Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 10 (6.2.1920)
- Date
- 1920-02-06
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 68 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 10 schlossencn Bielitzer Gruppe in die Wege leitet, deren ,Anschluß an die Großsiedlung Dcgd Jchuda Residiert -ist. In das Komitee traten ein: Fabrikant Jakob Schaum, Rat Prof. Feiicrciscn und Be/.irksnchtcr Dr. ' Wagner. — Die Sicdhuigsgcscllscliaft IX'gel Jeliudn, der das gesamte Material nber die ciusclilngigcn KolonisationsfraRCii zur Verfügung stellt, ist zur Bcantwor* turn׳■ aller l'raRen gern bereit; das Büro befindet sich in Tlcrliii-H.ilensoe, Secsener Str. 30 1.; Bruchsal, in unserer Ortsgruppe sprach am Mittwoch, <let1 21. d. Mts., Herr Dr. Ko sc nf cid aus Karlsruhe über ״Innere Befreiung vom Antisemitismus“. Er führte aus, dult die bisherige Bekämpfung des Antisemitismus mit äußeren Mitteln aus der Unfreiheit, in der sieh die Juden den Christen gegenüber fühlten, geführt wurde. Diese Mittel aber waren weil aus der Unfreiheit geboren, unfrei und falsch. Deshalb sollen wir an uns selbst arbeiten, daß wir innerlich freier, anständiger, jüdischer werden, und uns dadurch die - Achtung unserer Gegner erringen. In der Diskussion wurden von Regnerischer Seite weniger die Beweise, als die Beispiele des Referenten angegriffen. Alle Ein- Wendungen wurden in trefflichen Worten widerlegt. Halle. In einer am 2. Januar 1020 stattRefundenen Versammlung wurde eine neue Wahl des Ortsgruppen- Vorstandes vorRcuommcn: Es wurde folgender Vorstand gewählt: Dr. IM. F cl ixbrod t, 1. Vorsitzender; Th. H eilb ro n 11 c r, 2. Vorsitzender; Dipl.- Ing. L ö w e n b e r g, 3. Vorsitzender. Es wird gebeten, ■sämtliche, für die Ortsgruppe Halle bestimmten Nachrichten an die Adresse des Herrn Dr. Fclixbrodt, Halle (Saale), Magdeburgerstr. 27, zu übersenden. Mannheim. Das hiesige Palästinaaiifbaukoinitce veranstaltct regelmäßig künstlerische Darbietungen. Nachdem Ende Dezember ein Konzert gegeben wurde, hat dieser Tag ein Vortragsabend von Irene Trietsch stattgefumleu, der einzigartige und tmverecßliche Eindrücke geboten hat Auch die ,materielle Seite war von gutem Erfolg, so daß das Komitee eine Fortsetzung derartiger Abende beabsichtigt. Vielleicht läßt sich auch anderwärts die Vereinigung künstlerischer Darbielungc» mit Zwecken uimerer Palustinaarbcit auf diese Weise erfolgreich erreichen. Offcnbacli a. M• In einer öffentlichen Versa mmlung sprach Herr Rechtsanwalt Wohlfart, Frankfurt a. M. über das Thema ״Der Aufbau Palästinas“. Die sich anschließende Aussprache zeigte, daß unsere Bestrebungen bereits das Interesse von uns bisärer fernstehenden Kreisen geweckt zu haben scheinen, was wir als wesentlichen Erfolg buchen können. Oppeln. Am■ 10. Januar sprach Herr Rechtsanwalt Dr. Klee Berlin, in unsere Ortsgruppe über die ״Zukunft des jüdischen Volkes“. In vollendeter Weise erörterte er Wesen und Ziel des Zionismus und setzte sich mit dessen Gegnern auseinander. Die zum allergrößten Teil aus Niclit/kmistcn bestehenden Anwesenden folgten mit großem Interesse den Ausführungen des Redners, «ler es meisterhaft verstand, seine Zuhörer mit sieh forUurcißcn. Reicher Beifall wurde ihm zulcil. Wir gewannen eine Anzahl neuer Mitglieder. Vor allem aber löste der Vortrag auch bei denen, die uns noch ferner stehen, Verständnis für die Größe und sittliche Bedeutung unserer Bewegung aus. Wien. Die notwendige Hilfsaktion für die aus dem Kriege liciingdjdirtcn jüdischen Krieger und Invaliden Dcutscliöstcrreichs in die richtigen Bahnen zu lenken, sic zu organisieren und im wohlverstandenen Interesse der Beteiligten zu leiten, hat sich der ,,Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehrer in Wien“ gcgründet, der nicht durch Almosen von heute auf morgen wirkt, sondern die ins Wanken geratenen Existenzen aufrichten und stützen und — wo erforderlich (wenn etwa infolge erlittener Verletzungen sich Bcrufsum- Schichtungen als unabweislich . ergeben sollten)— neu gründen will und muß. Der Verband will daher Ambulatorien und Tuberkulosehcilsfättcn zur unentgeltlichen ärztlichen Behandlung, 'Gemeinschaftsküchen zur Aus* Speisung, Konsum,anstaJten zur Beschaffung der erforderlichen Lebensmittel, Werkstätten zur Ermöglichung von dauernder Beschäftigung, Produktivgenossenschaften zur Erlangung von Rohmaterialien und Werkzeugen gründen und cif »alten, um auf