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Jüdische Rundschau · 1920-02-10 · Heft 11 (10.2.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 11 (10.2.1920)
Date
1920-02-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 11 presse zu item von Amerika etngeriiumten IQ- M il H o 11 e n - Do 11 ar- K r e d i t, der Oesterreich einer gesunden Wirtschaft tüihci'zubringen geeignet ist 11ml der von gewissen Zeitungen umt ihren spekulierenden I liiitermäimciu sehr urrp.uäiü^ behandelt wurde. .Miicker deckle das unsaubere Treiben der Großsehiebcr und üroßspekulantcn auf und regte «*!, die Oeffcntl1e.11• heit über den Sinn und die Bedeutung der nmerikaniselten Aktion durch M;1 u e r a » s c 111 ii « c .׳!ufzuklaren, uni so das Manöver der Bursenprcsse zu durchkreuzen. Er wies darauf hin, dal! er als Mitglied de! /. i o ui »t i s ch e n Partei im Koniakt nut dem Auslande mul insbesondere mit .1־u!erik misdien Kreisen Klebe. Wie Siiin,um;: in Amerika gehe tlabin, stell womoglicn nicht in iniUeh urop;iisehe AngeScgcnhcitu! eiii/umiseinn. k'ndiirl! habe der Notschrei Ocsteireiehs auf den nmeri- Manischen Kongreß gewirkt. Aber das üerauuz.c der 111<1i!|1auke11|u׳)־sse, das Miesmuelien von ]euer Seite, f 111• <11 e d e r niedere Stand der Österreich is e 11 e n K r o 11 e c i n g I ii n!. c (1 des (1 c s c 11 ii f t b cdeutel, werde Amerika gewiß nicht bewegen, auf dein eingeselila,neuen Wege fort/iifalireii. Diese Hede, die. eine ganze bulle schlagender Argu* meide, wichtigen Tatsachenmaterials und bedeutsamer Enthüllungen bradite, reinigte die Luft, wie eia Gcwitter. Aber sie erfüllte nicht nur den Zweck, die Bevölkerung und das Ausland aiifzukliiren: Sic hat vor ,ilh'iii ge/ei;;■(, daß das bewulile Judentum mit jenen assimilatorischen Kreisen, welche leider an den Großbanken und der Großpresse hervorragend beteiligt sind, nichts zu tim bähen v. .11 und jetzt schon stark genug׳ ist, gc!!t’n das Eibi'tbel der ״Journaille“ und seine verd; rhlidien Nebcncrsehcimingcu erfoh!Teieb auiziitreleii. Widireud inan 'theodor llcr/ls jüdische Betätigung noch lidschweigen ,Konnte, wurden jetzt Blatter, wie die ״Neue Freie' Presse“, ״Wiener Allgemeine Zeitung“ und der ,.Neue Tag“ zur Stellungnahme gezwungen und ihr ohnmächtiges Stammeln, ihre lächerlichen Verdiichü- :.migi 11 eifiillen uns mit Genugtuung. Seit lierzis Auf- ,11.11 היססו ja diese sogenannte ״judcopressc“ nicht u:r die zionistische Bewegung unterschlage«, sondern v h d, a Aufsilnvu'ig des politischen Zionismus in den K1׳!־e1i j,riue,1׳ der <>effontüdikeit voienthülle« — bis (he td/h’n Waiden den Baun gebrochen und einen?.oiiistiscln11׳׳ Tiibrer in die gesetzgebende Körperschaft gebradil haben. Nun hat Stricker reinen Tisch gemacht. A'oer auch das Lügengewebe vom ״spezifisch jüdieilen Spektilnidniim.i‘* ist •zerrissen, denn hinter der \<m Stricker gebramlmarkicn Großpressc steht ein Gutteil arischer liankni.uiiiei׳ wie sieb andererseits die CI1rist!id!so/n!