Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 30 (7.5.1920)
- Date
- 1920-05-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 228 }UeOISCHE RUNDS CH XU Nr 3a lÄgan» haben sich Zchiitnuscntfc jüdischer Arbeiter *u Oenobsewtdiaften organisiert, die über ein bcträcht- Mdie» Kapital und sehr leichc Arbeitskraft verfügen. Ganze landwirtschaftliche Kolonien Siidrußfands *ind bcrdt nach Palästina auszuwaiulcrit und ihre Erfahrungen md ihren Fleiß dort zu verwerten. AUe diese Men׳■ sehen habe״ nur eia Ziel irrt Auge, eriizuwamiem und Lebe« fei das Land zu bringen, das einzige Land, nach dem *io veriangeu, in das sie cinwawlem können und 11.uv.fu. Die Lore sind ihnen verschlossen, und, ausgeschlosse■ von der produktiven Arbeit in ihren jetzigen Wohnliisdern durch den materiellen Ruin und den wirf- •draftlichen Boykott sind sie der Möglichkeit beraubt, ■» de* einzige 11 Lande das in Betracht kommt, ihr Eigenleben wieder aufzubauen/‘ Das Memorandum sagt weiter, daß während der zwei Jahre, in denen die jüdische Arbeit ausgeschlossen war. die Elfcndis, denen der größere Teil des nalästiuenvis dien Bodens gehört, die arabischen Landarbeiter an«- gebeutet, die Arbeiter nusgeplündert und die Fellachen 1« einet* Zustand der Sklaverei gehalten haben. f he Effcmlis reizen unaufhörlich gegen die Juden •ttf die sdiou int Lande sind und die, welche cinwandem u«d sich «!!siedeln wollen, weit sie Angst haben vor dem jüdische» Arbeiter mit seinem höheren Lebensstandard, der überall für höhere Löhne kämpft, kürzere Arbeit*- zeit und monseitliche Behandlung und der wahrscheinlich auch de« Standard des ansässigen Arbeiters heben würde; »ie wissen auch, daß die organisierten Inndwirtscli.iftliehen und industriellen jüdischen Genossenschaften im Lande bessere und billigere Produkte auf den Markt zu bringen beginnen, und sie fürchten, daß die neuen Genossenschaften der eimvanderiulen jüdischen Arbcilcr- «chaft ihre primitive Landbebatning gründlich beseitigen werden, die auf einer schändlichen Ausbeutung und lächerlich billigen Arbeit beruht, sowie auf der Sklaverei der Fellachen. Das Resultat dieser unaufhörlichen Aufreizung war eine Reihe von Demonstrationen, die in einem f\>grom gegen die Juden in Jerusalem im . Anfang dieses Monats gipfelten. ״Nach den Informationen, die wir hierüber von itn- *eren Genossen von der jüdischen Arbeiterpartei in Palästina erhielten, ist, die fokale englische Verwaltung in Jerusalem voll und ganz verantwortlich für den Pogrom. . . . Die jüdischen Arbeiter und die jüdische Jugend, die sich mutig verteidigten, wurden entwaffnet und einreine von derselben Verwaltung in ihren Häusern eingesperrt.“ ״Hier in England habt Ihr, Genossen, durch Eure Färs1*aeI1e viel zu der Erklärung der britischen Regieru»g beigetragen. Ihr seid wohl mit unseren Fonlermigen vertraut. Sie sind: 1. Den jüdischen Auswandererstrom nach Palästina za lenken; 2. auf landwirtschaftlichem und industriellem Gebiet das Möglichste für die Entwicklung des Landes innerhalb der Grenzen seiner natürlichen Fassungskraft zu tun; Millionen jüdischer Arbeiter die Möglichkeit zu geben, ein Zentrum der unabhängigen produktiven Arbeit zu schaffen; 3. friedlich mit der arabischen Landesbevölkerung tu lebe« und jede Sicherheit für ihre bürgerlichen, politischen, nationalen und religiösen Rechte zu gewahren; 4. wir, die jüdischen Arbeiter, hoffen imstande zu •ein, in Palästina eine feste Position