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Jüdische Rundschau · 1918-12-31 · Heft 58 (31.12.1918) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 58 (31.12.1918)
Date
1918-12-31
Page
– (sequence 9)
Language
German
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I Nr. 58 Seite 455 JUEDI: . u i . A1J v: «4 ־' ''T liulC' i?üc!#üd• I bc linca v der Für An- "Iren, $ie״t ginne ji'ni'ia |l t i - g randien | e in j süd- S vmi- | ztea? lern * )TUder- Uc r-; für I I i» | ,a- '1 11 ü- »IC 9' UC*. SC! cl:1 ciut icre jar. : sten ,euden Ben s richt hen neu einmm gen ken ver- •eßdit- »rtc den laß iter v ז fi״1 "׳ ג 11ו c.t rc;1 ״!׳:0 nc, 4? seit dem Verlust seiner staatlichen Selbständigkeit. Zwar bat das Bewußtsein von seiner Einheitlichkeit mul 1111löslichen Verkmipithcit mit allen seinen Tellen das jüdiselic Volksganze nie verlassen, aber /um erstenmal findet dieses Bewußtsein jetzt eitlen politische« Au.,- druck. P1׳׳s jüdische Volk tritt als politische Einheit wieder in die Geschichte ein, der jüdische Weltkongreß wird die Konstituante der vom Völkerbünde anerkannte» jüdischen Nation darstellep. Fiir die deutschen Juden ist jetzt die Zeit gekommen, sich dieser geschichtlichen Entwicklung ein/.tiglicdcrn und dieser Einordnung soll die Kongreßbcwegimg dienen. Alle Gegenargumente und lledenken müssen vor der Größe dieser wichtigsten Entscheidung, die das deutsche Judentum in den letzten Jahrzehnten zu treffen hatte, zurücktreten. Wir Zionisten, die wir diese Koiigreßbewegimg inauguriert haben, können 1ms nicht mit denen auseinaiidersetzen, die überhaupt gegen das Hervortreteu von Juden und jüdischen Interessen in einer Zeit allgemeiner politischer Uimviilzungeii protestieren. Dagegen verdient ein auderer Entwand!!eaehtuiig. Wir erkennen den Einwand derer, die sich znm jüdischen Volkstum nicht bekennen wollen, weil sie nicht wissen, wie sie ihr jüdisches Volkstum mit ihrem deutschen Staatsbürgertum vereinigen können und die um die Gleiebberechtigung der deutschen Juden besorgt sind, als ein legitinies und zu respektierendes Argument an. Audi war sind der Meinung׳, dall unsere Beziehungen zum Staate positive sind, d. h. daß sie eine ernste seelische Vcrknüpfung mit dem Staatsinteressc fordern. Aber in dem neuen revolutionären Deutschland, in dem die Idee der Ercihcit und Demokratie gesiegt hat, wird der Staat unmöglich das Bekenntnis zu einem staatlich vorgeschriebenen Volkstum verlangen können. Die Freihcitlichkcit in der neuen Welt wird sich darin zu zeigen haben, daß der Staat nicht mehr Beherrscher, sondern Diener aller seiner Bürger Ist, daß er ihre Seeten nicht uniformiert und korrigiert, daß die alte germanisierende Assimiliorungspolitik gründlich aufgegeben wird. Ein j Nationaljude, der sich des Zusammenhangs mit den Juden aller Welt bewußt ist, kam; zuglcicli ein guter deutscher Staatsbürger sein. Als zweiter Redner des Abends legte Rechtsanwalt Dr. Klee einleitend dar, daß das deutsche Judentum seiner geographischen und kulturellen Lage nach dazu berufen sei, die. Mittlerrolle zwischen Ost- und West- Judentum zu übernehmen. Wenn das deutsche Judentum in den letzten Jahrzehnten eine gewisse Führung über das Ostjudentuin in Händen hielt, so” war dies im wesentlichen auf den politischen Einfluß der deutsehen Juden zurückzuführen, der in den jüdischen Leistungen vergangener Tage seinen Ursprung hatte. Jetzt wird das deutsche Judentum seinen Platz nur behaupten können, wenn es wieder jüdischer wird. Wir können und wollen auf das deutsche Judentum nicht verzichten. Es muß sich wieder dem Strom der jüdischen Gesamtentwicklung