Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 36 (4.6.1920)
- Date
- 1920-06-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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| ü I!1 מSCH 0 RU NDSCIIÄ ö Seile 283 flj g|| Hfl vr. 36 t K• I i sc Elemente in der Rcpei fluktuieren und nicht selten mit Arbeitslosigkeit zu kämpfe» habe״, was ihre Position . lande überaus schwächt. Der trotz numerischer Schwache und ohne materielle Machtmitte!, aber auch ,ahne Terror und Diktatur erzielte Wahlsieg jst t er ln*stc Beweis für das besondere Verständnis für die 1 osnnmt dieser Arbeiterparteien und für das Vortrauen’ das die Judeuheit Palästinas den Arbeiterführern ״ Sonbringt. Diescs Vertraue״ gründet sich vor• iS "uf die Tatsachen, daß diese kleine bchar n-oilnktivcr l ettte nue.lt die einzige Gruppe ist, die inen stark ausgeprägte» Gemeinschaftssinn hat und ״״ öffentlichen!.eben viel positive Initiative bekundet. Aber auch Schöpfungen, syie Deganjah mul Men.lmwj״U mul insbesondere das rühmliche und beide! hafte. Aut-;reten der Arbeiter gelegentlich der jüngsten IJeberille in Galiläa haben zweitelsohne den Wahlausgang zu ihren Gunsten beeinflußt. /Tal) in Palästina solche Paktoren im politischen Kampfe zur Geltung kommen ״,'ul sieh and! diirdiziisetzen vermögen, ja, daß Pali.stina bislang das einzige Land ist, wo die Arbeiter 1'uf das Lehen und die Bevölkerung einen so mächtigen moralischen Einfluß ausüben, verdient besonders hervorgehoben zu werden und ist ein gutes Omen für die Zukunft. Nicht uninteressant ist auch der Umstand, daß die Arbeiterparteien diese beträchtliche Zahl von Mandaten zriiuigcn haben, obgleich ״Aclvduth 11־ an wo da“ nml ״I1 a p o c l -11 a /. a i r“ im Wahlkampf als Mandatswerber gesondert auftrnten. Dabei ist es überraschcnd, daß 1״ lapoel-Haza'ir“ 50 Mandate erwerben konnte d. h. um bloß 20 Mandate weniger als ״Acluiuth Hanwoda“, obzwar diese letztere sich als die Arbeiter- Partei Palästinas goriert hat.“ Neuerliche Pogromo ln Podolien• Dr. Kogan Bernstein hat aus Beßarabien das Komitee der Jüdischen Delegationen verständigt, daß in der letzten Zelt in Podolien neuerlich furchtbare Pogrome ausgebrochen sind. B a 11 a sei vollständig niedergebrannt worden. Nur baldigste energische Intervention könnte Jeu Bluttaten Einhalt gebieten. Die Gemeindewahlen Wälilcrknrten! Den wahlberechtigten Mitgliedern der Berliner Jüdi- »dien Gemeinde werden demnächst Wiihlerkarten zugesandt. Wir bitten diese Wählerkarten, von denen die Möglichkeit der Ausübung des Wahlrechts abhängt, sorgfältig aufzubewahreu und auch alle Bekannten auf die Notwendigkeit sorgfältiger Aufbewahrung hinzuweisen. Jüdische Volkspartci. Zionistische Bewegung Gculaliwoche Am 30. Mat veranstaltete die Berliner Zionistische Vereinigung im ,,Großen Saal der Philharmonie“ anläßlich der Paliistiiia-Geulahwoche eine jüdische Fcstvcrsamm1hing, die von mehr als 2000 Personen besucht war. Nach der Eröffnungsrede des Vorsitzenden Dr. Egon Rosenberg wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: , - < 1 ׳! * ׳ ״AnflesTeTifs des denkwürdigen Beschlusses von 111.'