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Jüdische Rundschau · 1920-01-20 · Heft 5 (20.1.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 5 (20.1.1920)
Date
1920-01-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 32 J.UBD1&0HB RUNDSCHAU Nr, 5 aufrichtig ausdrückt. Diese Aufrichtigkeit schütze ich besonders an ihm, Wir haben keine« I iinteigedanken. Wir bezeichne« unverhohlen unser letztes Ziel: als modernes, hochgesittetes Volk ungestört und unangefochten im Lnitdc unserer Väter zu leben und uns voll auszuleben. Und diese Offenheit gibt uns das Recht, Vertrauen zu fordern und jedem mit Stolz und von sehr hoch herab zu antworten, der uns ich weiß nicht welche Hinterhältigkeit, ich weiß nicht welche unausgesprochenen Absichte« unterstellt,“ Wo bleibt jetzt diese Piogrammtreue und ״Aufriehtigkeit“'11111 ׳ Basler Programm •steht nichts vom ״Staat‘׳, Sollte cs doch ״unausgesprochene Absichten“ bei seinem Verfasser gegeben haben —? Das Ziel, das Nordau in seiner Kongreßrede formuliert, ist völlig identisch mit dem von Weizmann vor der Friedenskonferenz ausgesprochenen: Als modernes Volk im Lande unserer Väter zu leben . . . Fs ist also sogar logisch und programmatisch falsch, wenn Nordau dem E. A. C. vorwirft, es habe wesentliehe zionistische Forderungen preisgegeben. Weit eiltscheidender ist jedoch die Ueberlcgung, daß die Forderung eines ״Staates“ im gegebenen Moment ein völlig abstraktes und wirklichkeitsfernes Verlangen wäre. Ein Staat ist nicht ein Medianismus, der mit einem politisehen Zauberstab aus dem Nichts geschaffen werden kann; er ist die Organisntionsforin einer gesellschaftliehen, menschlichen Wirklichkeit, die erst da sein muß, um die vollendetste politische Gestalt zu erhalten. Wir haben bereits öfter darauf hingewiesen, wie unfruchtbar diese ganze Diskussion ist, solange wir noch nichts genügend Tatsächliches geleistet, solange wir das jüdische Gemeinwesen nicht aufgebaut haben. Die Tschechen, Südslawen, Balkanvölker und andere haben jahrhunderte* lang ein völlig geschlossenes nationales Leben geführt, ohne ihren unabhängigen Staat zu haben; ihr Streben nach nationaler Unabhängigkeit war erst dann erfolgverheißend, als inan gewissermaßen nur den Vorhang wegzuzichen brauchte und der Staat fertig daständ. Wir sind von diesem Zustand sehr weit entfernt; unsere Aufgabe ist einzigartig, da wir erst die erste Voraussetzung, die Ansiedlung vollziehen müssen, ehe wir zu nationalem Leben kommen können. Und trotzdem vergleicht Zangwill uns mit den Tschechen und sagt, die Friedenskonferenz hätte uns nicht weigern können, was sie den Tschechen gegeben hat! Es ist völlig unangebracht, in diesem Augenblick über den Staat zu diskutieren, sofern man mit der politischen Realität rechnet. Worauf es aber ankommt, ist die Festsetzung der Bedingungen für freies nationales Schaffen, 11m unserem Volk die Heimstätte zu bereiten. Auch üer Judenstatt kann sich mir organisch aus dem Resultat unserer Arbeit entwickeln. Nicht auf das ״Fordern“ kommt cs an, sondern auf die eigene Leistung, das hat auch Nordätt anerkannt. Aus der ganzen Art der Nordauschcn Actißcrunge«, die einander so sehr widersprechen, bekommt man den Eindruck, daß es sich zum Teil um Entgleisungen handelt, die