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Jüdische Rundschau · 1920-05-28 · Heft 34 (28.5.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 34 (28.5.1920)
Date
1920-05-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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JUED'i'SCfiE RUNDSCHAU seile 267 tlf m*4; J|־|!Ä $$$ Mei Nr. 34 Uon nerst ag: Fortsetzung der Aussprache. Decharge. ׳ Wahlen. , 5ürot Berliner £20r.!c1; Tdafon * Zentrum 3614/13. K«rs U Dt: ’;onfej r IX 2. V C. 19, St^delilr, o. 120&X DerUn KW. f llndet am 20. (abends), 21., 22., 23. und 24. Juni 1920 Im Blöthncreaal, Berlin W.35., Lützowstr. 76, ctatt Oastk arten, die zur Teilnahme an allen öffentliehen Verhandlungen des Delegiertentages berechtigen, sind zum Preise von 10 M., Karten nurjdr die *1r־ •Öffnungssitzung zum Preise von 5 M., für Einzel• -Sitzungen 2 M. vom 1. Juni ab beim Büro der Z. V.f.D.;׳u haben. Der Geschäftsführende Ausschuß erläßt fol- ׳״ende Wahlvorschriften: 1. Es werden nur die Wahlen derjenigen Gruppen anerkannt, die ihre Mitgliederlisten vor der Vornahme der Wahlen beim Büro der Ziofiistischcn Vereinigung für Deutschland cingereicht haben. 2. Die Gültigkeit der Wahlen hängt davon ab, daß die Gruppen sowohl die Landesbeiträge für das Jahr 1910 wie die Hälfte der Landesbeiträge iür 1920 vor der Vornahme der Wahl an das Büro abgeführt haben. Der Landesbeitrag beträgt iür Ortsgruppenmitglieder pro Jahr 5 Mark, für Misrachi-Mitglicdcr 3 Mark, für Jugendmitgliedcr 2 Mark. Jugend- und Sondergruppen, die eigene De'egierte aufstcllen, dürfen in diesem Falle in der allgemeinen Ortsgruppe nicht mitwählen. Diejenigen Ortsgruppen, die Anträge zu stellen haben, werden gebeten, sie dem Geschäftsführen- Jen Ausschuß baldigst zuzustellen. . Der Geschäftsführende Ausschuß hat beschlossen, daß während des Delegiertentages .!adere zionistische Veranstaltungen (öffentliche Versammlungen oder interne Sitzungen einzelner Gruppen) nicht stattfinden dürfen. Die uns nahestehenden Verbände werden ersucht, diesem Beschloß Rechnung zu tragen. Berliner Gesinnungsgenossen, die Delegierten wiifi• rend der Tagung Unterkunft gewähren können, werden gebeten, sich sofort mit der Z. V. f. D. in Verbindung^ zu •setzen. Nachstehende Gesinnungsgenossen stallen'sich den Gruppen für die Uebemahme eines Mandates zur Ver- ■iügung: Di. Oeuig Wöllstein, Berlin, Dr. Eduard L i e p m a •n n, Berlin, C. Z. Klötzel, Berlin. Tagesordnung des Delegiertentages Sonntag: (abends). Eröffnungsrede: Dr. Alfred Klee. Begrüßungen. Wahl des Büros, j Rechenschaftsberidht des Geschäftsführenden Ausschusses, erstattet vom Vorsitzenden Dr. Alfred Klee. « Aussprache. Montag: Bericht des Wahiprüfungs-Ausschusses. Fragen der Zionistischen Gesamt- Politik Ref.: Richard Lichtheim (äußere Fragen), Julius Berger (innere ■Fragen). Aussprache. Dienstag: Palästinaarbeit: ’ 1■ Der Aufbau Palästinas. Ref.: Dr. S. Soskin, Haag; 2. Berufliche Vorbildung für Palästina. Ref.: Dr. Walter Moses. ׳ Aussprache. Mittwoch: Zionistische ArbeitinDeutschiand.!Ref.: Kurt Blumenfeld. Unterreferate: 1. Unsere Gemeindepolitik (Dr. W. Vic tor-Hamburg). \ 2. Soziale Volksarbeit (Dr. S.Moses- Berlin). 