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Jüdische Rundschau · 1919-12-19 · Heft 90 (19.12.1919) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 90 (19.12.1919)
Date
1919-12-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
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JUED RUNDSCHAU SCHE 3er. tat ii nltin* 1 d c 1 ossea, ngabt urde! wecksind, attge• titäte#! und diese , B«. isemi• •am als ijngej Leider t de* ilirend lamals e der lürftig ersehe die a ltigsie ditteli Kampf liest« idiickt assen• 111 das 1t alle n und lätters . Sehr dbiaul eugvi disclie disehe J mit [endet mm er, ischen : war jlutio- :örung Jahi^ t der S der gt za diesen;pridit :haft“) iberalt Spur wen* njiatig er Inrsche» if warnt darauf Weli- 1 tim» Ledig■ lusena tammwar mf die ordea rschaft ״Pomseiner raus« Aale»• s. Die Diutioi tismtq artsclr ra ge matto :t da lasse« Kraft! oh׳ t:.> dies« eaktia te z! )hitkfl :11 llft e n j» ,tiona'1 :11 7.11 ld d< 1.“ vir W istisch Wall stellt« oluö : jasiä *r Ji lichk« Herr« okrat« :mein« iiämed gen. ►en, « nateri listische Geschehen einfügend, ökonomisch erklärt: die derzeitigen üemeindegewaltigen bemühen sich, den deutsch-vaterländischer Charakter der jüdischen Religionsgemeittden“ herauszukehren; sie berufen sich aber auch auf ihre höhere Steuerkraft und Steuerleistung für ihre Kirche und gebärden sich trotz antisemitischer Prügel als klassenmäßig zu jenen anderen gehörig, die im agrarisch-konservativen Lager die christlichen Kirchen für ihre nationalistisch-reaktio- ■ären Zwecke ausbeuten. Daß aber jüdische Demokraten in der Heldeiirüstung liberaler Weltanschauung sich derselben mittelalterliciien Mittel bedienen und ihre wirtschaftlich schwächeren Glaubensgenossen vom Mitbestiininungsrecht in Kultusangelegenliciten (Schule 1»sw.) ausschließen, das ist eine im republikanischdemokratischen Staat unmögliche und nicht zu duldende Erscheinung. Die kapitalistisch-reaktionären Stützpunkte werden hoffentlich auch aut diesem Boden ausgemerzt werden, wofür die Trennung von Kirche und Staat und die Uebergabe der Schule, der Ehe- Schließung mit allen sonstigen öffentlich wichtigen Kultusangelegenheiten in die Staatsgewalt wohl die Entscheidung bringen wird.“ Bolschewistischer Pogrom Ein schwerer Judenpogrom soll, einer Odessaer Meldung des ״Temps“ zufo!״e, in Kursk jlurch die Eolschewiki veranstaltet worden sein. Die antibolschewistisehen jüdischen Intellektuellen und Bürgerlichen wurden vor ein Gericht gestellt und nach kurzem Verhör erschossen. Dies ist nicht die erste Nachricht, die uns von wütendem Antisemitismus in Sowjetrußland berichtet. Konferenz der N. F.-Vertrauensleatc verschoben Leider muß infolge der Verkehrs Schwierigkeiten die tür den 25. Dezember angesetzte Konferenz der Vertrauensleute des N.