Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 40 (6.6.1919)
- Date
- 1919-06-06
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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J UEDISCH E RUNDSCHAU Nr. 40 Seite 325 Die Palästinawoche des Jfldischeo Nationalfoads Ueber da» Ergebnis der Palästinawoche wird in spätestens 14 Tagen ein Sonderausweis erscheinen, in welchem die einzelnen Beträge spezifiziert und nach Städten geordnet veröffentlicht werden. Diese vier Seiten umfassende Sonderausgabe wird in einem; einleitenden Artikel die bisherigen Erfolge und die uns noch bevorstehenden Aufgaben ausführlich darlegen und soll allen Interessenten kostenlos zur Verfügung stehen. Wir bitten also unsere Freunde, uns umgehend mitzuteilen, wieviele Exemplare sie zur Weitergabe an Bekannte, besonders an Nicht- Zionisten, wünschen. Durch eine möglichst weitgehende Verteilung dieser Sondernummer wird zweifellos die Teilnahme für den Nationalfonds in weiten jüdischen Kreisen gestärkt werden. Im folgenden bringen wir noch einige Berichte über die einzelnen Veranstaltungen während der Palästinawoche. Bremen: Auf die feierliche Einweihung der Palästinawoche durch Herrn Rabbiner Dr. R o s n e r, folgte ein vom Gesinnungsgenossen Dr. Katzenstein gehaltener Lichtbildervortrag. Am 20. Mai wurde die von allen Kreisen beschickte Bücher-, Bilder- und Bezalelausstellung eröffnet. Daran schloß sich ein jüdischer Autorenabend, an dem unter anderem das den ostjüdischen Arbeitern gewidmete Drama ״Arbeiter“ von J. K a s t e i n vorgelesen wurde. Großen Beifall fand vor allem ein Liederabend, bei dem Frl. 11m Corel! vom Bremer Stadttheater, Frl. Anny Samitcfsky- Bremerhaven und Herr Oberkantor Ah 1 beck - Lübeck mitwirkten. Den Schluß der Palästinawoche bildete eine wirkungsvolle Ansprache unseres Gemeindeältesten, des Herrn Moses Schragenheim. Leipzig: Die Palästinawoche wurde durch einen Vortrag des Herrn Dr. B ae r- Berlin eröffnet. Der Redner gab ein klares und anschauliches Bild von der Wirksamkeit des Jüdischen Nationalfonds in Palästina, besonders von seiner Bedeutung für den Gedanken der Nationalisierung des Bodens. Der Erfolg der Rede zeigte sich in großen Spenden und Zeichnungen für die Selbstbesteuerung. Lübeck: Anläßlich der Palästinawoche veranstaltete die hiesige Ortsgruppe eine Haussammlung, an der sich eine Anzahl Damen und Herren unserer Ortsgruppe beteiligte. Das erfreuliche Ergebnis waren Zeichnungen von insgesamt 4676 M. für verschiedene zionistische und misrachistische Zwecke, darunter eine Spende van 1000 M. für die David-Adler-Stiftung des Misrachi-Kolonisationsfonids. Am 7. Mai hielt im Anschluß am« die Palästinawoche Herr Dr. med. O. Bloede aus Hambürg einen Vortrag über ״Unser Palästina“. Die Anwesenden dankten dem Referenten durch reiche Spenden für seinen Vortrag. Stettin: Das jüdische Leben unserer Ortsgruppe, das in den letzten Monaten einen erfreulichen Aufschwung nahm und durch häufige Vorträge angeregt wurde, ist besonders durch die beiden Veranstaltungen der Palästinawoche, einem Gesellschaftsabend und einem Vortrag von Dr. Z 1 o c i s t i - Berlin über das ״Neue Palästina“ recht günstig beeinflußt worden. Der Gesellschaftsabend, den Herr Dr. Dresel durch eine Ansprache über den Zweck der Palästinawoche einteitete und für den sich . eine Anzahl unserer Gesinnmngstgenossen zur Verfügung gestellt hatten, hat auch in uns fernerstehenden Kreisen lebhaftes Interesse für den N?1tioaaIfonds geweckt; ebenso fanden die Ausführungen Dr. Zlocistis über die ihm aus eigenem Erleben bekannten Verhältnisse in Palästina Unter dem türkischen Regime allgemeinen Beifall. Eine sehr erfolgreiche Haus- Sammlung mit über 2100 M. Gesamtergebnis schloß die Palästinawoche ab. Es ist gar keine Frage, daß wir durch diese Veranstaltung auch in Stettin in weiten jüdischen Kreisen Verständnis für die Aufgaben des Nationalfonds in Erez-Israel geweckt haben, und wir werden alles versuchen, dies Interesse wachzuhalten. Stuttgart: Die wichtigste Veranstaltung