(’11 vom Chef des Elbemühl-Koiizerns, dem gel.'iniicii liautoreiiMdui Siegbart (rekte Singer) Skrupelios fi;tan. seren ließen. Das ״Deutsche Volksblatt“ hat denn auch zu St! Ickers Auslassungen verschämt geschwiegen. Da Kampf gegen den Militarismus, gegen gemein- »eii.'idliche kapitalistische Spekulation, geführt vom Maudatar «ler jiidisehnatioualeu Partei: Wir dürfen zufrieden sein. U n s e r Programm blcihl nicht bloß am Papier. Diü Pariciesi des deutschen Judentums Der Verlag der ״Neuen jüdischen Monatshefte“ bat eine Sammclsdirift tierausgegeben: ״Das deutsche Juden tum, seine .Parteien und sein e () rg a n i s a t i o 11 c!1“. Es war bisher für jeden, der im deutschen Judeatiun zu arbeiten hatte, ein fühlbarer Mangel, daß cs nur mit größten Schwierigkeiten möglich war, sich über die bestehenden Gruppen im deuisclh'ii Judentum von auUuativer Seite Informationen zu Imin!. ״א!• wenige der vorhandenen Gruppen haben eine eigene Presse, nur wenige eine Literatur, die wirklieii informieren kann, und der organisatorische Aufbau Kt kaum irgendwo zu schildern versucht. Diesem Mangel hilft das vorliegende Buch ab, indem es Persönlichkeiten zu Wmle kommen liillt, die auf Grund genauester Kenntnis ihrer Organisation und in deren Vollmacht im- '•Milde sind, wirklich Zuverlässiges über ihre Gruppe aus- ״,׳sagen, Das Buch enthalt zwei Teile: der erste, die ‘,•״leien behandelnde gibt Aufsätze, j!1 welchem die!lieori'üsche Auffassung von jüdischen Dingen gegeben <״׳d die Art der Arbeit gcscmldcrt wird, während der 1׳"■'׳eile '1 eil die einzelnen Organisationen und ihren Aufbau schildert. Rabbiner Dr. U11 n a-Mannhciin spricht über das I;;eseta-streue Judentum, ergänzt durch einen kleinen, ן mehr •organisatorisch gehaltenen Artikel des General- : sekretärs der Freien Vereinigung H. Lehmann. Dann , 1'er jüdische Liberalismus, den Felix Gold- : '״ il n n - Leipzig, charakterisiert. Der jüdische Liberalaimis wird von ihm als Reaktion auf iiberhandnehincmien Formalismus definiert, der in der Kabbala und ״״ UiassKhsmus seine Vorgänger zu sehen behauptet. ״ _a״n s1m beilich des Eindrucks nicht erwehren, e s wen 11 beispielsweise der iBaalschcm das heutige liberale Judenium nicht ,־!ts Geist von seinem Geist cmptinucn wurde. Im nächsten Aufsatz, den Dr. Fritz 1 Lowe nste in geschrieben hat, kommt der Zionism u s zu seinem Recht Aus dem Mindcrhcitscharakier I .* Jndisdien Volkes, der zur politischen Abhängigkeit, , '':1־״«chaftlicher Unproduktivität, kultureller Assimilation * :i.! h wird die zionistische Idee abgeleitet. Die positiven ■Gele des Zionismus werden aiifgczcigt. die Grundlagen m°•״ (ii0״isl‘schen Organisation und ihrer finanzieiien drittel entwickelt und ein kurze* Programm praktiichcr 7■onutischer Arbeit gezeichnet. Diesem Aufsatz folgen ״׳»nandliingen über di* einaelnan Gruppen im! Zbniimu*. _JUEDISCHE RUN »SCHAU Sokolow bei L£011 Bourgeois Am Lirilag, den 23. Januar, wurde, ,wie ״i,e P r 11 p I c J 11 i f" meldet, Nahiiui Sokolow von üiou B o 11 r g eo i s , dem Präsidenten des französischen Senats uikI Vorsitzenden des Executive-Comites des Völkerblindes, empfangen. Sokolow setzte auseinander, daß ihm die Acndcntng in der französische« Regierung (Rücktritt Gleinence.'tus) eine Fühlungnahme mit den neuen französischen Männern wegen ihrer Politik gegenüber!dem Zionismus erforderlich erscheinen lasse. Der englische und der italienische Kabincttsweclisel hätten die doitige Politik gegenüber dem Zionismus in keiner Weise berührt; er hoffe, daß es in Frankreich ebenso sein werde. Bourgeois erwiderte, daß er zwar mit dem neuen Ministerpräsidenten Miller and noch nicht