3• Jüdische Bildungsaufgaben (Studienrat M. Calvary). Aussprache. üeulah-V/ochel Sonntag, den 50. Kot Vormlltegt U׳/, Uhr Philharmonie, Beraburgtr Sir. 24ג/נ• Grotte JQdUchc Feilvcriatamtuntf, Eröffnungircje: Dr. Egon Roienbefg. Ceiangr Leo Golknln. Raltation: Roie llihlenildn. Aniproche: Rabbiner Dr. Liebermann Fctlredet Profeuor Dr. Heinrich Loewe. Kaiienetfiffnuns: ,/,I0 Uhr, Eintritt ab 10 Uhr. Karlen nur an der Kaue 6 Mk. 5 ,—.ב,—, . bi Donneritag, den 5. Juni Abend* s Uhr Gruppe ״Oil", Im Helm, Uppehntr Sir. 9. Herr |o*ef MQnir ״Wai kSurn wir deuijehen Juden für Pallatina tun?" DonneriUg, 3. Juni Abend* l1/, Uhr Berliner Mürathl-Grupp«. Grofe Sß*ailid>« Vcriammluag anliWI* der Geulahwoefae In der Aula der Kalier-FrledrldvSdiule, Charlottenburg, Kncicbeduir. lt An*pra<hcn werden hallen: Rabb. Dr. A. Liebermann. Dr. A, Barlh, Herrn. Struck u. a. Themar ״Die ErlSiang de* Lande*.״ Gdtte willkommen! , Tagung der Thüringer Zionisten in Gotha am 6. Juni 1920. Die Zionistische Ortsgruppe Gotha lädt alle Zionisten Thüringens und der Nachbarschaft auf Sonntag, den 6. Juni 1920, vorm. 9 Uhr, in das Gewerbevereinshaus in Gotha zu einer Tagung ein. Tagesordnung: Vormittags 9 Uhr: 1. Gemeinsame Aufgaben der Thüringer Zionisten. Referent: Herr Dr. Willy Meyer, Leipzig. 2. Was erwarten wir von dem bevorstehenden Delegiertentag? Referent: Herr Dr. Fritz Noack, Gotha. Nachmittags 4 Uhr: Gemeinsamer Spaziergang nach dem Seeberg. Abends 1/29 Uhr: Geselliges Zusammensein im Gewerbevereinshau». Anfragen sind zu richten an Herrn Dr. Noack, Gotha, Fricdrich-Jacob-Straßc 2. Zionisten-Steuer Zwei Briefe ) ' B., den. An die Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W. 15. Meine Brüder! Ich hatte nicht die ״Freundlichkeit", mich zu besteuern, sondern die Freude, ״eine Pflicht" auf mich zu nehmen! Sie haben mich nicht ״sehr“ zu ״bitten", sondern mich ״aufzufordern", die fälligen Steuern zu zahlen! — Sind wir so, daß wir bei Erfüllung einer Pflicht und Schuldigkeit mit seidenen Handschuhen angefaßt werden müssen?! ' Nicht bitten, sondern mahnen! Mit Zionsgruß ergebenst J. D. H. H., den. An die Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W. 15. Ihrem Aufruf zur Zionistensteuer folgend, verpflichte ich mich, fürs nächste Steuerjahr — Juli 1920 bis Juni 1921 — 6000 M. zu zahlen, und zwar 1500 M. vierteljährlich. Auch für das letzte Quartal dieses Steuerjahres überweise ich noch 1500 M.' Die Eingänge sind ,wirklich zu minimal, stehen in gar keinem Verhältnis zur Größe der Aufgabe. Ihr System ist zu primitiv und kann nicht regelmäßige Eingänge verbürgen. Sie müssen wirkliche Steuern erheben. Mit Zionsgruß Ihr ergebener H. L. für die großen Ferien Gartenarbeit, — Uns g e nt e I - dete offene Stellen: Jüd.