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Jüdische Rundschau · 1919-03-14 · Heft 19 (14.3.1919) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 19 (14.3.1919)
Date
1919-03-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 19 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 14j Nr. 1q der siel! , n, daß um die wir ן! den, erreici nur u״Se nden Kräf!!1 keit trinö mögiichkrn, lurchtränkt(!eidenschal wahrnimn ׳culängüciik) heraus w riecherei u; etititm sein end wird y ״natioualj״; ״g üdischen und aonis י Program Einheit d m aj! die!! sehen Volk d zionisfistl s Kongress 1 zionistiäd dere folgen! der Dias;! u jüdische 11 zur Pticj gen für (I end. luf Palästit großen Te Jugend« anisationm nialjüdisdi ische Ju.e )11 nach ds ,ersagen! n demonst h. Immerl s 300 jun uch Oegit x Rose! :r Verlesu! igend an d if sprach l Werden 111 während d denz, in d es betracht ihrem Zit abe mit de chts mehr; gelöst. S I eingestä k der Fo •den mühte er jüdische rieht, die d Möglichke ג Herr D Begründun II m e n f e I nsehauuiige lirer Oegnc pulsierend! 11, statisch! >le, die sic ct, nidit d< maljüdische! Leben a : auch nid :nd, die di igt. An di sion. 11 Versamn spracii!:*£ b über di lerr La/ar. und Ko« id die gegt 1 erhobene md Chan Es wurde Congreß «I iesigen nei ן des Herr le Forde enz“ stat;n von de ustimnnmg Deutsd Die Stadtratwahlen in Polen Die Ergebnisse der Wahlen zur konstituierenden Versammlung fügten den nationalen Parteien der polnischen Judcufheit, wie sehr die Parteizersplitterung den Interessen der J.udenheit schadet. Von den IS bis 20 Deputierten, die den Juden auch nach allen Einschränkiungen und Wahigeumetrie der national-dcmokrati- ״dien Regierung noch ־zustanden, wurden infolge der ״roßen Zersplitterung nur 0 Deputierte gewählt. Das ״ollte den Juden bei der neuen Wahl zum Stadtrat zur Lehre dienen. Die Zionisten suchten daher alles zu tun, um einen Block mit der Volkspartei, wenigstens für Warschau zu schließen, damit so eine vereinigte nationale Front zustande käme. Die ersten Beratungen /.wischen den Vertretern beider Parteien zeigten auch, daß keine prinzipiellen Unterschiede bezüglich des Programui» des ax schaffenden Blockes Vorlagen. Die Volki-sten waren aber so sehr von ihren letzten Wahlsiegen in Warschau zur Konstituante berauscht, daß sie auch jetzt immer neue Vorschläge machten, die lediglich den Zweck hatten, den Willen der Zionisten zur Einigung zu ihren Parteizwccken zu verwerten. Sie verlangten eine gleiche Zahl Kandidaten. Die Zionisten gingen ■darauf ein. Daraufhin verlangten sie, daß einer ihrer Kandidaten als Erster a.uf der Liste kandidiere. Die ■Zionisten verlangten diese Frage durch Los zu entscheiden, .was die Volkistcn äblehnten. Endlich gingen die Zionisten auch darauf ein. Kurz vor Abschluß des Vertrages verlangten aber die Voikisten den Namen eines der zionistischen Kandidaten zu streichen, vveil er vor einigen Monaten in einem Aufsatz der Volkspartei schwere •Vorwürfe gemacht hatte. Das schien den Zionisten zu stark, ln ihrem Willen zur Einheit schlugen sie die