Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 65 (12.9.1919)
- Date
- 1919-09-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDfSCHE RUNDSCHAU Nr. 65 Seite 502 Neue Zeitungen Die erste Nummer der von der Agudas Jisroel herausgegebeti. in Zürich erscheinenden Monatsschrift ״H ade rech‘־ (Der Weg•) ist eitigetroffen. lm Leitartikel erklärt Herr Eis folgendes: ״Die Agudas Jisroel ist keine neue Partei mit einem neuen modernen Progntmni, sondern das eigentliche jüdische Volk mit seinem uralten Programm. . . . Aber um alle Fragen unseres Volkes 7.11 lösen, muß die Agudas Jisroel, d, h. das jüdische Volk, sich ein Sprachrohr schaffen und ein Organ, das die Geschäfte des Volkes führen soll... Um dieses notwendige Bedürfnis zu befriedigen, hat die Züricher Konferenz beschlossen, in der nächsten Zeit die erste große Versammlung des ganzen jüdischen Volkes einftiberuten.“ Fenier wird in derselben Nummer mitgcteilt, daß das Zentralkomitee sich an die großen übrigen Organisationen, besonders an diejenigen, che sich mit der Emigration beschäftig;( haben, mit dem Vorschlag gewendet hat, 711 einer gemeinsamer Konferenz /imainmumikoinnieii, tim die Emigration zu regeln. Im Auzeigenk'il finden wir auch eine Annonce von dem Provisorischen Komitee der jüdischen Siedlungs- und Handelsbank in Zürich mit einer Einladung, die Aktien dieser Bank zu kaufen. All diese Fragen lind Maßnahmen selten gar nicht danach aus, als ob sie das alte ,Prograntin des jüdischen Volkes waren. Unsere Orthodoxie scheint doch etwas gelernt m haben, nur will sie nicht zugeben, daß und bei wem sic das gelernt hat. Wie groß die Erfolge der Agudas auf dem Gebiete der Eniigratioosregelung und der paliistiriensisehen Kokrnisationstätigkcit sein werden, mit denen sie jetzt beginnt, bleibt abzuwarten. Dagegen scheinen imsere Orthodoxe« sehr große Fortschritte in der modernen hebräischen Sprache gemacht zu haben. Die Zeitschrift ist im Unterschied von den übrigen orthodoxen Zeit- Schriften, in einem guten, modernen Hebräisch gehalten, mit alle« neuesten Ausdrücken, die sie nur denjenigen hebräischen Schriftstellern entnommen haben kann, die seitens der Orthodoxie bis jetzt am heftigsten bekämpft worden sind. Oder will die Orthodoxie auch hier behaupten, daß sie alles von Anfang־ an selbst machen will? Besonders interessant sind die ״Sentenzen“ des neuen Rabbiners Dr. Nathan Birnbaum. Es sind eigentlich Themen für Predigten, für moderne Rabbiner. Die interessanteste darin ist wohl diese: ״Gott hat uns über jede Zunge erhoben, d. h. unser Volk stellt über jeder Sprache.“ Wozu dann noch eine Zeitschrift im Hebräischen? . . . Seit einigen Wochen erscheint in Berlin eine Wochenschrift in jidischer Sprache ״Der Freitag“. Die Zeitschrift will ״unparteiisch“ sein.׳ Auffälligerweise finden wir im Anzeigenteil nur Mitteilungen!und sonstige Anzeigen vom ״Bund“ und seinen Mitgliedern. Aber in der Nummer 4 leistet sich Herr A. S. folgendes: ״Es gibt kein Ende des Antisemitismus. Der Haß gegen uns liegt in der Natur der Welt. Was also tun? Wir allein müssen uns ä 11 dem, sagen die Assifnilatoren und predigen die Taufe. Nicht wenig Zionisten sprechen aber folgendes Und klappern mit der Sammelbüchse: Zankt ztontetensteucr! Ach, schlimmere Zeugen über die Juden «und über die Welt gibt es gar nicht.