Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 48 (20.7.1920)
- Date
- 1920-07-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 48 jjU.EDISÖH E R.U.NÖSCHÄU Seite 387 cl 1 c 'Ita r 'de 1, Vercku-ieiii״׳. Cst!.׳ Ahe? J.thi. des UC;\ •r ist eti e 1 e r• des r errreii. Cietun״; kt:,,- «den oder rtien, irige den. 1ti«n tu״״ werdu־» :hts- IQtgen licht 3110- 11111׳ Prinzip ihres llaivilclns macht. Dali die _<'«.׳saiiit- Organisation bei einem Boykott durch die Zionisten ds jüdische Vertretung geficitüber Juden und noclf weniger gegenüber Nichtjiiden nicht mehr in Frage kommt, braucht bei der Bedeutung ries Zionismus un nidisclicn beben lind in der Wirkung auf die iiieh‘־ indische Umgebung nicht weiter ausgetiihrt z״ WC,J, Wir sind aber sicher, daß wir mit diesem \ orgeln» uielit allein bleiben werden. Kein kuiiservahvej jn< e «int cs über sieh bringen, sieh in eine <*esellsc 1.1 t tu begeben, die den Gedanken der Gemeinsamkeit des Jtidcmmns in dieser Weise vcrlct/t. Deswegen wert‘ ׳ wie wir annehmen, auch die Rcset/.estreucu hiuse t e mit diesem Makel behafteten Ucsamtorgawsatioii Umbleiben. Wenn die Liberalen aus den OroBgememduv darauf spekulieren, sieh durch eine Entrechtung der ausländischen Juden die Herrschaft m der ,Gesamt- Organisation zu sichern, so werden sie sieh nren. ■Sie honiühcu siel! uniucr wieder, die Ilcnschnft des Fitels und des Geldbeutels durch die Kniffe einer abge- »iii/tc» Venv.diiiiigsmaschiiie zu sichern. Sie haben immer muh nicht gelernt, dn.li in jüdischen Dingen nur itkliselie Gesichtspunkte zu entscheiden haben. Aber sie können heute mit ihren Methoden nur erreichen, dal! die Gesamforganisntio» -- durch ihre Schuld — vereitelt wird. Das sollen sie sich wohl überlegen. Bezeichnend für den üeist dieses Entwurfes ist schon die Art, wie er zuslnmlegckommcn ist. In aller I Iciiuliehkeit haben sieh da einige Herren zusammengesetzt, um das deutsche Judentum mit ihren Liiigelnmgen zu beglücke». Auf diesem Wege kann eine Verfassung für das deutsche Judentum nicht entstehen. Sie 111 ult in aller Öffentlichkeit, unter freier Teilnahme aller interessierte» Kreise, besprochen werden. Sie darf in keiner Torrn ein Diktat kleiner Kreise enthalten, die sieh für besonders fällig oder bedeutend halten und deswegen ihrem Produkt von vornherein die übliche» Garantie» einer Verfassung gehe» und Aendcmngen erschweren wollen. Die Verfassung selbst darf erst von einer Versammlung beschlossen werden, die aus allgeiiieine», gleiche» ProportDnalwahleii hervorgegangen ist. Nach den Vorschriften der Reiehsverfassmig muH allerdings die (k-saintorganisation, wenn sie öffeutiieli-ieehtliehe Bedeutung erhalten soll, zunächst von Körperschaften gebildet werden, die schon öffentlichrechtliche» Charakter besitzen. Deswegen .wird zunächst eine Versammlung von (ienieindeu notwendig sein, deien Delegierte noch nielu aus allgemeinen Wahlen des gesamten deutschen Judentums hervorgehen können. Aber dieser Zusammenschluß soll nur den Sinn hallen, den öffentlich-rechtlichen Körper zu hikleu und >1)11!1 sieh in seiner ־ provisorischen Verlaisung mit den notwendigsten Vorschriften, insbesondere mit der L.ininhnnig des Verhiili»iswalilrechts /.um Bundestag begnügen. Die eigentliche definitiv e V 0 r f a s s 11 11 g in 11 II s i e h d ,1111 1׳ d er erst e, 11 a c 11 d c m V e r I! ä 11 11 i s w a h 11׳ e c I! 1 g e w ä I! 11 e li 11 n - de stag gehen. Vor allem