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Jüdische Rundschau · 1919-01-24 · Heft 6 (24.1.1919) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 6 (24.1.1919)
Date
1919-01-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 6 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 53 Literarische Mitteilungen Vom 15. Januar ab erscheint in Wien als Tageszeitung die ״Jüdische Morgen post“ in j'idischer Sprache unter dcrsell>cn Redaktion und Leitung teie die früher erschienene ״Wiener Morgen- Zeitung“. Unter dem Titel ״Wiener Morgenzeitmi(;“ erscheint seit dem 20. Januar das erste jüdische Tageblatt in deutscher Sprache. Das ״Jüdische Preßbüvo“ in Budapest meldet: Zur Interessenvertretung des ״Siebcnbürgischcn jiidisehen Volksverbandcs“ erscheint eine neue Wochensdirift unter dem Titel ״Uj Kelet“ (Der neue Osten). Einen Rückblick auf die Geschichte des Zentral- Vereins deutscher Staatsbürg er jüdisehen Glaubens in den Jahren 1893—1018 hat 1 ■uulesrabbincr Dr. Riege r verfaßt. Die Schrift trägt den Titel: ״Ein Vicrteljahrluindcrt im Kampf lim das Recht und die Zukunft der deutschen Juden.“ Im Verlag ״Jüdisch“, New-York erscheint ein Buch des jungen jüdischen Dichters David Ignatow: ״Prager Sagen“. Die erste dieser Sagen ״Herl Prager“ erschien als Kimlererziihlung in der Serie päilagogisdier Erzählungen: ״lür Euch'und euere Kinder.“ Zum 23. Jubiläum des jüdischen Dramatikers David Pinski erscheinen in New-York 5 Baude seiner Dramen, darunter einiger veröffentlichter. Die Zionistische Studentcn-Organisation in Amerika (lntercollcgiate Zionist Association of Amerika) hat ein zionistisches Sammelbuch ״Ka• d im ah״ herausgegeben, das dem Vorsitzenden der Zionistischen Palästina-Kommission, Dr. Chajiin Weizmann, gewidmet ist. Das Buch enthält eine Reihe interessanter Aufsätze aus der Feder von Dr. David S. B I o n d I» e i m, Samuel Rodman, A. B. M a ko vor. Ittnmar Ben-Avi, Dr. Harry Friedenwald. Mosche Mnuehiu, Mrs. Louis H. Lev in, Dr. Aaron S c It a f f e r und Aaron Barovvay. Einen Überblick über die Tätigkeit der zionistischen Studcuten-Organisation in Amerika gibt Jonas F. Fric- (1 e n w a 1 d. iiiiiiiiiuiiiiimimaiuimiiimiiiimiiiiimmiiiiimmimmiiiiiiiiuiiiiiiiimimiiimiiiiiwmimiiiimiiiiiiiimimu Versammlungskalender der Berliner Zionistischen Vereinigung Büro: Berlin C., Burgstr. 30. Telefon Norden 9023—9038. Besuchszeit täglich oufser Sonnabends von tO—2 Uhr, Sonnübend ebenda noch Sabbolhousgeng bla 8 Uhr. Wir bilten die Versammlungsankfindlgungen der Berliner Zionistischen Vereinigung en den S&ulcn und ln der Jttdlsdten Rundschau zu beachten. Professor Flinders Petrie hat ein interessantes | kleines Buch unter dem Titel ״Eastern Exploration, Pa st and Futurc“ herausgegeben, in den! er darauf hinweist, daß England durch seine Eroberungen in Palästina und Mesopotamien in den Besitz der wichtigsten Quellen zur Geschichte der Menschheit gelangt ist. Sobald der Krieg vorüber sei, müsse man an das Studium und die Hebung der 10 000 Jahre alten Kultur• dokumente gehen. Der Verfasser hat eine sehr geringe Meinung von dem Wert der bisher geleisteten For■ schungs,arbeiten und schlügt vor, daß