Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 9 (3.2.1920)
- Date
- 1920-02-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 60 JU EDI SC HE RUNDSCHAU Nr. 0 \ '■ 1■'; t י » i ־ *; if׳■ ft־:־? * i4' V4 die Nationalstciicr sind iu Prag, wo die J'.inlielnm״ auf OrumJ vor.iiigegangeiicr Einschätzung und Vorsclireilmng erfolgt, z11fm’densU'llen(l, Die Sitzung am 27, Januar heseti.iitigte sah zu■ nächst mit Pi esse-Angelegenheiten und dann mit den W'nliien für die Nationalversammlung. Dr. Kaznelson feilt mit, daß das skandinavische Zcntralhilfskomitce in Kopcnlia;;en die K r i c g s g e f a n g e ״ c u a k t i o n des J. N. R. subventionieren will, fu der Frage der Qcvväh• nmg einer vorläufigen Staaisaiishilfc an die durch die IM ander uit;teil im November IM IS besonders hart getroffene« slowakischen jaden werden verschiedene vorbereitende Maßnahmen eingehend cnvwgen. Ebenso gelangt auch die Frage des tschechoslowakischen Heimatsrechtes und die vom J.N. R, iu dieser An• Gelegenheit •zu unternehmenden Schritte zur ausführ• tieften Beratung. Jüdische Welt-Chronik Aliiiorit.’ticnscliuiz in Bulgarien und Serbien. Die Miuoroitätenklauseln der Fricdcnsvcrtriige sind nunmehr mich von Biilgaiien und Serbien unterzeichnet worden. Jüdischer Nationalrat für Weißrußland. Her Uemeiudetag in!Minsk, über den war bereit» herichtet haben, wählte einen Nation ul rat für WeillrnlSland, der ans den Vertretern der Zionisten, Mtsraehisten, Zeirc-Zkm und Orthodoxen besteht. Das Büro des Nationalrats zerfällt in folgende Abteilungen: IMlitik, Finanzen, Sozialpolitik, soziale Hilfe, Kultur, jüdisehe Hilfe, Palästinaarbcit. Außer der Abteilung für soziale Hilfe, die von einein Orthodoxen geleitet wird, stehen an der Spitze aller anderen Abteilungen Zionisten, h/w. Zei're-Zioii (so iu der Palästinaallteilung). Dem Leiter der Kulturabteilung, der ebenfalls Zionist ist, steht ein Orthodoxe als Ticirat zur Seite, Das Präsidium bestellt aus zwei Zionisten, einem Misra* * chisteu, einem Orthodoxen und einem Parteilosen. Die Zusammensetzung läßt eine Arbeitsfüliigkcit der Körperschaft erholten. Die ungarische Regierung hat der ״Wiener Morgeiizcitung“ das Postdebif entzögen. Die Horthy- Regierung hat ,wirklich alles Interesse daran, zu verliiudem, dail ihre Schandtaten der Ooffcntlichkcit bekannt werden. 4 Das orthodoxe Schulwesen in Palästina. Von Seiten der Misraclii-Orgnuisation und der Pckidim und Amarakalim in Amsterdam wiivl berichtet: ln Amstcr• dam fanden anfangs Schcbnth zwischen den Vertretern des Misrachi und der Pckidim und Amarakalim über eine Arbeitsgemeinschaft auf dem Gebiete des Schulwesen in Ercz-lsrael satt. Sobald die Vcrhaudhingen die Zustimmung der noch in Betracht kommenden Instanzen gefunden, werden die Einzelheiten bekannt gegeben werden. Es bestellt die berechtigte Hoffnung, daß die Vereinbarungen in naher Zukunft in Kraft treten können. Anzeigen als Anzeichen. Die ״Allgemeine Zeitung •י**« Judentums“ bringt folgendes Inserat: Holzschnitzerei (Abendmahl darstellend) interessantc schlesische Klosterarbeit, 400 Jahre alt, SöX 15X36, zu verkaufen. Besichtigung täglich 2 bis '.»4 Uhr. ChnilottenhuTg, Stuttgarter Platz t, Schrade b«i Wile/cck, Nachrichten Berlin. Die Vereinigten Jugeiidgruppcn teilen uns nachstehendes Programm für die Wahlen zur B. Z. V. mit: Das Wahlkomitee, das die ״jiigendliste“ aufgestellt hat, vertritt folgende Grundsätze: l. Der iu den letzten Jahren i!1 allen Ländern entstandene Riß zwischen der Organisation und den leben■ digen Kräften der zionistischen Bewegung hat in Deutschlatid das Abseitsstehen vieler Jugendgruppcn von den Arbeiten der Organisation verschuldet. Wir wollen dieser Zersplitterung der zionistischen Kräfte dadurch entgegenwirken, daß wir Männer, zu denen die Jugend Vertrauen hat, in alle zionistischen Körperschaften'ent* senden. Die zionistische Entwicklung hängt davon ab, ob der Zionismus die Jugendbewegung des jüdischen Volkes bleibt. / ‘2. Ziel des Zionismus ist der Aufbau Palästinas durch eigene jüdische Arbeit. Die Vorherrschaft des Erwerbs• interesscs, die notwendig zu volksfeindlichen Ergebnissen, msbvsomk'ie zur Anschaltung der jüdischen Arbeit, fitlircn muß, ist zu bekämpfen. Dieses Palästina der jüdischen Arbeit kann aber nur durch verantwortungsvolle, idealistische, zionistisch er• zogen« Menschen geschaffen werden. Die Entwicklung eines jüdischen Leixms voller zionistischer Erzichungsmöglichkeiten in allen Orten, in denen Juden Wohnen, also auch kr der Berliner Zionistischen Vereinigung, ist daher untrennbar mit dem Aufbau von Erez-Israel verblinden. Hcbraisierung durch Schulen, Kurse und andere Unterriärtsmöglichkeitcn, Ausbildung in der Kenntnis der jüdischen Vergangenheit■ und der jüdischen Volks• künde unserer Zeit, Schaffung erzieherischer Einflüsse int Gegensatz, zu dem materia’istischen Charakter der herrsehenden Zcitströnumg vornehmlich durch geistige und finanzielle Förderung der besten Tendenzen unserer Jugendbewegung, Errichtung eines jüdische« Schul- Wesens, Stählung des Körpers ist zu diesem Zwecke an• zustreben. 3. Nur auf dem Boden eines kompromißlosen jiidischeu Nationalismus können für den Aufbau Palästinas und die Entwicklung des zionistischen Lebens im Galutü wertvolle Kräfte erwachsen. Gegen alle Einflüsse der Umgebung muß jüdische Eigenart durch jüdisches Sonderleben iu möglichst hohem Maße entwickelt werden. Nicht kt den seelischen Bedürfnissen des Einzelnen, sondern in der Liebe zum ganzen jüdischen Volk in Ost und West, für dessen Zukunft er sich verantwortlich fühlt, muß der zionistische Charakter verwurzelt werden. Zionistische Erziehung der Jugend im Sinne dieser Grundsätze ist die beste zionistische Propaganda. Je Büro! berliner ZlonWtxäe Verdnlvuns, ücr’.ln C. 12, Srydtlilr. 8. Telefon 1 Zentrum 3814/15. Oohnerifoä. den 5. Februar Abend! #'/, Uhr Gruppe «Oil*, Im Welken Saale der Unlon»ft׳»!)Sle, Grclftwalder Sl.