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Jüdische Rundschau · 1919-07-18 · Heft 49 (18.7.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 49 (18.7.1919)
Date
1919-07-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 392 IQBQlBBHfi 8GBDICBSD Nr. 4t Aus Kolberg W’ird uns gemeldet, daß seit einiger Zeit allabendlich am Strande und auf den Promenaden antisemitische Hetzplakate schlimmster Sorte angeklebt wurden. Hiergegen wandte sich in der ״Kolberger Zeitung'* ein jüdischer Einwohner der Stadt, ln derselben Nummer der ״Kolberger Zeitung“ hatte ein gewisser Johann Bauduin sich entrüstet dagegen verwahrt, daß deutsche Soldaten jemals einen Pogrom machen würden, gleichzeitig aber die üblichen dummen Beschulen־ gungen gegen die Juden erhoben. Am nächsten Tage erschienen etwa 100 Soldaten vor der Redaktion, die die Namensnennung des Einsenders verlangten. . Erst nach längerer Zeit und Einschreiten von Polizei und Militär wurden die Ansammlungen zerstreut. Gegen diese Judenhetze wandte sich in einem Aufruf in der Zeitung der KoJberger Arbeiterrat, die ״Sozialdemokratischen Parteien“ und das ״Gewcrkschufiskartell“ und warnten davor, sieh von diesen bezahlten ״Agenten der Gegenrevolution“ verleiten zu lassen. Auch der Vorsitzende der Kriegsbeschädigten-Organisation Kolbe rgs richtete sich gegen diese Hetze, die bereits dazu geführt hatte, daß jüdische Badegäste öffentlich belästigt wurden. Ferner ist in Rostock einem Draht De rieht der ״VosSisehen Zeitung“ zufolge eine Judenhetze ausgebrochen, die hauptsächlich von Studenten ausgeht. In einer Interpellation in der Bürgervertretung führte Professor Reincke-BJoch aus, daß die Universität zwar die Hetze mißbillige, aber nicht die disziplinarische Gewalt habe, dagegen einzuschreiten, da die ״freien Menschenrechte der Gegenwart solche Agitationen, deren Form als eine Folge der Revolution anzusehen sei, gestatten“. Wir gestehen den Antisemiten gewiß gern das Recht zu, sich nach Herzenslust auszuschimpfen. Wie die. Vorgänge in Kolberg zeigen, hat diese Hetze häufig enug Tätlichkeiten zur Folge, um so mehr, als diese arfnife meist in mehr oder minder versteckter Form zu Gewalttätigkeiten auffordern. Die Aufforderung zu Plünderungen und Gewaltanwendung fällt aber unserer Meinung nach nicht unter die ״freien Menschenrechte“, und es ist daher Pflicht jeder Behörde, also auch einer Universität, rechtzeitig einzuschreiten, das heißt, ehe es zu spät ist. A Eine liberale Stimme zur Kongreßfrage In Hetfit 5 und 6 der Zeitschrift ״Liberales Judentum" nimmt Rabbiner Dr. Seiigmann, Frankfurt a. Main, in einem Artikel ״Der jüdische Kongreß und das hberale Judentum“ zur Kongreßfrage Stellung. Seligmann polemisiert gegen den bekannten Beschluß des ״Central- Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ und bemüht sich, den Kongreßgedanken auf eine neue Grundläge zu stellen. ״Stellt euch,״ so ruft er den deutschen Jaulen zu, ״an die Spitze und berufet auf breiter demokratisdrer WaMgrundlage einen Kongreß aller deutsehen Juden, zu dem alle willkommen sind, die sich zum religiösen Judentum bekennen.