“ Ferner entrüstet sich die Zeitschrift auf Seite 15 über die Nachricht der jüdischen Presse, der ״Bund“ habe der Friedenskonferenz in Paris ein Memorandum eingereicht, in dem er Palästina als einen jüdischen souveränen Staat unter dem Völkerbundsschutz verlangt. Die Art, wie die Zeitschrift cs tut, zeigt «uns, wie ״unparteiisch“ diese bundistische Zeitschrift ist. Nicht einmal vier Nummern hat ״Der Freitag“ seine angebliche U11- Parteilichkeit aushalte« können. In Wilna ist die erste Nummer der neuen Wochenschrift ״Haschwua“ mit Beiträgen von L. Joffe, Schofmann, Zitron und anderen Schriftstellern erschienen. Eine Gruppe jüdischer Schriftsteller in Odessa hat ein kleines Sammelbuch unter dem Namen ״Die Zeit“ herausgegeben, das den blutigen Tagen in der Ukraine; gewidmet ist. ״Eine menschliche Hand ist nicht imstande, aufzuzeichneii, alles was jetzt in der Ukraine mit den , Juden geschieht. Ganze Dörfer erheben sich, Groß «und Klein, Alt und Jung, und ziehet! los mit Hacken, Heugabeln, Messern und führen mit besonderer Begeisferung die Befehle der Hetzer aus, Kirchen lassen ihre Glocken läuten und rufen die Rechtgläubigen dazu auf, den Glaubet! durch Altschlachten aller Juden zu retten. An den Mordtaten nimmt die ukrainische lntelligenz, Studenten und Studentinnen, Volkslehrer usw. einen großen Anteil. Die Mörder begnügen sich nicht nur mit Raub und Töten. Ein fürchterlicher Rachedurst kocht in ihnen. Man schneidet lebendige Juden in Stücke und wirft Säuglinge in die Flüsse.“ Es folgt ein Verzeichnis von Städtchen, in denen die schrecklichsteu Pogrome verübt wurden, ״ln der Ukraine kommt etwas vor,' das viel schrecklicher ist als dasjenige, was i«1 Polen vor sich geht: die vollkommene Anarchie «des Landes begünstigt all diese Exzesse, die einen deinentaren Charakter angenommen haben. Wir scheinen nochmals die Tage der Kosakenaufstände, Chmelnicki 70 durchleben. Das Schrecklichste j»1, üaö f!*:r niemanden außer ־,״' ־“•]_׳,men ,Masse des ukrainischen Volkes «escWnldigen können.“ Einer Korrespondenz der ״Jüdischen Morgenpost“ entnehmen wir folgende Notiz über das jüdische Leben in Odessa: ״Die berühmte Druckerei ״Moriah“ von Bialik ist durch die Bolschewik! requiriert worden. Die poale-zionistische Zeitung ״Das neue Leben“ hat schon längst aufgehört zu existieren. Der ״Haschiloach“ ist bis in die letzten Wirttermonate erschienen. Das Lehrerseminar unter Leitung des Dr. Mobile wer existiert noch. Von den bekannten hebräischen Schriftstellern sind in Odessa nur noch Bialik, Dr. Klau811er und ein paar jüngere Herren geblieben. BerimerVersamnüungs-Kalender Büro: berliner Zionistische Vereinigung, tierlln C. 19, Seydelstr. 3. Telefsn : Zentrum 3614/15. Dienstag, den t6. September: Abends pünktlich 8 Uhr Zioni$H1«feer Jugendvercln Berlin, Hci!igege15f$ir, 52, I Tr. Vortragsreihe des Herrn Edgar Koh«: An der Quelle dfr Religionen. 2. Abend. Bezlrk1£ruppe Süden. Jeden Dienstag von 7 -10 Uhr und jeden Sonnabend von Y~7 Uhr Ist die Lesehalle lm Heim, lYintensir. 