über die ■orientalischen Fragen gesprochen habe, daß es aber außerhalb allen Zweifels steht, daß die neue Regierung dem Zionismus gegenüber dieselbe freundliche Haltung haben werde wie die bisherige und dies durch Taten beweise« werde. Der weitere Verlauf der Unterhaltung berührte die Fragen der Grenzen, des Mandats und andere Einzellieitcn. Sokolow hatte den besten Eindruck von der Unterredung. Unsere hebräische Sprache Von Max Schwabe Die nachfolgenden Ausführungen sind nicht nur durch den Hinweis auf die hebräischen Jugend a h ende von Bedeutung, sondern aucli, weil sie die wichtige Frage der Methodik des I lebräischlcrncns anschneiden, die einer Dsknssion recht sehr bedürfen. Die Red. Viele Woge führen zur hebräischen Sprache. Es gibt leider all/uvielc unter uns, die noch keinen davon gefunden haben. Zwei pflegen am gangbarsten zu sein, der eine führt durch die Monumentalität unserer Antike. Ein unmittelbares Verhältnis zuin religiöse« Gehalt dieser ehrwürdigen Werke erleichtert ihn. Aber auch bei Maischen, die •nicht durch Andacht und!tickenlosen Glauben an die biblische Literatur innerlich gebunden sind, kann bei iliingebemieni Studium gerade in unseren Tagen der Kontakt!mit der Sprache erreicht werden, ohne ■daß ein archäologisches Distaiizgefühl die Verlebendigung stört. Aus den Sätzen der Propheten kann dank unserer gegenwärtigen Stimmung, eben ׳weil wir ehrlich zu uns zurücktimteu wolle«, unsere •innerste Vorstellung und Sehnsucht ihren Ausdruck holen, der so gegenständlich werden kann, daß er •nicht erneuert, nein, wie eben geschaffen, erscheint, und damit ist bis ׳zur geläufigen Verwendung in der gesprochenen Sprache nur noch ein Schritt. Ein anderer Weg führt über das Neuhebräische, seine Literatur oder aber — und das ist ein wichtiges Moment -- über den freien Gebrauch der Sprache. Ja, ,inan kann sich auch so zu ihr finden, wie man es mit anderen fremden Sprachen tut. Man lernt sie •kimversationsmälUg und sammelt für die täglichen Vor- Stellungen und Begriffe einfach hebräische Bezeichnungen 11 ה. Das ist äußerlich und befremdend. Aber es geht uns hier anders wie mit anderen Sprache«. Die Worte verbinden sich eigenartig lief mit uns und je mehr wir iortschreiten im Gebrauch der Sprache, je (größer der Worlbcstaad wird, desto mehr verschwindet das Bewußtsein, eine unbekannte, fremde Sprache zu erlernen: Es kommt das Gefühl auf, mit etwas Wesensverwandtem, irgendwann einmal Verlorenem zusammen- Die Verwirklichung des Zionismus im Sinne des jüdischcn Gesetzes stellt Aron Barth als Ziel des Misr a e h i dar, Dr. Thcilhabcr spricht über die P o a I e - Zion, Alfred Marcus gibt eine Uebersiclit der natiöiialjiidisehen Jugendbewegung. Der zweite Teil bringt eine Uebersiclit der wichtigsten Organisationen, insbesondere der Logen, des Verbandes der deutschen Juden, des D. J, G. B., des Hilfs- Vereins und des Zcntralvcrcins. —!