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Jüdische Rundschau · 1919-04-18 · Heft 28 (18.4.1919) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 28 (18.4.1919)
Date
1919-04-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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28 Nr. 28 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 217 «ich bng g mn VC» wurdt;itsuig ierurn!am t 1 er e te« :11sf«n reiben Juden 20006 i m ©- tauf norden : WB l i Zei- 1t f<11 den ihn«! n dtr n von ission Mit - :r v«., Brie1 919. Kitas מ Le lhn«1 Pinsk :h mit aitees, Unter 111 für Chajim F riedm a 1111, Hirsch L i e b m a n n, Israel Br eg man 11 (Vorsitzender des ״Heclialuz"), Simcho Paritzki, Mordie Natansohn, Moische S i 1 be r m a n n, Zadik R i c k I i n, Baruch Katzmann, Jeschua O o 111 i e b, Zwi G o 111 i e b, Bankowski, Hirsch B e c k e I man 11, Gcrschon K u s i n i e c, Seidel Stein berg, S ch a f s i m, Pinchas G i t e 1 m a n 11, Aron Gla aber man n, J u d e w i c z, Leib E 1 s t e i 11, Mosche Leib Fried m a 11 ״, Joseph F i s c h nt a n n, Moische G 1 a 11 b e r m a n n, Moische Natanski, Abraham Holzmann, Manko w s k i, Pinchas K r a s i t s c h i k (Pßale-Zkm), Fischl Feld ni a 1111 (Poale-Zitm). Mit tiefster Empörung veröffentlichen wir den vorstehenden, entsetzlichen Bericht. Wohin auch die Polen kommen, da bezeugt unschuldiges jüdisches Blut ihren Weg. Alle frechen Lügen von polnischer Seite werden an dieser Tatsache nichts ändern können, durch die für jeden anständig Empfindenden das Urteil über •die Polen gesprochen ist. Der zionistische Ab- 'eordriete G rünbau in benutzte die Gelegenheit, ,e Pinsker Affäre in der Sitzung der Konstituante zur ]Sprache zu bringen. Das Haus behandelte die Stellung ler weiter abliegenden Gebiete Polens zum polnischen Staate, und diese Gelegenheit benutzte Grünbaum, um an der Hand der Pinsker Ereignisse zu zeigen, welche Politik die polnische Regierung betreibt, um die Bevölkerung dieser Gegenden für Polen zu gewinnen. Wie er über Pinsk zu sprechen begann, brach ein Tumult im Haus aus. Seitens der N. S. R. und N. D. wurde ihm zugerufen: ״Schwindel! Provokation, deutscher Spion!" Als er das Podium verlassen hatte, wurde er von den N. 5. R. umkreist, die sich auf ihn mit geballten Fäusten stürzten. ühre 1 w irtm eiru ischci i*■ WM* az^otfc er die ische» eint»־ Die jüdischen Deputierten überreichten der Konsti- ,,,ante eine Interpellation, in der die Grausamkeiten s Judenmordes in Pinsk dargelegt sind. Die Interellation wurde von allen jüdischen Deputierten und 011 der P. P. S. unterzeichnet. Der Vorsitzende verlas aber die Interpellation nicht und übersandte sie dem Premierminister, der statutengemäß erst im Verlauf von vier Wochen eine Antwort zu geben hat. nittag, :ischen cal in )r. Emil Levy, Berliner Gemeinderabbiner!t und t Ab Pinsl Mi ID all«!tunt et cb i auf t laut meiner au ch ' eg es n, dal ver- \UgCD־ bereife dap■ 1 not it den mm* 101 isi, Pinsk xschnft Sdiredi ds kJ über b a um 1e Ab id dem 1 jeie :h eine s »er ih aus Nach! hauderl ie wir in der 1 brin■ ei re 1“ sind Die Nachricht, daß Dr. Emil Levy zum Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Berlin gewählt worden ist, wird weite Kreise der Berliner Judenheit mit Befriedigting erfüllen. Während des Krieges wurde er, der >is dahin Rabbiner des Religionsvereins