Einsetzung eines Schiedsgerichtes vor, das die Sadhe entscheiden sollte. Die Voikisten gingen darauf nicht ein, und die von der gesamten Judenheit Warsdta,us erwünschte Vereinigung der national-bürgerlieben Parteien kam nicht zustande. Während der ■Wahl figurierten in Warschau selbst 12 jüdrsdue Listen. Gewählt wurden 27 jüdische Depuliierte, während!die Jtuden ihrer Zahl nach auf 49 Mandate nedmen durften. Von den Gewählten sind 5 Zionisten «G r ü n b a!u 111, Kerner.Seliwalbc, Ehrenberg lind Frau 5 t e i n), 5 Bundisten (Ehrlich, Siebert, Weinberg, O r j e c 11 und Frl. Iwinsk a), 4 Orthodoxe (Ki rscfh b au m , Hoff naget, Solberg und Drockenhei in), 3 Volkspartei (Vogelnest, Go 1 - d«e n be r g , Wo! fo w i tse h), 4 von der kaufmännischeu Liste (T rusker, Scheresche wsky, R a a b e, .M e i s e 1), 2 Poale Zion! R a 1' a 1 k e s und J a h r b I u m), 1 Handwerker (Rassncr), 1 von der demokratischen Partei (Davidsohn) und 1 Assimilant (Eiger). Außerdem waren noch Listen von den Vereinigten Misrachi steil, Achduth, Hauswirten und Wohnungsmietern aufgestellt, die aber nicht die genügende Zahl von Stimmen, die für die Durchbringung eines Deputierten notwendig sind, aufbringen konnten. Die Volkspartei, Handwerker und die demokratische Partei hatten ihre!Listen miteinander verbunden, ebenso schloß auch die Orthodoxie mit der Kaufmännerliste ein Bündnis der Stimmreste. 111 Lodz wurden gewählt: 8 Kandidaten des zionistischen Zentralwahlkomitees, 3 Orthodoxe, 5 Poale- Zion, 5 Bundisten und 1 Hausbesitzer. Die Voikisten brachten keinen einzigen Ratsmann durch. In Lublin wurden gewählt: 4 Nationalisten (Zionisten und Voikisten), 2 Orthodoxe, 2 poale-Zwo, 5 Buudisten und I Assimilant. Die Tagung der jüdischen Studenten in Wien Vom 22. bis 25. Februar fand in׳ Wien in! großen Konzerthaus der vom Jüdischen Hochschulausschu 11 veranstaitete jüdische S tu d e nt e n ta g statt, an welchem sieh 23 Korporationen beteiligten. Die Zahl der anwesenden Studenten betrug 2000. Nach den einleitenden Begrüßungsansprachen hielt in der Eröffnungssitzung Herr Oberrabbiner Dr. Cliajes d»e Festrede. Das Hauptreferat hielt Herr Dr. liugo Bergmann über die Stellung der Studenten in der jüdischen Bewegung. Er betonte, daß wir als Grundlage einer gesunden jüdisehen Politik die jüdische Kultur brauchten und forderte die Erlernung der Jiebräischen Sprache als die Grundläge jüdischer Kultur. Bergmann sprach dann über das sozialistische ideal״ das nicht in der Form des Klassenkampfes, sondern dein der Solidarität des ganzen Volkes eine Grundlage unseres Ideals sei. An das Referat schloß sich eine teilweise sehr stürmische Debatte. Dann hielt Herr Dr. Emil Stein ein Referat über ״die Aufgaben des jüdischen Studenten für Palästina“. Dozent Dr. T o r cz y n e r sprach über ״die kulturelien Aufgaben‘־. Dr. Schwadron sprach über ״Die all jüdischen und die allgemein europäische Kulturtradition als geistige Voraussetzungen des Sozialismus“. Als letzter Referent spracii Dr. Robert Weitsch über ״die politischen Aufgaben der Studentenschaft“. Als positives