-F. verschoben werden. Sie wird am Sonntag, den 4. Januar 1920, vormittags 10 Uhr, im Zionistischen Zentralbüro, Säehtische Str. 8, stattfinden. . Wir bitten um sofortige Mitfeiittng der Zustimmung. Nachrichten ‘Berlin. Die an der Handelshochschule begründete jüdische Arbeitsgemeinschaft arbeitet erfolgreich. Sie steht auf dem Boden des jüdischen Volkstums. Ostjüdische Fortbildungsschule, Berlin, Linien- Straße 10. Wochentäglich von 8—10 Uhr abends. Lehrgegenstände: Hebräisch, Deutsch, Englisch, Rechnen, Naturwissenschaft, Hygiene, Rechtskunde, Völkerwirtschaff, Jüdische Geschichte und Literatur der alten und neuen Zeit. Der Unterricht ist unentgeltlich. Anmeldam gen erfolgen beim Verband der Ostjuden in Deutschknd, Berlin, Linien str. 19 (Telephon: Amt Norden 3480). Berlin. Die Jüdisch- Nationale Frauen- Vereinigung veranstaltet am Sonntag, den 21. Dezember, nachmittags V*4 Uhr im Blüthnersaal, Lützowstraße 76, eine große Chanukkah-Kinderfeier und bittet alle befreundeten Vereine, diesen Nachmittag freizuhalten. Berlin. Der Jüdische Jugendverein ״Ibriah“ veranstaltet am 23. d. M., abends 7 Uhr, in der Ressource, Oranienburger Str. 18, eine Chanukkah-Feier. Wir bitten alle befreundeten Vereine, sich diesen Abend frei zu halten. Näheres siehe Inserat. Berlin. Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina sch reibt; Denkt an die Spielsachensammlung für die Jerusalemer Kindergärten! Sammelstellen in Berlin: Frau Lilli Glaser Düsseldorfer Str. 65, Amt Uhland 5100, und Frau Arnold Barth, Luisenplatz 8, Amt Norden 12170. Aut Anruf werden die Spielsachen evtl, von den Spendern abgeholt. Berlin. Am 24. November konstituierte sich hier eine Zweiggruppe des Münchener ,,Danielbundes“. Die Gruppe, die eine lebhafte Werbetätigkeit zu entfalten gedenkt, teilt uns über ihre Ziele folgendes mit; Der Daniel-Bund will durch Förderung aller Bestrebungen, die eine physische und sittlich« Wiedergeburt des Judentums bezwecken, und zwar unter Berücksichtigung aller humanitären, sozialen und hygienischen Fortschritte eine ethisch« Erneuerung־ des -Judentums herbeizuführen suchen; er erstrebt Ermöglichung einer seinen Zielen entsprechende Lebensweise durch Gründung jüdischer kooperativer Landsiedlungen besonders in Palästina, mögliehst auf gartenbaulich-vegetarischer Grundlage; Vermeidutig sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit durch Ausschaltung des Großkapitals, des Großgrundbesitzes in Palästina und durch Zuteilung eines gleichen Landmaßes an all«; Beseitigung aller Klassen und Standesunterschiede. In der Errichtung eines jüdischen Volkstums in Palästina erblickt der Bund nicht die Errichlang einer neuen Scheidewand zwischen Nationen, sond-erri di« Lösung bestehender durch die unnatürliche Situation der Juden veranlaßter nationaler, Wirtschaftlicher und religiöser Spannungen. Er verlangt die Teilnähme des jüdischen Volkes an völkerverbindenden Be- Strebungen. Interessenten mögen sich an Apotheker M amlok, Berlin W. 35, Potsdamer Str. 130. wenden. Berlin. Am 8. Dezember d. J. hielt Frau Miriam Hoofien, Leiterin der Spitzen schulen des Ver- Bandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Pal ästina im Logenhaus, Berlin, Kleist- Straße 10. einen öffentlichen Vortrag über die Kriegsarbeit in Palästina. Die Ateliers haben sich durch die Kriegszeit hindurch erhalten können. Neben den Flickstuben wurde noch eine Waschanstalt errichtet, wo Aufträge von Militär ■und Zivilpersonen auageführt wurden, und die sich durch sich seihst erhielt Ehemalige Schulerinnen der Farm Kinereth bilden den Kern der im Lande tätigen Mädchengruppen für Gemüsebau und bewähren sich sehr gut. Oie sehr interessanten Ausführungen werden die Zuhörerinnen hoffentlich zu einer intensiveren Werbearbeit für den Kulturverband anregen. Chemnitz. Am 11. Dezember fand hier eine vom Jüdischen Gemeindeverein einberufene Versammlung Berliner Kalender BOro: Mn« S#nl*fl»d1e Vereinigung. Berlin C. 19. Sejrdelstr. 