Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 29 (4.4.1920)
- Date
- 1920-04-04
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 29 JUEDiSCHE RUNBSCHIU Seite 221 Zionistische O kJ* Die Sitzung des Aktionskomitees ist vbm 9. Mal auf den 16. Mai Verschoben worden. * 1 * * Schckclsammlung! Das Actions-Gomite hat die zionistischen Landes- und Sonderverbände bereits vor einigen Wochen aulgefordert, mit der Sammlung des Schekels unverzüglich zu beginnen. Die nationale Volkszählung, im Kriege vielfach unterbrochen, soll mit verstärkter Kraft wieder aufgenommen werden. Zu einer gewaltigen Demonstration für den natioj nalen Palästinagedanken, zu einer großartigen Heerschau über die Zahl unserer Kampfgenossen in allen Teilen der Welt soll die Schekelsammlung Gestaltet werden. Der Geschäftsführende Aus- «chuß der Zionistischen Vereinigung für Deutsch- \and erwartet, daß der Ruf der Leitung in allen Teilen unseres Arbeitsbereiches freudig und willig aufgctwmmen worden ist. Die Sammlung des Schekels muß sofort cinsctzen und bis zum Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland zu Ende geführt werden. Sie muß über den Kreis unserer organisierten Ortsgruppenmitglicder hinaus restlos alle erfassen, die auf dm» Boden des Basler Programms stehen׳, insbesondere also auch Familienangehörige und die Jugend. Sic muß sich an alle diejenigen wenden die noch immer gezaudert haben, sich der jüdischeu Volkssachc anzuschließem, die aber im gegenwärtigen Augenblick empfinden müssen» daß ihr Platz in unseren Reihen ist. Der Schekel ist für Deutschland auf 3 M. jährlich festgesetzt worden. Er wird für die 1' ehnungsjahre 5679 und 56S0 zusammen erhoben. \ Zionisten! Der finanzielle Ertrag der Schekelsammlung ist angesichts des großen Geldbedarfes der Leitung; natürlich nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Aber der Schekel war von jeher mehr als ein Organisationsbeitrag. Er ist das Symbol für den unverbrüchlichen Willen des •jüdischen Volkes, seine Heimat wieder zu gewinnen, er ist die jVer* k-irpenmg der hingehenden Solidarität aller Zio nisten, er ist die alljährliche Bekräftigung des Basler Programmes durch den kämpfenden, freilieitsuchenden Teil des jüdischen Volkes. Und dieses Bekenntnis ist gerade 1111 gegenwärtigen Augenblick von höchster moralischer und politischer Be* deuhing. Der Palästinawille des jüdischen Volkes war die stärkste Grundlage für die politischen Erfolge der Leitung bei den Mächten. Diesem Willen durch einen symbolischen Akt immer von neuem Ausdruck zu verleihen, ist der Sinn der Schckelzahlung. An die Ortsgruppen und ,Vertrauensmänner ergeht hierdurch die Aufforderung, die Schekel- Sammlung sogleich zu organisieren. An alle Zionisten ergeht der Ruf, das Bekenntnis zum Basler Programm, das Gelöbnis der Treue zum jüdischen Volk und Erez-Israel zu *erneuen. Berlin, den 28. April 1020,. Der Geschliftsführendc Ausschuß der Zionistischen Vereinigung für Deutschland i. A. Dr. Klee. David Yelün, der Vorsitzende des Wa«cl Hair, ist in London eingetroffen. «tu Jerusalemer ־ץ'« n ■q Bfiroi 5-rlinrr ZlonUlUAj V-r-lr.leunj5 ,׳trlln C. 1«. SrvcVl.lr. *. Telefon 1 Zentrum 56)4/15. * PoslschccMionlo Ho. 12009, 5erU» HW. T Ka,»er;vcrw0׳lluntf *J.r l>. Z. V. AchSunsl r::! .!lrder der D, 71. V. Achhmtl Der M1lriled«b״tlr*8 belra,:l ah t. April 1929 Mk. iS. — pr• Quartal tu• *Q«Ueh AtfOnnrmenl 80( Cie JStII«l1. Rumiichnu Mk 8.