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Jüdische Rundschau · 1919-05-06 · Heft 32 (6.5.1919) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 32 (6.5.1919)
Date
1919-05-06
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Die Besuchsiffer war bei den einzelnen der 19 Kurse natürlich e/1r ungleich: Vor! einigen wenigen bis an nahezu 00. Besonders erfreulich für uns ist, daß die zionistidien Dozenten die best besuchten Auditorien aufzte reisen haben, was um so bemerkenswerter ist, als die lehrzahl der Hörer nadhweislich aus nichtzionistischen (reisen kam. Dies beweist, daß es glücklicherweise düngen ist, die Amstali den politischen Parteikämpfen ernzuhalten. Was die Gründer der Anstalt sich 2um liefe gesetzt hatten, hat die Wirklichkeit bestätigt: es;t Bet aflseftir/em guten Willen möglich, mit gemein- :men Kräften Kulturarbeit zu leisten. Treiliöt wi'rtf; notwendig sein, um diesen wafujfiart parifätischen . h. wissenschaftlichen Charakter der Anstalt zu wahren md damit im höheren Sinne positiv national zu wirken, laß die Jugend aus unsern Kreisen sich am Besuch tärker beteiligt, als es bisher der Fall gewesen ist. fs ist natürlidt nicht zu verkennen, daß unsere eigenen Veranstaltungen, wie die Hebräische Sprachschule und wr allem die außerordentlich zahlreichen Sonderkurse ind Vorträge, die in diesem Winter wie noch nie zuvor, Las zionistische Leben beherrscht haben, das Interesse on wissenschaftlicher Arbeit ablenken. Denjenigen aber, lie trotz allem Zeit und Lust aufbringen können, sei!ringend empfohlen, der Bildungsmöglichkeiten an der :.J.V. zu gedenken. & ist da gut jüdisches Wissen;eniig zu holen. Das Lehrgebiet der F. J. V. zerfällt in sechs Abtiltatgen: Hebräisch, Bibel und Talmud; Literatur und ipradhenkunde; Geschichte; Religionsphilosopbie, Ethik sw.; Volksnud Gesellschaftswissenschaft, moderne Beregwgen und Verschiedenes. Der Lehrplan sicht Voresungen aus allen diesen Gebieten vor. Im einzelnen war ran bemüht, das Programm des ersten Trimesters weiter Riszubauen. So liest Bernfeld int Anschluß an die Geschichte der neuen hebräischen Literatur“ über ״Die jesdiichfe der hebräischen Sprache“. Cohn-Wiener!ber ״Kunst des biblischen Israel“. Kellermann -n zweiten Teil seines religionsphilosophischen Kursus. ß e w e wird ein Einzelgebiet aus der jüdischen Volks- ,nde, nämlich: ״Die Sprachen der Juden“ zum Gegenmd eines Spezialkurses machen. Meisl gibt seinem tzten Kursus ״Kulturbestrebungen der Juden in Rußmd“ eine wertvolle Ergänzung, die die politische Gediichte in stärkerem Maße berücksichtigt. Rosenfh a I liest über die ״Haeada des Talmud“ und baut .Limit ebenso wie Strauß mit seinem ״Adhad Haam“ nn Spezialgebiet seines im ersten Trimester gehaltenen Kursus ausführlich aus. Eine Fortsetzung gibt endlich «idh Warschauer mit dem zweiten Feil seiner ,Einführung in die Bibel“. Neue Themen behandeln 01׳gende Vorlesungen: Bleichrode: Einführung in len jüdischen Gottesdienst. El bogen: Geschichte der luden im 19. Jahrhundert. L e v y: Einführung• in die Cabbala. Löwenthal; Jüdische Sittenlehre. Sמa- »ier: Die Psalmen. Trietsch: Juden der Gegenwart. Frau Wronsky: Jüdische Erziehung. Wir haben uns auch entschlossen, den