“ Frei-!ich setzt Seiigmann seftst gewisse Zweifel in die religiösen Qualitäten des deutschen Judentums, aus denen allein ein solcher Kongreß erwachsen könnte. Denn er erläutert seinen Gedanken in folgenden aus mehr als einem Grunde bemerkenswerten Ausführungen: ״So ihr aber auf dem Kongreß euch zusammen tut, hütet euch, ohne das Pathos eines großen Bekenntnisses zu erscheinen. Mit einer bloßen Verneinung des Zionismus, mit der Erklärung, daß ihr keine Nationaljuden, sondern Deutsche als Nation seid, kann man keinen jüdischen Kongreß machen. Das Bekenntnis zur deutschen Nation auf einem jüdischen Kongreß schmeckt allzusehr nach Loyalitätsgesinnung und ist ein Stück und UeberWeibsel des alten Schute- Judentums. Es sieht zum Verwechseln ähnlich jenem Pseudoliberalismus vergangener Zeiten, den Gabriel Rießer mit so bitteren Worten geißelt, und der um politisehen Gewinn religiöse Werte hingab, der nicht aus inneren, religiösen" Notwendigkeiten, sondern um der äußeren Stellung im Staate willen reformierte. Gegen solches Ghettojudentuim ist jeder Hohn und Ingrimm des Zionismus berechtigt. Es kann und darf nicht die Aufgabe eines jüdischen Kongresses sein, Deutschi a n d seine Treue zu versichern. Nebenbei — wer zuviel versichert, scheint seiner Sache am allerwenigsten sicher zu sein. Nur eines gibt es, was dem von Romantik Umwitterten nationalen Gedanken die Wage hält, mir einen ebenbürtigen Gegner gibt es für das Nationaljudentum: das ist das Religionsjudentum. Aber nicht als Phrase, sondern als heroischer Entschluß, der aus der Kleinheit!und Erbärmlichkeit des heutigen jüdisehen Lebens in Deutschland emporreißt. Religionsjudentum, treu und frei, alt und jung, als Vätererbe und als Suchen;Und Sehnen nach neuen Offenbarungen, altjüdische Frömmigkeit in .Haus und Leben und neues Bekenntnis zur großen Lebenslinie, ein Weg aus der Leere der Gegenwart zu neuer Inbrunst und sittlicher Tai 1 Das religiöse Judentum kann sich im Ringen mit dem nationalen Judentum pur behaupten, wenn es ernst macht mit Religion, wenn es sein flatterndes Leben in neue Gottestiefe senkt und seiner matten blutleeren Religion den großen Stil und das heroische Pathos zu verleihen vermag, wie es einst das prophetische Judentum getan, das mit seinem ethischen Monotheismus und seinem Weftreligionsgedanken die Totengebeine Israels zu neuem Leben erweckte.“ Daß ״das Bekenntnis zur deutschen Nation auf einem jüdischen Kongreß allzusehr nach Loyalitäten»- sinnung schmeckt und ein Stück und Ueberbleibsel des alten Srfiutzjudentums ist,“ ist ein Gedanke, den Dr. S e I i g m a 11 n offenbar der Ideologie des nationalen Judentums entnommen hat, Wir freuen uns, daß gewisse Ideen, die wir seit Jahren mit Nachdruck vertreten haben, allmählich auch auf die Kreise des liberalen Judentums zu wirken scheinen. Auch von der ״raatten, blutleeren Religion“ des Bbemlen Jucfcntams hat man früher wohl nur in na tiona Lj irdischen Kreisen gesprochen. Wenn Dr. Seiigmann freiKch an einer anderen Steife seines Aufsatzes meint, es käme alles darauf an, ״ob die Zionisten das Primat des rehfiösen Judentums vor den nationalen anerkennen“, so eweist diese Fragestellung nur, daß Dr. Seiigmann gewiß nicht berufen «L das liberale Judentum aus Zum Todestage Theodor Herzls lAim 20. Tammtus (18. Juli) sind 15 Jahre ver״ gangen, seit Theodor Herzl Uns entrissen wurde. Der Weltkrieg hat die große nationale