anvertraucn, ׳es muß an der großen Erfüllung tcilnchmcn, wie cs überhaupt heute für die deutsche Judenlieit weniger auf das Geben als auf das Nehmen ankomint. Der Jüdische Kongreß soll alle die umfassen, die diese Notwendigkeit erkannt haben und die Einheit des jüdischen Volkes in ihr Leben aufiielinien wollen. Mit unserem Aufruf zum Kongreß wenden wir uns an die Jugend, an die Soldateil, die aus dem Felde zurückgekehrt sind und sieh dort in der ständigen Berührung mit Nichtjiiden jhre.s Judentums bewußt geworden sind, an die Orthodoxie, die sieli in der letzten Zeit sichtlich nationalisiert hat, an die werktätige Bevölkerung, deren sozialistischer Flügel für unsere Forderungen wachsondcs Verständnis beweist. Wir wenden uns dagegen nicht an jene ״Notabein“, die das deutsche Judentum auf Grund angemaßten, nicht übertragenen Rechtes zu vertreten vorgeben. Mit diesem System der Vertretung auf/.uräumen, ist eine der wesentlichsten Aufgaben des Kongresses. Auf demokratischer Grundlage soll ein neues jüdisches* Leben in Deutschland aufgebaut werden. IJn- 6ere Gemeinden müssen in Vollcsgcmeindcn umgcwnndclt werden. In erster Linie müssen daher alle Bestimmungen fallen, die einem modernen freiheitlichen Wahlrecht entgegenstehen. Wir protestieren aufs schärfste gegen das neue sozialistische Ministerium des Inneren in Preußen. Auf eine Anfrage der Berliner Jüdischen Gemeinde, ob sich der bekannte Erlaß betreffend Einführung des ailgemeinen Vcrhältniswahlrecbts für alle öffentlichen Körperschäften auch auf die jüdischen Gemeinden beziehe, hat das Ministerium aus irgendwelchen Rücksichten vcrneinend geantwortet. Wir werden -uns aber das Wahlrecht und alle Vorbedingungen einer Erneuerung jüdisehen Lebens in Deutschland, vor allem die jüdische Schule, erkämpfen. Alle die Kräfte, die nach Erneuerung zu sammeln, ist Aufgabe des Kongresses. Die Referate beider Redner wurden von der Vcr- Sammlung mit stürmischem Beifall begeistert atifgenommen. Da die Polizeistunde eine Diskussion nicht mehr möglich machte, wurde die Debatte auf eine demnächst cinzuberulendc, zweite öffentliche Vcrsammlung vertagt. Eine Resolution, in der die Einberufung des Kongresses gefordert wird, wurde gegen den Widerspruclt einiger IAssentierender zur Abstimmung gebracht und gegen wenige Stimmen unter großem Beifall augenonimen. Die Resolution soll in un,verändertem Wortlaut nach Beendigung der Debatte noch einmal zur Abstimmung gestellt: werden. Am Montn/?, 21 Dezember, fand in! Lelirervereinshaus eine öffentliche Versammlung statt, tu der die Herren Dr. Egon Roscnberg, R.-A. Dr. Gronemann, Justi/rat Dr. I! öden h <? i in e r •Cöln, R.-A. Dr. Klee u. a. sr.ra wird in der nächsten schau“ veröffentlicht. 1en. 1N um Hin ner der l,JÜ Uchcr Bericht iihdieri Rund* «TV. enos י! 0: Nur wenige Gesinnung•; deren, trefflichen Man.:!, der in einem Alter von 42 ]:ihren wurde. Die TrauerkuiKle wird Freunde und Bekannten tie sie alle im Geiste um die B,!:a!1 nie 11 diesen biei׳..־'! und unerwartet Jenseits ahberuleu die Herzen seiner : Ergriffenheit senken und ire sammeln. Gab es doch eu um in in der Jüdischen Gemeinde keinen Verein, dem er nicht als tätiges Mitglied oder Vorstand angehftrtc. Sein Liehliugskimt war jedoch bis zu seinem letzten Scliimn- 111er de!' Zionismus. Nicht als reife Frucht sind ihm die z.iiniisiisehen Ideale in den Schoß gclallen, vielmehr waren sie bei ihm ein Ergebnis seines klaren Verstandes, ein Erlebnis Keines fühlenden, echt 'jüdisehen Herzens. Auf dem Wege der Ueberlegung und Reflexion gelangte er zu der Uoberzetiguiig von der einzig möglichen Lösung der Juden