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Jüdische Rundschau · 1919-01-14 · Heft 3 (14.1.1919) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 3 (14.1.1919)
Date
1919-01-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Nr. 3 Seite 32 nicht mehr zusammen mit dem übrigen. Beitrag erhoben, vielmehr es aut besonderen hehekeltagen maglieh sein erde, eine bedeutend größere Anzahl van Personen zur SchekelzalFung zu veranlassen, wie bisher Dr. R osenberg schloß, indem er noch einmal darauf ׳hinw:es, dal׳, alle Arbeit nur Erd»:״ haben könnte, wenn sie durch die Mitglieder die nötige Unterstützung fände. In der sehr ausgedehnten Diskussion, an welcher sich die Herren Glaser, Karfunkel, Dr. Kluge, Engländer, Alexander Levy, Willy Lcvy, I) a v i (I, P i 11 k u s. 1 )r. T 11 e i I h a her, M;1 v - e r'e witsch, Ing. S c h a d o w s k y . F ö r d e r, Julius Levy und I >r. Schwarz beteiligten, wurde eiift* nod! stärkere I)ezeutralisatiou, ein Gruppeuverband Groß-Berlin aus selbständigen Ortsgruppen gefordert. Daneben machte sich eine starke Tendenz geltenci, :•ich mehr als bisher mit Gemeindeangelegenheiten zu befassen, um auf diese Weise praktische Vorarbeit für die Umbildung der Kulfusgeriieiiide in eine Volksgemeinde zu leisten. Die Mitgliederversammlung nahm schließlich eine Resolution Glaser an, die in Anbetracht der bevorstehenden Palästina agutig der Zionistische 11 V e 1 e i!1 i g u 11 g f ü r Deutsch-!and die Mitgliederversammlung auffordert ״der Vorstand soll in das der Generalversammlung vomtkgcmle Statut als Institution der Berliner Zionistischen Vereinigurig die Schaffung eines P a I ä s 11 n a - A 11 s - Schusses aulnehmen, der zum Sammelpunkt der Palästinainteressen in Berlin werden soll k Leipzig. Das Leben im Zionistischen | 1! - g c tt d b t!!1 d zu Leipzig hat sich jetzt sehr rege gestaltet. Die Teilnehmcr/ah! an unseren Vorträgen und Kursen ist im steten Wachsen begriffen. Den Anfang des Monats Dezember leitete Herr V. Arlosoroff, Berlin, mit einem Vortrag über Sozialismus und Zionismus ein. Der Redner führte in seinem geistreichen und impulsiven Vortrag die Ideen des HapotH Haza't'r im Gegensatz zu Poale Zion und Bund aus. Am Sonnabend, den 7. Dez. sprach dann Herr Michael Lehr freund über ״Die wirtschaftlichen (iriiiulc der Palästinabewegung‘־. Perncr sprach Frau Mc yer-Lübke aus Palästina über JUED1SCHE RUNDSCHAU ״Die Erwerbs möglichkciten einer Frau in Palästina“, tun 2!. Dez. Herr J. S a c aus Chemnitz über ״Achat! H.itun“ und am 28. Dez. Herr Süßkind, W,cn. über ״Zionismus und Jugend“. Für den Monat Januar liegt gleichfalls ein interessantes und umfassendes Ariwitsprogramn! vor. Leipzig. Die diesjährige Tätigkeit der Leipziger Ortsgruppe begann mit einer vom Zionistischen Jugendbund am 4. Januar in der Höheren Israelitischen Schule einbtnifeiien stark besuchten Versammlung, in der Herr Dr. Kn oller, Berlin, über Agudah und Misrachi sprach mul die Notwendigkeit des Anschlusses an letztere tiadiwies, ln der darauf folgenden lebhaften Diskussion sprachen Zahnarzt Ehrmann. Dr. Elias, Rubb L e I d rn a n n . Dtt-biner, Rachim, Sieskind iniu l)r. Knolle r. Als Folge hiervon konstituierte sich am 5. Jan. in der jüdischen Lesehalle ein vorbereitendes Komitee aus streng gesetzestreuen Kreisen, zwecks Gründling einer Misrachigruppe, der sich nach einem instruierenden Vortrag des Dr. Knoller zahlreiche Anwesende anschlossen. - Im Verfolg dieser Bewegung fand eine große von der Zionistis«fcen Verein!- giuijj Leipzig einberufene und über 1000 Personen fassende Versammlung statt, in der die Herren Hermann Struck und Lazarus Barth über Orthodoxie, Mis- J rachr und Zionismus sprachen. Eine interessante Dis- ן kussion, in der Dr. Elias für die Agudah und ein 1 B u 11 dtist sprachen, mußte leider infolge früher | Polizeistunde abgebrochen werden. Die Referenten des 1 Abends wurden mit starkem Beifall belohnt. — Die ,.Zionistische Vereinigung Leipzig“ hielt am 7. Jan. ihre 1. Mitgliederversammlung ab, in der die Delegierten des KV. Delegiertentages: D u b i n c r, Katzene 11 e 11 b 0 gen, Kreist m a n n Bericht erstatteten. In der Diskussion ergänzte Prcczep ihre Ausführungen Frankfurt a. M. Die Zionistische Jugendgruppe führt ihr Wintcrprogramm erfolgreich durch. Es finden Palästinakurse sowie gemeinschaftlich 111 i! der Misrachi- Jugeiuigruppe verschiedene hebräische Kurse statt, die zahlreich besucht werden. Gelegentlich finden Eiradvorträge statt, außerdem beteiligt sich die Jugendgruppe an den Veranstaltungen