Befreiungsidee des verewigten Führern wie nie zuvor ihrer Verwirklichung näher gebracht, seinem zielbewußten Wirken ist es in erster Reihe zu verdanken, wenn das jüdische Volk heute für die Oestaltung seines nationalen Schicksals reif geworden ist. Die Ereignisse der *Qegenwart haben jeden Einzelnen von uns aufs neue In der unverbrüchliehen Treue zu Herzls Werk und dem Qefühl der Verantwortung für die Zukunft unseres Volkes bestärkt. Und wie Herzl bei aller Romantik seines Wesens ein Mann der Tat war, wie er in weiser Voraussicht alle die Institutionen geschaffen oder angeregt hat, durch die unsere 'Bewegung sich entwickeln konnte, so dürfen auch wir gerade Jetzt, im neuen Werden des jüdischen Schicksals, nichts unterlassen, um unser wichtigstes Kolonisationsinstmment, den Jüdischen Nationalfond, für die großen Aufgaben der nächsten Zeit mit alten Mitteln auszurüsten. Wir füllten, zumal am Todestage Herzls, erneut die Pflicht, seine Persönlichkeit nicht nur in Worten, sondern auch durch tatkräftige Förderung unserer Institutionen zu ehren. Ein sichtbares Zeichen dieser Ehrung ist der Herzlwald, der als Zeichen ewigen Dankes für unseren Führer in Palästina gepflanzt wird und dem großen Ziele der Aufforstung Erez Israels dient. Auch wir wollen helfen, daß dies schöne Denkmal der Treue und der lebendigen Arbeit immer würdiger seiner Größe werde. Darum ergeht an alle Juden, die sich zu unserer Idee bekennen, die Aufforderung: Jeder pflanze zum 20. Tammus (18. Juli) einen Baun im Herzlwald! Bezeuget durch diese Spende tfem Manne die ewige Dankesschuld der euch das jüdische Lebensideal gegeben hat! Jüdischer Nationalfond, Zentrale für Deutschland. ״der Kleinheit und der Erbärmlichkeit des heutigen jüdischen Lebens emporzureißen“. Nur wenn sich das entnationalisierte, religiöse Judentum des Liberalismus wieder mit nationalem Geist dnrehdringen lassen wird, kann es vielleicht ״den großen Stil und das heroische Pathos“ wiederfinden, von dem einst,da» prophetische Judentum getragen war. Die nationalen Rechte der Juden in Litauen Eine Unterredung mit Dr. Soloweitschik Wir haben Unseren Lesern bereits in Nr. 41 der ״Jüdischen Rundschau“ mitgeteilt, daß der Zionist Herr Dr. Max Soloweitscbik, der in weitet! Kreisen Rußlands besonders als Bibelkritiker bekannte jüdische Gelehrte, zum Minister für jüdische Angelegen- Leiten in Litauen ernannt worden ist. Herr Dr. Soloweitschik hatte, zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen, die Liebenswürdigkeit, der Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ Aufschlüsse über die Lage der Juden in Litauen, über den Stand der Autonomiefrage und die Arbeit, die das jüdische Ministerium geleistet hat und noch leisten will, zu geben. Ueber die nationale Autonomie befragt, führte Dr. Sodoweitsdiik ans: Weitgellendste nationale Errungenschaften sind uns gesichert worden. Aber noch fehlen die elementarsten mensehliehen Rechte. Wir müssen uns unsere nationale Autonomie m einer Sphäre schaffen, die voll Mißtrauens ist. Wir streben danach, das gesamte nationale Leben, Schule und Unterricht, Wohlfahrt im weitesten Sinne, Emigration, Genossenschaften usw. in den Bereich der jüdischen Autonomie einzubeziehen. Solange dies nicht der Fall ist, haben