Irr ge durch den Zionismus. An der juit/t-jüdischcn Literatur formte sich sein reger Geist, Die Lauterkeit reines Charakters, die Ehrlichkeit seiner Gesinnung ßdmfen ein Band herz-!!'eher Freundschaft zwischen ihm und1 den Spitzen der Behörde. Nun ist der Kümpler und Streiter z.u ewiger Ruhe gebettet und wir geloben ihm, dem tapferen und begeisterten Zionisten, ein ehrendes Andenken zu hewahren. Möge Gott den herben Schmerz der. Gattin und der unmündigen Kinder lindern und ihnen Stab und Stütze werden. Al len st ei 11. Paul Teitelmann, Juden nicht anerkennen, und die aller in Berlin wohnenden aut reli; den Zionisten wünschen, tu der eine Fülle von Anregungen brachte, Gerhard Levy, S c 11 r a g e!111 e i b.'itim. Die Redner forderten die der Misrachistcn in der national geirieins.'iinc Arbeit iöseiii Boden stehen- Diskus s if> 11, die sprachen die Herren: m und Grünt'itigste Mitarbeit jüdischen Jugend- M i s r a c 11 i - Lebhaft Kofoiüegcmeinihm gab Herr Willen der ost- AlmcKungcn des IC. J. V.cr-Tagunp׳ in J. V. . Hannover Am 5./6. Januar findet im ״Hansahaus“ in Han nover eine K. J. V. er-Tagung mit folgender Tages- Ordnung statt: Sonntag, den 5. Januar, vorm, 9 Uhr: Begrüßung; vorm. 11 Uhr: Wanderung ,(Trcffahrt mit dem Blau-Weiß Hannover); abends %9 Uhr: interne K, J. V.cr-Bc- , sprcchung. Montag, den ö. Januar, vorm. 0 Uhr: Referat über die allgemeine Lage des Zionismus (Julius K a t 7. e n s t e i 1! Brnsien). Referat über Aufgaben des K. J. V.' (John Levy- Braun• schweig). Aussprache; nachmittags 4 Uhr: Besprechung über Er׳ riclitung eines Stammtisches in Göttingen (Walter Eiche über#־ Güttingen). 8'Uhr abends: Geselliges Zusammensein. Zu der Tagung werden;׳»gelassen Schüler von Obersekuuda ab (die zahlreich mitzuhringen sind) und sämtliche national-jüdischen Akademiker. Teilnehmer werden gebeten, sich bei Robert Katz, Hannover, Schlägerstraße 5, rechtzeitig schriftlich zu melden. Für Unterkunft bei Bbi. Bbr. kann nur in sehr beschränktem Maße gesorgt werden; bei rechtzeitiger Anmeldung wird Hotelzimmer reserviert. HmcMcii drängen, Berlin. Es werden uns gute N i c d c r I a s s u n g s m ö g 1 i c 11 k c i t c 11 fiir einen jüdischen Arzt und einen Rechtsanwalt in einer Mittelstadt in der Nähe von Berlin ״cmehlet. Bewerber erhalten nähere Auskunft von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W., Sächsische Str. 8, nt, Berlin. Das Büro der Berliner Zion i st i* sehen Vereinigung befindet sieli von jetzt an: Berlin C. 2, Burgstraße 30, Bürohaus, Börse, Zimmer 75. Wir bitten, Anfragen usw. dorthin zu richten. Die Bürozeit ist Montag bis Mittwoch von i//)—VZ2 Uhr. Sannabend Abend ist das Büro gleichfalls nach Sabathausgang geöffnet. Berlin. Nach vierjähriger schmerzlich empfundener Arbeitspause fand am 17. Dezember in den Sophiensälcn die Ncukonstituicrung der Berliner Mi s r achigru קp c statt׳. Die überaus zahlreich bcsuchte Versammlung gewährte ein anderes Bild, als das, welches die wenigen alten Mitglieder in den Vorkriegsjnhren gewohnt waren. Die beiden öffentlichen Versammlungen der vergangene» Wochen hatten gczeigt, wie stark das Bedürfnis nach einer großzügig arbeitenden Misracliigruppe geworden ist. Die Ver- Sammlung cröffnete ein Referat des Rechtsanwaltes Dr. Arnold Barth. In einer schlichten und klardisponierten Rede zeichnete er die Richtlinien für die Ausgestaltung der misrachistisdien Arbeit. Er forderte zunächst, daß durch ein Abkommen mit der Berliner Zionistischen. Vereinigung jedes Mitglied der Berliner Misracliigruppc gleichzeitig der Berliner Zionistischen Vereinigung au- ' gehöre; nicht mir damit