlin W SO, Soltzatraaae 2 an dar Urunowaldatr. -Toi, Kurf. Kta.- Fest Tafilliodor iefcicsEGcn Tinobrofloa u*w Max Joseph, öerllnN. 37. Motzor Ötr.tWI. T®l<1phoo: Amt Hambold ÄOÖH. Ltllltsrifi Böri€bhl.,Noa» l*romoa0Uo I, i4UUWlg H.O$QCr! *pmtimmrkU BaydoUWftS® 1. BuohJiattor. ßocWrUton., 8konot^pt»tcn-Au»bUdanj׳. Rlnra!■ unterricht, Priyatairhol <A Tellnahmar) Hathjahroa-, /ahraalabr- __^*1*1?4«n *aaamtan Uandala«l»auaahafUn. *»» AudAudcr. Fremdipraitica. Als Klavierstimmer empfiehlt «Ich ®•«Oll Jdd.i־.Umlt>u»-.itttU, U1qu1l.tr. 19. Talopbon:8139820 von Mk. 1.— bis Mk. 3.— in guten gelagertoii, rein überieeiscUen Sorten. Von 100 Stück ob frei Haus. Aron Scgall. N.28, Denimiuer Strasse 7. Amt Humboldt. 5135. Sonnabend und Feiertage geschlossen. aa Fcitttohkctton, Uoohcatton החוצות bhuoh n»w, «teilt Kapellmeister @abol! BarUn N-, Zohdonlaber Htr. 1«. Schirme :ÄSi hinter ropnrlurt. W. SPORN, LinienitraS« '248, an dar neuen KünigKUali«. וי־־ Das Allgemeine Judisdbe Krankeahaas ״SCHAARE ZEDEK“ zu Jerusalem bittet für die Kranken des heiligen Landes S t«׳( | Organisation rein europäisch, Itolicrhauser für Ansteckende. Aufnahme unterschiedslos für Alle Tastende Anerkennungsbriefe der Besucher «us allen Ländern der Erde. Mau fordere die Bedingungen der Betten-. Zimmer-, Jahrieit-, Gedenkttafel-Stiftungen. Briefe nach: Frankfurt s. M., Röderberg weg 65. Postscheck-Konto 7785 Frankfurt a. M. ׳•’l'titiSillSKieitiSt•)•!•!•!( •:•<(>e1(1t<e1«1| ו•! ו ו ו•«« 1»1>t« **יי««« Das Wirken des Schaare-Zedek-Hospitals ehrt die Jaden aller Länder« irjjjeiirsgsesretariate werden geeiguote Bewerber gebeten, »ich mit der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, Ksiehaische Str. 8, iu Verbindung 9u 8et4!en. Organisator. Begabung erfordert., rednerigcho u. journalistische Gewandtheit erwünscht• ,Ecas“ Steinb&ukasten Varbiaftsndl Utniatarapiolnaohaia; Badan»tiidto u*w., Kie»oa-Kam»*ol« und -Schaukain, Puppenstuben nnd -HanKor, KOohon, StUle. Aueh K*traanfacUKu״K«n. WlrUolmfUart.kol, Bylveitar-Sohercar- Ukal, Kaluudor. l(l״|, und oin Ooaohnnkt Znucndumr Frei Hau», ebenso Ausland, jedoch ohns Babatt Säclts. Enoroafagor Wolff, Bsrlls C. 2, Brsltsstr. 2S. ezirkssekretäre gesucht. Organisatorische Begabung erforderlieh, reduertsche und jo'arnaUstis.-hi• Gewandtheit erwünscht. Bewerbungen erb an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, Siiclisiache Straße 8. כשר Neu eröffnet I 5' כשר , Inh.! Dora Vogel und Margarete TOrkhefmer. Cbarl., Bohlfiteaatr. 80, Au•!;. Bhf. 8arignypL Tel. ־ Stetnpl. »HW-