42 I Tr., geöThct. lädiidier Frauenbund für Turnen und Sport. Landhaus Dahlem (Des. Schilling«, direkt am Untergr jndbtiü Dehfc^'Dorf. Nachmittags 4 Uhr. Fest für die JugendabieÜungcn. Kaffeetafel, Spiele, Vorführungen. * Karlen xa 1 Mfür Kinder, 1,50 M. iür Erwachsene, sind 'an der Kasse und auf den Turnböden zu haben. Donnerstag, den 18. September: Abends &’-/» Uhr Bezlrkigrappc West, Nordv.est und Charloftenhurg. Humbser-brgu, Tiiuenfzienstr. 7. Bericht über die politische Lage des Zionismus, Referent: Herr Dr. FrUg Locwenstcln, Sekretär des A.-C. Bezirksgruppe Osten. Greifswalder Hbf, Grelfswaider Sfr. 43. Abends 8 Uhr. Vortrag: Ziel und Wege des HapoSl-Kasnfr. Referent: Zahnarzt Karfunkel. Bezirksgruppe Centrum. Musikerfestsfile, Kalser-WÜhelmstr. 31. Abends 8 Uhr. Außerordentliche MMglieder-Versammlung. Tagesordnung: Neuorganisierung der Gruppe Centrum. Bezirksgruppe Süd. Im Heim Prinzenstr. 4Z Abends 8 Uhr. Referent: Dr. Max Schwabe spricht über ״Zionistische Kultur u. Erziehungsaufgaben“. Logenhaus, Kietsisfr. 10. Abends 8ן/ו Uhr. Oeffentliche Versammlung veranstaltet von der Jüdisch-nationalen Frauen-Verelnlgung. Redner: Dr. Klee und Frau Wronskl. Zionisten dcsWeslens treffen sich jeden Sonnabend, abends 8!/3 Uhr, Im Cafe Nürnberg# Nürnberger Platz (Untergrundbahn). Junge Zionisten treffen sich jeden Donnerstag 8 Uhr in Charlottenhof (Tiergarten.) Zur Beachtung! , Verschiedene Anfragen veranlassen uns zu dem Hinweis, daß wir nur die Verantwortung für den redaktionellen Teil der ״Jüdischen Rundschau“ tragen. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“. Glückwunsch-Ablösungen Wir machen nochmals darauf aufmerksam, dal! die Spenden für die Glückwunsch-Ablösungen zu Rosch-Haschanaü nodi bis spätestens Montag, den 15. September, bei der Zentrale eingehen müssen, wenn sie noch in der Rosch-Haschanalv-Nummer der ״jüdischen Rundschau“ erscheinen sollen. Wir bitten daher unsere Freunde, soweit sic sich noch nicht abgelöst haben, dies unverzüglich nachzuholen. Zum Frauenwahlrecht in den Gemeinden 111 der Broschüre von Siraonsohn ״Die jüdische Volksgemeinde“ die als die Gerneind eprogrammschrift der deutschen Zionisten angesehen werden kann, ward die Forderung aufgestellt, den Frauen das aktive und passive Wahlrecht zu den Gemeinden zu geben. Noch ist diese Forderung nicht verwirklicht, aber es ist erfreulidi zu sehen, daß langsam auch nichtzionistische Kreise sich mit ihr zu befreunden beginne». Zum erstenmal melden sich jetzt die Frauen selbst. 13er jiidisehe Frauenbund, als Vertreter von etwa 50000 deutscheu Jüdinnen, tritt in einem als Manuskript ged ruckten Expose von Sidonie Werner mit große!1.! N'ächdruck für das Frauerwahlrecht cm. Die Verfasserin bestreitet, daß vom St«m^panict des überlieferten Judentums aus iß Teilnahme der Frau am Gemeindcleben •unzulässig sei; sie betont, daß zur Lösung der sozialcn Aufgaben der Gemeinden gerade die Frau berufen ist und stellt nach diesen temperamentvoll vertretenen Ansichten die Forderung auf: ״Wählet keinen ,Mann in die jüdische Gemeinde- Vertretung, der nicht für das aktive und passive Wahlrecht der Frau ein tritt.