Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 70 (3.10.1919)
- Date
- 1919-10-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2652135-2652205--12548-2670193- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
70^ Stäb! Ae Dual phi,1 1dige3 ümpjl 1 \vat| 5affe An efiii Jafij An m;|( ci; sucht! >aifcJ Am! he! )ch«1| täreml wicli-l tw;rias| Ix-ralll fehlt■ 1 Ein•■ e ail י das! ihnienl nadil >n!1en,| eiteBj beiral emiesl :wick•] 1t bei , diel neu•[ jrdertl e, inl ei nel nocbl ischtr I erden [ rieten. I rolies I deral An•[ :rufen I berd•!; des I Man-I Bau-I jroße I teilen I ,ei den I ahnen dem ן ■n re- Uten, )» •MT I ippen [ Kapaab~tT Ino 11 er I und iS, in fi«-.׳e ן weck. Dab-I Sinne ן tedi• agc-n, 1n.it־ j scheu ' von Und Inter־ impf• kinte Boot Ein־ (1 c »wie edeii• digef;pteii :fäile istrie die >11;1 te voll״ (Maisscs tgen• 500 נ es her, ra'eii lacht kbar, nicht nicht orten eine ver־ upen Eine gend Nr, 70 JUEOISCHE RUNDSCHAU Seite 547 beschäftigt Vor de«■ Kriege beschäftigten die Bezalel■ Werkstätten über 100 Mädchc» in dieser Industrie. Die Werkstätten haben Maschinen, Fachleute und aiwgebildete Arbeiter, mit denen dieser Arbeitszweig sofort begönne* oder wiederbelebt werden könnte. Die Arbeit hängt jedoch zu einem großen Teile von der Möglichkeit ab, Wolfe zu beschaffen und den Verkauf und Export zu organisieren. 9. E i s f a b r i k a t i o 11. Aus verschiedenen Liindem sind Anfragen über die Möglichkeiten künstlicher Eisfabrikation gekommen. Inzwischen sind im Lande einige Fabriken eingerichtet worden. Der Pre.is betragt zurzeit 1 £ für 100 Kilo. Bei einem־ solchen Preise ist natürlich noch Raum für weitere Fabriken der-!selben Branche. Notwendig sind Fachleute und masdtinelk Anlagen. 10. Wäschereien. Moderne Waschanlagen sind im Lande eine große Seltenheit. Das Waschen gebt in altmodischer Weise vor sich und wird sehr teuer berechnet. Ein erfahrener Mann, der die notwendige maschinelle Einrichtung mitbringt, würde ein nützlicher und erfolgreicher Kolonist werden können. 11. Töpferei.’ Diese kann sich zu einer höchst bedeutenden Industrie entwickeln. Die lokalen arabischen Erzeugnisse genügen nicht für die Nachfrage im Lande, und die Industrie hat eine große Zukunft. Noch in diesem Jahre werden Millionen von Blumentöpfen zu landwirtschaftlichen Arbeiten gebraucht. Rohre für die Ent- und Bewässerung werden jetzt aus Aegypten bezogen. Auch Töpfe zur Aufbewahrung von Honig, Marmelade, Konserven usw. und zum Kochen könnten hergcsteJlt werden. Diese Manufaktur könnte leicht in Jerusalem und Hebron entwickelt werden. Ausgezeichnetes Material zu diesem Zweck findet sich in und um Jerusalem, aber das beste findet man in Hebron-Hamra. Sachverständige und Maschinen sind vonnöten. 12. Konfitüren. Eine in der Schokoladennl Bonbonbereitun״ nach europäischer Art erfahrene Persönlichikeit könnte gute Geschäfte machen. Zurzeit werden diese Waren aus Aegypten importiert. 13. Strickerei. Diese wird jetzt als eine Heim- Industrie mit kleinen Maschinen betrieben, doch sollten che runde« Maschinen mit mechanischen Motoren eingeführt werden. Hunderte von Mädchen könnten dabei beschäftigt werden. 4 14. Blumenbinder.׳ Ein erfahrener Blumenbinder könnte ein gutes Geschäft machen. Es besteht Nachfrage nach Blumen abgesehen von der Industrie der getrockneten Blumen zum Versand ins Ausland. Augenblicklich gibt es keine jüdischen Blumenzüchter und -händler. 