Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 58 (19.8.1919)
- Date
- 1919-08-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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CfeKMANIA JUOAICA JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion u. Verlag W. 15, Sächsische Str, 8. Erscheint jeden Dienstag n. Freitag. Abonn.bei d Exp. n. d. Postämtern viertelj. M.6,— in Deutschland, in Oesterreich Kr. 12,!.Ausland M.10, Nummer 58 Berlin, 19 VIII. 1919 Antelyen-Verwaltung: Welt-Verlag, Berlin NW. 7, Dorothceastra.Be 35. Telephon: Amt Zentrum 4814 n. 4815, Anzeigenpreis für die sedwgespaltene Nonpareillezeile 75 Pf., Teuernngszuschlag 20°/0. Telephon: Amt Uhland 845 u. 486. Postscheckkonto: Berlin Nr. 17392. Für Oesterreich: Postsparkassenamt Scheckkonto Nr. 156030. RedaktionsschluB Sonntag u. Mittwoch nachm, 23. Ab 5679 XXIV. Jahrg. Der Zlsaismu erstrebt für das jüdische Volk dl• Schaffug einer 5ffeatiicb.reckttfeh gealdiertu Bebutltte in PaUiUsa. ״Baseler ProgrsiU■* Die Arbeiterschaft in Palästina Konferenz des Hapoel-Hazalr in Kinereth K. Z. B. Die Konferenz., die vom 6. bis 9. Sivan | dauerte, wurde durch Herrn Sprinzak eröffnet, der u. a. ausführte: Noch gibt es keinen Weg mach Palästina. Das ist das Tragischste in dieser Stunde. Wir müssen alle unsere Kräfte und unsere Nerven zusanimennehmen und an dein einen festhalten, dom trostbringenden Werke I des bevorstehenden Aufbaus. Unsere Prinzipien für das Aufbauwerk sind: Es darf nicht Ausbeuter und ] nicht Ausgebeutete in der Arbeit geben. Dies muß in | unserem gesamten Wirtschaftsleben durchgeführt werden. Aber dürfen wir uns jetzt nur mit Prinzipien, Losungen und Kundgebungen begnügen? Kamen wii doch zur Idee der Arbeit'nicht durch die Arbeit, sondern durch Iden Mangel an Arbeit. Wir kamen zur Negation des Profites, nicht weil wir unter dem Joch der Ausbeutung litten, sondern durch die Erkenntnis der Notwendigkeit unserer Volksbefreiung. Wir können einen Baum, der wächst und blüht, pflegen und bearbeiten. Wir können aber nicht einen Baum pflegen, der noch nicht gepflanzt ist, wo weder der Boden noch der Pflanzer da ist. Liegt nicht hier die primitive Notwendigkeit vor, zunächst guten Boden zu beschaffen und treue und fleißige Pflanzer anzusiedeln? Wollen wir uns mit unfruchtbarer Opposition und Kritik abgeben? Nur einzelne Individiien können sich solche Experimente leisten. Eine gesimde Arbeiterbewegung verträgt dies nicht. Welchen Weg müssen wir also heute gehen? Hierauf gibt der Hapoef-Hazai'r die klare Antwort: den Weg des schaffenden Pioniertums. Das ist keifl Kultus des Pionie r tum 9 an sich, sondern das Erfordernis der realen ötwendigkeit. Einen anderen Weg gibt es nicht. Die oße Tatkraft allein kann unser Volk beleben und täten und ihm von neuem den Glauben an seine schöpferische Kraft geben. Unsere Parole ist: Kampf für die maximalsten' Arbeitsbedingungen und unermüd- Bclit Arbeit unter allen Bedingungen! Die Zahl unserer Pioniere wird eine grobe sein. Unsere Beratung muH ein Pogrararn ausarbeiten, das sowohl uns hier im Lande, wie unseren Chawerim, den Ze'ire-Zio.n in Ost-Europa und unseren Hapoel-Hazair- Chawerim in West-Europa, den Weg weisen und den gesamten Zionismus auf den Weg der schöpferischen positiven Arbeit bringen soll. Wenn