einem politisch so erfahrenen Mann wie Nordau nicht passieren sollten; denn durch die Verwirrung, die Nordaus Worte in die Ocffentlichkcit tragen, kann nicht nur beim jüdischen Volk, das wieder zu allerhand illusionären Erwartungen aiigereizt wird, sondern auch bei den politischen Faktoren, die sich bisher einem einheitlichen Wollen gegenübersahen, erheblicher Schade gestiftet werden. Wir müssen von der Leitung fordern, daß sie einen solchen Zustand der Verschwommenheit nicht aufkommen läßt. Max Nordau, der als Mitarbeiter Herzls in der zionistischen Welt große Achtung genießt, muß ein Vorbild zionistischer Disziplin sein. Er muß klipp und klar erklären, was er will, und die Leitung muß daraus die Konsequenzen ziehen. Man kann nicht eine Politik mitmachen und sie gleichzeitig bekämpfen. Die zionistische Oeflentlichkeit verlangt klare Haltung, damit auch sie unzweideutig ihre Stellungnahme danach einrichten kann. \X'. Der zweite zionistische Delegiertentag in Litauen Vom 1. bis 3. Januar tagte In Kowno der Zionistische Delegiertentag für Litauen. Unter den 48 Delegierten waren 32 Zeire-Zion und 4 Misrachisten. Den Vorsitz führte Rechtsanwalt S. Kusenbaum, der auch das politische Referat erstattete.’ Das Palästinareferat trug Dr. R o b i n s o 11 vor. Es wurden folgende wichtigen Beschlüsse gefaßt: A. Stellung zur Leitung. 1. Der zweite Delcgicrtentag in Litauen dankt dein F. A. C. für seine fruchtbare Tätigkeit zur Verwirklichung unseres Ideals, gratuliert der Leitung zu ihren Erfolgen im schweren Kampfe für unsere nationalen Rechte in Palästina und hot ft, daß cs in kurzer Zeit gelingen wird, die politischen und wirtschaftlichen Sicherungen zu erlangen, um Palästina für das jüdische Volk zu erwerben. 2. In der Einsicht, daß׳ die Leitung seit sechs Jahren ohne Kontakt mit den Volksmassen und ihren Bevollmächtigten arbeitet, was zu Disharmonie und Entfremdung zwischen Führern und Volk führt und das nötige Vertrauen beeinträchtigt — fordert der Delcgicrtentag die sofortige Einberufung der Jahreskonferenz trotz aller Schwierigkeiten sowie die Vorbereitung eines Kongresses, selbst aut die׳ Gefahr hin, daß ein Teil der Weltorganisation vermißt werden wird. B. Palästinafrasfen. 1. Der Delegiertcntag drückt den Wunsch aus, die Leitung möge alle nötigen Vorbereitungen machen, um gleich nach Lösung der politischen Palästlnafrage den Emigrationsstrom empfangen zu können, so daß «ine Massenein Wanderung, die den Landes- Bedingungen angepaßt ist, ermöglicht wird. 2. Die Leitung möge sofort die Einreise von denjenigen Elementen ermöglichen, die für die Vorbereitung der Einwanderung und Ansiealutw׳ vonnöten sind. 3. Die Leitung möge energische Maßnahmen ergreifen, um die Einreise der Tausende von Chaluzim au ermöglichen, die auf dem Wege nach Palästina W****fc ic*■ S Bflfo; IVillner Zlmitillidie Vertlntjuns, tlrrtl« C, I». •«»•loHir. V Telefon! Zentrum 3414/1J. _ 1,!! ■, .-gej-!—־. ׳*y-yirre-re״ Tty־—erer—xmft ——a*^ Palfitllna-Autbau-Woehc. Donner«•«, dan 3X Januar Ahand» Z'/« Uhr DJfllhncr Saat, lßt»9w»traS« 7*. KONZERT Joieph Schwär* Thea Bisher Aaclr••» W»lj<uh4r Klaylar Gelang Vtotln« lUrian 4 M. 10.—. 4. - . i—. Sonntag. den 33. Januar Milt»«• 1* Uhr broderverelnihau«, Kur(ar»len»tr•»« 11*. MATINEE Ehe!.