dieser die Vertretung der allgemeinen zionistischen Angelegenheiten überlassen bleibe und dadurch die besondere vom Misrachi zu leistende Arbeit entlastet werde, sondern auch um zu dokumentieren, daß der. Misrachi ein unab'ösbarcs Glied im großen zionistischen Ganzen bildet. Die besondere zu leistende Arbeit wird sich znniicl1.it aut׳ das in Palästina zu Schaffende und •die damit verbundenen Maßnahmen cinstcllen. Die Einrichtung von Kurse n in Palästinakünde, im Neuhebraischen uncl ven Lekrkursen für das jüdische Schrifttum soll der Vorbereitung der Misrachisicn dienen. Auch die Schaffung von Sicdluugsgemcinschaften, die cnt:;eh!a.-׳;mn sind, nach Palästina zu gehe״, wird in die Wege geleitet werden. Der Teiche Beifall der über 20;( An WilH enden zeigte, daß alle gewillt sind, auf den Bezeichiuteii Wegen postbeweguug. Der Antrag׳ auf Bildung einer . jugeiulgruppe wurde einstimmig angcnoinm der Fortsetzung ihr Debatte sprachen die R ״ b a u und 1 )irektor L i p s e h u t 7. Letzterer ( » wertvollste Anregung für die Ausgeda Itimg von Lehrlairscn und Lernkiirseti, die der Ncubelebung uiulj r!. giorimg der religiösen Ideen dienen sollen, begrüßte er den Plan der Bildung von ״ schäften. Als wesentlich be/eichnete er du־ .Schaltung eines Berliner Vcrcinslokales fiir die Durchfühlung der misrachistisdien Gruppen,׳irbcii. Nach Schapira in jidiseher Sprache den . jüdischen Misrachistcn zuin Ausdruck, mit <Jei1 Anwesenden sich zu gemeinsamer Arbeit zusammenzuschließen. Die Sclilu’ßrcdiicr Rabbiner Levy, Lazarus 1 r 111 ז der sich «!1ל» A^i^Iiod Mjsr-ithi und ältestes der Berliner Zionistischen Vereinigung vor• stellte, sowie Dr. Loch äußerten sich eingehend ober das Verhältnis des Misrachi zu den übrigen gesetzestreuen Organisationen mul wiesen insbesondere auf die großen Aufgaben hin, die der Misrachi in den Ländern lies Ostens zu lösen 11,'ibe. Ihin _ falle die Aufgabe zu, die;׳roßen Massen für den Zionismus zu gewinnen. Herr R e ti ß forderte zam Schluß die oftmalige Veranstaltmig von Diskussionsabciulcn. Berlin. Jüdischer Ttirnvcrei n Bar- Kochba. Nachdem der größte Teil der im Leide stehenden Mitglieder wieder eiiigetroffen ist, fand am 14. Dezember das Art 11 r 111:11 der ersten Männerabteilmig in ihrer neuen Halle, Neue Frieilrichstr. (Graues Kloster) statt. Die Leitung der Abteilung hat der Hauptturnwart lies Vereins, Herr Leo K a in i 11 s k i, übernomtuen. Die Turner wurden von Herrn K a r e s k 1 namens des Hauptvorstandes begrüßt, der im Verlaute seiner Ausführungen auch den anwesenden Schriftführer des Verbandes der jüdischen Turnvereine in Polen, Herrn Mörgenstern, willkommen hieß. Auch Herr Morgenstern dankte in einer kurzen Ansprache für die freundliche Begrüßung und die zum Ansdruck gebrachte Sympathie fiir die Arbeit der Bnulervercine in Polen. — Die Feier des 20 j ii 11 r i g c 11 Bestehens des Bar-Kochba, verbunden mit einer M ak k a b ii c r - F e i c r nahm einen stimmungsvollen Verlauf, Etwa 500 Teilnehmer lauschten in; Bankettsaal des Rheingok! den künstlerischen Darbietungeu der Damen Gassi rer (Gesang), Lew׳ in (Klavier), Ifcrtha Felde» (Rezitation) und der Herren Kapellmeister Wachsmann (Violine), Roskin (Jargonlieder). Fritz Richard (vom Deutschen Theater, Rezitation). Dazwischen lagen die Ansprachen von Rechsanwalt Jalowicz, der als einer der Milbegründef des Bar-Kochba die eigentliche Festrede hielt, von, Professor Heinrich Löwe, der seine Ansprache den Makkabäern widmete, und Nahutn Gold in an n, dessen Worte Palästina galten. I>10 drei Redner fanden stürm isehen, langanhaltcnden Beitall. Außerdem sprachen noch