15. Perlmutter. Die Perlmutter-Industrie zur Herstellung von Knöpfen und kleinen Sclimuckgegenständen könnte entwickelt werden. Das Material kann leicht eingeführt werden, und da hierzu keine besondere Geschicklichkeit notwendig ist, könnten Arbeiter in der Bevölkerung von Jerusalem gefunden werden. Das Gewerbe wurde vor Jahren in Palästina begannen, mußte aber aus Mangel an modernen Maschinen aufgegeben weiden. Nur ein erfahrener Mann sollte das Unternehmen in die Hand nehmen. Er müßte die maschinelle Anlage imd Vorarbeiter mitbringen. Waad halaschon Der Waad halaschon, der infolge des Krieges seine Tätigkeit einstellen mußte, hat dieselbe wieder auf genominen. Zu der Kommission sind auch die Herren Isaak Epstein und Rabbiner Seg a 1 zugezogen worden. Die Kommission bat in der letzten Zeit sehr viel wichtiges Material auf verschiedenenGebieten der hebräisgbemSprache bekommen. Demnächst erscheint ein neues!iefrymir einer ganzen 'Reihe nötiger Termini. Aus Mangel an Geld muß sich die Kommission vorläufig 1,11t den ihr zur Verfügung gestellte» Räume!] der Nationalbibliothek in Jerusalem begnügen. Filmgesellschaft ln Jerusalem ist eine Gesellschaft zur Herstellung u>n palästinensischen Filmen unter dem Namen ״Menorah“ gegründet worden. Es werden dort hergestelit: palästinensische Landschaftsbiklcr, historische Filme, sowie Filme aus dem gegenwärtigen jüdischen Leben in Palästina. Die ersten Filme zeigen Jerusalem, das Leben der jüdischen Legionäre, Bilder aus Judäa, Salisiria und Galiläa. Vom hebräischen ־־Gymnasium in Jaffa K. Z. B. Am 11, September fanden die diesjährigen ■kbschlußprüfungea im hebräischen Gymnasium zu Jaffa in Gegenwart von ,General Watson, Chef der britischen Verwaltung in Palästina, und Dr. Eder als Vertreter der Zionistischen Palästina-Kommission statt. Gesellschaft Habone in Moskau Die Gesellschaft Ha hone, die in Moskau mit einen! Grundkapital von 10 Millionen Rubel gegründet wurde, ist jetzt in London als eine englische Gesellschaft׳ mit einem Grundkapital von 200000' £ registriert. Die Zahl der Aktien bleibt wie früher 200 Stück zu je 1000 £, fee Direktion der Aktiengesellschaft besteht aus den Herren Gold borg, Neidi tsc 11, Pod 1 i־ jehe w s k iGot z, Slato po Iski und Us si sch- Lin. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates forderte siimt- Lehe Aktionäre, die seinerzeit 25 Prozent eingezahlt haben, auf, möglichst schnei den Rest der bezeicltneten Summe ein zu zahlen. Aaswanderer>Registrierung in Galizien L. Z. B. Das Leinberger Palästinabüro hat die Namen von 900 zur Auswanderung nach Palästina bereiten Personen registriert. Hiervon sind 168 Landwirte, 5b Kaufleilte, 47 Angehörige freier Berufe, der Rest gehört verschiedenen Berufen an. Sämtliche 900 Personen sind Familienvater, ihre Frauen und Kinder sind nicht mitgerechnet. Mitteilungen des,Palästina-Amtes derZ.V.f.D. Ausgebildete jüdische Laborantinnen, die sich an einem Spezialkurs zur Vorbereitung für eine Tätigkeit in Palästina beteiligen wollen (Ort: Berlin, Dauer: 3 Wochen, Preis: etwa 100 M., Zeitpunkt: November), werden ersucht, spätestens bis zum 8. Oktober ihre vorläufige Anmeldung an das Palästina-Amt, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, zu richten. Das Zustandekommen des Kursus hängt von der rechtzeitigen Anmeldung ab. 111llllllllll111111lll[||[|||111M1llllll[||l111mllllllllll11.1IIHII1111llllllllllBl1mD1y11l111111llllUllla111nllllllllll11 Arbeitsgemeinschaft der national-jüdischen Jugendorganisationen Berlins. Dienstag, den 7. Oktober 1919 abends 8% Uhr Sitzungssaal des Zentralbüros, W, 15, Sächsische Str. 8. Vortrag E. M. Lipschütz, Jerusalem: ״Die Entstehung der M!schna‘V Sämtliche Mitglieder der Berliner Jugendorganisationen sind eingeladen. T"l||llli"l",״l|||lll1'1|״"״llllltP,““l,lillliH,l,"|111iV*1||||||1|,׳!.... Jüdische Palästina-Reiseand Transport- Gesellschaft m: b. H. Bekanntlich hatte Herr Jacques B r i n g s seit Monaten den Plan propagiert, schon jetzt für den Transport der jüdischen Auswanderer und ihrer Sachgüter nach Palästina entsprechende Vorsorge zu treffen und in Graz ein provisorisches Komitee zur Ausführung seines