für die jüdische Arbeiterschaft zu schaffen, hauptsächlich auf der Grundläge der landwirtschaftlichen und industriellen Genossenschäften. Wir appellieren an Euch, daß Ihr mit demselben Mut, mit dem Ihr immer die Sache der Unterdrückten und Rechtlosen geführt habt, in Eurem eigenen Wirkung*- kreise, im Unterhaus, und wo immer Ihr könnt. Eure .Stimme ertönen lasset: a) daß die Regierung ihr Versprechen halten soll, der jüdischen Nation beim Aufbau ihrer nationalen Heim- *litte zu helfen b) daß die Tore Palästina! für die Mnssenelnwamferong geöffnet werden, c) daß sofort eine gründliche Untersuchung über die Ursachen der Pogrome in Jerusalem angesteilt wird, daß die Schuldigen bestraft werden und die Betroffenen für ihre Verluste entschädigt werden und da* elementare Recht der Se!b*tvcrteidigung für 1ms anerkannt wird." Deutschland Zur jüdischen Lehrerfrage Wir erhalten folgenden Bericht: Am 12. und Fi April ds, Js. fand in Cassel eine Zusammenkunft der Direktoren der fünf jüdischen Lehrer- Seminare Preußens (C&rlebach-Cöln, Guttniaan-1 Berlin, Knoller - Hannover, Lazarus - Cassel, S t c i n 111 a I - Münster) statt, 11m über die Fragen zu beraten, die sich aus der inneren und äußeren politischer! Umgestaltung, der Abwanderung der Juden in die Großstädte und den Rückgang der Landgemeinden, aus der zunehmenden Abwendung unsere* Nachwuchs» vom Lehrerberule, sowie aus der Neuordnung des gesamten Lelircrbildungswcscns für die jüdischen Seminare ergeben. Die Scminarlelirer Katz und Moses aus Cassel und Herr Landiabbiner Dr. Walter und Herr Blumerithal als Vertreter des Vorstchcramte» der Israeliten zu Cassel nahmen an der Verhandlung teil. Es wurde zunächst betont, daß die Ausbildung jüdischer Lehrer nach wie vor an den jüdischen Anstalten erfolgen müsse, denn von dem Vorhandensein eines jüdischen Lehrerstandes, nicht einer gewissen Zaiil von Lehrern, die zufällig Juden sind, hänge der Fortbestand des Judentums ab. Kleine und mittlere jüdische Gemeinden ohne Lehrer seien dem Untergang geweiht׳. Aber man verschloß sich auch nicht der Erkenntnis, daß begeisterte und befähigte junge Männer sich auf die Dauer nur dann dem Lehrerberufe widmen werden, wenn sie eine auskömmliche Besoldung erwarten dürfen. Die Konferenz, nahm deshalb eine Resolution an, die alle« die allgemeinen Interessen des Judentum* wahrenden Verbänden zugesandt werden soll und folgenden Wortlaut hat: ״Am 12. und |3. Apni tagte in Cassel eine SST‘?*?er Direktoren der fünf jüdischen L InlaungsanstaUcn Preußens, um die zukünftige C Berliner Kalender BflfOf Fkrrilner ZlcnHMadta Vereinigung, fterlln C, 1♦, % Telefon 1 Zenlnnn 9614x15. * Po*t»chrd<konlo No. 13000, DcrtUl NW. T IU#»envmr Altung der IV 7~V. Achtung! Mitglieder der IV 7L V. AchhM>gt Der Milgllcdibcllrag betrJUf ob I. April 1920 Hk. 15. — pro Qjmrt•! ioiQgllch Abonnement aut die iQdUrhe RuntHchau Hk (L— pro Quorlol *י Hk. 23.—. Der Jugendbdtrag Mk, 3 50 pro Qy*H0l *o«QgMch Abonoe״ men! auf die jüdische Rundschau Hk.».— pro Quartal ״=» Hk. 10.50. Sanntafi. den 9. Hai iiaUurdacrnot der D. Z. V. Hehrlf*ch«r Dcih-Waad L«2-Deomer-At1»flug nach Schlachfeaiee. Treffpunkt ,/!י Uhr nachmllla«» 5«hnhof Nikol•״«**, bnhnitrlg nach Schiachteniee. MonUg. den 10. Hai Abends Uhr Gruppe ,,Ost*4• Veranstaltung des Jödlschrn N«!lo״alfond». Unlonsfeslsfiie, Grelfswetder 3tr. 221/335: Llditbllderrortrag. Prafeitor Dr. Heinrich Loewe: »Da* neae Jüdische Pallilfna”. Grisle willkommen. Dlcntlag, den 11. Mal Abend# Uhr Zionistischer!