«ker-SchOler! Vorteiun« •u> •Iganen Warkan. Karten 4 M. A-. (Inlrlllihnrlen ilntl tu haben! an den Thcolefl»uen Bol* tl Bodr und Werthelm. Budihandtung Ewer, Knoebedtile. 34/53. Duchhaiialung 0»lartag, Aägtburger Sir, 3s, Zlonhliidie« CrntrolbOro, S8ch»!1d1« Slraat S und Im OQro der Berliner ZlonUllsdten Vereinigung. SeydeUlr. 3. Sonntag, den 23. Januar Von 10—»Uhr JüdliJio Buch- und Kuml-AuulelluniJ der Budthandlung E«tr Im Brfldcrvereln*hnu». KurJflr»ten»traS* 115 Elnlrlll frei. Wahrend der PaUhllna- Aufbau •Wodte! flea• ml-Au Midi und de• graphUdien Werke» von Joref Dud ko, Radierungen Sthabkum! HoUichnllle In den Raumen der Buchhandlung Ewer, Kne1ebed1»tr,54/5S. ElntrUI frtll’ Der Reinertrag •amtlicher Veramlatlungen flieht dem Hllüwerk Mr PaMttlna (rnläitlna-Aulbaufond•) tu. Sonnabend, den 34. Januar Abend» S','tUhr tlapocllliaealr, Orligruppe Berlin. Verrammlung Im Volkihetm DrogonerUr. 32. Chawer Rudolf Samuel Ober! ״Krapofklnt Ge*dücht4auffa««ung' Sonntag, den 35. Januar Nadimlltag• 5 Uhe tn den Ge*am*r8umen de» Brüderveretnibnute». Kuf«Sr*len»tr. 11$, Zionisten-Ball- Trauilaieur-Batlordiaiier Kaborefi Tambata Karlen Im Vorverkauf bl» 32. Januar M. 10.— Inkl. Steuer, atkdann M. IS - Im ö Z. V.-bQro, SeydeUtr. 3 und Im Central Büro, SaduUche Sir. 4. Bel •chrlflllcher ßeilellung Zuwendung gegen Nachnahmr. Dlcnitag, den 27. Januar Abend» Uhr ZlonltiUdier Jugendvareln. Berlin. HeUlgegeUBIraSe $2. Vorfrag de» Herrn Waller Samuel» .Die »lonlilliche OrgenBallon und Ihre Neugctlallung*. Vortragicyklu» der Gruppe SQd, Im Helm, Prlneentlrabe 42. .Da» JQdltche Volk, •eine Sprache und Lilcralur ln den Kauplepo htn * Donnertlag. den 29. Januar Abend» Uhr 1. Vortrag. Dr. Schimon B •r n f» I d! Volk und Spr.dte Im Zeitalter der Bibel. Vortra£»cykla» der Gruppe Nordi .Urner PalaUtaa". Doancrtlag. den 29. Januar X Vortrag, Richard Lichthelm! Urner 1’alauina, ein pollttiche» Problem. Donnertlag. den 39. Januar Abend» ( Uhr Gruppe ״Weil", Im ZahnSrtlehau», DOIowilr. 104 Fraulein Rota Liechlen •lein (vom Thealer KOnlggraiter Str.) Iletl! Heine, Zuckermonn. Buber, Diallk u au» dem .Jeremlat'' von Stefan Zweig. MuilkolUche Darbietungen » Tee EifrUdiungen Karlen M 3.— nur Im Vorverkauf bei den Vorilandimllgtledern der Gruppe, Budihandlung Ewer, Kne»ebed1>!ra&e 54 35 und Büro der ״Kundichau", SSchiUche Sir. 0. Donnmlag. den 4. Marc Vor anaelge! Abend» '/!» Uhr JOdltdier Turnverein Bar Kodrba, E. V״ Im Lehrerverelnihau», Alexanderplat». rrr—דד—r 2־! ITalK rrnr׳.T5a »um Beilen de» JOdlidien Sporlplaltaa. Karienvoibeitellungcn Im BOro, Helllgcgelililr. 5.2. (Tel. Cenlrum 1410) lungern, und ganz besonders der Chaluzim In Litauen, die sich vorbereitet haben, in Palästina zu leben und zu arbeiten. 4, Der Delegiertcntag fordert die Palästinakommission auf, unsere Arbeit cncrgLsch weiterzuführen, ohne sich von den Kräften stören zu lassen, die gegen die politische und sprachliche Einheit des Jischuws sind. 5. Die Nationalisierung des Bodens in Palästina ist einer der Pfeiler sozialer Gerechtigkeit, auf denen unsere Zukunft basiert. Die Leitung hat für die Verwirklichung dieser Bestrebung genaue Finanz- und Kolonisierung sproß ramme auszuarbeiten. C. Palästinaarbeit in Litauen. 