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Jüdische Rundschau · 1919-11-28 · Heft 84 (28.11.1919) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 84 (28.11.1919)
Date
1919-11-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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«tri I 1111!ifti 4 «*׳ im iilft1 I Seite 669 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 84 Die jüdische Öffentlichkeit Odessas erholt sich allmählich von der künstlichen Lethargie, in die.sie durch die Bolschewisten versetzt worden war. Die zionistische Organisation erwacht wieder. Ihr erstes Lebenszeichen ist das russische Wochenblatt ״J e w r e 1 s k a j a M y s 1“ (Der jüdische Gedanke). Die Zei1־e-Zion kündigen ein jüdisches Wochenblatt ״U *1 serf or t“ an. Von der hebräischen Kulturorganisation ״Tarbut“ wird eine hebräische Wochenschrift ״Barkoi“ (Morgenröte) herausgegeben. Der Verlag ״Mona“, an dessen Spitze Bialik steht, rüstet sich, in den nädisien Monaten seinen ganzen Betrieb nach Palästina zu überführen. Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß die jüngst verbreiteten Gerüchte über den Tod Rialiks jeder Begründung entbehren. Adressen bekanntgebea. Der aus dem Absatz erzielte Gewinn fließt dem Jüdischen Natfcmalfands zu. Be- Stellungen sind schleunigst an Herrn Dr. Naack, Gotha, Schloß-Hotel, pi richten. s<1111i1111111111u1111n1f111i1unn11)u1ii1iitiit1i1i!11i1ii11n111Hf1)ti1111i1!mri1i11imn!1!1H!111iiiii!1i11iiu!1H1111in11ig | Berliner Zionistische Vereinigung j C. 19, Sevdclstr. Tel.: Zmitrum. 3614/3615 j§ Montag, den 1. Dezember, abends 8 Uhr: jg Aula der Fürst.in-Bismarckschule, Sybelstr. 2—4. Zweiter Gästeabend. Vortrag des Herrn Dr. Hermann Lolewer über das Thema: itteilungen des Palästina-Amtes derZ.V.f. D. Die jüdische Palästinensische Reise- und Transport-Gesellschaft Wien hat in Berlin eine Zweigstelle eingerichtet, deren Leitung in den Händen des Herrn Paul P. Lindenberg־, Berlin SW. 61, Blücherstr. 23, liegt. Anfragen in rein transporttechnischen Angelegenheiten, die sich auf Palästina beziehen, können an diese Stelle gerichtet werden. Eingesandt Herr Heinrich Kuhn bittet uns um Aufnahme 101־ gender Erklärung: ״In Nr. 42 des ״Hamburger Fanülienblattes“ veräff entlieht der Verband der jüdischen Jugendverein« Deutschlands ein vertrauliches Schreiben von mir und macht mir den Vorwurf, daß ich meine verantwortliche Stelle als Leiter des Abwehrdienstes während der jüdischen Feiertage mißbraucht hätte. Da mir dauernd diescrhalb Zuschriften und Anfragen zugehen, sehe ich mich genötigt, nachfolgendes zu erklären: 1. Die Behauptung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, daß ״wiederholt und unter allseitiger Zustimmung vereinbart worden ist, daß von keiner Seite im Wachtdienst irgendeine Propaganda getrieben werden dürfe“ ist unrichtig. Es ist keine derartige Vereinbarung getr.־■freu worden. Es blieb im Gegenteil die freie Betätig., ־ aller Organisationen in loyalster Weise unbehindert. c.o wurde zum Beispiel dem ״Vaterländischen Bund jüdischer Frontsoldaten“ auf sein Ersuchen gestattet, daß Anmeldungen und Eintrittsgesuche für ihn in den Wachlokalen entgegengenomm'en und weitergeleitet würden. Um keine Organisation einseitig zu begünstigen, wurde allen anderen Vereinen das gleiche zugebilligt. Eine nichtziomstische Organisation hielt es sogar für geschmackvoll und angebracht, bei Ausgang des Gottesdienstes den Tempelbe- Suchern Anmeldeformulare in die Hand zu drücken. 