Resultat der Tagung ist die Gründung eines jüdischen Studentenverbandes anzusehen. Der Bericht der Wiener ״Jüdischen Zeitung“ über die Tagung bemerkt u. a. folgendes: ״Die Studenten waren lange nidit zu sachlicher Aussprache beisammen gewesen. Man merkte die Ungewohnheit solcher Besehäftigung an der in der Diskussion hier und da zutage tretenden Zerfahrenheit; leider ist auch der leidenschaftliehe Streit, der mitunter zu stürmischen Szenen führte, mehr um formale Dinge als um Prinzipien entbrannt. Leider bot auch die ganze Veranstaltung wenig Gelegenheit, mit der Denkungsart des heutigen Studenten vertraut zu werden; die Referate wurden ausschließlich von Nichtstudenten gehalten, auch in der Diskussion sprachen mehrfach ״alte Heren“, und die zu Worte kommenden Studenten selbst beschränkten sich darauf, festgesetzte Gruppenprogramme voralegen. Immerhin kann gesagt werden, daß der Studenten tag ein erfreulicher Anfang sein kann, sofern die Tätigkeit des begründeten Studentenverbandes eine entsprechende sein wird. Wenn im Zeichen des Verbandes ein Jahr intensiver Arbeit vorausgegangen sein wird, wird der nächste Studententag vielleicht schon in höherem Maße ein Bild des Wesens unserer Studentenschaft geben.“ Ein jüdische Baugesellschaft für Palästina Im Einverständnis mit der zionistischen Leitung ist eine jüdische Ballgesellschaft für Palästina in der Gründung begriffen. Die Tätigkeit der Gesellschaft soll sich vor allen Dingen auf das mit der Unterbringung der bevorstehenden Einwanderung zusammenhängende Bauwesen erstrecken. Wer an einer technischen oder finanziellen Mitwirkung Interesse nimmt, wird gebeten, sich zwecks Erlangung näherer Informationen an die Geschäftsstelle der ״Jüdischen Gesellschaft für die wirtschaftliche Erschließung Palästinas“, Nürnberger Hatz 5, zu wenden. Palästina-Industriesyndikat; Gesellschaft zur ■Wirtschaftlicher Erschließung Palästinas. Arbeitsgemeinschaft zionistischer Architekten und Ingenieure. Regierungsbaumeister Alex Baerwald; Ernst Herr mann; B. Kali an; Ingenieur P. Kaufmann; Archi tekt Alexander Levy; Alwin Loewenthal. Ausweis der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Propagandafonds-Beitrag 1918: Allenstein: 17.— R. -A. Wistinctzki; 10. Jul. Lewin, Rabb. Dr. Olitzki, J. Wistinetzki; ö. L. Jacobi, Lewinski, Peise; 5. - Max Flirschheim, Jak. Silberstein, ßaumschulenweg: 5.— S. Translateur. Berlin: 200. R. Lichtheirn, Leo Winz; 100.-- M. Marx; 90. Dr. Egon Rosenberg (davon je 30.- für 1916 und 1917); 40. - Prof. Dr. Citron; 30.- Dr. M. Warschauer; 25.-- Dir. Loewenthal, J.-R. Hans ßteinitz; 20.— Hugo Fraenkel, A. L. Fürst, Kareski, Dr. Loewejihcim; 10.— San.-R. Dr. Bradt, Dr. A. Eliasberg, S. Haasc, R. Holde, E. Jakobowitz, W. Perlis, ß. Spektor, Zahnarzt Unna; 7. M. Heimann; 6. W. Licptnann, Dr. Marx; 5.-■ Dr.-lng. öerlcwitz, Else David, Willy David, Frau Hurwitz, Assessor Kaiser, B. Lesser, Anna Levy, Zahnarzt Lipovvski, Dr. Sinoira. Boitzenburg: 5. - Bertha Cohn. Brandenburg a. H.: 15. A. Popper. Bremen: 5. Fritz Markreieh. Rromberg: IO.- Meyersohn; 5.