־ Retiio, der dem jüdischen Volk Palästina als eine nationale Heimstätte zurückgibt und ihm nach ■ •'•ci Jahrtausenden der Zerstreuung die Möglichkeit gewährt, durch die schöpferische Kraft des jüdischen ' irnius die alten jüdischen Ideale /.um eigenen Wohlc 1ml zum Heil der Menschheit auf altem Heimat- )'״den zu erneuern, gelobt die am 30. Mai in Berlin kigeinlc jüdische Volksversammlung, an der gewaltigen Aufgabe des Wiederaufbaus von Palästina mit äußerster Hingabe mitzuarbeiten. Die Versammlung appelliert un alle Juden, deren Herz noch jüdisch empfindet am! sich für die Ehre des jüdischen Namens zu bcecislern vermag, an diesem werk tcilzunehmen, dessen Durchführung Sache der Gesamtjudeuhcit ist und ׳!«seil Gelingen unserem schwergeprüften Volk eine glückliche Zukunft im Lande der Väter sichern und 'ein Ansehen in der ganzen Welt erhöhen wird.“ Ktbhiner Dr. Arthur Liebe rin au 11 und Professor Df. Heim ich 1. o e w e richteten Ansprachen an die Vermm.mlung, in denen die Bedeutung des Beschlusses von ^1!י Rcmo gewürdigt un dzur Mitarbeit am! Aufbau!Hll'ii’.i‘״as nnfßcnifen wurde. Ihre Reden, ebenso wie ■ue Eröffnungsrede des Vorsitzenden fanden stürmischen Bei lall. Im künstlerischen Teil der Veranstaltung trug die mhauspiderin Frau Rose Lichtenstein (vom ]neater in der Königgratzerstr.) aus der Bibel, aus ■'tdan Zweigs Jeremias und aus Bialiks Gedichten vor. Mistcllc des wegen plötzJicher Erkrankung verhinderten “fl (101l,־min hatte sich in außerordentlich dankenswerter ״Bise Herr Oberkantor Davidsohn — wie schon c* der Versammlung in den Ufa-Sälen — auch diesmal \Hder der Berliner Zionistischen Vereinigung zur Vor*;'k’.u"g gestellt. Die ■Rezitation von Frau Lichtenstein!;?sanglichen Vorträge von Oberkantor David- “cr a״ch einen ergreifenden hebräischen Gesang ' 01, wurden mit größtem Beifall von der Versatnm- "״K aulgenoinmeu. Zum Delegiertentag Berliner Gesinnungsgenossen, die Delegierten wähf der Tagung Unterkunft gewähren können, werden sCoetcn, sid! sofort mit der Z. V. f. D. in Verbindung zu setzen. « Nachstehende Gesinnungsgenossen stillen sich den ruppen für die Ucbe mahnte eine« Mandates zur Ver• füguug: Dr. Geor.'j Wollstein, Berlin, Dr. Eduard Licpmann, Berlin, C. Z. Klötzel, Berlin. Sieg• bert Stein, Berlin Dr. Albert Baer, Berlin Zahnarzt L 1 e h t w i 11, Guben, A. Kraus, Berlin. N. F.-Vertraueiismänner! Wahrend des Dclcgiertcntagcs findet am Mittwoch, den 23. Juni, abends y Uhr, eine Konferenz der Vertraueiismänncr Deutsdüands statt, zu der alle unsere Mitarbeiter, auch die, die nicht Delegierte sind, hierdurch eiitgeladen werden. Im Hinblick auf die bisherigen geringen Ergebnisse ist eine erneute Aussprache über die Arbeitsmögüchkeitcn des Nationalfonds dringend erwünscht. Wir hoffen daher, daß unsere Vertrauensleute dieser Einladung möglichst zahlreich Folge leisten werden. Die Tages- Ordnung und sonstige Einzelheiten werden noch genau bekannt gegeben. Zentrale de* Jüdischen Nationalfonds. Zur Wahl in der B. Z. V. Programm der Liste Löwe-Auerbach 'Die Gruppe der ״Zionc-Zion“ sieht das Ziel ziojiistischer Tätigkeit in jüdischer Volksarbcit in Palästina und im Galati!. Eine einheitliche Entwicklungslinie ist für alle •Teile des jüdischen Volkes anzustreben. Das zionistische Problem erfordert auch in den Ländern des Gahith die Aufrichtung und Förderung eines iüdischeu