Westen (Synagoge Passauer Str.) gewesen war, als Oberrabbitier nach Straßburg berufen und ist jetzt in Berlin allgestellt worden. Dr. Levy ist orthodoxer Zionist und hat aus seiner Ueberzeugung nie einen Hehl gemacht. Wir freuen uns, daß in Dr. Levy ein bewährter Zionist zum Rabbiner der größten jüdischen Gemeinde Deutschlands berufen worden ist. Die undemokratischen Gemeindewahlen in Stuttgart Dem Münchener ״Jüdischen Echo" wird aus Stuttgart geschrieben. ״Die von der hiesigen Gemeinde ausgeschriebenen Neuwahlen haben in sehr weiten Kreisen scharfen Widerspruch gefunden. Sowohl durch die Ausschaltung des Proporzes, der Frauenstimmen und der Stimmen der Jugend von 20—25 Jahren scheint man sich dem Geiste der Demokratie entgegenstemmen zu wollen. Den schärfsten Widerspruch aber muß die Bestimmung erfahren, wonach nur die ausländischen Gemeindemitglieder aktives und passives Wahlrecht haben, die 5 Jahre Mitglieder einer württembergischen Gemeinde sind. Nicht nur weil dadurch der größte Teil der Auslandsjuden von den Wahlen ausgeschaltet wird, worauf die Verordnung übrigens abzuzielen scheint, sondern "׳eil dies die schärfste •moralische Verletzung des Sinnes einer israelitischen Religionsgemeinschaft ist. Bei einer israelitischen Religionsgemeinschaft ist nur das Bekenntnis zur jüdischen Religion ausschlaggebend. Staatsätigehörigkeit und Dauer des Aufenthaltes spielen überdaupt keine Rolle. Auf einer Versammlung der Ostjudeti Stuttgarts wurde das Verhalten der Gemeinde scharf gegeißelt und auch in einer Gemeindeversammiuiig Anfang des Jahres kam der Widerspruch zum Ausdruck. Es mußte Befremden ■erregen, wenn ein Mitglied des Kirchenvorsteheramtes betont, daß er ein demodraüsches Wahlrecht erstrebt habe, aber auf zu großen Widerstand innerhalb der Gemeindevorsteher gestoßen 'ti, und wenn ganz kurze Zeit darauf ebenfalls ein Ge- ׳neindevorsteher ausspricht, daß die Schuld am Wahlrecht an der Regierung, also an äußeren Faktoren liege. Jedenfalls zeigt dies, daß man nicht mit offenem Visier kämpft, und daß man kein ganz reines Gewissen hat.“ Aus der Jugendbewegung Hebräischer Kindergarten. Mitte März wurde in der Wohnung von Herrn Sieg bert Wolff, Kurfiirsiendainni 217, Ecke FasanenstraUc, «in hebräischer Kindergarten eröffnet. Neuanmeldungen können noch erfolgen bei dem ״Sekretariat des Jugendaiisschusses", Berlin W. 15, Sächsische Str. 8. l9 der Palästinawoche garantiert den jflilltonenfond des yVationaifon ds! 2) er ,Srfo Berufsfragen Besichtigungen sozialer Fürsorgestätten De r V e r b a 11 d jüdischer Frauen für K111turarbeit in Palästina beabsichtigt demnächst eine Reihe von Besichtigungen sozialer Fürsorgestätten aller Art zu veranstalten. Abgesehen davon, daß das allgemeine Interesse auf die Notwendigbeit der Errichtung solcher Institutionen in Palästina gelenkt werden muß, soll es vorzugsweise der Zweck dieser Veranstaltung sein, denjenigen Frauen und Mädeben, die beabsichtigen, selbst an unserem Aufbau in Palästina mitzuarbeiten, einen Begriff von den Einrichtungcn zu geben, die wir dort dringend brauchen werden. ״ Wer selbst mithelfen,__ mitraten, mitarbeiten will bei der Einrichtung von Säuglings- und Altersheimen, Kinder- und Volksküchen, Eimvamlerungsasylen. Volksbüchereien und Badeanstalten, Mädchenklubs, •Handwerkstätten, Ausbililimgsstätten, muß vorerst wissen, wie vorbildliche