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Jüdische Rundschau · 1920-06-29 · Heft 41-42 (29.6.1920) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 41-42 (29.6.1920)
Date
1920-06-29
Page
– (sequence 13)
Language
German
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j u 1 -1 1 ג s (; 1! r; RUNDSCHAU Seite 337־ i 14 1 l|l־«a I H Hl. f Wie 11: I Grad Sä lies i״ *! wir i i־cs in, dalli I Eres. f1ulh־n1, »alt ist f cktilHI, | dem fit siel! fanden fccltenicmtcn, den t-ichwfiihan׳״ fienin^ imiiitcn Jgcrild) 1' v 1 r k l's gefß Inden 1 einer- |s. .UV- Jlc Gr Ui'oiiv-11!•1101x11!׳.:toIht f«gnl>011 k'wm■ |>t. Es Jinftim |.a1nk׳v | nicht f.v.1 cm ler 1i1c (1־ um■!!;mach I l.aml I Land- |1, da« j! s c 11 - lischfiebicto »iserem 1■ Wett Jafhmg iisdu'll vccmi ,׳ . a, s nv | ‘•chuk j wenn •i VrlH'it n ■!licht, l'il, UH« i 1 1 '4 1 i ן f ן \ | 1 f diesem i; 11:' Ich i A-Ig erj t ,üleii- 0 8 :n ׳ I t nur I, über ׳ eilen׳, | :׳f dlu'.i 1 i;- voll ן f!lieht ela!!,׳ I 11 .,öden i i wir; ׳ I 1 .:!lern ־ ־»- tut 1 tulc ׳ t 1 -i dH i t 90 j ־ :f : , x I!1 ljX ' -|t 1 Kr i "׳־"1•!יי ן «'1 1l.ilj f ־« jmd tu net, die) -*Au ־> f M ־ -1. i r*־ I! :!r ־ r; 111, in.-, 1 dir eil!׳ חס¬ >1er; 1!l׳! t:C9 ) -,־:!t i Vu יי ■ ist in-;;virt- 'l1; ■:nd ,Viv-dio- (c.1״ae» t t Nr. J1 (11r die Klcinsictllcr galt/, andcie Methoden 111 Frage, n.uulich die des Gartenbaues in seiner fortgeschrittensten Ausbildung, Solcher üartenhau wird in den \vesteu10plüschen kaiKlstaatcn — in Holland, Belgien, Frankreich, [ iiglatid, /.unneil in Spanien und in Italien betrieben. Im übrigen Europa noch in Bulgarien. Dann kommt aber die grolle Schule des Fernen Ostens - China, |,1pa11 und Korea - - in Betracht, wo die Ackorbeetkultitr ’,rlnm seit Jahrtausende» in stets gröllerer Vollkommenheit geübt wird. Das sind die Länder, in denen tiiiseie Clialuzim die meines Erachtensil richtige Ausbildung na Palästina erhalten -können. Ohne zweckentsprechend ansgebildetes Meiisdieinnatcrial keine intensive Agrikultur in Palästina! Ich brauche nicht zu erwähnen, dal( m Palästina selbst dies.• Methoden mellt geleint werilui können, da sie bislang dort nicht ge״b» werden. Die wichtigste Forderung, die ich bezüglich der Ausführbarkeit meiner Vorschläge zu stellen habe, ist die der baldinögliclistcii Vorbereitung des für die Kleinsiedlurig unbedingt nötigen Menscheniuatcrials. llabvii wir einige hundert in dem Westen Furopas und im Osn-n Asiens aiisgi'biidcU' Clialu/iin, daun können wir au die (iriimfiing einiger Kleinsiedlungen herangeheu. Aber nicht eher! Fs ist klar, da« die Ausbildung der Chalu/im von den Methoden beeinflußt werden mu 11, für die wir bei unserer zukünftigen Kolonisation uns entscheiden. Fine mr.vcrsclle Ausbildung fiir alle möglichen Zweige der I ,unl'.i irtselialt ist undurchführbar und zwecklos. An .null■!er Stelle erwähnte ich schon, da« nur Spe/.iali- «Viaiig in der Landwirtschaft, wie auch auf anderen < ehieten, die höchsten Werte schafft, FntsclilicISt mau sieh, in Palästina sowohl Getreidewie Gemüsebau in der von mir empfohlenen intensiven Weise zu betreiben, so ist für beide Richtungen eine gleiche, oder last gleiche Ausbildung unserer Clialuzim aii/ustrcbeii. Ich brauche hier •nicht ausführlicher auf diese Frage ein/ugellen und glaube, da« das Gesagte genügen wird. Mau stelle daher unverzüglich die für die Ausbildung der Chalu/im in den intensivsten Methoden des Landbaues erforderlichen Mittel zur Verfügung. Ich würde it- 1(X) junge Leute in den Gärtnereien Hollands, Belgiens, Frankreichs und iüiglamls unterbringen. Auf meiner bevorstehenden Reise in Südspanien