—, Hebiäische Bühne P. Hirschbcin: ״Ncwelah“, Schauspiel ln 4 Akten Die dramatische Sektion des Hapoel-Hazai'r in Berlin hat nach langen Vorbereitungen einen Wurf gewagt, der im großen 'und ganzen von Erfolg gekrönt ist: sic hat in 'Berlin eine hebräische Bühne ins Leben gerufen. Der Abend des 3. Februar hat fcststclicn lassen, daß wir ■in Berlin!mit einem ziemlich zahlreichen, dankbaren hebräischen Theaterpubülaun rechnen können, daß schlummernde schauspielerische Begabungen für eine hebräische Bühne liier vorhanden sind und daß überhaupt -- dies für Zweifler gesagt — das Hebräische durchaus biihnenfälüg ist. Letzteres war für viele Be- Sucher ein Erlebnis, die Lebenskraft der Sprache wurde ihnen bewußt. So sehr, daß allgemein von dem geg'cbenen Schauspiel abstrahiert wurde. Der iiberwäUigende Eindruck einer Sehens- und hörenswerten szenisehen Darstellung im Hebräischen drängte sich in den Vordergrund. Das Stück, dem es beschießen war, als erstes unser hebräisches Repertoir zu eröffnen, gehört zu den schwächeren Erzeugnissen der dramatischen Produktion.«׳ Selbst unter den Dramen des Verfassers nimmt es •nicht den ersten Rang ein. ״Newelah" Ist eigentlich gar kein Drama, hat keine dramatische Fabel, keine spannende Handlung. Es besteht aus einzelnen Szenen, die ohne Steigerung vor sich gehen. Wenn man will, »bd *ie lauter Steigerung, eine Melodie in Ditkant. Et erübrigt •ich, hier den Inhalt ,wiederzugeben. Et handelt »ich um Famiii»n«»n»n in d*n irmtten Schichte« __ _ Seile 73 citoßcn zu sein, es vvledcrgefundeii zu haben. Wer an iesem Gefühl beim Erleben der Sprache a11;;ekon1meu i»t, bei wem da* Bewußtsein dieses ungewöhnlichen Kontakte« ,mit der Sprache entstanden ist, dem ist die /a.ugc gelöst, vielleicht gar die Seele, mag das auch etwas •groß klingen. Es heißt, mit jeder neuen Sprache, f!!,״ Cj« Mensch lernt, empfangt er eine neue Seele. Wir!bekommen unsere wieder, •wenn wir Hebräisch lernen. Die Sprache ist bisher gerade bei uns Wcstjudeii a.s Beiwerk, als Nebensache im Erne ueru!v׳sprozcU befrachtet Worden. Ganz zu Unrecht. Erst wenn wir auf,äugen, uns um sie zu muhen, werden wir unserer Entjmlnug im verdienten Maße iHwvußt. A״ dem Erlebnis unserer wiedererstandenen Spradu• \w 11׳.!״ wir am Ende die höchste Form des Bewußtseins der Ihn• gestaltung unserer Existenz haben. Unsere östlichen Brüder sind immer die Hüter mul hartnäckigen Pfleger alles I lehräisehcu gewesen. Urner ihnen sind jetzt viele, die einen stolzen Kultus mit dem Netihebräisclien und ihrer im ganzen doch uaselbständigen und wuli! rudimentären Literatur treiben. Uns ist das resllos verständlich. גב וו 7־1 ובה Keine Arbeit, die au das Hebr.'iisdic verwendet wird, kann u:1s verloren gehen in ihrer Wirkung. Alles was zur Verkbendigting der Sprache hilft, soll willkommen sein. Jetzt sollen in Berlin hebräische Jugendabende eingerichtet werden. Auf diesen יר.:י צעירים עברים;| soll jemand in einfachster Form irgendeine lebendige und drückende Gegenwartsfrage der zionisdsclien Ju •end besprechen, und im Anschluß daran sollen in kurzer Aus. spräche die Meinungen ausgetanseh‘. werden. So gewohnen sieh vielleicht auch diejenigen, die noch unvollkommen im Gebrauch der Sprache sind und denen es infolgc geringer Uebtmg noch an Ausdrucks!,ihigkeit mangeln muß, daran, ihre innersten Probleme in der Form zu denken und zu behandeln, die ihnen adäqiiat ist, in hebräischer Sprache. Hebräische jugendabende in F׳criin Die Berliner Zionistische Vereinigung beabsichtigt, monatlich einmal einen hebräischen Jugcndabcud stattfinden zu lassen, au welchen! über die brennendsten Frage« des Lebens unserer Jugend in hebräischer Sprache referiert und diskutiert werten soll. Es soll allen Lernenden Gelegenheit gegeben werden, unter sieh im engeren jugendlichen Kreise ihre Ausdrueksfähigkeit im I Lbräisehcn zu steigern. Der erste hebräische Jugendabend findet am Sonnabend, den 1-1. Februar, abends $ Uhr, in den Räumen des K. 1. V., Kurfürsterrstr. 