Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1920-05-12 · Heft 31 (12.5.1920) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 31 (12.5.1920)
Date
1920-05-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2652228-2652259--13070-2670761
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 31 Seite 237 :»ייi;./;׳i;׳u n־,;n,״:c •Ilili ■־'־; t J *»sc :־' aus סלו! ־j; i'.HU 11■- *•jilit ühruiüT;; nic,l״. ■ Re Ali. »e An.; »sporu tcn!ף eulli. sters;e Rin- 1 2 e 11 iliniipt- 1 eitler ations. ■leimte.; ic der 5 * allem j einer C Abi n sich ] te um! Kimd- 1 — Aus :hmcu, i'i Aus• | er Er• g und langen ür die :t von 1r. Ser• 21. bis ׳, auch i idische i!<11• ׳• | Uhl־. I jbeiu-!1g für I 12 bis * russi• i |»g. »״ •ker |t •vor• ml des :baues. eil zu n das ird ein , mö״• ebietc, alilun״ :amrnt, :ers in 1 nuten lu fliehe?r.'kti• 1 M011- Dort• irburg ittgart lipimg Bonn 35.—1 towitz :;!sing• tinfurt i IWi:!des־ |]g'üt1׳J juic d. Vor dem Dctc^erlcntc^ Von Dr. Fritz Lu v. c n s t c i », zurzeit Vrciburg i. B. Das letzte Jahr des deutsche!» Zionismus war von Per Krise Ixiherrsclif, die die allgemeine politische Situa-;■01» für den Wclniouismus gebracht hatte. Seit dem;5, Februar, dem Empfang der Zionistischen Delegation *wf der Friedenskonferenz, war keinerlei Fortschritt ci'ieit worden. Immer von neuem hoffte man, daß jnc der Sitzungen des Obersten Rats ettdlicli formell die Balfoursche Erklärung bestätigen und England das ■Mandat übertragen werde. Immer von neuem wurde die iiulfiuing zuschanden, traten weltpolitische Konstclla-!!onett auf, die zunächst die Eriedigung anderer Fragen y,Huschte». Palästina selbst befand sich in demselben ':,»erträglichen Stadium einer Ucbcrgangszeit, in der eine Militärverwaltung vor einschneidenden Maßnahmen zu• rückschreckte ut»d einen Status quo aufrecht erhielt, Ecr dem (*eist vor» Balfours Erküirung widersprach. Ja, die letzte» Wochen schienen eine Wendung zum Schlechwren zu bringen. In diesem Augenblick fiel in San Uemo die Entscheidung und beendete eine Epoche, die unrträglich zu werden anfing. Die Schwierigkeiten in Palästina selbst sind noch keineswegs beseitigt; das uabische Problem, dessen ganzen Umfang wir nun :ist erkannt habet», wird erst langsam in den Bereich unserer praktischen Tätigkeit treten, aber jene grund- ■ätzüclie politische Entscheidung, die im vierten Punkt ,u־s Baseler Programms als Voraussetzung des Zionisinus genannten Rcgicrungsmaßnahmen, sind erfolgt. Der mit der Balfonr-IX’klaration begonnene Weg hat sein Ende gefunden, die Kolonisation tritt an Steile der Politik. In diesem Moment nationaler Hochspannung, er- •׳.:Kr mit tiefer Freude über das politische Ergebnis, mit noch keineswegs beseitigter Beunruhigung über den ir.ibisch-jiklisdu'i» Konflikt und getragen von dem vormtwortungsvollcn Ernst der bevorstehenden grandiosen Aufbauarbeit, trete!» die deutschen Zionisten zu ihrem Delegiertcntag zusammen. Es bedarf keiner Worte, ׳!■di dieser Delcgiertcntag mir eine große Aufgabe hat: i.r muH eine Heerschau des deutschen Zionismus sein, Ks gilt, Klarheit darüber zu gewinnen, welche Kräfte ja Mensclwn und an Geld, vor allem an Arbeit der!