mul in Bulgarien werde ich die Möglichkeit der Ausbildung von jungen I eilten auch in diesen Ländern ins Auge fassen, 'schließlich müssen Schritte unternommen werden, tun eine ausreichende Anzahl von Clialuzim in China und Japan aus/ubilden. Nach den Frfahrungen in Holland, wo ein erfolgreicher Anfang gemacht worden ist, mu« mindestens mit einer zweijährigen Dauer der Ausbildmig gerechnet werden. Je eher wir damit beginnen, um so eiier können wir an die Frrichtimg der ersten Kleinsiedlungen hcrangehen. Denn ich wiederhole: nur die Kenntnis der gärtnerischen Methoden kann uns in die Lage versetzen, die angestrebte Kleinsiedlung zum F.rfolg zu führen. Ein ohne genügende Kenntnisse unternominaler Versuch wird zum Mißerfolg führen und die Sache diskreditieren. Ich hetuiie: die Sache, ,-*.)er nicht die Idee, Die ist von Ewigkeit, da sie absolut richtig ist. Schlechte Ausführung kann den Gang verlangsamen, und das wäre für uns verhängnisvoll. Demi wir hätten darin die begangenen Fehler wieder gut zu machen. Ich kann die Frage der Ausbildung der Clialuzim mich nicht verlassen, ohne zum Vorschlag der Gründung von l.ehrfa mien und ScliuKvirtsehafteii Steilung zu nehmen. Was unsere Clialuzim lernen müssen, sind nicht allein die technischen Methoden, sondern auch die Führung eines kleinen eigenen Betriebes. Wenn sie auch auf Lehrfarmen und in ähnlichen Instituten die richtigen Methoden kennen lernen können, so ist ihnen hierbei keine Gelegenheit geboten, die Sicherheit in der Bewirtwhaftung eines Betriebes zu erwerben. Diese läßt sich nur gewinnen, wenn man in einem kleinen, Übersichthellen Anwesen längere Zeit tätig gewesen ist. Hier m Holland habe ich verschiedene Gärtnereien im Ausmall von bis I Hektar gesellen, in denen unsere « haluzim ausge/eiehiH-t lernen konnten. Auch in Belgien, 1 raukreieh usw, könnten die Chnhi/im mit Vorteil in solchen kleinen Betrieben sowohl die vollkommenen Methoden sieh ancigncn als auch einen Einblick in die I uhrting eines Betriebes erhalten, (irüudcu wir erst I clirfaiim-M, M> vergehen Jahre, bis der Leiter der Farm sieh die I if.dirmigcn der Gegend nutzbar ■nacht. Lr muß erst selbst lernen, was Zeit und Geld kostet. Schicken wir unsere Clialuzim in kleine Betriebe, die das Ergebnis vieljabriger Erfahrungen darstellen, so profitieren sie bedeutend mehr davon als von der Arbeit in einer I elirfarin. Audi für den theoretischen Unterricht läßt sich für kleinere Gruppen, am besten im Winter,!11 geeigneter Form sorgen, wie es liier in 1 lolland gesohicht. Aus den aufgefülirtcn Gründen bin ich ein 1 icgiicr aller Versuche, Lehrwirtschaften usw. zur Vorbereitn״!; unserer Clialu/iin in der Diaspora einzurichten. Ich übersehe nicht die Schwierigkeiten, die mit 11er Fnteihriiigmii; des Einzelnen verbunden sind, besonders hinsichtlich der oft feindlichen Umgebung, aber die Vorteile dieser Ausbildung sind so unverkennbar, daß die Nachteile 1111t in Kauf genommen werden müssen. Die weiteren Vorarbeiten für die Kleinsiedlung bestehen in der Sammlung der Erfahrungen auf dem Gebiete der intensiven Kulturen in anderen Ländern durch entsprechende Expertisen, in der Inangriffnahme kleiner »ersuche ui Palästina selbst, die den Wert von gewisser- ”'allen Vegetationsexperiinenten haben. Grolle Erwartim- ״״rf<יי־ ״־‘ solche Versuche nicht geknüpft werden. lst f«r jedermann War, daß die Kleinsiedlung .. ״"-um gelingen kann, wenn die angebautc Fläche di,׳ n . . ‘•״־•‘■‘Itcn Erträge groß genug sind, um Si,. . rK»msation des Absatzes zu ermöglichen. Wie u.,:״ i“1 üvr •'resse erfahren haben werden, sollen in ('11.t, ."1,1*■'1,den Winter zehn in Holland atisgebikietc ' 1/1111 Av1‘‘ kleine Gärtnereien in Palästina aiiicgen, 1, ■ f״ scb111׳, was unter den Verhältnissen Palästinas a Amu'iidung der holländischen Gartenkunst aus dem ״ine״ gezogen werden kann. Hierbei wird man sieh ,'י! *riton vorhandenen Einrichtungen — Bewässerungs- 1•1.'