Anstalten dieser Art beschaffen und organisiert werden. Es werden für jeden Monat 1 - 2 Besichtigungen geplant, jüdische Frauen und Mädchen aller Kreise, die hierfür Interesse haben, wollen auf die Anzeigen iu der ״Jüdischen Rundschau" achten, in denen Ort und Zeit der Zusammenkunft angegeben werden. Da immer nur eine beschränkte Anzahl von Teilnehmerinnen zu jeder Besichtigung zugelassen werden können, werden die Interessentinnen gebeten werden, sich bis zu einem bestimmten Tage mit Angabe von Name und Adresse im Büro des Kulturverbandes (Bürohaus Börse, Burgstr. 30) für jede einzelne Führung anzumelden. Die jüdisch-nationalen Veranstaltungen der Woche Donnerst a g, den 24. April: B e z i r k s g r u p n e Süd. Im Heim, Prinzenstr. 42. Beginn 71/2 Uhr. ״Die Zukunft der jüdischen Volksgemeinde". Referent: Herr Dr. Siegfried Wolff. Bezirfsgrnppe Charlottenburg. Restaurant Fechner, Leonliardstr. 15 Beginn 71/* Uhr. ״Grundprinzipien des Misrachi“. Referent: Herr Dr. Barth. -- Sonntag, den 27. April: 7!/* Uhr. Hebräischer Beth-Hawaad. Atlas- Hotel, Friedrichstraße, Ecke Weidendammer Brücke. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Berieht der Leitung. 2. Vortrag des Herrn E. A. K r u p - nick über ״Hebräische Arbeit in Deutschland". Aussprache. 3. Wahlen. Nachrichten * Hebräische Sprachschule. Ende April beginnen neue Anfängerkurse, in denen keine Vorkenntnisse vorausgesetzt werden. 5 Stunden wöchentlich. Hörgebühr 6 M. monatlich, für Schüler 1 M. Schullokale: Sächsische Str. 8; Le s singst r. 13; Heiligegeiststr. 52. Umgehende Anmeldungen unter Angäbe des gewünschten Ortes und der Zeit des Unterrichts an Dr. S m o i r a , Berlin W. 15, Württembergische Str. 25/26. Schüler werden gebeten, sich als solche unter Angabe des Alters zu bezeichnen, da evtl. Schülerkurs« eingerichtet werden sollen. Alle Besitzer von hebräischen Chrestomathie«, insbesondere von F ich mann, Perakim rischon i tn, Teil I, II oder III, werden dringend gebeten, ihre entbehrlichen Exemplare der hebräischen Sprach schule käuflich zu überlassen. Sehr erwünscht wäre auch die leihweise Ueberlassung von Exemplaren von Achad Haam. Mitteilungen an obige Adresse erbeten. Berlin. Sonntag, den 27. April, findet Nach mittig um 4 Uhr eine Zusammenkunft unter Leitung des hebräi sehen Bcth-Hawaad statt, in der Lehrer und Eltern die Gründung hebräischer Kindergärten in Charlottenburg und im Zentrum besprechen wollen. Interessenten werden gebeten, sich an dieser Besprechung zu beteiligen. Berl in. Die Zionistische Föderation ״Misrachi" hat vor kurzem ihr Zentralbüro n ach B e r 1 i n C. 2, Burgstr. 30, Büro 11 a u s Börse, Zimmer 77/78 (Telephon: Amt Norden 9023 bis 9038) verlegt. Sämtliche Zuschriften sind von jetzt ab n u r an diese Adresse zu richten. Das Zentralbüro ist werktäglich 15—9 011־, Sonntags von 9•• 1 Uhr ge öffnet. Stettin. Zionisten treffen sich an jedem Freitag abend beim Vorsitzenden der Ortsgruppe, Hermann Jacob. Turnerstr. 10f, Eingang Arndtsrr. Auswärtige Zionisten stets willkommen. Wochenkalender. Sonnabend, 19. April, 19. Nissan 5679 Sabbath Chol hamoed, Nacht 7,54; Montag, 21. April, 21. Nissan, 7. Pessachfest, Nacht 7,53; Dienstag, 22. April, 22. Nissan, 8. Pessachfest, Totenfeier, Nacht 8,00; Mittwoch, 23. April, 23. Nissan Issru chag. Schluß des redaktionellen Teil*. Jüdischer Nationalfomi 1 - Zentrale für Deutschland * - mm -*■» - - ־.