Volkslebens, das getragen wird von 11er Verbumlcnluit mit dem Lehen des jüdischen Zentrums in Erez-Israel und an seinem Wirken tätigen Anteil zu nehmen hat. Dem Ziele dient die Erkenntnis, daß die zionistische Entwicklung und Leistung des einzelnen mit incnschlieber Erziehung aufs engste verbunden ist. Die moraliselten Grundlagen des Zionismus müssen in einer idea- Ihtisehcn Lebenshaltung der Zionisten zum Ausdruck kommen. Die nationalen Aufgaben bedeuten persönliche Verpflichtungen und verlangen daher persönliche Mit- Wirkung jedes Zionisten. In den Ländern des Gahith sind die objektiven Voraussetzungen für ein jüdisches, mit Palästina verbuiulenes Volksleben zu schaffen und zu fördern. Die hebräische» Bestrebungen und die Kulturarbeit sind unter diesem Gesichtspunkt von besonderer Bedeutung. Es ist ferner eine umfassende, soziale Arbeit zu leisten; die bestehenden schweren Schäden der gesellschaftlidicn und wirtschaftlichen Lage sind zu bekämpfen, die Volksenergien sind zu erhalten und zu beleben. Die Beschaffung der Mittel Ihr den Aufbau von Erez-Isracl gehört zu den grundlegenden Aufgaben zionistisdier Arbeit in allen Landern. Sie bedeutet einen sichtbaren Ausdruck für die Verknüpfung des Galuth mit Palästina, für die Verpflichtung aller Teile des Gcsaiutjudentums gegenüber dem nationalen Zentrum!. Die Zionisten haben zu dem nationalen Aufbauwerk in der Weise beizutragen, daß ihre Abgaben als Opfer bezeichnet und empfunden werden können. Darüber hinaus sind alle deutschen Juden zur Mitarbeit heranzuziehen. Die Mitwirkung am Aufbau Palästinas muß zu einer Aufgabe des gesamten Judentums gemacht werden, , 1 ‘ . ד-׳ Programm Jcr Liste Hapoill-Haza’fr Die Liste des Hapoel-Hazair vertritt für den Defegierten tag der Z. V. f. D. folgendes Programm: J. 2<1r Jahreskonferenz. Die wichtigste Aufgabe des Delegicrtcntages ist die Vorbereitung der Jahreskonferenz, die für den Aufbau Palästinas entscheidende Bedeutung hat. Die deutsche Delegation soll auf der Jahreskonferenz folgende Forderungen vertreten: a) Schaffung einer freien Gesellschaft aelbstarbcitender jüdischer Menschen, mit Ausschluß jeglicher Auabeutung, Unterdrückung und Entrechtung politischer oder wirtschaftlicher Art, zunächst vor allem durch Verhinderung privatwirtschaftlieher Monopole an lebenswichtigen Gütern, deren Genuß der ganzen Nation offen stehen muß. — Daher muß vor allem der Boden und die Bodenschätze Eigentum der Volksgcsamthelt sein. Erforderliche Maßnahmen sind: großzügiger Ausbau des Nationalfonds, Förderung der Genossenschaften, Schaffung eines Netzes von Arbeitersiedlungen, Arbcitsbank, Heranziehung der Vertreter der Arbeiterschaft zu allen zionistischen Institutionen, Unterwerfung de» Privatkapitals unter einschränkende Bestimmungen. Jb) Schaffung von Entwicklungsmögüchkciteii einer lebendigen hebräischen Kultur, die allen Volksgliedcrn gleichmäßig zugänglich sein muß. c) Führung der zionistischen Politik auf breiter Grundlage von Volk zu Volk, Herstellung des Kontaktes zwischen zionistischer Leitung und jüdischen Massen. ׳ . II. Nationale Propaganda. Unbedingtes Festhalten au der nationalen Idee und Abweisung jeden Versuches, den eindeutig nationalen Charakter des Zionismus zu verwischen. Reinheit der