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Jüdische Rundschau · 1920-07-06 · Heft 44 (6.7.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 44 (6.7.1920)
Date
1920-07-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Fürsorgestellen der dort eilige- Miigostelleii fiir usljüdische Fhich!lin:׳,e“ In'vielen Fallen war es kaum »lüghell. entsprechende IVrsünliclikeito» zu finde». Es ist aber Tatsache, dall die Zahl solcher in Sozialpolitik und in jüdischen Dingen geschulten Männer und F'rauen!4roher ist, als es den Anschein hat. Leider sind aber den meisten dieser Persönlichkeiten (junge N'ativiial- Ökonomen, in der sozialen Arbeit erfahrene Kautleute, allere Studenten usw.j die unerträglichen Notstaiufsverhaltnisse unserer östlichen Brüder so wenig bekannt, dall sie tatenlos und unbemerkt beiseite stehen. Das Arbeiterfürsorgeamt der Jüdischen Organisationen Deutschlands, Berlin N. 21, Augnststr. 15, bittet daher dringend, dall sieh sulche Persönlichkeiten, die gewillt sind, längere oder kürzere Zeit sieh an dem lliltswerk liir unsere Flüchtlinge zu betätigen, möglichst umgehend unter Beifügung eines Lebenslaufes und genauerer Daten mit ihm in Verbindung zu setzen. Erschreckend ist auch der Mangel an s dche u P e r s ö 111 i c h k e i t e n , die sic h ,1 11 einzelnen Tagen und Stunden der Woche z n t 11 r e 11 a m 111 e 11er Mitarbeit zur V e 1 i ü - 4 u u g stellen. Bei der laufenden täglichen Arbeit treten immer wieder eine Anzahl FiirsorgefäUe auf, in denen Recherehen anzustelleii, die Wohnungsverhiilttiis-o und die soziale Lage zu untersuchen, fitr eine schwangere l'rau oder einen betagten Greis besondere, vh'itte zu unternehmen sind, liier ist das gegebene Betätigungsfeld für solche Persönlichkeiten, die einfach aus Menschlichkeit und einem guten jüdischen I ler/eii getrieben, Hille bringen wollen und können. Das Arl'eiterfürsnrgeamt bittet daher, auch aus dem Kreise dieser Personen, um möglichst baldige Meldungen, bcmerkt aber, dall;111 die Hingabe und die Willenskraft dieser Heiter mellt geringe Anforderungen gestellt' w erden. ln em/clneii Fürsorgefnllen, insbesondere wenn es sich um weibliche und minderjährige Personen handelt, versagen die üblichen Methoden der Unterbringung mul der Fürsorge. Während also hier die Schutzbedürftigsten immer wieder der schlimmsten Not preisgegeben .sind, muß voller Bedauern festgestellt werden, dall diejenigen, .ii,, ),!..•ו helfen können, nämlich die begüterten Kreise, selten etwas Zweckmäßiges tun. Es leben doch in den deutschen (irolSstädtcn, insbesondere in Berlin, eine nicht geringe Zahl von jüdischen Familien, die in der l äge wären, wem! auch nur auf kurze Zeit, für solche besonders schutzbcdürftigen Flüchtlinge, für deren Persönlichkeit jede Garantie übernommen werden kann, wenn auch nur auf einzelne Tage, Unterkunft, ein Zimmer, ein Bett oder sonst eine Schlafgelegenheit zur Verfügung zu stellen. Ganz besonders vermissen wir hier die aktive Mithilfe jener ostjüdischen Familien, die selber vor Jahren und Jahrzehnte» nach Deutschinnd gelangt sind und jetzt in erträglichen Verhältuisseu hier leben. Es ist sicherlich nicht zu viel verlangt, wem! wir umiitteii des furchtbaren Elends, das sich uns täglich bietet, an alle, die irgendwie können, <he dringende Bitte richten, sich zur zeitweiligen Aufnähme einzelner Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Bei den Mitteilungen, die uns hierüber gemacht werden, bitten wir, uns an/ugeben, welche besonderen Wünsche von seilen des Gastgebers erhoben werden, aber auch Linzvihvitcii darüber, ob er einen Jugendlichen, einen uhiren Mann, eine Frau beherbergen kann und ob für 'in läge der Beherbergung der Flüchtling auch beküstigt wird. ״־•״**?;,׳ - ״ ־, fv, r: y Hk.4« W_,ü 1!cndc r tVü/o IWrllncr Zl.vnlsUsO c V^roniwun«, Orrttn C 19. Vv8«i»t?. 9 Telefon! Zentrum 5414/15. Pojt«t1c׳!.k1mlo Na.!»04, Berlin NW. I Kö»»(־nverwnHui!a Cer IV. Z, V. Donnmtog. den 8. )all Abend» 8 Vlhr Gruppe ״Nordweit", Im Helm, Tletgailenetk, Klopiladolr. t. Beiprethung aber die Er«eb״lne de» Dcleglerlenlage*. Gruppe 0.1״", Im Helm, llppehner Sir. 9. Abend» ■Uhr. ״Wa» erwarten wir von den zlonlitlidien ReprS.entanlcn In der JQdlidieu Gemeinde?" Sonnlau. den U. Juli. Kullurdcierna» der B. Z. V. Audlui! für alle hebratidi Sprechenden. Au.kun I aber Treffpunkt und Zeit wird In der hebrilidirn Uiehelle PfOlioncfilr. 