-national und religiös gerichtete Lehrerin, möglichst auch Kindergärtnerin, wird zu 0—8 jährigen Kindern auf ein Gut in der Nähe von Breslau gesucht. Angebote und Anfragen sitiu zu richten an das jüdische Arbeitsamt, Berlin, Monbijouplatz 1. Ausländer, Achtung Wie wir vom Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands erfahren, laufen ausländische Juden, insbesondere Flüchtlinge,’die ohne besondere Einreiseerlaubnis sich nach Bayern begeben, Gefahr, auf bayerischem Gebiet festgenommen zu werden, wo sie dann längere Zeit in Haft sitzen. Alle mit der Flüchtlingsfürsorge betrauten Stellen, insbesondere auch die Durchreisekommissionen und Fürsorge^ -stellen für Wanderarme werden gebeten, die Flüchtlinge entsprechend zu informieren, da es schwer hält, für bereits schuldlos, aus Unkenntnis in Haft Genommene, auf bayerischem Gebiet die Freilassung zu erwirken. Mitteilungen des ״Hecltaluz“ Stellengesuche'. Drogist, drei Jahre in Litauen gearbeitet, sucht Stelle. —- Junger Akademiker sucht Stellung als Volontär in Bank, Handel oder Industrie. — Junger Mann, Primaner, sucht Lehrstelle in einem Sägewerk. — Zwei junge Mädchen, 18- und 20 jährig, suchen Breslau. Ein Verein der Ostjuden in Breslau hat sich in den letzten Wochen gebildet. Nach dca in der konstituierenden Generalversammlung beschlosserten Satzungen hat sich der Verein die Aufgabe gestellt, die in Schlesien befindlichen Ostjuden sozial und kulturell zusammcnzuschlicUen und ihre Rechte ' gegenüber der Ocffentlichkeit wahrzunehmen. Der Verein hat bereits im üründungsstadium eine segensreiche Tätigkeit durch den vorbereitenden Ausschuß entwickelt. — Zuschriften sind an Herrn stad. Magier, Breslau (Jüd. Theoi. Seminar, Wallstralie) zu richten. Breslau. Am 10. Mai 1920 fand in dem überfüllten Saale der Lessingloge eine von der hiesigen Ortsgruppe, dem Misrachi und dem Hapoel-Hazair veranstaltete Feier statt, welche dem Gedächtnis der Gcfallcnen von Teil Chai gewidmet war und der Freude und Dankbarkeit für den Beschluß von San Remo Ausdruck geben sollte. Nach einem Harmonium Vorspiel sang Herr Oberkantor Cerini ergreifend das aw horachamim, dem sich eine Gedenkrede des Herrn Rabbiner Dr. Simonsohn anschtoß. Herr Rechtsanwalt Jacobsohn verglich dann die Lage der Zionisten und Palästinns vor 30 Jahren mit der heutigen Gestaltung. Er begrüßte am Schluß eine Anzahl Chaluzim, die auf der Durchreise nach dem ersehnten Lande der Ver- Sammlung beiwohnten. Herr Ben Israel begeisterte in formvollendeter hebräischer Rede und in anschlicßenden Ausführungen in jidischer Sprache die Anwesenden zu tatkräftiger Arbeit. — Herr Friedländer, als Vertreter des Misrachi, gab einen Ueberblick über die künftigen Aufgaben. Ein deutscher Psalmgesang und Harmoniunmachspicl schlossen die ergreifende Feier. Die Chaluzim wurden von einem Teile der Versammlung zur Bahn gebracht, wo sie sich mit einer hebräisehen Ansprache verabschiedeten. Düsseldorf. Im überfüllten!bachsaal sprach am 15. Mai auf Einladung der zionistischen Ortsgruppe Dr. Naluim 'Goldmann über: ״Die Juden und die Völker". Reicher Beifall bekundete den tiefen Eindruck des in Form und Gedanken vollendeten Vortrags. Frankfurt a. M. Der diesjährige Delegiertentag der Agudas-Jisrocl-Jugendorganisation findet vom 2. bis 5. August in Nürnberg statt. Einzelheiten der Tages- Ordnung werden in Kürze bekanntgegeben. Friedberg. Am 25. April d. J. schloß sich die Vercinigung jüdischer Studierender am Polytechnikum zu Friedberg ״Kadimah" mit der zionistischen Vereinigung Bad Nauheim zu einem ״Ausschuß für nationaljüdische Bildung" zusammen. Der Ausschuß hat sich als Ziel gesetzt, in Bad Nauheim