2. Der Jüdische Jugendünmd war bei den Vorbest ״Der Kampf gegen den Antisemitismus.“ J H Es wird gebeten, die Interessenten auf die |g §§ Veranstaltung■ besonders hinzuweisen. § Ü Zur Deckung der Unkosten werden BO Pf״. g §§ Eintrittsgeld erhoben. s§ ffiniiniiiiiMiiiiiiiiifinniiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiimiimitiiiiiiiiiuHiiiinmiimniiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiuiiiHiim^ B E R LI N Erste Pälästina-Aufbau-Woche (Vorwoche) 15. bis 23. Dezember 1919 'weltePalästina-Aufbau Wochi (Hauptwoche) 17. bis 25. Januar 1920 justizrat Kaempfer — Syndikus der Berliner jüdischen Gemeinde? war. 3. Herrn Waldemar Strauß, der der geistige Urheber dieser Veröffentlichung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine ist, hätte die Unwahrheit dieser Behau ptuag ebenfalls bewußt sein müssen, da er von mir vorher in einer längeren telephonischen Unterredung aufgeklärt worden war. Es ist sehr zu bedauern, daß der Verband der jüdischen Jugendvereine und die jüdisch-liberale Presse Veröffentlichungen in die Welt senden, von deren Wahrheit sie sich vorher in keiner Weise überzeugt haben.“ Wie wir hören, besteht die Absicht, Herrn Jusfizmt Kaeiupfer aus' Posen nach Berlin als Syndikus der jüdische n Gemeinde zu beiufen. Der in Aussicht genommene Syndikus hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Er ist ein bekannter Vorkämpfer des Liberalismus. Wenn dies der neue Geist ist, von. welchem die Gemeindeverwaltung beseelt zu sein voiigibt, so wird Mir bei den nächsten Repräsentanten־ wählen die gebührende Antwort erteilt werden! Ein jüdisches Liederbuch Die Zionistische Ortsgruppe Gotha bringt zu Ohanukkah ein jüdisches Liederbuch mit 16 hebraschen, 19 jüdischen und 8 deutschen Liedern heraus. Das gut ausgestattete Büchlein soll ferner ein Vorwort, einen Aufsatz über die Entwicklung der zionistischen Bewegung und zionistische Adressen enthalten. Die Zionistische Ortsgruppe Gotha, Adr.: Dr. Noack, Schloß- Hotel, stellt den übrigen Ortsgruppen das Büchlein zu« Preise von M. 1,20 zur Verfügung־; bei fester Abnähme von inincleatens 200 Stück kann die betreffende Ortsgruppe als Herausgeber figurieren und ihre lokalen dischenTuravereinsBarKochba in der Tumhalle der Mecker-Realscbule, Weißertbutjger Str. 4, ein Schauturnen. Abends 7 Ute findet in de» Sophi en-Sälen eine Chamikkahfeier, verbunden mit dem 10. Stiftungsfeste der Abteilung statt, litte rosseaite»! sind herzlich eiingeladen. Berlin. Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina teilt mit: Füllrungen durch soziale Fürsorgestätten. Nächste Führung: Dienstag, den 9. Dezember 1919, vormittags 10 Uhr (pünktlich!). Besichtigung des Pestalozzi-Fröb elh aus e s I (Kaidesgarten und Krippe), Berlin-Schöneberg, Karl-Schraaerstr. 