Dr. Egon Rosenberg namens der Berliner Zionistisehen'Vereinigung, Sch ragen hei in für die Selbstwehr und Bia Her für die aus dem Felde zurückgekehrten Bar-Kochbancr, während der Vorsitzende, Herr Kare ski, durch Ansprachen die Feier cröffnete und abschloß. — Am 15. Dezember fand eine gutbesuchte Mitgliederversammlung statt, in der Herr Ka־ rcsk 1 über ״Die Juden und die deutsche Politik“ sprach. An der sehr lebhaften und anregenden Aussprache beteiligten sich Fräulein Rossi und die Herren Dr. Meyer, Julius Hirsch, Bialie» und Caßriel. Der Abend brachte dem Bar-Kochba mchrere neue Mitglieder. . Messingwerk bei Berlin. Infolge der Rückkehr vcrschicdencT Zionisten aus dem Fehle und infolge des Zuzugs an jungen Zionisten und Zionistinncn, den die Errichtung des jüdischen landwirtschaftlichen Le h r I i n g s h e i r!1 s mit sich brachte, ist auch hier das zionistische Leben neu erwacht. So konnte in einer Versammlung der Parteisekretär Kurt Rosen bäum vor einer stattlichen Zahl von Zionisten über die allgcmeine Lage des Zionismus und das Programm des 15. Dclcgicrtentages sp-echen. Herr Roscnbaum verstand es, durch seine gediegenen und instruktiven Ausfuimmgen die Zuhörer stark zu fesseln. Dem Abend der äußerst anregend .verlief, folgte die Konstituierל} ״״ c r .9,1i S,K r u p p e Messing w c r k , die 62 Mitglieder zahlt. Der Vorstand besteht aus: Rechts anwnlt Hirsch (Vorsitzender), Fräulein Elisabeth Jacob und den 1 lerren Walter Cohn, W o 1! f c n s t c i 11 und . S t c 1 n b c r g. 44 ו Br<:s,a,u־ Oie Breslauer Zionistische Vereinigung׳ hatte für de« 16. Dezember eine öffentliche Ver- Sammlung einberufen mit dem Thema ״Die Farlicra:ingen des Zionismus an die Friedensnnm V ' V°r c,ncm R.r01k״ For״m ~ «s mochten ״OÜO Menschen gewesen sein — nahm zunächst Herr Nahum G o I d in a ״ n das Wort. Er betonte den großen Wandel der sich in der jüdischen Geschichte fn den let/.icn Jahren vollzogen hat. Die luden sind ein Volk das ergebe sich aus der Kontinuität ihrer Geschichte’ S1C 1 S1!>״r■ •alästmavolk, wenn auch die Sehnsucht Ä ’״ חstma mauchmH nur verschüttet in ihrem Herzen n!4׳9 9'״lcr l!4 אס eine Selbstverständlichkeit daß I nlastina die erste Forderung des jüdische״ Volkes sei. Dr. Barth erläuterte die übrigen Fordern״״״, des Kopenhagener Programms: die nationale und turehe Autonomie, die tatsächliche Durchfuhr״״״ der G eich.berechtigung. I» der Diskussion kamen Redner aller jüdischen Parteien zu Worte und es ׳״•״,h J' daß ein großer Teil der Orthodoxen ״?willt fi׳ mit den Zionisten beim Aufbau Palästinas •, 5 י Mit i!benvälti״״״w m-־. . “״״!.״•״ristln,as ״ytzuarbejicn live Arbeit zu lei ••ten. Von ti,׳! Iteriiimm Struck wurde leb Mitglieder der ueug'ehiKL lui au den Gruppe an tk 111 Aken:! Herrn 11 a a r p u d 1: r wurde der Versammlung zur Kcnnin lincr Misradiistai einen Vutm Herren Dr. Pick׳'und bi:ntt bedauert, daß die גוו O!: t j 1111 e 11 bestehenfdiiu'ii. Ihrem Vertreter «’er einmütige Beschluß gebracht, daß die Ikrchieil von üä,l* und ,West* er Majorität nahm die Versammlung die Forderungen des Kopenhagener Programms an. Der Breslauer Zionistischen Vereinigung traten 120 neue Mitgliedcr bei. Die Versammlung protestierte scharf g cg en in Polen und Westgalizien. 3. Januar feiert die Gattin des Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung Stettin, Frau Charlotte Jacob, ihren 60. Geburtstag. Fnut Jacob verwaltet •eit Qrittidutij׳• der Ortngrup!« das Amt regsten Anteil an allen lue* 1 i e P o g r o m e Stettin. Am v*hiiiui ״-'״י *״י.. , der Kasse und bat stets <*

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