5. Telefon! Zentrum 3614/13. I Sonntag, den 2t. Dezember Nachmittag» 4Uhr pOnkll. ■ UanlUbdur Jugendverein Berlin, Philharmonie, dernburger Str. I Chanukkah-Konzert mit antthl. Ball I »1 Gunsten des Pol«»tlna-Aufbaufond». Unter gflllger Mitwirkung von I To»sy u. Albert Splwakowskl, Elsa Lewln, Basch# Fried mann.■ Karlen su Mk. 1« —. 8.—, 6 —. 1 NallonalJQdlschc Frauenverelslgung, Blflthner-Saal, Latsowtlr.?6. Chanuk kah-tClnderiheaicr. Nachm. 3 */4 Uhr. » Karlen far Kinder Mk. 1,50, für Erwachsene Mk. 3,—. Montag, den גב. Dezember Nachmittags J/»4 Uhr Gruppe Cat, Esmerdistr. 19. KiDder-Chanukkah'Fefer des hebrglsdien Splelnachmlltags. Hapoil-Hazatr, Berlin, Musiker - FcstsSle, Kaiser •Wllhelmstr, 31. Pünktlich J48 Uhr ebenes Chanukkab'Fefer unter Mitwirkung des Chore» der , Ibrta " Karten zu 6.-ב ,—,3 ,—.5 ,־.— Mk. Diemtag, den 23. Dezember Nachmittag» 344 Uhr Gruppe Weil und Charlottenburg, Darmilfidter Sir. 1, bei Köhn. Klnder-Chanukkah-Fcicr de» hcbrdladien Splelnachmlltag». Sonntag, den a». Dezember, 8Uhr .8 יו0 א' 1' טבח שעה הסתדרות הטורים העברים בתוך NattanalfBdlsdie Lehrer und Erzleherorganlzattou. "שטת ההוראה העברית בקביצות" seydeiztraie 3. .המרצה: י. לבמן־חביב בלשכת הציונית Die Leiehalle der Gruppe ״Nordweit" (Im Heim, Tlergerlenedt, Klop. Stocksir. 1, Ecke Handels!!■.) Ist Jeden Sonntag, vormittag» von 10 -1 Uhr und Jeden Donnerslag. abends von 7 Uhr ab geöffnet. Hebr&Ktchc Kurse. Gruppe ״Süd", Im Helm. Prlnzenstr. 42. Jeden Donnerstag und Sonnabend von 7—8 Uhr zweistündiger hebrSladser Spradskursus tQr An!Saget, desgleichen ein elnstandiger Kursus tür Anfänger: Donnerstag von 7 8 Uhr. Meldungen an Schwabe, SQdemde, Potsdamer Sfr. 73. (Telephon Sieglitz 90.) Gruppe ״West". Jeden MUtwodi und Sonnabend von 7J׳j — 9 Uhr. HcbrSisdser AniSngerkarsua bei Herrn W tlenskl, ln der Wohnung de» Herrn Architekt Lesry, Prager Str. 72. Neue Teilnehmer können aufgenommen werden u. wollen sich zu den angegebenen Zetten melden. Gruppe 1*0״", lim Helm, Llppehner S!r 9. Jeden Dienstag u• Sonnabend, abend» 8 Uhr finde! je ein hebrSisdier Sprachkursus für Anlgnger und Fortgeschrlllene stall. Ferner findet Jeden Sonnabend von 7—8 Uhr ein l(1>rsu* 1!» Jüdischer Geschichte statt. , HebrSlscher Sprachkursus ״Nord". Jeden Donnerstag von H8~yj9 Uhr Im Herzl-Klub, Grobe Prasldenfenstr. 2. Anmeldung daselbst, oder bei Frl. Ascher, Brettealr. 3. HebrSlsche Klndersplelnadimtttage: Gruppe Centruin, Im Volkshelm, Dragonerstraße 22. Jeden Sonnlag nachmittags 4 Uhr. Anmeldungen bei Schosdr. Mppcrhütz, Atexanderstraße 21. — Gruppe ״Ost", Uppehner Str 9, pari Jeden Montag, nachmittag» H4Uhr. Anmeldungen bei Regina Cohn. Jablonsklstrafe 10• — Gruppe West und Charioitemburg. Jeden Dienstag, nachmittags Vf4 Uhr, bei Köhn. DarmslSdter Straße 1. Anmeldungen bei Hermann Budsfalawski, Sybalstraße 3. — Gruppe Sfid, Im Helms, Prlnzenstr. 