unserer Palästinawoche war ein literarischer Abend im Oberen Museum, für den sich Frl, Lormer und Herr Marx vom Württembergischen Landestheater zur Verfügung gestellt hatten. Sie lasen Stücke von Schalom Asch, Abr. Reisen und Scholem Alechem vor. Besonderen Eindruck machte eine Szene aus Stephan Zweigs ״Jeremias“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Ansprache des Schriftstellers Arnold Zweig, der in seinen gedankenreichen Ausführungen betonte, daß auch wenn alle den Juden von den Großmächten gegebenen Versprechungen sich erfüllten, die jüdische Volksfrage noch keineswegs gelöst sei, sondern daß dann erst für die Juden selbst die eigentlichen Aufgaben beginnen. Sämtliche Darbietungen fanden starken Beifall und mirden in der lokalen Presse anerkennend besprochen. Auch der finanzielle Erfolg war recht zufriedenstellend. Tarnowitz: Der Zionistische Mädchenklub veram- Stattete anläßlich der Palästinawoche einen Diskussionsabend, auf dem Fräulein F reund über die Bedeutung des Nationalfonds referierte. Daran schloß sich eine Haussammlung, die durch ihren Erfolg bewies, daß das Interesse für den Nationalfonds auch in den hiesigen jüdischen Kreisen erfolgreich gestiegen ist. Daniel Treu gestorben Ein schwerer Verlust hat unsere Ortsgruppe getroffen. Am 23. Mai ist uns unser alter, treuer Mitkämpfer, Daniel Treu der Ehrenvorsitzende unserer Ortsgruppe durch den T<xl entrissen worden. Er ist seinem schweren, langjährigen Leiden erlegen. Wer den Verstorbenen gekannt hat, der weiß, daß unser Zionsideal den Inhalt seines Lebens bildete. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, die Erfüllung zu schauen, kurz vor dem Ziel riß ihn der unerbittliche Tod hinweg. Wir werden ihm ein lebendes Denkmal im Lande der Väter errichten und seinen Namen in ehrendem Andenken halten. Immerwährende Mitgliedschaft der Zioidedichen Vereinigung ffir Deutschland Frau Luise Blum Berlin trägt ihren verstorbenen Gatten, Herrn Hugo Blum mit SO M. als immerwährendes Mitglied der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ein. Nachrichten Berlin. Am Donnerstag, den 12. Juni, nachm. 5 Uhr, und Sonntag, den 15. Juni, vom*, 10 Uhr, Besichtigung des Städtischen Kinderkrankenhauses, Reinickendorfer Str. 61. Führung: Oberarzt Dr, Grünfelder. Treffpunkt daselbst pünktlich am Portal. Anmeidungen baldmöglichst erbeten. Verband Jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina, Bürchaus Börse, Burgstr. 27, Büro 22. Norden 9031. 10—1, 4—6. wochenkalender. Sonnabend, 7. Juni, 9. Ssiwan 5679, Nasso, Nacht 9,27. Schluß des redaktionellen Teils. Vor kurzem erschien: Dip flafban des jüdischen von Richard Lichtheim Entwickelt an Hand des besten vorhandenen Materials das Programm des Aufbau«, wie ihn sich die Mehrzahl der Zionisten denkt. Preis 1 Expl» 60 Pf, 100 Expl. 50.— M , 500 Expl. 215.- M., 1000Expl. 350.— M. Die Massenpreise ohne Zuschlag — Porto nach Tarif. Jüdischer?erlag, Berlin Bi Statt Karten! •and. med. Rech« Jakobiolua Martin Hirsch Verlobte ץ־־־ L&ban W.-Pr. Breslau GollubW.-Pr. Beuthen ,0.-8. Baruch Krupnlk Betty Krupnik gab. Landau V ermählte Berlin NW, Wullenweberstr. 3. גרוד קרופניק בתיה קרופניק לבית לנדא נשואים .J f Albert Wisamky Flor• Witansky, geb. Garfinkei Vermählte Dt.-Eylau im Mai 1919. ץי־ J r Moses Lewinsteln Rachel Lewinsteln, geb. Grttnfeld Vermählte Berlin-Wi., Juni 1919 UhUndstr. 81. משה ליינשטיץ רחל לוינשטיין!לבית גרינפלד באו בברית הנשואין םיון,התרע״ט בוליך ( Else und Willi David zeigen hierdurch die Geburt ihres 6, Kindes, eines Jungen, an. ץ־ Berlin-Wilmersdorf, Xantener Str. A. I. Juni 1919 3. Siwan 6879 Jüdischer Bote vom Rhein Jüdisches Wochenblatt für die Rheinischen Lande Herausgegeben von Rabbiner Dr. Emil Cohn-Bonn Schriftleitung und Versand: Bonn, Tempelstr, 12 Betugspreis: Jährlich M. 6.