man dieselben üi die Hände des jüdischen Staates in Palästina legen solle, umsomehr als es zahlreiche bedeutende jüdische Archäologen gibt. Er ist auch dafür, daß das neu zu erbauende Jerusalem außerhalb des jetzigen Weichbildes der Stadt erbaut werden sclie, damit man ungestört in Alt-Jerusalem wissenschaftliche Forschungsarbeit leisten könne. Die englische Presse beschäftigt siel! eingehend Biit Professor Petries Buch. Der Jüdische Frauenbund fordert die Demokratisierung der Jüdischen Gemeinde IVr ״Jüdische Frauenbund" Ortsgruppe Berlin, sendet uns die folgende Mitteilung zur Verölfentlichung: Der ״Jüdische Frauenbund“, O r t s g u p ק e Berlin, bat in einer Eingabe an den Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde, die bevorstehenden Rcpräscntautcnwnhlcn, so wie alle zukünftigen Wahlen, nach dem vom November 1918 ab für öffentliche Körperschaften gültigen neuen ,Wahlrecht stattfinden zu lassen. Der ״Jüdische Frauenbund“ glaubte, mit dieser Eingabe den Interessen und bcreciitigteit Wünschen zahlreicher Gemeindcmitglicder zu entsprechen. Ferner beschädigte sicli (jje Eingabe mit der Hinzuziehung von Frauen zu allen Kommissionen der Jüdischen Gemeinde, da die Mitarbeit der Frauen auf allen Gebieten der Wohlfalirts- und Gesundheitspflege, des Erz.iehungs- und Bildungswesens und der Vcrwaltungsarbeitcn nicht mehr tu entbehren sei, und viele jüdische Frauen durch lang* jährige Mitarbeit in den interkonfessionellen Orgnnisationen wertvolle Kenntnisse und langjährige Erfah- Ringen mitbrächten. Es sei zu hoffen, daß durch eine Berücksichtigung der Eingabe dein Geist der Zeit in «!(sprechender Weise Rechnung getragen werde. Zunz-Stiftung Das Kuratorium der Zunz-Stiftung übersendet uns die folgende Bekanntmachung: Die Zunz-Stiftung unterstützt nur diejenigen 1^gedruckten Arbeiten durch eine Beihilfe zu den Druckkosten, welche in philologisch-historischer Methode die Wissenschaft des Judentums fördern. Die Antragsbriefe smd in deutscher Sprache und begleitet von der ganzen Arbeit oder von einem für eine Beurteilung ausreichen- *kn Teile hur im Monat März 1919 dem Schriftführer einzureichen. Gesuche und ,Manuskripte sind zu richten z. H. des Herrn Dr. S u fl n i t z k i, Berlin, Artilleriestr. 14, Für 919י sind 1600 M. verfügter. Berlin, Januar 1919. Direktor Oscar Wassermann Vorsitzender, Geheim rat Dr. G. Minden Schriftführer. Montag, 27. Januar: - ..—- Öffentliche Volkiveriammlunö ...- ״ Beginn 7 V« Uhr abend». Grober Saal de* Drüderverelnshauses, Kurfüritcnstrabe <13/116. ״Jüdischer Weltkongreß/' Referent: Nahum Goldmann | Eintritt: M. 0,50. Donnerstag, 30. Januar: Mitgliederversammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung Roscnthaler Hof, Rosenlholer Strohe 11. Beginn 7 8/4 Uhr, ״Warum verlangen wir die Nationalisierung des Bodens in Erez Israel." Referent: Dr, Albert Baer. Montag, 3. Februar 1919: öffentliche Versammlung des Kongrefjausschusses Lehrervcrclnshous, Alexanderstr. 41. Beginn 71/4 Uhr, ״Die Osljudcn und der jüdische Kongreß in Deutschland,“ Referent: Arbeltersekretfir Isaak Kornfeld. 