nationalen Propaganda, insbesondere auch itn Hinblick auf die Forderung der Verwirklichung des Zionismus im Leben jedes einzelnen, daher Erfüllung der jüdischen Massen und insbesondere der Jugend mit Schaffensfreudiger, opferbereiter Pioniergcsinming, sowie mit dem Geiste der hebräischen Kultur, Verlebendigung - der hebräischen Sprache auch im Galuth. III. Arbeit in Deutschland. Von der Z. V. f. D. fordert der Hapoöl-Hazair Insbesondere: a) Umfassende Maßnahmen zur Förderung einer starken Chalttzbcwcgung, weitgehende Unter- Stützung aller auf die Einwanderung arbeitender Elcmente nach Palästina gerichteten Bestrebungen, großzügige Vorbereitung der Chatuzim durch deren Heranbiktung in landwirtschaftlichen und gewerblichen Bcrufen, Schaffung von Aemtern für Berufsberatung und Berufsumschichtung und. Bereitstellung großer finanzfeller Mittel hicrf&r. b) Konstruktive soziale Arbeit ht Deutschland, insbesondere unter den eingewanderten Ostjuden uml 8■ allen Stätten jüdischer Konzentration. — Das bedeutet grundsätzliche Abkehr von philanthropischen HilfsmetUoden, dagegen Förderung aller auf produktive Arbeit gerichteten Bestrebungen (Lehrkurse, Kooperativen, wirtschriftliche Selbsthilfe usw.). — Schaffung von sozialen Institutionen (Volksheime, Küidcrhcime, Beratungsstellen usw.) und Erziehung des Volkes in nationalem und sozialem Sinne. c) Ernstliche Inangriffnahme der Hebräisierung und Schaffung eines modernen jüdischen Erzichungiweseiis i!1! Rahmen der in Deutschland hierlür gegebenen Mdglichkeitcu. ״Freie Zionistische Gruppe“ Atr. Mittwoch, den 10. Mai er., hat eine Reihe von Berliner Gesinnungsgenossen die ״Freie Zionistische Gruppe“ gegründet. Ihr Ziel ist cs, in diesem entscheidenden Augenblicke unter Hintansetzung minder wichtiger Aufgaben alle nur irgendwie verfügbaren Kräfte für den Aufbau Palästinas und die Lösung der dringend• sten praktischen Fragen des Galuth zu gewinnen und anzuspannen. Die Freie Zionistische Gruppe hat für ihre zionistische Arbeit folgende Leitsätze aufgcstcHt: 1. Die F. Z. G. verlangt, daß die Besiedlung und der Aufbau Palästinas als der nationalen 1 ieinist.'ittc für das jüdische Volk mit der größtmöglichen Hesclilcunigung und Intensität gefördert werde, wie cs die ־politische Lage in Palästina und die jüdische Emigration erfordert. Sie verlangt lüerzu nicht nur die Anspannung aller Kräfte der zionlstischcu Organisation und der Zionisten, sondern will auch das ganze jüdische Volk zur Anteilnähme an dem werke des /\ufbaus gewinnen, 2. Die F. Z. G. betont den politischen Charakter der zionistischen Bewegung und sieht allein in deui Bekenntnis zum Basler Programm die Bedingung der Zugehörigkeit zur zionistischen Organisation. Die Aufstellung weitergehender Forderungen als , wesentlicher Bestandteile zionistischer Gesinnung lehnt sie als nicht zum Programm gehörig ab, zumal sie eine Schmälerung unserer großen Volks- Bewegung und eine Schwächung ihrer Werbekraft bedeuten. 