diese Web« aut denen die der unselige Krieg körperlich und wirtsdiafüidi vernichtet hat, wieder brauciiüarc Glieder der mensef»- liehen Gesellschaft zu machen, die aus eigener Kr«ft bestehen können Zu diesem Beginnen sind aber Mittel erforderlich, die aus eigener Kraft aufzubringen der Verband außerstände ist, Mittel in großem Maße, aber auch rasch gewährt, soll die Hilfe nicht zu spät kommen. Deshalb erläßt der Verband folgenden Appell: Helfet Eueren unglücklichen Brüdern, helfet flinen reichlich und rasdil Gebet Alle, die Ihr es vcrmö״et und soweit Ihr cs vermöget! Oeffnct Euere Herzen und Euere Börsen und, gedenkt bei jeder Gelegenheit derer, die ihr Blut und ihre Gesundheit auch für die Ehre des Judentums geopfert und sich damit Eur« Dankbarkeit gesichert haben I Helfet, solange noch geholten werden kannl Schluß des redaktionellen Teils. Geschäftliche Mitteilungen Von den Werken von Max Brod, dem Träger des letzten Fontanepreises, ist soeben eine einheitlich gebundene Ausgabe erschienen. Der Verfasser behandelt in seinen Büchern die tiefsten und wichtigsten Probleme unserer Epoche. Wir machen unsere Leser auf das in der heutigen Nummer erscheinende Inserat der Firma Karl Block, Buchhandlung, Berlin SW., Kochstr. 9, aufmerksam Das allgemeine jüdische Krankenhaus ״Schaare- Zedck“ in Jerusalem, welches in der heutigen Ausgäbe unseres Blattes sich an seine Freunde wendet, hat unbeirrt und unbehindert durch die wechselvollen Ereignisse des Krieges seine segensreiche Wirksamkeit fortgesetzt. Durch die stete Inanspruchnahme und Teuerung hatte die Verwaltung große finanzielle Opfer zu bringen; es sei deshalb das ״Schaare-Zedek“*Hospital dem Wohlwollen unserer Leser besonders empfohlen. y. f DK« Sdiwari ״־־־־־־\ * * Siegfried Norden Verlobte UorHn־Wi1m«r»dc»rf# KWnzahusfcr l. Bor lih-ÜhKrlot» fmbnrg, MomaiAPiutr. .'4. findot nicht ntntfc. J /r— .....—.— ץ־ Dl• Goborl einer Toohter ■olgan •n Dr. S. Möller und Frau Dr. Mathilde, gab. Bing, Htt'eburg, 11 1». Jan. 1320. Hartung•(*. 8. V• .. .-.—... u j »■';Rsrfealn ., Nähmaschinen _ FH.jl. Aapn!-1rg-Sc1hs'ziir,n Fosfidlchtungen Tafullloitor, Ti«obrr!lot1 niw, Max Joseph, Berlin N. J7, Motaor StraSo 881. Telephon: Amt Ilumbold 4008. f Adolf David Ehrmatm Emmy Ehnnann, geb. Knpellner Vermählte Berliu, im Februar 19‘20 Skalttsor StrnÖc VT. C Wi Wir zeigen die gliloklicbe Geburt einer Tochter Emma-Ruth ץ־ an Rechtsanwalt Dr. Alfred Platz uud Frau Annie, geb. Gereon. Charlotienburg, den 29. Jan. 1920. lloichestr. 9. Student dar Teohn. ITeeluchule ״•«nnolit »1• Volontär in Fabrik elnrutreton. Augab. unter A. 215 «n «len VVelt-Verieg, Uerlin KW. 7, Dorntheenetratle Cl. Kinder oGrtner In I. Kla11 ,״״״ in «eit 2 Jahren •ln Lehrerin fdr dio nntnron Kiemen t-Mig tat. «11011t pasiend.V/irkuRgskrols. Anfrogen erbetnn 11 n Frau DERoEn, Nikoinasaa. Cantral-Varoln für dlo Inter״ sssun d.JUdlachon Gemeinde In Berlin, Voriran! Dr. lamar Freund ״Was bedeutet uns das Judentum." Douneratag, 12. Fobrnar. abend• 7V, Uhr itiuiki., Im Lononhaus, KlelstetraOa »O, Perfekte Stenotypistin iaanoht. Voratellnng 10 —18 Uhr vormitt ng» jüdisches Arbeitsamt, Berlin, M0nbijoa1!lata 1. Für mein KertnlM- ״ad Landeaptodokteogoeohftft Kontoristin (evtl. An(ftngerin) m. Stenographie und Schruibmneoliine. s. •olortigen Antritt «e»aeht. 1‘ersünl. Vor- •tollang bi« 10 Uhr Vormittage. M. Menasse, Charlottenburs, Darnborgatr. 29._ ~ש׳׳ם Schaß gat arhnltan, ca kaufen gerecht Hohen, Berlin, Briider1.tr. 41/12■ «M04 'immammi hbiiisbdiaAdUfe ■w» Aiiiir* - 3:־ Das allgemeine jüdische Krankenhaus ״Schaare Zedek“ zu Jerusalem bittet für die Kranken des heiligen Landes. Organisation rein europäisch. Isolierhäuser für Ansteckende. Aufnahme unterschiedslos für Alle. Tausende Anorkennungsbrlofe der Besucher aus allon Ländern der Erde, die dieses Liebeswerk besucht haben. Man fordere die Bedingungen der Betten•, Zimmer•, Jahrzelt-, Gedenktafel •Stiftungen. Geschäftsleitung: Frankfurt a. M«, Röderbergweg63. Postscheck-Konto 7785 Frankfurt a. M. Das Wirken des Schaare-Zedek-Hospitals ehrt die •luden aller Nationen. .Tiingor, jüdischer Landwirt, 18 Jahre, ■ueht tarn 1. April 1930 Stollotig al, Beamter oder Wirtschafter »nf Gut, mit mügUclut ritueller Verpflegung. 3 Sommer Praxie Zurzeit an der wirtschaftlichen Wintoreehule. Angebote erbaten an S. Zonnenbllck, Chemnitz, Wiesenstrasso. 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