■gendrcreln, HHIIgegelifstr. 53. Freie Aussprache mH Dr. Ha* Schwabe Ober: ״lugend und xloaUiliae Pfllai*. Donnerstag, den 13, Mal Abend# I Uhr Gruppe ,Oil- Im Helm, Uppehner S!r. 9: Buber* Abend. Vorlesung aus 5ubers Schriften. Groppe ,Wesl', Im Zahnftrxlehsus, Bölow#lr. 104. Abends *V» Dhr Vortrog des Herrn Faul P. Llndrnhergr ,,Die Reliemößllchk eilen nach Palßstlna and die dortigen VerkebrsvcrhSltnlsse" Mittwoch, den 19. Hai Abends 9 Uhr Kalhirdezemai der B. Z V., In der Aula des Sophlen-Realgymnoslums, Slclnslr, 3114. (NAhe SchrtnhauierTor, RoientolerTor, Hackescher HorkIJ. Grone EUernversamtnlund• Redner: Herr Studlenrat Mose» Calvary. Thema 1 ״Wla schülsen wir unsere Kinder ▼or den# Anllseuilllsmut In den höheren Schalen 7״ Jädlsdie f item erich'lnt In HassenI timg der von ihnen geleiteten Anstalten und Schritte für die Besserung der Aussichten ihrer Schulet aul An- Stellung zu beraten. Die Direktoren halten unter den .gegenwärtigen Verhältnissen noch mehr als früher, die Ausbildung von pädagogisch und wissenschaftlich atrf der Höhe ihrer Aufgabe stehenden Lehrern im Interesse der Erhaltung des religiösen Lehens — namentlich in den kleinen und mittleren Gemeinden — für eine unabweisbare Notwendigkeit. Sic sind aber auch überzeugt, daß die Möglichkeit der Heranbildung einer ausreichenden Zahl tüchtiger Reiigionslehrcr und Kulttisheainter nur gegeben ist, wenn ihren Schülern eine sichere und auskömmliche Besoldung in Aussicht gestellt werden kann. Sie richtet deshalb an die jüdischen Verbände das dringende Ersuchen, durch großzügige Aktionen, wie eine solche schon vom Bunde gesetzestreuer jüdischer Gemeinden in die Wege geleitet worden ist, durch Zusammenfassung aller Kräfte und Inanspruch, naiimc aller dazu berufenen Organe namentlich den kleinen Gemeinden, die Anstellung eines der Würde seines Berufes und den Verhältnissen der Gegenwart entsprechend besoldeten Lehrers und Kultusbcaniten zu ermöglichen.“ Die Versammlung hielt cs dann für nötig, ihre Stellungnahme zur jüdischen Volksschule dahin zu präzisieren, daß die Errichtung jüdischer Bekenntnisscliulen überall da, wo sie möglich sind, von den Gemeinden auch gefordert werden soll. Denn nur durch die jüdische Bekenntnisschule könne eine wahrhaft jüdische Erziehung unserer Jugend, nur in ihr voller Schutz, gegen konfessionelle Verhetzung gewährleistet werden. An dritter Stelle beschäftigte sich die Versammlung mit der U m g e s t a 11 u n g d er S e m inarc. Aber auch darüber war man siel» einig, daß die Zahl der jüdischen Lehrerbildungsanstalten zu groß sei und daß Schritte getan werden müßten, um eine Zusammen- Icgung der Anstalten in Hannover, Cassel und Münster Iicrbcizuführcii. Sobald die neuen Bestimmungen über das Lchrerbildungswesen veröffentlicht sein werden, soll in einer gemeinsamen Sitzung der Lehrerkollegien und der Verwaltungskörperschaften der drei Seminare die praktische Durchführung der Zusammenlegung erwogen werden. Sowohl um der Hebung der Leistungsfähigkeit der Seminare willen wie auch aus paritätischen Gründen wira c« für nötig gehalten, daß der Staat, der bisher schon einzelne Anstalten subventioniert hat, sich mehr als bisher des jüdischen Lchrerbildungswesen* , aunchmc, und Herr Feiner soll als Vertreter des Verbandes der jüdischen Lehrervereine auf der demnächst statttindenden Reichsschulkonfercnz ersucht