3. Die F. Z.G. betont neben der Arbeit für Pa- Jästina die Bedeutung der jüdischen Diaspora, weil sie den untrennbaren Zusammenhang zwischen den Juden in der Zerstreuung und Palästina erkennt tuid weit sie weiß, daß ein großer Teil der Juden, auf dereu Gewinnung sie nicht verzichtet, im Galuth leben wird. In der zionistischcn Diasporaarbeit legt sie entscheidenden Wert auf die Erziehung der Jugend, auf die eindringliche Beschäftigung mit der hebräischen Sprache, der jüdischen Geschichte und dem jüdisehen Schrifttum und auf die Gewinnung der jüdischen Gemeinden und Organisationen. 4. Die F. Z. G. will, geleitet von dem Gedanken der Einheit der gesamten Judeuheit, über den Rahme■ der engeren zionistischen Arbeit hinaus für alk! Bestrebungen eintreten, deren Ziel es ist, Stclluag ikttd Bedeutung des Judentums und der Juden״ der einzelnen Länder zu stärken. Die Pflichten und das innere Verhältnis der Zionisten gegenüber dem Staate, dein sie angehören, werden durch ihr Bekenntnis zum Zionismus in keiner Weise berührt. Qcr Vorstand der ״Freien Zionistischen Gruppe“ setzt sich zusammen aus den Herren: Dr. Weil a!4 Vorsitzenden, Dr. M. Ascher, J. Engländer, Dr. Freundlich, Dr. Gurau, Dr. Hildesh e I in c r, Prof. Dr. Ca rl Le w i 11. Ausschreibung Beim zionistischen Zentralkomitee für den tschecho■ slowakischen Staat, tu Prag gelangt die Stelle eines Sckrelärs für Palästina-Angelegenheiten zur Besetzung. Bewerber mit organisatorischen Fähigkeiten und v״>- möglich Erfahrungen (Kenntnis der hebräischen uml englischen Sprache sehr erwünscht) wollen sich unter Angabe oer genauen Daten und Referenzen an das zionistische Zentralkomitee, Prag U, Ruzova 24, wenden. Briefkasten ״Realpolitiker“, ln Ihrer frdl. Zuschrift mi'dit steh u. E. Richtiges mit Falschem. Wir hätten die ,,Weisen von Zion“ nicht in so ausführlicher Weise besprochen, wenn hier nicht der politisch durchsichtige Versuch gemacht würde, die zionistische Bewegung zu einem ״Wclthcrrschaftskomplott“ umzufälschen und dieser Fälschtmgsvcrsueii von einem Mann wie Kevontlow unterstützt worden wäre. Sachlich läßt sich gegen den Vcrfolgnngswahnsinn der Beek und Konsorten nichts ausrichtcn; jede Diskussion setzt eine gemeinsame Plattform gesunder Denkfähigkeit voraus, die liier auf der Gegenseite geleugnet werden muß. Gegen Revcntlow“ mußten wir so vergehen, wie es geschehen ist, die Bösartigkeit dieses Mannes ist in ihren Wirkungen zu gefährlich, als daß man sich es leisten könnte, sie vornehm zu ignorieren. — Daß, abgesehen von dieser Art des Kampfes, bei der wir nicht danach fragen dürfen, ob sie uns angenehm, sondern nur, ob sie notwendig ist, eine Aufklärungsarbeit überall da nötig ist, wo sich der Gedanke von der erstrebten jüdischen Präponderanz in sachlicher Weise äußert und von ehrlichem Glauben getragen zu seht scheint, sei ausdrücklich festgestellt. Deutsche Volkspartei. Nein, das war kein Irrtum, die Deutsche Volkspartei ist antisemitisch, ihre Ortsgruppe Chemnitz, teilte einem Anfragettdcn nach einigen Winkelzügen mit aller wünschenswerten Deutlichkeit mit, ״daß infolge der augenblicklichen Ueherflutung Deutschlands mit ostjüdischen und fremdstämmigen Elementen und in Anbetracht der in dieser Beziehung ganz besonders gearteten örtlichen Verhältnisse die Mehrzahl der Mit* glieder sich zurzeit gegen eine Aufnahme von jüdischen Mitgliedern ausgesprochen hat“. •— Genügt es? S. P,, Leipzig. Ihren Aufsatz haben wir mit latere#»e gelesen, seine Ergebnisse stimmen im wesentlichen 1 i I I i { I ,־« I