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Jüdische Rundschau · 1919-02-21 · Heft 14 (21.2.1919) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 14 (21.2.1919)
Date
1919-02-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 14 etigion w :in Suche! tinen übe! bst hinauj Mensche! , als vo« n schein! 1 diejesiige fbens und 1t,“ führt( tzte Won t denkbar Judentums Aufwärts. Judentums las Juden• engehörig, onaljuden• jüdischen lbst. Wir sinne des Volk lebt, istes. die die Relijon. 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Herr Dr. Goldmann hielt gegen den Zionismus eine Hetzrede alten Stils, in der er immer wieder den Zionismus als solchen verantwortlich zu machen für Aeußerungen einzelner versuchte, die er selbst als Entgleisungen und Auswüchse bezeichnete. Auf Herrn Dr. 0 0Id mann folgte als zweiter Redner der Syndikus Herr Dr. Hollaender, der in teilweise ganz interessanten, leider aber auch endlosen Ausführungen sich über das Verhältnis der Juden zu den politischen Parj teien erging. Auf diese Weise stand für die Aussprache nur wenig Zeit zur Verfügung. Herr Dr. Arnold Barth aus Berlin nahm für den Zionismus gegen die Anfeindüngen seitens des Herrn Dr. Goldmann Stellung. Seine überzeugenden Ausführungen, die im Gegensatz zum Qoklniaunsclien Referat streng sachlich und ruhig gehalten waren, fanden bei allen Besonnenen ernste Beachtung. Besonders wirkungsvoll war eine kurze aber markige Ansprache von Herrn Arnold Zweig. Während des Vortrages von Herrn Dr. Hollaender kam es zu stürmischen Szenen, weil ein großer Teil der Ver- Sammlung - Zionisten und Nichtzionisten — heftig dagegen demonstrierte, daß durch die übermäßige Ausdehnung des Hollaenderschen Referates die Zeit für die freie Aussprache ungebührlich verkürzt wurde. Zwischen diese beiden Versammlungen fällt der vom national-jüdischen Jugendausschuß veranstaltete Vortrag des Herrn Arnold Zweig, der vor einem Publikum von über 700 Personen über ״Die Entscheidüng der Juden“ sprach Der Redner gab ein Bild der heutigen Juden, unter denen er drei Typen unterschied: den Literaten, den Orthodoxen und den Zionisten, und entwarf insbesondere ein Bild des Jüdischnationalen, der als solcher unter den nationalen Bestrebungen der Gegenwart eine besondere Art sei und im geschichtlichen Zusammenhang der jüdischen Entwickhing stehe Er schloß mit dem Hinweise auf die Verwirklichung dieses national jüdischen Gedankens in der palästinensischen Siedlung׳. Im Schlußwort betonte der Referent noch einmal die Einigkeit des jüdischen Volkes. Am Sonntagvormittag fand eine Begrüßungsfeier für jüdische Soldaten statt, die von etwa 80 Soldaten besucht war. Herr Arnold Zweig trat liier in seiner Begrüßungsrede für die Kameradschaft ein, die wir ins jüdische Leben umsetzen müßten. Die Feier nahm einen sehr würdigen und ernsten Verlauf und wurde durch musikalische und deklamatorische Vorträge umrahmt. Literarische Mitteilungen Seit Anfang Februar erscheinen in Linz die ״Jüdischen Nachrichten für die deutschösterreichische Provin z“, die es sich zur Aufabe gemacht haben, die national gesinnten Juden in er