— pro Quartal *•* Mk, IS.—. Ucr luirendhrilreit Mk. 2.50 pro Qj,1״lal «uiBgllch Abonna. menl auf die JOdliche Kundichau Mk. 8.— pro Quartal ■־, Hk, 10.50. Donncriloi. den 6. Mol Abend» UKt Gruppe .Nordweil• Im Helm, Tleriorlenedt, Klopitadiilr.l. Dt. Gallhold Wallt .Wer lind die RadikalenT* Grupp« ״Weil" Im ZshnJnlehoui. Bfllowilr. tot, abend» 8«, Uhr. Dr. C. Wlllkowtky! 01״• neue Lag• und die Pordtmogen det Tage•4'. Gruppe Charlollenburg, Im Reilturanl Feehner, tennhardUlral* II, •boodi Uhr. Jullu» Qergert ״Wir u«»d die Orijuden.* Gruppe ״Nord" In der Konditorei Weber, Rote tu Ir. II. MltglUdenremmmluni. »Amiprtch« Ober die bliherlgtn Varlrlge“. ״DI« bevorilehcude Gemclodewahl". ״Untere SommerarbeU*'. Gruppe ״Oil", Im Helm, llppehner Sir. 9, ebend» 8 Uhr. Zwangiota Auisprachr jfldlicher Eifern Ober den Anlliemilltmut In den Dtrilner Schulen. Ellern »Ind betonder» willkommen I Sonnabend, den 8. Mal Abend» 8 Uhr KuUardezernai der B. 7.. V., Im Helm de» K. J.V. Keriartlciulr. IM 5, Hebrilirher (ugendabend. Redner! Mo•«• Mellen ״Die makkebSliche Epoche und umer gegenwtrilgee Ubm", m ערב צעירים עברי המרצא: טעה מעללער הנועא: רהקיפד. הטכביח וחיינו בהווה הומן טוצ״ע 8 טי IC J. V. Kurlartlenilr. 150! המקום Monleg, den 10. Mol Abend» 8 Uhr Gruppe ״Oil", Veron.lallung de» Jeidlichen Nallonalfond», Unloni-Feititle, Grelhwalder Sir. 211/12). Llchtbllderrortrag det Herrn Prof. H. Loewet ״Da» neue Jüdl.che PaltUllna". » G8»le willkommen I Dlcßilag, den II. Mal Abend» 8 Uhr ZloaUlIidter Jagendverein. Berlin, HelllgegeUttlrai» 51. Fiele Auoprochc mit Dr. Max Schwabe Oben ״Jugend und zlonlitiiche Pfllchl". Hebr.'iiidie Splelnachmlllage. Gruppe .S&d*. )-den Mlltwoch von 4—6 Uhr nadimlltag» Im Helm der Gruppe Süd, Prlnxentlr. 42, Klnderggrtnedn Allee Sladlhapen. Anmeldungen an Edith Schwabe. Südende. PoUdamar Sir, 15. Tel. Sleglltl »0. Gruppe .Nord-West* Jeden Mittwoch von 4 6״ Uhr nacbmlllag» In der Wohnung von Reet,!,anwall Hermann Hltich. KlopilocMr. 25. Klndcrgdilnerln Esther budko Anmeldungen an Hertha Grunwald. Wilmersdorf. Nochodilr. 6a. Tel. PfaUburg 2948, Nebenan,thiUB. Gruppe .Nord", Jeden Sonntag von 4 6 Uhr LlnlentlraSe 19 Kinder• garlnerln Etlher Solomon. Anmeldungen an Sdiotchanah Up'chOI«. Alexander,Ir. 25. Bet •diönem Weiter linden die Splelnadtmlllage 1m Freien »toJJ. Hebräischer Kindergarten .Weit• für Kinder von 5—6 Jahren, von Montag bis Freitag, vormittag*. KlndergSrlnerln Edher Solomon. Im House von Frau Weltimonn. Holensee, NesloislroSe 4. bei schönem Wetter Im eigenen Galten der D. Z. V. Alle Anmeldungen können au* an das Kullurdeiernal der B. Z. V. ge• lieblet wcid.