werde!!, für den Fall, daß der konfessionelle Charakter der Seminare gewahrt bleibt, die Umwandlung von zwei bis drei jüdischen Seminaren in staatliche zu fordern. — Allgemein wurde geklagt, daß unsere Schüler mit einein zu geringen jüdischeu Wissen in die Seminare cintrctcn, und von aßen Seiten wurde gefordert, daß die Reiigionsfächer eine stärkere Betonung erfahren. Schließlich wurde die Forderung ausgesprochen, daß die an den jüdischen Scrai- *aren beschäftigten Lehrkräfte in bezug auf die Besolilung den Lehrern an den staatlichen Anstalten gleichgestellt werden. In Wilna wurde in den Pcßachtagcn der zweihundertste Geburtstag des Rabbi Elia Wilna, der unter dem Namen ״Gaon von Wilna“ in der ganzen jüdischen Welt bekannt ist, feierlich begangen. Es ist auch eine Aktion im Zuge, um den zweihundertsten Geburtstag des Gaon durch Gründung von speziellen Bildungsanstaltcn, welche seinen Namen tragen und seinen Geist atmen sollen, zu verewigen. Arbeitsgelegenheit gesucht Für einen tüchtigen jüdischen Schneider, der au» Gesundheitsrücksichten auf dem Laude oder In der Klein• Stadt leben soll,!uid dessen Frau für alle hauswirtschaftliehen Arbeiten in Betracht koinmt, beides sehr gut b e I e u ni d e f e und gebildete Menschen, wird Nachweis einer »olclien Arbeitsgelegenheit gesucht Gefällige Nach* richte« an Alfred Marcus, C har ■Ottenburg, Kautstr. 137, Palästina Die Arbeitergenossenschaften (Z«ont«t OommWoa Preß Bureau.) 1*1 folgenden veröffentlichen wir Einzcllieite« über zwei Kooperativ-Gcrossenseliaftern; sie sollen ivio Arbeitsraethod«» aufzeigen u׳»d einer! allgemeinst i^tgriff von dom Leben der Mitglieder gelten, 1. Ejn-Häi (Kfar Malei). Die Gruppe zählt 18 Mitglieder. Sie hat 111 Ater Verfügung 250 Dunam תמת Anbau von Gctrekle goei׳». nctrs Land. Während der Monate Tiscliri-Chesciiwaa sind 55 Dunam mit Wintersaat, 35 Dunam mit Hafer und 20 Dunam mit Wicke besät worden. Ring* Um die Farm hemm sind 5 Diwan» mit Wintergwnüsei» 11pflanzt worden; 100 Dunam sind für die Sommers«! bestimmt und ein Teil des Landes wirf für der» Anhau von Wassermelonen reserviert. Die Gruppe hcsch.if *icb auch mit Bienenzucht. Sie hat vierGespann Wnk- und zwei Milchkühe, deren Milch zum eigenen Gebrauch der Mitglieder dient. Line große Baracke dient nk Wohn raum und eine kleinere als Küche und Speiscra!!■», Eine andere Baracke dient als Stall und Vorrats«»«;»». Die Grujrpe bearbeitet auch vier Weingärten in Kfar Malet, die der rumänischen Gesellschaft ״Tikvat isracl'* gehören und wird einen Eukalyptuswald von 108 Dunam beaufsichtigen, der letztes Jahr von dem Agricultural and Co!onisatio1» Department der Zionist G׳«nmies»1« a/»gelegt worden ist 2. Beer Twvia. D> Gruppe besteht aus zwölf Mitgliedern». S;c ist in diesem Jahr mit Getreideaussaat und Aufforstung beschäftigt. Während der Monate KisJcv-Tobctb bcsä'e sic da* Land wie folgt: *100 Dumun Wiutenwat, 30 Dunam Viehhittrr und 75 Dunam Wicke, 25 Dunem Erbsen, tXt Dumun Hafer, 40 Dunam Gerste »»ul 50 Diinam Werzen. Die Arbeit war .erfolgreich u.al 1!cr Stand der Felder ist befriedigend, in AdarNissa!» solkm 32 Durum mit Sommersaat besät werfen, 12 Dunaia sind reserviert für Kürbis tmd Kartoffeln uml 20 Dunam für Lima-Bohren. Gemüse zum eigenen Gebrauch der Gruppe ist auch auf 5 oder 6 Dunam Land .־»ngepflanzt. Die Gruppe besitzt drei Haar Maulesel zur A!