deutsch-österreichischen Provinz eingehend über die Tagesereignisse zu infomieren. Ctes Misrachi-Öüro in Warschau gibt seit dem Dezember 1918 ein hebräisches Wochenblatt ״Ham i s r a c h i“ heraus. Herr Dr. J. Rab i n, der zuletzt Leiter des Rabbiner- Seminars in Ode» war, ist an der Universität Gießen zum Lektor für jüdische Wissenschaften am Orientalisehen Seminar zugelassen worden. Die erste jüdische Tageszeitung in deutscher Sprache, die ״Wiener Morgenzeitung“, hält das, was ihre ersten Nummern versprochen haben. Es ist die vollwertige Tageszeitung, aus der sieh jeder Leser aufs eingehendste über alle Tagesereignisse informieren kann. Mit besonderer Sorgfalt werden natürlich die Nachrichten über wimiuiiuiiiuiuttiiuiuiiHHiiiuiiunNiiiHimHiniiuiiuiiMMuiiiiiiimiiimiiiiimiiiuiiiiiiiiimiiiiiiiuminiiiui VERSAMMLUNGS-KALENDER der Berliner Zionistischen Vereinigung Bflro: Berlin C., Burgslr. 30. telcfon: Norden 9023 - 9038. Btiudiixtll IJglldt eulser Sonnabends von 10-12 Uhr, Sonnabendabends nach Sabbafheusgang bis 8 Uhr. Wir blHen die VersammlungsankOndlgungen der Berliner Zionistischen Vereinigung an den SSulen und ln der Jüdischen Rundschau zu beachten. Dienstag, 25. Februar: Berirksgruppe ״Berlin-Sfld" Holel .Deutscher Hof' Mlgnonsaal, Ludcauerstr. 5. Beginn 7Y1 Uhr Thema: ״Politik des Zlonlsmn»'' Referent: Herr Dr. ZI o c I s 11. Donners!ng, 27. Februar: Bezirktgruppe ״Rosenthaler Vorstadt“ Restaurant .Oswald Berliner", Brunnenstr. 143. Beginn 7>/z Uhr. ״Kullarfragen im neuen Palästina“ Referent: Herr Lazarus Barth. Bezirksgruppe ״Nord-Wezt" Restaurant .Franke", BrQdcenallee 20. Beginn 71/, Uhr pünktlich ״Der Zionismus und seine Stellung zum Deutschtum“ Referent: Professor Dr. C a r 1 lewln. Sonnabend, l.MSrz: PalSstlnakurs der B. Z. V.!.Abend Restaurant .Zum Heidelberger", Frledrlchstr. 143-149, Saal 4 Beginn 71/׳ Uhr. Einschreibegebühr für alle Abende M.S.— Leiter: Herr Dr. Sandler, Um das rechtzeitige Erscheinen des Versammlungskaler.ders zu gewährleisten werden die Leiter der Bezirksgruppe gebeten, Verzammlungsenkündlgungen mindestens 8 Tage vor dem angesetzten Termin mltzuteilen. mimimmiiimiiimmiiiinmimiiiimimmiimiiiiimiimiimuiMimimimiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiNiimiiimiiiiimu jüdische Dinge besprochen. Der Handelsteil unterrichtet über die kommerzielle Bewegung in allen Ländern, die Nachrichten über Kirnst, Uteratur und die Kritiken sind äußerst wertvoll. Das jüdisch-nationale Leben ist durch diese Tageszeitung zweifellos sehr bereichert worden. Im jüdischen Verlag, Berlin, ist soeben ein sorgfältig ausgestattetes Buch ״Probleme des ni o - dernen Judentums“ (sieben Kapitel) von Dr. Jacob K 1 a t z k i n erschienen. ״Volk und Land“, die mit Beginn dieses Jahres erstmalig erschienene Zeitschrift, die bereits des öfteren in der ״Jüdischen Rundschau“ besprochen worden ist, gibt soeben ihr 6. Heft heraus. Der Inhalt der bisher erschienenen Hefte läßt bereits erkennen, ein wie fnichtbarer Gedanke es war, die Erörterung־ des Judenproblems auf die Fragen der Judenheit zu beschränken, das Politische, Wirtschaftliche und Soziale aus dem verwirrenden Chaos