1. Beim Zionistischen Zentralkomitee wird ein Palästinabüro gebildet. 2. Das Büro besteht aus füllt Vertretern der verschieden«״ Strömungen im Zionismus und aus einem Vertreter des Hechaiuz. J. Aufgaben des Büros sind: Erteilung von Auskünften, Veröffentlichung von Palästinaliteratur, Einrichtung von Palästinakursenj Registrierung der Aus- Wanderer; praktische Ausbildung von Chaluzim in Gütern, Fabriken usw.; Ermöglichung der Reise für Unbemittelte, besonders für Chaluzim. 4. Die Arbeit für den N.-F. wird intensiviert. Ein besonderer Vertrauensmann wird gewählt, der sich dem N.-F. zu widmen hat. 5. Zionisten, die in den Gemeindevorständen oderauf dem Gemeindetag tätig sind, sind verpflichtet, dahin zu wirken, daß diese Institutionen die Palästinaarbeit in ihren Tätigkeitskreis aufnehmen. K. finanzielle• 1. Der Schekel wird auf 4 M. festgesetzt. 2. Jeder Zionist zahlt al* Landesbeitrag mimle.u;״, 2 M. im Monat, von denen 1 M. für den Kulturuns schuß der Zionistischen Organisation «hgeführ! wird. 3. •Das Budget wird auf 1(100(1 M. monatlich fe»t. gesetzt (()000 M. da• l'Vo, 5000 M. Kulturarbeit 6000 M. Pm9e). Vom Misrachi. Die Wcltkonl'ereiu de« Misrudn ist am 14. Januar in Amsterdam eröffnet worden Delegationen aus allen Lindern sind cingetroffen. Die palästinensische •Delegation besteht aus dem Chacham Raschi Benzion Usiel, Rabbi J. L. Cohen Fischmann und S. M eisei. Diese Delegation, die am 18. Dezember in London eintraf, hat eine Summe Geldes für die Kriegs- und Pogromopfer der osteuropäischen Länder mitgebracht. Die Ausschreibung der Wahlen zur Vertreter- Versammlung der Berliner zionistischen Vereinigung" In unserer Notiz in voriger Nummer sind bei Anfüimi״ ’ der Namen inehreie Druckfehler unterlaufen. $;«)• Leonis Bernstein soll es heißen Borig Bernstein■ statt Josef L e v y richtig: J o s e f L i n. Kuriosum Die Nationalität der Prcßburger Jeschiwah-üachurim. Ein Redakteur der ״Prcßburger Zei 11111׳“ hatte eine Unterredung mit dem Schulreferenten des ßraiislavacr Ministeriums, KVgierungsrat Amon S'.ei'nnek über das Unterrichtswesen in Preßburg und erhielt von ihm zwecks Veröffentlichung eine statistische Aut.-tci'lung d,r nationalen Gliederung und der Unterrichtssprache״ in den verschiedenen Prcßburger Schulanstalten. lieber die Jcschiwah teilte Regierungsrat Stefanck folgendes mit ״An der Rabbinatsschule bestehen drei Abteilungen; die־ selbe zählt 52 Hörer, hiervon er klarten sich 23 als Slowaken, 21 als Deutsche und 8 als Magyaren. Der Unteriicht erfolgt im hebräisch-deutschen Jargon.“ - Dazu bemerkt die Prcßburger ״Jüdische Zeitung“: Nun weiß wenigstens die Üefienilichkcit, wie verschieden die Nationalität der hiesigen Bachurim ist. üb die 2J Slowaken und die 8 Magyaren dem Unterricht im hebräisch-deutschen Jargon folgen können, ist in dieser merkwürdigen Statistik nicht angegeben. Literarische Mitteilungen Seit einiger Zeit erscheint in Jerusalem ein amerikanisches Tageblatt unter dem Namen ״Jerusalem News“ in englischer Sprache. Das Programtn der Zeitung ist die Wiederauirichtung der Herrlichkeit Jerusalems, in der Einheit und Friede herrschen soll. An der Spitze der ersten Nummer erschien eit Brief von General Allenby und des amerikanischen Konsuis. Demnächst soll auch