wir beantragt, daß außer dem Ministerium für Jüdische Angelegenheiten ,Zwei Ressorts in den beiden Ministerien, die im wesentlichsten mit jüdischen Fragen m tun haben, dem Ministerium für Volksaufklärung und dem für soziale Hilfe, geschaffen weiden, in denen wir auf die unss betreffenden Angelegenheiten maßgebenden Einfluß haben sollen. Wir wollen zwei Oberinspektoren ernennen, die im Einvernehmen mit dem jüdischen Minister berufen werden sollen. Ihnen sollen zwei Sekretäre beigegeben werden, die unter dem jüdischen Minister arbeiten werden. Durch den Kontakt des jüdischen Ministers mit den beiden Sekretären soll die Möglichkeit gegeben werden, der jüdischen Meinung öffentlich Ausdruck zu geben, bis die nationale Autonomie voll verwirklicht ist. Das Gesetz dazu wurde von mir zusammen mit einem Beirat aus Vertretern der jüdischen Gemeinden ausgearbeitet. Die Sozialisten nahmen an der Ausarbeitung mit beratender Stimme teil. Befragt, wie es mit der Einrichtung des litauischen Staates bestellt sei, und wie sich dieser Staat gegenüber den für uns Juden. lebenswichtigen Fragen der Sabbatruhe, der Gleichberechtigung der hebräischen und jüdiechen Sprache steife, machte Herr Dr. Soloweitschik Mitteilungen, die zeigen, daß die nationale Autonomie in Litauen auf dem Marache ist und dank der aufrechten und mannhaften Politik, die dort befolgt wurde, bereits Fortschritte gemacht hat, wie bisher kaum m einem anderen Lande, wo Juden wohnen. Herr Dr. Soloweitschik trat der Anschauung entgegen, daß der litauische Staat noch kein lebensfähiges GÄikie sei. Es herrscht in Litauen kein Chaos mehr, vielmehr sind bereits mehrere tausend litauische Beamte vorhanden, es gibt bereits Gerichte mit Appellationsinstanz und Obertrlbuna\ ein Schulwesen, ein Finanz- und Steuersystem. Die Amtssprache ist litauisch. Die litauische Armee Ist aunächst noch eine rein nationale Armee mit litauische! Kommandosprache. Es wurden aber bereits etwa 5(» bis 600 Juden in Unteroffiziers- und Offiziersschulen aufgenammen. Herr Dr. Soloweitschik machte Mitteilung von einige! für europäische Verhältnisse ungewöhnlichen Errungenschäften, die geeignet sind, das Ansehen der Jude* gewaltig zu stützen. Am ersten Tag Rosch-Haschanal\ am Jom-Kippur, am ersten Tag des Pessach-, Schewuottl und Sukkothfestes bleibt die Stadtduma geschlossen. ״Es sind vielleicht Kleinigkeiten,“ sagte Dr. Soloweit■ schik, ״aber bitte stellen Sie sich vor, was es bedeutet, wenn ein Litauer oder Pole daheim erzählt: Heute gehe ich nicht in die Stadtverwaltung, es ist jüdische! Feiertag!“ Jetzt erscheinen sämtliche Aufrufe und Bekanntmadnuigen der Regierung sowie das Staatsgesetzblaft in den vier Sprachen: litauisch, jüdisch, polnisch und weißrussisch. Sämtliche Straßenschilder in Kowno sind in drei Sprachen (es gibt in Kowno fast keine Weil■ russen) angebracht, und die Straße, in der sich die Bibliothek des großen jüdischen Gelehrten Map□ be. findet, heißt: Mapustraße. Die jüdische Sprache wird öffentlich anerkannt, Gesuche in dieser Sprache an dte Behörden sind zulässig. Befragt, wie er sich die weitere Ausgestaltung de» nationalen Autonomie denke, erklärte Herr Dr. Soloweit■ schic, daß er bereits ein Memorandum an die litauische Regierung eingereidrt habe, in