״ - - - Zeichnungen für die Selbstbesteuerung zugunsten des Jüdischen Nationalfonds sind zu senden an unsere Zentrale, Berlin W. 15, Sächsische Straße 8. Für die Selbstbesteuerung 1919 wurden bisher gezeichnet: 142 000 M. Felix Landsberger, Glogau, anl. d. 1. Todestages seines Sohnes Erich . 500.-- Ruth Feitelberg, Berlin.. . 5.- Marcus Buchenholz, Berlin . 3.— A. Heymann dankt Stern, Frankfurt a. M. 2.— R.-A. Gronemann, Berlin, grat. Rabb. Dr• Alexander z. Verlabg. u. z. Verlobg. Knoch-Schacher .... 2■-- J. Hemberg, Essen, dankt Nanny Marburger f. d. schönen Abend in Hamborn 3.—, grat. Manfred u. Heäwig Herzfeld, Hannover, z. i. Erstgeb. 3.—6 ־•-- I ). Siegfr, Silberberg, Berlin, 10 °/0 v. div. Stadtbahnrcklamation .. 5.40 Erna Michaelis, Bleicherode, grösst anl. d. m. i. Gesinnungsgen. verlebt. Stunden in Coethen d. dort. Zionisten;. 3.— Dr. Grossmaiin, Cliarlottenburg, dankt Frau lsaac f. d. Kunstgenuss..,. 2.— Salo Grünberger u. Fr., Gleiwitz, grat. z. Hochzeit Jakobowitz-Fernbacli. 5.— Martin Loewenthal grösst alle Blau-Weisseu auf Gut Friedrichshöhe. 2.— Sieghcrt Unikower, Breslau, dankt d. Isr. Jungfrauenverein z. Kempen f. frdl. Aufm b• Purimball . . . 3.— Ges. b. e. Dortmunder Ortsgruppenversammlg. . . 13.19 Eljas Schalit dankt Dr. Reuzer.10.— Meta Gutmann, Autenliausen, grat. M. i. Sch. herz]■ z. wiederaufgen. Tätigk. .. 3.— Ges. v. Blau-Weissen z. Mitgliederversammlg. i. Gleiwitz vorn 6. 3. 18.80 Flora Lew, Fre.udenburg־, grat. herzl. z. Geburtstg. v. Mirjam Wolff, Trier . ... . . 2.10 Dr. Arnswalder u. Fr., Berlin, grat. Hede Friedmann herzl. z. Geb. i. Töchterchens (unliebs• versp.) .. 2.— Rosel Pollak u. H. Jadesohn grat. Gina Jadesohn, München, z. Geburtstg.'.. . 2.— Salomoii Enker, Cöln, anl. d. Geb. e. Tochter , . 10.— Dipl.-Ing. Julius Katzenstein, Treysa, grat. Edmund Levy z. Verlobg. .. 3.-־ Hans Neumann, Altona, kornlol. Bbr. S. Schwabacher... 2.— Dr. Walter Cohn, Stuttgart, Bürgerhospital . . 2.— Julius Kaufmann, Max Schönenberg danken Ilse Plaut, Cöln, 3.—, Julius Kaufmann, Cöln, dankt Fr. Seligmann f. Aufmerksamkeit 2.— .. 5.— Fr. Wwe Julie Mamlok, Koscbmin, anl. d. Verm. i■ Enkelin Thea Graf geb. Krotoschiner m. H. Helmuth Graf, Berlin, 10. , E. Spiro a. gl. Anl. 10. Fanny Clioyke anl. d. Verm. 1. Nichte Thea Graf geb. Krotoschiuer 5.—....25. Gustav Liemann, Berlin, an!, d. durch d. Friedenskongr. i. Paris erf. Zuerkenng. Palästinas z. jüd. Volke 100.— Ruth Friedinann dankt H. cand. rer. pol. Guttmann an], e. Cafebesuches ,.־...3 . . .— Amalie Berger, Nikolassee z. And. an ihren verstarb. Mann Herrn lsaac Berger..500.--• Siegbert u. Rudi Stein', Berlin, grat. R.-A. Dr• Köllenscher, Posen, z. Wahl als Stadtverordneter .... 3.״ Else Stadthagen verl. Wette. 2.- Dr. Paul Caspar! u. Fr., Berlin, grat. Ludw. 11. Hede Friedmann herzl. z. Geb. i. Töchterchens . . . 3•- Ilse Neumann u. Fritz Simon-Neumann, Berlin . , 27.40 Aus Frankfurt a. M.: C. Herzberg anl. Jahrzeit 20. Adar 10. , ges. b. d. Einweihung d- Hauses d. H. Friedrich D. weil 100.—, Isidor Rothschild anl. d. Verm. ihrer Kinder Erna u. H. Rothschild 100. , Moritz Mohrer gewonnene Wette 10.-- , J. L. Goitein grat. Hochzeit I i :: 0201010001000102031107020000002301000000010001000108030208020000000002000000000001020101

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