־ße, Gebäude usw. — bedienen müssen, mit anderen »orten, die Gärtnereien werden in den schon beste- ״enden Kolonien angelegt werden ohne Rücksicht darauf, <>0 sie rentabel sein werden oder nicht, einzig und allein /״m Zwecke der Feststellung der in Palästina bei un- "״!erbrochenem Anbau erzielbaren Ernte meng e n. So "erden wir vielleicht einiges Zahlenmaterial für die noch fehlenden Kalkulationen gewinnen können. Beweisführend wird freilich das auf diese Weise gewonnene Material kaum sein. Immerhin wird es uns einige Anliallspiuikte geben. Soll an die ׳Gründung von Kleinsiedlungen nach meinem Vorschläge hcrniigcgangon werden, so muß die Frage der F i!1 a n zier n n g des Siedlungswcrkes vorerst eine befriedigende Lösung finden. Ls ist Geld für diese Kolonien nötig, wenn auch weniger als fiir andere. Bis jetzt wissen wir nicht, in welcher Weise sieh die Leitung die Aufbringung der notigen Kapitalien denkt, leb könnte mir die Sache so denken, daß die Errichtung einer Kleinsiedlung von drei Faktoren in die I laiul genominell werden müßte: vom Jüdischen NatioiiaUoiuls, der den gebrauchsfähigen Boden hergibt, von einer Irrigntionsge Seilschaft, die die Bewässerungsanlage schafft und das Wasser den Kolonisten verkauft, und eine!■ Siedltmgsbauk, die die nötigen Kredite den Siedlern hergibt. Beide letzteren Unternehmungen müßten geliiiselitwirtsehaftlich sein, d. h. die Gemeinschaft mußte einen maßgebenden Einfluß auf sie üben. Als Kredit- 1u111־m־riu würde die Genossenschaft der Kleinsiedler auttrctei! mul nicht der einzelne Kolonist. Ist die Eiiian/icriiugsfrage gelöst, so müsse» die zahlreichen technische» und organisatorischen Vorarbeiten für die Kleinsiedlung in Angriff genommen werde». Da ist die Mitarbeit von Agronomen, Baumeister», 1 nigcuieiire11־, Kaiifleuteii, Njjioiialökonomen unbedingt erforderlich. Alle müssen nach einem Plane, die leitende Idee stets im Auge, arbeiten, damit die typische Kleinsiedhmg, wie aus einem Gusse hervorgeht. Nur dann kann die Idee auf dem Wege über den Plan in die Wirklichkeit ”!»gesetzt werden. Jahreskonfcrcnz des deutschen Landesverbandes Hapoel-HazaTr Der Bericht über die Landeskonferenz'des Hapoellla/air, die in Berlin vom 1(1.--H). Juni stattfaml, niullta ans Raummangel (infolge des Berichtes über den Delegiertontag) zuriiekgestellt werden. Wir bringen nach-« stehend die gefaßten Resolutionen: 1. Die Konferenz, stellt fest, daß das Prinzip «J c s 1P » o 11 i e r 11111! s (Clialuziuth) das oberste Prinzip des Aufhaus und den •wesentlichen Bestandteil der 1 lapocl- {lazair-kke darstellt, 111 der Erkenntnis, daß für die i nicueniiig dtw Volkes eine starke mul umfassende Wandlung seiner wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Struktur notwendig ist, stellt dieses Prinzip die zentrale Rolle der Pioniergruppen für diesen Regelterationsproz.e« fest. 2. Die Konferenz sieht in der Einigung der Arbeiterparteien in Palästina in Uehereinstiin* iiimig mit den Beschlüssen der Prager Konferenz ein« unerläßliche Bedingung fiir die gedeihliche Entwicklung; ries a,!!beitenden Jischuw. Sie empfiehlt deshalb die föderative Vereinigung der Parteien auf Grund der Vorschlüge Trumpeldors. 