der Ortsgruppe. Daa Heim, Unterlindau 21, vereinigt die Mitglieder der ver• schiedeucn hiesigen national jüdischen Vereine auch an den Abenden, an denen keine offiziellen Veranstaltungen sind. Das Heim ist täglich geöffnet, Broschüren und Zeitungen liegen auf. — Freunde und durchreisende Ge■ sintuingsg'cnossen sind natürlich stets aufs herzlichste willkommen. Elberfeld. In einer von weit über 600 Personen besuchten öffentlichen Versammlung sprach Herr Dr. Grüneberg - Elberfeld über die Forderungen des jüdischen Volkes an den Friedenskongreß. Durch das Selbstbestimmungsrecht der Völker sei auch dem jüdisehen Volke die Regelung seines Geschickes übertragen worden. Es müsse zunächst ein jüdischer Kong r e ß in Deutschland stattfinden, der die Vertreter für die Friedenskonferenz bestimme und den Inhalt der Forderungen an die Mächte festlege. Nach der darauf folgenden Diskussion, an der sich auch Mitglieder des Zentralvereins beteiligten, war eine überwiegend im Sinne des Redners orientierte Stimmung für den jüdischen Kongreß zu konstatieren. Auch zu den Pogromen in Galizien und zu den Verhetzungen in Deutschland nahm die Versammlung in einem nroteste Stellung. Duisburg. Jeden Donnerstag, abends 8 >4 Uhr, findet eine Sitzung der Zionistischen Vereinigu ng im Hotel Prinz-Regent statt. Jeder Abend wird durch ein Referat eingeleitet. Gesinnungsgenossen willkommen. Stolp i. P. Am 3. Januar fand im kleinen Rahmen eine Versammlung von Schekelzahlern und eini gen Gästen statt, in der Herr Dr. Ludwig Aron- Stolp über den Delegiertentag Bericht erstattete. Die interessanten Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Im Anschluß daran konstituierte sich eine Ortsgruppe mit zunächst 19 Mitgliedern. Schluß des redaktionellen Teils. DIE ARBEIT t 4—— ■י י ORGAN DER ZIONISTISCHEN VOLKSSOZIALISTISCHEN PARTEI HAPOEL-HAZAIR י* Am 15. Januar erscheint das erste Heft unserer Zwei Wochenschrift unter der Redaktion von Ludwig Strauss, ViktorCh. Arlosoroff, Siegfried Lehmann, Israel Reichert, Rudolf Samuel — DIE ARBEIT — ist die erste zionistisch-sozialistische Zeitschrift in deutscher Sprache. Sie will in dieser Zeit der höchsten iiationalen Verantwortlichkeit, die je auf dein Zionismus geruht hat, sein soziales Gewissen unermüdlich aufrafen und schärfen. Sie kämpft gegen der! idealistisch-verbrämten Materialismus der Bourgeoisie ebenso wie gegen den offenen der Sozialdemokratie. Für nationalen und idealistischen Sozialismus. — DI E ARBEIT — tritt ein für die Produktivierung der nationalen Wirtschaft, für eine neue Arbeitsgesinnung, die den Arbeiter nicht mehr seinen Lohn, sondern seine Arbeit selbst lieben läßt, und für Wirtschaftsformen, die eine solche Gesinnung ermöglichen. — DIE ARBEIT — wird die zentrale Stellung Palästinas in der nationalen Bewegung betonen und die überragende Bedeutung der Hechahizbestrebungen. Sie wird durch Berichte und Uebersetzungen sowohl mit dem jungen Palästina, insbesondere mit dem palästinensischen Hapoel-Hazair wie mit den jüdischen Massen des Ostens, insbesondere den Zeire-Zion eine ,lebendige Verbindung hersteilen. Dl E ARBEIT — wird für ,die Erneuerung der jüdischen Kultur durch den Anschluß an ihre großen Traditionen, vor allem also für die Herrschaft hebräischer Sprache und Kultur wirken. — DIE ARBEIT — wird in Artikeln und Glossen zu wichtigen oder symptomatischen Zeitereignissen oder Zeiterscheinungen sich äußern. Sie wird sich bemühen, prinzipiell und aktuell zugleich zu sein. — D 1 E A R B E t — wird über die Entwicklung des Hapoel-Hazair berichten, seiner Verbreitung und Läuterung dienen und seine Ziele vor der jüdischen Oeffentlichkeit vertreten. Sie wird die Verbindung zwischen den Gruppen und den einzelnen Chawerim des Hapoel-Hazair aufrechterhalten und fördem. Chawerim des Hapoel-Hazair! ״Die Arbeit“ ist Euer Organ. Arbeitet mit! Werbt Abonnenten! Stützt den Pressefond! Zionisten! Lernt den zionistischen Volkssozialismus kennen! Abonniert! t.« Abonnementspreis: Vierteljährlich 3,00 M. jaX^weimTmollÄh Preis des einzelnen Heftes: 0,60 M. Im Aufträge des Waad des Hapoel-Hazair Redaktion und Verlag DIE ARBEITo BERLIN W35, Kurfürstenstrasse 150 LO © <hO z 1 «4— Jü u <v 2* c- L-> CQ 3 u cS £ fi ן LU c Q (f) 1 H M c CS CG ml₪m <u <+-• bJO «d «-«י ÜJ u M— o 2C & S— CD nt CQ <n E E מ & cn Voran WorUicher Redakteur: I. V.: Leo Hermann, Bsrlia-Wilmemdorf. Jüdin«*« Rundschau G. n»; h. U.. Berlin W, tt. Druck: SieKfriod Scholem, Berlin-SchönebenT

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