-obe 321/122. DRITTER GÄSTEABEND Dr. FrII! Loewentleln: «Warum hn&t man 1115•?' Zur Decfcunu der Unkosten wird ein Elnlillligeld חסי 0>0 M. erhoben. Von 7V1-8V, Uhr Abgabe der Stlruiuzcllel nur V.-V. der B, 2. V. flfercu Eintritt fr« 11 viele Gesinnungsgenossen überragende Bedeutum״״ ■׳. wonnen! So das soziale, das religiöse |>,-()״ן,ן;^ "p, besondere Einstellung der Jv :end z.u den I ra^eii (t(!j Donnertlag, den 3. Februar Abend« #V« Uhr Gruppe ״SOii", Im Helm Frlmemlr. £3, Zweller Voilreg aut dem VoriragityUu«: «Da!;a1)/11i,e Volk, «c/nc Sprache und Uterelur In den Hauplepothen,* Rabbiner Dr. L1 e b e r m a n n: ,.Die Entilchung der Miirhnah und de« Talmud.", Von Z'/11/'8־ Uhr Abgabe der Sllntmiellel 1»rV.-V,derB. Z. V. Im Keitouranl ״Zur Klaute", KenMr. Abend! 9 Uhr Gruppe ״Chnrlollcnbu!ן!", £dre Olelblreuitr. Dr. Eugen T 8 u bi t r•. «PaUtilna von der Zell der ISibel blt *um Ende der llOmerrelt.* Von 7—0 Uhr Abgabe der Jllmmrdlc! *ur V.-V. der B, Z. V. Gruppe ,Nordwc.l', Im Helm, Tlergotlened(. Klop.lodnlr. I. Abend! 8H Uhr. Dr.Waller Preu81 «Jugend und Zlonltmut”. Von 7'/,-8'/, Uhr Abgabe der Stlmmxellel *ur V.-V. der B. Z. V. Gruppe ״Nord". Im Ce!( Dobrln. Hocieuher Markt. Abendt *M Uhr Zweller Vortrag aut dem Vortrajjjryklu».- «Unter Pal Silina . RlchardLlchlhelm! «Unter l’.tlaiilr.a, ein poMllidie! Problem". Von 7>/,-8'/, Uhr Abgabe der Stimmzettel *ur V.-V, der B. Z. V. Gruppe .Weil", ZaimSritchaui, B0low.tr. 10* Abend» ',';8 Uhr Vorlrag det Herrn Davit Trltltch! Zlonltmut und Audirlonlimut. Von V,7—>/j8 Uhr Abgabe der Stimmzettel *ur V.»V. der B.Z.V Sonntag, den 8. Februar Zionltlltdicr Jugendverein Berlin, Helllgegeltltlr. 31. Muieumi/Qhrung unter Leitung von Herrn Arddiekt Kultint kl Treffpunkt vormittag! 10 Uhr Im Helm. Dlentlag, den 10. Fcbiuar Abend! 8 Uhr pQnkllld!. Zlonlillichcr Jugendverein Berlik, Helllgegeltltlr. 82. Erdrlerung rlonlillicher Tagetfragen. Sonnabend, den 1*. Februar Abend» I Uhr Kullurdezernal der B, Z. V, Ertfer hebrSItcher Jugendabend. / Nähere Ankflndlgung »piler. Donnertlag, den 4. M6rt Abendi 7*'! Uhr Vortiuelgel Jüdlidier Turnverein Der Kodibe. E. V. Ball zum Betten det )Qdl.cben SporipUitei. Karlen-Vorbetlellungen Im Dflro, Helllgcgeltlilr. 57, pari. Die Leichalle der Gruppe ״Nordweif" (Im Helm, Tlergarfenect. Klap• tfocktlr. 1, Edre Händeltfr.) itl Jeden Sonnfag, vormlflag. von 10 -1 Uhr und am Vorlrogiobend von 7 Uhr ab gcöfinel. HcbrÄUche Kurie. Gruppe ״Süd“, Im Helm, Prlnremlr. 47. Jeden Donner»!»# und 50nn• obend von 7—8 Uhr iwclilOndlger hebrüitrtier Spradikuriui lOr Anlänger, Ungleichen ein elndOndlger Kur.u. Inr Anfänger: Donnertlag von 7-8 Uhr. Meldungen an Schwabe, Südende, Poltdamcr Sfr. 23, (Telephon Siegln! SO.) Gruppe ״Weil". Jede* Mllfwoch und Sonnabend von 1% - 9 Uhr. HebrAl.cher Anfängerkuriu! bei HerrnWilentkl. In der Wohnung de» Herrn ArddieM Levy, l'rager Sfr. 22. Neue Tellnekmer können oulgcnommen werden 11. wollen «Ith iu den angegebenen Zellen melden. Gruppe ״Oil", Im Helm, Lippeliner Sir, 9. Jeden Dlentlag u. Sonnabend, abendt 8 Uhr findet Je ein hebrÄItcher Sprathkurm» fflr AnfSng-r und Forlge»d»rlllene •fall. Ferner llndel Jeden Sonnabend von 78 ־ Uhr ein Kurtut In JOdlsdier Getdildile tlali. Hebrdlither Spradikuriu! ״Nord". Jeden Donnertlag von W8- W9 Uhr Im Herzl-Klub, Grobe PrZsIdenlentle. 