3. Die Konfeieiiz begrüßt den Waad Poel des W e I t v e r h a nd e s , auf dessen energischer Arbeit eine große Verantwortung liegt und fordert die Gliawerim in Deutschland auf, ihn nach Kräften zu unterstützen. -1. Die Konfeieiiz begrüßt die Chawerim der anderen Landesverbände, ruft sie auf zur Einigung und Konzentration, zur intensiven Arbeit im Sinn und Geist von Prag, damit aus der ersten Einigung die zionistische• lArbeitsbewegung als die starke Bewegung des ziotüstischeu imd sozialistischen Aufibaus erwachs»:. Die Konferenz drückt, indem sie vor allem auf das letzte Jahr der Ar,!-,eit in Palästina zuriiekblickt, denl Gliawerim des palästinensischen Hnpoel-1 lazair ihren!)üekhaJtsloscin Dank und Bewunderung aus und rufl die zionistische Jugend und die jüdische Arbeiterschaft zum Kampf auf an der Seite der palästinensischen Chawerim. ä. Die zweite Landeskonferenz des deutschen Laudesvenbaniles des Ilapoel-llazair bestätigt und entlastet die Delegation des La n 11 e sver b a n des auf der Prager Konferenz. Der deutsche Laudesvenbaud, der sich seit seinem Entstehen für die!Eiitigimg der zioiiistiselven Arbeitsbewegiing eingesetzt hat, Begrüßt den imigeseliaffeiien Weltvcrband 1 Iapoel-1 lazair- Zeiie-Zion als den grollen und Bedeutungsvollen Vorsuch dur Kräftekon/cutratioii zur Umgestaltung des gesamten jüdischen' (iesellscfiaftsiebeiks auf der Grundläge der Arbeit und der Erneuerung einer freien piebräisehen Volkskultur. — Der deutsche Landesverband wird, indem er die zentrale Bedeutung der Clialuziuth für diese Aufgabe betont, alles aufbieten, um die Kräfte vorzubereiten. die sieh mit ihrem Leben für die« Idee eingesetzt haben. Ferner wurden eine Anzahl Resolutionen gefaßt, die dem D c 1 e g i e r t e u t a g der Z. V. f. LX vorzulcgen sind, insbesondere bezüglich der Richtlinien für die lahreskonfercnz, (Siehe Bericht über de» Dekgiertentag.) Weiter als Richtlinien zur Organis a t i 0 11 s f r a ge : Der Landesverband ist der freiwillige Zu- «8a m 111 en s chl u ß autonomer pruppen zur Durchsetzung des Hapoel-Hazair-Ziels auf |X>litischem, sozialem und ökonomischem Gebiet. ׳ Die autonome Gruppe ist der freie Zusammensclduß der Linzeinen, die das Ziel des Hapoel-Hazair verwirklieben wollen. Diu Gruppe regelt ihre inneren Angelegenheiten nach eigenem Ermessen, soweit sie nicht durch die Bestimimmgai des Wdtverbandes oder dieses Statuts gebunde» ist Jede Ortsgruppe gibt sich ilir Statut selbst, so wollt bezüglich ihrer Arbeit wie ilsrer Organisation. (Das vom Zentralen Waad auszuarbeitende Musterstatut ist unverbindlrch.)! ' 1 ,!!־ I | : I; || Die Landeskonferenz ist die höchste Instanz, ihre Besehhisse sind verbindlich für alle im Verband zusammengesehlossenen Gruppen. Bei der Ausarbeitung des Wahlstatuts ist darauf zu achten, da II die Mängel des üblichen politischen Systems vermieden werden. Insbesondere sollen die Delegatioue.n alle Schattierungen der Gruppen vertreten; ein Mittel hierfür ist das Pro!>ortio11aUva!1irecl1t. Darüber hinaus soll nach Formal gesucht werden, die auch noch den Rest der Mechanisierung im Walilpro/eli beseitigen. Die automatische Ausbildung eines Repräsentatiousaus- Schusses soll vermieden werden. Der Zentrale Waad besteht aus 22 Mitgliedern in ganz 1 Xeutselihmd. Ein Exekutivkomitee wird bei der ersten Sitzung des neuen Zentralen Waad aus diesem gebildet werden. Die Mitglieder des Exekutiv- Komitees sind stimmberechtigt. Bei den Wahlen wurden in den Zentralen Waad gewählt: ln Berlin: Welt sch, K a w id » w i t sch, Samuel, l.öwentlial, Keinhold Colin, Gerda Ar- 1 o so r o f f. Albert B a er Dr. S t a 111, B 1 n m e n f e Id, Saul Ochs, Blumberg, Sachse Rojansk», K o r n b e r g. . Aus der Provinz: Singer 111 a n 11 - Breslau, Oderberg-I laimover, B u b* r ־ I leppeiiheim, L a n d a u e r - C ö 1 n, S a ק i r - D o r t m u n d, Acime P o m e ra 11/.