-n. Die Juden von Pekiin. Das Agricultural arid Co Ionisation Department der Zionist Commission hat über die jüdischen Farmer Im arabischen Dorf Pekiin, zwischen Safed und Sklon, folgenden Bericht erhalten: Es gibt jetzt seclizeli« hebräische Farmer in Pekiin. De meiste« sind arm. Zwei Familien besitzen überliaupt kein Land und arbeiten für die Farmer des Dorfes — Nichtjudcu — oder außerhalb des Dorfes (in ,Mkjdal und Sichren Jakob). Die anderen. Familien leben auf ihrem Besitztum, das aus 4 bis 6 Dunam Land besteht. Nur zwei Familie« besitzen 20 bis 25 Dunam. Je 1/a oder 1 'Dunam des jüdischen Landbesitzes ist mit OUvctibäiunen bepflanzt; der Rest bleibt für Getreide und Gemüse. Keiner besitzt Arbeitstiere oder Milchkühe. Was sie besaßen, wurde während des Krieges verkauft. Die Arbeit wird mit einer Hacke getan, die zun» Pflügen und Umgrabcn des Landes dient. Die I x.1.- •״ «dunen an aller schweren Arbeit Anteil. SeiVst die kleinen Flecken Land, die den Juden noch geliörcti, werden noch in andere, nichtjüdische Hände ״■übergehen. i Die meisten der Pekiiner Juden verstehen die feilachischen Sandalen anzufertigen, die auch von den jüdischen Arbeitern auf den Feldern getragen werdest. Sie fertigen dieselben auf Bestellung in, ihren Mußestunden, an Regentagen und 'an den, Abenden, an. Ilu-c rricTitjüdisclicn Kunden geben övncn das Leder und beuten ihre Arbeitskraft aus, indem sie Urnen nur 2 P. T. für ei« Paar Sandalen zahlen. Es gibt in Pekiin sechzehn Farmer, zwei Landarbeiten« neu und einen Kaufmann, i. e. neunzehn ׳ Familicnhäupter, zusammen achtuiidfünfzig Seelen, Alle bis auf eine aschken-'islschc Familie sind Sephardiin. Von diesen 58 Personen sprechen vierzig arabisch ucul achtzelw hebräisch. Es existiert eine Schule mit 13 Schülern, die Unkosten dafür ־werden׳ getrag«! vom Erziehungsdepartement der Zionist Commissio«; ein Schoch et ist da, der vom Relief Department der Zionist Commission bezahlt wird. Kulturarbeit in Estland. In Reval sind zum Zwecke der Errichtung eines jüdischen Gymnasiums In jüdiechen Kreisen eine Million cstl. Mark aufgebracht wor• den. Außerdem wurden bei einer zionistischen Veranstaltung zugunsten des Aufbaus Palästinas 90000 M, für diesen Zweck gesammelt; diese Summe hat sich inzwischen auf 3000.» M. erhöht. Uebcrhaupt herrscht in den jüdischen Kreisen Revals, wie uns berichtet wird, ein reges Leben; mit tätigem Interesse widmet man sich dyr Fdrtlerung der kulturellen Bestrebungen für die jüdische Zulaüit in Palästina. Persönliches Herr Sjluuti Rubaschow, Mitglied der poalc* zionistischen Palästinakommission, der in Berlin auch als Mitarbeiter unseres Blattes tätig war.!tat sielt am 19. April in Jerusalem mit Rachel Kaznelson, der bekannten Führerin der ״Adufuth- Haawodah'j verheiratet. Wir sprechen Herrn Rubasdtow jmsere herzliehen Glückwiüisdve aus. Nachrichten Berlin. Am Donnerstag, dem 6. Mai, abends 8 Uhr, findet im großen Saal der Musiker-Säle, Kaiser-Wilhelm- Str. 31, eine öffentliche jüdische Versammlung statt Herr Professor Dr. Heinrich Löwe wird über den Verband der Ostjuden und die Ostjudennot referieren. Berlin. DieHauptvcrsaminlungdesVcrbandes der Deutschen Juden, die auf den 16. Mai d. Js., vormittags 11 Uhr einberufen war, mußte mit Rücksicht auf die augenblkklidien Verhältciisse, insbesondere auf die bevorstehenden Reichstags- Wahlen