2. Anmeldung datclbtf, oder bei Frl. Aidicr, Urclletlr. 8. Ilebruitciic Klndcrrpiclnachmlllage 1 Gruppe Centrum, Im Voäkihelin. Dragonrrtlrabe 22. Jeden Sonn• leg nndimllloßt y3i Uhr. AnmeldumJen bei Schaub. Llppichül*. Atexund.rilralje 28. — Gruppe ״Oil", Esmorehshabe 19. Jeden Monlag, nachmittag» y£4Uhr. Anmeldungen bei Regina Cohn. Jablontkl- »lraf)c 10. — Gruppe Wc-tl und Chnrloffenburg. Jeden Dleniltg. nadimlltog» Uhr, bei Höhn, Dnrmsltdler Shake 1. Anmeldungen bei Hermann Budzhlawtkl, Sybcltlrafje 8, — Gruppe Süd. Im Helm, frlmemlr. 42. Jeden MHIwodt, nadimlllng» )■<4 Uhr. Anmeldung bei Schwabe, Südende, Poltdamcr Strafte 23. (Telephon Siegln! 90). — Gruppe ״Nördwe*t." Jeden Donner»lng, Im Helm, Tlergarlcnedr, Klop*lock»tr., FAe Händehtr. Anmelrl. bei Curl Challm Komrbewilrl, lilberlelder Rlrafte in. (Tel,! Moabll .4M»), — Ule Lelhmg der KindertplelnathmSIlaye liegt In den Händen von Sthoich. H a 1 b er! 18 d I e r out PetSillno, Teltnehmen können Kinder von ungefähr 5-12 Jahren. Ellern kennen den Spleltlunden beiwohnen. Wahrend der Sthulfcrlen fallen die hebr«l»chen Klndsr»ple!na<hmlllage nicht aut. — Vom!.Januar ab linden die hebrältdten Klndertplelnorhmltloge der Gruppe ״Oll", Jablontkyilr. 10,!lall. Hcbrültdier Kindergarten. Monlag blt Donnertlag, vormlllagt von 10-3,1; י Uhr, Ncslortlr. 4, bei Wellxmann. Der Kindergarten lieht Kindern Im Aller bl» iu 0 Jahren offen. Eine beubränkle Aniahl von . Kindern kann nodi aulgenommen werden. Meldungen an da» Kul* turdezemut der B. /.. V. oder an Dr. Schwabe, Südende, Poltdamcr Strafte 28. (Telephon Siegln! SO), mehr Men selten in unserer Jveikc stehe«, die durch Lehen und Wesen den zionistischen Gedanken verkörpern, um so dcirtücher wird unsere Wirkung i n deutschen Judentum empfunden werden. Dann werden wir allmählich irr immer steigendem Maße die Eclüheit und Größe unserer Idee,;euch ohne theoretische Argumentation, erweisen können. Unsere Vertreter haben die Aufgabe, die Organisation zun! lebendigen Organismus der lebensstarken Kräfte unserer Bewegung umzugcstalten. Wer sich zu unserem Programm׳ bekennt, wer sich eins fühlt mit diesen Fordminnen der zionistischen Jugend, — auch unter den älteren Gesinnungsgenossen hoffen wir viele- Frcimde zu finden — wähle die ״JugendUstc“. (Die Liste trägt Nr. 3, Listenführer Kurt Blumcnfeki.) Berlin, Die ״Allgemeine zionistische Arbeitsgruppe“ veröffentlicht ׳zu den Wallten in die B. Z. V, nachstehendes Programm: Das zionistische Leben ist vielgestaltig geworden! Einzelne ■Probleme innerhalb des Zionismus naben für (lei he. euiJr Oliv pohtiieijc;! 