-Elberfeld, i Ar. M c v e r - Leipzig, Gord o n - Hamburg, Alter Ehrlich, I rankfurt-Wiesbaden, Dr. R e i c h in a 1111 Dresden. — Schiedsgericht: Dr. Albert Baer, Dr. Stahl, Dr. Max Strauß. Jüdischer Kongreß in der Tschecho- Slowakei Auf dem von 103 Delegierten aus allen Teilen der tschecho slowakischen Republik beschickten Kongreß erstaitete Dr. Singer, der Präsident des Jiulisehen Nationatratcs (Prag), den Rechenschaftsbericht. In der Flüchtlingsfrage hat der Nationalrat zum Schutze der zahlreichen, auf dem Gebiet der Republik befindliehen Kriegsopfer erfolgreich gewirkt, namentlich was den Schutz des Eigentums der repatriierenden Fluchtlinge betraf. Die Heimbctörderiing der Flüchtlinge selbst hat sich als unvermeidlich erwiesen. Der Referent bespricht ferner die überaus erspriellliehe Tätigkeit des Komitees der jüdischen Delegationen in Paris, dessen Bemühungen die Anerkennung der jüdischen Minderheit in der Tschecho-Siowakei mit zu danken Ist. Er betont namentlich die Wichtigkeit der Arbeiten auf kulturellem Gebiet, namentlich in der Frage der künftigen Schulpolitik. Der durch reiche Daten belegte Tätigkeitsbericht wird mit größtem Beifall aufgenommen und Dr. Singer dei wärmste Dank votiert. Nach Anhörung des Organisationsreferats und des Finanzberichtes nahm der Kongreß ein ״Organisationsstatut der Vertretung der jüdisch-ethnischen Minderheit in der tselieeho-slowakischen Republik‘1 an Aus den ׳veitere.1 Verhandlungen ist besonders das Schulreferat h.־rvor/uheben, welches Professor I)r. Alfred Engel hielt. Der Redner schildert den Kampf, welchen der Jüdische Nationalrat um die Erhaltung der zahlreichen bestehenden jüdischen Schulen in der Slowakei zu führen hatte, und beklagt den Mangel an Verstandnis, den die Sehiilfrage bei dem sozialistischen Unterrichtxmiuister gefunden habe. Endlich sei der Anschlag auf die jüdischen Schulen in der Slowakei zuschanden geworden. 111 Mähren sollen die jüdischen Schulen als Minoritätsschulen erklärt werden. In Mimkacs sei die hebräische Volksschule bereits bewilligt worden, ' fti Brünn solle mit dem nächsten Selmljahre ein jüdisches Reform-Realgymnasium eröffnet werden, ebenso eine Volksschule, auch in Mährisch-Ostrau werde ähnliches geplant. Die versprochene Selmleiiquete, welche schon hätte stattfinden mul das gesamte jüdische Schtilproblem lionlstesi Berlins! Zahlt sofort Euren S 01t01101־ für die Jahre 5679 und 5680 pro Jahr 3.— M , also in Summa 6.— M. Annahme der Zahlung in den Bezirksgruppen. den Büros der Z V. f D , Sächsische Str, 8 und B. Z. V Seydelstr 3, Misrachi-Büro Bnrgstr. 31', Büro des Zionist. Jugendvereins, Hciligegeislstr. 52, Buchhandlung Ewer, Knesebeckstr. 53/54 Buchhandlung Ostertag, Augsburger Str. 2\ Papierhandlung Aschkenasy, Spandnuer Brücke 10, Buchhandlung Rosenberg, Grcnadierstr. 38, im Volksheim, Drasjcmcrstr. 22, bei den Vertrauensleuten der Gruppen und Sonderorganlsatioiien und auf allen zionistischen Versammlungen. Ferner Zahlung auf Postscheckkonto NV&L 7, Nr. 12006 Dr. Schwarz. Kasscnvcrwaltung der B, Z. V. mit dem besonderen Vermerk .Schekelzahlung“. Kein anderes Postscheckkonto Be! utzen! Die bis zum 10■ Juni nicht bezahlten Schekolim werden per Nachnahme unter Aufschlag des Portos eingezogen. Unterstützt die Organisation durch SchekcUaminlung in Euren Bekanntenkreisen! Schekelblocks werden auf Wunsch zugeschickt. Berliner Zionistische Vereinigung C. 19, Seydelstr. 3. J

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