jetzt in den Arneiterreihen in Palästina eine Spaltung entstanden ist, so ist das nicht unsere Schuld. Wir haben, sie weder gewollt noch liervorgerufen. Nun ist es unsere Pflicht, an die reale Arbeit;heranzugehen, und das fordert von uns die Organisierung aller unserer Kräfte. Dann ergriff der Arbeiterführer A. D. Gordon das Wort, der unter anderem folgendes ausführte: Die Hauptkraft ruht in uns selber. Ich habe leider Ibis jetzt vergebens auf die Deklaration Unseres Volkes ]gewartet. Wir besitzen viele aktive Kräfte, aber eines fehlt uns: die einigende Kraft. Eine Sache stimmt Irnich traurig: daß in unserem kleinen Arbeiterkreise!hier in Palästina noch Platz für eine Spaltung ist. lieh höre, daß man uns vorwirft, daß wir nicht ge- Iniigend den Sozialismus betonen. Wir müssen eine!Grenzlinie ziehen zwischen dem mechanischen ökononischen Sozialismus, für den die Hauptsache der Klas- Isenkampf ist, und dem nationalen natürlichen Soziajismus, der unseren ganzen Lebensinhalt ausmacht. Unptre Hauptforderung Ist, daß die Arbeit die Grundlage nes Volkes bilden soll; nicht aus ökonomischen Rück- Sichten und nicht, weil wir hierin gewisse Gerechtigkeitsprinzipien erblicken, sondern weil die Arbeit das kosmische Moment ist, welches uns mit dem Boden jvieder vereinigt, mit der Natur, mit dem Weltall, *,enn wir sagen: Arbeit — so haben wir hiermit dies gesagt. Und wenn wir hinzufügen, daß die Arbeit Mf der Grundlage der Prinzipien der Nationalisierung |rei sein muß, so ist hiermit alles gesagt, und man braucht keine weiteren sozialistischen Mechanismen. Wir müssen dem Volke^agen: Hier in Palästina nußt Du Dich konzentrieren und Deine Wiedergeburt pürch Arbeit realisieren! Wenn unser Volk hierbei schwere Opfer zu bringen haben wird, so ist es doch jusser, diesem Zweck Opfer zu bringen als die unendliehen, zwecklosen Opfer in den Landern der Diaspora. Hierauf folgte die "Wahl des Präsidiums und das Referat von A. L. Joffe. Dann folgten die Debatten. Bussel trat den weitgehenden Forderungen nach Jenügsamkeit entgegen und sagte: Wir dürfen nicht fergessen, daß der Boden allein nicht imstande ist, Pc unsere notwendigsten Bedürfnisse zu befriedigen, ch will nur von der medizinischen Hilfe sprechen, |!e wir infolge der klimatischen Verhältnisse des Landes |״ngend brauchen. Es ist unbedingt notwendig, daß I® Ausgaben für die medizinische Hilfe von den natio- Men Institutionen getragen werden, deren Pflicht es p für die Gesundung des Landes zu sorgen. Sal- Ja'vfk> meint, daß in unserer Losung die Tendenz lnthalten wäre, daß wir durch die Arbeit alle unsere fwurfnisse befriedigen können. Wir dürfen nicht an las Volk mit Forderungen Tieraatreten. A. D. Gor- Ion hält es für notwendig, für die zu erwartenden 15"'" *inmigranten gute uftd gesunde Arbeit zu be- 1* w ’ Ae Arbeit dürfe nicht zum Niedergang der!