׳zutsche Zionismus iu diesem Augenblick dem jiidi- •chcn Volk zur Verfügung steilen kann, Jetzt gilt cs .1 zeigen, daß die deutsche Landsmannschaft, deren ׳«! ׳bildliche Organisation uiul deren Disziplin Zionisten :;!derer Länder so oft bewundert haben, im entschci• .:enden Augenblick nicht versagen wird. Wir werden :ersuche» müssen, den Sieg von San Remo den! gesamte» deutschen Judentum kund zu tun, Bis in die kleinsten Orte iiincin werden Versammlungen das schlaictidc deutsche Judentum erwecken müssen, die Zci- Tangen, die Synagogen, die Gemeinden dürfen nur noch eine Aufgabe keimen, in diesem Augenblick des Aufbaus mit da1>ci zu sein, die Pflicht des jüdischen Volkes zu erfüllen.! Wir werden uns über die Aussichten einer derartigen, ״!»bedingt erforderlichen Massenbewegung keinen T.iit- •chmigeu liingcbcii, Die Art und Weise, wie die Assi• ailatioi» (man lese die ״Jüdische Rundschau“ der Mai• ׳.v,immer des ״Deutschen Reichs“ und den Artikel des Hamburger Israel. Familienblatts vom 29. April) die Ereignisse In Palästina aufgenommen hat, wie sie ihr ״ut genug scheinen als Agitationsinittc! gegen Zionismus mal gegen England, zeigen uns, daß die Kräfte des ■leutschei» Judentums noch keineswegs bereit sind, in >:as große Reservoir des jüdischen Volkes zu fließen. Der deutsche Zionismus muß dennoch alle Anstrengungen machen, die denkbar sind, l>ie wesentlichste Leistung des deutschen Zionismus Besteht darin, daß cs seiner Jugendarbeit gelungen ist, .׳ne Generation heraiizubüden, die mit restloser Hingabe ur die Sache des jüdischen Volkes zu wirken bereit st. Dir schon nach hunderten zählenden jungen Juden :!< Deutschland, die den landwirtschaftlichen Beruf für Vilastina ergriffen haben, die vielen anderen, die ihre ßi'nife nach den Bedürfnissen Palästinas eingestellt ti.1t)(•» und zielbewußt auf eine Tätigkeit im Lande wlhst hiuarbcitcn, die »»»zweifelhaften großen Fort• *chritte, die dir hebräische Bewegung in Deutscliiand;«macht hat, sind Etappen auf dem Wege, der den deutschen Zionismus zu seinen wahren Aufgaben führen « hd. Wir werden durch die hingebeiKlc Liebe zum Volk, ׳■’är unsere Menschen auszcichnct, das ersetzen müssen, *' as die Zionisten anderer Länder durch Menschenmengen; *I durch die bessere Valuta vor uns voraus haben '*,erden Das soll wie gesagt n^cht bedeuten, daß wir die Agitation unterlasset» sollen, im Oegentcil. Aber es :st gut, sich Rechenschaft von den Möglichkeiten ab- ׳•»gebe!» u"d es ist besser, eine Aufgabe in der Er• enntnis durchzuführen, daß sic schwer und Überhaupt ■',.if begrenzt lösbar ist, als mit einem durch nichts ׳'^'gründeten Optimismus an Dinge heranzutreten, die 111 schlimmen Enttäuschungen -führen müssen. In ״icsen Ueberlegungcn liegt auch bereits beschlossen, ״’V» tk'egiertentag sich zu den Reibungen stellen su ׳ d c hn Laufe des letzten Jahres in Deutscliiand - Rommen sind und die in einem Artikel von! ״ו״״J, ° Weil ihren deutlichsten Ausdruck ge- ' n, la״en• Es ist anzunehmen, daß diese Gruppe nahm‘B ■1W1r^’ 1*0,י Dclegiertcntag zu einer Stellungt.iidr C!1n "rcm Sinne zu veranlassen. In einem Augen- . a s0* w° d*e Zionisten von Amerika und von Rußr * V0" Südafrika und von Deutschland in Begeiste- \t״m» » *atwßk;n sich zusammenfinden, in einem v ,?° *16י Fbmaue des nationalen Willens mit <vra * .0111!,01■sehlägt, in diesen* Augenblick soll der ctJe '״oNtMnws durch demonstratives Betonen seiner JU EDI SC HE RUNDSCHAU inneren Verlnindeniieit mit Deutschland eine Kluft ziehen zwischen sieh ״!