—, vierteljährlich M. 1.50 nebst Bestellgeld durch Postamt oder Briefträger aber auch direkt vom Verlage selbst. Beim Ausbleiben oder bei verspäteter Lieferung einer Nummer wollen sich die Posibezfeher stet« nur an den Briefträger oder die zuständige Bestell ־ Post am tali wenden. Erst wenn Nachlieferung und Aufklärung nicht in angemessener Frist erfolgen, wende man sich unter Angabe der bereits unternommenen Schritte an unsere* Verlag. ץ-) 9 Dr. Ckeorg Sudler und Fraa Meta, geb. Klewansky r geben die Geburt eines Jungen bekannt. X n G Königsberg i. Pr., m. Mai 1919 “ Huhn, BaWr. 39. 27. Ijar B670 J Lehrer aus Jaffa erteilt hebräischen Unterricht. 1 Hdfowicz b. üiigel, Berlin 13.87, Erasmussfrasse 12. Sprechstunden von 6—7 Uhr nachmittags. Eimer, hebräischer Lehrer מורה עברית erteilt Lektionen. Adresse: b. Reich, Alte Schönhauser Straße 3. * Fernspr.: Ndn. 9920. Für die hiesige Synagogengemeinde wird ein Lehrer und Vorbeter gesucht. Gehalt Mk. 2400 jährlich nebst Mk. 1200 Teuerungszulage, außerdem Nebeneinkommen und Pensionsberechtigung. Bewerber wollen Offerten mit Zeugnisabschriften an den Unterzeichneten Vorstand einreichen. Der Vorstand der Synagogengemeinde Castrop. Zur Leitung eines jüdischen gemeinnützigen landwirtschaftliche* Erziehungsheims für 20—80 Eleven und Elevinnen von 16—18 Jahren, auf schönem Gut Nähe Freiburg — Baden —, ältere, gebildete, verträgliche und religiöse Dame (ledig oder kinderlose Witwe), erfahren in größerer Hauswirtschaft u. ritueller Küche, um-, sichtig u. energisch, jedoch Liebevoll zu jungen Menschen als selbständige Helmmutter, ferner 2 tüchtige, sparsame u. erfahrene Köchinnen zum baldigen Eintritt gesucht. Ausführliche Bewerbungen und Zeugnisabschriften, Empfehlungen und Gehaltsan- Sprüche erbeten an den Jüdischen Landwirtschaft«- verein ״Der Pflug" (Hamachrescbah) e. V., z. H. des Herrn Fabrikanten K. Goldmann, Freiburg i. Br. fiitr jungt, kräftige Leute Jää auf Gut oder Gärtnerei gegen freie Station, Angebote unter A. 59, Welt-Verlag, Dorotheenstr. 35. Geb. Dame, Zionistin, 80 J., Waise, aus gut. Familie, repräsentationsfähig, zuverl. und umsichtig, mit Leitung des Bauswesens vollk. vertrant, kinderlieb, wünscht Stellung als Hausdame in frauenlos, gut rituell. Haushalt außerhalb Berlins. (Sehr geeignet für Arzthaushalt). Bürokenntnisse vorhanden, Gute Referenzen. Off. erbeten unter ״Hausdame‘* an die F.xped. der ״Jüd. Rundschau.“ ----—-- ־ ־ ־~~ .־ ACHUSA. Interessenten ffir eine Achusa-Kolonie in Palästina auf Grundlage von Pflanzlings- und Gartenbau erfahren Näheres bei der Annoncen - Expedition der ,,Jüdischen Rundschau“, Berlin NW. 7, Dorotheenstraße 35. Briefe gefl. unter Kennwort ״Achusa.“ Junges Jdäöchen oder Kindergärtnerin die hebräisch spricht, zu vier Kindern von 11, 9, 8 u. 1 Jahr zum Herbst gesucht. Voller Familienanschluß. Ausführliche Angebote mit Zeugnissen und Gehaltsansprüchen an Rechtsanwalt Dr. Epstein, Ouiaburg/Rh., Parkstr. 13 (unbes, Gebiet.) Wir suchen jüdische Bilder, d. h. Photographien und Zeichnungen aus dem jüdischen Leben in allen Ländern, besonders aus Palästina, die sich zur Reproduktion eignen. Angebote unter ״Jüdische Bilder“ an den Welt-Verlag, Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 85 erb. Für Lehrlingsheim (etwa 30 junge Leute) wird eine tüchtige Köchin zum sofortigen Antritt gesucht. Landwirtschaftlich• Abteilung der Hirsch-Kupfer* u. Messingwerke Akt.*Ge8., Messingwerk bei Eberswalde. w₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪m\ Als läayierstmiiiier empfiehlt eich Pertz, JUd. Blindenanstalt, Telefon: Steglitz 1039. Hebr.Unterrichi I Oymnaaiatt (Obergymnatitim) erteilt Unterricht in hehr, Sprache, der alten ״. neuen Lit.r»tar and jüdieohen Oe• schichte. Offert, ant. A- B. an die Exp. der ■TOd. Rumänch»«, I i I I Vor der Gründung des ladenstaites von Lazar Felix Pinkus, Dr, phil. 8°, 60 Seiten, Preis Mk• 2«— zuzügl. 50% T.-Z. Der Verfasser, einer der führenden Zionisten der Schweiz, behandelt in dieser in Deutsch )and lange Zeit verboten gewesenen Schrift die Entwicklung des Zionismus während des Krieges, die Heimatlosigkeit des jüdischen Volkes und die Zukunft Palästinas. Zu beziehen durch jede Buchhandlung, sowie auch vom Verlag: Art. Institut Orell FUssli, Zürich.