111111m1!1111!111m111n111111111111m11111111!t1111111111m111m111111111111111111111111111!1M1111111111111111!111111111mm1111!n111 r’1■׳ ףייי־יי׳- fr*••—־*״ יי"■—"« «•*"» ... -V.—.' - -nrr-1“—— -—'-י י‘-■■-—- - -■ -fSi-ן m ־11 "יו »mir Ml1iiid1th11ITi»«»t^l>tfl1SbM■ Niederlassungsmöglichkeiten In einer niederschlesischcii Mittelstadt bieten sich gute Niederlassungsmöglichkeiten für einen Arzt und einen Zahnarzt. Bewerber erfahren Näheres durch die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8. ln einer Kleinstadt Westfalens sind Niederlassung*!- moaliclikeiteu für einen Zahnarzt und einen Chirurgen vorhanden. Auskunft erteilt die Zionistische Vcreinigang für Deutschland, Berlin W., Sächsische Str. 8. Nachrichten Berlin. Sonntag, den 26. Jan., 8 Uhr abends, findet eine Versammlung von Mitgliedern des Hccnaluz im Zionistischen Zcntrnlbureau, Sächsische Str. 8, statt, Tagesordnung: 1. Besprechung über die konkreten Aufgaben des 1 ieclialuz. Referent: J, Reichert, 2. Nachwähl für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder. Dienstag, den 28. Jan., 8'/a Uhr abends, findet im Hebräischen Bcth Waad (Zionistisches Zcntralbureau, Sächsische ■Sir. 8), zum zweiten Mal eine Aussprache über Z c i 11 r a g c n statt. Referent: Herr A. H c r - n! o n i. Hebräisch verstehende Gäste willkommen. Berlin. ״M i s r a c h i ־ J ug c 11 d g c m e i n s ch a f t“. Sonntag, den 26. Jan., 6 Uhr abends, Logenhaus׳ Rosenthaler Str. 56, Heimabend. Vortrag: ״Von jüdischen Dichtern“. Referent: Erich Sch rage n hc i m. Oäste willkommen. Hebräische Sprachkurse in der Talmud Thora, Dragouerstraßc 45. 1. Kursus: 4 Stunden wöchentlich (Anfänger), Sonnabend abend 8—10, Sonntag nachm. Va4—,/:0׳. Leiter: A. Rau 2. Kursus: 4 Stunden wöchentlich (Anfänger), Montag 8—10, Mitt״ wocli 8—10; Kursus für Fortgeschrittene vorgesehen, Schriftliche Meldungen an Leo K i rs ch c n b a um, Alexanderstr. 8, erbeten. Berlin. Dienstag, den 28. Januar, abends 8 Uhr, spricht Kurt BIu mcn te 1 d über:״Unsicrc Ucbcr- Siedlung nach Palästina“ im Zionistischen Jugendvcretn, Berlin C״ Heiligcgeiststr. 52. Berlin. Der nächste Vortrag in dem vom ״Hapoci-Hazair“ veranstalteten Palästina-Kursus findet am Dienstag, den 28. d. M., von S*/2—19'/a Uhr im Vereitisheim, Roscnthaler Str. 16/17, statt. Zur Besprechung gelangen die landwirtschaftlichen und industriellen Verhältnisse Palästinas. Beginn pünktlich. Oäste willkommen. Berlin. Im Jüdischen rochow“, Linicnstr. 159, 1. Februar, abends 7 Uhr, ein ,Deutsche Arbeiterdichtung“, «1*״״ -• ״ י•*• י9 Kulturvcreiti!,Bofindet Sonnabend, den Vortrag statt. Thema: Referent: Herr Lipnit. Eintritt frei. Gäste willkommen. Berlin. In einer am 21. Jan. in den Musikersälen, abgchaltcncn Versammlung des ״Zcntralvercins deutscher Staatsbürger jüdischen Glauben.s“ referierte Herr Dr. John Wertheim über die ״Jüdische Ko ng r c fl b 0 wegu ng in Deutschland“ und zeichnete im allgemeinen in sachlieh er und zutreffender Form die Ziele der cingclcitcten Kongreßbewcgung. Im einzelnen jedoch unterliefen ihn! Irrtümcr und Mißdeutungen. Der Referent vertrat dem Kongreß gegenüber einen ablehnenden Standpunkt, weil er in keiner Weise die Existenz des jüdischen Volkes zugeben wollte. Er behauptete, daß