>d den Volksgenossen anderer Länder? Man überlege einen Augenblick, wie ein Zionist außerhalb Deutschland» die Annahme eines ähnlichen Antrags empfinden würde oder wie wir de» entsprechenden Beschlüssen der Zioniste» eines andern Landes gegenüberstehen w-ürden, und man wird wissen, wie man ihn zu beurteilen hat. Es liegt keinerlei Veranlassung vor, das Problem unserer Stellungnahme zun» deutschen Staat im Augenblick einer Erörterung zu unterziehen oder nur durch eine» feierlichen Beschluß festzulegcn. Wir habe» nicht notwendig, mm unsererseits in die Felder der Assimilantcu zu verfalle» und für Gesinnungen Demonstiation zu machen, die nur den Zweifel an ihrer Echtheit wachrufen itrnl verstärke» müssen. Vo» Wichtigkeit wird dagegen die Frage unserer weiteren jüdischen Arbeit i 1» Deutschland sein. Auch sie muß ganz unter dem Gedanken der jetzt alles beherrschenden P a 1 ü s t i 11 a a rb e i t stehen. Diese werde» wir vor Augen habe», wenn wir die Versuche fortsetze» werden, das deutsche Judentum aus seiner Lethargie zu erwecken und jüdisches Leben wieder zu entfalten. Die vergangenen Monate haben uns mandie» Erfolg gebracht. Größeres bleibt noch zu tun. Der Schutz der Ostjude» und ihre Ncueinziehung in das jüdische Leben Deutschlands ist vielleicht die wichtigste, weil aufbauendste Tätigkeit. Dazu kommt der Kampf um die Gemeinden; der uns ja im vergangenen Jahr schon manchen Erfolg gebracht hat und uns hoffentlich bei den bevorstehenden Berliner Wahlen einen großen Schritt weiter bringen wird. Alle diese Frage!» werden wir nur dann fördern können, wenn wir getragen sind von dem Gefühl der Bedeutung der Stunde und von dem Wißen in inniger nationaler Vcrbundenheit mit allen Gliedern des jüdischen Volkes zu wirken. Möge der Dclegicrtentag in diesem Sinne verlaufen. Jugoslawien Zionisten im Agramer Gemeinderat Be? den am 21. März in der Landeshauptstadt Kroatiens in Agram stattgclundencn Wahlen für den Gemeinderat in Agram wurden auch die Herren Lav S t c r n und Dr. Mavro Horn gewählt. Beide Männer sind führende Persönlichkeiten in der südslawischen zionistsichen Organisation. Mit ihnen ziehen zum ersten Male in den Gemeinderat der Landeshauptstadt jüdischnationale Vertreter ein. Zionistische Bewegung Die Jahreskonferenz Vierzig amerikanische Delegierte In der Aprilnummer des ״Maccabean“, der amerikanlsch-zionistischcn Monatsschrift, wird in einem Leitartikei über die bevorstehende Jahreskonferenz in Kartsbad gesagt, daß vierzig amerikanische Delegierte dort erscheinen werden. Die Mai-Nummer wird eine Reihe von Abhandlungen über die Fragen bringen, die der Jahreskonferenz vorgelegt werden sollen, tun einen Bcgriff von den Ansichten der amerikanischen Zionisten über die großen Fragen zu geben, die zur Diskussion stehen werden. Zu den wichtigsten Fragen gehören: Wie verhalten wir uns zu der Frage eines permane 11 tcn jüdischen Kongresses und einer intcrnationalen Organisation für jüdische Angelegenheiten? Wie stellen wir uns zu der Frage der zionistischen Teilnahme an jüdischen Angelegenheiten in der Diaspora im allgemeinen, z. B. jüdische Erziehung, Hilfswerk usw.? Welche Methoden sollen wir einsdüagen im Verfolg der Grundsätze, wie sie von Pittsburg aus ausgesprochen worden sind? Die Wahlen zum Delegierientag der Z. V. f. D. in Berlin Die Wahlen zum Dclegicrtentag