Planes gebildet. Dieses Projekt hat durch die Gründung einer Gesellschaft mit obigem Namen bestimmte Gestalt angenommen. Die Gesellschaft hat ihr Zentralbüro in Wien. Das Wiener Palästinaamt hat in Würdigung der Wichtigkeit des Unternehmens vom natior.aicn Standpunkt aus und uin! die Interessen der jüdischeu Allgemeinheit gehörig zu wahren, sich nicht nur mit einem gewissen Betrag als Gesellschafter beteiligt, sondern es sind ihm׳ auch im Gesellschaftsvertrage eine Reihe von Vorrechten gesichert. Insbesondere kann in der Generalversammlung ein gültiger Beschluß über Festsetzuug der Transportkosten für solche Auswanderer, welche in geschlossenen Transporten dritter Klasse, beziehungsweise in Fortsetzung der Reise als Zwischendeck- Passagiere reisen, nur mit Zustimmung des Palästina- Amtes Zustandekommen. Zweck dieser Bestimmung ist, zu verhindern, daß diese minderbemittelten Auswanderer mehr 211 zahlen haben als die diesbezüglichen Selbstkosten der Gesellschaft betragen. Bei der konstituieienden Generalversammlung wurden in den siebenköpfigen Aufsichtsrat gewählt die Herren Wilhelm׳ Alper, Josef Bänder (Graz), Adolf Böhm, Ignaz Hauser (Graz), Baruch Löw, Jakob Nowak und Dr. Egon Zweig. 111 der ersten Sitzung des Aufsichtsrates wählte dieser zu seinem Vorsitzenden Herrn Dr, Zweig. Zugleich wurde beschlossen, das tiesellschaftskapifa! im Hinblick auf die Größe des Erfordernisses einerseits und das Interesse, welches die Gründung schon jetzt i!1 zionistischen Kreisen findet, auf vorläufig 1 000000 Kronen zu erhöhen. Jüdische Palästina-Interessenten, welche siel! an diesem׳ Unternehmen beteiligen wollen, mögen sich mit ihren Anfragen, Wünschen und Anmeldungen an die Jüdische Palästina-Reise- und Transportgesellschaft wenden, die ihren Sitz in Wien, 2. Bezirk, Praterstraße 9, 1. Stock, har. Die Gesellschaft geht״- daran, in den meisten Atiswanderungszentreii und Eisenbalmknotenpunkten sowie Grenzstationen, Geschäftsstellen bzw. Ex- Posituren zu errichten und unterhält in Wien N. ß., N. W. B. und Südbahn, ferner in Tarvis, Triest, Lundenbürg, Oderberg, Mähr.-Ostrau und in jüngster Zeit, infolge der bekannten Heimkehrervorfälle in Villach einen ständigen Bahnhofsdienst. Die Organe der Gesellschaft sind durch blau-weiße Abzeichen gekennzeichnet und mit Legitimationen versehen. Es wird den jüdischen Reisenden dringend empfohlen, sich dieser Gesellschaft zu bedienen, damit alle Maßnahmen für die Reise nacii Palästina richtig getroffen werden und alle unlauteren Elemente (Auswanderungsagenten usw.) völlig ausgeschaltet sind. Wir warnen, sich solchen Ausbeutern ausz&Üefern. Man wolle sich nur den mit Legitimationen (mitwPhoiograpme) versehenen •Organen anvertrauen. | Rabbiner Gutmann, Breslau " Im Alter von 74 Jahren starb in Breslau der erste Rabbiner der Breslauer Gemeinde, Prof. Dr. Jakob Gutmann, Vorsitzender des Rabbinerverbandes und der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften des Judentums. Hebräisches Sprachseminar in Berlin Der jüdische Schul verein errichtet Ende Oktoher d. J. ein hebräisches Sprachseminar in Berlin. Der Unterrichtspla n umfaßt elementare und wissenschaftliche Grammatik , biblische und neuhebräische Lektüre, Ausbildung im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der S p r a c h e. Es sind zehn Wochenstunden Unterricht vorgesehen und es wird mindestens das gleiche Mali an häuslicher Arbeit vorausgesetzt. Die Ausbildung dauert voraussichtlich 2 bis 2' _< Jahre. Das Seminar ist bestimmt: I. für solche, die hebräisehe Sprachlehrer im Galuth werden wollen; 2. für solche, die ihren allgemeinen Lehrerberuf im Hinblick auf Palästina oder auf das Galuth hebraisieren wollen; 3. für alle diejenigen, die Zeit und Neigung haben, intensiver hebräisch zu lernen. Das Seminar wird