8 (ehemalige Kyffhäuserstr.). Teilnahm «Anmeldungen (auch von Nichtmitgliedern) baldmöglichst mit Angabe der Adresse erbeten an das Büro des Verbandes, Berlin C. 2, Burgstraße 27, Büro 22, Tel. Norden 9031, zwischen tyijlO—1 und!,1/56—4*׳, oder bei Frau Dr. Eliasberg, Berlm-Wilmersaorf, Brandenburg!sehe Str. 18, Tel. Ptalzburg 480? Emzeleniladungen werden nicht versandt. Berlin. Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina erinnert an die Spielsachensanrmlung für Palästina. Annähme- und Meldestellen: Berlin: Fr. Glaser, Düsseidorfer Str. 65, Jüd. Kinderhort, Auguststr. 16/17; Königsberg i. Pr.: Fr, Deutsch länaer, Münzstr. 29. rrl. M. Selzowsky, Tiergartenstr. 20, Fr. V, Weißbrem, Godzallee 8. Außerdem haben sich zur Annahme bereit erklärt: Mannheim: Jul. Wertheim Schwetzinger Str. 91, Hinterhaus (täglich von 8—4 Uhr außer Sonnabend). Weitere Einrichtung von Sain'melstellen ist dringend erwünscht. Berlin. Der Jüdische Kulturverein Ha schachai und Sportklub Makkabi veranstalten am Sonntag, der 21. Dezember, abends 7 Uhr, im großen Saale des Lehrervereinshauses eine CSuanukkah-Feier. Näheres siehe Anzeige. Duisburg. Am Donnerstag, den 13. d. M., spracii hier Herr Leo Kaufmann aus Mülheim über ״ZionismusundSozialisntu8“. Dem Vortrag, der der Aufbau Palästinas auf eine Vereinigung beider Bewe gütigen begründet wissen wollte, folgte eine lebhafte Aussprache. Heidelberg. Die seit etwa einem Jahre hier bestehende neutrale ״Arbeitsgemeinschaft der Basel. Am 11. November beging in Basel der jüdische Philanthrop Jules Dreyfus-Brodski, Präsident der jüdische!! Gemeinde Basel, seinen 60. Geburtstag. Der Jubilar widmet sich den verschiedensten lokalen und schweizerischen jüdischen und niclujüdischen Wohltätigkeilsvcreinigungcn in unermüdlicher Weise. Auch den ostjüdischen Fragen und den Palästinaaufgaben wandte er in den letzten Jahren mehr und mehr sein Interesse zu und war Vorsitzender des Komitees ״Pro Causa jüdaiea“. Als Präsident des Schweizerischen jüdischen üemeindebundes hotte er besonders in der jüdischen Jugend“ unternahm es, im vorige« Winter die jüdische Bevölkerung Heidelbergs, vor alfem auch die Jugend, in die jüdischen Probleme einzuführen, was ihr auch im allgemeinen gelang־. Die diesjährig« öffentliche Tätigkeit jedoch hat die Vereinigung näi Vorträgen zweier nichtjüdischer Herren, eines christliche! Theologen und des hiesigen Bibliothekars, eröffnet, die in einer für Juden sehr befremdenden Weise über The- «ata sprachen, welche dem Intoresse der Zuhörerschaft durchaus forme liegen. Der letzte Vortrag über die Entstehung des Christentums aus dem Judentum zwang־ einige Zionisten zum Verlassen des Saales. Die In׳ szemening dieser Vorträge läßt durch die Wahl de: Vortragenden, der Themata u. a. in. mit Bestimmtheit darauf schließen, daß man von seiten der Leitung *וו A. d. j. J. einer Diskussion unter Juden über moderne’ jüdische Fragen aus dem: Wege zu gehen bestrebt ist, Katfowitz. Anläßlich der Palästinaaufbauwoche fand hier ein Verkauf von Büchern und Bildern statt, aus dem ein Ueberschuß von 10t» M. erzielt wurde Stettin. Am 22. November sprach Herr Dr. Alber Ba er-Berlin in einer auch von gegnerischen Kreisr gut besuchten Versammlung über das Thema: ״Da neue Jü dische Gemeinwesen in Palästina', ln der Diskussion, die sich in Form von Fragen aus 0. Versammlung und Antworten