der Z. V. f. D. beginnen in Berlin am 9. Juni. Sie finden nach dem Grundsatz der Verhältniswahl und dem Prinzip der gebundenen Listen statt. Wahlberechtigt ist jedes Mitglied der Berliner Zionistischen Vereinigung. Mitglieder von Sondergruppen der B. Z. V., die eigene!delegierte wählen, sind nicht ■wahlberechtigt. ■Wählbar ist jeder Zionist, der das 24. Lebensjahr vollendet hat, sowie Mitglieder von Jugendgruppen, die das 21. Lebensjahr vollendet haben. Die Wahlvorschläge müssen von mindestens 30 Wählern unterzeichnet sein, von denen einer als Bcw>llmächtigtcr für weitere Verhandlungen zu bezeichnen ist. Sic müssen spätestens am 26. Mai in» Büro der B. Z. V., Seydelstr. 3, eingereicht sein. Die Wahlvorschläge sollen etwa 32 Namen enthalten (die Zahl der zu wählenden Delegierten steht nicht genau fest). Die Wahlvorschläge können jedodt auch weniger oder mehr Namen enthalten. Bei der Einreichung der Wahlvorsdiläge ist von jedem Vorgeschlagencn eine scliriftlidhe Erklärung beizufügen, aus der hervorgeht, daß er, mit seiner Auf- Stellung als Kandidat einverstanden ist Mehrere Wahlvorschläge können miteinander verbunden werden. Die Verbindung muß bis zum 3. Jrrni dem Büro der B.Z.V. erklärt werden. Oer Hauptvorstand der B.Z. V. Dr. Egon Roseoberg. Wcllvcrband HapoEl-IIazaif—Zelre-Zion Die Weltorganisation Hapoel-Ha/JÜr-Zeire-Zion veröffentlich{ in 11 c b r ä 1 s c h c r Sprache die Beschlüsse der Prager Weltkonfercnz. Wir geben im folgenden die wichtigsten Teile der Beschlüsse wieder (die vollinhaltliche Wiedergabe ist aus Raumknappheit untunlieh; eine volle deutsche Wiedergabe wird in der Be!• lincr ״Arbeit“ erfolgen). 1. Zur Vereinigung von H a po e 1 H a z a i r und Z e 1 r e - Z i o n. a) Die Konferenz anerkennt die Notwendigkeit dev Vereinigung aller Teile der sozialfstisehen und Arbeitsbewegung, die innerhalb der zionistischen Organisation wirken und stellt, nadulem sie die Erklärungen der Organisationen, Hapoil-Hazalr und Zeirc-Zion zur Kenntnis genommen hat, fest: 1. dal» e i n gemeinsames Ziel sie alle vereinigt, das ist: die Schaffung einer freien jüdischen Gesellschaft in Palästina auf der Grundlage eigener Arbeit, ohne Ausbeuter und Ausgebeutete; 2. daß sic alle das Bestreben haben, nach der Erneuerung des Volkslebens auch im Galuth auf der Grundläge einer arbeitenden Gesellschaft ohne Ausbeuter uml Ausgebeutete. Sie beschließt, einen Weltverba 1»d Hapoel- Hazair und Zeirc-Zion zu konstituieren. b; Die Konferenz beauftragt einen Sonderausschuß mit der Ausarbeitung des Programms für den Wcltvcrband, das der nächsten Weltkonfercnz vorgclcgt werden wird. c) Bis zur nächsten Konferenz hat der Verbann sich mit all denjenigen Aktionen in Palästina und im Gaiutn zu beschäftigen, die dahin gerichtet sind, ein jüdisches arbeitendes Volk in Palästina aufzubauet» und stellt zugleich die allgemeine Repräsentanz seiner Teile gegenüber der zionistischen Weltorganisation dar. d; Die Konferenz betont die Verpflichtung aller Chawerim des Verbandes zum Pion i e r t u m für die Erreichung des gemeinsamen Zieles, sowie die Forderung, die an die Chawerim gestellt wird, ihr Leben auf der Grundlage der Arbeit zu gestalten. II. Zur hebräischen Sprache. Die Weltkonfercnz anerkennt im Hebräischen du- Sprache der Nation und des Aufbaues unseres Landes und verpflichtet alle