<«:.!, vier Mileitkülie i»k1 sechs junge Kühe. Der ungcf.Urre täglici-0 Milchertrag Ist 26 Liter, die den Bedarf der Mitglieder der Gruppe decket». Es sind zwei Häuser mit sechs Woimraianeii vorltandca, Ställe für Pferde u!!d Kühe tmd ein Vorratsraun». Die Mitglieder sind gevam), Fälle von ׳Malaria sind sehr selten. Die Gruppe erliält *ich selbst und wirf nicht linierstützt. Es ging ihr in den letzten Jahren recht gm. 191S iiattc ■sie einen Ueberschuß von 60Ü .L. Mit diesem IJcl'ersclniß wurde das Defizit der vornngegangene« Jahre {jctleckt, das stell auf 350 £ belief; die verbleibenden 250 £ würfen unter die zeiin Mitglieder rerteilt. 1919 betrug der Gewinn mir 350 £; die Ernte \1919 «)0׳ war nicht »> gut wie die von 1918, die Uotdhaltskosten waren größer zufolge der a'Jgcmcinei» Preisstcijterung, und im Monat Schwat des Ja!!re« 1919 braci! eine Viehseuche aus, der vier Kühe uml *edu! Ocliser» zinr» Opfer fielen. Diese waren 1914 für 150 Napoleorrs gekauft und waren 500׳ £ wert Bis 1918 war das Land für ileu Getreidebau genügend gedüngt und es hatte c'iien hoäicn Grad von Fruchtbarkeit errcid, *her 1919 mußte alles neu gedüngt werden; das Arbeite- System wurde nach dem Schema des laiKlwirtschaftüdjeii Distrikts (rm Snden) au^gesiellt, die Arbeitszeiten wurdm richtig cingeteilt und es wurden verschiedene Geräte angcschaffi. Mitglieder, die ein paar Jahre in tk-r Grttpfve waren (vier waren vier Jahre tlarm) I>csitrc» Lctiie je 50 bis 70 £. Die Sclntidcn der Groppe betragen «Ogcfähr 33 000 Frcs. Dagegen fst der Besitz ungefähr 45 000 Frcs. wert. Diese Gnippe!rat neue Arbeitssystcmc in der Kolonie eängefülut »o a. B. das Düngen uik! Säen von *«*•■ Saatarten, Hafer, Wickea und Gemüse, welcl» k Ute re früher von den arahisdien Nachbarn gekauft wurden. Unter da!» Einfluß der Gruppe haben die Kolon»-.Vn jetzt begonnen, die Gemüse für ihren eigenen Bedarf auf sclBna’en Iramlstreifen it» der Nähe iiuvr Häuser zu ziehen. Auf Anregung dr* Herrn Octtingcr, »le> Vorsitzenden des Agricultural and Co'.onisation Depertcm«1t der Zionist Commission, liat die Gruppe ein neue* System der Getreidekultur ausprobiert, da* Aussäeo des Weizens in Reihen und Umgraben zwischen den Reih« Auf diese Weise erzielte man da* Zweie»»» halbfache des gewöhnlichen Ertragest, Viele Mitglieder der [teer t uvia-Gruppe beteiligen sich at» der Aufforstung von 380 Dunam Land mit Eukalyptusbäunien, die von dem Agricultural and Gojnnisation Department ausgeht; fünf Arbeiter von den kürzlich Eingewanderten sind auch bei dieser Arbeit beschäftigt. Die Groppe nimmt am sozialen Leben der benachbarten Kolonie Anteil — dem Rat der Ko Jon k, dem Sclmlkomitcc, dem Bi hl k> thek skomitec und des* liebräkciien Mitchpat HasclMloni (Friedensgericht), Nachrichten Aerzte in Litauen Das Geaundltcitsdepartement des Innern Ministerkiais ln Litauen veröffentlichte am 31. März d. Js. eine Laste voa 40 Städtchen, in denen Aerzte gesucht werden. I* erster Linie vvertten natürlich bei der Anstellung litauische Bürger berücksichtigt weiden, doch kommen auch Auslinder für diese Stellen in Betracht Bewerber haben sich diesbezüglich mit genauer Angäbe ihrer Personalien an das Villaus Rcfcüu Ministenjos-Sveikato* Departament«« zu wenden. Berlin. Montag, den 10. Mai, abends VjS Uhr, findet in der Aula der Schule Gips- «fräße 23a die Generalversammlung der Berliner Ortsgruppe des Misrachi statt. Tagesordnung: I. Bericht über den Delegiertentag. Referat Rabbiner Dr. Liebermaa« ״Neue Zeit — neue Aufgaben“. 2 V«r-