“ Wir können uns dieser Entschiedenheit nur freuen. Audi wir glauben, daß die völlige Lethargie unserer Gemeinden zu einem großen Teil beseitigt werden würde, wenn die Jüdin mit ihrem lebendigen jüdischen Instinkt und ihrer zu jeder sozialen Arbeit 90 befähigten An- Urne die* Möglichkeit gleichberechtigter Mitarbeit bekäme, die im übrigen nur eine selbstverständliche Folge der Demokratie wäre. Von Gemeindegewaltigen freilich, die sich nicht scheuen, die Kriegsteilnehmer zu entrechten, wird auch für diese Gedanken kein Verständnis zu erwarten sein. Nachrichten Berlin. Am 24. August fand auf dem Platze des Sportkl. Charlottetiburg (&. C. C.) innerhalb eines Vierteljaitres schon das zweite Sportfest des j.T. V. Bar Kochba statt, «der hierzu die besten. Vertreter der jüdischen Tunt- ־and Sportvereine des Reiches geladen hatte. Au* Wien, Breslau, Bonn, Greifswald und Stettin waren sie iicrbeigeeilt. Einer großen Zuschauermeuge wurde guter Sport gezeigt, der sich auch flott abwiekelte. Rec.tt •scharfe Kämpfe lieferte*! sielt die Einheimischen un.i die Gäste über die kurzen Strecken (!00 u. 20ü inj während über die Mittelstrecken die Ueberlegenhe.it unseres Vertreters, des Berliner Meisters Ernst Simon, zu groß war, der seinen Gegnern einfach davonlief. Eine angenehme Unterbrechung erfuhren die Kämpfe durch die Vorführungen der Freiübungen der Mädchen und durch die Bar Kochba-Musterriege. Die Stabübungen wurden nach 11 ebrä isclie 11 Kommando exakt durchgeführt, aber eine Glanzleistung waren die Vorführufigeii der Turner a.m Hochreck. Inzwischen waren die' leichtathletischen Kämpfe fortgesetzt worden und erreichtet» ihren Höhepunkt in den Stafettcnläufen über 4><R)Öm und in der Schwedenstaitel. Während die erstcre die Hakoahmannschaft gewann, konnte B. K. die zweite für sich entscheiden. Bei einem Revanchekampi, der am Dienstag nach dem Feste zwischen Siegern und Unterlegenen im Stadion ausgefochten wurde, konnte Bar Kociiba, Berlin, beide gewinnen. Hiermit fand das glatt verlaufen« Fest seinen Abschluß, das auf die Besucher einen befriedigenden Eindruck hinterlicß. Am Abend vereinte troch einmal die Berliner und ihre Gäste die Preisverteiiung, an die sich dann noch ein gemütliches Beisammensein schloß. Der Bar Kochba kann mit den Ergebnissen des Tages wohl zufrieden sein, hoffentlieh wird der Verkehr mit den Wienern und den Leuten aus dem Reiche aufreclüerludten, so daß war sie bei neuen Kämpfen wiederum begrüßen können. Cüln. Am Dienstag, den 16. September, vormittags 9 Uhr, wird i«1 Köln ein K. I. Ver-Tag stattfirideii, der sich mit «da! inneren Fragen des Kartells 1und der äußeren Arbeit des linksrheinischen Bezirksverbandes beschäftigen wird. Anfragen bezüglich Wöhngelegenhcit *usw. sind möglichst bald zu richten an Rechtsanwalt Dr. Hugo Gähn 7 in Cöin, Breites fräße 159. Leipzig. Der im Mai d. J. in Leipzig gegründete ״Jüdische Turnu. Sport ve rein Bar Kochb a“ beteiligte •sich zum ersten Male mit einem seltenen Erfolg an den leichtathletischen' Wettkämpfen, die der ״Allgemeine Turnverein Leipzig-Volkmarsdorf“ am Sonntag, den 31. August auf seinem Spielplätze veranstaltet hatte. Von den vier Bewerbern, die der Verein ״Bar Kochba“ gestellt hatte, haben zwei Siege' errungen, Herr stud. med. S. Ptaschek gewann den dritten Preis im Vicrkampf (Sturmhochsprung, Weitsprung, Kugel stoßen, 100-ni-Mallaufen); Frl. M. Rochlin gewann ebenfalls den dritten Preis im Damen-Dreikampf (Weitspriang, Kugelstoßen, 75-m-Ma.llaufen). Die Erfolge kann ma!1 als glänzend bezeichnen, wenn man die kurze Trainingszeit und