die Palästinaforderung nur von Zionisten vertreten werden könne, wandte sich gegen die zionistische Auffassung von der tatsächlichen Gleidiberecbtigtmg und sprach schließlich auch gegen die Demokratisierung und Nationalisierung des jüdischen Lebens, wobei er insbesondere die Forderung nach der Demokratisierung des jüdischen Lebens als einen zionistischen ״Trick“, das deutsche Judentum für den nationalen Gedanken zu gewinnen, bezeichnet(:. Allerdings erklärte er, daß die bestehenden׳ jüdischen Organisationen in Deutschland nicht das Recht für - siel» in Anspruch nehmen dürften, sieh als Vertretung des deutschen Judentums zu bezeichnen. An einem allgemeinen jüdischen Kongreß dürften mir deutsche Staatsbürger tcilnchmcn; and! die Juden, deren Staateang •hörigkt it durch eine mögliche Abtrennung deutscher Gebiete geändert wird, müßten von einer solchen Tagung ausgeschlossen werden. Dem Referenten antwortete in einer kurzen, aber sehr wirkungsvollen Rede Herr R.-A. Dr. Klee, der darstellte, wcIcJic Bedeutung die in Deutschland ein,geleitete Kongreßbewcg u 11 g im Rahmen der a 11 g e in c i ne n Kongreß- Bewegung für die Zusammenfassung des jüdischen Volkes und seine gemeinsamen Aufgaben habe. Bremen. Am Sonnabend, abends 8'״ Uhr, fand in L.evys Hotel in Bremen die zweite Versammlung der von Herrn Rechtsanwalt Dr. Katzen st ein ins Leben gerufenen Zionistischen Ortsgruppe Bremen statt. Während in der ersten Versammlung Herr Dr. Katzens t e i n die Notwendigkeit der Kongreßbewcgung ausführlich behandelte, hielt in der zweiten Versammlung Herr Dipl.-Ing. L a d c s c 11 i n s k v einen sehr aus- Kihrlichen Vortrag über ,,Palästina als Judenland“. Cassel. In der Zionistischen Ortsgruppe Cassel hielt Herr Sally Ka u f m a n n - Cassel ein Referat über den Berliner Delegierteiitag. Es fand unter den zahlreich erschienenen Gästen und Mitgliedern eine lebhafte Diskussion statt, nach deren Verlauf mehrere Anwesende der Ortsgruppe beitraten. Cassel. Am I. Januar fand die üeneralversammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt. In den Vorstand wurden gewählt Dr. Prager, Sally Kaufmann, Simon Strauß. Strettiner, Sternberg, Bi tt ko ver. Es wurde beschlossen, eine regere Tätigkeit in jeder Hinsicht zu entfalten. Größere Propagandaversnmmhmgcn sind in Aussicht genommen. Ebenso die Einrichtung eines hebräischen Kurses. München. Am 16. Jan. veranstaltete die zionistische Ortsgruppe eine große öffentliche Versammlung mit Vorträgen der Herren Dr. Arthur Ruppin, Jaffa, Dr. Theodor Z 1 o 1, i s t i und Julius Berger, mit dem Gesamttitel ״Das jüdische Palästina“. Herr* Dr. Ruppin zeigte in einem ausführlichen Vortrag•, nach einem einleitenden Ucberblick über die Geschichte der jüdischen Palästina-Kolonisation und über den Stand derselben, den Plan des wirtschaftlichen Aufbaus des jüdischen Palästina. Die Darlegungen begegneten in ihrer Sachlichkeit dem angespanntesten Interesse der Zuhörer. Dr. Zlozisti zeigte die seelischen Triebt kräfte, welche hinter den sachlichen Plänen, die Herr Dr. Ruppin vortrug, stehen. Herr Berger schilderte die politische Lage der deutschen Juden und ihre Erfoidernissc. Die