21 In der Zell van 9-IUhr und von 4-10 Uhr gegeben. Abend» ■ Uhr Montag, den, 11. lull, Mrlileoaal, KWliener Mi. 5» Her■!• Gedenkfeier der B. Z, V Alle» NShere folgt. Donner.log, den 15. lull Abend» 8 Uhr Gruppe ״SQd", Zuiammeaieln im Freien. Treffpunkt: V(k(01!a-Ttrr«\»en iKreutberg-Vlklatlapatk). ןך-ך 7יי iXV V v'V ״ Zahlt sofort Euren 1-) für die Jahre 5679 und 5680 pro Jahr 3. — M, also in Summa 6,— M. Annahme der Zahlung in den Bezirksgruppen. den Büros der Z V. f. D , Sächsische Str. 8 und B. Z. V. Scydelstr. 3, Misrachi-Biiro Burgstr. 30, Büro des Zionist. Jugend Vereins, Heiligcgciststr. 52. ßuchhandliiBg Ewer. Knesebeckstr. 53/54 Buchhandlung Ostertag, Auff*burjfer Sir. 28. Papierhandlung Asclikenasy, Spandauer Brücke 10, Buchhandlung Rosenberg, Greuadierstr. 38, im Volksheim, Dragonerstr. 22, bei den Vertrauensleuten der Gruppen und Sonderorganisationen und auf allen •zionistischen Versammlungen. Ferner Zahlung auf Postscheckkonto NW. 7, Nr. 12006 Dr. Schwarz. KasscnverWaltung der B. Z, V. mit dem besonderen Vermerk .Schekel Zahlung“. Kein anderes Postscheckkonto benutzen! Die bis zum 20. Juli nicht bezahlten Sehekolim werden per Nachnahme unter Aufschlag׳ des Portos eingezogen. Unterstützt die Organisation durch Schekelsammlung in Euren Bekanntenkreisen! Schekelblocks werden auf Wunsd» zugetchickt. Berliner Zionistische Vereinigfimg C. 19, Seydelstr. 3. Aus der Turn- und Sportbewegung Hamburg. Der jüdische Turnverein ״Bar K 1> c h b a1* hatte anläßlich seines 1 e h n j ä 11 r i:: c 11 B e- Stehens Einladungen zu einem Sportfest ergehen lassen, welches am '20. Juni auf dem I liiidenburg-bportplatz stattfand. Vertreter vier Deutsch-Israelitische» Gemeinde, vier Logen, der Hamburger Zionistischen Vereiiügung und amlerer Korporationen, sowie ein etwa <>U(i ü«piiges ll11l>likmn war ei schienen Etw a 8Ü I unter und I uriicrituicu der Briidervereiuc Berlin, Breslau, Lei]!- zig und Stettin bestritten die turne rischen und leichtathletischen Konkurrenzen mit etwa 2(10 hiesigen Teilnehme(־». I las Fest nahm einen glanzenden Verlauf. Pie sportlichen Leistungen wiesen einen guten Durchschnitt an f, die Herren- und Panicn.ibteiluiigcn von Berlin und Breslau zeigten sich denen der entsprechenden I lanilnirger Gruppen entschieden »ItciU-grii, walm-ml die Jugendlichen 1 Limburgs im Lauf, KugelsUiß, I loch- und Wciispnm:; sich als vorzüglich erwiesen. Freiübungen, Vorführungen v״n Mustcnicgen am. Barren, wo gleichfalls Berlin und Breslau glänzten, llockeyspiei und ihythmische Hebungen, von Frl. Goldsclmüdt geleitet, gaben einen Uebcrhhck über all das, was heim; schon an individueller körperlicher Ausbildung der verschiedenen Jugendklassen in einem jüdischen I urnhetrieb geleistet werden kann, der sich von spe/iali-discher und einseitiger Sportbetätigung fern/uhalten versteht. Am Abend fand die Preisverteilung von Hroii/cplnkcttc», von der Hand Leo I lorowitz. - F rankfurt :1. M. geschaffen, und von jüdischen Büchern im Curiohatw statt. Chemnitz. Am 27. Juni 1920 veranstaltete der hiesige Jüdische Turnverein mit dem Zionistischen Jugemlverein ein Turn- und Spielfest auf dem Sportplatz Chemnitz-AIteiidorf. Etwa -1U0 Zuschauer folgten mit Interesse den exakt ausgeführten Frei- und Geräteübungeil der Männer- und Fraucn-Riege unseres Turn- Vereins־. Anschließend daran fanden