muH ihm die M ö g 1 i c 11 k e i 1 g e I a ssen w e r d e 11, all e li c - seht 11 s s e d c r vor h e r g e h e 11 d e n k o n s t i 111 - 1 e r e n d e n Vers a 111 m 111 11 g der Gemeinde » , mit c i n f a c h e r M e 11 1׳ heit a b / 11 ä 11 d e r 11. Auf diese Weise w ird der Gesamtheitswille auch für die Verfassung bestimmend mul nicht für die Dauer durch Beschlüsse kleinerer oder undemokratiseh zusammengesetzter Gruppe» beschränkt sein. Die Entstellung und die Verfassung der Gesamtoig.iuisation müssen volkstümliche» Geist zeigen und . das deutsche Judentum in seiner Gesamtheit erfassen, i Nur (lauu kann wirklich von einer Gesanitorganisntkm! gesprochen werden. Deswegen müssen von Anfang alle i Versuche ziiriickgewiescn werden, die den alten reak- 1!!!mären Geist der Gi'oligeuieiiulen auch auf das neue 1 ‘ ׳״bilde i'ibernehaieii wollen. M. li. Der jüdische Wohlfalirtsverband Elberfeld •Barmen Der jüdische Wohlfalirtsverband Elberfeld-Bärme» hielt ,!ui I. Juni 1020 seine erste Generalversammlung di. Die Vorsitzende, Trau Clara Samuel, Elberfeld, lulirie in dem Jahresbericht etwa folgendes aus: Am 17. N'oVv iiiber 1018 schlossen sieh die beiden 1 leiueiuden Tlherfeld-Bannen mit 15 Vereinen mul l:infchtmige» zu einem W <1 h I f a 11 r t s v e 1' b a 11 d E I b e r- 11':'D B •יי י m e » zusammen, I )er Verband erblickt seine Auig.dK• darin, ein möglichst einheitliches Zusammenwhvitei» beider Städte anf dem Gebiete jüdischer Wohlt ilirtspfkge zw erreichen, Zersplitterungen und Neu- -! 1;nidmigcu zu vermeiden, Bestellendes, wo es erforderiüCL 0flro: Berliner Z!onltlt«!he Vcrelnlsuni!, Berlin C, 19, SeydeWr. 5. Telefon: Zentrum 5614/15. PosUdieclkonlo No. 12004, Berlin NW. 7. KaisenvcZwöHumi der B. Z. V. HcbrfilicJie teiehnUe de» Kullurdeicrnaf» der ». Z. V. Drnfioneritr. 22 (Hol) Geöffnet läilllfh von 10-1 und von 4-10 Uhr. Fok alle hebrSSsdren Zellungen und MonoUhefle der Well Uesen «u». — Atukunflulrlle f(lr hehrfilufie Anjjele,!rnl,eilen. - IlelnAluhe l.ehrerverinUllung. - flelipimkl oller Ireumle der hetn/U.dieii Sprndie — Verbilligter hebtiUdrer BOdierverkouf. — Elnlrlll Irel. Donnertlag. den 22, Juli Abend• 8 Uhr Gruppe 1*0״'• Zwanglose» Beliammewelu im Garten der Brauerei Bötzow, Prenxlauer Allee HX. Sonnabend, den 74. Juli Abend« 8 Uhr ״Hapoül-Hazotr", Im Lokal der .Agudolh Athlm'r-Gormanmlr. »I- Generalvertammlung. Tageiordnung: 1 Slalulenvorloge. 2. Votilondiwahl 3. Bildung von Kwu«olh. Sonnabend, den 51. Juli Abend» 8 Uhr »Hapadl-Hazalr", Im Lokal der ,Agudath Adrlm־. Gormanndr. 3*1. Max Strou••: ״Jödliche Etnlgrallomfragen“. Gruppe .Weil". Gruppe ״Charlottcnburg". Gruppe »Nord". Gruppe ,Nordwtil". Wahrend der lerlenmorrole Iull-Autju>l finden keine Veran«lallun«en »lall. lieh ist, nach Möglichkeit aiis/uhauen. Die erste Arbeit des WoIiiiaJirtsvcrbaiules war die Schäftung eines geregelte» Arbeitsnachweises, der mit Kriegsende mul der Heimkehr unserer Soldaten eine dringende, zwingende Notwendigkeit wurde. Als Verbandsarbeit wurde auch die jüdische Berufsberatung mit ihrem UmschicJitmigsproblein als eine der schwierigsten Fragen der heutigen Judeiihcit in Angriff genommen mul einer -Kommission unterstellt, die;wich für Einberufung von Eltern- und S e 11 ii 1 e r a b e 1111 e 11 zu sorgen hat. Fenier ist es die p o 1 » i s c h e F I ii c h 11 i n g s f r a g e, die besondere Beachtung seitens des Verbandes fordert. Die rationell geregelte