der religiösen Meinungsverschiedenheiten. des parteipolitischen Haders, des literarischen Streites und der allgemeinkulturellen Kämpfe heratiszuheben und so jenen Fragenkomplex, an dessen Lösung alle Kreise des jüdischen Volkes gleichmäßig interessiert sind, zur Diskussion zu stellen. Mittelpunkt fast aller Abhandlungen ist Palästina. Unter diesem Zeichen stehen insbesondere die Aufsätze von Davis Trietsch: ״Grundlagen jüdischer Weltgeltung“ und ״Massenwanderung und Massensiedlung“; Dipl.-Ing. M. Hecker: ״Die technischen Aufgaben Palästinas“; I. Sy rk in - Wilna: ״Das Kunstgewerbe Palästinas“; Prof. O. Warburg: ״Die wirtschaftliche Entwicklung Paiästinas“; Felix A. Theilhaber: ״Jüdische Welt- Politik4‘; Dr. A. Ruppin: ״Der Libanon“; Dr. F, Sternberg: ״Die Auslese des Mensehenmaterials“. Im übrigen enthalten die Hefte reichhaltiges Material aus Politik, Wirtschaft und Palästinaarbeit, Besprach ungen interessierender Neuerscheinungen und ein Palästina-Archiv, das vielerlei Anregungen für die künftige praktische Arbeit in Palästina zu geben vermag. Abonniert auf die ,Jüdische Rundschau“ Seit Anfang Februar gibt der ״jüdische Volksrat“ in Posen ein Mitteilungsblatt heraus, das in der Zukunft 1* zwangloser Folge erscheinen soll. Das erste Heft enthält einen einleitenden Aufsatz: ״Was wir wollen“ von Dr. Köllen scher, in dem die unbedingte nationale Autonomie für die Juden verlangt wird. Es folgt ein Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Volksrats seit den Tagen der deutschen Novemberrevolution. Ein Aufsatz von Dr. Karl Kassel begründet die Notwendigkeif der jüdischen Volksräte. Dr. Paul Chone bringt in einer ausführlichen Besprechung der ״Wirtschafts- Politik“ interessante Notizen über das Verhalten der polnischen Behörden gegenüber den 'Juden in Wirtschaftsangelegcnlieiten und stellt sodann die Forderungen der Juden in Posen zur Sicherung ihrer gesunden wirschafttlichen Entwicklung auf. k.-A. Manheim weist die Berechtigung der Forderung־ des nationalen Selbstbcstimmungsrechtes der Juden, in allen polnischen Landesieilen nach. Den Beschluß des Heftes bilden die bekannten Aufrufe der Rada Ludowa, der Arbeitsgemeinschaft der thoratreuen Vereine der Stadt Posen und des Jüdischen Volksrats. Die Hefte des Jüdischen Volksrats stellen eine wertvolle Bereicherung unserer Informations- und Propagandalitcratur dar. Das ״Jüdische Volksblatt‘׳ in Mährisch- Ostrau meldet: Die ״A11 g. Jüdische Zeitung“ ändert« ihren Besitzer und wird nunmehr von der literarischen Vereinigung ״Es ra“ welche ausschließlieh aus Misrachi-Zionistea besteht, herausgegeben. Die Redaktion des Blattes wurde dem seinerzeitigen Redakteur der ״Welt“ Dr. Moritz Zobel, übertragen. Purimspiel ״Max und Moritz in Persien“ ein Purimspiel für Groß und Klein - gibt Frau Lina Wagner- Tauber, Berlin-Wilmersdorf, Uhlandstr. 116/117, den zionistischen Ortsgruppen gegen eine Spende von 20 M. für die Farm Kinereth ab. Landmesser für Palästina. Geodäten, Mathematiker, Vermessungsingenieure, Topographen, Markscheider, Vermessungstechniker, Planzeichner und Katasterbeamte, die sich für die Katastervermessung .Palästinas interessieren, werden gebeten, ihre Adressen bei Herrn Treidel, Berlin- Wilmersdorf, Meinekestr. 