'kr An!,׳,־;. - -. . . jüdischen Renaissance׳, fcs ־׳!st luituriicli u!;d \s,n• ״rußen e,, wenn *li.'jvnv,(1*־, d! reu 2i111<׳ ■::uns .,c, mit die־׳,eu Problemen besonders t.'ei verhuiuir״ ist nt .Sondergruppen zusammenschlicßcn und veisud• j-V ihrem besaiider» be: >nte:1 Z'r.nismiis atu-li <|cr ״ j; treterversammlmii׳ der B.Z.V. Ausdruck um! Cic,t|..|’* zu verleihen. Wir i1u;:e.;׳e״ könne״ hei allcrii V1־ Interesse, daß wir f.!r jede o;nzc!::e tl:CM;r pra,.‘' haben, unsere zkmi.tiscße Au-;caauu.1g nidi! vinc•״?’»״,. /einen dieser Prüblcme unlcrorrlncu. Uns ן\ן p״- y; jluu* UmDssungr aller geistigen, sozialen und Regungen des jiidis׳che1׳ Lebens, f ür ur!»!4• paukt‘des Zionismus nicht eine K!:1s׳׳.c, e.,״. K,!;״( Richtun״, ein Leben ,׳!״er, somleru d-is;:ur1/L. Volk. 'Ätir wollen die Forderungen des /:•Jiiivanrs ai'1 in alle Klassen, Richtungen tuul Lebensalter der J״jc‘. heit hlneinüagcu. Das Problem de» Zionisint!, ״t.pt . 1ms über alle noch so wichtigen Ei'izelproblemi•. -Sind jene anderen ScKulergruppen aber duvclt b,. sondere berechtigte Interessen begründet, so huksc״ wk’ schärfsten Einspruch dagegen erheben, daß eine üiiippe, die sich 1״ ,aliistinaföderation“ nerait, ein t,v. solideres Interesse an Palästina für sich 11־ Ansjun.ii nimmt. Jedem wirklichen Zionisten ist Paliisriua Mun;!■ pnnkt der jüdischen Arbeit und persönliches l.cbc1:szk1!׳ Wir bestreiten einer Gruppe das Recht, für sicii ein höheres Interesse an Palästhia r:1 Arispnich zu tu-liiueii und 'so andere Gesinniirigsgcnosseii zionistisch zu degr.i■ dicrcn. Wir müssen aber audi dagegen purtestierc!!, daß die Palistinafödiration (Liste Trietsch) die Frage des Maximums 41er Ein Wanderung zu einem politischüi Streitpunkt macht. In unseren Wünschen ujul 1 Joftinnigen sind wir alle Maximalistat! Aber die Gniiidlapm i.'nd Bedingungen der Kolonisation festzusteüen und 'da• nach die praktische Durchführung des Zionismus z!1 bestimmen, müssen wir den Sachkennern ,׳uiveUrauen und dürfen diese tedmischen Fragen nicht zu Sehl i;- Morten des iunerzioiiBtischeti Kampfes luachtti. I1;׳- iästina stellt für jeden Zionisten im Brennpunkte seines Interesses, und kann innerhalb des Zionismus nicht parteibildeud wirken. Wer sonst in einem Teilprohlem der jüdischen Renaissance besonders tief verwurzelt ist, mag die Liste der betreffenden Sondergruppe wählen! Aber diejenigen, die dem Zionismus in seiner umfassen• den Ganzheit dienen \vo'x\1־, die au allen Aufgaben mit• arbeiten wollen, könne« iu den Kandidaten der S<>mk׳r• gruppen unvoreingenommen ilwe Vertreter nicht sehen: ihnen empfehlen wir als Kandidaten bewährte Oesinnungsgenossm und -Genossinnen, die allen Schiebtungen imd Richtungen des Zionismus, des Ostuml Westjudentiims, entnommen sind und.,die gewillt uu.t befähigt sind ־ nicht nur einer Teilaufgabe -- sondern allen Aufgaben der großen vielgestaltigen zionistischen Bewegung im ganzen ihre Arbeit zu widmen. Wer dai Zionismus nicht nur unter dem