*better führen, wie wir es bei viele» unserer Freunde leider bemerken. Kaplan |)etont, daß es stets das Merkmal unserer Bewegung׳ war, daß wir zunächst Forderungen an uns selbst und erst dann an die anderen gestellt haben. Auch unsere neuen Immigranten müssen sich mit großer Genügsamkeit ausrüsten. Rabinoi witz: Welche Einschränkungen soll sich der Arbeiter noch auferlegen? Der jüdische Arbeiter verdient mit großer Mühe sein tägliches Brot, für Kleidung reicht sein Verdienst nicht 'mehr aus. Was sollen wir mit den zahlreichen Pionieren tun, die trotz der Warnungen der Zionistischen Organisation in das Land strömen werden? Sie werden zu Tausenden kommen, selbst wenn sie wissen, daß im Lande Hungersnot herrscht. Zwi-Jehuda: Wir dürfen uns mit der Taktik, die Immigration künstlich aufzuhalten, nicht einverstanden erklären. Wir müssen uns mit den jungen Kräften iru Galuth vereinigen. Wir müsen sofort mit einer großzügigen Arbeit beginnen, mit Bewaldungsarbeiten usw. Wir haben zwei Kommissionen für die städtische und landwirtschaftliche Besiedlung gebildet. Unsere Aufgäbe ist jetzt, die von uns geplante Arbeits-bank zu verwirklichen. A. L. Joffe: wir haben das Prinzip proklamiert, daß jeder Arbeiter sich von dem Ertrag seines Bodens zu ernähren und nichts weiter zu verlangen habe. So fürchten, wir nichts, auch wenn Zehntausende mit einem Maie in das Land kommen — sie alle werden sich einordnen. Zu fürchten aber haben wir, wenn nur hundert Juden in das Land kommen und nur Forderungen an andere stellen. Wir müssen uns in unserer Arbeit Robinson Crusoe zum Vorbild nehmen. Das jüdische Volk ist in derselben Lage wie Robinson Crusoe, nur mit dem einen Unterschied, daß das jüdische Volk die Insel, die Robinson Crusoe besaß, nicht besitzt. Bloch: Wenn wir 50 000 Arbeiter in das Land bringen, so können nicht alle Robinson Crusoes sein. Wir dürfen sicher sein, daß die neuen Immigranten bessere Arbeitsbedingungen verlangen werden. Diese Bedingütigen müssen geschaffen, werde:\ sierte Regierung sorgt zunächst für die Schaffung■ der Arbeitsbedingungen. Lider: Wir haben das volle Recht, von der Zionistischen Organisation die Amelioratian und die Gesundung des Landes zu verlangen. Die Landwirtschaft gibt ihren Arbeitern nicht die Mögiichkeit, überflüssige Ausgaben zu machen. Wir müssen alles vermeiden, was irgendwie nach Chahikka aussieht. Aber wenn wir objektive Bedingungen für die Arbeit verlangen, so ist das unser gutes moralisches Recht. Elieser Schochat: ln all jenen Ländern, in denen sich die Landwirtschaft hauptsächlich auf die Regierung■ verlassen bat, ist die Agrikultur stark gesunken. Gewiß haben wir das Recht, von den Institutionen gewisse primitive Hilfeleistungen zu verlangen, aber nur in Form der ersten Hilfe. Das Schwergewicht unserer Existenz liegt in uns und unserer eigenen Arbeit. Nach einigen weiteren Reden gab Herr Sprinzak eine Uebersicnt über die Debatten. Eine lebhafte Diskussion rief das Referat des Herrn Bussei über die ״Kwuzoth“ — Arbeitergruppen hervor. Die Frage, welchem Arbeitssystem der Vorzug zu geben ist, der Kwuzah, d. h. der Gruppe, in der der Arbeiter selbständig und auf genossenschaftlicher Grundlage arbeitet, oder der Arbeiterkolonie, d, h. einer speziellen Kolonie von Arbeitern (im Gegensätze zu Arbeiten, die man beim Kolonisten annimmt)' beschäftigt die jüdische Arbeiterschaft in der fetzten Zeit sehr stark. Die Sympathien für beide Arbeitsmethoden sind geteilt. Der Referent schilderte ausführlich die Vorziige der ״Kwuzah“ und meinte, daß *Hie Arbeiter einen schweren Fehler begehen, indem sie sich dauernd aut der Suche befinden und von einem Arbeitssystem zum anderen übergehen. Er verspricht sich zwar auch viel von den