eine griechische Zeitung erscheinen. Heft 2—3 der hebräischen Monatsschrift ״H a j a r d e n" ist erschienen. Es enthält u. a. folgende Aufsätze: M. Leiter: Jahresübersicht, B3r-Towia: Demokraten, M. Vogelmann: Chassidismus und Romantik, Rabb. Dr. Josef Seliger: Forschung über die Ent- Stellung des ,^Pijuth“, M. D. Groß: Babylon oder Palästina, Lea Seliger: Erinnerungen aus Palästina, Rabb. Dr. A. M. Cohn: Raschi, A. Kahno: Zeichen des Niedergangs. Die Adresse des Hajarden lautet: Bahnhof-Postfach, Zürich. Nachrichten Hebräische Vorlesungen in Berlin ln den Räumen der Lehranstalt für tlie Wissenschaft des Judentums fand am 15. ds. Mts, im Rahmen der Vorträge der Freien Jüdischen Volkshochschule du' erste Vorlesung in hebräischer Sprache statt. Dozent Dr. Harry Torczyncr las über dns Buch Koheleth. Dieses Ereignis verdient die Aufmerk• sainkeit weiter Kreise. An der Stätte, an welcher einst ein Abraham Geiger, also einer der protnincntes;cn Bekämpfer des nationalen Gedankens, gewirkt hat, an der Stätte, an weicher noch vor nicht allzu langer Zeit der D02ent für Homiletik es für seine vornehmste Aufgäbe hielt, alle nationaljüdisch angehauchten Predigte״ der Rabbinatskandidaten zurückzuweisen oder in Grund und Boden zu kritisieren, an derselben Stätte, von welcher die liberalen jüdischen Gemeinden mit Rabbinern versorgt werden, die in antizionistischem Geiste wirken, war ein lebendiger Hauch der jüdischen Renaissance zu spüren; es erklangen lebendig die Töne der alt-neuen Sprache vor einem verhältnismäßig zahlreichen Publikum, das mit gespanntester Aufmerksamkeit den wissenschaftlichen Darlegungen des Dozenten lauschte. Diese Vorlesung ist kein vorübergehendes Ereignis. Sie 11־ ein Zeichen dafür, daß auch die Gegner der nationaljüdischen Bewegung sich der überwältigenden Macht der jüdischen Renaissance nicht entziehen können, denn der neue Geist ist stärker als sie. — Die nächste hebräische Vorlesung des Dozenten Torczyner über Köln׳■ leih findet Donnerstag Abend, 8 ■Uhr, in der Artillerie• Straße 14 statt. Alle Freunde der hebräischen Sprache seien auf diese Veranstaltung der Volkshochschul* t*- sonders aufmerksam gemacht. l/. Linuespoiiiu, 1. Der Delcgicrtentag drückt sein volles Vertrauen detn Mitglied des A.C., R.-A, Rosenbaum, und dem Minister für jüdische Angelegenheiten, Dr. Soloweit• s c h i k für ihre fruchtbare Arbeit zur Festigung unserer nationaten Lage in Litauen aus. Der Delegiertcntag findet, daß der jüdische Minister dem Ckmeindctag und dem Nationalrat verantwortlich ist, und daß sein Anteil in der Regierung, als ein Nationalminister, von etwaigen Acndcunathängig^H Part<*enzuWmmensetzUfl£ der Regierung Lehranstalt für die Wissenschaft das Judentum», Berlin. Montagsvorlesungen. Wie seit Jahrzehnte« veranstaltet auch in diesem Jatire die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums eine Reihe von Vor• lesungen. Der Ertrag ist für den Stipendienfonds der Anstalt bestimmt. Am 26. Januar würdigt Professor Dr. El bogen die Persönlichkeit Ludwig Geigers. Am 2. Februar spricht Geheimrat Amtsgerichtsrat Ka• lischer über ״die Bedeutung der Oottesnamen für di* Ralqpon Israels“. In •m«m Vortrag am 9. Febmar bet;

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