und Umgebung durch Vorträge und Veranstaltungen für uic nationaljüdische Geistesrichtung im Judentum Anhänger zu gewinnen. Als erste öffentliche Darbietung veranstaltete er am 9. Mai d. J. einen öffentlichen Vortrag im Saale des israelitischen Frauenheims zu Bad Nauheim. Herr Herzberg, Frankfurt a. M., sprach über das Thema ״Juda und ,.Europa". Trotz einer ausdrücklichen Einiadurig hatten sich keine Vertreter des Centralvereins Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens eingefunden, so daß eine Diskussion nicht stattfinden konnte. Der Ausschuß für nationaljüdische Bildung beabsichtigt im Laufe des Juni einen Landfondstag zu veranstalten. Gesinnungsgenossen, die nach Bad Nauheim kommen, werden gebeten, ihre Adresse an Herrn Erich Levy, Friedberg (Hessen), Kaiserstr. 28, zu senden. Hamborn a. Rhein. Anläßlich der Erklärung Palästinns als Heimstätte für das jüdische Volk finden sowohl hier wie in dein benachbarten Ruhrort Vorträge über di« Verwirklichung des Zionismus statt. Die Reden, die vor einem zahlreich erschienenen Publikum gehalten worden sind, lösten insbesondere in den Kreisen der hiesigen russisch - jüdischen Bergarbeiter eine enthusiastische Stimmung für die Einwanderung nach Palästina aus. Hannover. Am 4. Mai sprach in einer von unserer zionistischen Ortsgruppe veranstalteten Versammlun־״ Herr Prof. Dr. Heinrich Löwe über das Thema ״Das jüdische Palästina und die Entscheidung von San Remo". Mit jubelndem Beifall dankte die fast tausendköpfige Zuhörerschaft Herrn Prof. Löwe für seinen zweistimdigen Vortrag, in dem er mit hinreißendem Schwung alle Froblemc des Zionismus in ihrer Beziehung zu den ban Rcmocr Beschlüssen behandelt hatte. Häufiger spontaner Beifall während des Vortrags bewies, daß die neuesten jüdisch-politischen Ereignisse bei uns richtig eingeschätzt werden. Harburg. Am Montag, den 10. ds. Mts., hielt Herr P j , ,c h I3 ״ n n , Hamburg, im Jüdischen Jugendbtmd, Harburg, einen Vortrag über ״Die Judenfrage und ihre Lösung“. Eine darauf folgende Diskussion zeitigte nur Debatten über kleinere unwesentliche Fragen. Karlsbad. Wie alljährlich, so finden auch in dieser Saison die allwöchentlichen Vereinsabende des ״Jüdischen Volksvereins Zion" jeden Donnerstag, abends 8 Uhr, im Restaurant ״Lincoln", Egerstraße, statt, zu welchen alle zur Kur hier weilenden Gesinnungsgenossen aufs herzlichste geladen werden. Auskünfte erteilt bereitwilligst der Obmann des Vereins, Dr. med. Walther Kohner, Karlsbad, Gartenzeile, Haus ״Riva“. Der hebräische Spielnachmittag der Gruppe West wird am Donnerstag, den 27. Mai, im Lokal Köhn, Darmstädter Str. 1, eröffnet. Die Leitung hat wieder Fr!. Scho sch. H a 1 b c r s t ä d t c r. Anmeldungen und Anfragen an Eva Oppenheimer, Berlin-Pankow, Breite btraße 31, Teleph. Pankow 3167, oder an das Kulturdezernat der B. Z. V., Seydelstr. 3 (Zcntr. 3614). Leo Goilanin veranstaltet am Montag, den 31. Mai, im Schiller-Saal, Charlottenburg am Knie, einen ״Jüdisch-Hebräischen Liederabend“, auf den wir unsere Le'ser hierdurch hinweisen. Wochenkalender. Sonnabend!. 29. Mai 12. ״*״»•»יי 5680, Nasso, Nadit 9,11. ' *Wa״ l י 1 1 ו t 1 1 f

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