L'nterhaltiings- und Wettspiele für alle Festteihiehmer stau, die sich reger Beteiligung erneuten, während am Abend ein Tanz noch die Jugend vereinte. Wir hoffen, daß die Veranstaltung Verständnis für die Wichtigkeit der körperliehen Betätigung unserer Jugend in die hiesige jüdisclte üeffeiitlichkeit getragen hat Vom Jüdischen Nationalfonds Nachdem in letzter Zeit dem Nationalfunds mehrlach größere Spenden /.»geflossen sind, können wir wiederum einen erheblichen Beitrag verzeichnen. Die Herren Hugo und Siegfried Lesse r und Salo Guttmann aus BeiitJten haben unserem Landfonds 10 IKK) Mark überwiesen, die in dein beiliegenden Ausweis veröffentlicht sind. Es ist zu hoffen, daß diese tatkräftige E׳ntersiützung in immer weiteren jüdischen Kreisen Nachahmung findet. Die Aufgaben des Nationalfomls bei dem Aufbau Palästinas verlange» zu ihrer Lösung die Opferbereitschaft jedes Einzelnen, und wir begrüße» die Spende der Herren Lesser und Guttinann aK ein weiteres vorbildliches Beispiel. Mitteilungen des Kulturdezernats der B Z. V. Die hebräische Lesehalle der Ii Z.V., Dragonerstrallc 22, ist täglich vftn 10 Uhr!ruh bis 1 Uhr und von •1 Uhr bis 10 Uhr abends geöffnet. Eintritt unentgeltlieh. Fast sämtliche hebräischen Zeitungen und Zeit- Schriften der Welt liegen aus. Beim Sekretariat der Lesehalle erhält man Auskunft über hebräische Lehrer ln der Lesehalle befindet sich eine Verkaufsstelle für hebräische Bücher zu bedeutend verbilligtem Preise •Es sind dort zu haben: örasowski, hebräisches Wörterbuch zum!,reise von 27 M. Sonnabend findet kein Verkauf statt. Adresse für Briefe: Kotowitz, Erasmusstralie 12. Schluß des redaktionellen Teils. ln eigener Sache! Die Anzeigenverwaltung der Jüdischen Rund■ schau ist vom Welt - Verlag nach: Verlag Alwin Loewenthal, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8 verlegt worden. Wir bitten alle Leser unserer Zeitung, von dieser Adressenänderung Kenntnis zu nehmen. Die örtliche Zusammenlegung der Inseratabteilung mit dem Verlag und der Redaktion wird In geschäftlicher Hinsicht zahlreiche Vorteile bieten. Der Anzeigenschluß ist nach wie vor Dienstag nachmittag für die Freitag - (Sonntag -)Nummer und Freitag nachmittag für die Dienstagnummer. Bel längeren Anzeigenabschlüssen bitten wir Sonderofferte einzuholen. Jüdische Rundschau, Anzeigenverwaltunc, Berlin W. 15, Sächsische Straße 8. r Julius Motulsky Hanna Motulsky, g!*b. Hirsak Vermählte Mlineben, Hoftutr. 1151. ־“T ץ־ Ju>i 1920. ~׳f ך־ ’PP H '7 ן ' 1 L 4 CI .2 U r Franz Orgler Lotte Orgler, geh. Brauer Vermahlte Tftrnüwitz, Oberschlosieii. ץי־ J Ki־*dM ץ"«*•*“» ״״*׳י Alfred Coldjcfcmfdl und Frau . KU«* gab. S«ltw1b*. B#rhn VV.fj;» .w jQm ja*) Knrfüwtonntrattn 70. J Am HO. Hiwan vur»chi»<l pltttatioh. luv (ö. Loben■- t J»oro ®מוס li«b«r Mann» uoaor li«bor T»ur!uod Leiser Smoira i״ Kon1g»b»ra »• Vt. Perl Smoira, R0I1, Taraaahuakaoaki Dr. Moiet Smoira Dr. Jotef Smoira Either Smoira, gab. 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Wcrtfcefmcr, Hünchea^ A.ugast0f1«uall• 1051. // P (7ן H nf 3י r) r (k /ii Lir-™^ ü t»£ tfcA Li XmmJ 4«■ V»J k kaufen na ^Ia^der |“ Uhlandsfar. 139 tarn HohotuolUradamm) IliilUii '1 in %% ייךץיץ^ ZAHNPASTA erhält bei regelmßf'lRem Gebrauch Mund und Zähne rein und gesund, weil sie den Ansatz von Zahnstein verhindert und der tfsilitnno WA» SJ.,״>n l׳n Mnnrfo ׳. P. BEIERSDORF ik CO., \ G.m.b.H., HAMBURG 30. ויון)""!«,” /ץ ■ r י־ n ידי ף r-r 41t feg w״-ä ■u U •a Foithohkeitoua Hoehteitea חתונות Bäiua a*w. etout Kapeilnjoistor Qsbol, Bwllp KT., 2rf>hdftntaker Htr. 10. .ii iür Elnjfthrigo ... JoaobiauUvalar ötr. 41 (am Zoo). 1 and Abitur. fISCtai״MfßsrliD C.2,NeaePriodrißl1str.72 .— .. Telephon: Nordoa 4848. [4Tt| Iohabor Mag Brisgelsky wäseht scheneud Abholung tKgL Spozlalltüti w Oberhemden, Kragen, Gardinen usw. /

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