des Referenten ab wickelte und die einen recht lebhaften Verlauf nahm, gelang es Herrn Dr. Baer, die vom gegnerischer Säte vorgebrachten üblichen Argumente gegen den Zionismus zu widerlegen. Wochenkalender: Sonnabend, 29. November, 7. Kislew 5680, Wajeze, Nacht 4,46. Nr. 81 V, Möbliei fei. Korden 7 Es Sciiäclitaküon wiederholt Gelegenheit, die jüdischen Interessen zu vertreten. Berlin. Die jüdisch- Nationale Frauen• Vereinigung veranstaltet am Sonntag, den 21. Dezember, nachmittags J/s4 Uhr im Bliitbncrsaal, Lützovv׳ straße 76 eine große Chanukah- Kinderfeier und bittet alle befreundeten Vereine, diesen Nachmittag freizuhalten. Berlin. Am 21. Dezember, nachmittags Vst Uhr, veranstaltet die 1. Jugendabteilung des J ii - Schluß de« redaktionellen Teil». * Geschäftliche Mitteilung . Wir bitten unsere Leser, das in der heutigen Nummer] befindliche Inserat der Zickzack-Repertoir-Geseilschafu Berlin W. 62, Kleiatstr. 4, beachten m wallen. Diel Gesellschaft hält sich für die Arrangements von Privat-] und Vereinsfestlichkeiten, Anfertigung von TafelliedoviJ Festgedichten, Prologen usw. bestens empfohlen. r Margot Neustadl Ernst Rothschild Verlobt?. Wiesbaden ir!! K,s1ew 5f>80 Frankfurt a. M-, t Kirchgasxe ». Blamonntr. 1. r Statt S arten! Duridi Epstein cantl, med. Dr. med. Leo David Verlobte. ®Vr)'.n Zu Hanse: Sonntap30,־.November 1919. CalvinstraBc o. j r v..!da Gtnzberg Dr. Nass Pohoryle», Berhtsanwa.lt Verlobte. Podwolorzyafea. Tarnopol, r־ Charlotten!»!!•::■, ^^XiobuhrstraSo II % S t' a i t Karten! Martha Nathan, geh. Ruppin Hermann Sflberfccrg Verlobte November 1916 Berlin NW.. CiftudiusstraBo 11 laii.iiiiiiiiiiiiiftiHtiiiiimiiimiiiiHiiiiiiiiniiiinimminmiirtiiiiHiiiHiiitiiiiiijtiimjiiiiiiiiiiiiiiiiHBreHiiiniini r Helene Kohn Wolf Kora Verlobte CSln-Hannover. Junge Dame Bucht Anfoota!« in feiner, jü4iieh.er Familie zwoeks Er- •ersrangdeiHatub&lt*. Pension ■wird evtl, vsrfttttet. Gell. Znsnhriften unt. A. 171 «n dan Welt-Verlag, Berlin,!)orotheenstraöe 85. Wir zeigen hierdurch die Geburt, unseres Solmes Eli an. Dr. Martin Roienblöth and Frau Mlsszi, geh. Zellemayor. , SO. Ne?emi»er!919 ” Kopenhagen, den ^.Fhi'Siwmsää). 24, Harcheftcbn Blätter für me iieranwachsende jüdische Jugend Vierteljährlich M. 3. iilt-teliirliriia Hl.?. lopolBemtf. SS. läisühgp ItDitaFVBFEio HaicMa? und Sptrftlnb Hifthibi veranstalten am Sonntag, den ZI. Dezember-illfl, abends 7 Oto im großen Saal des Lehrervereinshausea eeoe $tb ו jw imferei PEen, Stuf ® gartet: jiaiffan ba§ 11 imferei wimtei ins Sf ®c|eft Su bejt! »erlag, au^gab« oßgejofl1 unter Mitwirkung von Joseph Schwarz, Carola Zellenka, Jaaak Silberstela, S. Sefaidlofer, Frau Vera Goldborg ■ Conitzki u. a. Anschließend TANZ, TOMBOLA. IC a , t e b », Mk. 3. 0! ,7,50 ,—.5 ,׳.— xu habm bet A Wertbeim, Kauflkau» ri. Westens, Jüdischer Vertaff, Säditisc^e Str, 8» B. Her bat er, Gobemtr. 20 (Nollratlor( 360י(ל־ P, Fciwe!, Meva Koni;«tr.$d (£#«%. atadt 1859) und an der Abeadkaase. Teile hiermit allen Freumlen nnd Bekannten meine Adresse mit. »M*i Mw• Cuwt ׳׳MawimteMfi Danzig'Lailgfalkr, Sdiwarzer Weß 4. ein Aasii [immer ־w« feffrS^er |4**׳e11, Ki Sementeai |w bereits

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