mit zwei Stufen eröffnet werden, Voraussetzung für den Eintritt in die erste Stufe ist das Verstehen eines einfachen Bibeltextes, für die zweite Stufe das Verstehen eines m it t e I s ch \v e re n , unpunktierten Textes. Die Tageszei t für den Unterricht wird noch im Einvernehmen mit den Schülern festgesetzt werden. Umgehende Anmeldungen und sonstige Zuschriften an Dr. Snioira, Berlin W. 15, W ürttembergische Straße 25/2ö. Hebräische Sprachschule in Berlin Am 20. Oktober beginnen neue Anfängerkurse (5 Stunden wöchentlich), in denen nur die Kenntnis des Lesens vorausgesetzt wird. Unterrichtslokale: Zionistisches Zentralbüro, Sächsische Straße 8 und Zionistischer Jugendverein, Heiligegeiststraße 52. Umgehende Anmeldung unter Angabe des gewählten Unterrichtslokals und der gewünschten Unterrichtszeit, die erst festgesetzt werden wird, an Dr. Snioira, Berlin W 15, Württembergischc Straße 2526 ׳. Das Pittsburger Programm 1 L. Z. B. Die jahreskonfereriz der Zionistischen Qrganisatkm von Amerika ist am 14. September eröffnet worden. Die Hauptfrage, mit der sieh die Konferenz zu befassen hat, wird die Verwirklichung des Pittsburger Programms sein. Der ״Maceabean“ und ״Dos Jklisciie Folk“, d(e offiziellen Organe der amerikanischen zionistischen Organisation, brachten kürzlieh Artikel, die sich mit den Prinzipien des Programms ausführlich beschäftigten. Das Pittsburger Programm lautet wie folgt: ״Im Jahre 18*97 behandelte der erste zionistische Kongreß in Basel das Ziel des Zionismus ״Die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“. Die kürxiichen Erklärungen von Großbritannien, Frankreich, Italien und anderen alliierten demokratischen Staaten haben diese öffentliche Anerkennung der jüdisch-nationalen Heimstätte zur interuationalen Tatsache erhoben. Deswegen wünschen wir von neuem die Prinzipien zu bestätigen, die die Zionistische Organisation seit ihrer Bestehung geleitet haben, die die Grundlagen waren, die von unseren Gesetzgebern und Propheten für den 0n1 jüdischen Staat ,niedergelegt wurden, und die che mkpiration des lebenden jüdischen Geset.es geworden sind, in dem die Traditionen des zwei tausendjährigen Exils leben. 1. Politische und bürgerliche Gleichheit, ohne Rüdesicht aut Rasse, Geschlecht oder Glauben aller Einuohner des Landes. 2. Um in der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina die Gleichheit der Lehcnsmögüchkeiten zu schaffen, begünstigen wir eine Politik, "die, mit der nötigen Rücksicht auf bestehende Rechte, versuchen soll, den Besitz und die Kontrolle über das Land und über all die natürlichen Queren und über alle öffentlichen Einrichtungen in die Hände des jüdischen Volkes zu legen. 3. Alles Land, das im, Besitz oder ׳unter׳ der Kon- *rolle dt s ganzen Volkes steht, sollte unter solchen die Ul' die größte Möglich- Fortdauer des Be- Bedingungen abgegeben werden keit für die Entwicklung und sitze.« geben. 4. Das kooperative Prinzip lieh in der Organisation aber dustrielkr, kommerzieller un־ angewandt werden. 5. Die fiskalische Politik soll danach streben, das Volk von dem Uebel der Landspekubtlion und von jeder anderen F-ornt finanziellen Betruges gu behüten, 6. Das System freier, öfl ent! i eher Beleimung, ches durchgeführt weiden soll, hat alle־ Grade Zwecke der Erziehung zu umfassen. 7. Die öffentliche Unterrichtssprache 90! Hebritisch, die nationale Sprache des jüdischen Volkes, sein. Dr. Soloweitschik in Paris Der litauische Minister für jüdische Angelegenbeiten, Soloweitschik, ist in Paris eiuegtroffeu und nimmt an der Arbeit des ״Komitees der jüdischen Delegationen“ teil. sollte soweit wie rnöglandwirt.-chaftl!eher, i 11 - f tian/ieüer Unternehmer weä- und Nur durch größte Gebefreudigkeit wird die N.־F.־Million erreicht! filHl f! •l!|h ־-i gllL ■c Mr-k sfod rbeit