100, statt. ־— Jizchak Kotowitz spricht über dr״; Thema: ״Der jüdische Traum und seine Verwirklichung“. Wir hoffen, daß alle aus der Jugend, die 1 Icbräi-cl! lernen und sprechen, helfen werden, diese |u ׳cndabcntle zu einer nüt/liclien Einriditung im heluaisehen Lebe« Berlins zu machen. Das jjroße Verbrechen Unter der Uebc!schrift ״Le grand crime“ ist eine Nummer des vom Comite des Delegations Juices herausgegebenen Bulletins erschiene«, die detailliertes Material über die ukrainischen Pogrome enthält. Der Bericht, den das Comite de Secours aux victimes des pogroms de la Croix rouge russc de Kiew erstattet hat, bringt genaue Einzelheiten über die Pogrome in 333 Orten, wobei 30 300 Juden gelötet wurden. Dieselbe Nummer gibt auch den Bericht über die für die Pogromopfer verwendeten Beträge, die sich monatlich auf fast 20 Millionen Rubel belaufen. des östlichen Ghettos, drastische Momentaufnahmen, natuitrcu wie farbige Photographie. Urwüchsiges Schimpfen, primitives Schäkern. Das Hauptmotiv aber dabei ist das Gruselige. Der Kunst und dem Leben zuwider, wird das Häßliche des Kollcrlcuer.s hervorgekehrt, weil cs eine Zeitlang Mode war, den Reahsmus so auf/.ufassen. So sah cs auch auf der Bühne aus. Denn die Darsteller, Liebhaber-Anfänger, haben sich redliche Mühe gegeben, dem Willen des Verfassers zu willfahren. Das Spiel war ihnen Ernst. Und Kenntnis des Milieus brachten sie in ausreichendem Maße mit. Nur hat das unbeholfene Stück, von Ainalenrcii gespielt, in einem feierlich-derben biblischen Hebräisch gesprochen, vielfach grotesk gewirkt. Von den ein- *eine« Personen -- wir müssen uns mit den Namen vertraut machen, weil wir von ihnen weitere Leistungen erhoffen — wirkten besonders echt Frl. S t u t s c 11 i u s k i in der Rolle einer Hökerin (Braiue) und Herr Amdurski in der Titelrolle (Mendel N'welah). Lieblich, allzu romantisch für eine Kellerblume, sprach ihre Rolle Frl, B a ra n k c r - Resel. Ganz schwach — vielleicht gerade für dieses Stück — erwiesen sich Herr Storch- Abrusch (als betrunkener Pferdehändler a. IX), 1 Icit Rot wachs als Schlächter in Gala (Beil Cliasir) und Frl. Rosen feld als bettlägerige alte Frau (Sprinza). Frl. Qschpez!« in ihrer Sdimollrollc eines besseren Backfisches (N'charnc) störte — wie man ־zu sagen pflegt — das Ensemble nicht, Für die Zukunft, und /.war für die nächsten Wochen und Monate, ist der dramatischen Sektion zu empfehle«, so oft wie möglich wettere hebräische Schauspiele zu geben. Bei unserem armen Repertoir (woher sollte ein Repertoir da sein, wenn kein Theater da ist?) unterläßt man lieber positive Ratschläge, denn cs •muß ja auch mit dem Mangel an Kräften, szenischer Technik und Regie gerechnet werden. Es wird eben das gegeben werden müssen, was aufführbar ist. Es Wäre aber un.gebülulidi, wenn ״Newelah“ den Spielplan der hebräische« Büline beherrscht. Der Premiere des hebräischen Theater» und nicht einer Premiere von ״Nawelah“ galt <t«r •lamütig* Applau* tkt Ab«nd«. B. K.

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