Arbeiterkolonien, meint aber, daß die jüdische Arbeiterschaft das Hauptgewicht auf die Kwuzah fegen müsse. Skosowski (ein neuer Immigrant): Ich kann. Ihnen berichten, daß die jungen Juden in Polen sich letztens dem Zionismus mit Begeisterung anschließen. Es ist nicht unser Ideal, bei einem jüdischen Bauer Arbeit zu suchen und sie mit großer Mühe zu finden. Ich, z. B., kam mit einer Lodzer Gruppe. Schon die ersten Arbeitstage bei Kolonisten in Rechoboth und bei der Verwaltung der ״Agudath Netajim“ haben bei einem Teile unserer Genossen Unzufriedenheit hervorgerufen. Sie glaubten, daß sie zusammen mit ihren Gesinnungsgenossen das Land bearbeiten werden, statt dessen kamen sie unter die Aufsicht des Kolonisten, der in gewissem Sinne schlimmer ist als der jüdische Fabrikant in Lodz. Letzterer hat sich wenigstens bereits zur Erkenntnis der Notwendigkeit der jüdischen Arbeit durchgerungen, was man leider von dem jüdischen Bauer noch nicht sagen kann. Ich kann Ihnen nur sagen, daß die Zahl der jungen Leute, die nach Palästina wollen, eine sehr große ist. Viele werden später kommen. Viele wollen sich in kooperativen Gruppen, wie sie hier bestehen, Organisieren. Viele wollen zunächst die Arbeit in einer Farm erlernen, um sich später anzusiedeln. Wenn wir wollen, daß diese jungen Elemente im .Lande verbleiben und möchte Ihnen einiges über die Stimmung der jungen Leute im Galuth über die Palästina-Arbeit berichten. Es gibt zwei verschiedene Typen junger Leute jm Galuth. Die einen, die das Galuth in eine unbestimmte Ferne treibt, und die anderen, die sich zu Palästina hingezogen fühlen. Ich spreche als einer von denen, die der zweiten Kategorie angehören. Unsere Organisation ״Haschomer“ hat sich das Ziel gestellt, ihre Mitglieder zu nationalbevvußten Menschen zu erziehen. Unsere Mitglieder sind noch sehr jung, es sind zum größten Teil Schüler der verschiedenen Lehranstalten Polens und Galiziens, die sich zu einer festen nationahm Organisation zusammengeschlossen haben. Diese Organisation trat zunächst den ״Zei're-Zion“ bei und bildete später den ״Haschomer“. Wir fühlten uns zu dem Lande hingezogen, aber wir wußten nicht, was wir dort tun sollten. Wir bereiteten uns im Galuth gruppenweise für unser Leben in Palästina vor. Die einen gingen zur Landwirtschaft, die anderen erlernten das Tischlerhandwerk oder griflen zu anderen Arbeitszweigen. Ursprünglich wollten wir in bestimmten organisierten Arbeitsgruppen nach Palästina kommen, mußten aber später einsehen, daß das noch nicht möglich ist, und haben uns daher entschlossen, ab individuelle Immigranten in das Land zu kommen und uns hier von neuem zu organisieren und gemeinsam zu arbeiten. Schoschani (neuer Immigrant): Das neue Einwariderungselement ist nicht aus einem Gusse. Der Zionismus hat in letzter Zeit verschiedene Elemente aufgenommen. Diese Elemente, die aus assimilatorischen Kreisen stammen, sind, sobald sie hierherkommen, leicht geneigt, zu kritisieren. Hingegen haben wir unter den Immigranten auch jenen schönen gesunden Typus, der der Träger der Tradition im jungen Zionismus seit den Tagen des ersten Aufbruches ist. Diese Elemente wissen, daß der Palästina-Pionier nicht auf Rosen gebettet ist. Gewiß ist es uns lieber, wenn wir selbständig und frei köntien, rh.na Aufsicht c.nes