di« zahlreiche Beteiligung an de» Wettkämpfen in Betracht zieht. Ende September veranstaltet der Verein ״Bar Kociiba“ auf dem gemieteten Spielplätze leidhtathkdische Vereinswettkämpfe. Am fragen, sowie Anmeldungen sind an den Schriftführer des Vereins, Herrn S. Ptaschek, zu richten. Magdeburg. An! Montag, den 15, September 1919, abends 7Vs Uhr, veranstaltet die Nationalfondskommisskm von Magdeburg in Richards Festsälen einen musikalisch-literarischen Abend zugunsten des jüdischen N a t io n a 1 f otid s. Es wirken mit: Edith Rosenbaum und Otto Spielmann (Gesang), Konzertmeister Bergfeld (Violine), Walter Lutz Cello), Friedrich Albert Groß (Rezitation); am Flügel begleitet Kapellmeister B1 u,m a n n vom. Stadttheater. Die Billetts, deren Preise bereits durch besondere Inserate angezeigt wurden, sind in der Heinrichshofensclten Musikalienhandlung erhältlich. Etwaige Anfragen wolle inan an Herrn S. Hops, Magdeburg, Jakobs tr. 40, richten. Wir bitten alle Magdeburger Gesinnungsgenossen, für die Veranstaltung in ihrer» Bekanntenkreis Propaganda zu machen. Saarbrücken. Hier konstituierte sich am 1. 9. die zionistische Gruppe für das Saarland. Bisher tnate» 25 Mitglieder bei, doch darf mit einem raschen Anwachse»! der Gruppe gerechnet werden. Eten Vorsitz fuhren die Herren Dr. Leo Weiler, Dr. Le ebner und Le visoh 11. Nähere Auskunft erteilt Dr. Le» Weiler, Karchcrstrade 4. Steinhorst. Das in! Jahre 1908 durch die Simon- Stiftung gegründete Gut in Steinhorst ist, wegen mangelnder Rentabilität (das Gut forderte stets große Zu- Schüsse), von der Simon-Stiftung verkauft worden. Das Lehrlingsheim wurde aufgelöst, die Lehrlinge sind provisorisch nach Ahlem überführt worden; was endgültig aus ihnen werden soll, ist noch unbestimmt. Diese Tatsache ist außerordentlich bedauerlich. Bei der heute von alle« Parteien im Judentum anerkannten Notwendigkeit der Berufsumschichtung hätte die Simon-Stiftung das Gut nicht eher veräußern sollen, als bis sie nach Fühlungnahm® mit andere» interessierten Organisationen Sicher• heit darüber erhalten hätte, in Weicher Weise die WeiterfiihriBig des Gutes möglich war. Warschau. Am Freitag, den 29. August ist in Warschau im Alter von 63 Jahren der bekannte jüdische Schriftsteller Jak׳cb Dinesohn nach einer kurzen Krankheit gestorben. Geboren im Jahre 1856 in Neusagar. Gouv. Kowno, genoß er eine traditionelle jüdische Erziehung und veröffentlichte seine ersten literarischen Arbeiten in der damaligen hebräischen Presse. Sein erster hebräischer Roman wurde von der Zensur verboten. Nachher hat Dinesohn sieh der ji di sehen Literatur gewidmet und sich eine große Beliebtheit und Populär!• tat erworben. Bekannt sind seine Romane ״Der schwarze junge Mann“, ״Der Stein des Anstoßes”, ״Jossele” usw. In der letzten Zeit hat sich Dinesohn von seiner schriftstelle rischen Tätigkeit zurückgezogen und an der Organisierung der Hilfsaktion für die Juden in Polen, «nsbesondere auf dem Gebiete des Schulwesens, hervorragend gewirkt. Wochenkalender. Sonnabend, 13. September, 18. EM, 5679, Ki thabo, Nacht 7,12. Schluß des redaktionellen Teils. Mr. 65 r צודיד ןעווייץ» r N11t k i 111 V_ r Berlin r Za Nimbur l_. r- TH« Salom WüTzbi L. Die Lubtli Bren seine volle! und heit reg ui durcl Abbtl JÜDI 1"ש.