- Zahnarzt E. Moses. Breslau: 50.— Max Kober; 20.- E. Bildhauer; 10.- Ludw. Laqueur; 6.~ Zahnarzt M. Falk; 5. Leop. Altmann, A. Kernpe. Butzbach: 5. Hermann Löb. Chemnitz: 45.— Dr. W. Frankel; 10. Dr. Sichel. Crefeld: 5.- R. -A. Wilczek. Cottbus: 5. Else Goldstein, Cuxhaven: 5.— Scharfstein. Dortmund: 20. Dipl.-Ing. Abeies. Dt.-Eyiau: 10. Lewin. Dresden: 10. Ing. Tschernoff. Düsseldorf: 10. , Dr. ö. Jonas. Elberfeld: 5.— S. Schlamowitz. Essen: 20. —; Daniel Treu. Eydtkühnen: 10.— Schaudinischky. Frankfurt a. M.: 5.־ Mor. Maier. Gee,temü״de: H>.— Anna Biumarui. Gollub: 5. ~ Is. Kiewe. Hagen i. W.: 6. , Dr, Stargardter. Halberstadt: 10. Willy Cohn. Hamburg: 25. Dr. A. Straus s. A.; 10. G. Benscher, Rosa Ca!man, M. Mark, Dr. O. Nathan; 5. - Dr. Chwolles, E- H. Lipstadt. Heidelberg: 10. M. Mark. Heilbronn: 5. W. Landsberger. Hildesheim: 5. Anna Rothschild. Insterburg: lü.~ H. Mendelsohn; 5. Jul. Sommerfeld. Kattowitz: 90.— S. Rappaport s. A.; 10. Band mann, Kromolowski. Kissingen: 10. - Dr, Bamberger; 5. Zahnarzt M. Barnberger, Zahnarzt S. Bamberger. Köln a. Rh.: 10. - S. Hofmann, j. Schnelling. Königsberg 1. Pr.: 20.— Dr. W. Stein; 10. Zimels; 5. A. Flatow. Krotoschin:!5. H. Daniel. Leipzig: 5. Fuchs, Jak. Neumann. Lichtemoth: 5. K. Weinberg. Limburg: 3. T. Sternberg. Lissa: 10. Margolis, Löcknitz: 10.— H. Salomon. Lüneburg: 60. M. Jacobsohn. Mannheim: 5. J. Kurzweil. Merzhansen: 5. - Schiratzki. Molsheim: 10 - Edg. Weil. Mülheim: 6 Dr. Königsberger; 5. A. Arnfeld. München: 100. Dr Wassermann; 26. L. Davidsohn; 25. F. S. Herrmann, Neuwied: 10. Jakob Levy. Nienburg;5. Thea Hildes heimer. Nord hausen: 10. R. Warbtirg־. Nürnberg: 15.- Dr. Bamberger. Penzig: 10. Ap. Kassel. Posen: 100. “ Mor. Krause; 30. Dr. Koilenschei; 20. R.-A. Dr. Schmu!; 10. B. Fuchs; 6. Leon. Appel; 5.- Rud. Samuel. Ratibor: 10. Weißkopf. Samotschin; 10. Leo Rieß. Sierek: 5. - Ed. Bing. Stolp: 5. Hanna Blau. Straßburg: 10. Prof. Dr. Dreyfuß; 6 - Oberl. Dreyfuß; 5. Dr. Gidion. Schlüchtern: 20.-' 5. Sichel. Schnackenburg: 3. M. Rieß. Varel: 20. - H. Sternberg. Vilbel: 5. Dr. Szametz Wanne: 5.— M. Schapiro' Weißenfels: 5. - Walter Gottheil. Wies baden: 10. B. Stern. Zwickau i. Sa.: 300. — S. Schocken. Aus dem Felde: 25. Dr. Schwarz; 20. Lt. Auerbach; 10. - Dr. Baeck, Dr. A Brünn, Dreyfuß, Emil Ernst, H. Hein, Oberarzt E. Salomon, Dr. J. Weißbrem; 9. Dr. A. Tänzer; 7 - Abrahamsohn; 6. Eisenstein, H. Gärtner, Bruno Powitzer; 5. Dr, Berliner s. A., Bisleski, Feldzahnarzt Max Feige, H. Hein, Meyer, E. Treitel, Dr. Westfeld, Ernst Wollstein. Eingang vom 15. März bis 31. Dez. 1918: Propa gandafonds 1918: 2697..; 1917: 30.-; 1916: 30. -. Gesamteingang: P r o pa g a n d a f 0 ת d s 1918: 6966. , 1917: 6169. . Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto: Berlin 8091. Bankkonto: Nationalbank für Deutschland, Depositenkasse: Berlin, Kurfürstendamm. Niederiassungsmöglichkeiten In einer Stadt der Provinz Brandenburg kann sich ein Spezialarzt für Haut und Harnleiden, in einer Großstadt Sachsens ein Zahnatzt niederlagsen. Näheres durch die ״Zionistische Vereinigung für Deutschland“, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8. Zionistische Führer aus Rußland and der Ukraine in Berlin Die Herren Boris G o I d b e r g , I d e 1 s o h!1 u:!d A I c* i n i k o vv vom Zentralkomitee der russischen Zionisten und die Herren ()״Idstein, Kaplan, S a 1 - kind, von der Leitung der ukrainischen Z'onisten rind auf dem Wege über Kopenhagen nach London und Paris zwecks Teilnahme an der Konferenz der jüdischen Nationalräte in!,er Hit ei!!getroffen. Die Herren Go Id b e rg, 1 d e I so h 11, K a p I a 11 und G o I d $ t ei 11 werden in der am Montag den 17. März im Brüdervereinshnus stattfindenden Versammlung /um Thema: ״Die Zukunft Palästina י" sprechen. Nachrichten Berlin. Die für den 18. März angesetzte Purirnieier der ״Misrachi-Jugendgemein Schaft* muß der augenblicklichen Verkchrsscli wicrigkeiten wegen verschoben werden. Näheres wird noch bekanntgegebeti. Berlin. Eine große Propaganda - Versaminl ung veranstaitete die ״Misrachi-Gruppe“ Berlin in den Sophieiisalen. Der erste Referent, R.-A. Dr. A. Lob, sprach über ״D i e G r u 11 d i d e e des M i s r a c 11 i“. Ausgehend von der Definition und der historischen Entwicklung des Begriffs ״Nation" besprach er «Jen jüdischen Nationalismus und seine Aufgaben, die jüdische Kultur, wie sie sich aus Thora und Tradition entwickelt hat und bekämpfte die Abstraktions- und Allegorisierungssucht der Reform. Aut Grund der Fest- Stellung, daß das gesetzestreue Judentum national seüi mul) und ist, betonte und bewies der Referent dann die Notwendigkeit der Eingliederung in der! Misrachi. Der zweite Redner, Herr Lazarus Barth, behandelte das Thema ,,Orthodoxie und Kongreßgedanken“. In der Debatte wurden die Ausführungen der Referenten von Rabb. Dr. Fink und Herrn C h a i m in wiricungsvoller Weise unterstrichen. Die Misraehigruppe erhielt am Schluß Beitrittserklärungen. Gr.-Strelilitz. Am 2. März fand nach langer Kriegspause die erste öffentliche, sehr gut besuchte Gruppen- Versammlung statt, die der Vorsitzende, Herr Willy No th mann, nach der Begrüßung mit Gedenkworten an die im Felde gebßebenen Ortsgruppenbegründer und Mitglieder eröifnete. Sodann hielt der Sekretär lies ״überschlesischen Ortsgruppen-Verbandes“, Herr Dr. Herlitz, einen Vortrag, in dem er darlegte, wie das bei Beginn des Krieges stark atomisierte jüdische Volk sich während des Krieges immer mehr zu einer geeinten Gemeinschaft verbunden und sich die Forderungen des Kopenhageiier Programms zu eigen gemacht habe. Hier von dürften sich auch die deutschen Juden nicht ausschließen, sofern sie nicht in einer Art Blokade ver harren wollen. Er wies ferner darauf hin, daß der Zioriistnus, der der Träger dieses jüdischen Einheitsgedankens sei, den Krieg nicht nur überdauert, sondern aus ihm im Gegensatz zu anderen jüdischen Organisationen sogar noch verstärkt hervorgegangen sei, was ganz besonders für das Ostjudentum zutreffe. Reicher Beifall lohnte am Schluß seiner Rede Herrn Dr. Herlitz, Die ausgelegten Zustinunungskarten zum J ü4' «ch e n Kongreß wurden zahlreich unterschrieben, desgleichen für den Nationalfonds gespendet. Frankfurt a. O. Am 23. Febr. sprach in Fra n k f u r t a. O. in einer öffentlichen Versammlung Herr Dr. Loew enstein über: ״Das jüdische Volk und die Friedenskonferenz.