42. Jeden Mittwoch, nachmittags $44 Uhr. Anmeldung bei Schwabe, Südeude, Potsdamer Sh-aßc IS. (Telephon Sieglitz 901. — Gruppe .,Nordweit." Jeden Donnerstag, lm Helm, Tiergarteneck, Klopstodistr., Ecke Handelst»■. Anmeld, bet Carl ChaJlm Konschewskl, Elberfelder Straße 28. (Tel.: Moabit 3939». — Die Leitung der Kindersptelnachmlttage liegt In den HSndcn ron Schosch. Helberstadler aus Palästina. Teilnehmen können Kinder von ungetihr 3—12 Jahren. Eltern können den Spielstunden beiwohnen. Wahrend der Schulferien fallen die hebrSlschen Kinder»plelnadtmlttage nlchl aus. — Vom 1. Januar ab »Inden die hebräischen KlndersplelnachmttlggLfrr Gruppe ״Ost‘‘, JaMonskystr. 10, statt.___ He^m^cfaer Kindergarten. Montag bis Donnerstag, vormittags von Hl Uhr, Nestorstr, 4, bei Weltimonn. Der Kindergarten steht Kindern im Alter bh *u 6 Jahren offen. Eine beiehrÄnHe Anzahl von Kindern kann noch angenommen werden. Meldungen an das Kql״ turdeiernai «tcr B. V, oder an Df. Sdnvabe, SüdcncJe, Potsdamer Strafe 13. (Telephon Siegln« 90). statt, die von etwa 409 Personen besucht war. Im Anschluß a!1 ein Referat von Dr. Salb H i r s c 11 - Berlin wurde eine Resolution angenommen, in der gegen das reaktionäre Wahlrecht protesierl und Sistierung der aut den 15. Dezember anberaumten Wahle» verlangt wurde. Bekanntlich gilt in Chemnitz noch immer ein reaktionäres Statut von 1913, das ganz allgemein den Zensus als Wahlrechtsvoraussetzung hat und der außerdem den Ausländern nur dann 'das Wahlrecht konzediert, wenn sie zehn Jahre in Chemnitz ansässig sind und in diesen zehn Jahren durchschnittlich ein Einkommen von 7000 Ws 8000 M. versteuert haben. Die Chemnitzer Gerneindegewaitigen sehen afso nur den Ausländer als Bruder an, der ein gewisses Einkommen hat. Dresden. Im Zionistischen Jugendbund Dresden sprach Herr Erich Tocplit z, "Leiter des jüdischen Kunstarchivs über: ״Die Baukunst der J11 den i 1» Altertum‘‘. Damit Erez Israel ein jüdisches Aeulierc erhalte, müsse man die Bauten der jüdischen Vergangenheit kennen lernen, deren Erforschung einen Teil der Arbeiten des jüdischen Kunstardiivs ausmachen. An der Hand zahlreicher Lichtbilder, zeigte er die ältesten wieder aufgefundenen Wohnhäuser, die erhaltenen Reste und die Rekonstruktionen des Tempels und die Synagogen. Nachdem er noch kurz das Fcstungsbauwcsen gestreift hatte, schloß er mit dem Wunsche, daß seine Ausführangen weiteste Kreise anregen mögen, sich mehr mit der jüdischen Kunst zu beschäftigen. Frankfurt. Hier konstituierte sich eine ,,freie Zkinistische Verbindung Hasmonaea“, die auf dem Boden des Baseler Programms steht und unbedingte Satisfaktkw» gibt. Mensuren mit Juden sind verboten. - Nachdem alle zionistischen Verbindungen in Deutschland auf dem letzten Kartelltag des K. J. V. die Satisfaktion ausnahmslos verboten haben, halten wir die Gründung neuer schlagender zionistischen Vcrhindungen für einen im Interesse des deutschen Zionismus be- Säuerlichen Rückschritt. Graz. Ende November fand die Generalversammlung des Jüdischen Nationalverbandes in Graz, statt. Der Obmann, Dr. Artur Rosenberg, erstattete den Tätigkeitsbericht. Gegenwärtig bestehen an nationalen örganisattonen, der Jüdische Nationalverband, die Frauen- Organisation und der Sportverein ״Hakach". Dazu kommt noch der Jüdische Stindentenverein und der Hebräische Waad. Der Nationalverband zählt gegenwärtig 200 Mitglicder. Ihm obliegt die politische Arbeit, während die Frauenorganisation vorwiegend soziale Aufgaben erfüllt. Vom Hebräischen Waad werden Kurse geleitet, in denen 160 Erwachsenen und Kindern hebräischer Sprach unterrieht erteilt wird. Der Natioiialverband gibt seit September eine eigene Monatsschrift heraus: ״Grazer Jüdische Nachrichten*‘, mit deren Leitung Dt. Jakob Weiß betraut ist. Zum Nationalfonds-Komntissär wurde nach Abgang des Herrn Karl R o s e n 1)1: rg e r Herr Hermann!:;ärger bestellt. Den Zusammenhang zwischen den nationalen Organisationen der osterreichischen Provinz' wird durch eine Tagung in Lin:׳ Ende Dezember gefördert. —• In der Abwebrbcwegung gegen die antisemitische Hetz weite nahm der Nationalverband mit rascher Initiative die Führung an. Er intervenierte bei der Landesregierung, beim Bürgermeisteramt bei der Staatsanwaltschaft, beim Polizeipräsidium und beim Rektorat mit dem Erfolge, daß von allen Behörden die exekutiven Organe angewiesen wurden, weiteren Uebergriffet! der Bevölkertnig, wie sic iiamenilieh durch das Ankleben antiseniitkeh-er Zettel, den Ausdruck fanden, Einhalt zu tun. — Mc Versammltiing nahm den Bericht mit Befriedigung zur Kenntnis. Bet den Neuwahlen wurde zum Obmann Dr. Artur Rosenberg, zum ersten Obmann-Stellvertreter Julius Grüner, zuin zweiten Stellvertreter Dr. Jakob Weib gewählt. Hannover. hier Herr Dr. Am Montag, den 8..!Dezember, sprach Go ld m an 1» über das Thema: ״Die Juden und die Völker“, am Dienstag, den 9. Dezember, Herr Arlosoroff iin Rahmen des Hapoei-Hazalr über: ״Die -Wahrheit aus Palästina“. Beile Vorträge waren gut besucht, ein Zeichen, daß das Interesse für jüdische Dinge in Hannover steigt. Harburg (Eibe). Am Mittwoch, den 19. November, sprach Herr Samuel, Berlin־, vor einer, für die hiesigen Verhältnisse sehr zahlreich besuchten Versammlung über: Das Wesen des Zionisnuit“. Nach der Debatte und dem Schlußwort des Referenten wurde dann von Herrn Rotte r, Harburg, die Gründung einer Z i 0 - nistischen Ortsgruppe vorgeechlagen. 111 einer ausliegenden Liste ließen sich sofort fünfzig Mitglieder für die demnächst zu gründende Ortsgruppe eintragen. Wir hoffen, bald den Bericht über die Gr&ndungsver- Sammlung bekanntgeben zu können. Heilbronn. Am 26. Oktober hielt Herr Davis Trietsch einen Lichtbildervortrag über: ״Die neue Kolonisation Palästinas“. Die Veranstaltung war sehr gut von allen Schichten der Gemeinde besticht und der Vortrag mit großem Beifall aufgenommen. Der. wohlgelungene Abend erweckte vielfach Interesse für Palästina und für die Arbeit unserer hiesigen Ortegruppe. Hildesheim. Am 22. Oktober d. J. sprach hier Herr Dr. Löwen, stein - Berlin über das Thema: ״Was will der Zionismus?