Fürsorge übernahm das jüdische Arbeiterfürsorgea.mt in Duisburg, dessen Bestrebungen vom Wohlfalirtsverband gefördert werden. Der Verhuiul veranstaltete ferner eine jüdische Jugends e h f i t t e 11 a 11 s s 1 e 11 u n g im l )ezemher 1919. Die Geschäftsstelle des Verbandes wurde in zahlreichen Fälle» für Arbeitsvermittlung und in Fürsorgefragen in Anspruch genommen. Nach Verlesung des Kassenberichtes hielt Frau Grüne bäum, Elherfekl, ein Referat über Jugendfürsorge. Line Resolution, die Anteilnahme der angesehlosseiien Organisationen in erhöhtem Malle für die schwierige und verantwortungsvolle Tätigkeit des Jüdischeii Arbeitsamtes, Zweigstelle Duisburg, zu wecken, wurde einstimmig angenommen. Literarische Mitteilung Aufgaben und Organisation des Sanitätsdienstes in Palästina (Jüdischer Verlag, Berlin.) Das Buch erscheint in dein Augenblick, da die Errichtung der Ziviiverwaltung in Palästina dessen Um- Wandlung zu einer jüdischen ileiinstätte als wirkliches fait aeeompli in Aussicht stellt. Die Sanierung des Landes ist die Voraussetzung für jede kolonisatorische I äfigkeit. Ohne gesundes Wasser, ohne Beseitigung des Malariafiehers, ohne Krankenhäuser wird das Siedlimgswerk niemals aiit'bliihen. 111 dem Buch haben sieh innere, besten Fachleute zusainniengeftinden (Zlocisti, der die Redaktion besorgt hat, Auerbach, Brünn, Sandler als Aetvte, sowie B:\cr\vaUI und Michel als Architekten), zum Teil langjährige Laudeskemicr, und hallen eine Reihe von Gutachten iiiedergeschrieben, deren Vorschläge zum bleibenden Bestand der künftigen (iesuudluitspi'lege des Landes gehören werden. Gleich• viel, wie die Verwaltung des Landes aussehen muH, jeder Ar/t, jeder Kolouialpolitiker, der in oder für Palästina arbeiten will, wird das Buch beachten müssen Eine aiisiühi'lielu־ Würdigung durch einen fachmäiinisihen Mitarbeiter behalten wir uns vor. W er \u-IIS, wo sich Samuel S a I a in o » aus S/abno, der sich in 1 lolland und bis Mai 1020 in Hannover aufhielt, jetzt befindet? — ticfl. Mitteilung an die Red. der ״Jüd, RuikIscIi.“ erbeten. Achtung! Auf dem Dolegicrtentag im Bliithuersaal ist «1j Portemonnaie gefunden worden. Inhalt: Geld und Quittungen. Ab/uholen: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, Sächsische Straße 8• Hebräische Sprachschule in Berlin 111 den Klu-.Ncn 11a, illb, tVa und iVb können bei Wiederbeginn de» Unterrichts am 10. August Neu- Aufnahme» stattfinden. Klasse Ua: Montag hts Freitag 7181—,׳., Uhr morgens in der Dannstädter Str. 1 bei Kühn. Klasse llb: Montag bis Donnerstag b'/e—7J/2, Freitag 0—7 nachm, im Ji'ul Arbeitsam!, Monbijou׳• platz 1. Vorausgesetzt wird beim Eintritt in diese beiden Klassen: a) Grammatik, das Verbum, b) Bibel: Bereifsehitli 2-1 und 27. Jona. Job 1 und 2. e) Neuhebräisch. Scheieilim, Heft 1 (Agada), Seite 1—3; Heft 3 (Berkowitz), Seite 1—5. --'Klasse IVa: Montag bis Freitag -1--5 imcltm. im Zion. Zentralbüro, 'Sächsische Str. 8. Klasse IVb: Montag bis Freitag morgens ö'.r-7V4 ii« Jiid. Arbeitsamt,‘ Monbijouplatz 1. Vorausgesetzt wird tieim Eintritt in diese Klassen etwa: a) Grammatik, das Verbum, b) Bibel: die erzählenden Teile aus Bcres-chith, Schemoth und Rmnidbar. c) Ncuhebriiisch: Perakim risclioniin, Teil 2, Nr. 2, 8, 17—19, 25, 28, 29, 32. 39—41, 5». Rechtzeitige Vorbereitung wird empfohlctv. Die Lesebücher iukI das Wörterbuch von Klausner- Grasowski siml in der Buchhandlung Ewer und in der hebräischen Lesehalle, Dragonerstr. 