“ Ausgehend von der Lage des jüdisehen Volkes in allen Ländern und den als Ergebnis des Krieges statuierten Völkerrechten, entwickelte er, was dem jüdischen Volke heute nottut und kam so zu den Forderungen, die auf der Friedenskonferenz im Namen unseres Volkes vertreten werden. Die Diskusston gab dem Redner noch Gelegenheit zu Aus führuttgen über das Problem, ob die Juden ein Volk oder eine Religion sind. Am 2. März veranstaltete die Ortsgruppe eine Mitgliederversammlung, in der Dr. Noack den Tätigkeitsbericht erstattete und wertvolle Anregungen für die künftige Arbeit gab. Daran knüpfte sich eine allgemeine Aussprache. Die Ortsgruppe dankt Dr. Noack, der Frankfurt verläßt, auch an dieser Stelle für seine großen Verdienste und pflanzt auf seinen Namen 12 Oeibäume. An seiner .stelle \u111ie Referenda» Hirschberg zum Vorsitzenden gewählt. Messingwerk. Mit Rücksicht darauf, daß für dieses Jahr alle Lehrlingsstellen in der landwirtschaftlichen. Abteilung der Hirsch, Kupfer- und Messingwerke besetz-t sind, weist die Administration darauf hin, daß es zwecklos ist, mit Bewerbungen an sie heranzutreten und bittet mit Rücksicht auf den Zeit- und Porto- Verlust, derartige Anfragen zu unterlassen. Essen. Auf Anregung der Zionistischen Ortsruppe hatte sich hier ein ״Vorberci tender u s s c h u ß zur Wahrung der Interessen der Ost Juden“ gebildet, der unter dem Vorsitz, des Herrn Adolf Koch die Essener Ostjuden zu einer Versammlung zum 27. Febr, eingeladen hatte. Vor der sehr zahlreich erschienenen Zuhörerschaft hielt Herr Max G o I d r e i c h Beuel ein Referat über ״J üd is c h e Gegenwartsfragen 1111 <1 die O s t j u d e!1* ‘ und forderte unter begeisterter Zustimmung die Versammelten auf, sich zu einer Organisation zusammenzuschließen. Nach lebhafter Diskussion, die den Sinn für die gemeinsam zu leistende Arbeit noch erhöhte, wurde ein Verein ״Haschachar“ gegründet, dem sofort 63 Mitglieder beitrateu und der in Verbindung mit der Zionistischen Ortsgruppe seine Arbeit aufgenommen hat. Die Ver sammlun״: dankte dem Referenten durch eine Sammlung, die 92 M. für das Goldene Buch erbrachte. Marburg (Lahn). Die!Mitglieder der Ortsgruppe treffen sich regelmäßig Samstag nachmittags bei Frau Emmy Haas, Haspefstr. 25, und Mittwoch abends bei ihrem Vorsitzenden, Herrn Dr. Adolf Fraenkel, Schulstr. 16. Auswärtige Zionisten stets willkommen. Mannheim. Herr Dr. Fritz Stern berg sprach an einem Abend in zwei Vorträgen über die Besiedlung Palästinas. Im ersten Vortrag war hauptsächlich die national-jüdische Jugend anwesend. Der Referent sprach über alle die schwierigen Probleme, wie: Masseneinw׳anderung, Araberfrage, Enteignung und Nationalisierung des Bodens und seiner Schätze. Das Grundmotiv, daß wir ein Palästina sozialer Gerechtigkeit und mensch 1. I. 1! * I 3 (

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