hebräischen Unterricht für Anfänger in den Lehrplan aufzunehmen uwl hoffen, damit einem Bedürfnis entgegenzukommen. Den Kursus leitet Herr Lehrer Abraham. Eine wesentliche Ergänzung erfährt der Unterricht durd» Einfügung von seminaristischen Uebungen, die sich zum Teil wie bei Dr. B e r n f e 1 d und Dr. Kellermann an die Vorlesungen des ersten Vierteljahres an-!diließen, während die Seminare des Herrn Dr. Levy, Dr. Rosenthal, .Dr. Strauß und Dr. Warsciiauer Ergänzungen zu den laufenden Vorlesungen 'bieten. Hebräische Sprachschule in Berlin 2. Quartal (Mai bis Ende Juli). I. Im Zionistischen Zentralbüro, Sächsi sehe S t r. 8. I. Klasse I (Anfänger): Montag bis Freitag, £!1/־ bis!1/a nachmittags. 2. Klasse 11 (1. Mittelstufe): Montag bis Freitag, 4!/s nachmittags. 3. Klasse 111 (2. Mittelstufe): Montag, Dienstag, Donnersttag, Freitag, 81/4—ל morgens. L Klasse IV (Oberstufe): Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, 5—64/י nachmittags. Lehrer zu 1—4: Dr. Smoira. 5. Uebungen ini Sprechen (Mittelstufe): Dienstag, 71/4—8*4 nachmittags und Donnerstag, 8>,)—91/! abends. 6. Konversationskurs (Oberstufe): Dienstag, Bi/g—10 abends. Lehrer zu 5 und 6: W. Werba. II. ln der Lessingstraße 13 (lfftus). 7. Klasse II (1. Mittelstufe): Montag bis Donnerslag, 3V1—5 nachmittags. 8. Klasse III (2. Mittel- ־tufe): Montag bis Donnerstag, 5>4—6V2 nachmittags. M Klasse IV (Oberstufe): Montag bis Donnerstag, 6% fe 8 nachmittags. Lehrer zu 7—9: M. E. Jemens k i. III. In der Heiligegeiststr. 52 (Zion. J uge n d v e re in). 10. Klasse I (Anfänger): Montag bis Donnerstag, );-61/4 nachmittags. 11. Klasse II (1. Mittelstufe): JVontag bis Freitag, 7—8 morgens. 12. Klasse II (1 Mittelstufe): Montag bis Donnerstag, 6V2—7*4 nach- 1mittags, Lehrer zu 10—12: Dr. Strauß. 13. Klasse III (2. Mittelstufe): Montag bis Donnerstag, 5—6*4 nachmittags. Lehrer: C11. Krupnik. 14. Uebungen im sprechen (Mittelstufe): Montag und Mittwoch, 7—8 abends. Lehrerin: Esther Salomon. , IV. ln der Württembergischen Str, 25/26 t'Vo 11 nung von Dr. Smoira). 15. Literaturkursus: Montag und Donnerstag, 5—6ן/י nachmittags. Lehrer: B. Krupnik. Hörgebühr für die Kurse 1—4, 7—13 und 15 je 6 M., für die Kurse 5, 6 u. 14 je 4 M. monatlich. Schüler zahlen für alle Kurse je 2 M. Neuaufnahmen in allen Kursen möglich. Anfragen und Zuschriften an Dr. Smoira, Berlin W. 15, Württembergische Straße 25/26. Berufsfragen Niederlassungsmöglichkeiten für junge Aerzte und Zahnärzte in kleinen und mittleren Städten sind in großer Anzahl bekannt. Meldungen sofort an das J ii - dische Arbeitsamt, Berlin N. 24, Monbijouplatz 1. « Landwirtschaftliche Praktikantenstellen in Süddeutschland sind sofort zu vergeben. Bewerbungen sind einzureichen an das Jüdische Arbeitsamt, Berlin N. 24, Monbijouplatz 1. 9 Der Hilfsausschuß des Lehrerverba ndes jüdischer Lehrer hat einen Stellennachweis errichtet. Viele Lehrer haben durch den Krieg־ und die augenblicklichen Verhältnisse ihre Stelle verloren und leiden schwere Not Leiter des Nach weises ׳ist: Prediger Falkenstein, Landeshut i. Schl. Gärtnerei in Mitteldeutschland stellt einen Lehrling ein. 3 Jahre Lehrzeit, evtl. Wohnung und Kost im Hause, Vergütung gering (ca. 200 M. pro Jahr). Der junge Mann soll nach Möglichkeit Zionist sein. Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen stellt am 1. Juli einen Lehrling ein. Meldungen möglichst sofort an das Jüdische Arbeitsamt, Berlin N. 24, Monbijouplatz 1. Hebräische Kindergärten Im Westen Berlins, in der Nähe des Bahnhofs Charlottenburg■, besteht seit Mitte März ein hebräischer Kindergarten, zu dem Anmeldungen noch entgegengenommen werden. — Es wird jetzt beabsiebtigt, im Norden Berlins einen zweiten hebräischen Kindergarten zu eröffnen, der gleichfalls, wie der im Westen befindliche, von einer geprüften Kindergärtnerin geleitet sein wird. Interessenten hierfür bitten wir ihre Adresse an das Hebräische Se k re-, tariat der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, mitzuteilen und sich mit allen Anfragen dorthin zu wenden. Es ist ferner beabsichtigt, für bereits ausgebildete Kinde rgärter innen und Jugendleiterinn e n, die schon über hebräische SpraChkenntnisse verfügen, einen Kursus einzurichten, der die Teilnehmer für die spätere Uebemabme der Leitung eines hebräisehen Kindergartens besonders vorbereiten soll. Interessenten hierfür werden gleichfalls gebeten, sich an das Hebräische Sekretariat der Zionistisehen Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8, zu wenden. bekannt gemacht. Gesinnungsgenossen, die sich 11m ein Mandat bewerben, sowie Gruppen innerhalb der B. Z. V., die eine bestimmte Liste von Kandidaten, in Vorschlag bringen, wollen ihre Be- Werbungen brw. Wahl Vorschläge bis spätestens zum 12. Mai an das Büro der B. Z. V., Burgstr. 30, einreichen, Jfidisch-sozi&ldemokratlsche Arbeiterpartei Poale-Zion Mittwoch, den 7. Mai, abends 1/28 Uhr: Kliadworth-Scharwenkasaal, Lützowstr. 76. Große öffentliche Kundgebung: Die Amsterdamer internationale Zionisten• konferenz und die Judenfrage Redner: Leon Chasanowitsch, Delegierter der Konferenz, A. Rewutzky, Rubaschoff, Berge r u. a. Näheres siehe Plakate. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 0,50 M. erhoben. Die jüdisch-nationalen Veranstaltungen der Woche Am Donnerstag, den 8. Mai, spricht in der Beziriksgruppe Süd Dr. Albert Baer über den ״Jüdischen Nationalfonds“. Lokal: Vereinswohnung, Prinzenstr. 42, 8 Uhr ,abends; die Bezirksgruppe Nordost veranstaltet einen Vortrag in den Unionsfestsälen, Greifswalder Str. 22, abends 8 Uhr. Gruppe Zentrum. Donnerstag, den 8. Mai: Direktor Kareski: Das künftige Polen und die Judenfrage. Vereinslokal, Gesellschaftssäle Hackescher Markt, Rosenthaler Str. 36. H apo e 1-H a zai r. Sonnabend, den 10. Mai: Fortsetzung der Debatte über das Programm. Ort: Volksheim, Dragonerstr. 22. Am Mittwoch, den 14. Mai, abends 8 Uhr, finden zwei öffentliche Versammlungen des jüdischen Kongreßkomitees statt. In den Wilhelms hallen am Zoo, und im Hotel Schwarzer Adler, Schöneberg, Hauptstr. 144, wird über das Thema: ״Warum brauchen wir einen jüdischen Kongreß?“ gesprochen werden. Daran schließt sich eine freie Aussprache. Berliner Zionistische Vereinigung Am 21. und 22. Mai finden die Wahlen zum Paiästina-Detegiertentag statt. Den Mitgliedern werden Wahllegitimationen zugiesandt. Alles Nähere wird noch Nachrichten Berlin, ln Berlin befindliche Posener Zionisten aus Stadt und Provinz treffen sich am Dienstag nach jedem׳ 1. bzw. 15., abends 8,30 Uhr, im Romanischen Kaffee zwecks Aussprache und Nachrichtenaustausch. Es wird um Aufgabe der Anschriften an F. Bernstein, NW. 23, Lessingstr. 