Teile der Vereinigung, eine um• fassende Tätigkeit für die Durchsetzung des Hebräische!» im Leben der Chawerim und für die Vorbereitung de», Volkes zur hebräischen Sprache und Kultur zu entfalten Es folgen Resolutionen zur Siedlungsarbeit, Ein- Wanderung, Hechaluz, Nationalfonds. VII. Nationales KapitaL Die Konferenz begrüßt den Beschluß des zionistisehen Actions-Comitcs, ein großes nationales Kapital für den Aufbau Palästinas aufzubringen und verpflichtet die Chawerim be» der Verwirklichung dieses Be- Schlusses mit zu wirken, VIII. Einigung der jüdischen Arbeiter in Palästina. Die Konferenz sicht in der Einigung der Arbeitenden in Palästina zu einer Arbeitsgemeinschaft eine Lebensfrage des Aufbaues, beauftragt die Leitung des Verbandes diese Fräse zusammen mit der Leitung des Hapoel-Hazair in Palästina zu klären und die nötigen Schritte zu tun, um die Einigung zustände zu bringen. XI. Geber die Ereignisse i n. O b c rga I i I ä a. 1. Die Weltkonfercnz betrauert die Toten von Tel- Chai, die bei der Verteidigung der Nordkoionien gefallen sind und drückt ihre Bewunderung aus für die Chawerim, die voller Opfermut auf der Wacht der Heimat standen. Allen Chawerim des Verbandes soll ihre Haltung vorbildlich sein. 2. Die Konferenz erklärt, daß es unser Wille ist, das Leben des jüdischen Volkes in Palästina in Frieden mit unseren Nachbarn, die im Lande wohnen, auf zubauen. Wir suchen keinen Kampf, aber wir sind zu allen Opfern bereit für die Verwirklichung unserer Be- Strebungen, ein freies jüdisches Volk in Palästina zu schaffen. Wir sind überzeugt, daß das Siedlungssystem für das wir kämpfen, eine Garantie ist für die friedliehe Entwicklung unseres Jischuws mit der Nachbarbevölkerung des Landes in der Zukunft. XII. Palästinaarbcit in der Diaspora. a) In Ucbcrcinstimmung mit den Prinzipien des Verbandes, der die Schaffung einer jüdischen arbeite!!- den Gesellschaft in Palästina zum Ziel hat und mit Rüdesicht auf die Tatsache, daß breite Volksschichten der produktiven Arbeit noch femstehen, anerkennt die Weltkonierenz die Notwendigkeit, eine systematische und umtassende Vorbereitungsarbeit zu entwickeln, utn das Voll«, im Galuth wirtschaftlich, sozial und kulturell, gemäß den Forderungen der jüdischen Renaissance und den Bedürfnissen und Möglichkeiten Palästinas vorzubereiten. b' Um die Entwicklung der Siedlung in die Bahnen unserer Prinzipien zu lenken, erachtet es die Konferenr. für notwendig, eine intensive und planmäßige Arbeit zu entfalten, um die Arbeitenden, und diejenigen, die zu einem Arbeitslebcn überzugehen streben, für eine geregelte Einwanderung nach Palästina vorzubercitcn und zu organisieren. cן Die Konferenz hält es für notwendig, aut die folgenden Gebiete der Palästinaarbeit im Galuth besouders hinzuweisen: 1. Pflege des Chai uzbestrebe ns und der Chaluzarbeit, soziale und kulturelle Vorbereitung der Chaluzini und ihre Ausbildung in der Landwirtschaft und anderen produktiven Berufen und in der hebräischen Sprache. 2. Gründung von Genossenschaften der Arbeiter für die Alija und Schaffung eines zentralen Organes, das die Tätigkeit über Genossenschaften einheitlich leiten 0oU. (Bemerkung: Das Exekutivkomitee hat einen Entwurf dieses zentralen Organs ausziurbdtca und 8m möglichst schnell zu verwirklichen.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.