Versammlung, deren tausendköpfiges Publikum einen der größten Säle Münchens füllte, bedeutete in jeder Hinsicht einen außerordentlichen Erfolg. Es traten der Ortsgruppe eine Reihe neuer Mitgl i oder bei, und eines derselben spendete sofort für die Ortsgruppe 1009 M., so daß die Veranstaltung■, die durch die dankenswerte Bereitwilligkeit der zufällig in München anwesenden Referenten ermöglicht wurde, einen verheißungsvollen Auftakt für die bevorstehende große zionistische Propagandatätigkeit bedeutet. Stuttgart. In einer Versammlung der zionistischen Ortsgruppe am 11. Jan. entspann sich im Anschluß an den Bericht über den Deiegicrtontag eine lebhafte Debatte, in der von einer Seite der Zionismus als eine rein politische Bewegung bezeichnet wurde. Hiergegen wandte sich Herr Licht inger, der von der Veritmcrlicliung des Zionismus sprach. Er betonte, daß der Zionismus den ganzen Menschen durclidrtngcn müsse, und daß er nicht von den politischen Verhältnissen abhängig sein dürfe. Der Redner erntete großen Beifall, Bculhcn, O.-S. Am 12. Jan. fand in Beut heil, O. - S., die erste Tagung des Zionistischen G r u p p e n v e r b a 11 d e s O b e r s c 111 e s i e 11 nach dem Kriege statt. Sie war von den Mitgliedern der Zionistisehen Ortsgruppen llcutlien, K a 11 o w i t z, Hindenburg, K ö nigs 11 ü 11 c, Tarnowitz, Rat i b o r, ü 1 c i w i t 1, M y s 1 o w i t z, R y b!1 i k und Groß-Strc blitz außerordentlich stark besticht und beschäftigte sich nach einem Bericht des Vorsitzenden über die durch den Krieg geschaffene neue Lage des Zionismus und der Ehrung der im Kriege getallenen Mitglieder des Gruppenverbandes mit den Fragen der J u g e n d p r o p a g a 11 d a und des jüdischen Kong r c s s c s in Deutschland. I )as Referat über das erste Thema hielt Herr Max K o b c r - Breslau, über das zweite Herr Direktor Georg K a r c s k i - Berlin. Beide Referate gaben zu einer mehrere Stunden dauernden Aussprache Anlaß. Die von dem ersten Referenten geforderte Einrichtung eines besonderen Sckrctariats für Jugend pro pa ga n 11 a in Ober- Schlesien fand allseitige Zustimmung.• Für die Stelle des Jugendsekretärs wurde Herr Dr. H c rl i t z- Hindcnbürg in Aussicht genommen. Die von zwei Mitgliedern des Verbandes geäußerten Bedenken, ob ein jüdischer Kongreß in Deutschland bei der Stimmung der Mehrheit des deutschen ludentums im Augenblicke bereits angebracht sei und den von den Zionisten gewünschten Erfolg haben werde, wurden von den Diskussionsrednern und dein Referenten wirksam entkräftet, und es wurde beschlossen, sofort auch in Obcrscldcsien in die Pronaganda des Kongreßgedankens einzutreten. Nach ßeendigung der Aussprache wurden die Wahlen zürn Vorstanil des Gruppenverbandes vorgenommen. Es wurden gewählt: die Herren R.-A. Dr. Dobrzynski-Beuthcn, Kaufmann Hugo L es s er- Bcuthcn, R.-A. Dr. Weißm a n n ־ Kattowite Dr. Georg Herlitz- Hindcnburg und Frl. Lina r reund-Tarnowitz. Wochenkalen der, Sonnabend, 25. Januar, 24. Sch’bat 5679. Jithro, Ncumondverkündigung, Nacht 5,24, Freitag, 3. Januar 1. Neumondtag (Adar I.). Schluß des redaktionellen Teils.

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