35, gebeten. Berlin. Der Ostjüdisdie Verband eröffnet demnächst eine hebräische Nachmittagsschule für schulpflichtige Kinder mit besonderen Klassen fiir Anfänger und Fortgeschrittenere. Die Schulgebülir beträgt monatlich 5 M. tinschreibegebühr 2 M. Einschreibungen werden entgegengenommen bis zum II. Mai im Büro des Ostjüdischen Verbandes, Burgstr. 30, von 5—7 Uhr nachmittags und Sonntag Vormittag von 10—12 Uhr, von der Schulkommissioti im Heim des Vereines ״Ibriah“, Münzstr, 8, I. Außerdem ne Innen Einschreibungen an und erteilen Auskunft: Josef Linn, Auguststr. 85, und Adolf Kraus, Gr. Frankfurter Str. 112 (Königst. 640). Berlin. Am Sonntag, den 11. Mai, veranstaltet die Berliner Ortsgruppe der ״Poale-Zion“ einen Frauentajj^in der ״Ressource“, Oranienburger Str. 18, abends Stettin. Zionisten treffen sieh an jedem Freitag abend beim Vorsitzenden der Ortsgruppe, Hermann Jacob. Turnerstr. 101, Eingang Arndtstr. Auswärtige Zionisten stets willkommen. Chemnitz. Am 9. April sprach Herr Nah um Goldmann über: ״Zion und Galuth“. Dem Vortrag schloß sich eine Diskussion an, in der von der Gegenpartei Herr Rabbiner Dr. Fuchs über ״Die Grundprinzipien des Zionismus“ sprach. Seine Ehnvände wurden von Herrn Goldmann widerlegt. Heilbronn. Am 2. April sprach Herr Kurt Blumenfeld im dicht besetzten Saale des Neckar-Hotels über ״Die Ueberwinduug des Antisemitismus“. Fulda. An» 19. Febr. sprach Herr Rechtsanwalt Dr. N11 ß ba t! m - Nürnberg über das Thema: ״Zionis* mus seit Her/1“. Im Anschluß an den Vortrag wurde für den Nationalfonds eine Sammlung veranstaltet. Schluß des redaktionellen Telia. Geschäftliche Mitteilung Das allgemeine jüdische Krankenhaus ״Schaare- Zedek“ in Jerusalem׳, welches* in cter heutigen Ausgäbe *unseres Blattes sich an seine Freunde wendet, nat unbeirrt und Unbehindert durch die wechselvollea Ereignisse des Krieges seine segensreiche Wirksamkeit fortgesetzt. Durch die stete ״Inanspruchnahme und Teuerung hatte die Verwaltung große finanzielle Opfer zu bringen; es sei deshalb das ״Schaare-Zedek“-Hospital dem Wohlwollen unserer Leser besonders empfohlen. Bestes Agitationsmaterial! Soeben erschienen: Der Aufbau des jüdischen Palästina *von Richard Lichtheina Die drei Forderungen des jüdischen Volkes von Nachum Goldmann Die jüdische Vulhsgemeiude von Dr. E. Simonsohn Preis je 1 Expl. 60 Pfg., 100 F.xpl 50,- M., 500 Expl. 215, M , 1000 Expl 350,— M, Demnächst erscheint: Der Zionismus, sein Hesen und seine Organisation von Dr. S. Bernstein 3. Auflage Preis je 1 Expl. 1.50 M . 50 Expl. 70,- M., 100 Expl. 125 M . 200 Expl. 200,- M., 500 Expl. 400,— M. Protokoll des X®. Delegiertentages der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Preis je 1 Expl. 2,50 M.. 10 Expl. 23,- M., 25 Expl. 50.- M , 50 Expl. 90,- M., 100 Expl. 150,- M. Die Matsenpreise ohne Zuschlag. — Porto nach Tarif. iä Jüdischer Verlag, Berlin W. 15 mk Ohne Selbstbesteuerung keine großzügige Kolonisation!

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