trh» Arbeit gewährt wird, und daß sie nicht bei den Kolonisten der bereits bestehenden Kolonien oder bei der Verwaltung der ״Agudath Netajim“ zu. arbeiten gezwun־ gen sind. Scuenhabi <tH netter Immigrant): leb gebers. Aber bis wir die Arbeit erlernen, ist es uns gleichgültig, wo wir arbeiten. A. Z. J o f f e weist darauf hin daß die Angriffe auf die jüdischen Kolonisten zu Mißverständnissen führen können. Man dürfe nicht vergessen, daß es sich bei den jüdischen Kolonisten nicht um bösen Willen handelt, sondern daß ihr Verhalten der Fehler eines Systems ist, das verbessert werden *ruß. Sch ick a (neuer Immigrant): Während der ganzen Kriegsjahre empfanden wir Scham darüber, daß wir für Fremde kämpfen und unsere eigenen Brüder für die Freiheit anderer töten mußten. Wir sehnten uns nach diesem Augenblick, in dem wir in unserem Lande das Werk unserer eigenen Befreiung beginnen können Nun kam die erste Gruppe, und man hat nur mit Mühe Arbeit für sie gefunden. Die 105 jungen Leute, die hergekom.men sind, haben zwar in der Organisation des Hapoef-Hazai'r Arbeit gefunden. Aber was soll aus der kommenden großen Immigration werden? Wir müssen Arbeit schaffen. S. R a b ino w i t z (neuer Immigrant): Ich möchte Ihnen kurz schildern, wie sich die Zeire-Zion in Rußland die Arbeit in Palästina vorstellen. Dort schwärmt man für die Kwuzah, unter der mar. sich eine Auslese der Menschen vorstellt. Wir haben schon in Rußland Versuche gemacht, Kwuzoth zu organisieren. Soweit ich das russische Emigratianselement kenne, würde ihm das System der Arbeiterkokmien am besten entsprechen.• Aber das Wichtigste ist eben, daß sie die Arbeit erlernen. Beschlüsse der Konteren* I. Betreffs der Immigrante■: Die Konferenz begrüßt mit Freude die neuen Mi*- gfieder. Sie kam bei der Behandlung der notwendigen Schritte zwecks Organisierung der neuen Immigranten zu folgenden Resultaten: 1. Die Konferenz drückt den Wunsch aus, daß die agrarische Kommission der Partei dafür sorgen möge, daß die neuen Immigranten in Arbeiterfarmen angesiedelt werden. 2. Bei Gründung neuer Arbeiterfarmen (wie Kwuzoth usw.) hat die agrarische Kommission die Arbeitskräfte der neuen Immigranten zu berücksichtigten. 3. Die Konferenz hält es für notwendig, daß ausgebildete Arbeiter in neuen Zentren der Arbeit gemeinsam mit den neuen Immigranten arbeiten, und bevollmächtigt die ,agrarische Kommission, zu diesem Zwecke landwirtschaftliche Arbeiten zu organisieren. 4. Die Konferenz fordert von der zionistischen LeitmiR, daß sie ihre ganze Kraft dafür einsetze, eine Aktion zur Erleichterung der Pionier-Immigration und zur Schaffung von Landarbeitsmöglichkeiten ‘für jüdische Arbeiter einzuleiten. 5. Die Konferenz verpflichtet die landwirtschaftliche Kommission, sofort ohne Aufschub die Vorschläge der Mitglieder J. Busse I und Elieser Joffe, sowie die anderen Vorschläge in bezug auf die neue Arbeit zu behandeln und zu praktischen Resultaten in dieser Hinsicht zu kommen. II. Gründung einer Arbelterkotonie. Die Konferenz ist der Ansicht, daß die Zeit gekommen ist, um mit der praktischen Arbeit betreffs Gründung von Arbeiterksolomen zu beginnen. Die Bedürfnisse der Arbeiter und der Arbeit verpflichten uns, auch unter den jetzigen Bedingungen mit dieser neuen Koiojiisationsforni zu beginnen Bir»