22, erhältlich. Umgellende schriftliche Anmeldungen an I )r, Suioira, Berlin W. 15, Württenibergische Str. 25 2b“ (Ultlaml 6012). Mitteilungen der ״Jüdisch-sozialen Arbeitsgemeinschaft“ Jeden Dienstag, abends 8 Uhr, empfängt Frau Clara Boschwitz, Cuxhavencr Str. 11 (Moabit <W56) zur Besprechnng und Beratung der Werbearbeit für dk■ ״Jüdischc Hilfe für das jüdische Kind“. Für die Jüdisch-soziale Arbeitsgemeinschaft Ciertrude Welkanoz. L>r. F. Ollendorff. Mitteilungen des jüdischen Atbeitsamtes Handlungsgehilfe, 34 Jaltre alt, Deutscher, ledig, sucht Beschäftigung im Büro oder etwas ähnliches. Gute Zeugnisse vorhanden. — Kassenbote, 32 Jahre alt, IX׳utscher, sucht Stellung int Büro oder ältnliehe Beschäftigung, (Vier Semester Medizin.) Schüler, IS Jahre alt, sucht leichte Büro- oder Landarbeit. Tapezierer, 24 Jahre alt, Deutscher, ledig,.sucht Beschäftigung, ist bereit jede Arbeit zu tun. Batisdtlosser. 24 Jahre alt, sucht Stellung, versteht sich aut jegliche Schlosser- ■ arbeit, früher selbständig gewesen. Hausdiener, 30 Jahre alt, gute Zeugnisse, sucht Stelle. Die Ortsgruppen Dresden. Am Montag, den 5. Juli, wurde unter reger Beteiligung ein jüdischer Sportverein ,,Bar Kochba" gegründet, welcher es sich zur Aufgabe macht, durch Leibesübungen, Leichtathletik, Fußball und Sport im allgemeinen, sowie Pflege der Geselligkeit die Stärkung der jüdischen Jugend Dresdens herbei/utühren. Der neue Verein, unter dem sieh auch eine ansehnliche Zahl von t Damen befindet, zählt schon 70 Mitglieder und ist dem! bereits bestehenden jüdischen Verein ״Achdttth“ angegliedert worden. Die Leitung liegt in den lluuden zweier bewährter Sportsleute, und zwar der Herren Jakob Lhrlich und Alexander Kieltet/. Mitteilungen sind;in die (ieseliatisstelle des Vereins ״Adulnth, Abt. Bar Kochba“, Scestr. 7II, zu richten. Stettin- Der Bericht über die Delegiertentagunu war am Sonnabend, den 3. Juli 1020, Gegenstand einer Otisgnippeiivcrsammiung, den unser /.weiter Delegierter, Ltcrr l)r. Rinkotts, Berlin, erstattete. Wahrend er den Verlaul der läge und die Referate und Beschlüsse svliiUlerte, versuchte Herr Dr. Baer, der als Ersatzdelegierter aulgestellt war, den inneren Wert derselben zu würdigen; vor allem gab er uns einen tieten Einbück in die nicht zu leugnende Kraft tmd Macht der vertretenen Jugend. Schluß des redaktionellen Teils. Irma Diofonbronnar Alfred Adler V a r I o b t e Kmnldim ». M. L'ihl.rstrilUtmr« 1. Kl., FrutikfnrfMülhoUBOn i. EI*. tHidom-lnitonloaf Erich Kcmplmkl Hie Kcmplmkl, gob. Doutaohmarm Vormfthlte 'di! ..<! 1 ' Am “1■'1'ainnuis starb unser Bumlosbntiler Sydney H. Haskel. V-J. St. Maccabaeo, i. A. Reinhohl C״lm. keif p *ifr ]hmlwteitung der 'JildiurJien “!‘י fr^2)1׳״a lltuu- HW.v.V befindet sieh seil dent J meid mehr W.15, Sächsisch* Sir.'S, i sondern ÄlofsHtrasse 471 i:^s=a iiöia SpezialltSl: Roparaturon für sliniti. r^hmaachinon in und außer 110m Hause. 9 ImJt Ijf MM 111111111iiÄJi1i111111i11111u1111111!111!11yi11111111:11111i111i^ -S \ in unr guten QualitiUcn, \ \ ..J Iavali(I0D8tr. 14*21• ^Tel.: Nord.1288 S&mUldie Artikel tfnd l>It 50 % herAbj|c1et1t. i ZAHNPASTA ii־־V «rhSlt bei regelmfiftlgem Gebrauch Mund \ 'j und Zfihne rein und gesund, well sie den Ansatx von Zahnstein verhindert und der Bildung von Säuren Int Munde vorbeug!, cf Jj S 'י\^\ Probetubea kostenfrei. \ ‘ P.BEIERSDORF H CO., # ',/1 י G.n, b.H., : ':;■׳ j \ HAMBURG SO.