16, anzugeben. Niederlassungsmöglichkeiten Zahnarzt: In zwei Städten der Provinz Brandenbürg, in einer Stadt Westfalens und Ostpreußens. Arzt: In einer Stadt Pose ns, Westfalens, Schlesiens und Ostpreußens. * Assistentenstelle: Bei einen! Zahnarzt in einer Stadt Ostpreußens. Nachrichten ן Berlin. Donnerstag, den 27. Februar, Gruppen- I Versammlung der ״Gruppe West“: Zahnärzte Haus I Bülowstr. 104 (Gutmann-Saal) abends 1/8״ Uhr, pünktlieh, Ref.: Herr Ludw. Strauß ״Der Aufbau unserer 1 neuen Gesellschaft in Erez Israel.“ Berlin. Am 23. Febr., 7 Uhr abends, findet im Hebräischen Beth-Waacl (Kaffeehaus Dobrin, an der Spandauer Brücke 7) eine Aussprache über ״Erziehungsfragen in Palästina“, eingeleitet von J. Lubmann, statt. Hebräisch verstehende Gäste willkommen. Berlin. Im ,,Zionistischen Jugendverein“, Heiligegeiststr. 52, spricht am Dienstag, den 25. Febr., Herr Karl Glaser über ״Der jüdische Kongreß und die zionistischen Forcierungen“. Anfang pünktlich 8 Uhr. Gäste willkommen. Berlin. Am Montag, den 17. Febr., fand im Kaffee 1 Nürnberg die konstituierende Sitzung der Bezirksgruppe ierpretai n k auf isse und te Rede on fern us Redner e, seinen und ihn rteidigte, och eine!sen be- Munk die zio Begrün gen das Stellung der an :r R.-A! witf^r für die JlllllllllllillllHlllllllllllllHillllM I Jüdischer Frauenbund E. V., 1 | Ortsgruppe Groß-Berlin, | | Vor»,: Martha Ollendorff, Cbarlottenburg, §§ I Bleibtreustraße 12. S 5 tוmMוM•«tו•וtווMlוtו)וווtווו»וווווווווו•וווtוווווווווtוווו•*ווו*ו■וווווווtווiווווl«3 ו•■>וווו | Einladung »rOffentl i Ehen üBFsamml uay | I un Sonnabend, den 22■ Februar 1919, 1 | abends 7 Uhr, I 1 in Piemasle des II. Vemltonssgebiiides | ( der :Jüdischen Gemeinde, RosenstraSe Z-». ן ( Die Stellung der Frau In | | der jüdischen Gemeinde. ן § Redner: L) Herr Justizrat Lilienthal, Syndikus § | der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, § 3 2) Frau Josephine Levy-Kathenan, ־§ 1 3) Frau S. Wronsky. H Aussprache. jj Vorgemerkt sind: Herr Rabb. Dr. Ilaeck, Herr Geh. § Just.-Rat Tinendorfer, Herr Dozent Dr. Elbogen, S Frau Henriette May, Frau Helene Meyer-St&rgard. H Gäste willkommen. S Der Vorstand. | R: Mögen Dovid Jüdische Nationalabzelcben! U Anhänger echt Silber Stttck 10 M. ״ ״ Gold 333 geat. 25 ״ M. q 30 ״ ״ 585 ״ M. Dazu passende Collier-Ketten Silber 7.50 ״ M.!•:: m ״ ״ Gold ״v. 25 M. an j.J! Versand per Nachnahme oder gegen Voreinsendung ij.j: des Betrages. 5? Jk• *i J. Brandmann, Uhrmacher und Juwelier Berlin C. 25, Münzstrafie 26, gegr. 1885. Ich habe meinen Wohnsitz von Ostrowo nach Breslau verlegt und bin zur Rechtsanwaltschaft bei dem Land- und Amtsgericht Breslau zagelassen. Meine Büroräume befinden sich Tauentzienstr. 20, Ecke Tauontzienpl. Fernruf: einstweilen Nebenanschluß 8720. Maximilian Welss! Racutsaima«. Wer erteilt jungem Mädchen gut an Unterricht in Englisch und Fran*ö»i8eh? Gefl. Offerten mit Bonoraransprttchen u. Sch. an des Welt-Verlag O. m. b• H., Kurfttrstsnstr. 150. 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