“ Obwohl von Mitgliedern des Centralvereins hier "mit allen Mitteln versucht war, durch eine Boykottpropaganda die Abhaltung des Vortrags unmöglich zu machen, waren zu dem Vortragt ca. 50 bis 60 Personen erschienen, eie den Worten des Hbrm Dr. Löwenstc-in lebhaften Beifall spendeten. Der Erfolg des Abends war, daß trotz des Boykotts 16 Personen sich־ auf Anregung des Redners zur Gründung einer Zionistischen Ortsgruppe Hildesheim bereit erklärten. Es wurde daraufhin eine Ortsgruppe gegründet, der es hoffentlich bald gelingen wird, auch in dieser bisher vemachlässigten Gegend größeres Interesse für unsere Bewegung zu wecken. Als erste größere Veranstaltung unserer Ortsgruppe fand am 26. "November d. J. ein Vortrag des Herrn Otto Lehmann-Hamburg über das Thema: ״Der Antisemitismus und die deutschen Juden“ statt. Trotzdem auch dieser Vortrag von unseren Gegnern zu boykottieren versucht war, war der Besuch des Vortrags verhältnismäßig gut. Der Erfolg dieses Abends war für unsere Ortsgruppe 6 Beitrittserklärungen und für den Jüdischen Nationalfonds Spenden von ca. 100 M, Der Vorstand der Ortsgruppe Hildesheim besteht aus dem Herrn Rechtsanwalt Dr. Gold berg als ersten Vorsitzenden, Referendar S c h ü n b a c 1.׳, Hildesheim, Holmerstr. 8, als zweiten Vorsitzenden und Schriftführer und Fräulein Erna Ball 11 ei me r als dritte Vorsitzende._ Die Zusammenkünfte der Ortsgruppe finden vorläufig jeden Montag abend 8 Uhr im Khtbztmtnef des Rheinischen Hofes hier statt. Wir bitten vorübergehend hier weilende 11esinjiungrgenos-'en stets an unseren Abenden tälzunc-hmen. Kiel. Herr Otto L ehma u 11 - Hamburg sprach am i7. November über ״Judentum und Antisemitismus“. Der Referent, der in fesselnder Weise die Ursachen und die Bekämpfung des Antisemitismus vom zionistischen | Standpunkte entwickelte, wußte nach einer regen Aus- | spräche die Bedenken von .gegnerischer Seile treffend zu widerlegen. Er führte den beweis, daß die Bckäiiipfung des Antisemitismus so lange ohne Erfolg bleiben muß, als sich nicht die Erkenntnis Bahn gebrochen hat, daß die Wesensvcrsclredenhcif der Juden gegenüber den Wirisvölkero innerhalb der Diaspora nur ausgeglichen werden kann, wenn dern jüdischen Volke dfe Möglich- 1 keit gegeben wird, seine kulturelle Eigwart durch die I Konzentration in Palästina zu wahren. Durch die zu schaff enden Vertretungen »n der! Ländern des Golus würden ihm die Anerkennung seiner Rechte mehr verbürgt sein, als es je im Laufe der hundert Jahre nach der Emanzipation geschehen ist. Als Repräsentant wurde! unser Gesinnungsgenosse He rz.be rg in den Vorstau d de r G emeinde gewählt.; Leipzig. Das zionistische Leben ä1 Leipzig steht im j Zeichen erfreulicher AufwärtsbewcgtKig. Namentlich äst j für eindrucksvolle Propaganda durch eine gediegene regelmäßige Vortragstätigkeit Sorge getragen. AmiAfiend! c.cs 29. November sprach iro iiberftijjfen Saale der [ Höheren Israelitischen Schute Herr Dr. Meyer über ■ ״Parteien und Strömungen im Judentum“, ln sachlicher ־ Betrachtungsweise gab der Rechter eine anschauliche Uebersicht über iSe Gegensätze und Kämpfe der politt sehen Prinzipiell im Judentum alter Und nemer Zeit. Die Diskussion war sehr lebhaft. Von jugeiitfKcher agudistischer Seite wurde zwar versucht, den ^kmismus in religiöser Hinsicht zu diskreditieren, ein Unternehmen, das aller an der Abwehr des Vortragenden und der zionistischen Debatteredmer scheitern mußte. Erfreulich wirkte es daher, dali im Gegensatz zu jenen jugendlichen Heißspornen ein wirklich berufener, reifer Vertreter der

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