leider wieder vertagt werden. Der Geschiiftsbericht über die Zeit seit dem Jahre 1913, in dem die letzte Hauptversammlung tagte, wird demnächst veröffentlicht werden. Berlin. Am 1. Mai 1920 fand eine Sitzung in dem jugendverein ״Ibriah“ statt, in der beschlossen wurde, ein Konzert zugunsten der Palästinaaufhau* xvoche zu veranstalten. Das Konzert findet am 26. Mai im Hlütlincrsaalc unter Mitwirkung des hebräischen Vercinschors und hervorragender Künstler statt. Las zionistische Publikum wird gebeten, sich an diesen Tage frcizuh.ittcn. Näheres ,wird noch verlautbart werden. Die ,,Ibrüih“. Bingen a. Rh. Am 20. April sprach Herr Georg Landauer, Sekretär der Zionistischen Gruppe in dem besetzt«! Deutschland, im neutralen Jugendverein über Zionismus. Zum ersten Male wurde in hiesiger Gemeinde öffentlich dieses Thema erörtert. Der Besuch des Vorträges und die Stimmung, die er hervorrief, zeigten wie notwendig cs gewesen ist, diese Frage einmal öffentlich anzuschneiden. Einige Herren versuchten in der anschließenden Diskussion die Ausführungen des Referenten zu widerlegen. Herr Landauer wies i!1 seinem Schlußwort alle Angriffe in überlegener Weise ab. Frankfurt a. Ü. In der zionistischen Ortsgrupjm sprach vor kurzem der Vorsitzende der'zion i s t i s ch c n V er ei n igu 11 g für Deutschland, R e C t! t s a 11 w a 11 l>r. Klee (Berlin), über die Ergetxiisse der vor kurzem in London zusammengetretenen Weitkonferenz der zioiüstisclieii Leitung, ür. Klee entwickelte im Anschluß an eine Reihe von Bemerkungen über die geplanten landwirtschaftlichen, zumeist auf bodcnreformei isolier Grundlage beruhenden Pläne und die bevorstehenden kulturellen Aufgaben, wie die Begründung einer jüdischen Universität in Jerusalem, das Programm des Zionismus. Dr. Klee schloß mit einer Aufforderung für die gigantische Aufgabe der Neubelebung einer jüdischen Kulturwelt im Orient, die zu allen Mächten wirtsdiaftliclie und kulturelle Beziehungen unterhalten soll und werde, alle Kräfte anzuspannen. An den Vortrag schloß sich eine sehr interessante Ausspräche. Ilte Deutidimann Erlth Kempintki Dijil -Xb!{. Vorlobl• April im H»l»nae«, OeorK-Wilkrim-SIr.S OE»r!oUenbnra, Garvlxuaalr. 11, '־/ Dr, Albert Wunderlich Wunderlich, geb. May I Vtruililt• ^E0S«rpheim|n1jnlnlanj J .ץ־־ Drphll. Georg Herliis j k®* HerlUz, gob. Herzka ji V»rm4blt• W|t«l«hen»tr. 83. .J ....־"־.־"" \[0j!«rtott«aEnrg. KnuIdlmaloT r Dr. Max FQrth Greta Fürth, geb. BoRonbamn VnrmShlte Gle«»a», Jon ö. Mai 1820. Kosiiim-u ÄnzunstoHe. —la *׳״*״ A״’wahl ־־־־ Samt- J* haarpüder. Selenu. Futterstoffs Berlin W 30, Galtz»traa•• 2 1»u dor Grunawatlilur. ־ Tal. Knrf. Kl».׳ ב Donnerstag, den 6.Mai, 8 Uhr abends Im gr.Saal der Musikerfestsäle Berlin, Kaiscr-Wühelmstr.31. Prof. Dr. Heinrich Loewe ״Der Verband der Ostjuden und die Ostjudennot“. Freie Aussprache! r\\ ZAHNPASTA ד bekannt alt ein» der zuverlässigsten Vorbeugungstniiiel gegen alle Infektionskrankheiten, die vom Mund und von der Rachenhöhle her Ihren Ausgang nehmen, leistet die besten Dienste auch gegen Grippel Probetuben versenden kostenfrei P.BEIERSDORF 2! CO.« i G.tnbH.. V HAMBURG 30. zj»