Gesichtspunkt eine» einzelnen Problems betrachtet, wer mit ganzem 1 lerze!, aber im Bewußtsein der vollen und großen Veiant- Wortung an dem Aufbau Palästinas tni{arbeiten wili, der 1mm die Liste Nr. כ Dr. Egon Rosenberg wählen'. Berlin. Das Programm des Misrachi für die Wahlen zur Vertretcrversammlung der B.Z.V. lautet: Der Misrachi ist eine Vereinigung von Zio• nisten, welche die Verwirklichung ties Ba cler Pr,)■ gramms auf der Grundlage und im Sinne des Irmhtionellen jüdischen Gesetzes erstrebet!. Hieraus ergibt sich: Förderung der׳ Kemmiiss» der hebräischen Sprache, Anpassung des gesamt?!! jüdischen Lebens an die Forderungen des jüdischen Geestzos und der jüdischen Uebcrüeferung unter einlieblichem Zusammenwirken von Ost- und Westjudrn. Als spezielle Aufgabe des Misrachi neben dem allgemeinen zionistischen Programm folgt hieraus: Ablehnung jeglicher Assimilationsbcstrebuugeii, Innehaltung der ,Vorschriften der Thora inbvsondei» der Sabbatgesetze. Schaffung von jüdischen Schulen, Kindergärten. Volkshcimen, Voiksbildiiiigsanstalten usw. zwecks Ver- Breitling der Kenntnis des jüdischen Schrifttums und Erziehung der Jugend zu echt jüdischer Lebcnsbetätiguug. insbesondere für Erez-Israel: Aufbau des samten öffentlichen Lebens auf der QmntUnge u> traditionellen jüdischen Gesetzes unter Verwirklicliiin der altjtidischen sozialen Gedanken. Von .der B. Z. V. verlangen wir Wirken im Sinne obiger Grundsätze auf allen Gebieten ihrer Betätigung. Li 51 e d c s M i s r a c h i. Dr. Abraham Lob, Arthur Markus, Gabriel Knolle!׳, Kai! Groß, Lina Wagner, Tauber, Arthur Rau. Leo Kirschenbnum, Edmund Lcwy, Lazarus Barth, Zahn• arzt Stein. Berlin. ״־Hapocl-Haza'ir“ hat für die Wahlen in die Berliner Zionistischen Vereinigung folgendes Program m aufgestellt: 1. Hapoel-Haza'ir fordert den Aufbau Palästinas auf der Grundlage eines Sozialismus, der die Wirtschafisvcrhältnisse so regelt, daß keiner Kh-oe und keinem Einzelnen die Ausbeutung der Arbeit anderer möglich ist. Dabei soll diese Regelung der , Initiative der einzelnen Kommune und der einzelnen schaffenden Persönlichkeit solid Spielraum lassen, als cs das Gemeiiischaftsintercsse erlaubt. Nicht durch eine mechanische Regelung von oben, sondern durch die organische Entfaltung iter miteinander verbundenen Arbeitenden und Aibeitsgemeinschaften soll von unten auf die nationale Wirtschaft gestaltet werden. - Als Pioniere der zu erstrebenden Masscn-Siedlung sicht ״Hajwel-1 lazai'r“ den J iechalirz an. Als ihre kultureiie Grundlage, die Ftebräisicrung des jüdischen Volkes. 2. Von der B. Z. V. fordert Häpocl-Hazair dementsprechend fnelxm den selbstverständlichen propa* gandistischen Aufgaben der Verbreitung des zionistisehen Gedankens in Berlin): 1. Regste Anteilnahme an *den Berliner Gemeüidewahlcn und Förderung aller Bestrebungen, die zu einer nationalen und demokraü• sehen Ausgestaltung der Gemeinde führen. 2. Er■ richtimg eines Referates für soziale Arbeit im Haupt■ Bfdes