dem er fordert, daß la den sechs in Betracht kommenden Städten jüdische Kommissare eingesetzt werden. Diesen Kommissarea soll ein Beamtenapparat zur Verfügung stehen, sie solle» das Staatssiegel erhalten und zu alten Kreisberatunge» hinzugezogen werden. Ihre Politik sollen sie in stäodiger Fühlungnahme mit dem Ministerium für jüdisch» Angelegenheiten betreiben. Zum Schluß äußerte steh Dr. Soloweitschik über die Stellung der jüdischen Beamten. Nur im Ministerium! für Handel und Gewerbe ist die litauische Amtssprache nicht durchgängig erforderlich. Sobald es1 den Jude!! gelungen ist, die litauische Sprache zu beherrsche^ i werden proportional der Stärke jüdische Beamte in di» Beamten«!!eilen aufgenammen werden. Die nähere» Einzelheiten sollen in der litauischen Konstituante, dh in nicht allzu ferner Zeit zusammentreten dürfte, utd der Dr. Soloweitschik einen dementsprechenden Gesetej entwarf voriegen wird, festgesetzt werden. Ausweisung jüdischer Flüchtlinge aus Tschechoslowafcien Wie die ״Pressedelegation der jüdischen National! rate OstgaLiziens“ meldet, erklärte in dertscheeho^owakt ®hen Nationalversammlung der Minister Svehla auf eine sozialistische Interpellation, daß die jüdischesI Flüchtlinge aus dem Osten im Juli ״repatriiert“ werde» würden. Das tschechoslowakische Außenministeriu»| erließ unter dem 16. Juni (Zahl 25 376/16) eine VerorAj mmg, wonach die in den Grenzfceziifcen befindliche■! jüdischen Flüchtlinge bis zum 4, Juli Ihren Wohnsttn 30 km hinter die Grenze verlegen müssen. Es isfl zu befürchten, daß dort keine Wohnräume für sJe vom handen sein werden. Die Lage der Flüchtlinge »f| verzweifelt. Pogrome Ententesoldaten au Pogromen beteiligt? Wir haben gemeldet, daß bei einem Ueberfall Hallerscher Soldaten auf Juden in Warschau ein Jude! getötet, 13 verwundet wurden. Nunmehr veröffenflicMl die ״Gazetta Warschavsäca“ vom 29. Juni eine Eiklärunal in der es u. a. heißt: ״An den Exzessen haben sich nicnl viele polnische Soldaten beteiligt und diese bestandeäl meist aus polnischen Immigranten, die vom Auslande nadfl Polen gekommen waren. Dagegen beteiligte!■ sich an den Exzessen die Soldaten der■ Alliierten, die in Begleitung der Entente j mission nach Polen entsandt wordei waren, um die Ursachen der Pogrome z« untersuchen.“ Eine Aeußerung von maßgebender Ententeseite dieser Anschuldigung ist dringend erwünscht. Korfanti hetzt Der Führer der Polen aus Posen, Korfanti, im poWsdien Sejm am 4. JuB, er wisse aus zuvet| lässiger Quelle, daß zwischen einer jüdischen Org satkui und der deutschen Regierung im No vorigen Jahres eine Abmachung getroffen wurde, lü| hafte Meldungen über Judenpogrome in Polen in ganzen Welt zu verbreiten. Die jüdischen Deputiert Grünbaum und Weinzieher, unterstützt allen jüdischen Abgeordneten, erklärten, Korfanti» hauptung sei eine gemeine Verleumdung. Es entst ein großer Skandal, wobei die!Juden von den Sozial»« unterstützt wurden. Der Vorsitzende mußte eingreifd In der zweiten Hälfte seiner Rede erklärte Korfa' daß die blutigen Exzesse gegen die Juden In als Racheakt für die ,bkitipxi Verfolgungen statt! webhe.dfe Boten ferftatturi dtaÄ die-־ ‘ erleiden, bei 'der Juda! eine führende Rotte «pieltd

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